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Thema des Monats

 
   

Einsamkeit

 
   

Single-Haushalte und die Fröste der Freiheit

 
     
       
   

zitierte Literatur

 
     
       
   

Die Debatte um die Einsamkeit in der Single-Gesellschaft

 
   
  • PULS, Wichard (1989): Soziale Isolation und Einsamkeit: Ansätze zu einer empirisch-nomologischen Theorie, (Diss.), Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag
  • STRASSER, Eva (1989): Der ewige Single. Warum immer mehr junge Frauen einsam sind, in: Wiener, Mai, S. 86-93
  • Titelgeschichte "Schicksal Single".
    Der Preis der Ich-Sucht,
    in: Focus Nr.49 v. 06.12.1993
    • KLONOWSKY, Michael (1993): Schicksal Einsamkeit: Der Preis der Ich-Sucht.
      Jede zweite Wohnung in den Großstädten ist ein Single-Appartement. Während die moderne Einsiedelei weiter boomt, leiden die Eremiten,
      in: Focus Nr.49 v. 06.12.
  • Titelgeschichte "Zeitkrankheit Einsamkeit".
    Isolation überwinden, Kontakte knüpfen,
    in: Psychologie Heute, November 1997
  • KOELBL, Susanne (1998): Ist doch irre.
    Fünf Jahre lag ein Toter unbemerkt in seinem Hamburger Apartment - der Fall schockt die ganze Republik,
    in: Spiegel Nr.48
  • HANIKA, Iris (1999): Wir einsamen Frauen,
    in: Merkur Nr.6, Juni, S.568-574
  • ZOUBEK, Holger (2001): Anrufe gegen die Einsamkeit.
    Bei den Mitarbeitern der evangelischen Telefonseelsorge melden sich jeden Tag mehr als 60 Ratsuchende,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 16.02.
  • GLOBERT, Yvonne (2001): Einsam im August.
    Wenn alle übers Sommerloch stöhnen, laufen beim Berliner Krisendienst die Relefone heiß. Nicht nur Alleingebliebene, auch Touristen suchen Hilfe,
    in: TAZ v. 22.08.
  • BRIGITTE-Dossier: Einsamkeit - das große Tabu.
    Einsamkeit raubt uns das Selbstbewusstsein und stempelt uns zu Versagern. Einsamkeit kann jeden treffen, trotzdem wird sie verschwiegen. Sechs Frauen brechen das Schweigen,
    in: Brigitte Nr.24 v. 14.11.
  • FUCHS, Peter & Jörg MUSSMANN (2001): Die Erkrankung Einsamkeit.
    Aufzeichnungen aus Pflegehäusern (5): Im rationellen Zeitmanagement kann eben nicht wahrgenommen werden, dass Kommunikation zwar alles andere als effektiv und linear ist, sondern eher ornamental, aber genau darin - unverzichtbar,
    in: TAZ v. 27.11
  • GEBHARDT, Miriam (2002) Trauer und Glück der Überlebenden.
    Verwitwete Frauen bleiben oft über Jahrzehnte allein. Wie sie leben - danach fragt niemand in einer Gesellschaft, die den Tod verdrängt,
    in: Die ZEIT Nr.3 v. 10.01.
    • Inhalt:
      GEBHARDT berichtet aus dem Mittelschichtleben von 3 Witwen. Zwei Witwen können zum normalen Witwenleben gezählt werden, während die dritte Witwe mit ihren 30 Jahren zu den atypischen Witwen gehört. Sie gehört zu rund 250.000 Witwen und Witwern unter 50 Jahren in Deutschland. Weitere 250.000 Menschen dieses Alters haben ihren Partner durch Tod verloren.
            
      Martina NICOLAIDIS hat aufgrund dieser Erfahrung eine Selbsthilfeorganisation für verwitwete Mütter & Väter gegründet, die auch im Web unter www.verwitwet.com präsent ist.
  • KRAUSE, Tilman (2002): Allein sein im Geheimnis.
    Produktive Potenziale II: Der Rückzug auf sich selbst,
    in: Welt v. 29.08.
    • Inhalt:
      KRAUSE plädiert für das Alleinsein als einfache Methode der Konfliktbewältigung, die in den Zeiten der Außenleitung (RIESMAN) aus der Mode gekommen ist:

            
      "Die Selbst-Konfrontation zählt schließlich zu den wenigen großen Abenteuern, die auch dem Mittellosen zugänglich sind. Wer sich ihr überlässt, wird in jedem Falle reicher. Reicher an Einsichten über das Menschsein. Und die kommen nicht nur dem Ich, die kommen dann sogar der Gesellschaft zugute."
  • HANIKA, Iris (2002): Der moderne Mensch - einsam?
    Von seltsamen Strategien für Singles,
    in: Politisches Feuilleton. Sendung des DeutschlandRadio v. 31.10.
    • Kommentar:
      Iris HANIKA betrachtet den Einpersonenhaushalt als die "schlechteste aller Lebensformen".

            
      Sie sitzt dabei den drei typischen Missverständnissen auf: Alleinwirtschaften = Alleinwohnen = Partnerlosigkeit.
            
      Diese Gleichung stimmt heutzutage immer weniger! Alleinwirtschaften können (Ehe)-Paare, Wohngemeinschaften, Wochenendväter und -mütter und auch Nesthocker.
            
      Die Absatzprobleme von CDs wie "Nie mehr allein", die HANIKA hier behandelt - ist deshalb zu allererst die Überschätzung der Partnerlosigkeit und der Einsamkeit im mittleren Lebensalter.
            
      Für die Gruppe der einsamen Partnerlosen - und nicht der Alleinlebenden - gilt dann vielleicht HANIKAs Einwand gegen die CD:
            
      "Fühlt man sich aber wirklich umsorgt, wenn fremde Leute im Hintergrund Geräusche machen? Eher nicht; sonst würde man sich ja nie über seine Nachbarn ärgern. Aber es ist natürlich richtig, daß auch der alleinlebende Mensch nicht immer seine Ruhe haben will. Nur sollten die Geräusche, die er dann gerne hören würde, nicht darum vertraut sein, weil er sie schon hundertmal gehört hat - solche Geräusche kann nämlich jeder jederzeit selbst erzeugen -, sondern sie sollten vertraut sein, weil ein vertrauter Mensch sie erzeugt. Denn nicht nach Geräuschen an sich sehnt sich der alleinlebende Mensch in solchen Momenten, sondern nach einem Erzeuger von Geräuschen. Und den kann eine CD ebensowenig ersetzen wie ein Solarium die Karibik oder ein Vibrator den Liebhaber."  
 
   
  • Problemzeit: Weihnachten

    • ENGELS, Volker (2000): Sinnfindung statt Gefühlsschwere.
      Wenn Weihnachten zum Terror wird: Die traditionellen Rituale unterm Christbaum sind für Singles und Patchworkfamilien häufig eine Belastung. Individuelle Sinnfindung bietet einen Ausweg. Die Skandinavier machens vor: Party statt Besinnlichkeit,
      in: TAZ v. 09.12.
    • SPERLICH, Christel (2000): Das Fest der fetten Braten und mageren Gefühle.
      Wenn ein Feiertag mit Erinnerungen und Erwartungen überlastet wird - Von der Weihnachtskrankheit Depression,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 23.12.
      • Kommentar:
        Weihnachten eine Krisenzeit für Alleinlebende? Wie überlebt man das Fest der Liebe? SPERLICH lässt Psychologen und Mitarbeiter der Telefonseelsorge zu Wort kommen. Die TAZ plädierte am 09.12. eher für Party statt Tristesse.
    • HERBST, Alban Nikolai (2000): Das letzte Leuchten.
      Sie haben ihn alle im Stich gelassen: Bruno muss dieses Jahr allein feiern,
      in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage zur Berliner Morgenpost v. 24.12.
    • DPA (2001): Einsame Singles unterm Weihnachtsbaum sind Irrglaube.
      Laut Uni Mainz wird an Wochenenden Alleinsein schlimmer empfunden,
      in: Mannheimer Morgen v. 19.12.
    • TAZ-Thema: "Weihnachten - das Fest der Familie".
      Versuchen Sie, an Weihnachten der Familie zu entfliehen! Sie werden sehen: Es geht nicht, egal wie gut oder schlecht Ihre Erinnerungen sind. Denn Weihnachten ist ein Programm, ein inneres. Man kann nur versuchen, jedes Jahr ein bisschen an der Software herumzubasteln

      • DRIBBUSCH, Barbara (2001): Weihnachten? Reine Nervensache.
        Weihnachten für die Familie: Sorgsam und sensibel gestalten die Eltern das Fest für die Kinder. Man hat ja seine Erfahrungen,
        in: TAZ v. 24.12.
        • Kommentar:
          DRIBBUSCH stellt den "Kinderbesitzern" drei Typen von Kinderlosen gegenüber:
                
          "Da gibt es die Bulthauptküchenfraktion, gut verdienende Paare, die zum viergängigen Dinner ins designte Dachgeschoss einladen, dann die Fernreisenflüchtlinge (...) und schließlich die Singles, die zu den alten Eltern nach Hause fahren."
                
          Mehr hat die betagte Familien-TAZ nicht anzubieten...
      • MERKER, Miriam (2001): Weihnachten? Reine Nervensache.
        Weihnachten gegen die Familie: Nichts wie weg von den Eltern an den Festtagen! Man hat ja seine Erfahrungen. Bloß: wohin?,
        in: TAZ v. 24.12.
        • Kommentar:
          Auch bei MERKER sieht Weihnachten wenig tröstlich aus. MERKER wohnt zwar "alternativ" in der "Wohngemeinschaft", statt mit dem Partner zusammen zu leben, aber ansonsten ist vom "alternativ" nichts mehr übrig, es bleiben die üblichen Paarsorgen. Die Gattung "Single" ist bei der Generation TAZ ausgestorben...
      • DRIBBUSCH, Barbara (2001): Tipps für Weihnachtsmuffel.
        Sie schaffen die Feiertage - mit unserer Hilfe,
        in: TAZ v. 24.12.
      • KUHLBRODT, Detlef (2001): Schweigen mit Nihil Baxter.
        Nach Hause fahren zum Fest der Liebe,
        in: TAZ v. 24.12.
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 07. Oktober 2002
Update: 27. August 2006
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