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Tim Staffel: Einsame Asphaltcowboys der Erbengeneration

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1965 in Kassel geboren
    • Studium der Angewandten Theaterwissenschaft
    • 1998 Debütroman "Terrordrom"
    • 2000 Roman "Heimweh"
    • 2002 Roman "Rauhfaser"
 
       
   
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    Tim Staffel in seiner eigenen Schreibe

     
       
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    Tim Staffel im Gespräch

     
       
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    Rauhfaser (2002)
    Frankfurt a/M: Fischer Taschenbuchverlag

     
       
     
     

    Klappentext

    "Die Werbetexterin Sonja beneidet ihren Freund Paul, den sie für einen Schriftsteller hält. Aber Paul schreibt nicht und weiß auch sonst nicht so recht, was tun. Er ist süchtig nach Fernsehbildern, die per Videobeamer über seine Rauhfasertapete flimmern. Dann bestimmt plötzlich eine anderes Bild Pauls Leben: Der 19-jährige David taucht am Fenster gegenüber auf, und Paul verliebt sich. Aber David lässt sich auf ein Verhältnis mit Sonja ein ."

    Pressestimmen

    "Tim Staffel (...) schreibt über die große Einsamkeit der Gegenwart und über das "böse Berlin" als Kehrseite zum "Neuen Berlin", über die Stadt aus Eis, in der sich nicht mehr Menschen treffen, sondern überindividualiserte Monaden, die zwangsläufig scheitern"
    (TAZ Berlin vom 01.10.2002)

    "Interessant sind seine Bücher nicht wegen ihrer modischen Seiten. Staffels Qualitäten liegen in den Dialogen. Die schlängeln sich unangestrengt und richtungslos dahin und machen die Figuren gleichzeitig transparent. Das klingt nach Straße, aber man kann alles, die ganze Hoffnung und Sehnsucht, die Misere und die Aussichtslosigkeit nicht nur herauslesen, sondern mitspüren. (...)
    Aber Staffels Romane leiden daran, dass er sie als Weltentwürfe und Sinnmaschinen betrachtet, die uns nicht nur unseren Zustand erklären, sondern auch noch seinen Kulturpessimismus schultern müssen. Sehnsucht ist in diesen Romanen immer eine Anklage gegen die Verhältnisse, mit denen sich die Figuren und ihr Autor nicht abfinden wollen."
    (Peter Michalzik in der FR vom 27.11.2002)

    "Paul lebt sehr komfortabel von der Lebensversicherung seiner verunglückten Eltern. Dieser melancholische Frühpensionär erscheint wie eine Symbolfigur der übersättigten Erbengeneration, die ausreichend Mittel und Muße hat, ihren diffusen Weltschmerz auf die papafinanzierte Rauhfasertapete zu projizieren. Man verspürt durchaus die Lust, dem Ich-Erzähler den Strom für seinen Video- Beamer abzudrehen und ihn zu einer geregelten Arbeit zu verpflichten. Nach der ersten erfolgreich ausgefüllten Steuererklärung könnte seine Welt gleich viel rosiger aussehen."
    (Stephan Maus in der SZ vom 11.01.2003)

     
     
     
           
       
    • Rezensionen

    • TAZ (2002): Der Grusel bleibt.
      Versöhnung mit der Wirklichkeit gibt es nicht: Tim Staffel erzählt in seinem neuen Roman "Rauhfaser" von der Suche nach dem extremen Moment",
      in: TAZ Berlin v. 01.10.
    • MICHALZIK, Peter (2002): Endstation Idylle.
      Tim Staffel überprüft Lebensentwürfe und verwirft sie alle,
      in: Frankfurter Rundschau v. 27.11.
    • Infos zu:
      Peter Michalzik - Theoretiker der Single-Generation
    • Neu:
      MAUS, Stephan (2003): Fernsehen und Fernsehnen.
      Tim Staffel gleitet über Oberflächen: "Rauhfaser",
      in: Süddeutsche Zeitung v. 11.01.
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 15. Januar 2003
    Update: 15. Januar 2003
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