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Claus Jacobi: Die menschliche Springflut

 
       
   

Claus Jacobi in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • JACOBI, Claus (2001): Die unheilige Familie als Sinnbild unserer Zeit.
    Wie Schildkröten kennen viele deutsche Kinder ihre Väter nicht,
    in: Welt am Sonntag v. 25.11.
    • Kommentar:
      Der Apokalyptiker JACOBI kennt zwei Konstruktionen: "Immer mehr" und "Immer weniger". Und beide Aussagen weisen logischerweise in die gleiche Richtung: Untergang der Familie.
                   Mit welchen Zahlen der Autor operiert, ist nicht ersichtlich. Die angegebenen Geburtenzahlen liegen jedenfalls unter jenen Zahlen, die das Statistische Bundesamt für die alten Bundesländer ausweist.
                  Die Angaben der absoluten Zahlen bei den Scheidungen sind wenig aussagekräftig.
                  Diese sind einerseits abhängig von der Bevölkerungsstruktur und andererseits von den Mehrfachscheidungen. In den 80er Jahren sind die geburtenstarken Jahrgänge ins Heiratsalter gekommen. Gleichbleibende Scheidungszahlen müssten deshalb bereits als ein Rückgang der Scheidungen interpretiert werden.
                  Hinter dem "immer mehr" könnte sich also auch ein "immer weniger" verbergen, wenn man damit die Anzahl der Personen meint, die sich scheiden lassen. Auch eine niedrige Scheidungsquote sagt nichts über die Lebensverhältnisse der Menschen aus. Sie könnten auch verheiratet sein, aber getrennt leben. Die amtliche Statistik ist unzureichend, wenn Aussagen über den Wandel der Lebensformen in Deutschland ausgesagt werden soll.
 
       
   

Die menschliche Springflut (1969)
Frankfurt a/M: Ullstein (vergriffen)

 
   
 
 

Klappentext

"Jeden Morgen gebieten Maos Marschälle über 10 000 wehrfähige Chinesen mehr als am Tag zuvor. Alle Jahre nimmt Indien um soviel Millionen zu, wie Australien Einwohner hat. In Brasilien leben heute mehr Analphabeten als es 1940 überhaupt Brasilianer gab. Am Ende des Zweiten Weltkrieges (50 Millionen Tote) war die Weltbevölkerung größer als bei seinem Anfang. Die Menschen, nach den Ratten das verbreiteste Säugetier auf Erden, brüten wie die Lemminge dem eigenen Verhängnis entgegen. Vom Beginn ihrer Geschichte bis zur Gegenwart brauchte die Menschheit, um ihre gegenwärtige Zahl von 3,5 Milliarden zu erreichen. In nur 30 Jahren wird sie sich verdoppeln.

Überbevölkerung aber macht die Menschen krank, brutal und aggressiv. Schon jetzt beeinflußt sie das Leben jedes einzelnen von uns stärker als alle anderen Faktoren. Morgen, noch zu unseren Lebzeiten, wird die menschliche Springflut Wellen der Vernichtung um den Erdball kreisen lassen. Der russisch-chinesische Atomkrieg könnte ein erster Konflikt dieser Art sein. Hungersnöte sind unvermeidlich. Die reichen Inseln der weißen Zivilisation, ob kapitalistisch oder kommunistisch, drohen in einem Meer farbiger Leiber zu versinken."

Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel: Die Explosion

2. Kapitel: Die Folgen, weiß

3. Kapitel: Die Folgen, farbig

4. Kapitel: Die Konfrontation

5. Kapitel: Die Alternative

6. Kapitel: Die Ernährung

7. Kapitel: Die Entwicklung

8. Kapitel: Die Erziehung

9. Kapitel: Die Geburtenkontrolle

10. Kapitel: Die Kosten

 
 
 
       
   
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Stand: 29. November 2007
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