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Thomas Steinfeld: Pop für die Normalfamilie der neuen Mitte

 
       
     
       
     
       
   

Thomas Steinfeld in seiner eigenen Schreibe

 
   

STEINFELD, Thomas (1999): Man muss auf allen Fronten angreifen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 12.10.

Eine Lobeshymne auf Michel Houellebecqs Roman "Elementarteilchen"

STEINFELD, Thomas (2000): Der flatternde Reiter.
Eine Heimkehr: Peter Schneider zum sechzigsten Geburtstag,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.04.

STEINFELD, Thomas (2000): Der Reiter auf der Stahlgitarre.
Da leuchtete die Skala in Hüfthöhe: Peter Handke und die lange Suche nach der verlorenen Jukebox,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 02.09.

STEINFELD, Thomas (2001): Alles Susi.
"Der Lebenslauf der Liebe": Martin Walser besteigt die Zugspitze des Mittelmaßes,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.07.

Eine Rezension zu Martin Walser: Die Flakhelfer-Generation und die Liebe in den Dienstleistungsmetropolen

STEINFELD, Thomas (2001): Aber dann, aber dann: Kreuzberger Hosenträger sind lang.
Der Einzug des guten Onkels in die neueste deutsche Literatur: Sven Regener kehrt bei Herrn Lehmann, dem Zapfer, ein und spendiert ihm einen Roman und zwanzig Biere
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.08.

Sven Regener - Single in Berlin-Kreuzberg vor dem Fall der Mauer

STEINFELD, Thomas (2001): Gib mir einen Namen, Amerika.
Erst hat die Kritik Salman Rushdies neuen Roman vernichtet, dann das Attentat: Ein Buch, das man nicht mehr lesen mag,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.09.

Wenn man STEINFELD glauben darf, dann hat sich Salman RUSHDIE sein New York-Bild für den Roman "Fury" (zu deutsch: Wut) u. a. anhand der Yuppie-Serie "Sex and the City" zusammengesetzt.

STEINFELD, Thomas (2001): Schatten.
Die Frankfurter Buchmesse und der Krieg,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.10.

Der Pop-Theoretiker Thomas STEINFELD sieht die Literatur im Rampenlicht, in der ein

"Vorgefühl des Ernstfalls zu spüren ist. Zwischen sie drängeln sich ebensoviele, die sich nun von außen ein wenig tragisches Gewicht ausleihen möchten. Manch einer wandert in der Phantasie in die Zonen der Angst und des Schreckens, um sich die handgenähten Sohlen mit Blei beschweren zu lassen. Hier gilt es zu unterscheiden, und auch das wird Aufgabe der Messe und ihrer Besucher sein."

STEINFELD, Thomas (2001): Die Schere ist das Prinzip der Verwirrung.
Warum Haruki Murakami seine Deutschlandreise abgesagt hat: Ein Brief und ein Buch über die Welt im Untergrund,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.10.

Infos zu: Haruki Murakami - Autor der Single-Generation

STEINFELD, Thomas (2001): Gumborama.
Auch Joachim Bessing verschärft die Frage nach dem Stil,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.11.

Infos zu: Joachim Bessing - Autor der Generation Golf

STEINFELD, Thomas (2002): Im Großraumbüro der deutschen Literatur.
Über die Unfähigkeit zum Vatermord und die Kunst, mit bescheidenen Talenten auskömmlich zu leben: Eine Bestandsaufnahme,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.03.

"Der Literaturbetrieb hat heute die Funktion übernommen, die früher einmal Adel und reiches Bürgertum innehatten. (...). Die Dichter von heute scheinen durch Kettenverträge an den Betrieb gebunden zu sein, sie führen das Leben von Halbangestellten im imaginären Großraumbüro der deutschen Literatur, in dem ein literarisches Vergehen nie, ein politisches aber um so härter bestraft wird. Ein Einzelgänger wie Botho Strauß wirkt auch deshalb so verschroben, weil er sich dem zeitgemäßen Berufsbild eines Literaten verweigert", klagt STEINFELD.

STEINFELD, Thomas (2002): Die Meute der Deuter.
Der doppelte Skandal um Martin Walsers Manuskript,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.06.

STEINFELD verteidigt Martin WALSERs Tod eines Kritikers gegen den Modernisierer Frank SCHIRRMACHER.

STEINFELD, Thomas (2002): So grausam ist dieses Gesicht.
Und doch wie weich! - Heute erscheint Jonathan Franzens großer Roman "Die Korrekturen",
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.06.

Der Gegenmodernisierer STEINFELD, der auch Autoren wie Michel HOUELLEBECQ verehrt, jubelt über FRANZENs Roman  Die Korrekturen, der die Korrekturen der Kinder korrigiert und damit alles beim Alten lässt:

"am Ende gibt es, in einer radikalen Abwendung von der Tradition des Familienromans, keine Abrechnung, sondern ein zartes, schwaches, den ultimativen Verfall mit stoischer Weisheit hinnehmendes Vergeben und Verzeihen". Amen!

STEINFELD, Thomas (2003): Epoche: Neuer Luftgitarrismus.
Weine! Lass es raus! Das Melodram ist von der Literatur zur Oper zum Film zur Popmusik und wieder zurück zur Literatur gewandet. Über die Rückkehr des Epischen und das Schmelzen der getrösteten Frösche, 
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.01.

Thomas STEINFELD betätigt sich einmal weniger als Literaturkritiker und einmal mehr als Imagedesigner. Sein Lieblingsobjekt ist Michel HOUELLEBECQ,
den er zwar für einen schlechten Autor hält, an dessen Image er jedoch desto mehr feilt. Nicht das Werk, sondern der Autor steht deshalb im Mittelpunkt des Interesses:

die melodramatische Kunstform ist wie geschaffen für "Untergeher, für Leute, die ungeschickt, aber doch gerade heftig genug strampeln, um nicht ganz im Sumpf des Lebens zu versinken, für schöne, traurige Seelen, die nur noch mit gebrochener Stimme von ihren Hoffnungen erzählen können, für Frösche, denen schmerzhaft deutlich ist, dass keiner mehr kommen wird, um sie zu küssen – und die sich im vollen Bewusstsein ihrer Unansehnlichkeit auf eine Bühne setzen. Merkwürdig genug, wird diese Spannung zwischen Dasein und Ideal nicht nur als etwas Dramatisches und Anrührendes, sondern sogar als etwas Schönes und Edles wahrgenommen. Diese Spannung begründet das Melodram in seiner zeitgemäßen Form."

STEINFELD, Thomas (2003): Sennestadt.
Deutsche Landschaften (13). Pepitahut mit Anspruch auf Besonnung.
Ein mildes Licht liegt heute auf der Stadt: Auf dem ostwestfälischen Sand wurde vor fünfzig Jahren ein Gemeinwesen für die ganze Familie errichtet. Eine Erinnerung an eine soziale Utopie,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.04.

STEINFELD, Thomas (2003): Bruchlandung einer Illusion.
Warum das neue Preissystem der Deutschen Bahn AG scheiterte,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.05.

Thomas STEINFELD bringt das Problem der Bahn auf den Punkt:
"Wollte (...) die ökonomisch wie ökologisch allen anderen Verkehrsmitteln überlegene Bahn tatsächlich versuchen, ein erfolgreiches Unternehmen zu werden, so müsste sie endlich aus dem Traum vom Fliegen aufwachen und sich ihren tatsächlichen Wettbewerbern stellen. Vor allem müsste sie auf den Gedanken verzichten, ihre Reisenden wie langfristig angekündigtes Sperrgut verstauen und verschicken zu wollen."

STEINFELD, Thomas (2003): Damenwahl.
Zwei Drittel aller Leser sind heute Leserinnen. Die Frauen haben viel nachzuholen. Und die Männer viel zu verlieren,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.09.

Thomas STEINFELD schreibt:

"Die Statistik sagt vorläufig nur dieses: In einer Wohnung ohne Bücher lebt meistens ein allein stehender Mann."

Falls dies stimmen sollte, dann liegt das sicher nicht an single-generation.de, denn hier werden jene Bücher vorgestellt, die auch alleinstehende Männer interessieren müssten.

STEINFELD, Thomas (2003): Kinder der Nacht.
Das Reformdrama hat ein Vorbild: Adalbert Stifters "Bergkristall",
in: Süddeutsche Zeitung v. 16.12.

STEINFELD, Thomas (2004): Das Wieselwort.
Einspruch gegen die Unsitte des Wir-Sagens,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.01.

Es gibt viele gute Gründe, der Generationenrhetorik zu misstrauen, der Image-Designer STEINFELD kennt jedoch nur schlechte Gründe. Heutzutage gilt es dem falschen WIR der Statistik etwas entgegenzusetzen. Jürgen LINK nennt die moderne Methode, ein statistisches Wir zu etablieren, Normalismus. Dagegen polemisiert STEINFELD gegen ein anderes Wir:

"Die Wir-Sager haben sich die Dinge, von denen sie klagend schwärmen, redlich verdient, vom widerlich klebrigen Brotaufstrich über den Ziegenbart bis zu Arbeitslosigkeit und Altersarmut. Denn Wir-Sager sind Opportunisten. Sie sind Fanatiker des Mitmachens, Apologeten des Dabeiseins, Angehörige einer obskuren Stammeskultur, begeisterte Untertanen."

Im Gegensatz zum modernen Normalismus, der die Interessen mittels Statistik verobjektiviert, handelt es sich hier um die lebensweltlichen Reaktionen jener, die dem aufoktroyierten IHR ein eigensinniges WIR entgegensetzen. Das Wir ist dann lediglich ein Angebot, das erst bei Nachfrage überhaupt wirkungsmächtig werden kann. STEINFELD greift deshalb zu kurz, wenn er "Wir-Sager" mit jenen gleichsetzt, die an die Macht der Generationen glauben.  Wenn STEINFELD dieses Genre der Generationenerzählungen mit Florian ILLIES ("Pionier des selbstironischen Veteranentums") beginnen lässt, dann ist dies nichts anderes als ein eigener generationeller Abgrenzungsversuch. STEINFELD positioniert sich als Angehöriger der Single-Generation und der individualisierten Gesellschaft gegen "falsche Kollektive":

"Im Englischen gibt es eine Metapher für das moderne »Wir« und alle anderen scheinbar freundlichen Bezeichnungen für falsche Kollektive. Man nennt sie »weasel words«, nach einer Formulierung von Shakespeare in »Wie es Euch gefällt« (II, 5). Denn sie sind zutraulich, vereinnahmend und sentimental wie die süßen kleinen Pelztiere – und wie diese sind sie Räuber. Wiesel, so heißt es, könnten ein Ei ausschlürfen, ohne die Schale zu verletzen",

doziert STEINFELD. Für einen Image-Designer, der sich dem Image einer konkreten Person verschreibt, mag es eine Bedrohung darstellen, wenn andere am Image ganzer Personengruppen arbeiten. Letzteres ist effizienter...

STEINFELD, Thomas (2004): Skandal.
Alle zwei Wochen neu: Das obszöne Buch und sein Verlag,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.02.

STEINFELD, Thomas (2004): Das deutsche Schreib-Amt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 05.02.

Thomas STEINFELD klagt, "wenn aus »alleinstehend«, einer Bezeichnung für eine menschliche Lebensform, ein »allein stehend« zu werden hat, das nichts dergleichen mehr bedeutet, dann muss diese Reform als schiere Willkür, als herrische Anmaßung und grundlose Zumutung erscheinen."

STEINFELD, Thomas (2004): Knieübung.
Stilsicher: Die Bayerische Akademie und der Prinz,
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.02.

STEINFELD, Thomas (2005): Jetzt, damals und dann.
Über die Abschaffung der Gegenwart, den historischen Augenblick und das Ende der Projektemacherei,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.07.

Für Thomas STEINFELD ist die Zukunft intransparent geworden, und damit sind auch alle zukunftsgerichtete Projekte obsolet geworden:

"Der Begriff der Avantgarde war auf die Zukunft als plastisch verfügbare Zeitmasse bezogen. Daran glaubten, unter Aufbietung eines beträchtlichen Maßes an Dezisionismus - sogar noch die »Futurologen« und »Zukunftsforscher« der 60er und 70er Jahre. Von ihrer Arbeit blieben nur jämmerliche Schrumpfformen: die Trendforschung und die demographische Hochrechung. In letzterer, also in den Prognosen zu Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur, scheint sich übrigens der ultimative Rest geschichtsphilosphischer Gewissheit zu verbergen.
         Auch die letzte, völlig vage Verfallsform einer geplanten und als planbar vorgestellten Zukunft - das »Projekt der Moderne«, für das Jürgen Habermas eines warb, das »Projekt Rot-Grün«, mit dem noch vor sechs Jahren eine neue Ära der Politik beginnen sollte - ist längst absurd, ja lächerlich geworden. Aus gutem Grund redet jetzt niemand über ein »Projekt Schwarz-Gelb«".

STEINFELD, Thomas (2005): Die Taschenpropheten.
Laqueur & Co.: Wider die demographische Apokalypse,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.08.

Im Jahr 2002 hat die SZ die demographische Zeitenwende eingeleitet. Davon will Thomas STEINFELD nichts wissen. Anlässlich des Artikels Europa im 21. Jahrhundert von Walter LAQUEUR beklagt er die "Pedanten der Vorhersehbarkeit":

"Es ist, also ob es von heute an keine Geschichte mehr gäbe, als ob die kommende Zeit nichts anderes sein könnte als die Eskalation des Immergleichen.
          Alle Apokalyptiker der Demographie reden so, alle von kommendem Unheil beseelten Theoretiker der alternden Gesellschaft, der Vergreisung, der Überfremdung. Sie alle tun so, als gäbe es keinen Unterschied zwischen Gegenwart und Ewigkeit."

Von Horst KÖHLER bis Joschka FISCHER beobachtet er einen Mangel an Phantasie. STEINFELD beklagt jedoch nicht etwa das Malen von Horrorszenarien an sich, sondern den ihnen innewohnenden "Idealismus mit umgekehrten Vorzeichen. STEINFELD malt dafür andere Schreckensszenarien:

"Dabei könnte man, wenn man sich wirklich selbst erschrecken wollte, an ganz andere Ereignisse denken: an eine echte Weltwährungs- und Wirtschaftskrise etwa, ausgelöst durch China, an einen radikalen Populismus zum Beispiel, der in Europa zum ersten Mal die Sprachgrenzen der Nationalstaaten überspringt, an umstürzende Auswirkungen der neuen Technologien auf die mentale Verfassung der nachwachsenden Generationen, gerade der so genannten zukünftigen Eliten - das Feld ist weit, der Vorstellungskraft keine Grenzen gesetzt, aber unseren Apokalyptikern fällt immer nur das Naheliegende ein."

STEINFELD, Thomas (2005): Der Narr verlässt die Kampfzone.
Am Ende: Michel Houellebecq und sein Roman "Die Möglichkeit einer Insel",
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.08.

STEINFELD, Thomas (2005): Gebildete gegen Ungebildete.
Der große Graben (5). Helena und ihre Ritter: Was wir nicht mehr wissen werden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.08.

STEINFELD, Thomas (2006): Für die Zukunft untauglich!
Der demografische Katastrophismus ist ein so kleinlicher wie peinlicher Ersatz für die Angst vor dem Unglück,
in: Kursbuch, Nr.164 Von Propheten und anderen Unglücksraben, Juni, S.6-9

"Für die Zukunft untauglich: Das sind gegenwärtig die Deutschen, weil sie zu wenig Kinder in die Welt gesetzt haben und immer noch zu wenig Kinder in die Welt setzen. Es sind die deutschen Volksgenossen, aus denen nichts mehr wird, weil die Einwanderer viel fruchtbarer sind als sie selber, und die den harten Regeln der Globalisierung nichts entgegenzusetzen haben, als ihre eigene Wehleidigkeit. Für die Zukunft untauglich: das sind die Rentenversicherungen, weil die Alten das Geld der Jungen ausgeben und nach den Jungen angeblich niemand mehr kommt. Das ist das Gesundheitssystem, weil die Medizin seit geraumer Zeit viel mehr kann, als Staat und Krankenkassen zu bezahlen bereit oder in der Lage sind. Für die Zukunft untauglich: Das war die Industrie in Ostdeutschland, und das sind Städte wie Halle und Gera, deren Infrastruktur nun an eine Einwohnerzahl angepasst werden muss, die nur die Hälfte dessen beträgt, was vor fünfzehn Jahren dort zu Hause war" (2006, S.6f.),

zählt Thomas STEINFELD die Glaubenssätze des Demographismus, um dann hinter diese Zukunftsszenarien zu blicken:

"Die Bereitwilligkeit, mit der sich solches Gedankengut gegenwärtig in der deutschen Öffentlichkeit breit macht, von den Szenarien der überalterten Gesellschaft bis zu den Bildern zukünftig menschleerer ländlicher Gebiete inmitten einer der erfolgreichsten Volkswirtschaften der Welt, kann nicht nur auf der Plausibilität des Hochrechnens beruhen. Es muss etwas geben, das der Statistik die Kraft und die Freiheit verleiht, um nicht nur die Zukunft (das ging ja noch an) zu ergreifen, sondern sich auch in das Futurum II zu erstrecken, in Gestalt einer zukünftigen Abrechnung mit der Gegenwart." (2006, S.7)

STEINFELD beschreibt den Weg der Zukunftsforschung zur Trendforschung und Demografie folgendermaßen:

"Von den großen und zahlreichen Visionen der Zukunftsforscher und Projektemacher sind, wie es nun zu sein scheint, nur klägliche Schrumpfformen, nämlich die Trendforschung und die demografische Hochrechnung, zurückgeblieben. Erstere ist in den vergangenen Jahren - nach einer Blütezeit in den achtziger Jahren als der gesellschaftlichen Entwicklung vorausgreifende, grundsätzlich affirmativ angelegte Sozialpsychologie - im Marketing aufgegangen. Letztere scheint dagegen ihre seit vielen Jahren nicht mehr angetastete institutionelle Selbständigkeit einem innigen Verhältnis zur Apokalypse zu verdanken."
(2006, S.8)

STEINFELD kritisiert angesichts der Schrumpfform der Zukunftsforschung, d.h. der Demografie:

"Geschichte ist immer auch das Überraschende, das Unerwartete, und damit kann und will diese Demografie nicht umgehen. So, wie sie sich gegenwärtig in den Schlagzeilen präsentiert, ist sie eine Lehre für Pedanten des Vorhersehbaren. (...).
In den Prognosen zu Bevölkerungsentwicklung und Altersstruktur scheint sich (...) der letzte Rest geschichtsphilosophischer Gewissheit zu verbergen."
(2006, S.9) 

STEINFELD, Thomas (2006): Die Vorlautsprecherin.
Ein Produkt der Emanzipation: Eva Herman und ihr Buch "Das Eva-Prinzip",
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.09.

STEINFELD, Thomas (2007): Die Desperado-Tomate.
Moppel-Ich, Runzel-Ich: Nach Figurformslip und Sonnenbrille bleibt dem Leser der aktuellen Sachbuch-Besteller nur das verzweifelte Ich. Ein Blick in die Liste der Verkaufsschlager,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.05.

Der Image-Designer Thomas STEINFELD mokiert sich über die neueste Mode der Frauenbücher von Susanne FRÖHLICH/Constanze KLEIS bis Iris RADISCH:

"Die eigentliche Aufgabe dieser Bücher scheint in einer Art zugespitztem, pointierten Wiedererkennen zu liegen, in einem Gefühl, sich mit der Autorin in einer gemeinsamen Lage zu befinden, und also an ihrer Eroberung des Lebens teilzuhaben".

Die Brüder LEBERT haben mit ihrer "Anleitung zum Männlichsein" mittlerweile die Männerbuch-Variante auf den Markt gebracht. STEINFELD beklagt das Ethos dieser neuen Ratgeberliteratur. Diese "voluntaristische Munterkeit" sei jedoch  nur die

"Kehrseite eines Bewusstseins, das so unglücklich ist wie eh und je. Wenn nicht noch unglücklicher".

STEINFELD vermisst in diesen Büchern

"Aufklärung über die eigene Lage, zusammenhängende Argumente, Theorie".

Leider vermisst man die Einlösung dieses Anspruches auch beim Image-Designer, denn die bloße Aufzählung kulturpessimistischer Schlagworte wie jenen von der kinderlosen Gesellschaft, den scheiternden Ehen oder des allgemeinen körperlichen Verfalls setzt ebenfalls nur auf  das zugespitzte, pointierte Wiedererkennen. Der Alarmismus ist schließlich nur das E-Pendant zum beklagten U-Ethos. Die neubürgerliche Identität braucht sein Feuilleton so wie der kleine Mann seinen Stammtisch.

STEINFELD, Thomas (2007): Entfesseltes Geplapper.
Eva Herman ist mit ihren freundlichen Bemerkungen zur nationalsozialistischen Familienpolitik keineswegs aus ihrer Rolle gefallen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.09.

STEINFELD, Thomas (2007): Mythos 1968.
Es wäre Zeit, ihn zu beerdigen. Stattdessen wird er immer größer. Das Jahr 1968, das Kai Diekmann, Johano Strasser, Eva Herman - und viele andere - meinen, ist ein phantastischer Leuchtturm,
in: Süddeutsche Zeitung v. 27.10.

Thomas STEINFELD, der in der Vergangenheit die Legende Michel HOUELLEBECQ designte, die ohne den Mythos 1968 kaum möglich gewesen wäre, meint nun:

"Die große Revolte ist zu einer Angelegenheit für Exorzisten und Angeber geworden".     

STEINFELD, Thomas (2008): Feinde der Menschheit.
Mankell und der entfesselte Moralismus de Kriminalromans,
in: Süddeutsche Zeitung v.  21.07.

STEINFELD, Thomas (2009): Augenblicke des Glücks.
Positive Psychologen versprechen die Aufhellung der Welt,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 06.08.

STEINFELD, Thomas (2009): Der mitschreibende Mönch.
Die Buchmesse beginnt - Rainald Goetz sagt: "Loslabern". Sein Buch erzählt von der Buchmesse 2008,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.10.

STEINFELD, Thomas (2009): Über die Wirtschaftskrise und ihre böse Chance.
Neulich, der Deutsche Auswahlindex ("Dax") war nach langer, langer Zeit wieder einmal jenseits der 6000 Punkte angelangt, ging eine erstaunliche Nachricht durch die Wirtschaftsmeldungen. Die "Kleinanleger", wer immer das sein mag, hätten den Aufschwung der Börsen "verschlafen",
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.11.

STEINFELD, Thomas (2010): Ich bin in Berlin. Es geht um meinen Wahn.
Die Autorin von Axolotl Roadkill war gezwungen, abzuschreiben: Nur so konnte sie verbergen, was ihr fehlt. Dieses Buch ist Pornographie, keine Literatur,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.02.

STEINFELD, Thomas (2010): Sich selbst rationalisieren.
Deutschland und sein imaginärer Verwalter: Die Verwandlung eines Volks in eine Humanressource,
in: Süddeutsche Zeitung v. 31.08.

STEINFELD, Thomas (2010): Der Volksverbesserer.
Thilo Sarrazin und das Erbe der Sozialdemokratie,
in: Süddeutsche Zeitung v. 01.09.

STEINFELD, Thomas (2010): Gewaltige Selbstüberhebung,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.11.

STEINFELD, Thomas (2011): Die Legende vom großen Draußen.
Was tut die Kritik, wenn sie keine Kritik mehr sein will? Sie erzählt vom wilden, echten, wahren Leben,
in: Süddeutsche Zeitung v. 23.03.

Image-Designer Thomas STEINFELD ist schwer beleidigt. Ganze  zwei Zeitungsspalten müllt er mit seinem Gesülze über das wahre Leben - sozusagen sein Vorgarten - voll. Georg DIEZ hatte zuvor  am Beispiel von Richard KÄMMERLINGS Literaturgeschichte Das kurze Glück der Gegenwart den akademischen, also weltfremden, Literaturbetrieb verspottet. Nun echauffiert sich der Feuilletonchef über Krebsliteratur und meint eigentlich das Buch Der Tod meiner Mutter von Georg DIEZ, zieht über den Hipster und Empathiker her: Ironie dieser Geschichte ist, dass KÄMMERLINGS, den er gegen DIEZ verteidigen muss, zu den Empathikern zählt. Aber als Wutfeuilletonist kennt STEINFELD weder Freund noch Feind, sondern verheddert sich in seinem Rundumschlag, der mit dem Satz endet: "Das Leben ist ein Glaube für Spießer". Das war zum Schluss dann noch ein  Eigentor, denn das SZ-Feuilleton hat an vorderster Front den Spießer salonfähig gemacht. Was Thomas STEINFELD für das wahre Leben hält, das lässt sich an seinen Lobeshymnen auf Michel HOUELLEBECQ ablesen.
            
Angesichts der Normalität der Katastrophe in Japan, fragt man sich allerdings, ob unsere Edelfedern keine anderen Probleme haben.

 
       
   

Thomas Steinfeld in der Debatte

 
   

RIPPLINGER, Stefan (2004): Im Dutzend billiger.
Alle wollen Elite sein,
in: Jungle World Nr.4 v. 14.01.

Die Wochenzeitung widmet dem Thema "Die Elite will's wissen" eine Titelgeschichte. RIPPLINGER hat die anderen Medien beobachtet und verteidigt den Elitenbegriff der Neue-Mitte-SPD gegen die humanistischen Verächter:

"Die späteren Eliten außer mit Langeweile und Leere auch in Cash für ihre Ausbildung zahlen zu lassen, ist keine unbillige Forderung. Es befremdet an den Studentenprotesten, dass diejenigen, die nach oben streben, noch nicht einmal den Aufzugführer entlohnen wollen.
Noch befremdlicher ist der Aufschrei gehätschelter Humanisten, die ahnen, dass die SPD mit »Elite« sie gewiss nicht meint. (...).
Mancher Humanist ist peinlich berührt, dass ausgerechnet Durchboxer und Putzfrauensöhne wie Scholz und Schröder von einer Elite zu sprechen sich erdreisten. Thomas Steinfeld in der Süddeutschen: »Eine ›Elite‹ ist eine heikle Angelegenheit. Denn solange es sie gibt, ist von ihr nicht die Rede. Sie leistet etwas und spricht wenig darüber.« Sie ist, meint Dr. Steinfeld wohl, so bescheiden und selten wie er selbst. Dabei scheint der Tag nicht fern, an dem die Nanotechnologie so weit ist, solche wie ihn im Dutzend zu erzeugen, und alle passen auf eine Nadelspitze.
"

BARTELS, Gerrit (2004): Trommeln mit dem Teufel.
Nach den Buchskandalen der letzten Zeit: Das Haltbarkeitsfeuilleton schlägt zurück. Es verdammt den Zeitgeist, erkennt den Gesamtzustand der Literatur unserer Gegenwart als erbarmungswürdig und wartet seinerseits mit Büchern und Autoren auf, "deren Namen man auch in zwanzig Jahren noch kennt"
in: TAZ v. 10.02.

Gerrit BARTELS beschäftigt sich mit den Verfechtern eines "Haltbarkeitsfeuilletons", zu dem Thomas STEINFELD und Helmut BÖTTIGER in letzter Zeit Feuilletonbeiträge lieferten, die sich vor allem durch einen antipopkulturellen Affekt auszeichneten. It's hip to be square!

LENTZ, Michael (2004): Was ist skandalös?
Fragen eines Schriftstellers,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.02.

Michael LENTZ kritisiert Thomas STEINFELD:

"Brauchen wir eine (neue) Tabupolizei? Brauchen wir ernsthaft ein moralisches Richten über die Kunst? Dann kann es nur heißen: lieber Skandal als Restauration und Reaktion."

KÄMMERLINGS, Richard (2012): Vergeltung – Der grausige Tod eines Großjournalisten.
Rufmord: In einem neuen Schweden-Krimi stirbt eine Person, die dem "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher sehr ähnelt. Den Autor, Per Johansson, gibt es nicht. Die Spurensuche führt zur "Süddeutschen Zeitung",
in: Welt v. 14.08.

JÄHNER, Harald (2012): Mord im Feuilleton.
Schirrmacher gegen Steinfeld: Thomas Steinfeld, Feuilleton-Chef der Süddeutschen Zeitung, habe unter Pseudonym den Krimi "Der Sturm" verfasst und darin FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher literarisch ermordet. Das behauptet ein Autor der Welt.
in: Frankfurter Rundschau v. 15.08.

BARTELS, Gerrit (2012): Schwedenhappen.
Mord im Milieu: Hat sich "SZ"-Kulturchef Thomas Steinfeld mit einem Krimi an "FAZ"–Herausgeber Frank Schirrmacher gerächt?
in: Die ZEIT Nr.34 v. 16.08.

KÄMMERLINGS, Richard (2012): Schirrmacher, ein Nobody?
in: Welt v. 16.08.

RADISCH, Iris (2012): Schirrmacher in Schweden.
"Der Sturm": "FAZ"-Herausgeber als Mordopfer in einem Krimi? Vermutlich verbirgt sich hinter dem Pseudonym des Autors der Feuilletonchef der "Süddeutschen Zeitung". Ist es Rache, was ihn antreibt?
in: Die ZEIT Nr.34 v. 16.08.

AUGSTEIN, Jakob (2012): Wir töten, was wir lieben.
Vetternkrieg: Frank Schirrmacher dominiert das deutsche Feuilleton. Das gefällt nicht jedem. Jetzt wird er sogar Opfer eines Mordes – in einem Roman. Warum?,
in: Freitag v. 16.08.

Neu:
FREUND, Wieland (2012): Unter Schein-Schweden.
Als Per Johansson haben Thomas Steinfeld und Martin Winkler einen Schlüsselroman geschrieben, der für viel Aufregung sorgt. Dem Kriminalroman, der "Der Sturm" auch ist, kann das nicht passieren,
in: Welt v. 25.08.

WÖRTCHE, Thomas (2012): Feuilletonistischer Fidelwipp.
Schweden-Sturm: Die Debatte um den Steinfeld-Krimi liefert neue Munition für alle, die den Kulturteil der Zeitungen inzestuös und elitär finden,
in: TAZ v. 25.08.

Es ist eine scheinbar groteske Debatte, die sich in den letzten zwei Wochen um den Schweden-Krimi Der Sturm von Thomas STEINFELD (der Co-Autor Martin WINKLER wird dagegen als  Statist behandelt) entwickelt hat.

Sie zeigt das Feuilleton als eitlen, selbstreferentiellen Betrieb, bei dem auch die taz brav ihre Rolle mitspielt. Der Soziologe Gerhard SCHULZE hat in seinem 1992 erschienenen Buch Die Erlebnisgesellschaft 5 Milieus beschrieben. Die Feuilletons der deutschen Qualitätszeitungen lassen sich nach dieser Typologie zum einen dem Niveau- und zum anderen dem Integrationsmilieu zuordnen. Thomas STEINFELD gilt als Vertreter des Niveaumilieus, während in der taz das Integrationsmilieu vorherrscht. Vor dem Hintergrund dieses "Kulturkampfes" sind die Beiträge in den einzelnen Feuilletons vorhersehbar.

Mit dem Internet ist aber seit einigen Jahren ein Konkurrent des Print-Feuilletons entstanden, sodass gegenüber 1992 im kulturellen Bereich eine neue Konfliktlinie entstanden ist, die sich bei WÖRTCHE folgendermaßen liest:

"Dort, wo man »das Feuilleton« als irrelevant, korrupt, inzestuös, elitär und verkommen sehen will, es penibel beobachtet, um cool zu sagen, man interessiere sich nicht die Bohne dafür, also »im Netz«, in Blogs und social networks, bekommt so ein schon vorhandenes »Wir«-gegen-»die«-Szenario neues Futter. »Die« ist eine paranoid konstruierte Clique, die anscheinend - trotz Zwist und Hader - letztendlich ein Herz und eine Seele ist, wenn es darum geht, auch ein schlechtes Buch zu promoten. Womöglich für Geld."

Die Vertreter des Print-Feuilletons schöpfen ihre Identität also nicht mehr allein aus der Zugehörigkeit zum Niveau- bzw. Integrationsmilieu, sondern auch aus ihrem Überlegenheitsgestus gegenüber dem Netz und den Bloggern.

Thomas WÖRTCHE tritt in seinem Beitrag als Kenner der Krimiliteratur auf, der zwischen "guten" und "schlechten" Krimis unterscheidet, statt Krimis wie Vertreter des Niveaumilieus den "niederen Gefilden" zuzuordnen. Aus dieser Position heraus kritisiert er das Feuilleton und den Krimi Der Sturm:

"Seltsam, dass die meisten Feuilletons nicht gleich erkannten, ob »Der Sturm« jetzt ein diskutabler oder nichtdiskutabler Kriminalroman ist. Das hat mit »Meinung« nur insofern zu tun, als anscheinend jede seriöse Vergleichsmöglichkeit fehlt. Sonst hätte man gemerkt, dass ernst zu nehmende Kriminalromane mit einem Amateurversuch (Steinfeld und Winkler sind so gesehen Amateure, die meinen, »Krimi kann jeder«) nichts zu tun haben."

Andreas FANIZADEH findet den Krimi dagegen - aus außerliterarischen, identitätspolitischen Gründen - lesenswert.

Und die Moral von der Geschicht'? Der Sturm ist u. a. auch ein Krimi für - wohlwollend ausgedrückt - desillusionierte Journalisten. Und in diesem Sinne hätte Richard KÄMMERLINGS - allerdings auf ganz verquere Weise - Recht. Da diese Meinung aber aus dem "Netz" kommt, darf sich der Feuilletonbetrieb weiterhin in seiner elitären Welt gut aufgehoben fühlen.

Wer sich für die Mechanismen des Literaturbetriebs bzw. des Journalismus interessiert, der erhält durch die Debatte in ähnlicher Weise wie in der Debatte um Helene HEGEMANNs Axolotl Roadkill interessante Einblicke in den Medienbetrieb. Aber deswegen auch noch den Krimi lesen? Das wäre wirklich zuviel verlangt!

FANIZADEH, Andreas (2012): Bizarre Behauptungen.
Schwedenkrimi: Steinfelds "Der Sturm" ist lesenswert. Es muss auch nicht Schirrmacher sein, der darin ermordet wird,
in: TAZ v. 25.08.

 
       
   

Das Phänomen Houellebecq (2001)
Köln:
DuMont

 
   
     
 

Pressestimmen

"Steinfeld kreist das Faszinosum ein - rigider Moralismus, Abrechnung mit Pseudo-Humanismen der 68er - und würdigt, Houellebecq habe dem »poète maudit« zu neuem Ansehen verholfen."
(Jochen Förster in der Welt vom 29.09.2001)

"Bevor im Jahr 2002 die deutsche Übersetzung des soeben in Frankreich vorgelegten und - natürlich - umstrittenen Romans »Plateforme« bei DuMont herauskommen wird, versammelt nun ein Redakteur der »Süddeutschen Zeitung« 26 Beiträge (...), unter denen drei Interviews mit dem Autor zu finden sind, werden eingerahmt von einer kenntnisreichen und überlegten Einleitung Steinfelds und einem Text von ,Houellebecq himself', »Cléopâtre 2000«, einer Art protokollartigem Tagebuchauszug über die Erlebnisse in einer Nudistenkolonie. Innerhalb dieser disparaten Klammer legen Lektoren, Übersetzer und Kritiker wie Wolfgang Matz und Andreas Isenschmid oder Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Sibylle Berg und Norbert Niemann beredt Zeugnis ab über ihre Lektüreerfahrungen mit den Büchern des ‚Skandalautors'."
(Gunnar Kaiser in Literaturkritik.de vom Januar 2002)

 
     
 
       
   

Die Beiträge zum Sammelband

STEINFELD, Thomas - Einleitung
KRAUSE, Tilman - Der Dreckspatz von Paris
SCHAUB, Mirjam - Die Feigheit des Affekts
ISENSCHMID, Andreas - Roman und antiliberales Manifest
FETZ, Bernhard - Wer schnell scharf schießt
KRAUSE, Tilman - Schafft den Menschen ab
ZWEIFEL, Stefan - Depressive Dekadenz
NIEMANN, Norbert - Korrekturen an der Schönen Neuen Welt
WELLERSHOFF, Marianne & Rainer TRAUB: "Überall Bilder von perfektem Sex" (Interview)
STEINES, Susanne - Man muss den Tod abschaffen (Interview)
MATZ, Wolfgang - Vor der Abschaffung des Menschen
VOSWINKEL, Gerd - Der Abstammungsromancier
MÜLLER, Burkhard - Engel, besät mit Krause-Endkolben
JÄHNER, Harald - Das Ich als Bankier der Sexualität
RATHGEB, Eberhard - Kein Himmel auf Erden
LEICK, Romain - "Ich genieße es, mich zu langweilen"
LILLA, Mark - Nachtgedanken
SEIBT, Gustav - Belecktes Unglück
VILLIGER-HEILIG, Barbara - In der Gummizelle
BLUMENSTEIN, Gottfried - Großer Roman - kleines, feines Stück
IRMER, Thomas - Elementarteilchen verkeilen
RÄKEL, Hans-Herbert - Michel Houellebecq, der Dichter
BERG, Sibylle - Suche nach Glück

GRÄF, Dieter M. - tote Zeit, tote Fliegen - Leben ist selten
ZELTNER, Gerda - Das andere Gesicht der Fun-Generation
BEAUVALLAT, J. D. - Der Blues ist ein schönes Genre (Interview)
BEUSE, Stefan - Dann nimmt man alles hin
HOUELLEBECQ, Michel - Cléopâtre 2000 
 
   

Rezensionen

FÖRSTER, Jochen (2001): Romantiker! Poet! Existentialist!
Lernen aus Kritiken: "Das Phänomen Houellebecq" gibt enorm viel her,
in: Welt v. 29.09.2001

KAISER, Gunnar (2002): Esse est percipi.
Über die Aufsatzsammlung "Das Phänomen Houellebecq" von Thomas Steinfeld,
in: Literaturkritik.de, Januar

 
   

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Stand: 12. Juli 2015