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Barbara Bierach in
ihrer eigenen Schreibe
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- BIERACH, Barbara (2002): Warum kaum
Frauen im Management sind,
in: Wirtschaftswoche v. 30.04.
-
Neu:
BIERACH,
Barbara (2003): Bremsender Greis-Verkehr.
Die alte Deutschland AG lebt weiter. Sie wechselt gerade in den
Aufsichtsrat - und macht der jungen Generation das Leben schwer,
in: Financial Times Deutschland v. 27.06.
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Barbara Bierach im Gespräch
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- SANDBERG, Vera (2002): "Politische
Korrektheit bringt uns jetzt nicht weiter".
Sind Frauen dämlich, faul und unaufrichtig? Diese harte Provokation
stammt von Buchautorin Barbara Bierach. Was sollen solche
Beleidigungen bringen?,
in: Brigitte Nr.10 v. 30.04.
-
LAMBECK, Silke (2002): Das dämliche Geschlecht?
Dumm, faul und unaufrichtig nennt Barbara Bierach Frauen, die nicht
kämpfen. Ein Gespräch über Karriere, Kinder und die Angst vor der
Verantwortung,
in: Berliner Zeitung v. 14.09.
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Klappentext
"Warum stehen zehn Jahre nach dem
Traineeprogramm - das jedes ordentliche deutsche
Unternehmen mittlerweile mit einem Frauenanteil von
50 Prozent startet - die dort teuer ausgebildeten
Frauen den Unternehmen nicht mehr zur Verfügung?
Warum gibt es trotz Frauenförderprogrammen nur 3,7
Prozent weibliche Topmanagerinnen?
Die meisten Frauen glauben, die Männer sind schuld.
Am Krieg, an der Kälte im Unternehmen, an der
Abwesenheit von Frauen in allen wichtigen Funktionen
des öffentlichen Lebens.Barbara Bierach wagt den
Widerspruch. Ihre These ist: Frauen sind nicht
unterprivilegiert in diesem Land, sondern Frauen
verhalten sich häufig einfach saublöd. Gegen Frau
muss Mann sich nicht verschwören, Frauen erledigen
sich schneller und gründlicher selbst, als Männer
das je könnten. Dämlich sind Frauen, weil sie sich
nicht einfach die Hälfte des Himmels nehmen. Frauen
sind weder intellektuell schwächer als Männer, noch
körperlich unterlegen. Sanft, einfühlsam und
teamorientiert lassen sich Frauen immer noch mit den
Krümeln von den Tellern der Macht abspeisen.
Viele Akademikerinnen erkennen mit Mitte Dreißig,
dass Karriere zwar glamourös klingt, aber
tatsächlich ungeheuer viel Arbeit ist. Entnervt von
dem ständigen Ringkampf um Positionen und Budgets
ziehen sie sich in eine Villa am Stadtrand zurück
und werden Mutter. Dagegen ist auch nichts
einzuwenden. Unaufrichtig wird dieses Verhalten nur
dann, wenn Frauen nicht zugeben, dass sie sich
bewußt gegen Macht und Verantwortung entschieden
haben und sich hinter der Mär von der Glasdecke
verschanzen, jenem unsichtbaren Deckel, der ihre
Karriere bremst.
Wer Anglistik studiert, wird nicht Vorstand, wer
nicht in der Lage ist, sein Gehalt zu verhandeln,
wird immer den kürzeren ziehen, wenn es darum geht
»und wer von uns beiden paßt jetzt auf die Kinder
auf?«. Und wer erschöpft aufgibt, sollte hinterher
nicht jammern, dass andere immer noch die Macht
haben."
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Rezensionen
- GOY, Martina (2002): Wie
dämlich sind Frauen?
in: Welt am Sonntag v. 05.05.
- KOGELBOOM, Esther
(2002):Heirat ist die Karriere.
Frauen, sagt die Wirtschaftsjournalistin Barbara Bierach,
sind selbst schuld, wenn sie beruflich keinen Erfolg haben,
in: Tagesspiegel v. 17.07.
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Das Buch in der Debatte
- SCHWERTFEGER, Bärbel (2002):
"Frauen verhalten sich einfach saublöd".
Klappt es mit dem beruflichen Aufstieg nicht, sind Frauen
meist selbst schuld, behauptet Barbara Bierach. In ihrem
provokanten Buch "Das dämliche Geschlecht" räumt die
Wirtschaftsjournalistin gründlich auf mit der Mär vom bösen
Mann, der die Frau an der Karriere hindert. Ihre These:
Frauen jammern zu viel und kämpfen zu wenig,
in: Uni Spiegel Online v. 20.06.
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Debatte: Kinder als
Heldennotausgang?
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VOWINKEL, Heike (2003): Jung, dynamisch, Hausfrau.
Die Schauspielerin Marie-Theres Relin, Tochter von Maria Schell
und Frau von Franz Xaver Kroetz, fordert eine Revolution der Mütter,
in: Welt am Sonntag v. 16.02.
- Kommentar:
Wenn die isolierte Hausfrau privilegiert
ist, dann wird sie schon mal zur konservativen Revolutionärin:
"Ihr Mann, der Kroetz, war viel
unterwegs, hatte gedreht, inszeniert, sie aber mit den Kindern zu
Hause gesessen - »allein erziehende Mutter mit Mann sozusagen« -
einsame Abende verlebt und sich gesagt: Wenn ich nichts mache,
werde ich noch verrückt. Sie wurde krank. Eine
Schilddrüsenüberfunktion musste behandelt werden. »Ein Notsignal,
das mein Mann und die Kinder verstanden.« Sie wollte eine Welt für
sich und kaufte sich ein Laptop. »Trotz schlechten Gewissens, weil
ich ihn für keine Arbeit brauche wie mein Mann und so ein Ding ja
teuer ist.« Kurz darauf entstand die Homepage und die Revolution
begann".
Der
Traum vom Hausfrauen-Gehalt liegt da natürlich nahe,
denn schließlich gibt es ein
Heer frustrierter Frauen, die sich ihre Karriere leichter
vorgestellt haben oder deren Karriere gerade stockt. Katja
KULLMANN hat diese Situation in
"Generation Ally"
skizziert:
"Silke ist jetzt an einer
Schwelle, an der es brenzlig wird: Sie ist bereits zwei Mal
befördert worden: erst von der Junior Team Assistentin, und jetzt
zur Senior Team Assistentin. Jetzt wird die Luft dünner, nix mehr
up-up'n'away. Von nun an würde geboxt statt fraternisiert (...).
Abends muss sie stundenlang in ihrem Teamleiterbüro sitzen und
Kalkulationen und Erfolgsberichte und Leistungssurveys lesen, und
sie muss darüber nachdenken, wie sie all die schlechten
Nachrichten vor dem Senior-Senior-Teamleiter schönreden soll. Sie
verdient jetzt 600 Euro mehr als vor ihrer letzten Beförderung,
das ergibt nicht einmal 300 Euro zusätzlich im Monat. Dafür sitzt
Silke täglich drei Stunden länger im Büro und trinkt regelmäßig
gegen 15 Uhr ein Glas mit aufgelöstem Maaloxan-Pulver, weil
ihre Magenschleimhäute nervös sind, stellvertretend für Silke, die
sich das nicht nicht anmerken darf."
Barbara BIERACH hat daraus gleich
ein ganzes Buch gemacht und es "Das dämliche
Geschlecht" (2002) genannt. Kinder werden darin für
Karrierefrauen zum "Heldennotausgang".
Die hohe Arbeitslosigkeit scheint
den Rückzug der Frauen an den Herd zu begünstigen. Die Mehrzahl
der Mütter möchte keinen dieser - von KULLMANN beschriebenen -
stressigen Vollzeitarbeitsplätze, sondern einen Arbeitsplatz, der
sich mit einem normalen Familienleben vereinbaren lässt:
"Wir haben es uns angewöhnt, die
bei uns extrem geringe Anzahl von Ganztagsplätzen in der
Kinderbetreuung als familienfeindliches Wachstumshemmnis zu
betrachten. Dabei steht hinter diesem Faktum nicht nur eine
reaktionäre Zurück-an-den-Herd-Ideologie, sondern auch eine
gesunde Abneigung gegen den Versuch, das Familienleben so zu
verbiegen, dass es zu den Verwertungsinteressen der Arbeitgeber
passt"
schreibt GÜRTLER in
"Vorbild
Deutschland"
zu diesem Thema. Inwieweit familienfreundliche Arbeitsplätze für
Mütter jenseits des klassischen Vollzeiterwerbsarbeitsplatz
geschaffen werden, ist deshalb eine wichtige Frage der
Arbeitsmarktpolitik, denn offensichtlich ist die
Nur-Hausfrauenrolle nicht einmal für konservative
Revolutionärinnen attraktiv:
"Im Herbst stand sie das erste
Mal seit zwölf Jahren wieder vor der Kamera (...). »Ein herrliches
Gefühl, eigenes Geld zu verdienen, wichtig zu sein, umsorgt zu
werden.« Plötzlich interessieren sich die Medien wieder für sie,
nicht mehr nur für die Tochter der Schell oder die Frau vom
Kroetz."
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