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Alexander Mitscherlich: Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft

 
       
     
       
     
       
   

Alexander Mitscherlich in seiner eigenen Schreibe

 
     
       
   

Alexander Mitscherlich im Gespräch

 
   
  • fehlt noch
 
       
   

Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft (2003).
Ideen zur Sozialpsychologie
Weinheim: Beltz
(Originalausgabe 1963) 

 
   
 
 

Klappentext

"Dieses Buch hat den Ruhm des Psychoanalytikers Alexander Mitscherlich als Zeit- und Gesellschaftskritiker international begründet. Mitscherlich entwirft ein sozialpsychologisches Bild unserer Epoche, das seine Gültigkeit bis heute nicht verloren hat. Er zeigt auf wohin eine Gesellschaft steuert, die Abschied nimmt von symbolischen Vorbildern und Idealen. Insofern ist das Buch auch ein zutiefst pädagogischer Gesellschaftsentwurf.

Die »Hierarchie der Vaterrolle« zerfällt, die prägenden Vorbilder verblassen. Die daraus entstehenden Konflikte erzeugen neuartige neurotische Verhaltensweisen wie Indifferenz dem Mitmenschen gegenüber, Aggressivität, Destruktivität und Angst. Als einen der folgenreichsten Konflikte unserer Zeit bezeichnet Mitscherlich die paradoxe Entwicklung, dass der einzelne immer mehr »subjektive Autonomie« fordert und auch erlangt, zugleich sich aber den bürokratischen und anderen konformistischen Zwängen immer stärker unterordnen muss."

Stimmen zum Buch

"Daß aus den jungen Leuten nichts wird, hat schon immer die Sozialwissenschaftler besorgt. In seinem Buch »Auf dem Weg in die vaterlose Gesellschaft« drückte Alexander Mitscherlich bereits 1963 seinen Unmut darüber aus, daß sich die Jüngeren nicht mehr an den Älteren reiben. Die Vorbildrolle, an der man sich abarbeiten konnte und mußte, zerfällt, lautete seine, nur als Warnung zu verstehende Diagnose.
Der Generationenkonflikt, der eine Konstante des Erwachsenwerdens ist, schien sich vor seinen Augen immer mehr zu verflüchtigen.
Mitscherlich befürchtete eine unheilige Allianz zwischen paternalistischer Autorität und Konsumismus. »In der unübersichtlichen Massengesellschaft«, schrieb er, »hat diese autoritäre Form der Eingewöhnung in das soziale Feld aber eine unerwartete Antwort gefunden, nämlich ein Stärkung der Abhängigkeitsbestrebungen und eine Bejahung der Unmündigkeit. Das faktische Gegenbild zu den für unsere Zeitläufte charakteristischen Helden der Massen sind die 'initiativarmen" Frühpensionäre, die in ihren Wohlfahrtsstaaten nie flügge werden wollen.«
Die Schlaffis der nachfolgenden Generation, die sich mit der »Nutzlosigkeit erwachsen zu werden«, herumplagen, fürchtet noch jede ältere Generation. Mitscherlich formulierte einige Jahre vor der Studentenbewegung ein Kritikschema, das die sogenannte Achtundsechzigergeneration auf alle Nachgeborenen übertrug: Die Vermutung, daß ihnen der Schwung fehlt, politische Veränderungen anzustrengen - also das Werk der Älteren fortzusetzen. Mit dem Blick auf die Folgegenerationen haben sich die Achtundsechziger so das Primat auf das Politik zu sichern versucht.
Dabei verhalten sie sich kaum anders als alle Generationen zuvor."
(Harry Nutt in der TAZ vom 10.01.1998)

 
 
 
       
   
  • Das Buch in der Debatte

  • NUTT, Harry (1998): Generation Golf.
    Im Dresdner Hygiene-Museum zeigt die
    Schau "Alt & Jung. Das Abenteuer der Generationen" Lebensentwürfe jenseits des Generationenschemas,
    in: TAZ v. 10.01.
 
       
   

Die Unwirtlichkeit unserer Städte (1965).
Anstiftung zum Unfrieden
Frankfurt a/M: Suhrkamp (vergriffen)

 
   
 
 
Heidelberg - Emmertsgrund

Klappentext

"Die in diesem Band gedruckten Arbeiten untersuchen herrschenden Programme und Formen der Städteplanung und kritisieren deren irrationalen Charakter. Der Autor weist nach, daß ohne einen zureichenden Begriff von den gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen geplant wird, und ohne eine Neuordnung des Grund- und Bodenbesitzes Planung nicht möglich ist."

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

Die Unwirtlichkeit unserer Städte

Anstiftungen zum Unfrieden

Konfession zur Nahwelt

Großstadt und Neurose

Stimmen zum Buch

"Nachdem Alexander Mitscherlich 1965 in seinem Buch »Die Unwirtlichkeit unserer Städte« über die »Einfamilienhausweiden« und ihre »Bimsblock-Tristesse« hergefallen war, erkannten auch die kritischen Geister der Bundesreplik zuletzt die revolutionäre Komponente eines Bausparvertrags. Das Einfamilienhaus sollte der Rahmen für eine freie Kindererziehung sein, und Elisabeth Dessais Buch »Wohnen und Spielen mit Kindern« propagierte 1976 allerhand »Alternativen zur familienfeindlichen Architektur«."
(Kolja Mensing in der TAZ vom 02.11.2002)

 
 
 
       
     
   

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Update: 03. Januar 2005
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