[ Einführung in die Generationendebatte ] [ Autoren der Generation Golf ] [ News ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
       
   

Ulrike Winkelmann: Ein Blick hinter die Kulissen des Generationenkonflikts

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • 1971 geboren
    • Redakteurin der TAZ
 
       
   
  • Aktuellster Beitrag
  •  
           
       

    Ulrike Winkelmann in ihrer eigenen Schreibe

     
       
    • WINKELMANN, Ulrike (1999): Your generation, Baby,
      in:
      TAZ v. 23.03.
    • WINKELMANN, Ulrike (2001):Unüberschaubare Generationenlage.
      Der Streit um Joschka Fischer wird zur Generationendebatte hochstilisiert. Doch warum, für wen? Am Ende fühlen sich nette Aufsteigergrüne und andere Streber noch bemüßigt, ihre Durchschnittsbiografien als Generationenphänomen darzustellen,
      in: TAZ v. 12.03.2001
    • WINKELMANN, Ulrike (2001): Uns hat das Heulen nicht geschadet.
      Viele Jungs um die 30 leiden am Weltschmerz und an schlechter Laune. Die Armen sind falsch orientiert,
      in: TAZ v. 07.12.
    • WINKELMANN, Ulrike (2002): Siegerurkunde für Verweigerer.
      Wenn Männer um die Dreißig sich heute Kinder aufbürden, dann wollen sie ganz doll gelobt werden,
      in: TAZ vom 30.03.
      • Kommentar:
        WINKELMANN beschäftigt sich - aus Gründen der Gleichberechtigung - mit kinderlosen Männern:
              
          "Mittlerweile unterscheide ich zwei Arten von Möchtenichtsogern-Vätern, die ihr Befinden, sie seien noch zu jung für Nachwuchs, mitteilen möchten. Entweder setzen sie auf die 'Es ist mein Recht, kein Kind zu wollen'-Tour und mimen die Unterdrückten. Das ist dann anstrengend, gerade weil sie sich gleichzeitig in die Brust werfen, das Selbstbewusstsein zu haben, einer Frau zu widersprechen. Puh. Alles künftige Mitglieder dieser Diskriminierte-Väter-Selbsthilfegruppen.
        Die Version für den aufgeklärteren Mann scheint aber die Masche 'echter Frauenfreund' zu sein. Freimütig bekennt er sich dazu, nun einmal keine biologische Uhr ticken zu hören,
        noch nicht alle Bars der Stadt gesehen zu haben und überhaupt auf so viel Verantwortung eigentlich keinen Bock zu haben."
    • WINKELMANN, Ulrike (2002): Böse Menschen haben keine Glasreiniger.
      Der Akt des Putzens ist viel mehr als bloß Mittel zum Zweck, er zeugt von einer außerordentlichen Liebe zu den Dingen
      in: TAZ v. 27.04.
      • Inhalt:
        WINKELMANN plädiert fürs Selberputzen als Distinktionsmerkmal:
              
          "Ich schlage vor, eine Interessengemeinschaft zur Würdigung des Putzens zu gründen. Gab es nicht letztes Jahr diese Riesenkampagne zum Ehrenamt?
        Wenn Rita Süssmuth oder Heiner Geißler (oder wer hat da nicht noch alles Ehrenerklärungen fürs Ehrenamt abgegeben?) sich jetzt hinstellten und sagten: Ohne Putzen wäre weniger Liebe in der Welt, dann würden sie zeigen, wie ernst sie es meinen. Was für eine schöne Aktion im familienzentrierten Wahlkampf! Man könnte der SPD-Kampa anbieten, ein kleines Konzept zu schreiben, wie man Putzen als sozialdemokratisches Alleinstellungsmerkmal verkauft. 'Putzen wie bei Muttern - nur mit der SPD.'"
    • WINKELMANN, Ulrike (2002): Die tollen Tipps der Mittelstandseltern.
      Praktikum statt Kinder machen hieß die Devise. Das rächt sich jetzt - mit Kindern wären unsere Jobs sicherer,
      in: TAZ v. 26.08.
    • WINKELMANN, Ulrike (2003): Perfekte Paare heiraten.
      Auch Männer müssen jetzt begreifen: Hochzeiten sind progressiv,
      in: TAZ v. 31.01.
    • WINKELMANN, Ulrike (2003): Frühlingsgefühle.
      Die Wirtschaft darbt, die Motte frisst, und der Hammer lärmt dazu,
      in: TAZ v. 24.05.
      • Inhalt:
        Ulrike WINKELMANN hat Gründe gegen den Untergang Deutschlands gesammelt:

              
          "Erstens gibt es immer noch ausgesprochen viele Leitartikelschreiber mit 14 Monatsgehältern, die dazu noch die Muße haben, sich wöchentlich neues Untergangsvokabular aus dem Archiv besorgen zu lassen - auch die »geistig-moralische Wende« (nötig beziehungsweise kommend) lachte mich neulich wieder von einer Titelseite an. Zweitens könnte man doch zur Abwechslung mal behaupten, die Regierung habe Witz und Verstand und mache das Beste aus ihrem Handlungsspielraum. Wieso nicht? Ok, mir fällt jetzt auch nichts Konkretes ein. Müsste man die Pressemitteilungen der letzten Wochen noch einmal durchschauen.
        Drittens aber hat es doch auch was für sich, wenn die ganzen arbeitslosen Spitzentalente um die 30 in die USA gehen. Dort machen sie einen guten Eindruck und überzeugen so wenigstens das Ausland, dass die deutschen Schulen und Hochschulen noch etwas taugen. Viertens sind wir neulich durch süddeutsche Ortschaften gefahren, in denen ausschließlich BMWs vor Doppelgaragen standen. Die Straßen waren rot angemalt und die Straßenränder mit Blumen gesäumt, die anderen Leuten zu teuer sind für ihre Balkonkästen. Fünftens macht die Bahn ihre Preisreform wieder rückgängig. (...).
        Das Gefühl von Untergang oder Aufstieg, so stellte sich bei dieser kleinen Analysearbeit bald heraus, hängt von einer Reihe miteinander verbundener Faktoren ab: Was trägt die Verwandtschaft bei Familienfesten? Hat man bereits ein Bahnticket mit der neuen Bahncard erwerben müssen? War man in jüngerer Zeit im Süddeutschen? Arbeitet man noch für Geld, und wenn ja, in welcher Entfernung zur nächsten Baustelle?
        Der Presslufthammer draußen vorm Fenster dröhnt, ihm in den Takt fällt ein rhythmisch aufheulender Bohrer. Wir können die Fenster nicht öffnen, weil wir uns sonst nicht mehr verständigen könnten. Ich finde, die Wirtschaft boomt."
    • WINKELMANN, Ulrike (2003): Es gibt keinen Generationenkampf.
      Die Rentner schröpfen den Sozialstaat, darum kündigen die Jungen ihm die Solidarität. Diesen Spruch kann man noch so oft wiederholen - richtig wird er dadurch nicht,
      in: TAZ v. 17.07.
    • WINKELMANN, Ulrike (2003): Hüften als Gelenk in der Demografie-Debatte.
      JU-Chef Mißfelder trifft mit seinem Vorschlag zwar nicht ins Schwarze, aber mitten in drei aktuelle Fragen: Sollen medizinische Leistungen für Alte begrenzt werden? Wen trifft die Schrumpfung der Sozialsysteme? Werden die Politiker der demografischen Herausforderung gerecht?
      in: TAZ v. 08.08.
    • WINKELMANN, Ulrike (2003): Auf Wiedersehen, Kinder, 
      in: TAZ v. 13.09.
      • Kommentar:
        Ulrike WINKELMANN lässt das Who-is-Who der deutschen Bevölkerungswissenschaft zu Wort kommen. Überraschungen sind dadurch nicht zu erwarten. Internationale Experten sind dagegen Fehlanzeige.

                  Kritik soll gar nicht erst aufkommen. Bevor die anstehenden Reformen nicht durchgepeitscht worden sind, wird in Deutschland kein Widerspruch zu hören sein. Dafür garantieren die Mitte-Medien... 
    • WINKELMANN, Ulrike (2003): Jetzt nicht, Schatz,
      in: TAZ v. 13.09.
      • Kommentar:
        Vor einiger Zeit durfte Susie REINHARDT ihre Gebärstreikthese vortragen.

                  Jetzt kontert Ulrike WINKELMANN mit ihrer Zeugungsstreikthese. WINKELMANN kann sich damit u.a. auf Florian ILLIES Buch "Generation Golf zwei" berufen:
                  "Die Ungleichzeitigkeit von Liebe und Vaterschaft ist total im Trend, hat mir mein Bruder erzählt, da gibt es sogar ein französisches Buch dazu, Alain Finkielkrauts Die neue Liebesunordnung. Und wenn es zu irgendetwas ein französisches Buch gibt, ist das immer ein gutes Zeichen. Mein Bruder ist da Experte, er hat jetzt nämlich eine supernette, junge Lehrerin aus dem Osten kennengelernt. Die hatten da ja alle schon mit achtzehn ein Kind. Na ja, und jetzt hat er eben eine Freundin und ein elfjähriges Kind gleich mit dazu, und er findet es super, dass er die Phase mit Nachtsrumtragen und Windelwechseln einfach übersprungen hat und gleich einsteigt bei Fußball und Computerspielen" (2003, S.127).
                  Was für jedoch für Susie REINHARDT (siehe dort) gilt, das gilt auch für WINKELMANN. Monokausale Erklärungen der Bevölkerungsentwicklung sind zwar politisch korrekt, aber sie werden der Vielfalt der Ursachen nicht gerecht. Eine Politik, die sich monokausale Erklärungen zu eigen macht, wird scheitern. Probleme werden verschoben, aber nicht gelöst.  
                  "Kinder der Freiheit" so lautete Ende der 90er Jahre ein Buchtitel aus Ulrich BECKs Zweiter Moderne-Edition. Bei WINKELMANN sind nun damit jene Kinder gemeint, die aufgrund einer liberalen Gesellschaftsordnung nicht geboren werden.
                  Die Sehnsucht nach einer autoritären Ordnung nimmt nun auch bei der TAZ zu:
                  "Vielleicht hat das Modell Liebe-Beziehung-Kinderkriegen zurzeit keine Chance. Nicht, wenn alle so frei sind, nicht zu wollen. Vielleicht gibts das gar nicht: Kinder der Freiheit."
                  Der Unterschied zwischen Neuer Rechte und Neuer Linke (mittlerweile auch: Neue Mitte) besteht damit nur noch darin, dass die Rechte mit egoistischen Frauen argumentiert, während die Neue Mitte den egoistischen Mann entdeckt hat.
                  Mit der Übernahme rechter Argumentationsmuster wird die Individualisierungs-Linke jedoch zum Steigbügelhalter eines Kanzler Roland KOCH. Warum sollte der Wähler Rot-Grün wählen, wenn er das Original haben kann? Die Neue Mitte arbeitet insofern an ihrer Selbstabschaffung...
    • WINKELMANN, Ulrike (2005): Nachwuchssorgen seit 125 Jahren.
      Aber jetzt wirds ganz schlimm, sagen die Statistiker. Doch sie vergessen ältere Mütter,
      in: TAZ v. 21.01.
      • Kommentar:
        Der zentrale Punkt des Artikels zeigt die absurde Logik der Argumentation deutscher Bevölkerungswissenschaftler auf:

              
          "Mit (...) spitzen Fingern sollte die Angabe »ein Drittel aller Frauen bleibt kinderlos« angefasst werden, die seit der jüngsten Allensbach-Umfrage (taz, 12. 1. 2005) wieder kursiert. Hier sind die Wiesbadener Schätzer auch schon vorsichtiger geworden. Im jüngsten Bevölkerungsbericht heißt es etwa: »Die um 1965 geborenen Frauen werden zu ca. 20 Prozent kinderlos bleiben.« Das ist ein Fünftel."
              
          Die Schätzung, dass ein Drittel der 1965 geborenen Frauen lebenslang kinderlos bleiben werden, stammt aus einer Publikation um den nationalkonservativen Bevölkerungswissenschaftler Herwig BIRG.
              
          1993 wurde sie bereits veröffentlicht. Seitdem geistert diese Zahl durch die Medienberichte der Sozialpopulisten.
              
          Bereits 2001 hat der Bevölkerungswissenschaftler Jürgen DORBRITZ diese Zahl auf 27 % heruntergesetzt.
              
          Nun also nur noch 20 %. Es handelt sich dabei jedoch immer noch nicht um die endgültige Zahl lebenslang Kinderloser dieses Frauenjahrgangs!
              
          Einzig single-dasein.de und single-generation.de haben immer wieder auf die Praxis hingewiesen, dass die deutschen Bevölkerungswissenschaftler die Gebärfaulheit der Generation Ally überschätzen.
              
          Es geht hier aber nicht nur um einen einzigen Frauenjahrgang, sondern darum, dass die Geburtenraten in Deutschland zu niedrig ausgewiesen werden.
              
          D.h. die Zahl von 1,3 Geburten pro Frau liegt möglicherweise jetzt schon bei 1,5 oder noch höher.
              
          Deutsche Bevölkerungswissenschaftler weigern sich jedoch beharrlich internationale Standards bei der Berechnung der Geburtenzahlen anzuwenden.
              
          Der unsägliche Missstand, dass uneheliche Geburten nicht richtig den Müttern zuordenbar sind, ist durch die noch weit höheren Unehelichenzahlen in den neuen Bundesländern unerträglich.
              
          Aber wo sind die mutigen Journalisten, die diesen Skandal aufgreifen?
              
          Offenbar haben wir in Deutschland keine Journalisten mehr, die der Wahrheit verpflichtet sind, sondern politisch korrekte Berichte sind angesagt. Armes Deutschland!
              
          Kinderlose werden mittlerweile in dieser Republik systematisch diskriminiert.
              
          Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung ist bedenklich nahe an den Praktiken eines Reichspropagandaministerium.
    • WINKELMANN, Ulrike (2005): Neues Humankapital entdeckt.
      Familienfreundlichkeit ist ein harter Standortfaktor, sagt Renate Schmidt bei der Vorstellung des "Familienatlas" - eines doppeldeutigen Dokuments,
      in: TAZ v. 21.01.
      • Kommentar:
        "
        Der Familienatlas kennt etwa für Düsseldorf, Frankfurt am Main und München die Kategorie »Singlestadt«. Ihnen wird empfohlen, familiengründungswillige junge Leute besser zu binden", erläutert WINKELMANN.
              
          Singlestadt, das soll so etwas wie ein neues Schimpfwort sein.
              
          Single-generation.de wird in der neuen Serie "Alleinlebende in Deutschland" auch diese Single-Lüge in ihrem skandalösen Kern aufzeigen. Denn wenn ein Methusalem-Komplott dringend notwendig ist, dann verschleiert die Kategorie "Single-Stadt" diesen Grund.
    • SCHMITT, Christian & Ulrike WINKELMANN (2005): Wer bleibt kinderlos?
      Was sozialstrukturelle Daten über Kinderlosigkeit bei Frauen und Männern verraten,
      in: Feministische Studien, Thema Kinderlosigkeit, Heft 1, Mai
      • Inhalt:
        SCHMITT & WINKELMANN beschäftigen sich in dem Artikel u.a. mit der Kinderlosigkeit von Akademikerinnen, deren Kinderlosigkeit seit einiger Zeit im Brennpunkt der öffentlichen Debatte um die Geburtenkrise steht.

              
          Die Autoren widerlegen anhand von Lebenslaufdaten die gängigen hohen Kinderlosenzahlen:
              
          "Unter den Akademikerinnen (Fachhochschul- und Universitätsabschluss) liegt der Anteil an dauerhaft Kinderlosen in der Kohorte der 1950 bis 1960 geborenen unter 25 Prozent. (...). Für die Kohorte der 1960 bis 1965 geborenen Akademikerinnen und Akademiker liegt der Anteil an dauerhaft Kinderlosen geringfügig höher, aber immer noch unter 25 Prozent"
        • Anmerkung:
          Manfred SCHAREIN & Rainer UNGER, beide Mitarbeiter des Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, haben die Richtigkeit dieser Berechnungen in den hauseigenen BIB-Mitteilungen vom 30.06.2005 bestätigt und damit gravierende Mängel der amtlichen Geburtenstatistik eingeräumt.
    • Neu:
      WINKELMANN, Ulrike (2005): Die Akademikerinnenprämie,
      in: TAZ v. 06.07.
      • Inhalt:
        Ulrike WINKELMANN sieht keinen Bedarf für ein Elterngeld:

              
          "Da die SPD dies unter anderem damit rechtfertigt, dass besonders Akademikerinnen zur Kinderproduktion angeregt werden sollen, lässt sich das Elterngeld also auch als Akademikerinnengebärprämie bezeichnen. Nun ist mittlerweile erwiesen, dass Studierte gar nicht viel gebärfauler sind als Nichtstudierte. Die geringen Prozentunterschiede in den Kinderzahlen rechtfertigen die absehbar beträchtlichen Prozentunterschiede in der Gebärförderung jedenfalls nicht."
     
           
       

    Statements zur Generationenrhetorik und zur Generation Golf

     
       
     
     

    Die Karriere des Generationsbegriffs

    "Als provokant genutztes Etikett, als Differenz produzierende Debattenvokabel und als multifunktionale Selbstverständigungskategorie hat die »Generation« in den neunziger Jahre eine beachtliche Karriere gemacht"
    (TAZ, 23.03.1999)

    Der Reiz des Generationsbegriffs

    "So vage die Definitionen der Generationen daherkommen, so vielseitig erscheint der Generationsbegriff jedoch, wenn er auf seine Einsatzmöglichkeiten hin untersucht wird. Der Individualisierung von Lebensläufen setzt das Wir des Generationsbegriffs die geteilte Erfahrung von Jahrgangsgruppen entgegen. Dem diffusen Epochengefühl einer »Postmoderne« hilft der Generationenbegriff mit der Behauptung von Zeitgenossenschaft auf die Sprünge."
    (TAZ, 23.03.1999)

    "Inmitten von Wahlverwandtschaften, Wahlnationalitäten und Wahlidentitäten überhaupt ist die Generation der Parameter des Schicksals. Seine Schicksalshaftigkeit macht den Generationenbegriff so mythentauglich".
    (TAZ, 12.03.2001)

    Die Funktionalität des Generationsbegriffs für Debatten

    "Kurzfristig kann die Behauptung, ein Streit handele im Grund von einem Generationskonflikt, die Fronten verschieben; als ein Aspekt von anderen wären in Debatten die unterschiedlichen Generationserfahrungen zu berücksichtigen; vorübergehend können den unübersichtlichen Zeitläufen ein paar Subjekten untergeschoben werden."
    (TAZ, 23.03.1999)

    Die Grundlage erfolgreicher Generationsbegriffe

    "Wer will sich schon in die Entwürfe einordnen, womöglich zum Erfüllungsgehilfen irgendeiner wirren Generationenaufgabe machen lassen? Ausnahmen gibt es dann, wenn Autorenschaft und Rezeption zusammenfallen, wenn also die Möglichkeit besteht, zum eigenen Ruhm am Generationenbild mitzustricken. Publikumslieblinge sind hier nach wie vor ein paar Dutzend Akademiker, im Folgenden ohne Gänsefüßchen 68er genannt, aber in jüngerer Zeit auch die Bewegung zur ästhetischen Aufarbeitung der 80er-Jahre, die in Florian Illies einen Dokumentator fand (...). Doch diese beiden publizistischen Erfolgsgeschichten fechten die Regel nicht an: Eingemeindung findet freiwillig-individuell statt oder gar nicht"
    (TAZ, 12.03.2001)

    Generationengerechtigkeit als Label für einen Klassenkampf von oben

    "Der Kampf um die Sozialsysteme ist nur ein eingebildeter Kampf der Generationen. Der Generationenbegriff wird zum politischen Vehikel, um Kosten zu entgesellschaften.
    (...).
    Ungenannt bleibt dabei, dass es vor allem nur zwei Gruppen gibt, die von den Einschnitten in die Sozialsysteme wirklich dauerhaft betroffen sein werden: Die, die nichts zu vererben haben - und deshalb auch kein Kapital, um etwa Pflegekosten abzudecken -, und die, die weder erben noch Vermögen bilden können. Unschwer zu erkennen, dass zu diesen Gruppen Jung und Alt gehören."
    (TAZ, 17.07.2001)

    Stimmen zu Ulrike Winkelmann

    "Wir konnten es erst nicht glauben, dass die deutsche »Sozialauswahl« dafür sorgt, dass die gehen müssen, die dem Unternehmen am kürzesten angehören und die wenigsten Kinder haben. Ulrike Winkelmann hat in der taz in ihrer schönen, bösen »Golf«-Kolumne dazu lapidar bemerkt, wie verrückt es sei, dass alle, die immer gehört hätten, dass sie sich durch ein Kind die Karriere zerstören würden, jetzt plötzlich auf der Straße sitzen, weil sie keine Kinder haben"
    (aus: Florian Illies "Generation Golf zwei", 2003, S.64)

     
     
     
           
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

    Bitte beachten Sie:
    single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

     
       
     
         
       
     
       
    © 2002-2005
    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 28. Juli 2003
    Update: 19. Juni 2006
    Counter Zugriffe seit
    dem 03.Juni 2002