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Jürgen Schulte im Gespräch
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Dual-career couples
(2002).
Strukturuntersuchung einer Partnerschaftsform im Spiegelbild beruflicher
Anforderungen
Opladen:
Leske + Budrich
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Dual Career Couples
(DCC) in der Debatte
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WESTPHAL, Markus (2002): Gleichberechtigte Paare - Leben am Limit.
Erfahrungen eines "Dual-Career-Couples",
in: Campus & Karriere. Sendung des DeutschlandRadio v. 18.12.
-
Neu:
LISBERG-HAAG, Isabell (2003): Nicht ohne meinen Liebsten.
Universitäten und Förderorganisationen geloben, mehr
Rücksicht auf "Doppelkarriere-Paare" zu nehmen,
in: Frankfurter Rundschau v. 05.03.
- Kommentar:
Die erste deutsche Kampfschrift eines
Doppelkarriere-Paars (DCC) heißt "Das ganz normale Chaos der Liebe"
(1990).
Die
Kritik von Ulrich
BECK und Elisabeth BECK-GERNSHEIM an der universitären Arbeitswelt,
die nicht Paaren oder Familien, sondern Singles Arbeitsplätze
anbietet, ist nun ein Jahrzehnt später Gegenstand von Tagungen und
findet langsam auch Eingang in die universitäre
Personalrekrutierungspraxis.
LISBERG-HAAG zeigt das
Beispiel zweier DCCs. Das eine Paar - typischerweise im geistes-
bzw. sozialwissenschaftlichen Bereich tätig - fristet sein Dasein
seit einem Jahrzehnt als
Spagatfamilie bzw. Wochenendbeziehung - während die
naturwissenschaftliche Elite in den Genuss einer neuen
Rekrutierungspraxis kommt: Das Paar Maria LEPTIN und Jonathan HOWARD
teilen sich den Abteilungsleiterposten am Institut für Genetik der
Universität Köln.
Dort wo deutsche Unis
auf dem Weltmarkt konkurrieren dürfen, müssen sie wohl oder übel
auch die sozialen Bedürfnisse der Topleute berücksichtigen:
"Den deutschen Hochschulen
geht es beim Thema Doppelkarrieren nicht um mehr Sensibilität für
private Belange ihres Personals, sondern um nüchternes Kalkül bei
der Anwerbung von Top-Forschern. 80 Prozent aller
Wissenschaftlerinnen haben einen Partner mit demselben
Qualifikationsniveau, neun Prozent der Wissenschaftler leben mit
einer gleich qualifizierten Frau zusammen. Und diese Paare kommen
nur, wenn die Bedingungen stimmen. Das bestätigt der Stifterverband
in seiner Studie »Brain Drain - Brain Gain« aus dem Vorjahr. Für
mehr als 70 Prozent der befragten deutschen Wissenschaftler im
Ausland spielen demnach herausragende Berufschancen für den
Lebenspartner und ein gutes Angebot an Kinderbetreuung eine
entscheidende Rolle bei der Wahl ihres Lebensmittelpunktes".
Das Gros der
Doppelkarrierepaare wird jedoch weiterhin ihr Dasein als
Fernliebende
fristen müssen und -
dank HARTZ -
werden auch soziale Absteiger ohne die Annehmlichkeiten eines hohen
Einkommens immer häufiger das Fernliebenden-Schicksal von DCCs
teilen müssen.
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