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Ulla Hahn: Befreiung aus dem rheinisch-katholischen Milieu der 50er Jahre

 
       
     
       
     
       
   

Ulla Hahn in ihrer eigenen Schreibe

 
   

HAHN, Ulla (2006): Aufstiegsträume: "Rumpelstilzchen",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.02.

Ulla HAHN stellt ihr Lieblingsmärchen "Rumpelstilzchen" vor": "Höhepunkt (...), der mich als Kind immer wieder in Ekstase versetzte. Namen geben! Namen raten! Namen, die verderben, Namen, die erlösen. Wissen ist Macht. Sprache All-Macht. Wie verrückt hüpfte ich umher, murmelte die vier magischen Zeilen des Männchens, drehte und wendete sie, erfand neue. Abwehrzauber gegen alle, die nicht glaubten, daß ich Stroh zu Gold spinnen konnte."

 
       
   

Ulla Hahn: Porträts und Gespräche

 
   

GÖRTZ, Franz Josef (2001): Die Dichterin und die verbogenen Wörter.
Ulla Hahn hat genug von der Kritik an ihrem neuen Buch und von vermeintlichen Angeboten aus der Politik,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28. 10.

SCHREINER, Christoph (2001): "Erinnerung ist ein kostbarer Besitz".
Die Schriftstellerin Ulla Hahn über ihren autobiografischen Roman "Das verborgene Wort" - Lesung heute in Saarbrücken,
in: Saarbrücker Zeitung v. 27.11.

PLUWATSCH, Petra (2009): Warnung vor den "Bööschern".
Ein Hausbesuch bei Ulla Hahn, deren neuer Roman Freitag erscheint. Die Autorin, aufgewachsen in Monheim, schreibt in "Aufbruch" über eine rheinische Jugend - mit autobiografischen Anklängen,
in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 10.09.

FLORIN, Christiane (2009): "Lernen ist Leben".
Acht Jahre nach dem Erfolgsroman "Das verborgene Wort" erzählt die Schriftstellerin Neues vom Arbeiterkind Hilla Palm. Ein Gespräch über befreiende Bildung, katholische Komik und laute Literaturkritiker,
in: Rheinischer Merkur Nr.37 v. 10.09.

 
       
   

Aufbruch (2009)
Stuttgart, München: Deutsche Verlags-Anstalt

 
   
     
 

Klappentext

"Ihr Leben scheint vorgezeichnet: Kinder, Küche, Kirche. Doch Hilla träumt sich weg aus dem Dorf am Rhein. Nichts kann dem Kind kleiner Leute die Sehnsucht nach der Freiheit des Geistes austreiben. Unverhofft bietet sich ihr ein neues Leben: Abitur, Studium, ihre selbst gewählte Zukunft liegt vor ihr. Nach »Das verborgene Wort« hat die Lyrikerin und Bestsellerautorin Ulla Hahn erneut ein imposantes Epos vorgelegt, das feinnervig vom Erwachsenwerden, Wachwerden, Menschwerden erzählt.

Hilla lacht das freieste Lachen der Welt. Es ist der erste Tag nach den Weihnachtsferien im Januar 1963; das Lehrerkollegium des Aufbaugymnasiums hat beschlossen, die Siebzehnjährige noch ins laufende Schuljahr aufzunehmen. Mit diesem Tag beginnt für das wissbegierige Kind »vun nem Prolete« endlich das lang ersehnte neue Leben, in dem die einfachen Wahrheiten der Eltern nicht mehr gelten, in dem das Buckeln in der Papierfabrik von der Freiheit der Worte abgelöst wird. Doch wird Hilla ihre wahre Heimat wirklich in der Sprache finden?

»Aufbruch« gewährt einen anrührenden Blick in die Seele einer mutigen und doch so verletzlichen Heranwachsenden – und zeichnet sprachübermütig und mit großem epischem Temperament ein detailreiches Sittengemälde von den bundesrepublikanischen Mittsechzigern."

 
     
 
       
   

Rezensionen

STEINERT, Hajo (2009): "Et hätt noch immer jutjejange".
Ulla Hahn setzt Ihre Roman-Autobiografie fort mit einem zweiten Band: "Aufbruch",
in: Welt v. 05.09.

WIEMERS, Carola (2009): Die Alleingängerin,
in: DeutschlandRadio v. 13.10.

Neu:
LUIG, Judith (2009): Hillas Legenden.
Bundesrepublik: Nach der Kindheit in den Fünfzigern nun das Aufbegehren in den Sixties: Ulla Hahns Roman "Aufbruch",
in: TAZ v. 14.10.

REINACHER, Pia (2009): Brave Lateiner kommen überallhin.
Literatur als Medium der Selbstbefreiung: Ulla Hahn setzt mit ihrem "Aufbruch" die Geschichte von Hildegard Palm fort,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.10.

 
       
   

Dichter in der Welt (2006).
Mein Schreiben und Lesen
Stuttgart, München: Deutsche Verlags-Anstalt

 
   
     
 

Klappentext

"Der Band versammelt Essays, Reden, Kritiken, auch unveröffentlichte, von Ulla Hahn: scharf formulierte, unterhaltsame und informative Überlegungen zum Schreiben und Lesen von Gedichten und zur Rolle des Schriftstellers in der Gesellschaft.
Ob Ulla Hahn dem eigenen Schreiben nachforscht oder so unterschiedlichen Autoren wie Else Lasker-Schüler, Gertrud Kolmar, Bertolt Brecht, Friedrich Hölderlin und Friedrich Schiller, Hilde Domin, Sylvia Plath oder Christa Reinig nachspürt, Gedichte von Frauen aus drei Jahrtausenden und den Sprachen der Welt zusammenführt, ihren Kanon vorstellt oder einfach fragt: »Gedichte lesen – warum eigentlich?« – jeder Satz ist ein leidenschaftliches Erkunden der Rolle des Dichters in der Gegenwart und der seines siamesischen Zwillings, des Lesers.
"

 
     
 
       
   

Rezensionen

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Das verborgene Wort (2001)
Stuttgart, München: Deutsche Verlags-Anstalt

 
   
     
 

Klappentext

"Ein Mädchen, Arbeiterkind, voller Neugier und Lebenswille sieht sich im Käfig einer engen katholischen Dorfgemeinde gefangen. Sie stößt an die Grenzen einer Welt, in der Sprache und Phantasie nichts gelten. Fast zerbricht sie an der Härte und Verständnislosigkeit der Eltern, die sie in den eigenen Lebensgewohnheiten festhalten wollen. Im Deutschland der fünfziger und frühen sechziger Jahre sucht das Mädchen seinen Weg in die Freiheit: die Freiheit des verborgenen Worts."

Pressestimmen

"Es geht bei der monumentalen Rückschau (...) vor allem um die Eroberung der Sprache, um die Befreiung aus bildungsfeindlichen Verhältnissen und den Aufbruch in eine andere, lockende Welt, deren Anziehungskraft ja gerade denen so unwiderstehlich erscheint, die zeitweilig gewaltsam von ihr fern gehalten werden: die Welt der Bücher."
(Kristina Maidt-Zinke in der SZ vom 24.08.2001)

 
     
 
       
   

Rezensionen

CZERNIN, Monika (2001): "Bin wieder da!"
Die Autorin Ulla Hahn überrascht mit ihrem neuen Werk "Das verborgene Wort",
in: Focus Nr.34 v. 20.08.

BORCHMEYER, Dieter (2001): Flucht in den Kopf.
Der Dichterin Ulla Hahn ist ein großer Roman gelungen,
in: Die ZEIT Nr.35 v. 23.08.

MAIDT-ZINKE, Kristina (2001): Unsre Oma fährt im Hühnerstall Motorrad.
Ein unglaublicher Schicksalsroman aus den fünfziger Jahren: Ulla Hahn erzählt, wie sie sich in Friedrich Schiller statt in James Dean verliebte,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.08.

MEYER-GOSAU, Frauke (2001): Eine Bohne namens Heldejaad.
Ulla Hahn rankt sich an einer rheinischen Kindheit hoch,
in: Literaturen Nr.9, September

HILLGRUBER, Katrin (2001): Abrechnung mit dem Glockenturm.
Ulla Hahn erinnert sich an eine Jugend in der rheinischen Provinz,
in: Tagesspiegel v. 15.09.

SCHULZ, Gerhard (2001): Die Guten aufs Töpfchen.
Heimatmelodie für Müppen: Ulla Hahn trifft den hohen Ton der Tiefebene,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.10.

KLEIN, Erdmute (2001): "Der Mensch ist frei".
Friedrich Schiller als Entwicklungshelfer für pubertierende Mädchen? In den Hungerjahren der Wohlstandsgesellschaft hieß Lesen Befreiung,
in: Rheinischer Merkur Nr.41 v. 12.10.

SCHNEIDER, Rolf (2001): Man spricht Platt.
Ulla Hahn nimmt die fünfziger Jahre ins Visier und trifft ins Schwarze,
in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v. 21.10.

KRUMBHOLZ, Martin (2001): Warte nur, bis Papa kommt.
Ulla Hahn beschreibt ein Kindheit, in der Worte Luxus sind,
in: Berliner Zeitung v. 27.10.

 
   

Das Buch in der Debatte

FLIMM, Jürgen (2001): Auf zu den Buchstabensteinen.
Am Beispiel Ulla Hahn: Wie zumindest in der Literatur Heimat entsteht,
in: Die Woche Nr.36 v. 31.08.

KRAUSE, Tilman (2001): Laute Empörung zum langen Abschied.
Das kleine Freitag-Nacht-Gespenst: Marcel Reich-Ranicki rächt sich im "Literarischen Quartett" an Ulla Hahn, und die schlägt zurück

in: Welt
v. 24.10.

 
   

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Update: 25. April 2015