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Rainer Merkel: Generation Yettie

 
       
     
       
   
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    Rainer Merkel in seiner eigenen Schreibe

     
       

    MERKEL, Rainer (2002): Ohne Rente.
    Ein Notruf aus der Generation der Verlierer, 
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.12.

    Vom Jahr der Wunder ist es nur ein kleiner Schritt zum "Jahr des Jammerns".

    MERKEL, Rainer (2014): Zeige deine Wunde.
    Die Generation der Angst,
    in:
    Kursbuch 178 "1964", S.162-173

    Rainer MERKELs Beitrag spielt mit dem modischen Sujet der Kinder der Kriegskinder, streift Waldsterben, Atombombenabwurf und das Leben in Kriegsgebieten:

    "Wenn man so viel Angst hat, dann kann man auch keine Wunden haben. (...). Die Angst wandert weiter, die Reise der Angst setzt sich fort. Manchmal kommt es mir so vor, als würde ich nicht zusammen mit ihr reisen, sondern als reiste ich ihr hinterher." (2014, S.172)

     
           
       

    Rainer Merkel im Gespräch

     
       

    KUHRT, Henriette (2001): Debütanten-Abend an der "textbar" im Literaturhaus am Salvatorplatz.
    Interview mit dem jungen Autor Rainer Merkel,
    in: Welt
    v. 17.10.

    Neu:
    WEIDERMANN, Volker (2009): Buchpreise? Hier gibt es ja nicht mal Buchläden.
    Über diesen Kandidaten für den Deutschen Buchpreis wird am wenigsten berichtet: Rainer Merkel arbeitet in einer psychiatrischen Klinik in Liberia,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11.10.

     
           
       

    Lichtjahre entfernt (2009)
    Frankfurt a/M: Fischer

     
       
         
     

    Klappentext

    "Der Familientherapeut Thomas Kaszinski wird vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe gestellt. Er muss sein Leben in Ordnung bringen. Auf einer Reise nach New York trifft er seine langjährige Freundin. Doch die Beziehung scheint am Ende zu sein. In immer neuen Anläufen und in dem ständigen Bemühen um noch intensivere Erlebnisse nähert er sich dem Zentrum der Katastrophe und erinnert sich an die dramatischen Ereignisse der letzten Monate, die, wie seine Liebe, Lichtjahre entfernt sind. Er verliert sich in der Vergangenheit. Eine gemeinsame Reise in die Wüste wird zu einer Grenz-Erfahrung. Kurz vor seinem Rückflug erkennt er plötzlich, dass es noch eine Möglichkeit auf Rettung gibt."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    HARMS, Ingeborg (2009): Ein Herz aus Geld.
    Rainer Merkels chaotisch-nüchterne Liebesbilanz,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.03.

    PFOHLMANN, Oliver (2009): Erinnerung schützt.
    Pure Gleichzeitigkeit: Rainer Merkels Roman "Lichtjahre entfernt",
    in:
    Tagesspiegel v. 10.05.

    SCHWARTZ, Tobias (2009): Rainer Merkel - Lichtjahre entfernt,
    in: Literaturen, Juni

    SCHRÖDER, Christoph (2009): Tyrannische Chronologie der Seele,
    in: Frankfurter Rundschau v. 03.07.

    PFOHLMANN, Oliver (2009): Ein Psychologe ohne Einsicht.
    Nur ein Wochenende, aber es geht schief: Rainer Merkel schickt einen Familientherapeuten auf einen Seitensprung nach New York,
    in: Der Standard v. 01.08.

     
           
       

    Das Gefühl am Morgen (2005)
    Frankfurt a/M: Fischer

     
       
         
     

    Klappentext

    "Eine schlaflose Nacht, in der er sich schweigend verliebt. Eine muschelförmige Bar. Laura, die Königin von Schlachtensee. Die Erinnerung an den Moment, und er weiß nicht, ob er glücklich oder unglücklich gewesen ist. Unberechenbares Glück, ein langer Sonnenuntergang, ihr Geruch, die Weitläufigkeit ihres Körpers. Ihr Gesicht. Die Geschichte einer lauernden, einer zögerlichen und zärtlichen Annäherung, die Geschichte einer Liebe. Und bis zum Schluss ist er sich sicher: Er wird sich nicht verzaubern lassen."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    KUNISCH, Hans-Peter (2005): Die kaputten Kinder der 68er.
    Rainer Merkel hat einen intelligenten Roman über den Generationskonflikt geschrieben,
    in: Literaturbeilage der ZEIT Nr.12 v. 17.03.

    KÄMMERLINGS, Richard (2005): Sei du selbst, ganz wie Vati.
    Rainer Merkel legt die achtziger Jahre auf die Couch,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.03.

    Richard KÄMMERLINGS sieht in Rainer MERKELs Erzählung Das Gefühl am Morgen eine neue Zugangsweise zu den Achtziger Jahren:

    "Die beiden größten Bucherfolge über jene Jahre - Florian Illies' »Generation Golf« und Sven Regeners »Herr Lehmann«-Romane - waren in ihrer ironisch-anekdotischen Kirchturmperspektive nur eine intelligentere Art der Arbeit am Mythos.
            
    In Rainer Merkels neuer Erzählung, die irgendwann in den endlosen späten Achtzigern in West-Berlin spielt, kommt kein Popsong vor, kein Werbeslogan und keine Fernsehserie. Datieren kann man die Geschichte einzig an den Katastrophen. »Wußtest du das? Tschernobyl heißt übersetzt Schwarzes Gras«. Als Lukas dies zu seiner Freundin Laura sagt, hat sich der private Super-Gau bereits ereignet: Laura erwartet ein Kind (...). Das Paar, das sich gerade erst im Studentenwohnheim kennengelernt hat, ist mit dem Entscheidungszwang überfordert. Die verdrängte Unbestimmtheit ihrer Beziehung tritt zutage".

    KÄMMERLINGS macht darauf aufmerksam, dass in MERKELs Büchern eine liberale Herrschaftstechnik entlarvt wird, die sich als "tabubrechende Offenheit drapiert". Daraus ergibt sich dann eine subtile Komik, die ihn an Wilhelm GENAZINO erinnert.  

    SCHRÖDER, Christoph (2005): Hellwach, völlig berauscht.
    Träume und Sexualität in kunstvoller Diffusität: Rainer Merkels Roman "Das Gefühl am Morgen",
    in: Frankfurter Rundschau v. 30.03.

     
           
       

    Das Jahr der Wunder (2001)
    Frankfurt a/M: Fischer

     
       
         
     

    Klappentext

    "Die undurchsichtigen Anforderungen des Berufslebens: Christian versucht sich in einer jungen, aufstrebenden Agentur. Er verzagt, er hofft, er beschließt, glücklich zu werden, und erlebt so den Traum der schönen neuen Arbeitswelt. Die Suche nach dem Glück in Zeiten der New Economy: Christian soll sich in einer Multimedia-Agentur Werbung für eine Bausparkasse einfallen lassen. Auf die Agentur ist er stolz, die Sparkasse ist ihm peinlich. Es ist sein erstes Projekt und er hat zwölf Monate Zeit. Er verzagt, er hofft und er beschließt, glücklich zu werden. Es wird ein Jahr der Wunder. Christian schlittert überfordert und doch nicht ungeschickt durch die undurchsichtigen Anforderungen des Berufslebens. Die junge, aufstrebende Agentur, in der er arbeitet, scheint kaum Hierarchien zu kennen, stattdessen dominiert eine allgemeine Begeisterung und der Glaube, Teil einer medialen Revolution zu sein. Die neue Form des Opportunismus heißt hier Opposition, die neue Form des Mitläufertums heißt Kreativität. Gudula heißt die Kollegin, die ihm zeigt, wie Teamarbeit wirklich funktioniert. Titus ist Christians Freund, er ist schnell, phantasievoll und schlagfertig, eigentlich ist er ein Künstler, sagt er, und benimmt sich auch so. Grassi ist Christians Chef und will wissen, ob ihn die Arbeit glücklich macht. Wosch ist auch sein Chef, will aber eigentlich ein Kinderbuch schreiben. Christian schlägt sich durch und versucht verzweifelt das Unmögliche: glücklich und zugleich erfolgreich zu sein. Er fühlt sich als Mitglied der Agentur bestätigt und sieht seine Zukunft in strahlendem Licht. Aber das Jahr der Wunder geht zu Ende. Rainer Merkels witziger und bissiger Roman zeichnet ein Bild vom Perpetuum mobile der Dienstleistungsgesellschaft, vom Traum der schönen neuen Arbeitswelt."

    Pressestimmen zum Buch

    "»Das Jahr der Wunder« handelt, um einen in an Gesellschaftskritik interessierten Kreisen gerne verwendeten Buchtitel Richard Sennetts zu verwenden, von flexiblen Menschen. Man stelle sich den Roman nun allerdings nicht als Pamphlet gegen die moderne Arbeitswelt vor, das ganz und gar nicht. Bis in die Satzebene hinein geht es hier gerade darum, die Ambivalenzen der Situation einzufangen."
    (Dirk Knipphals in der TAZ v. 10.10.2001)

    "»Das Jahr der Wunder« spielt in einer Vergangenheit, die gerade eben erst vergangen ist, in der New Economy-Aufbruchsstimmung Mitte der neunziger Jahre, als die Sponsorengelder noch flossen und die Euphorie am höchsten war. Rainer Merkel hat damals selbst in einer Multimediaagentur gearbeitet, wie sein Protagonist als Konzepter."
    (Stephanie Wurster im Tagesspiegel v. 16.10.2001)

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    KNIPPHALS, Dirk (2001): Unter der Oberfläche aus Kitsch und Blabla.
    Nur nicht unterkomplex werden! Thomas Hettche, Rainer Merkel und Norbert Niemann schreiben vertrackte Gesellschaftsromane,
    in: TAZ v. 10.10.

    AUFFERMANN, Verena (2001): Hyänen leuchten unter gelben Hyazinthen.
    Über die hohe Kunst des Schaumschlagens: Rainer Merkels gelungene Expedition in unsere Dienstleistungswelt,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 10.10.

    WURSTER, Stephanie (2001): Arbeit ist das ganze Leben.
    Rainer Merkel hat ein Buch über die Abgründe der New Economy geschrieben,
    in: Tagesspiegel v. 16.10.

    SPRECKELSEN, Tilman (2001): Loft der Abenteuer.
    Reiner Merkels Debüt aus der Werbewelt,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.10.

    KRAFT, Thomas (2001): Hautcreme und Gruppenarbeit.
    Rainer Merkels Roman "Das Jahr der Wunder",
    in: Donaukurier v. 27.10.

    OVERATH, Angelika (2002): Das total designte Leben.
    Rainer Merkels New-Economy-Satire "Das Jahr der Wunder",
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 21.02.

    HILLGRUBER, Katrin (2002): Die Agentur ist ein Blumenhaus.
    Alles wunderbar: Rainer Merkels Debütroman erzählt aus der Angestelltenwelt
    in: Tagesspiegel v. 10.03.

     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 28. Oktober 2001
    Update: 12. August 2015