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Sven
Regener: Single in Bremen und Berlin-Kreuzberg vor dem Fall der
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Sven
Regener in seiner eigenen Schreibe
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Sven
Regener im Gespräch
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- LEHMANN, Frank (2001):
Die andere Seite des Tresens.
Kreuzberg zur Wendezeit:
Sven Regener, Sänger der Band Element of Crime,
legt mit «Herr Lehmann» seinen ersten Roman vor
- und räumt mit Mythen mächtig auf
in: Berliner
Morgenpost v. 14.08.
- FEIST, Udo (2001):
Frühe Helden der Dienstleistungsgesellschaft.
Sven Regener über Herrn
lehmann, Kreuzberg, Beck's Bier und kollektive
Identitäten,
in: Frankfurter
Rundschau v. 25.08.
- WEBER, Martin (2001):
Voll im Licht.
Das neue Element of
Crime-Album "Romantik", erscheint erst
am 15.11., "Herr Lehmann", das
Roman-Debüt von Sänger Sven Regener, stürmt
aber schon die Buchcharts. Grund genug, den Mann
zur Rede zu stellen,
in: Musikexpress
Nr.11, November
- NEUMANN,
Olaf (2001): Sven Regener - "Bin
schließlich kein Kleinkünstler",
in:
Jungle World
Nr.46 v. 07.11.
- RAUCH,
Renate & Frank JUNGHÄNEL (2002): Nur wieder
wie im Wahn ein Luftschloss gebaut.
Sven
Regener über Element of Crime, Herrn Lehmann und
verschiedene Arten, die Liebe zu besingen,
in: Berliner
Zeitung v. 05.01.
-
BERNHARDT, Markus (2004): Kein Selbstbeschreiber.
Element of Crime sind
wieder auf Tour, und »Herr Lehmann« wird fortgesetzt. Ein Gespräch
mit Sven Regener über Politik, Gefühligkeit und Kunst,
in: junge Welt v. 29.07.
-
SPRECKELSEN, Tilman (2004): Wer zuerst sagt, was er wirklich will,
hat verloren.
Sven Regener über seine Herr-Lehmann-Fortsetzung "Neue Vahr Süd",
seine politischen Lehrjahre und das alte Römische Reich,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 05.09.
- Inhalt:
Sven REGENER spricht anlässlich der
Veröffentlichung von "Neue
Vahr Süd", einen Roman, der 1980 spielt, über seine
K-Gruppen-Vergangenheit:
"Das war alles zwischen meinem 16. und
meinem 19. Lebensjahr, ich hab' deshalb in meiner Jugend aber
nichts verpaßt, es war genauso Rock 'n' Roll wie jede andere
Jugend auch. Das war überhaupt so eine Umbruchszeit damals, als es
von der K-Gruppe wegging hin zu dieser ganzen Grünen-Geschichte.
Leute, die eben noch die Diktatur des Proletariats und die
Räterepublik einführen wollten und jeden an der Laterne aufhängen
wollten, der bei drei nicht auf dem Baum war, wollten nun
plötzlich die Bäumchen schützen. Die Zahl derer, die von den
K-Gruppen kamen und bei den Grünen Karriere gemacht haben, ist
Legion: Und das Komische ist: Man hört ja nie was von Leuten
darüber, was sie damals für einen Schwachsinn erzählt haben."
Im Gegensatz zu
Sophie DANNENBERG, geht es bei
REGENER also nicht um 68er-Popanze, sondern um jene 68er und deren
Adepten, die heute noch die Berliner Republik bestimmen.
-
BRAND, Jobst-Ulrich (2004): "Der Typ ist mir so zugelaufen".
Mit "Herr Lehmann" gelang Sven Regener ein Sensationserfolg -
jetzt erzählt er die Vorgeschichte: wie Lehmann erwachsen wurde,
in: Focus Nr.37 v. 06.09.
- FRIEBE, Jens (2004): Sven Regener über
Linksradikalismus.
Der Romanautor und Musiker spricht mit Jens Friebe über einen
gewichtigen Teil seiner Vergangenheit, schließlich ist diese der von
Herrn Lehmann einmal mehr nicht ganz unähnlich,
in: Musikexpress, Oktober
-
WILTON, Jennifer & Peter BEDDIES (2008): "Herr Lehmann ist ein guter
Freund von mir".
Neuer Roman, neue Lieder: Sven Regener über seinen Kreuzberger
Helden und die Ankunft in der Massenkultur,
in: Welt v. 23.08.
-
HANNEMANN, Matthias (2008): Wieso kann man Romane nicht singen, Herr
Regener?
Sven Regener sitzt in einem Berliner Biergarten. Unter einem
Schirm. Im Regen. Während Pressluftbohrer nebenan einen alten
Theatersaal zerlegen. Das macht es nicht gerade leichter, sich mit
ihm über sein Leben als Musiker und Schriftsteller zu unterhalten,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.08.
-
BARTELS, Gerrit & Ulf LIPPITZ (2008): "Wer gegen Schwaben ist, ist
auch nur Rassist".
Die Multikulti-Lüge, der Kiez-Muff und die kleine Welt von "Spiegel"-Redakteuren:
Wer sich das Denken zu einfach macht, bekommt es mit Sven Regener zu
tun,
in: Tagesspiegel v. 24.08.
-
ZIEGLER, Helmut (2008): Bruder Korinthenkacker.
Im neuen Roman des deutschen Autors und Sängers Sven Regener
sucht sein Held und Doppelgänger Herr Lehmann vergeblich nach einem
Vorbild,
in: Sonntagszeitung v. 24.08.
-
SEEGERS, Armgard (2008): "Für die Grundstimmung wollte ich
Paranoia".
In "Der kleine Bruder" lernt Frank - Anti-Held der Romane "Herr
Lehmann" und "Neue Vahr Süd" - Berlin kennen,
in: Hamburger Abendblatt v. 25.08.
-
GRIMM, Stephanie (2008): "Herr Lehmann ist bewundernswert".
Es ist vollbracht - Herr Lehmann ist wieder da, die Trilogie
abgeschlossen. Sven Regener über Berlin in den 80er Jahren, seine
Pläne für die Zukunft und warum er mit dem Begriff "Anti-Held" noch
nie etwas anfangen konnte,
in: zitty Nr.18 v. 28.08.
Galore-Titelheld:
Sven Regener |
-
BOßE, André (2008): "Wir sind doch alle keine Pappkameraden".
Sven Regener im Gespräch
in: Galore Nr.42, September
-
FRÖMBERG, Wolfgang (2008): Der Zausel und das Tresengenie.
Frank mal wieder unterwegs. "Der kleine Bruder" ist der dritte Teil
der "Herr Lehmann"-Trilogie. Ein Treffen mit Sven Regener,
in: Intro Nr.164, September
-
ZIEGLER, Helmut (2008): Punk ist wie Militär.
10 Fragen an Sven Regener: Warum der Autor und Sänger den 80ern
nicht nachtrauert,
in: Frankfurter Rundschau v. 01.09.
tip
-Titelgeschichte: 25 Berlin-Bücher, die Sie
kennen sollten.
Plus: Sven Regener verrät, wie er sich Geschichten ausdenkt |
-
ZWIRNER, Heiko (2008): "Komischerweise neige ich nicht zur
Nostalgie".
Sven Regener hat die "Herr Lehmann"-Trilogie abgeschlossen. In
"Der kleine Bruder" beschreibt er die Ankunft seines komischen
Helden in Berlin. Wir haben mit ihm über denkwürdige Nächte in
Kreuzberg, die Verwandtschaft von Büchern und Songs und die Bebauung
des Spreeufers gesprochen,
in: tip Berlin Nr.19 v. 04.09.
-
BAUMANN, Marc (2008): Herr Lehmann.
Echte Männer haben eine harte Schale und einen weichen Kern.
Echte Männer reden wenig und trinken gerne Bier. Echte Männer sind
eine vom Aussterben bedrohte Art. Zu viele Klischees? Ein Porträt
von Sven Regener,
in: SZ-Magazin Nr.37 v. 12.09.
- ARNO, Frank (2008): Immer ist irgendwas nicht geheuer.
Im Interview zum Abschluss seiner "Herr Lehmann"-Trilogie erzählt
Sven Regener vom Berlin der frühen 80er, der allgegenwärtigen Mauer,
Paranoia und Prekariat und davon, wie schnell einen diese Stadt
aufsaugte: "Das ist toll",
in: Musikexpress, Oktober
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Klappentext
"Berlin-Kreuzberg,
November 1980: Im Schatten der Mauer gedeiht ein
Paralleluniversum voller Künstler, Hausbesetzer,
Kneipenbesitzer, Kneipenbesucher, Hunde und Punks.
Bier, Standpunkte, Reden, Verräterschweine — alles
ist da. Nur eins fehlt: jemand, der alles mal
richtig durchdenkt — Frank Lehmann aus Bremen.
Nachdem seine WG dort vom Gesundheitsamt geschlossen
wurde, das Zimmer bei seinen Eltern zum
Fernseherreparieren benötigt wird und er nach kühnem
Ausbruch aus dem Wehrdienst noch keinen Plan hat,
fährt er erst mal nach Berlin — zu seinem großen
Bruder Manni, der dort als Künstler lebt und eine
große Nummer ist. Dachte er. Doch Manni ist weg.
Weder sein Vermieter Erwin Kächele noch dessen
Nichte Chrissie oder sein Mitbewohner Karl haben
eine Ahnung, wo Manni steckt. Außerdem nennen sie
ihn nicht Manni, sondern Freddie. Und haben sofort
eine konkrete Idee davon, was Frank zu tun hat:
Anstelle seines Bruders an einem kurzfristig
anberaumten Krisenplenum teilnehmen.
Damit
beginnt eine lange Nacht, in der Frank Lehmann
lernt, dass in einer Welt, in der alle Künstler sein
wollen, nichts notwendigerweise das ist, als das es
erscheint, und in der er mehr über seinen Bruder
erfährt, als er wissen will, aber nie das, wonach er
fragt."
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Vorabdruck
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REGENER, Sven (2008): Der große Bierdosenhagel.
Als Frank, der spätere "Herr Lehmann" 1980 nach Berlin
kommt, bricht der Wahnsinn über ihn herein. So landet er in
"Der kleine Bruder", dem neuen Roman, auch gleich auf einem
grotesken Punkkonzert - und findet ausgerechnet dort seine
Erfüllung...
in: Musikexpress, September
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Rezensionen
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SPRECKELSEN, Tilman (2008): Das Gute ist, dass man hier
nichts falsch machen kann.
Ankunft im Kreuzberger Alltag: Sven Regener schließt mit
"Der kleine Bruder" seine Romantrilogie um Frank Lehmann ab,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
24.08.
-
VOGEL, Sabine (2008): Geht in Ordnung.
Sven Regeners neuer Roman ist ganz der alte. Dabei wird
"Der kleine Bruder" darin erst noch zu "Herr Lehmann",
in: Berliner Zeitung v. 28.08.
-
KNIPPHALS, Dirk (2008): Transit in ein neues Leben.
Umzug nach Berlin, im Gepäck ein Buch und ungewaschene
Klamotten: Sven Regener vollendet seine
Herr-Lehmann-Trilogie mit dem Roman "Der kleine Bruder". Aus
großen Erzählungen von Aufbruch und Befreiung lässt er dabei
schön die Luft heraus,
in: TAZ v. 30.08.
-
PILZ, Michael (2008): Wer ist hier der Einheimischste?
Sven Regener hat seine Herr-Lehmann-Trilogie vollendet.
Herr Lehmann siedelt 1980 nach Kreuzberg um und wird zum
Rollenmodell für Neuberliner,
in: Welt v. 30.08.
- FUSS, Birgit (2008):
Lebenskünstler.
Punks, Hippies und Hausbesetzer: Mit dem Roman "Der
kleine Bruder" beendet Sven Regener seine Lehmann-Trilogie,
in: Rolling Stone, September
-
BARTELS, Gerrit (2008): Da kommt gleich die Abfahrt.
West-Berlin für Nachzügler: Sven Regener schließt mit "Der kleine
Bruder" seine Herr-Lehmann-Romantrilogie ab,
in: Tagesspiegel v. 03.09.
- MAIDT-ZINKE, Kristina (2008):
Mach's noch einmal, Frank!
Berlin, 1980: Mit dem Roman "Der kleine Bruder" schließt
Sven Regener seine Trilogie um Herrn Lehmann ab,
- WELKE, Jan Ulrich (2008): Das
Leben ist eine Geisterbahn.
Sven Regener komplettiert mit dem Roman "Der kleine
Bruder" seine verblüffende Lehmann-Trilogie,
in: Stuttgarter Zeitung v. 04.09.
-
REENTS, Edo (2008): Lenin mit h - die spinnen doch!
Kunst ist, wenn einer sagt, dass es Kunst ist - im
Zweifelsfall Sven Regener,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v.13.09.
-
MÄRZ, Ursula (2008): Abschied vom Lehmannismus.
Im vermutlich letzten Teil seiner Lehmann-Trilogie
entführt uns Sven Regener in ein dornröschenhaft schlafendes
Kreuzberg anno 1980,
in: Die ZEIT Nr.41 v. 01.10.
- ALBATH, Maike (2008): Trink, Brüderlein trink.
Sven Regeners Lehmann-Trilogie ist fertig,
in: Frankfurter Rundschau v. 06.10.
-
TUSCHICK, Jamal (2008):
Simulierte Hausbesetzung.
Herr Lehmanns Hoffnung auf Klärung zentraler
Lebensfragen: Sven Regener gelingt mit "Der kleine Bruder"
mühelos der Anschluß an frühere Erfolge,
in: Literaturbeilage junge Welt v. 15.10.
- Neu:
SCHNEIDER, Wolfgang (2008): Beck's oder Schultheiss.
Mit dem dritten Band seiner "Herr Lehmann"-Trilogie hat
Sven Regener nun einen Tresenroman geschrieben,
in: Literaturen, November
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Klappentext
"Wir befinden uns im Jahre 1980 in der
Neuen Vahr Süd, einem ganz und gar nicht pittoresken
Neubauviertel im Osten von Bremen. Für Frank
Lehmann, der gerade seine Lehre beendet hat, noch
immer bei seinen Eltern wohnt und irgendwie
vergessen hat, den Wehrdienst zu verweigern, wird es
ein hartes halbes Jahr. Zwar gelingt ihm nach einem
Streit der Auszug aus dem Elternhaus in eine
chaotische Wohngemeinschaft, aber ein neues Zuhause
hat er damit noch lange nicht gefunden, und die Neue
Vahr Süd holt ihn immer wieder ein. Und während
Frank - noch immer rätselnd, wie es so weit kommen
konnte - in der Kaserne strammstehen, Hemden auf Din
A4 falten und durchs Gelände robben muss, streiten
seine Freunde für ihre Version der proletarischen
Weltrevolution, gegen Militär und Aufrüstung und um
die energische Sibille, ohne diese allerdings vorher
nach ihrer Meinung gefragt zu haben. Hin- und
hergerissen zwischen Auflehnung und Resignation
kämpft Frank Lehmann hart am Abgrund und mit allen
erlaubten und unerlaubten Mitteln für eine eigene,
würdige Existenz zwischen zwei widersprüchlichen
Welten."
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Sven
Regener über seinen neuen Roman
"Der zweite Roman spielt neun Jahre
früher. Herr Lehmann lebt in Bremen und soll zur Bundeswehr
eingezogen werden. Neun Jahre vor seiner Zeit in Berlin ist
Herr Lehmann noch ein ganz anderer Mensch. Das Buch wird
»Neue Vahr Süd« heißen und im September erscheinen."
(Sven Regener im Gespräch mit der jungen
Welt vom 29.07.2004)
Pressestimmen
"Es
geschieht wenig in diesem Buch. Aber die Art, in der
beschrieben wird, dass kaum etwas passiert, ist so grandios,
dass sie passagenweise an Samuel Becketts tragikomische
Endspiele gemahnt, in denen das auf die Spitze getriebene
Absurde die Mitteilungsfunktion von Sprache radikal in Frage
stellt. Der Roman »Neue Vahr Süd«, der Anfang der achtziger
Jahre spielt und einen Zeitraum von etwa einem halben Jahr
umgreift, wiederholt die Tragödie des Alltagsgeredes
gewissermaßen als Vahrce. Denn Regener, diesem besessenen
wie begnadeten Sprachkritiker, gilt die Groteske offenbar
als Fortsetzung des Ringens um Dialog mit anderen Mitteln"
(Hendrik Werner in der Welt vom
04.09.2004)
"Lehmann gerät mit einem Schlag in zwei
Systeme, die seinerzeit als die politischen Repräsentanzpole
der Bundesrepublik gelten konnten. Lehmann kommt zum Bund
und er bezieht ein Zimmer, besser gesagt ein Loch mit
Matratze und Bücherregal, in einer bizarr bewirtschafteten, vermüllten Männer-WG, in der außer ihm noch drei Angehörige
des zerfallenden K-Gruppen-Universums hausen.
Historisch gesehen ist das keineswegs an den Haaren
herbeigezogen. Dramaturgisch und erzählerisch ist die Fusion
dieser Gegenwelten samt ihrer mentalen, sprachlichen,
habituellen Materiallager eine literarische Goldgrube."
(Ursula März in der Frankfurter Rundschau
vom 07.09.2004)
"»Neue Vahr Süd« ist ein Coming-of-Age-Roman im
Gewand einer Schwejkiade. Man unterschätzt ihn leicht, denn
erzähltechnisch wird hier das Rad nicht gerade neu
erfunden."
(Richard Kämmerlings in der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung vom 06.10.2004)
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Rezensionen
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WERNER, Hendrik (2004): So sieht's da eben aus.
Herr Lehmann ist wieder da: Sven Regener erzählt, wie
unser Berliner Lieblingskellner wurde, wer er ist. In
Bremen. Und bei der Bundeswehr,
in: Welt v. 04.09.
-
BARTELS, Gerrit (2004): Dialektik mit Seelachsschnitzel.
Die Bundeswehr als heiter-gespenstischer Ort, die
K-Gruppen als hässliche Kinder der Studentenbewegung und
Frank Lehmann als erfolgloser Glückssucher: Ein Treffen mit
Sven Regener, dessen zweiter Lehmann-Roman "Neue Vahr Süd"
morgen erscheint,
in: TAZ v. 06.09.
- Inhalt:
Gerrit BARTELS empfiehlt Sven
REGENERs Buch als Fortsetzung von Gerhard SEYFRIEDs Roman
und als Gegenmodell zu Sophie DANNENBERGs Roman:
"Lustigkeiten können
verdecken, dass sich »Neue Vahr Süd« auch ideal als
Fortsetzung von Gerhard Seyfrieds Roman
»Der
schwarze Stern der Tupamaros« lesen lässt und als
Gegenmodell dazu:
Beschäftigt sich Seyfried ernsthaft und sehr um
Dokumentation bemüht mit der undogmatischen Linken der
Siebzigerjahre, verpackt Regener die verbissene
Linkspolitisierung in große, flauschige Hohlräume, dämmern
bei ihm langsam die hedonistisch-popistischen
Achtzigerjahre herauf. Und rechnet die mysteriöse Sophie
Dannenberg mit
»Das
bleiche Herz der Revolution«
verbiestert-peinlich mit den 68ern ab, blickt Regener
lieber freundlich-entspannt auf eine graue, längst
versunken geglaubte Zeit und bevorzugt Witze, statt sich
zornentbrannt zu echauffieren."
-
HÖBEL, Wolfgang (2004): Luxuriöse Wurstigkeit.
Sven Regener hat in seinem Berlin-Roman "Herr Lehmann"
ein deutsches Idol geschaffen. Nun erzählt er von den Bremer
Lehrjahren,
in: Spiegel Nr.37 v. 06.09.
-
HEIN, Jakob (2004): Heldensagen.
Mal was aus Frank Lehmanns Jugend: "Neue Vahr Süd", der
neue Roman von Sven Regener ist da,
in: Berliner Zeitung v. 07.09.
- Inhalt:
Der Schriftsteller
Jakob HEIN hat "Herr Lehmann" als moderne Odyssee
gelesen. Konsequenterweise ist deshalb "Neue Vahr Süd" in
der Vergangenheit angesiedelt, denn hier lernt Frank
Lehmann alias Odysseus sein Kriegshandwerk...
-
MÄRZ, Ursula (2004): Bremen an sich.
Tach! Herr Lehmann ist wieder da, Sven Regener sei Dank,
in: Frankfurter Rundschau v. 07.09.
-
SCHULZ-OJALA, Jan (2004): Berliner Freiheit.
Sven Regener erzählt in „Neue Vahr Süd“ aus dem Vorleben
von Herrn Lehmann,
in: Tagesspiegel v. 07.09.
- Inhalt:
SCHULZ-OJALA ist eigentlich
Lokalpatriot, aber dennoch kann er den Bremen-Roman auch
Neueinsteigern in den Herr-Lehmann-Kosmos empfehlen:
"Dreierlei macht das Buch auch
für Neueinsteiger lesenswert. Zunächst nimmt Regener in
seinem Provinz-Mikrokosmos die deutsche Bruchlinie an der
Wende zu den Achtzigerjahren ins Visier, als die linken
Splittergruppen ihre neue Heimat bei den Grünen suchten –
und analysiert sie so sanft satirisch wie unaufdringlich
konkret. Zweitens gibt er der Wehrpflicht, die junge
Menschen damals 15 Monate in die Totalverblödung oder in
den fingierten Selbstmordversuch trieb, zumindest
literarisch den Gnadenschuss (...). Am nachhaltigsten aber
bleibt dieser Frank als moderner, weil
eklektisch-hedonistischer Charakter im Gedächtnis:
nirgendwo wirklich zugehörig und daher von allen Denk- und
Lebenslagern im Zweifel isoliert. Moral: Man muss
Eigensinn kultivieren, anders kommt man nicht zu sich
selbst.
Am Ende ist »Neue Vahr Süd« guter Stoff für eine
Coming-of-Age-Geschichte"
-
MAIDT-ZINKE, Kristina (2004): Die Lehrjahre des ziellosen
Lebens.
Nachgetragene Vorgeschichte: Sven Regener erzählt in
"Neue Vahr Süd" die Jugend des Herrn Lehmann,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.09.
- Inhalt:
MAIDT-ZINKE liefert zuerst einmal eine
kleine Einführung in die Siedlungskunde, damit auch
Nicht-Bremer verstehen können, was es mit der "Neuen Vahr
Süd" auf sich hat:
"Auf 250 Hektar Ackerland, dem seinerzeit
größten Wohnungsbaugebiet der Republik, war zwischen 1957
und 1963 eine Reißbrettsiedlung entstanden, die von den
Bewohnern älterer, durch glücklichen Zufall den
Kriegszerstörungen entgangener Viertel mit kühler Verachtung
gestraft wurde, obwohl sie den damaligen Erkenntnisstand der
Stadtplanung vorbildlich repräsentierte - Licht und Luft,
Bad und Balkon für alle, Trennung von Wohn- und Arbeitswelt
- und sogar ein Hochhaus nach Plänen von Alvar Aalto
vorweisen konnte. In der Neuen Vahr wohnte »man« nicht, und
man dankte seinem Herrgott, dass man nicht zu den
Dreißigtausend gehörte, die in den Wirtschaftswunderjahren
dort eine neue Heimat suchten und fanden. Die Adresse
»Neue Vahr Süd«" ist in der Hansestadt bis heute ein Synonym
für geschichts- und ereignislose kleinbürgerliche Ödnis, in
der noch nicht einmal, wie in so manchem später errichteten
Beton-Ghetto, massive soziale Probleme etwas Farbe in den
Alltag bringen.
Dort also ist er aufgewachsen, jener nach
Berlin emigrierte »Herr Lehmann«".
Mit dieser Tristesse und
den Milieus, die REGENER beschreibt, mag sich die
Rezensentin nicht anfreunden.
-
OSTWALD, Susanne (2004): Schule der Trunkenheit.
Sven Regener lotet die Vergangenheit des Herrn Lehmann
aus,
in: Literaturbeilage der Neuen Zürcher Zeitung v.
05.10.
-
KÄMMERLINGS, Richard (2004): Ich geh' dann schon mal, Herr
Hauptfeld.
Bei den Lehmann-Pionieren: Sven Regener schickt seinen
Helden des Rückzugs zum Bund,
in: Literaturbeilage der Allgemeinen Frankfurter Zeitung v.
06.10.
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Klappentext
von "Herr Lehmann"
"Durch jahrelange,
ausgefuchste Ausweichmanöver und
heroische Trägheit hat der
arglistfreie, bis ins Mark
ambitionslose Bierzapfer Herr Lehmann
erfolgreich Ansprüche von Eltern,
Vermieter, Nachbarn und Frauen
ausgesessen. Nun, wir schreiben das
Jahr 1989, lebt er weitgehend
störungsfrei in seiner
Eineinhalbzimmerwohnung in Kreuzberg,
wenn er nicht in die nächste Kneipe
geht. Doch plötzlich bricht eine
unvorhergesehene Störung nach der
anderen in seinen heißgeliebten
Alltagstrott ... "
|
Pressestimmen
"Lehmanns Welt ist SO 36
und sonst gar nichts"
(Jan Schulz-Ojala im
Tagesspiegel v. 07.08.2001)
"»Herr Lehmann« spielt im
letzten Vierteljahr vor der Ausweitung der
Kampfzone"
(Martin Krumbholz in der NZZ
v. 14.08.2001)
"Herr Lehmann
heißt die Titelfigur in Sven Regeners Buch,
und so unspektakulär der Name, so vertraut
ist uns dieser Charakter aus Regeners
Liedern. Ein blasser Mann in einer lauten
Welt. Ein Philosoph im Karpfenteich. Ein
Stubenhocker, der um fünf Ecken denkt, der
für das Glück nicht geschaffen ist und der
als echter Pessimist dem Pech gern ein Stück
entgegenkommt"
(Evelyn Finger in der Zeit
v. 16.08.2001)
"Wenn Sven
Regener (...) das Lied von »Herrn Lehmann«
singen müsste, käme etwas heraus, dass »A
Dedicated Follower of Tradition« heißen
müsste und eine Rockballade wäre."
(Thomas Steinfeld in der SZ
v. 17.08.2001)
"Porträt eines
ambitionslosen Singles im Herbst 1989, der
viel denkt und wenig agiert. "
(Bücher Bücher. Sendung
des HR v. 08.09.2001)
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Porträts
- BECKER,
Andreas (2001): Die Dinge, die uns
umgeben.
Herrn
Regeners Band: Weise mit Element Of
Crime,
in: TAZ
v. 28.12.
- WOLF, Dieter
(2002): Piaf statt Punk.
Seine Band verzückt
Freunde gehobenen Liedgutes, sein erster
Roman "Herr Lehmann" gefällt
Kritik und Publikum. Was will er mehr?,
in: Rheinischer
Merkur Nr.01 v.
04.01.
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Rezensionen
- SCHACHINGER,
Christian (2001): Herr Lehmann, das sind
ja wir!
Sven
Regener gelingt mit seinem Romandebüt
ein hochkomisches Sittenbild der
Achtzigerjahre-Lumpenbohème,
in: SonntagsZeitung
v. 05.08.
- SCHULZ-OJALA,
Jan (2001): An der Mauer, auf der Lauer.
Der
definitive Kreuzberg-Roman "Herr
Lehmann" von
Element-of-Crime-Sänger Sven Regener,
in: Tagesspiegel
v. 07.08.
- ZIEGLER,
Helmut (2001): "Ach du
Scheiße".
Erst haut's den Wirt
um, dann die Berliner Mauer: Sven
Regeners Debüt "Herr Lehmann sorgt
für Tränen der Rührung und des
Gelächters,
in: Die
Woche v. 10.08.
- HAUßMANN,
Leander (2001): Simplicissimus in Berlin.
Der als
Popsänger bekannt gewordene Sven Regener
hat einen amüsanten Großstadtroman
geschrieben
in:
Spiegel
Nr.33 v. 13.08.
- KRUMBHOLZ,
Martin (2001): Der Mensch als Nagetier.
Sven Regeners
Romandébut "Herr Lehmann",
in: Neue
Zürcher Zeitung v.
14.08.
- DRAF,
Stephan (2001): Leise Klänge aus Berlin.
Eigentlich
ist er Texter der Band Element of Crime.
Jetzt hat SVEN REGENER einen Roman voller
Zwischentexte geschrieben - und kriegt
Note eins
in: Stern
Nr.34 v. 16.08.
- FINGER,
Evelyn (2001): Try to be Mensch!
Der Sänger Sven
Regener schreibt ein urkomisches Buch:
"Herr Lehmann",
in: Die
ZEIT Nr.34 v.
16.08.
- BEIKÜFER,
Uta (2001): Es war einmal in Westberlin.
In seinem
Debütroman liefert Popsänger Sven
Regener eine Hommage für ein
untergegangenes Märchenreich,
in: Financial
Times Deutschland
v. 17.08.
- PILZ,
Michael (2001): Damals hinterm Mond.
Sven Regener, Sänger
der Rockband Element Of Crime, hat den
Roman zur Wende geschrieben
in: Welt
v. 17.08.
- STEINFELD,
Thomas (2001): Aber dann, aber dann:
Kreuzberger Hosenträger sind lang.
Der
Einzug des guten Onkels in die neueste
deutsche Literatur: Sven Regener kehrt
bei Herrn Lehmann, dem Zapfer, ein und
spendiert ihm einen Roman und zwanzig
Biere
in: Süddeutsche
Zeitung v. 17.08.
- BARTELS,
Gerrit (2001): Zurück in den Charts.
Was
in einem überschaubaren und
abgeschiedenen Berliner Bezirk 1989 alles
nicht passierte: Sven Regeners
Kreuzberg-Roman "Herr Lehmann",
in: TAZ
v. 21.08.
- MELLER,
Marius (2001): Unser Sommerbuch.
Sven Regener greift
mit seinem Debüt, dem Kiez-Roman
"Herr Lehmann", zu einem neuen
Instrument: zur Prosagitarre,
in: Frankfurter
Rundschau v. 30.08.
- SEILER,
Christian (2001): Element of Bier.
Das Roman-Debüt des
Popsängers Sven Regener: stimmig,
lustig, was willst du mehr? Höchstens
noch einen trinken,
in: Profil
Nr.36 v. 03.09.
- HESSISCHER
RUNDFUNK (2001): Sven Regener "Herr
Lehmann",
in: Bücher
Bücher, Sendung des Hessischen Rundfunk
v. 08.09.
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Das Buch in der Debatte
- UNFRIED,
Peter (2001): Wer ist hier ein
Kreuzberg-Spießer?
Berlin-Kreuzberg
36 im Jahre 2001. Alles ist so wie in dem
Buch "Herr Lehmann". Aber das
spielt 1989. Na und? OUT
"Was soll das heißen,
Lebensinhalt?" Herr
Lehmann in dem Roman "Herr
Lehmann".
in: TAZ
v. 23.08.
- SCHNEIDER,
Markus (2001): Die Wehmut der
BRD-Vermeider.
The man who was
there: Mit seinem Roman "Herr
Lehmann" hat Sven Regener
unbeabsichtigt die Kreuzberg-Nostalgie
befeuert,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 10.11.
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