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Gundula Englisch: Jobnomaden

 
       
     
       
     
       
   

Gundula Englisch in ihrer eigenen Schreibe

 
   

ENGLISCH, Gundula (2006): Arbeiten ohne festen Boden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.12.

Gundula ENGLISCH sieht in dem Buch Wir nennen es Arbeit von Holm FRIEBE & Sascha LOBO

"einen erfrischend optimistischen Impuls gegen die Negativ-Diskussion um Prekariat und Generation Praktikum.

 
       
   

Jobnomaden. (2001)
Wie wir arbeiten, leben und lieben
Frankfurt a/M: Campus

 
   
     
 

Klappentext

"Nach 10.000 Jahren der Sesshaftigkeit kehren wir im elektronischen Zeitalter zur Nomadenkultur zurück. Dieses Buch ist eine Expedition quer durch die Arbeits- und Lebenswelt von heute und eine Streitschrift für die neue Kultur der Beweglichkeit. Der Nomade und Schriftsteller Galsan Tschinag durchwandert jedes Jahr gemeinsam mit seinem Volk die Steppen der Mongolei. Der Manager Daniel Goeudevert hat schon dutzende Male Wohnort und Arbeitsplatz gewechselt - zusammen mit seiner Familie. Der Softwarespezialist Jörg Bodenbender zieht mit seinem Know-how von Projekt zu Projekt - und findet seine Heimat bei einer Freelance-Agentur. Der Journalist Alexander T. legt als »Liebesnomade« auf der Suche nach seinem persönlichen Glück mehrmals im Monat Zehntausende von Kilometern zurück.
Die Gesellschaft von heute ist eine moderne Nomadengesellschaft. Wir sind Jobnomaden, Liebesnomaden, Werte- oder Glaubensnomaden. Wie funktioniert eine Welt, in der Mobilität zur zentralen Existenzbedingung wird? Was geht uns verloren? Vor allem aber: Wo liegen die Chancen eines Lebens ohne Grenzen und lebenslange Verpflichtungen?
"

Pressestimmen

"Wie Gundula Englisch das Neue sieht, ist von der ersten Seite ihres Buches Jobnomaden an klar. Eine Schwärmerei: Das Starre fällt von den (Arbeits-)Menschen ab, alle sind und alles ist in Bewegung. Und das ist gut so. Was für die einen erdrückende Überforderung sein mag, darin sieht sie die befreiende Herausforderung. "
(Wolfgang Storz in der Frankfurter Rundschau vom 24.12.2001)

 
     
 
       
   

Rezensionen

MAYER, Susanne (2001): Ich Staubsauger, du Laptop.
Arbeit ist ein Fluch. Oder nur Lifestyle? Zwei Autorinnen denken nach,
in: Die ZEIT Nr.41 v. 04.10.

MASCHEK, Christian (2001): Karriere: Nomadentum der Kopfarbeiter.
Zwei neue Bücher widmen sich den spezifischen Problemen der Jobnomaden,
in: Financial Times Deutschland v. 17.10.

DECKSTEIN, Dagmar (2001): Ausbruch aus dem vergoldeten Käfig.
Wie moderne Nomaden die Fesseln der Bevormundung abstreifen und sich Job um Job suchen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.11.

Neu:
STORZ, Wolfgang (2001): Wanderexistenzen.
Gundula Englisch begeistert sich für die neue Berufswelt,
in: Frankfurter Rundschau v. 24.12.

 
   

Jobnomaden in der Debatte

GERBERT, Frank (2001): Keine Lust auf nirgendwo.
Die Deutschen werden zu Job-Nomaden mit wechselnden Wohnsitzen - und pfeifen auf Heimat. Die These klingt einleuchtend, ist aber falsch
in: Focus Nr.52 v. 21.12.

GERBERT stellt einen falschen Gegensatz zwischen Heimat und Ortswechseln her, um zu beweisen, dass Heimat Konjunktur hat in Deutschland. Während der empirische Begriff "Ortswechsel" eine objektive Kategorie ist, wird mit Heimat ein subjektives Gefühl angesprochen. Wäre GERBERT konsequent, dann müsste er zwischen erzwungenen und gewünschten Ortswechseln sowie erzwungener und erwünschter Immobilität unterscheiden. Stattdessen unterliegt dem Text der undifferenzierte Mobilitätsbegriff der Individualisierungsthese von Ulrich BECK.

Unberücksichtigt bleiben desweiteren die Rahmenbedingungen von hoher Arbeitslosigkeit contra Vollbeschäftigung, die Einfluss auf die Wahrnehmung von Mobilität haben.  Unerwähnt bleibt auch die Tatsache, dass moderne Verkehrsmittel in zunehmendem Masse Multilokalität ermöglichen und somit die Entscheidung Umzug oder Zweitwohnsitz eine historische Veränderung erfahren haben.

Erwähnt wird stattdessen der "Heimatdichter" Martin HECHT, während der Bezugstext des Artikels nicht genannt wird: das vor kurzem erschienene Buch Jobnomaden von Gundula ENGLISCH.
Wenn zwei Stereotypen aufeinanderprallen, dann entsteht kein Bild von der Wirklichkeit, sondern eine Scheindebatte.

LÜNSTROTZ, Michael (2004): Von A nach B der Arbeit wegen.
Moderne Nomaden sind immer flexibel und mobil, weil sie ihren Wohnort dem Beruf unterordnen müssen. Doch immer mehr Menschen haben dieses Leben mit Dauer-"Jetlag" satt
in: TAZ v. 03.12.

Michael LÜNSTROTZ hat sich anlässlich einer überflüssigen Umfrage (wird hier zur Studie aufgewertet!) des Tabakindustrie-gesponserten Freizeitpädagogen Horst W. OPASCHOWSKI auf die Spur der "Jobnomaden" (Gundula ENGLISCH) gemacht.

Die einzige repräsentative Studie von Norbert F. SCHNEIDER zum Thema Mobilität und Lebensform wird dagegen nicht einmal erwähnt... 

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 28. Dezember 2001
Stand: 31. Mai 2015