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Kommentar
Die Angst der
Modernisierungsgewinner vor dem sozialen Absturz (siehe hierzu
Barbara EHRENREICH) wird nun auch zum
Thema der Generation Berlin:
"Der
unternehmerische Einzelne wurde (...) zum
leitenden Lebensführungsmodell. Am Ende
verlangt sogar die eigene
Zukunftssicherung von jedem von uns ein
unternehmerisches Portfolioverhalten mit
verschiedenen Einzahlungs- und
Anlagestrategien. Genau bei den Gruppen,
die das zuerst verstanden und praktiziert
haben, macht sich jetzt das Gefühl
breit, zu den Angeschmierten zu gehören.
Hier setzt der gegenwärtige Populismus
an. Er greift die latente Statuspanik der
fortgeschrittenen Fraktionen der
Mittelklassen auf und thematisiert die
Fragen, die in Zukunft als problematisch
angesehen werden. (...) Die Themen des
postmodernen Populismus heißen: innere
Sicherheit, Bildung und Gesundheit."
Wie Konrad ADAM macht sich
BUDE zum Anwalt der
Modernisierungsgewinner (Drohung mit Exit) und wie Ralf
DAHRENDORF sieht BUDE
in der Sehnsucht dieser Gewinner mit
"Status-Panik" nach der
"anständigen"
(Klassen)gesellschaft und
Autoritarismus den
Kern des neuen Populismus:
"Die
Entgrenzung des Gefährdungsgefühls ist
das eigentliche Thema des neuen
Populismus. Er (...) ist (...) dadurch
charakterisiert, dass er Probleme in der
Gesellschaft aufgreift, für die er
einerseits im Sozialen repressive
Lösungen vorschlägt, in der Wirtschaft
aber liberale parat hält. Diese Mischung
aus Liberalismus und Autoritarismus
kennzeichnet einen neuen
Populismus."
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