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Susanne Gaschke: Die Erziehungskatastrophe der Berliner Republik

 
       
     
       
     
       
   

Susanne Gaschke in ihrer eigenen Schreibe

 
   
  • GASCHKE, Susanne (1998): Die Generation Berlin.
    Was ist heute radikal? Die Familie. Junge Intellektuelle suchen neue Antworten auf die Fragen der 68er,
    in: Die ZEIT Nr. 31
  • GASCHKE, Susanne (1999): Der Stichwortgeber.
    Was ist die Berliner Republik, was die "Generation Berlin"? Der Soziologe Heinz Bude deutet neue deutsche Phänomene,
    in: Die ZEIT Nr.11
  • GASCHKE, Susanne (1999): Revolution im Reihenhaus.
    Die Zukunft der Liebe: Ein Plädoyer für die Wiederentdeckung der Doppelmoral,
    in: Die ZEIT v. 11.03.
  • GASCHKE, Susanne (1999): Die Generation Berlin ist anders,
    in:
    Die Neue Gesellschaft/ Frankfurter Hefte, November
    • Kontroverse Stellungnahmen:
      • DULLIEN, Sebastian (2000): Keine klare Idee eines Wohin.
        Replik auf Susanne Gaschkes "Generation Berlin",
        in: Die Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, März
      • BARING, Arnulf (2000): Die Achtundsechziger sind perdu.
        Aus politischen Zeitschriften: Die Generation Berlin macht mobil,
        in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.04.
        • Inhalt:
          BARING hält den Text von Susanne GASCHKE im Novemberheft 1999 der Neuen Gesellschaft/Frankfurter Hefte für ein "Gründungsmanifest neuer Generationen, die mit der Gedankenwelt der Achtundsechziger nichts am Hut haben".
  • GASCHKE, Susanne (1999): Familienpolitik oder: Die wirkliche Mitte der Gesellschaft,
    in:
    Politisches Feuilleton. Sendung des DeutschlandRadio v. 10.11.
  • GASCHKE, Susanne (2000): Ende der Kindheit.
    Dass kleine Menschen nicht mehr wie Erwachsene sein mussten, war ein Sieg der Zivilisation. Heute ist dieser Fortschritt bedroht,
    in: Die ZEIT Nr.17 v. 19.04.
  • GASCHKE, Susanne (2001): Kommt jetzt die „Generation Kassel“?
    Der Soziologe Heinz Bude ist nett. Aber verdrossen. Die von ihm erfundene „Generation Berlin“ entwickelt sich nicht zu seiner Zufriedenheit,
    in: Berliner Republik Nr.03
  • GASCHKE, Susanne (2000): Umstrittene Gleichstellungspolitik: Was ist eine Familie?,
    in:
    Signale - Gedanken zur Zeit. Eine Sendung des DeutschlandRadio v. 16.07.
  • GASCHKE, Susanne (2001): Die Elternkatastrophe.
    Zur Erziehung abgeliefert: Die Schule kann an den Kindern nicht wettmachen, was die Familie sträflich versäumt,
    in: Die ZEIT Nr.18 v. 26.04.
  • GASCHKE, Susanne (2001): Eltern im Dilemma: Was bedeutet Erziehung?,
    in:
    Signale - Gedanken zur Zeit. Sendung des DeutschlandRadio v. 04.06.
  • GASCHKE, Susanne (2001): Neues Glück.
    Kein Grund zur Klage: Den Frauen geht es besser,
    in: Die ZEIT Nr.32 v. 02.08.
    • Kommentar:
      Susanne GASCHKE hat die schwangeren Frauen unter den Bundestagsabgeordneten gezählt, aber im Gegensatz zum Spiegel mag sie daraus keinen neuen Mutterstolz ableiten:
                  "Frauen können nur Mütter sein, berufstätige Mütter oder nur Berufstätige; niemand schreibt ihnen mehr ernsthaft ein Rollenbild vor. Die neue Freiheit bedeutet allerdings Verantwortung für das eigene Leben. Keine Frau muss mit 17 ein Kind bekommen, einen Macho heiraten oder einen dead-end job ohne Ausbildung anstreben. Und eins garantiert die neue Freiheit nicht: Glück. Wer entscheiden darf, kann falsch entscheiden: bei der Partner- und Berufswahl, in der Kinderfrage, immer wieder, ohne Garantie auf staatliche Rückversicherung. Das ist der Preis der Freiheit."
                  GASCHKE predigt hier wie Markus SCHROER (TAZ v. 28.07.2001) das Credo eines naiven Optionismus.
  • GASCHKE, Susanne (2001): Der Preis der Freiheit.
    Dreißig Jahre nach Beginn der Frauenbewegung sind weibliche Menschen ganz auf sich selbst gestellt. Nun müssen sie sich entschließen, etwas zu wollen,
    in: Berliner Republik Nr.06
  • GASCHKE, Susanne (2001): Gleichberechtigung allein ist nicht die Lösung.
    Sozialdemokraten und Union entdecken die Familienpolitik als Wahlkampfthema. Es wird auch höchste Zeit für neue Ideen,
    in: Die ZEIT Nr.48 v. 22.11.
    • Kommentar:
      "Die Geburtenrate ist von 2,02 Kindern pro Frau im Jahr 1970 auf 1,37 Kinder in den Neunzigern gesunken. Und die Gesellschaft fängt an zu ahnen, was das bedeutet", schreibt GASCHKE.
                
      Sie verschweigt aber, dass in den Jahren 1978 und 1979 die Geburtenrate bei 1,38 Kindern lag (aus: Peter MARSCHALCK "Bevölkerungsgeschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert", 1984), Mitte der 80er Jahre sogar noch tiefer.
                
      Der gravierendste Einschnitt erfolgte jedoch durch die Wiedervereinigung.
      Die Geburtenrate in den alten Bundesländern liegt weit höher als in den neuen Bundesländern, obgleich dort die Betreuungsangebote besser sind.

                
      Anfang der 90er Jahre fiel die Geburtenrate in den neuen Bundesländern sogar unter 1,0.
                
      Herwig BIRG schreibt in seinem neu erschienenen Buch "Die demographische Zeitenwende":
      "Die Zahl der Lebendgeborenen pro Frau betrug 1998 in den neuen Bundesländern 1,09, in den alten 1,41 und in Deutschland insgesamt 1,36."

                
      GASCHKE versucht mit ihrer Darstellung einen kontinuierlichen Geburtenrückgang seit 1970 zu konstruieren, obwohl das Geburtenniveau seit Ende der 70er Jahre mehr oder weniger konstant geblieben ist. Es handelt sich also um einen Versuch der zusätzlichen Dramatisierung.
  • GASCHKE, Susanne (2001): Familie haben heißt verzichten.
    Naiv ist die Vorstellung, mehr Geld vom Staat brächte automatisch mehr Zufriedenheit,
    in: Die ZEIT Nr.49 v. 29.11.
    • Kommentar:
      Susanne GASCHKE betätigt sich als Theoretikerin einer unverblümt neoliberalen Familienpolitik für die individualisierte Familie der Berliner Republik.
                
      Ihre Zielgruppe sind die Yuppies der "Generation Kombi". GASCHKEs Ansatz setzt die Individualisierungsrhetorik der 90er Jahre ebenso voraus wie den Anti-Single-Gesellschafts-Diskurs der Sozialpolitiker.
                
      Vor diesem Hintergrund fordert GASCHKE nun einen Paradigmenwechsel:
                
      Die Familie soll in den Medien nicht mehr defizitär, sondern als positives Leitbild dargestellt werden. Dazu gilt es u.a. die verstaubte Fernsehfamilie "Hesselbach" für die Generation Golf zeitgemäß aufzumotzen.
                
      Hierzu passt, was Bernd ULRICH kürzlich zu Thomas MANN geschrieben hat ("In spaßiger Hoffnungslosigkeit", Neue Rundschau Heft3, 2001):
                
      "Als sich 1965 der Todestag Thomas Manns zum zehnten Male jährte, wartete ein Kritiker mit einer bemerkenswerten Analogie auf. Er verglich die Familie des Schriftstellers in ihrer Gesamtheit mit den »Hesselbachs«, einer damals berühmten Fernsehfamilie. Deren hessisch-mundartlich geprägte häusliche Idylle - gruppiert um den »Babba« - kam ihm wie die zeitgemäße, nämlich kleinbürgerliche Umsetzung des großbürgerlich agierenden Familienverbandes der Manns vor."
                
      Der vollindividualisierte Mensch ist für GASCHKE nicht der Single, sondern der Familienmensch!
                
      Dieser Erfolgsmensch steht im Gegensatz zur "Benachteiligungsdiskussion" der Sozialstaats-Familienpolitiker im Mittelpunkt von GASCHKEs Individualisierungsthese, die im Einklang mit Helmut SCHELSKYs 50er Jahre-Individualsierungsthese von der "nivellierten Mittelstandsgesellschaft" steht.
                
      Wer als Familie arm ist, der ist selbst schuld! Individuelle, "zurechenbar herbeigeführte Armut" entsteht gemäss GASCHKE durch unterhaltssäumige Väter oder durch "leichtfertig sich trennende Eltern".
                
      GASCHKEs Prototyp ist die gutsituierte Erbengeneration, die nicht erst auf die Zuteilungsreife des Bausparvertrags warten muss, um sich das Eigenheim fürs Kind leisten zu können.
                
      Deshalb ist GASCHKEs Ideal nicht die "Vollkasko-Familie" der Sozialstaats-Familienpolitiker, sondern die neoliberale, individualisierte Familie. Diese biedermeierliche Familie fürchtet nichts mehr als den Staatseingriff, der gleichbedeutend mit zunehmender "Qualitätskontrolle" ist:
                
      "Dürfte eine Familienkasse der Zukunft das »Erziehungsgehalt«, das »Familiengeld« oder wie auch immer der fragliche Transfer schließlich hieße, kürzen, wenn die Eltern ihre Kinder schlagen, fehlernähren, nächtelang Horrorvideos anschauen lassen?"
                
      GASCHKE geht es im besonderen um die Normalisierung der Normalfamilie:
                
      "Mehr als alles Geld braucht die Familie die anerkannte Überzeugung, dass sie in diesem Land der erstrebenswerte Normalfall ist."
                
      Dies ist gleichbedeutend mit einer Kampfansage an die "Pluralisierung der Lebensformen".
  • GASCHKE, Susanne (2002): Sterbenslangweilig.
    Frauen um die 35,
    in: Die ZEIT Nr.12 v. 14.03.
    • Kommentar:
      Susanne GASCHKE spricht gerne im WIR-Modus, deshalb ist sie gekränkt, wenn andere ebenfalls im WIR-Modus schreiben. Ausnahme: sie tun es aus der Perspektive der "Generation Berlin", aber diesen Gefallen tut Katja KULLMANN mit "Generation Ally" der ZEIT-Rezensentin nicht, weswegen der Verriss kaum jemand erstaunen wird.
  • GASCHKE, Susanne (2002): Was Kinder kosten,
    in: Die ZEIT Nr.23 v. 29.05.
    • Kommentar:
      Normalerweise lässt Susanne GASCHKE an den 68ern kein gutes Haar, bei der Parteifreundin ist das jedoch anders. Sie lobt deren familienfundamentalistisches Buch "S.O.S. Familie" und hebt vor allem jene Punkte hervor, die für neoliberale Besserverdienende besonders wichtig sind:
                  "Tagesmütter (...) und die steuerliche Absetzbarkeit von Haushaltshilfen".
                  In Erziehungsfragen sind sich GASCHKE ("Erziehungskatastrophe") und SCHMIDT ("Mut zur Erziehung" in der WELT vom 29.05.2002) sowieso einig.
  • GASCHKE, Susanne (2002): Generation Schlumpfine.
    Endlich der Illies für Mädchen: In ihrem Buch Generation Ally will Katja Kullmann erklären, "warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein" - und schreibt doch wieder nur über Esprit-Sweatshirts und Caipirinhas. Soll das wirklich alles sein?,
    in: Berliner Republik Heft 2
    • Kommentar:
      Was ist der Unterschied zwischen KULLMANN und GASCHKE?
           
      [ mehr zum Thema ]
  • GASCHKE, Susanne (2002): Generation Bubble,
    in: Berliner Republik Heft 5, September/Oktober
  • GASCHKE, Susanne (2002): Die perfekte Frau.
    Renate Schmidt, eine Familienministerin wie aus dem Bilderbuch: Drei Kinder, drei Enkel, verheiratet. Von staatlicher Zwangsbeglückung hält sie nicht viel,
    in: Die ZEIT Nr.44 v. 24.10.
    • Kommentar:
      Susanne GASCHKE betreibt Identitätspolitik und preist Renate SCHMIDT als ideale Ministerin der Generation Berlin an. Als Kämpferin für den Erhalt des Ehegattensplittings soll SCHMIDT "zeitgeistkonformes Rebellentum" beweisen.

                  Dagegen sieht Roswin FINKENZELLER ("Für Schröder bequem") in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 24.10.2002 die Nominierung von SCHMIDT taktisch:
                  "Die Rechnung ist, daß einer Vorzeigegattin der rot-grüne Bruch mit der Ehe schneller verziehen wird als einem erprobten Single". 
  • GASCHKE, Susanne (2002): Die Stillstandslüge.
    Warum dieses Land nicht unmittelbar vor dem Untergang steht,
    in: Die ZEIT Nr.51 v. 12.12.
    • Kommentar:
      GASCHKE - Miss Generation Berlin - bekommt Raum für einen Nachtrag zu einer abgeebten Debatte um die Feuilleton-Revoluzzer. 

                  GASCHKE geht es primär nicht um inhaltliche Divergenzen, sondern um eine Stilfrage. Der Sozialabbau soll familienverträglich und im Konsens gestaltet werden und deshalb sollen die politischen Eliten und nicht die Wirtschaftseliten das letzte Wort haben.
                  Im Gegensatz zu den selbsternannten Bevölkerungspolitikern schätzt GASCHKE die politischen Steuerungspotentiale skeptisch ein:
                  "Ein zwingender Zusammenhang mit der Gebärfreudigkeit lässt sich nicht herstellen. In Schweden mit seiner vorbildlichen Kinderinfrastruktur sinkt die Quote gerade wieder – kein Mensch weiß, warum."
                  Den letzten Halbsatz muss man jedoch nicht ernst nehmen, denn GASCHKE weiß trotzdem genau, was die Politik leisten muss:
                  "Die Politik kann allenfalls langfristig ein Klima fördern, in dem Menschen sich wohl und sicher genug fühlen, um die Verantwortung für Nachwuchs auf sich zu nehmen".
                  In der Stilfrage - letztlich natürlich eine Frage nach der wahren Powerelite - unterscheiden sich klassische neoliberale Besitzstandwahrer bzw. -mehrer in der Wirtschaft und ihr Generation-Berlin-Pendant in der politischen Klasse:
                  "Aufbegehren sollen die zornigen Bürger ja nur, solange es gegen Kündigungsschutz, Flächentarifverträge, Steuererhöhungen und die sozialstaatliche »Hängematte« geht. Schließen sie sich diesem Programm nicht rückhaltlos an, wird schnell sehr unfreundlich über sie gesprochen. »Die überwältigende Mehrheit der Bürger ist wohlhabend, satt und bequem. Beunruhigungen sind ihr zuwider. Doch auch diese Welt ist kaum weniger trügerisch als die Welt der Politik«, schreibt der Chefideologe des Rucks, Meinhard Miegel, in seinem Buch Die deformierte Gesellschaft. Wenn Politik und Bürger, wie Miegel meint, tatsächlich die »Wirklichkeit verdrängen«, ist es natürlich logisch, dass nur noch die Wirtschaftsentscheider übrig bleiben, um objektive Erkentnisse über die wahren Bedürfnisse des Landes zu vermitteln."
  • GASCHKE, Susanne (2003): Zu gut gemeint.
    Die Nach-68er haben sich in einem moralischen Irrgarten verlaufen - doch es gibt einen Ausweg,
    in: Tagesspiegel v. 10.02.
    • Kommentar:
      Die Platte von Susanne GASCHKE kennt man bereits. Unsere Leistungsträger, deren Leistung es ist, in Taxis zu weinen, wissen es ganz genau: "das gegenteil von gut ist gut gemeint" (kettcar "du und wieviel von deinen Freunden" - für jene, die hipster-allüren besitzen).

            
       Weil es einfach gut tut, darf GASCHKE nach Daniel DETTLING und Joachim RASCHKE auch noch etwas über das Versagen der Generation Schröder zum Besten geben.
            
       Bernhard SCHLINK hat das im Spiegel vom 30.12.2002 vorexerziert. 
  • GASCHKE, Susanne (2003): Im Konsumverzichtsrausch.
    Sparsame Menschen gelten als Konjunkturrisiko. Aber die Gesellschaft ist nicht nur Markt, der Bürger mehr als ein Kunde,
    in: Die ZEIT Nr.8 v. 13.02.
    • Kommentar:
      Susanne GASCHKE widmet sich - etwas verspätet - dem Geiz-ist-geil-Syndrom:

                  "Jetzt ist (...) der interessante Zeitpunkt gekommen, an dem sich entscheidet, ob diese Gesellschaft den ökonomistischen Imperativ abschütteln und zur Abwechslung die Frage nach dem guten oder dem richtigen Leben stellen will."
                  GASCHKE möchte die "falschen Bedürfnisse" der Generation Ally bzw. Golf Ad Akta legen, obwohl die Generation Berlin - wenn man Heinz BUDE beim Wort nimmt - gar keinen anderen Bedürfnissen folgt.
                  Eine Hinwendung zu immateriellen Werten fordert Susanne GASCHKE und meint damit u.a. das Lesen von Büchern - (Bücher sind offenbar keine Konsumprodukte, wenn sie nicht gerade von ILLIES oder KULLMANN geschrieben werden, sondern z.B. von GASCHKE).
                  Wenn in jedem Arbeiter-Haushalt (heißt heutzutage: working class) eine Parmesanmühle steht, dann ist gemäß GASCHKE die Welt in Ordnung. Die Generation Berlin möchte also die Ideale der Toskana-Fraktion wenigstens in Form von Lebensart bis in den Arbeiterhaushalt durchsetzen. Kulturelle statt politische Modernisierung, wie das Joachim RASCHKE vor kurzem genannt hat.
  • GASCHKE, Susanne (2003): Wo sind die Kinder?
    Generationenvertrag. Im Land der Egoisten: Kein Nachwuchs, keine Rente,
    in: Die ZEIT v. 14.08.
    • Kommentar:
      Susanne GASCHKE greift in den "Generationenkrieg" ein und verteidigt die 68er-Generation sowie deren Vorgänger:

            
         "Alle Deutschen, die 60 Jahre und älter sind – von der Generation der Achtundsechziger aufwärts –, haben beide Verpflichtungen eingehalten: Sie haben für die Eltern die Rente gezahlt, und sie haben sich bevölkerungspolitisch korrekt vermehrt."
            
         Dazu präsentiert sie auch noch eine Statistik, die dies beweisen soll:
            
         "1964 brachte eine Frau, statistisch gesehen, 2,54 Kinder zur Welt. Die Nettoreproduktionsrate lag bei 1,18 – das heißt, dass diese Eltern durch ihre Kinder mehr als ersetzt wurden."
            
         Es mag ja sein, dass mit Meinhard MIEGEL (1939) und Herwig BIRG (1939) prominente Verfechter einer Bevölkerungspolitik aus der 68er-Generation stammen und GASCHKE, deshalb die Grenze bei 60 Jahren ansetzen möchte. Der Beitrag dieser Generation zur Bestandserhaltung ist jedoch ein Märchen!
            
         Es mag in Vergessenheit geraten sein, denn Bevölkerungsgeschichte ist nicht das, was heutzutage debattiert wird, sondern sozialpolitische Demagogie beherrscht die Debatte. Deshalb findet man auch nur in einem Buch aus dem Jahr 1984 von Peter MARSCHALCK ("Bevölkerungsgeschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert") einen Hinweis auf den Babyboom und dessen Zustandekommen:
            
         "Die um 1955 beginnende neue Phase in der Fruchtbarkeitsentwicklung der Bundesrepublik ist durch einen Anstieg der Gesamtfruchtbarkeit (von 2,13 auf 2,54 im Jahre 1964) und eine Verkürzung des Generationenabstandes um weitere zwei Jahre gekennzeichnet. Ihr wesentliches Merkmal dürfte aber eine Fruchtbarkeitswelle sein, die deutliche Vermehrung der Zahl der Geburten für die Jahrgänge 1926 - 1933 und der ebenso deutliche Rückgang der Fruchtbarkeit der Jahrgänge 1934 - 1941." (S.95).
            
         Demnach sind die 70- bis 77-Jährigen die letzte Generation, die ihren "bevölkerungspolitisch korrekten" Beitrag geleistet haben.
            
         Davon abgesehen unterscheidet GASCHKE nichts von ihrem Gegenspieler Philipp MIßFELDER,
      denn bei beiden mutiert die - wenn überhaupt "Schicksalsgemeinschaft" - Generation zu einem Gebilde, dem man eine Kollektivschuld anheften kann. Beide stilisieren sich als Ankläger von Altersgruppenkollektiven, als ob die Macht nicht bei den jeweils herrschenden Eliten liegt.

            
         Es mag ja einfach sein, Bindungslosigkeit, Hedonismus oder sonstige Motive unter dem sozialdemokratischen Kampfbegriff Individualisierung anzuprangern, statt die Änderung gesellschaftlicher Strukturen und Machtverhältnisse zu analysieren.
            
         Die Debatte um den Generationenvertrag verschleiert, dass es innerhalb jeder Generation Gewinner und Verlierer gibt und dass diese sich nicht auf Lebensstilgruppen - Singles hier und Familien dort - aufteilen wie das GASCHKE unterstellt.
  • GASCHKE, Susanne (2004): Das kinderlose Land.
    Die viel zitierte "Selbstverwirklichung" der Frauen kann den Geburtenrückgang in Deutschland nicht erklären. Auch Männer hadern mit den neuen Erwartungen an Väter - und verzichten auf Familie. Teil 1 der neuen ZEIT-Serie "Allein zu zweit",
    in: Die ZEIT Nr.4 v. 15.01.
    • Inhalt:
      Was zu GASCHKE zu sagen wäre, das kann man hier nachlesen, deshalb heute nur ein Zitat:

            
        "wenn man nach den Ursachen der deutschen Fortpflanzungsmisere sucht: Offenbar spielt das postfeministische Verhältnis von Männern und Frauen dabei eine Rolle; die neuen bildungsbegünstigten Berufsbiografien der Frauen; die geringe Sehnsucht der Männer, Familienarbeit zu übernehmen; die Schwierigkeit, work und life im flexiblen Kapitalismus in eine Balance zu bringen; die mitunter harten Anforderungen der Spaßgesellschaft; die psychische Verfassung einer Bevölkerung, der seit langem eingeredet wird, ihr reiches Land befände sich in der schwersten Krise seit Kriegsende."
  • Neu:
    GASCHKE, Susanne (2005): Bis dass der Tod uns scheidet.
    Ein Plädoyer für Vernunft statt romantischer Liebe bei der Suche nach dem richtigen Mann,

    Was ist weiblich?
    in: Die ZEIT Nr.12 v. 17.03.
    • Kommentar:
      "
      Niemand – von sehr seltenen heroischen Ausnahmen abgesehen – ist wirklich wild auf die »Dating-Hölle«, wie Bridget Jones den Single-Alltag nennt. Es ist keineswegs so, dass die moderne Frau, die selbstbewusst ihren Bildungs- und Berufsweg geht, ein völlig autonomes Selbstbild entwickelt hätte; keineswegs so, dass sie zu ihrer persönlichen Komplettierung keinen Mann mehr zu brauchen glaubte. Sie braucht ihn, dringend, aber zu ihren Bedingungen. Diese neuen Bedingungen der Frauen haben das Paarungsverhalten in diesem Land verändert und tragen wahrscheinlich ihren Teil zur langfristigen Nachwuchskrise bei", erklärt uns Susanne GASCHKE.
            
        Im Perfektionismus und der romantischen Liebe sieht GASCHKE das Problem der suboptimalen Partnersuche von Akademikerfrauen.
            
        Anders lässt es sich nicht erklären, denn gemäß GASCHKE hat die Wissenschaft längst ermittelt, was eine stabile Ehe garantiert:
            
        "Die Kriterien, die Partnerschaften stabil und wahrscheinlich glücklich machen, sind gut erforscht: Zu einer »fest gerahmten« Ehe, die die meiste Aussicht auf Erfolg habe, gehörten gemeinsamer Glaube, ähnlicher Geschmack, übereinstimmende Werte, guter Sex, ein Freundeskreis, Kinder und – ganz unromantisch – gemeinsames Wohneigentum, schreibt der Soziologe Hartmut Esser."
            
        Selbst die arrangierte Ehe á la Indien erscheint GASCHKE noch besser als die Beziehungsarrangements der Akademikerinnen hierzulande, auch wenn sie sich immer wieder sagt, dass es "keine Zurück zu solchen traditionellen Modellen" gibt.
            
        Am Ende bleibt nur ein ratloses Plädoyer für einen Abschied von der Romantik:
            
        "Warum geben wir nicht zu, dass die Methoden unserer Partnersuche viel moderner sind als ihre Gegenstände – und aktualisieren die Romantik-Software?"
  • GASCHKE, Susanne (2008): Die Neunmalklugen.
    Was haben sie uns nicht alles erzählt über den überlegenen Markt und die Wertlosigkeit des Staates - und was hört man nun? Dröhnendes Schweigen
    in: Die ZEIT Nr.43 v. 16.10.
 
       
   

Susanne Gaschke im Gespräch

 
   
  • MISCHKE, Roland (2001): Die schlimmste Not ist die Einsamkeit.
    Vielen Eltern sind Beruf und Freizeitvergnügen wichtiger als ihre Kinder: Wir stehen vor einer "Erziehungskatastrophe", klagt Journalistin Susanne Gaschke
    in: Saarbrücker Zeitung v. 16.08.
    • Inhalt:
      Interview mit der Journalistin Susanne GASCHKE über ihr umstrittenes Buch:
            
      "Frage: Sie behaupten, dass wir es mit einem makabren Wohlstandsphänomen zu tun haben, mit der 'anderen Armut', wie Schwedens Bestseller-Autor Henning Mankell sagt. Obwohl unsere Kinder wirkliche Not nicht kennen, stecken sie in vielen Nöten.
      Gaschke: Die schlimmste Not ist die Einsamkeit, und zu viele Kinder erfahren sie. Zwar haben wir hierzulande eine recht gute Versorgungssituation. Für viele Kinder ist es im Kindergarten und in der Schule sogar besser als zu Hause. Aber die Gruppe kann eben nicht Mutter und Vater ersetzen. Kinder brauchen Erwachsenenaufmerksamkeit wie Luft zum Atmen."
 
       
   

Die Erziehungskatastrophe (2001).
Kinder brauchen starke Eltern
Deutsche Verlagsanstalt (2003 als Taschenbuch bei Heyne erschienen)

 
   
 
 

Klappentext

"Kinder brauchen Erziehung. Immer weniger Eltern können und wollen erziehen. Schule oder Fernsehprogramme auch nicht. Niemand will mehr Verantwortung übernehmen, Vorbild sein, Orientierung geben. Dieses Buch warnt vor den Folgen, nennt Ursachen und zeigt Lösungen auf.
Kinder bekommen Versorgung anstatt Zuwendung, Kindergartenplatz anstatt ein Zuhause; Turboabitur anstatt Bildung; Spielzeug anstatt Liebe; Kumpel anstatt Vorbilder; Pokémon anstatt Erlebnisse, Fruchtzwerge anstatt einer Mahlzeit und sogar ein Parlament - aber eine Zukunft?
Mit ihrer alarmierenden und schonungslosen Bestandsaufnahme ruft Susanne Gaschke zur Umkehr auf und zeigt, wo die Politik und wo jeder einzelne gefordert ist, Kindern wieder das zu geben, was ihnen zusteht: eine Erziehung, die den Namen verdient. Denn unserer Gesellschaft ist die Fähigkeit und der Wille zur Erziehung abhanden gekommen.
Dieses Buch ist ein Warnschuß vor den Bug aller Technikapostel und Liberalitätsnostalgiker. Ein Buch für alle verunsicherten Eltern, erschöpften Erzieherinnen, frustrierten Lehrer, ausgelaugten Sozialpädagogen und die noch nicht entmutigten Zivilisationsverteidiger. "

 
 
 
       
   
  • Vorabdruck

 
   
  • Rezensionen

    • BLUM, Mechthild (2001): In Bullerbü war die Welt noch in Ordnung.
      Susanne Gaschkes Buch "Die Erziehungskatastrophe" bezichtigt Eltern, Schulen und Medien einer schlimmen Kindererziehung,
      in: Badische Zeitung v. 09.08.
      • Inhalt:
        BLUM sieht die Zunahme der Ein-Eltern-Familien (Alleinerziehenden) - im Gegensatz zu Susanne GASCHKE - nicht als Konsequenz der Frauenbewegung, sondern als Folge der finanziellen Unabhängigkeit berufstätiger Frauen und damit des Wandels der Bildungs- und Arbeitsmarktstrukturen im Nachkriegsdeutschland. Zudem sind für BLUM viele der sogenannten "vollständigen Familien" aufgrund abwesender Väter de facto ebenfalls Ein-Eltern-Familien. BLUM fordert deshalb: "In einer individualisierten, pluralistischen Welt bedarf es individueller, pluralistischer Lösungen. Und eines flexiblen Staates, der sie möglich macht. Darauf lohnt es sich, einen genauen Blick zu werfen. Nicht in einem kurzen Prozess à la Gaschke, sondern in einem langen. Und zusammen mit und nicht gegen Eltern."
 
   
  • Das Buch in der Debatte

    • BUHR, Elke (2001): Apokalyptische Kaugummis.
      Über deutsche Mütter, die Erziehungskatastrophe und den rhetorischen Kurzschluss,
      in: Frankfurter Rundschau v. 14.07.
      • Kommentar:
        BUHR kritisiert Susanne GASCHKE und ihr neues Buch "Die Erziehungskatastrophe - Kinder brauchen starke Eltern". Wie dem Soziologen Alexander SCHULLER, der in der FAZ vom 03.07.2001 seine Sichtweise vom "Tod der Familie" präsentierte, geht es GASCHKE um eine undifferenzierte Kritik erzieherischer Praxis:
                  
        "Gaschke konstruiert das Zerrbild einer von linken Laissez-faire-Anhängern dominierten Gesellschaft - und macht mit dem Gestus absoluter Provokation auch die berufliche Gleichstellung der Frauen dafür verantwortlich, dass sich die Lebensbedingungen von Kindern verschlechtert hätten. 'Vereinbarkeit' von Beruf und Familie zu fordern, sei eine familienpolitische Selbsttäuschung: Das Wesen von Beruf und Familie sei es, zueinander in einem antagonistischen Verhältnis zu stehen, weil beide den ganzen Menschen forderten - und dieser Mensch, da argumentiert Gaschke ausnahmsweise realpolitisch, ist nun mal meist weiblich.
                  
        Damit redet Susanne Gaschke - voll berufstätig, ein Kind - genau der Ideologie von Mutterschaft das Wort, die Barbara Vinken - voll berufstätig, ein Kind - in ihrem Buch 'Die deutsche Mutter' (Piper Verlag) zu demontieren versucht. Wer sich daran macht, die Ursprünge bestimmter Ideologieformationen aus der aktuellen 'Erziehungsdebatte' à la Gaschke freizulegen, bekommt von Barbara Vinken das historische Material dazu."
    • LAU, Mariam (2001): Kinder machen alles falsch!
      In Deutschland ist Familienpolitik wieder eine Arena der Glaubenskämpfe. Wer die Wiederkehr von Vollzeitmutter und restriktiver Erziehung fordert, übersieht die Realität
      in: Welt v. 20.07.
      • Inhalt:
        Mariam LAU beschäftigt sich wie bereits Elke BUHR (FR vom 14.07.2001) mit dem FAZ-Artikel von Alexander SCHULLER, dem neuesten Buch von Susanne GASCHKE und Barbara VINKENs "Deutscher Mutter". Im Gegensatz zu BUHR berücksichtigt sie dabei bereits den SPIEGEL-Titel vom 16.07.2001 über das Comeback der Mutter.
                  
        LAU kritisiert in erster Linie den Ton, mit dem die familienpolitischen und erzieherischen Glaubensbekenntnisse daher kommen. Erziehung muss nach LAU zwar Grenzen setzen, aber die Ursache sieht sie nicht im Laissez-faire antiautoritärer Erziehung, sondern in elterlicher Unsicherheit:
                  
        "Gerade weil die Familie für das Glücksempfinden der Leute so viel wichtiger geworden ist als früher, weil man um Gottes willen alles richtig machen will, scheut man vor Druck, Strenge, Restriktion zurück. Auch die zugegebenermaßen schmerzhaft hohen Scheidungsraten sind kein Gegenbeweis: Viele gehen auch auseinander, weil sie annehmen, die Zerrüttung könne den Kindern noch zusätzlich schaden. Das mag eine fromme Lüge sein und falsch noch obendrein, aber es ist nicht verwöhnte Gleichgültigkeit, die da spricht, sondern halt gemeines menschliches Unglück"
    • MOSER, Ulrike (2001): Unter Barbaren.
      Wie sollen Kinder erzogen werden? Der Konsens darüber ist verloren gegangen. Eine konservative Pädagogik fordert die Rückkehr zu Strenge, Gehorsam und Pflichtbewusstsein,
      in: Die Woche Nr.31 v. 03.08.
      • Inhalt:
        MOSER setzt sich mit Susanne GASCHKEs "Erziehungskatastrophe" und das vom Spiegel herbeigeschriebene "Comeback der Vollzeitmutter" (Nr. 29 v. 16.07.2001) auseinander.
                  
        MOSER sieht zwar auch die Familie in der Krise: "Weil sie keine Versorgungsinstitution und kein Bündnis für die Ewigkeit mehr ist. Und weil die Arbeitswelt funktioniert, als gäbe es keine Kinder."
                  
        Sie sieht jedoch keinen Grund, die Forderung nach besserer Vereinbarkeit von Beruf und Familie deswegen aufzugeben.
    • FREY, Ringo (2001): Renaissance der Knute,
      in: Welt v. 04.08.
    • JANCSY, Irene (2001): Die Ratgeberkatastrophe.
      Bücher über Erziehung gibt es wie Sand am Meer. Meist rückwärts gewandte. Gut, dass die meisten Eltern kaum Zeit haben, sie zu lesen,
      in: Der Standard v. 13.08.
      • Inhalt:
        JANCSY berichtet über die gegenwärtige Erziehungsdebatte:
        "Konjunktur haben Experten, die Strenge und Autorität einfordern. Sie rufen nach Disziplin und Tischmanieren - gerade so, als läge das Geheimnis geglückter Erziehung im Drill vergangener Epochen. Diesem Muster folgt auch jenes Buch, das die heurige Debatte ausgelöst hat: 'Die Erziehungskatastrophe' von Susanne Gaschke"
    • HUCKEBRINK, Martin (2001): Ohne Erziehung,
      in: Westfalenpost v. 18.08.
      • Kommentar:
        Susanne GASCHKEs Buch ist die ideale Rechtfertigungslektüre für Schuldirektoren oder überforderte Lehrer:
                  
        "Bei der Erziehung ihrer Kinder versagen offenbar immer mehr Eltern. Fachleute sprechen von 'Wohlstandsverwahrlosung', vom Verlust 'urtümlichen Zuwendungsverhaltens'. Schäfermeier zitiert dazu den Titel des Buches, das die Autorin Susanne Gaschke gerade veröffentlicht hat: "Die Elternkatastrophe".
    • BERGMANN, Christine (2001): Erziehung.
      Ja, Kinder brauchen starke Eltern,
      in: FAZ.Net v. 21.08.
      • Inhalt:
        Die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bringt eine Stellungnahme der Familienministerin zu Susanne GASCHKEs Thesen aus dem Buch "Die Erziehungskatastrophe".
    • WALTER, Birgit (2001): Einengung der Kampfzone.
      Kinder werden flächendeckend interniert, schreibt Susanne Gaschke. Eine Katastrophe,
      in: Berliner Zeitung v. 03.09.
      • Inhalt:
        WALTER über das Buch: "Gaschke hat keinen Erziehungsratgeber geschrieben, sondern einen dreihundertseitigen Leitartikel."
    • DRIBBUSCH, Barbara (2001): Lernen statt surfen.
      Zwei Bücher entdecken das Erziehungselend und restaurieren die Werte des Bildungsbürgertum,
      in: TAZ v. 10.10.
      • Kommentar:
        DRIBBUSCH kritisiert Susanne GASCHKEs "Erziehungskatastrophe" und den "Erziehungsnotstand" von Petra GERSTER & Christian NÜRNBERGER:
                  
        "Die Reformvorschläge mögen interessant sein, bedeutsamer ist, was die beiden Bücher aussparen: den Einfluss von Schicht und Klasse auf das vermeintliche Erziehungselend. Dabei entscheidet die jeweilige Aufstiegshoffnung der Eltern sehr wohl über die häuslichen Bildungsanstrengungen, die Kindern zuteil werden."
    • SICHTERMANN, Barbara (2001): Das Herz der Erziehung.
      Brauchen Kinder Grenzen? Oder doch eher Leute, die ihnen helfen, Grenzen zu überwinden? Drei Bücher für besorgte Eltern,
      in: Die ZEIT Nr.42 v. 11.10.
    • BUDEUS-BUDDE, Roswitha (2001): Die Ratlosigkeit der Ratgeber.
      Ist Erziehung heute unmöglich geworden? Nein, es ist nur schwer, ein gutes Buch darüber zu schreiben,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 11.10.
      • Inhalt:
        Auch in der SZ eine Rezension der beiden Erziehungsbücher.
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 15. Juli 2001
Stand: 20. Juni 2009