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Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W.

 
       
     
       
     
       
   

Nachrufe zum Tod von Ulrich Plenzdorf

 
     
       
   

Ulrich Plenzdorf: Porträts und Gespräche

 
   
  • DECKER, Kerstin (2004): Abbrecher haben mehr vom Leben.
    Ulrich Plenzdorf zum 70. Geburtstag,
    in: Tagesspiegel v. 26.10.
 
       
   

Die neuen Leiden des jungen W. (1973)
Frankfurt a/M: Suhrkamp (vergriffen)
1976 als Suhrkamp-Taschenbuch erschienen 

 
   
 
 

Pressestimmen

"Berühmt geworden ist Plenzdorf genau in dem Augenblick, als er gerade kein Drehbuch schrieb, sondern einen Roman. Er handelt vom 17-jährigen Lehrling Edgar Wibeau, den alle nur Wibeau nennen, weil die DDR kein besonders sublimiertes Land ist und deshalb auch nichts von besonders sublimierten Aussprachen hält. Lehrling Wibeau knallt seinem Lehrmeister eine Grundplatte vor die Füße, jedenfalls landet sie da, und dann geht Edgar W. nicht mehr hin. Im inoffiziellen Katalog der sieben DDR- Todsünden steht Arbeitsbummelei ganz oben. Und Plenzdorf schreibt darüber.
Das ist natürlich ein bisschen autobiografisch, denn das Arbeiterkind Plenzdorf ist ebenfalls ein Abbrecher. Er hat auch so eine Grundplatte hingeschmissen – das Studium des Marxismus/Leninismus. Plenzdorf wurde erst einmal Bühnenarbeiter bei der DEFA, Kulissenauf- und Umräumer. Wibeau, verkannter van Goch (Originalton Wibeau), Salinger-Enthusiast, emigriert in die Berliner Gartenlaube eines Freundes und findet dort, auf dem Plumpsklo, die Geschichte eines verwandten Geistes, in allermerkwürdigstem Deutsch – »Die Leiden des jungen Werthers« von Goethe.
Diese Geschichte dieser Plumpsklo-Lektüre wurde in mehr als dreißig Sprachen übersetzt und hat bis heute über vier Millionen Gesamtauflage, allein 2,4 Millionen beim Suhrkamp-Verlag. Plenzdorf legte mit Unterstützung von »Old Werther« die Totalkritik des spezifischen DDR-Spießertums vor".
(Kerstin Decker im Tagesspiegel vom 26.10.2004)

 
 
 
       
   
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