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Richard Florida in seiner
eigenen Schreibe
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- FLORIDA, Richard (2002): The Rise of
the Creative Class.
Why cities without gays and rock bands are losing the economic
development race,
in: Washington Montly, Mai
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Richard Florida im Gespräch
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The Rise of the creative Class
(2002).
...and how it transforming work,
leisure, community and everyday life
New York:
Basic Books
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Klappentext
"The Rise of the Creative Class
gives us a provocative new way to think about why we
live as we do today — and where we might be headed.
In a book that weaves a storytelling with a massive
body of research, Richard Florida traces the
fundamental theme that runs through a host of
seemingly unrelated changes in American society: the
growing role of creativity in our economy.
Just as William Whyte's 1956 classic
The Organization Man showed how the
organizational ethos of that age permeated every
aspect of life, Florida describes a society in which
the creative ethos is increasingly dominant.
Millions of us are beginning to work and live much
as creative types like artists and scientists always
have - with the result that our values and tastes,
our personal relationships, our choices of where to
live, and even our sense and use of time are
changing. Leading the shift are the nearly 38
million Americans in many diverse fields who create
for a living — the Creative Class.
The Rise of the Creative Class
chronicles the ongoing sea of change in people's
choices and attitudes, and shows not only what's
happening but also how it stems from a fundamental
economic change. The Creative Class now comprises
more than thirty percent of the entire workforce.
The choices these people make already had a huge
economic impact, and in the future they will
determine how the workplace is organized, what
companies will prosper or go bankrupt, and even
which cities will thrive or wither."
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Die kreative Klasse in
der Debatte
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HEUER, Steffan (2006): Die große Karawane.
Die kreative Klasse ist mobil. Aber wo zieht es die
Wissensarbeiter hin? Der amerikanische Politologe Richard
Florida hat ihre Fluchtwege vermessen,
in: brand eins, Nr.9, September
-
WAGNER, Thomas (2007): Kreativität als Herrschaftsideologie.
Neoliberale Klassentheorie (Teil 1): Richard Florida oder
die Offensive der schöpferischen Erneuerer,
in: Junge Welt v. 05.05.
-
WAGNER, Thomas (2007): Avantgarde des Sozialraubs.
Neoliberale Klassentheorie (Teil 2): Wie mit der neuen
Kreativideologie handfeste Politik gemacht wird,
in: Junge Welt v. 07.05.
-
Neu:
HÖGE, Helmut (2007): Vom Glück, der Verberuflichung zu
entgehen.
Die Vereinigung von Mensch und Maschine schreitet voran:
Die digitale Boheme sieht sich an der Spitze einer Bewegung,
die urbanen Penner versuchen sie aufzuhalten,
in: TAZ v. 01.06.
- Inhalt:
"Es war das Jahr 1996, als das
manager-magazin vom neuen elektronischen Zeitalter -
und namentlich von seinem Vorreiter Don Tapscott und
seinem Bestseller »Die digitale Revolution« schwärmte. Die
neuen Medien, prophezeit er, werden eine völlig neue
Ökonomie hervorbringen(...).
Als »Avantgarde des
Sozialraubs« bezeichnete dagegen der Kultursoziologe
Thomas Wagner in der Jungen Welt die
»digitale Boheme«, wie die mit Handys und Coffee to go
ausgerüsteten jungen kreativen »Laptopper« von den
Berliner
Autoren Holm Friebe und Sascha Lobo genannt werden.
Wagner führt deren »Kreativideologie« bzw. »Neoliberale
Klassentheorie« auf die Thesen des US-Ökonomen Richard
Florida zurück, der in seinem Bestseller »Der Aufstieg der
kreativen Klasse« allen Ernstes einen »Boheme- und
Schwulenindex« zur Messung des neuen Kreativ-Potenzials
von Großstädten erfand. Danach würde
Berlin ganz gut
dastehen!
Die Chefredakteurin von Tagesspiegel-Online
Mercedes Bunz
sprach in bezug auf diese Kreativszene jedoch eher
pessimistisch von »urbanen Pennern«. (...). Kürzlich gab
sie jedoch zu bedenken, dass die Problematik der »urbanen
Penner« nun vom Aufschwung überlagert werde. Der alte
Marxist André Gorz sieht in dieser Kreativszene, die feste
Arbeitsstellen ablehnt und beweglich bleiben will, sehr
viel optimistischer: Auch er geht von einem unaufhaltsamen
Verschwinden der Dauerarbeitsplätze aus. Was danach käme?
Die Generation
X, wie bei Douglas Coupland, namenlose Helden des
Prekären und Pioniere der Wiederaneignung von Zeit.
(...)."
Helmut HÖGE fragt sich
kurz, wie soziologisch relevant diese
Eliten der beschleunigten
Gesellschaft sind, nur um anschließend eine
Utopie des Schriftstellers Kurt VONNEGUT zur neuen
Klassengesellschaft vorzustellen:
"Die Massen werden
scheinbeschäftigt und sozial mehr schlecht als recht
endversorgt, während eine kleine Elite mit hohem IQ, vor
allem »Ingenieure und Manager« (Problemlöser/Kreative),
die Gesellschaft bzw. das, was davon noch übrig geblieben
ist - »Das höllische System« (so der deutsch Titel des
Romans) -, weiter perfektioniert. Schon bald sind alle
Sicherheitseinrichtungen und -gesetze gegen Sabotage und
Terror gerichtet. Trotzdem organisieren sich die
unzufriedenen Deklassierten im Untergrund, sie werden von
immer mehr »Aussteigern« unterstützt - und irgendwann
schlagen sie los, d. h. sie sprengen alle möglichen
Regierungsgebäude und Fabriken in die Luft. Ihr Aufstand
scheitert jedoch. Nicht zuletzt deswegen, weil die Massen
nur daran interessiert sind, wieder an »ihren« geliebten
Maschinen zu arbeiten."
Die digitale Bohème und
die urbanen Penner (Beschleuniger
und Entschleuniger im Sinne von Peter GLOTZ)
sind für HÖGE zwei Eliten, die den Weg in diese schöne
neue Welt ebnen:
"Die »digitale Boheme« nun ist bemüht, sich an die Spitze
dieser Entwicklung zu setzen bzw. dort zu halten, während
die »urbanen Penner« wohl eher versucht sind, sich dem
Widerstand dagegen anzuschließen."
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