Inhaltsverzeichnis
Warum ich dieses Buch geschrieben habe
1
Ich gehöre dazu
2
Trugbilder vom Eheglück
3
Wie Frauen ihr Leben planen
Andrea E., 36
Jahre alt, 2 Kinder, geschieden
Else R., 47 Jahre
alt, ein Sohn, geschieden
4
Recht auf Unterhalt
Sonja Z., 36
Jahre alt, 2 Kinder, geschieden
Gesine N., 40
Jahre alt, 4 Kinder, geschieden
5
Kampf um die Kinder
6
Wirtschaftliche Misere
Verena L., 42
Jahre alt, geschieden
Johanna N., 44
Jahre alt, 2 Töchter, geschieden
7
Frauen verzichten
8
Ende der Hausfrauenehe
9
Alternative
Zitat:
Die Alternative
zur Hausfrauenehe
"Das Prinzip der strikten Arbeitsteilung zwischen
Mann und Frau stammt aus den Zeiten der
vorindustriellen Großfamilie, in der die Frau ein
Leben lang durch das Gebären und Stillen der Kinder
an das Haus gebunden und wirtschaftlich durch die
Großfamilie abgesichert war.
Für die
Kleinfamilie unseres Industriezeitalters hat dieses
Prinzip längst seinen Sinn verloren. Wir leben in
einer Zeit, in der es für jeden erwachsenen Menschen
notwendig geworden ist, sich durch einen Beruf eine
eigene wirtschaftliche Existenz zu sichern. Für
viele Menschen ist aus dieser Notwendigkeit zugleich
ein Bedürfnis geworden, sich nämlich in einem Beruf
eine sinnvolle Lebensaufgabe zu schaffen.
Wir leben weiter
in einer Zeit, in der Frauen durchschnittlich
weniger als ein Viertel Dutzend Kinder zur Welt
bringen. Diese Kinder werden in der Regel nur einige
Monate gestillt, besuchen Kindergarten und Schulen
und gehen aus dem Haus, wenn die Mütter in der Mitte
des Lebens stehen.
Es besteht also
kein wahrer Grund mehr, warum Frauen, nur weil sie
Kinder gebären, auch rund zwanzig Jahre lang für
diese Kinder und immer für den Haushalt allein
zuständig sein sollen.
(...).
In Wirklichkeit ist es schon lange an der Zeit, an
die biologische Mutterschaft endlich die soziale
Elternschaft anzuschließen. Im Klartext heiß
das: Mutter und Vater sind für Kinder und
Familie verantwortlich.
Damit haben wir die Bausteine für eine neues
Fundament. Nicht mehr Arbeitsteilung zwischen
Mann und Frau, sondern Arbeitseinteilung.
Jede Frau und jeder Mann ist zuständig für Beruf
und Familie, für Erwerbstätigkeit und
Privatleben.
Jeder Mensch in dieser Gesellschaft sollte also die
Möglichkeit haben, einen Beruf zu erlernen und
auszuüben, möglichst einen Beruf, der Spaß macht und
eine ausreichende wirtschaftliche Existenz
garantiert. Außerdem sollte jeder Mensch die
Möglichkeit haben, in einer Familie - oder
familienähnlichen Gemeinschaft - zu leben und sich
Kinder zu wünschen. Haben Frau und Mann gemeinsame
Kinder, so sind beide für diesen Haushalt in
gleichem Umfang verantwortlich. Sie schränken ihre
Berufstätigkeit so weit ein, daß Mutter und Vater
persönlich die Kinder betreuen und groß werden
lassen kann. Doppelrolle ohne Doppelbelastung!"
(S.141f.)