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Die Single-Partner
"Im Auftrag von FOCUS hat der
Mainzer Professor Schneider die Daten seiner Studie »Berufsmobilität und Lebensform«
(...) noch einmal speziell ausgewertet. Das Ergebnis
beantwortet die Fragen, wer in einer Fernbeziehung lebt
und aus welchen Gründen". |
Kommentar
"Eine ganze Generation akzeptiert für die
Leidenschaft zum Beruf Nachteile für die Liebe zum Partner",
behauptet SACHSE.
Betrachtet man sich die
Fallgeschichten, dann scheint dies zu stimmen, denn es werden nur
Paare vorgestellt, die mit der Fernbeziehung einen Karrieresprung
verknüpfen.
Angesichts der Tatsache, dass
heutzutage die
Angst
vor dem Absturz vorherrscht und statt Aufstieg die Vermeidung des
Abstiegs Priorität hat, fragt man sich, ob der FOCUS noch auf der
Höhe der Zeit ist, denn
selbst die Generation Golf leidet unter der Jobkrise
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Mobil, flexibel, gebunden
"Im Auftrag von FOCUS hat der
Mainzer Professor Schneider die Daten seiner Studie »Berufsmobilität und Lebensform«
(...) noch einmal speziell ausgewertet. Das Ergebnis
beantwortet die Fragen, wer in einer Fernbeziehung lebt
und aus welchen Gründen", |
schreibt SACHSE. Was dann zu lesen ist, das ist
weder neu, noch sensationell und da die Daten von Norbert F.
SCHNEIDER noch vor der Jobkrise erhoben wurden, ist die
gegenwärtige Lage von Fernliebenden auch kein Thema.
Ein paar Grafiken und Diagramme
veranschaulichen für die lesefaule und zahlengläubige Info-Elite
die wichtigsten Aspekte der Lebensformen, wobei zwischen der eher
freiwilligen Paarform "Living apart together" und der eher beruflich erzwungenen "Long Distance Relationship" (Fernliebe) unterschieden wird.
"Der hohe Mobilitätsdruck und
ein neues Partnerschaftsideal kreieren immer mehr Fernbeziehungen"
heißt es weiter. Mobilitätsdruck heißt neben der beschriebenen
Aufwärts- eben auch die nicht erwähnte Abwärtsmobilität.
SACHSE schreibt, dass in den USA
erst seit Ende der 90er Jahre über Fernliebende geforscht würde.
Tatsächlich jedoch sind die USA Vorreiter.
Bereits Ende der 70er Jahre finden
sich Untersuchungen zu "Married Singles" oder zur "Commuter- bzw. Long-Distance-Marriage". Im Gegensatz zu
Europa stehen in den USA jedoch traditionell die ehelichen Formen
dieser Lebensform im Vordergrund.
Guy BODENMANN, Direktor des
Instituts für Familienforschung in Fribourg gibt Tipps für die
Fernliebe, auf die der gesunde Menschenverstand auch von alleine
kommt.
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In
der Ferne so nah

"Mindestens
jede achte Liebe ist inzwischen eine Fernliebe. Vier
Millionen Menschen wollen oder müssen regelmäßig Abschied
voneinander nehmen. Die Tendenz ist steigend, es gibt
inzwischen eine »Generation mobil«.
Welche
Chancen und Risiken bergen diese Wochenendbeziehungen?
Fördert das getrennte Zusammenleben Selbstverwirklichung
oder Entfremdung? Wird das Leben ohne gemeinsamen Alltag
intensiver oder verliert es an Sinn?
Die
Autoren, selbst ein Fernliebepaar, befragten über 100
Betroffene, wie sie ihre Liebe auf Distanz leben, wie sie
den Abschied zelebrieren oder die Ankunft feiern. Sie
verraten ihre Tricks, die Sehnsucht zu lindern und die
Zeit allein zu genießen, ergänzt durch praktische Tips von
Therapeuten und Wissenschaftlern." |
Karin FREYMEYER, die zusammen
mit ihrem Single-Partner Manfred OTZELBERGER das Buch In der Ferne so nah veröffentlicht hat, darf die negativen
Seiten der Fernliebe vortragen.
Die
Partnerschaftsform
Living
apart together wird nur
kurz erwähnt:
"Laut Studie entscheidet sich
etwa ein Viertel der Paare freiwillig für zwei Wohnungen - und
finden genau darin ihr Glück. »Diese Menschen folgen einem neuen
Partnerschaftsideal, das auf Unabhängigkeit, Distanz und
individuelle Autonomie gründet, anstatt auf Gemeinsamkeit und Nähe
zu setzen«, weiß Soziologe Schneider. Das traditionelle Bild des
Paares, das sich als bedingungsloses Wir definiere, werde immer
häufiger abgelöst von einem Modell, bei dem die Vorteile des
Single-Lebens mit denen einer Zweiergemeinschaft verbunden werden.
Zu den Befürwortern dieser luxuriösen Sonnenschein-Beziehungen
gehörten viele Geschiedene, die unter schlechten Erfahrungen mit
dem Ex-Partner litten, sagt Schneider."
Diese Aussagen bleiben
hinter den Ergebnissen anderer Single-Studien zurück.
Bei Geschiedenen muss zwischen Frauen
und Männern (z.B. Ronald BACHMANN
) bzw. aktiv und passiv Getrennten (z.B. Jörg ECKARDT
) unterschieden werden.
Alle Single-Studien weisen
darauf hin, dass Distanzbeziehungen in erster Linie von Frauen
angestrebt werden, während geschiedene Männer mit diesem
Arrangement schlechter zurecht kommen. |
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