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Kommentar
HENTSCHEL
kann zwischen Bridget
Jones, Ally
McBeal,
Cora Hübsch ("Mondscheintarif")
und Carrie Bradshaw
("Sex and the
City") keinen
Unterschied sehen,
sondern nur eine
Gemeinsamkeit:
"Sie
haben Männer. Nicht den
einen, den sie unbedingt
wollen, den zum
Kinderkriegen und
Über-den-Feiertag-Wegfahren.
Aber jede Menge
andere". HENTSCHEL
wundert sich über den
Rückfall ins
Single-Dasein, nachdem
vor kurzem erst
Heiratsfilme
"in" gewesen
sind und fragt sich,
deshalb warum diese
Single-Serien so
erfolgreich sind.
Ihre
Analyse beginnt sie mit
dem Satz:
"Denkbar wäre
natürlich, dass die 13,8
Millionen Singles in
Deutschland, oder
zumindest deren weibliche
Hälfte, in den Büchern,
Serien und Filmen Trost
und Bestätigung
finden."
Es
ist immer noch nicht bis
zu HENTSCHEL
durchgedrungen, dass
Menschen, die einen
Einpersonenhaushalt
führen, nicht identisch
sind mit
Partnerlosen
im mittleren Lebensalter!
Weibliche Partnerlose
zwischen 30 und 40 Jahren
sind eine Minderheit .
Die meisten Frauen, die
einen Einpersonenhaushalt
führen, sind ältere
Witwen und im mittleren
Lebensalter dominieren
die Männer. Der Umstand,
dass Berichterstatter in
den Medien
überproportional zu
dieser Minderheit
gehören, verleiht dieser
zwar eine überdeutliche
Stimme, nichtsdestotrotz
sind diese Medien-Yuppies zahlenmässig irrelevant!
Von
daher ist HENTSCHELs zweite These auch
ohne Umweg über den
"Mythos Single"
glaubwürdiger:
"Wahrscheinlicher ist, dass gerade Nicht-Singles diese
Erzeugnisse brauchen."
Single-Serien dienen
also
der
Identitätsstabilisierung von unzufriedenen Paarfrauen und
Müttern:
"Wäre
Single bleiben nicht auch
ganz dufte gewesen? Aber
dann lesen sie, wie
Bridget Jones ihr
Gewichts-Tagebuch führt,
und freuen sich, dass sie
(...) jemanden haben, der
sie nicht gleich wegen
der kleinen Speckrolle
unterm Bauchnabel
verlassen wird. Und dann
ist alles gut, und alle
sind glücklich."
Aber
vielleicht liegt
HENTSCHEL doch nicht ganz
so richtig, wenn sie
keinen Unterschied
zwischen den genannten
Serien macht. Im
Gegensatz zu Bridget
Jones, Ally McBeal oder
Cora Frost hat Sex
and the City mehr
zu bieten als pure
Identitätsstabilisierung
für Paarfrauen und
Mütter...
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