"Was macht komische Bücher
komisch? Was macht erfolglose Autoren erfolglos?
Wilhelm Genazino - berühmt für seine
Beobachtungsgabe und seinen Wortwitz - über Theodor
W. Adornos Humor, über Fotografien, über das Lachen
und andere Begebenheiten. Wie immer gelingt es ihm,
aus scheinbar Alltäglichem, Banalem das
Verblüffende, Unerhörte, nie Gesehene herauszulesen."
Pressestimmen
"Trotz seiner Parteinahme für das Verunglückte hält
er sich von dem für die Moderne charakteristischen
Heroismus des Scheiterns fern. Niemals wird bei ihm
eine Heldengeschichte aus dem Unglück. So gehört
zwar Franz Kafka zu seinen Hausgöttern. Aber es ist
nicht zuletzt Kafkas Lachen, das es ihm angetan
hat."
(Meike Fessmann in der Financial
Times Deutschland vom
27.08.2004)
"Seine Reflexionen kreisen um drei thematische
Kerne: das Recht des Autors aufs Scheitern, die
komische Empfindung und jene Besonderheit des
Sehens, die der Titelessay mit dem Begriff des
»gedehnten Blicks« bezeichnet. Es ist leicht zu
erkennen, daß diese drei Themen ins Zentrum der
Ästhetik von Genazinos Romanen verweisen".
(Ernst Osterkamp in der FAZ vom
06.10.2004)
"Höhepunkt bildet fraglos der Essay über den
»Professor im Schrank. Adorno und die Verweigerung
des Lachens«, mit dem uns Genazino an jenen seltenen
Moment teilhaben lässt, als das Lachen in Adornos
Leben wie ein ungebetener Gast einbrach. Unser Blick
beginnt sich zu dehnen, wird immer wieder den
Philosophen im Schrank sitzen sehen, wo dieser, der
das Lachen als Affirmation des Falschen begriff,
sich vor unangemeldetem Besuch versteckte - und zum
Komiker wider Willen wurde."
(Martina Meister in der
Frankfurter Rundschau vom 13.10.2004)