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Stefanie Hentschel:

 
   
Frauen allein zu Haus.
Keinen Mann fürs Leben, aber jede Menge Sex: Großstadt-Singles sind die neuen Lieblinge der Popkultur. Wieso eigentlich?
in: Brigitte Nr.25 v. 28.11.2001
 
       
   
     
 

Kommentar

Stefanie HENTSCHEL kann zwischen Bridget Jones, Ally McBeal, Cora Hübsch ("Mondscheintarif") und Carrie Bradshaw ("Sex and the City") keinen Unterschied sehen, sondern nur eine Gemeinsamkeit:

"Sie haben Männer. Nicht den einen, den sie unbedingt wollen, den zum Kinderkriegen und Über-den-Feiertag-Wegfahren. Aber jede Menge andere".

HENTSCHEL wundert sich über den Rückfall ins Single-Dasein, nachdem vor kurzem erst Heiratsfilme "in" gewesen sind und fragt sich, deshalb warum diese Single-Serien so erfolgreich sind. Ihre Analyse beginnt sie mit dem Satz:

"Denkbar wäre natürlich, dass die 13,8 Millionen Singles in Deutschland, oder zumindest deren weibliche Hälfte, in den Büchern, Serien und Filmen Trost und Bestätigung finden."

Es ist immer noch nicht bis zu HENTSCHEL durchgedrungen, dass Menschen, die einen Einpersonenhaushalt führen, nicht identisch sind mit Partnerlosen im mittleren Lebensalter! Weibliche Partnerlose zwischen 30 und 40 Jahren sind eine Minderheit . Die meisten Frauen, die einen Einpersonenhaushalt führen, sind ältere Witwen und im mittleren Lebensalter dominieren die Männer. Der Umstand, dass Berichterstatter in den Medien überproportional zu dieser Minderheit gehören, verleiht dieser zwar eine überdeutliche Stimme, nichtsdestotrotz sind diese Medien-Yuppies zahlenmässig irrelevant! Von daher ist HENTSCHELs zweite These auch ohne Umweg über den "Mythos Single" glaubwürdiger:

"Wahrscheinlicher ist, dass gerade Nicht-Singles diese Erzeugnisse brauchen."

Single-Serien dienen also der Identitätsstabilisierung von unzufriedenen Paarfrauen und Müttern:

"Wäre Single bleiben nicht auch ganz dufte gewesen? Aber dann lesen sie, wie Bridget Jones ihr Gewichts-Tagebuch führt, und freuen sich, dass sie (...) jemanden haben, der sie nicht gleich wegen der kleinen Speckrolle unterm Bauchnabel verlassen wird. Und dann ist alles gut, und alle sind glücklich."

Aber vielleicht liegt HENTSCHEL doch nicht ganz so richtig, wenn sie keinen Unterschied zwischen den genannten Serien macht. Im Gegensatz zu Bridget Jones, Ally McBeal oder Cora Frost hat Sex and the City mehr zu bieten als pure Identitätsstabilisierung für Paarfrauen und Mütter...

 
     
 
       
     
   

zitierte Literatur

 
     
   

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Bernd Kittlaus
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Stand: 19. August 2015
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