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Medienrundschau:
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News vom
01.-15. April 2002
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Zitat
des Monats:
"Die
wachsende Überalterung des deutschen Volkes
steigt andauernd (...). Heute stehen 67 Prozent
der Bevölkerung im produktiven Alter (...).
Diese Zusammensetzung der Bevölkerung ändert
sich stetig zuungunsten des Prozentsatzes der im
produktiven Alter Stehenden, weil die
Langlebigkeit wächst und die Geburtenzahl
abnimmt."
(Konrad Adenauer
in seiner Regierungserklärung vom 20.10.1953,
zitiert nach Spiegel vom 15.09.1954, S.10) |
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Time-Titelgeschichte:
Babies vs. Career.
Which should come first for
Women who want both? The harsh facts about fertility
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- SCHWARZ,
Patrik (2002): Mit Müttern in den Wahlkampf.
Der
neue Trend bei den Grünen: Drei junge Mütter
haben bereits aussichtsreiche Listenplätze für
die Bundestagswahl. Das freut auch die alten
Väter Kuhn und Fischer,
in: TAZ v. 15.04.
- Inhalt:
"Nach Männern,
die stricken, und Frauen, die auf Männer
pfeifen, befördert die grüne Partei
eine neue gesellschaftliche Avantgarde in
die Politik: Mütter, die stolz
sind", so lautet das Fazit von
SCHWARZ mit Blick auf Baden-Württemberg.
Dort hat die33-jährige Mutter eines
zweijährigen Sohnes Kerstin ANDREAE
"mit ihrem Bekenntnis zur
Mutterrolle aus dem Stand den sicheren
Listenplatz 5 errungen und dabei die
etablierte Außenpolitikerin Rita
Griesshaber verdrängt."
Zusammen
mit
Ekin
DELIGÖZ und
Katrin
GÖRING-ECKARDT gehört
Kerstin ANDREAE nun zu den drei Vorzeigemüttern der
Grünen.
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- SAUERBORN,
Werner (2002): Das Geschlechterverhältnis bleibt
unangetastet.
Klassische
Frauenpolitik hat ihre selbst gesteckten Ziele
nicht erreicht und ist in einer tiefen Krise, die
sie kaum reflektiert,
in: Frankfurter Rundschau
v. 15.04.
- Kommentar:
Der
Gewerkschaftssekretär SAUERBORN fordert
eine Neuorientierung der Frauenpolitik.
Waren die
Gewerkschaften bislang Garanten des alten
patriarchalen Familienideals aus den 50er
Jahren, das im Mann den Familienernährer
sieht, so soll sich dies nun ändern.
Der
Verdi-Funktionär kritisiert jedoch nicht
diese gewerkschaftliche Traditionslinie,
sondern attackiert zeitgeistgemäß -
im Einklang
mit dem Postfeminismus der Generation
Golf und der
postfeministischen
Männerbewegung - die
betriebliche Frauenpolitik, die sich im
System der Frauenbeauftragten
manifestiert hat.
Vereinfacht
ausgedrückt: Statt Frauenpolitik für
Kinderlose und
kinderreiche Frauen im
Niedriglohnsektor soll nun
Politik
für die Mütterelite der Neuen Mitte betrieben
werden.
Mit dem modischen
Begriff der
"Geschlechterdemokratie"
umschreibt SAUERBORN die Anforderungen an
eine neue Geschlechterpolitik. Dazu
gehört die Modernisierung des
Ehegattensplittings, Rentenrechts,
Elternurlaubs und der öffentlichen
Kinderbetreuung.
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- HENSCHEID,
Eckhard (2002): Vom Ende der Spassgesellschaft.
Oder: Ist alles gar nicht
wahr?
in: Neue Zürcher Zeitung
am Sonntag v. 14.04.
- Inhalt:
"Gemeint war
und ist mit der
Spassgesellschaft eine Art
dämonischer Neohedonismus
spätheinesch-postnietzscheanischer
Dionysität, kurz, die Durchgeknalltheit
sämtlicher dazu entschlossener
Deppen,"
bringt HENSCHEID den
Begriff auf eine langatmige Formel, um am
Schluss zu fordern:
"Stoppt
Scholl-Latour!
Mit Ausnahme mancher Durststrecken des
Hochmittelalters war die
Spassgesellschaft wohl stets
dominant."
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- ALBERS,
Markus (2002). "Bastelclubs statt
Pflichtjahr".
Er
beriet Schröder und Stoiber: Nun fordert
Deutschlands führender Soziologe Ulrich Beck
Alternativen zur Dienstpflicht und kritisiert
mutlose Politiker,
in: Welt am Sonntag v. 14.04.
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SZ-Thema
"Ausgehen in München"
- Kommentar:
Selbst die
singlefeindliche SZ hat rechtzeitig zur
Frühjahrssaison ihr Herz für die
Singles entdeckt und bietet Ausgehtipps -
nicht nur für Paarungswillige.
- MAYER,
Christian (2002): "Enge kommt den
Singles zugute".
Wo geht was? Eine Psychologin über
Bühnen, Blicke und Begegnungen
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.04.
- Inhalt:
Bummel durch
Münchner Bars
("Centrale",
"Schumann's",
"Pacha") mit der
Psychologin Christiane TRAMITZ
- MAYER,
Christian (2002): Stenz, Desperado,
Häppchenjäger.
Orte
mit Reizklima: Lokale, in denen man gut
flirten kann ein Ratgeber für
unterschiedliche Flirt-Typen
in: Süddeutsche
Zeitung v. 13.04.
- Inhalt:
MAYER hat
die Flirt-Typen gemäß dem
bevorzugten Flirtort in
Arbeitstiere (After Business bzw.
Work -Anhänger), Desperados
(Flirt-Partys), Häppchenjäger
(Restaurants), Schöngeister
(Bistros), Teenie-Schwarm
(Szene-Treffs) und Stenze
(eigentlich überall zu Hause)
eingeteilt.
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- BURGHARDT,
Peter (2002): Das Boot ist oll.
Was
passiert, wenn die Pyramide kippt? In Madrid ging
die zweite UNKonferenz zum Thema Altern zu
Ende,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.04.
- Kommentar:
BURGHARDT hat einen
typischen klischeehaften SZ-Artikel mit
den üblichen Schuldigen verfasst:
"Das
Problem der Jahrgänge betrifft ja
längst nicht mehr hauptsächlich die
reichen Nationen, wo verwöhnte Ehepaare
lieber in die Karibik reisen, statt auf
die Kleinen aufzupassen, oder Singles ihr
Cabrio den Windeln vorziehen. Sie
belastet trotz Bevölkerungsexplosion
auch zunehmend den Süden".
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- WUTTKE,
Claudia (2002): Drei Männer im Netz.
Im Park oder auf der Straße
liegt er leider nicht herum: der Traummann,
ledig, unkonventionell, tageslichttauglich und
anschmiegsam. Vielleicht findet er sich im
Internet,
in: Frankfurter Rundschau
v. 13.04.
- Inhalt:
WUTTKE testet den
Internet-Singletreff www.datingcafe.de. Und zum
Schluss bleibt nur einer übrig:
"Sven
hat sich nicht abschrecken lassen. Er hat
angerufen, einen Tag, bevor ich mich im
Internet-Treff abgemeldet habe.
Inzwischen haben wir uns zweimal gesehen.
Er ist wirklich ein klasse Mann:
charmant, gut aussehend, witzig und seit
18 Jahren glücklich gebunden. Er hatte
sich im Internet-Treff angemeldet, um
eine Reportage zu recherchieren. Aber ich
war die einzige, die ihm gern Auskunft
erteilt hätte."
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FREUND,
Wieland (2002): Schön war die Zeit.
...aber
jetzt wird es wieder ernst: "Empire",
die Wendung der Postmoderne ins Soziale und warum
Schriftsteller die Gesellschaft wieder von unten
betrachten
in: Welt v. 13.04.
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- SCHÜTTE,
Gisela (2002): Wohnungen am Fleet sollen
Innenstadt beleben.
Architekt
Fuksas baut nach historischem Vorbild -
Zielgruppen sind junge Singles und ältere Paare,
in: Welt v. 13.04.
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NZZ-Zeitfragen
"Deponieren und fördern"
- PETROWSKAJA,
Katja (2002): Rückschau auf die
sowjetische Didaktik für die Kleinsten.
Lenin plus Klavier - Grundausstattung der
Kindertagsstätten,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 13.04.
- ARNDT,
Mareile (2002): Ideologie der
Kleinkinderbetreuung.
Mehr
weltanschauliche als pädagogische
Argumente einer alten Diskussion,
in: Neue Zürcher
Zeitung v. 13.04.
- GEISEL,
Sieglinde (2002): Verantwortung für
den «Arbeitsplatz Kind»
Fremdbetreuung im
Vorschulalter zwischen Ideologie und
Konjunktur
in: Neue Zürcher
Zeitung v. 13.04.
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- BERG, Sibylle
(2002): So muss es in der Hölle sein.
Neuerdings
gibt es Liebesschmerzkongresse, Vereine für
Liebeskranke und eine Produktlinie für
Verlassene. Alles Unsinn. Bei Liebeskummer helfen
weder Ratgeber noch Selbsthilfegruppen. Was uns
verrückt macht sind gestorbene Träume.
Eigentlich wollen wir zurück in die Zeit, als
wir eins mit der Mutter waren.
Bedingungslosigkeit wollen wir, danach suchen wir
und werden immer enttäuscht werden.
in: Weltwoche Nr.15 v.
12.04.
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- RITZENHOFEN,
Medard (2002): Diesmal ein stille Revolution.
Beinahe unbemerkt setzte
sich die Grande Nation an die Spitze des
europäischen Fortschritts,
in: Rheinischer Merkur
Nr.15 v. 11.04.
- Kommentar:
RITZENHOFEN
präsentiert das katholische Frankreich
als europäischen Musterknaben:
"Mit
allseits Staunen erregenden
Wachstumsraten profilierte sich das Land
zwischen dem Sommer 1998 und Frühjahr
2001 als europäische
Konjunkturlokomotive. Gleichzeitig
führte die Linkskoalition die
35-Stunden-Woche ein, die seit Beginn
dieses Jahres für alle Betriebe
gesetzliche Gültigkeit hat."
Spassgesellschaft und
Babyboom sind aufgrund der 35-Stunden
Woche in Frankreich vereinbar:
"Verlängerte
Wochenenden laden zu Kurzreisen ein.
Restaurants, Kinos und
Fitnessstudios melden
verstärkte Umsätze. Die neu gewonnene
freie Zeit belebt nicht nur die
Freizeitindustrie, sondern kommt auch den
Familien zugute. Berufstätige Eltern
kümmern sich mehr um ihre Kinder."
RITZENHOFEN
knüpft an die Tradition des
deutsch-französischen Geburtenwettlaufs
(siehe
GUILLEBAUD) an, wenn
er anmerkt:
"Da (...) der Alterungsprozess der
Gesellschaft weniger stark ausgeprägt
ist als in Deutschland könnte Frankreich
- laut langfristiger Kalkulationen - im
Jahr 2040 oder 2050 mehr Einwohner
zählen als Deutschland."
Die
Behauptung von RITZENHOFEN, dass dies die
Franzosen - trotz weniger Zuwanderung
vollbracht haben - ist eine Mogelpackung.
Dieter
OBERNDÖRFER hat darauf
hingewiesen, dass in Frankreich Menschen,
die bei uns als Zuwanderer gezählt
werden würden, als Franzosen in die
Statistik eingehen (siehe FR vom
21.02.2002).
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- GALL,
Insa (2002): St. Georg: Zwischen Agonie und
Aufbruch.
Bürgermeister
informierte sich vor Ort über die Probleme. Von
Beust will mehr Wohnraum schaffen
in: Welt v. 11.04.
- Kommentar:
Der Hamburger
Stadtteil St. Georg soll weiter
aufgewertet werden.
Die Grünen
waren bei der Bürgerschaftswahl im
September 2001 nach der SPD (37,2 %) die
zweitstärkste Partei (20,4 %).
Jugendstilgebäuden,
city- und alsternahe Lage sind ideale
Voraussetzungen einer
Yuppisierung. Doormen
sollen die Sicherheit erhöhen und mit
einem Apartment-Hotel sollen
Geschäftsreisende angelockt werden.
Nur die
Drogen- und Prostituiertenszene stört
die
Inbesitznahme
des Quartiers durch die
Family-Gentrifier.
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VEIEL, Axel (2002): Die Betagten von
Madrid.
Beim Alten-Gipfel der UN ist positives Denken erwünscht, doch
zunehmende globale Probleme machen dies schwer,
in: Frankfurter Rundschau v. 11.04.
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- FACTS-Coverstory:
BRÜDERLEIN,
Ruth und Nina MERLI (2002): Du bist mein.
Ein
bisschen Eifersucht wird als Liebesbeweis fast
erwartet. Wird sie jedoch zu stark, zerstört sie
die Liebe. Gefeit ist davor niemand,
in: Facts Nr.15 v. 11.04.
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MAX-Titelgeschichte:
Der Traum vom Kind.
Neue Modelle für die junge
Familie. Wie wir alles besser machen als unsere Eltern
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- SIEGERT,
Almut (2002): Generation Fruchtzwerg.
Es gibt so viele
Wege wie nie, Kinder, Karriere, Lifestyle
und Freunde miteinander zu verbinden.
JUNGE ELTERN machen es vor. Lässig
integrieren sie die Kleinen in ihr Leben
und wollen vor allem eines: Spaß,
in: MAX Nr.9 v.
11.04.
- WILKE,
Stefanie (2002): Single mit Kind.
Eine neue Generation
von ALLEIN ERZIEHENDEN macht mobil: Das
Modell der Ein-Eltern-Familie ist für
immer mehr junge Mütter und Väter ganz
normal. Jetzt muss nur noch die Politik
ihr Herz für Kinder entdecken,
in: MAX Nr.9 v.
11.04.
- MAX
(2002): Panne im Gesetz.
Der Verband
alleinerziehender Mütter und Väter
(VAMV) mischt sich erfolgreich in die
Steuergesetzgebung ein,
in: MAX Nr.9 v.
11.04.
- WILKE,
Stefanie (2002): Der Mutter-Gau.
Gute Vorsätze sind
etwas Schönes. Leider kann man sich
nicht immer an sie halten:
MAX-Redakteurin Stefanie Wilke über den
bislang größten Störfall in ihrer
Karriere als Super-Mami,
in: MAX Nr.9 v.
11.04.
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- BAUM, David
& Anne PHILIPPI (2002): Das Rätsel
Houellebecq.
Ist der französische
Starautor Michel Houellebecq ein echtes
literarisches Genie oder bloß ein rechter
Provokateur? MAX machte den Text - und zog mit
ihm eine Nacht lang durch Berliner Clubs,
in: MAX Nr.9 v. 11.04.
- Kommentar:
Wenn
HOUELLEBECQ eines
Tages nur noch kindliches Lallen von sich
geben würde, es würde sicher gedruckt
und seitenlang interpretiert!
Zwei Sätze
von HOUELLEBECQ sind der Schlüssel zum
Text: "Der Hauptvorwurf an mich ist
nicht, dass ich rechts wäre, sondern
dass ich indifferent bin." Und:
"Ich habe das nur gesagt, weil es
der Interviewer hören wollte."
Das
Wichtigste für ein People-Magazin: Das
Interview fand bei einer Berliner
Clubtour statt, begann im Restaurant
"Borchardt" und endete in der
"Greenwich-Bar". In ersterer
muss man Holzfäller-Hemden tragen, um
als VIP eingeordnet zu werden!
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- GOTHE, Karin
(2002): Zu elft ans Ende der Tage.
Sie fingen in ihren späten
Jahren ein neues Leben an, sie sind der Stolz
eines Göttinger Wohnprojekts - wie Frauen in der
Gemeinschaft alt werden,
in: Süddeutsche Zeitung v.
10.04.
- Inhalt:
GOTHE berichtet
über ein Göttinger Prestigeprojekt:
eine Alten-Wohngemeinschaft in einer
Jugendstilvilla im schönen Göttinger
Ostviertel.
Dort
dürfen elf Pioniere des Seniorenlebens
die Zukunft proben. Das Spektrum der
Frauen reicht von der 72jährigen
Wen-Do-Trainerin, die per
Handkantenschlag Betten zertrümmert, um
die Empowerment-Theorie ("Jeder
Mensch kann durch Herausforderungen
lernen und wachsen - egal wie alt er
ist") zu demonstrieren, über die
Psychotherapeutin, Werbekauffrau
("Ich lass mich in Scheiben
schneiden , für einen Professor"),
Waldorflehrerin bis zur
Dreigroschenoper-schmetternden
Ostpreußin.
Männer
sind erwünscht, wenn sie sich vom
"bekocht oder bebügelt werden"
verabschiedet haben. In dieser
Altersgruppe offenbar noch nicht zu
finden.
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- BAUER,
Friederike (2002): Ein demographisches
Beben.
Die Weltkonferenz zu
Fragen des Alterns,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 09.04.
- Kommentar:
Bereits
Begriffe wie
"Überalterung" sind
nicht wertfrei, sondern
implizieren, dass die
Bevölkerung ZU SEHR altert.
Tatsache
ist jedoch, dass die Deutschen
bei der Lebenserwartung
keineswegs führend sind. Die
Rede von der
"Alterslast" definiert
das Alter ebenfalls als
defizitär. Altersforscher weisen
dagegen darauf hin, dass das
Alter auch als Chance begriffen
werden muss und ein neuer Markt
entstehen wird, dessen Potenziale
heutzutage nicht genügend
erkannt werden.
Das
Motto der Konferenz ist deshalb
positiv formuliert: "Eine
Gesellschaft für alle
Lebensalter".
- EHRENSTEIN,
Claudia (2002): 2050 sind zwei Milliarden
Menschen über 60 Jahre alt.
UN-Konferenz
in Madrid beschäftigt sich mit den
Folgen der alternden Weltbevölkerung.
Neue Systeme zur Altersversorgung,
in: Welt v. 09.04.
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- TEERLING,
Marit (2002): Zu jung fürs Kind.
Die Zahl der
Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen ist
in Deutschland um 20 Prozent gestiegen,
in: Tagesspiegel v. 09.04.
- Kommentar:
Das Presseamt des
Statistischen Bundesamt in Wiesbaden hat
am 08.04.2002 gemeldet: "Zahl
der Schwangerschaftsabbrüche im Jahr
2001 fast unverändert".
Dies war
dem Tagesspiegel zu wenig reißerisch,
also hat sie sich dem Teilaspekt der
Zunahme von Schwangerschaftsabbrüchen
von Minderjährigen gewidmet. Leider
sagen diese Zahlen erst einmal nicht
viel. Wenn sich die Zahl der
Minderjährigen in dieser Altersgruppe
auch um 20 % geändert hätte, dann
ergäbe sich relativ gesehen keine
Veränderung. Aber diese wichtige Zahl,
die dem Leser ermöglicht die
Veränderung selbst zu beurteilen, wird
weder in der Pressemeldung des
Bundesamtes noch im Tagesspiegel-Bericht
erwähnt.
Von der
Zunahme von Abtreibungen schließt die
Autorin weiterhin auf die
Zunahme von
Teenagerschwangerschaften
und fragt deshalb,
ob Deutschland englische Zustände
drohen. Dort versucht man mit Kampagnen
wie
"Es
ist okay, Jungfrau zu sein" dem Trend
entgegenzuwirken.
Die Autorin
macht den immer früheren Sexualverkehr
für das Phänomen verantwortlich, aber
Teenagerschwangerschaften sind immer auch
die unerwünschten Nebenfolgen einer
Aufwertung des Kinderhabens.
KAUFMANN listet
z.B. für das Jahr 1957 die Zahl von
Geburten der unter 20jährigen für die
BRD auf. Danach wurden damals 19.624
Kinder von unter 18jährigen Mädchen
geboren. Im Jahre 1999 waren es gemäß
TEERLING nur noch 10.082, wobei insgesamt
über 200.000
weniger Kinder
geboren wurden. Obwohl
die Geburtenzahlen sich nur um ca. 25 %
verringert haben, haben sich die
Teenagerschwangerschaften fast halbiert.
Dies sollte das Ausmaß der heutigen
Probleme in diesem Bereich relativieren.
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- PÖTTER,
Bernhard (2002): Auch Arschlöcher haben Kinder.
Traurig,
aber wahr: Wenn man Nachwuchs aufzieht, wird man
nicht unbedingt zu einem besseren Menschen,
in: TAZ v. 09.04.
- Kommentar:
Die
GASCHKEs
dieser Welt würden
PÖTTER als Antiautoritären beschimpfen,
während sich der Autor selbst als
Liberaler gegen die sozialschwachen
Eltern abgrenzt, die ihren Kindern gleich
eine Ohrfeige verpassen, wenn sie nicht
folgen.
Nichtsdestotrotz:
Die Politik erfordert von einem
Politikaktivisten strategische Allianzen
auch mit jenen Eltern, die man partout
nicht ausstehen kann. Man prügelt da
lieber öffentlich auf die Singles ein,
selbst wenn der beste Freund einer wäre.
Dies ist
die normale Alltagsschizophrenie der
Trennung von Privatheit und
Öffentlichkeit. Liberal anstatt
alternativ eben...
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- OHLAND,
Angelika (2002): Maik war einfach nicht naiv
genug.
Die
schönen Ideen von damals und der Haufen
Scheiße, der aus ihnen geworden ist: Bodo
Morshäuser beschreibt die Sektenszene der
70er-Jahre. Der Roman "In seinen Armen das
Kind" enthält Sätze wie: "Für freie
Liebe taten sie alles",
in: TAZ v. 09.04.
- Inhalt:
OHLAND stört es,
dass MORSHÄUSERs
Roman
"In seinen Armen das Kind" die
Verfehlungen einer sektiererischen
Minderheit für das Porträt einer ganzen
Generation ausgibt:
"Im
Einzelnen ist dieser Roman über
»Unzucht und Ordnung« sehr genau und
dabei passagenweise spannend. Als solider
Unterhaltungsroman mit
zeitgeschichtlichem Hintergrund und
einigen netten satirischen Schlenkern
verdiente dieses Buch Lob - wenn es nur
nicht dauernd mehr sein wollte."
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- EHLING,
Holger (2002): Der Familienmensch.
Nach
der Kirch-Pleite kann es nicht schaden, sich
Rupert Murdoch genauer anzuschauen. Bei ihm
heißen Kinder Expansion - vor kurzem ist er
wieder Vater geworden,
in: Welt v. 09.04.
- Kommentar:
EHLING hat ein
potentes männliches Exemplar gefunden,
das seine These beweisen soll, dass
Kinderzeugen und beruflicher Erfolg Hand
in Hand gehen. Wie erklärt Herr Ehling
die Tatsache, dass sowohl in der
Oberschicht als auch in der Unterschicht
die Kinderzahl am größten ist? Offenbar
ist der Zusammenhang doch nicht so simpel
wie der Darwinist das gerne hätte!
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- RAMELSBERGER,
Annette (2002): Wo Altersheime die Zukunft sind.
In Grimmen wandern ganz
Schulklassen in den Westen ab,
in: Süddeutsche Zeitung v.
09.04.
- Kommentar:
RAMELSBERGER war im
Osten, dort wo es zwar eine
kinderfreundliche Infrastruktur gibt,
aber kaum Menschen mehr, die dort eine
Familie gründen möchten.
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- THIMM, Katja
(2002): Lust im Land der Liebe.
Sind die Franzosen wirklich
so triebfixiert, wie es die Skandalautoren der
Grande Nation derzeit verkünden? Eine
Großstudie enthüllte nun das wahre Sexualleben
der Franzosen,
in: Spiegel Nr.15 v. 08.04.
- Kommentar:
Was der Untertitel
verspricht, das kann die Studie nicht
halten.
MOSSUZ-LAVAU
hat eine nicht-repräsentative
Interviewstudie ("La
vie sexuelle en France")
durchgeführt und dazu 140 Gespräche mit
17-72 jährigen Franzosen geführt.
Dadurch wird es zwar möglich die
Bandbreite des sexuellen Verhaltens zu
erfassen, aber über das Vorhandensein
oder auch Nicht-Vorhandensein von Normen
kann diese Studie keine Aussagen machen.
Eine
sexuelle Misere - wie sie von
Michel
HOUELLEBECQ
beschrieben wird - gibt es nach Ansicht
von MOSSUZ-LAVAU nicht. Dies ist mit
ihrer Studie jedoch letztlich nicht zu
beweisen. Außerdem gilt immer noch, dass
auch die Romane von HOUELLEBECQ Fiktion
sind,
obgleich
sie authentisch daherkommen.
Das Beste
ist deshalb die Anekdote, die THIMM dem
Bericht vorangestellt hat.
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FR-Thema
"Zweite UN-Weltversammlung zu Fragen des
Alterns"
- VEIEL, Axel
(2002): Der Gipfel der Kooperation.
Globale Aufgabe: In
Madrid beginnt heute die Weltversammlung
über das Altern,
in: Frankfurter
Rundschau v. 08.04.
- VEIEL, Axel (2003): Im Schatten der
Palmen.
Der Traum deutscher Rentner vom Lebensabend auf Mallorca und was
daraus wird,
in: Frankfurter Rundschau v. 08.01.
- DESAI, Nitin
(2002): Wie wir alt werden.
Über die
gesellschaftliche Herausforderung eines
langen Lebens,
in: Frankfurter
Rundschau v. 08.04.
- LINK,
Christoph (2002): Warten auf die letzten
Tage.
Das Bild vom starken
afrikanischen Clan, der sich um die Alten
kümmert, stimmt längst nicht mehr,
in: Frankfurter
Rundschau v. 08.04.
- SCHWARZACHER,
Lukas (2002): High Tech statt Familie.
Japan hält den
Weltrekord des Alterns,
in: Frankfurter
Rundschau v. 08.04.
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- BARNSTEINER,
Catrin & Sandra GARBERS (2002): Sex and the
City.
Sarah
Jessica Parker, Hauptdarstellerin der
Single-Serie "Sex and the City", hat
ihren Fans das Schlimmste angetan: Sie ist
schwanger. Eine politisch unkorrekte Betrachtung,
in: Welt v. 08.04.
- Kommentar:
Wenn in Zeiten der
Bevölkerungspolitik ein
Single-Darsteller späte Mutter wird,
dann ist das immer eine Schlagzeile
wert...
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- RATH,
Christian (2002): Kindeswohl als örtliche
Angelegenheit,
Umgangsrecht
für nichteheliche Väter bleibt umstritten:
Bundesregierung akzeptiert Urteil des
Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte
nicht. Jetzt muss die Große Kammer des
Straßburger Gerichts entscheiden,
in: TAZ v. 08.04.
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- WADHWA, Soma (2002): Faster,
Lower, Frailer.
Young urban
Indians are paying a heavy price for their
obsession with upward mobility - their bodies are
becoming unwitting homes to crippling and fatal
lifestyle diseases,
in: Outlook India vom
08.04.
- Inhalt:
Bericht
über Yuppies in Indien
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- MECK, Georg (2002): Im
Porträt: Dietrich Mateschitz.
Der Milliardär mit der
Dose,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 07.04.
- Inhalt:
MECK porträtiert
den österreichischen Red Bull-Erfinder
und bekennenden Single Dietrich
MATESCHITZ:
"Eines
Tages, Anfang der achtziger Jahre, sahe
Mateschitz den Hersteller von einem der
'Energy drinks' ganz oben auf der Liste
der größten Steuerzahler - die Chance
für den Ausbruch aus dem
Leben in der
'Business Class'. 'Wichtige
Männer in grauen Anzügen. Das kann
nicht alles gewesen sein', dachte er
sich. Wenig Frauen, wenig Charme. Und
keine Chance, reich und berühmt zu
werden."
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- LODERER,
Benedikt (2002): Der Einzug der Urbaniten.
Die
Familienwohnung ist tot. Und auch die
Normalwohnung ist gestorben. Überlebt hat die
Spezialwohnung, die von Erfindungsgabe geformt
ist,
in:
SonntagsZeitung v. 07.04.
- Kommentar:
Es scheint ein
ehernes Gesetz der Wohnungspolitik zu
sein, dass sie immer eine Generation zu
spät kommt!
In den 50er
Jahren plante man Wohnungen für die
Vorortfamilie der Alleinverdiener. Ende
der 50er Jahre war dagegen das
Doppelverdienerehepaar Standard.
In den 70er
Jahren plante man Wohnungen für die
Doppelverdienerfamilien und es kamen
stattdessen die Singles.
Inzwischen
hat die Wohnungspolitik die Singles
entdeckt und die
Family-Gentrifier
der Generation Golf kommen
stattdessen.
LODERER hat
gerade die Yuppies und das Loft-Living
entdeckt!
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- BÖTSCHI,
Bruno (2002): Das Kind als Handtäschchen.
Kleinkinder
in Designerklamotten sind das ultimative
Ausstattungsobjekt von Eltern mit dickem
Geldbeutel,
in: SonntagsZeitung v. 07.04.
- Inhalt:
BÖTSCHI berichtet
über Kinder als Statussymbol
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- GERSTENBERG,
Nina (2002): "Die Bilder stimmen nicht
mehr".
Renate
Schmidt fordert Mentalitätswechsel in der
Familienpolitik,
in: Berliner Illustrierte
Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v.
07.04.
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- BERTHOLD, Norbert
(2002): Ein gefesselter Riese am Boden.
In der institutionellen
Verflechtungsfalle Deutschland hat sich eine
Mehrheit behaglich eingerichtet,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 06.04.
- Inhalt:
Norbert BERTHOLD,
ein Finanzwissenschaftler der
Universität Würzburg, möchte den
Sozialstaat abbauen, damit sich auch
Arbeit im
Niedriglohnsektor wieder
lohnt. Seine Reformvorstellungen beziehen
sich auf die Arbeitslosenversicherung und
die Sozialhilfe:
"Ein
zu geringer Abstand zum möglichen
Arbeitseinkommen raubt vor allem
Empfängern von Sozialhilfe mit Familie
und steigender Zahl von Kindern fast alle
Anreize, eine reguläre Arbeit
aufzunehmen".
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- KAMANN,
Matthias (2002). "Eine der wichtigsten
Städte der Welt".
Richard
Sennett und Saskia Sassen über Berlin, die
Zukunft der Metropolen und den Sozialstaat,
in: Welt v. 06.04.
- Inhalt:
Die amerikanischen
Soziologen
Richard
SENNETT und Saskia SASSEN
verteidigen den deutschen Sozialstaat:
"Sennett: Was jene Reformen
betrifft: In den USA und in
Großbritannien, wo sie vollzogen wurden,
funktionieren sie nicht. Dort schaut man
voller Neid auf die leistungsfähigen
Sozial- und Verkehrssysteme in
Deutschland (...).
Sassen: (...) Warum sollen diese wahrhaft
demokratisierenden Errungenschaften
plötzlich untragbar sein? Wer sie
loswerden will, bekommt ein Desaster wie
bei der Privatisierung der britischen
Eisenbahnen. Vielmehr muss man fragen:
Wie kann man die öffentlichen Finanzen
so reformieren, dass man diese
wunderbaren Dinge erhalten kann?
Sennett: Es mag ja sein, dass die
Deutschen zuweilen Recht haben mit dem
Gefühl, das manches nicht mehr so
weitergehen kann. Aber zu denken, dass
die angelsächsischen Länder ein Modell
für die Zukunft seien, ist grundfalsch.
Die USA sind ein rückwärtsgerichtetes
Land, ein Zukunftsmodell aus der
Vergangenheit. Die Krise des Systems ist
in Großbritannien und den USA wesentlich
gravierender als in Deutschland."
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- DRIBBUSCH,
Barbara (2002): Netzwerk der Liebe.
Was
ist die Familie wert? (2): Alle Parteien reden
heute von Familie und Kinderkriegen - und setzen
damit vor allem auf die Sehnsucht der Wähler
nach sozialer Zugehörigkeit
in: TAZ v. 06.04.
- Kommentar:
Erstaunliches muss
man lesen! Galt Bindungslosigkeit bei
Familienrhetorikern bisher als Ausdruck
von Hedonismus und damit als eine
sozialunverträgliche Form des
Lustprinzips, so wird daraus in der
Perspektive
der neuen Kinderpolitiksdoktrin eine
"Furcht der Menschen vor der eigenen
Bindungslosigkeit". Und Elternschaft
wird zur "narzistischen
Entlastung" umdefiniert.
In den
50er Jahren reichte es aus, auf das
Konzept der Reife zu verweisen, um die
Optionslosigkeit
(In den USA
nannte man dies damals Konformität) der Eltern
attraktiv zu machen.
Im
Zeitalter der Selbstverwirklichung muss
dagegen die Elternschaft als
Selbstverwirklichung und Wahl vermarktet
werden, um sie sexy zu machen. Wie
Stefan REINECKE in
der TAZ vom 04.04.2002 bereits
schrieb: Wenn es um "Kids für die
Rente" geht, ist auch so etwas
legitim!
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- HEINSOHN,
Gunnar (2002): Zu viele Söhne.
"Die
Zeit ist nicht auf unserer Seite":
Demografische Analysen werfen ein ungewohntes
Licht auf den 11. September und seine Folgen,
in: TAZ v. 06.04.
- Kommentar:
Traditionell war es
die Militärpolitik, die
bevölkerungspolitische Debatten
bestimmte. In seinem
Buch "Die
Tyrannei der Lust" hat z.B. der
Journalist Jean-Claude GUILLEBAU in dem
Kapitel "Die 'Gefahr der
Entvölkerung'" den
deutsch-französischen Geburtenwettlauf
nach dem Krieg von 1870 beschrieben. An
diesen militaristischen
Argumentationsstrang wird jetzt von
Gunnar HEINSOHN wieder im Rahmen des "Clash
of Civilisations" angeknüpft.
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- SOMMER,
Jürg H. & David S. GERBER (2002):
Altersvorsorge mit freier Pensionskassenwahl.
Das BVG-Korsett verursacht
Wohlfahrtsverluste,
in: Neue Zürcher Zeitung
vom 06.04.
- Kommentar:
Das
Schweizer Modell der Altersvorsorge wird
vor allem wegen seinem
Kapitaldeckungsverfahren als vorbildlich
angesehen. Die beiden Ökonomen finden
das System jedoch reformbedürftig. Es
hat in der Vergangenheit vor allem die
Ungleichheit weiter vergrößert. Von
einem wirtschaftsliberalen Standpunkt aus
betrachtet ist die Lösung klar: noch
mehr Wettbewerb unter den Pensionskassen
lautet das Rezept.
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- LOERZER,
Sven (2002): Engagement neben dem Job.
Immer mehr Berufstätige
melden sich zum Ehrenamt,
in: Süddeutsche Zeitung
vom 05.04.
- Kommentar:
LOERZER
berichtet über die Freiwilligenagentur www.tatendrang.de,
die Probleme mit der
Spassgesellschaft
hat. Arbeit soll Spaß machen und erst
recht jene, die freiwillig und kostenlos
geleistet wird. Die Agentur bietet jedoch
hauptsächlich
personenbezogene
Dienstleistungen, für die sich keine
Spaßarbeiter finden:
"Große
Nachfrage nach Helfern dagegen besteht vor allem in
Gemeinschaftsunterkünften, etwa zur Hausaufgaben- und
Familienbetreuung, sowie für Besuchsdienste in Altenheimen."
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- MEYER,
Iwona (2002): Generation Pippi,
in: Neue Luzerner Zeitung vom 05.04.
- Inhalt:
MEYER ist
die Selbstmitleidsmasche à la
Generation
Ally
leid.
Ally
McBeal
ist für sie keine Identifikationsfigur
wie Astrid LINDGRENs Pippi Langstrumpf,
die zwar den Girlies als Leitfigur dienen konnte, aber
für das Erwachsensein keine Orientierung mehr bietet:
"Deshalb lieber Gott:
Schick uns doch ein Vorbild, für das wir uns nicht zu
schämen brauchen." Eine Pippi für erwachsene Frauen eben!
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- OX
(2002): Besonders Singles stehen Schlange.
Immer
mehr Menschen bewerben sich in Frankfurt für
eine Sozialwohnung. Besonders hoch ist dabei der
Anteil der allein Stehenden. Am stärksten ist
unter den Bewerbern insgesamt die Altersgruppe
der 31- bis 40-Jährigen vertreten.
in: Frankfurter Rundschau
vom 04.04.
- Kommentar:
"Bemerkenswert
ist der hohe Anteil von Singles unter den
7289 Antragstellern. Sie bilden mit einem
Anteil von 45,5 Prozent die mit Abstand
größte Gruppe (...). Mit 58,1 Prozent
sind unter den Singles die Männer
besonders stark vertreten. Erstaunlich
ist auch die Altersstruktur der Bewerber
für eine Sozialwohnung. Die größte
Gruppe macht die der 31- bis 35-Jährigen
mit 1108 aus. Es folgen die 36- bis
40-Jährigen (1027) und die 26- bis
30-Jährigen (979). Mit 884 liegen die
21- bis 25-Jährigen auf dem vierten
Platz", schreibt der Autor erstaunt.
Erstaunt
sind jedoch nur jene, die Singles mit
Yuppies verwechseln.
In der neuen "Future
Living"-Studie des Zukunftsinstitut
von
Matthias
HORX wird diese Gruppe
lapidar als männliche "Frust-Singles"
bezeichnet: "Schlecht
ausgebildete 30- bis 45-Jährige, die von
anspruchsvollen Frauen nicht «abgeholt»
werden."
Der
Ungleichheitsforscher
Stefan
HRADIL hat bereits Mitte
der 90er Jahre auf die männlichen
Geringverdiener als wachsende Gruppe der
Problemsingles aufmerksam gemacht.
In den Medien wird
dieser Tatbestand tabuisiert. Weder
Feministinnen noch Familienrhetoriker -
jene Gruppen, die seit den 80er Jahren in
den Massenmedien das Thema Single
erfolgreich besetzen - haben ein
Interesse diesen Sachverhalt zu
thematisieren.
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- RB
(2002): Institut fordert Abbau des
Ehegatten-Splittings
in: Frankfurter Rundschau vom 04.04.
- Kommentar:
Das
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche
Institut (WSI) der Gewerkschaften fordert
einen moderaten Abbau des
Ehegatten-Splittings. Als Vorbild dient
nicht das System der
vollindividualisierten Familie (Schweden
oder Großbritannien), sondern der
österreichische Sozialstaat, dessen
Umbau in
Österreich
genauso umkämpft ist wie der deutsche
Sozialstaat. Dies mag daran liegen, dass
sich beide Systeme - und damit auch deren
Probleme - recht ähnlich sind.
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- REINECKE,
Stefan (2002): Freedom and demography.
Was
ist die Familie wert? (Teil 1): Die Deutschen
werden immer weniger. Das ist gut so. Denn der
Bevölkerungsrückgang wird der
Gleichberechtigung der Geschlechter nutzen
in: TAZ vom 04.04.
- Kommentar:
In der
linksalternativen Nische träumt REINECKE
davon, dass Hedonismus, Emanzipation und
Familienpolitik eine stabile Allianz
eingehen könnten:
"Der
demografische Zwang kann gewissermaßen
zu einem Feminismus durch die Hintertür
führen. Die Farbe Lila könnte wieder in
Mode kommen."
Ein
Blick in
die USA, das europäische
Ausland und nach Hamburg würde jedoch
genügen, um sich vom Gegenteil
überzeugen zu können. Überall sind
rechtspopulistische Parteien im Aufwind,
die einen antifeministischen Kurs
verfolgen und den
Alleinerziehenden &
"Kinderlosen" den Kampf
angesagt haben.
Am 26.03.2002 gab der
Freizeitforscher - und neuerdings als
"Zukunftsforscher" titulierte -
Pädagoge
Horst W.
OPASCHOWSKI der
Salzburger Nachrichten ein Interview, in
dem er ausspricht, was in deutschen
Zeitungen nicht gedruckt werden würde:
"Die
Frauen sind im Moment die stille
Reservearmee, bis die Zuwanderer kommen.
Sie werden hofiert werden, alle werden
von Ganztagsbetreuungen reden, von
Ganztagesschulen und Kinderhorten, weil
man weiß, dass sie hoch qualifiziert
sind und eben oft in Haushalt und Familie
verschwinden. Man möchte mehr aus den
Frauen herausholen, und das geht nur,
wenn man die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie schafft."
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- ALTENBURG, Matthias (2002):
Jetzt geht's wieder los.
Frühling
ist wie Pop: Man kann ihm kaum entkommen. Eine
Abrechnung mit einer penetranten Jahreszeit,
in: Die ZEIT Nr.15 vom 04.04.
- Inhalt:
Matthias
ALTENBURG
hat sich die Rezension von
Johanna
ADORJÁN in der FAZ vom 08.03.2002
zu Herzen genommen:
"weil
ich sowieso EINER GEGEN ALLES bin, sage
ich einfach, wie Molly Bloom am Ende
ihres langen Monologs: Ja, ich will, ja.
Frühlingniedermachen. Immer.
Gerne." Und warum? "Der
Frühling macht die Einsamen einsamer und
die Trauernden trauriger."
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- SCHLINDWEIN, Simone (2002):
Neue Erkenntnisse über echte und falsche
Singles,
in: Berliner
Morgenpost vom 04.04.
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- DPA (2002): Der Mythos der
Single-Gesellschaft verblasst.
90 Prozent der
Deutschen wollen in Partnerschaft leben,
in: Mannheimer Morgen vom
03.04.
- Kommentar:
Der
Mythos
Single
ist endlich auch in den Medien
angekommen!
"Viele große Medienstorys haben
über Jahrzehnte am Mythos von der
Single-Gesellschaft, von einsamen
Gestalten mit Mini-Menüs aus der
Mikrowelle, gestrickt.
Jetzt allerdings mehren sich Studien, die
ein ganz anderes Bild von künftigen
Lebensformen zeichnen: das von der bunten
Paar-, Familien- und
Freundesgesellschaft," heißt es in
dem Beitrag.
Dass erst
jetzt Studien ein anderes Bild zeichnen,
ist jedoch falsch. Bereits 1990
veröffentlichte Dorothea KRÜGER eine
Studie mit dem programmatischen Titel
"Alleinleben in einer paarorientierten Gesellschaft".
"Als
zentrale Fehlerquelle vieler Berichte
über den Single-Boom gilt die Statistik
selbst: Gezählt wird meist
die Zahl der Ein- Personen-Haushalte.
Diese wuchs tatsächlich nach Angaben des
Instituts der deutschen Wirtschaft in
Köln von 33,6 Prozent 1991 auf 36,1
Prozent 2000.
Haushalt
ist aber nicht gleich Person. Und der
Schluss, jeder Dritte sei partner- und
kinderlos, ist unzulässig. Man denke nur
an die
Job-Pendler, die neben
der Einsiedlerwohnung für die
Arbeitstage auch ein Haus fürs
Familienwochenende besitzen," heisst
es weiter.
Seit Mitte
der 90er Jahre ist bekannt, dass die
Haushaltsstatistik die Anzahl der
Partnerlosen und
Kinderlosen
überschätzt. Dies hat der
Familiensurvey des Deutschen
Jugendinstitut (DJI) belegt. Bis heute
ist dies jedoch für die
Berichterstattung folgenlos geblieben!
Immer dann, wenn die
Familienpolitiker das Wort
ergreifen, wird
dieser
Sachverhalt ignoriert.
Auch die
Konsumindustrie bedient
nicht in erster Linie den jungen
Partnerlosen, sondern die
individualisierte Familie oder die
alleinlebende Witwe:
"Die
von der Lebensmittel-Industrie
konzipierten Single-Kleinpackungen
landeten meist im Familienkühlschrank,
um die Sonderwünsche der Einzelnen zu
erfüllen".
Auch darauf
hat single-dasein.de schon des öfteren
hingewiesen.
- DPA
(2002): Eine Typologie der Alleinlebenden: Frust-
und Fun-Singles,
in: Mannheimer Morgen vom 03.04.
- Kommentar:
Das
Zukunftsinstitut von
Matthias
HORX
teilt die Alleinlebenden in 9
Single-Gruppen ein. Die Typologie
zeichnet sich in erster Linie durch
prägnante Begrifflichkeiten wie
"Fun-Single",
"Frust-Single" und
"Panik-Singles" aus. Ansonsten
bleibt die Kategorienbildung und
Beschreibung oberflächlich.
Unterschieden wird nach den üblichen
Kriterien wie Alter, Geschlecht, Bildung,
Netzwerktypen (Partner, Kinder),
Freiwilligkeit und Kaufkraft.
- DPA
(2002): Individualität ja, aber keine
Single-Gesellschaft,
in: Mannheimer Morgen vom 03.04.
- Kommentar:
In dem
Dpa-Interview mit Dirk KAESLER wird von
dem Marburger Soziologen das Paar als
bestimmende Lebensform der Zukunft
bezeichnet. Bereits im
Kommentar
zum Tagesspiegel-Artikel vom 18.03.2002
über HORX habe ich auf diesen Trend
hingewiesen.
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- ORF (2002): Die erfundene
Single-Gesellschaft.
"Es gibt
keinen Trend zur Single-Gesellschaft",
meinen Trendforscher,
in: ORF Online vom 03.04.
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- DPA
(2002): Nur wenige "Einzelgänger".
Der
Mythos der Single-Gesellschaft verblasst
Singles
gelten als Lifestyle-Vorreiter. Jetzt mehren sich
Studien, die ein anderes Bild zeichnen: das von
der bunten Paar-, Familien- und
Freundesgesellschaft.
in: Handelsblatt
vom 03.04.
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- WEBER, Julian (2002):
Feuilletongerechte No Future.
Jürgen Teipel
weckt alte Punk-Geister,
in: Jungle World Nr.15 vom
03.04.
- Kommentar:
WEBER hat
anlässlich der bevorstehenden Lesereise
von
Jürgen
TEIPEL
die Feuilletonbeiträge der Neue
Mitte-Zeitungen studiert und nach
Erklärungen gesucht, warum Punk nun
salonfähig geworden ist:
"Statt die Medien zu kritisieren,
wie Savage, wird die Definitionsmacht der
Presse in
Verschwende
Deine Jugend nicht
hinterfragt.
Die Reaktionen auf Verschwende Deine
Jugend waren vielleicht auch darum recht
einhellig: »Ein herrliches
Auskunftsbüro« (Zeit), »ein stolzes
Buch« (Süddeutsche Zeitung) oder »eine
Art Punk-Familienroman« (FAZ). Nach der
Lektüre von Verschwende Deine Jugend
bräuchte ihr kein Punk mehr mit
»Haste-ma-ne-Maak« zu kommen, befand
die Rezensentin im Modemagazin Tussi
Deluxe."
An der
Erklärung stört nur, dass auch
"England Dreaming" von Jon
SAVAGE in den Neue Mitte-Zeitungen breit
erörtert wurde. Viel eher gilt: Gab es
in den 80ern noch einen inszenierbaren
Gegensatz von Punks und Hippies, so
dominieren
heute die PUPPIES die
Feuilletonlandschaft.
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- SUCHSLAND, Rüdiger
(2002): Fahrradliebe.
Wang Xiaoshuais
"Beijing Bicycle" porträtiert das
zeitgenössische China mit dem Blick des
Neorealismus,
in: Frankfurter Rundschau
v. 03.04.
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- LAU, Mariam (2002): Der
unternehmerische Einzelne als Leitbild der
Berliner Republik.
Jenseits
von "Tunix" und Sozialstaat: Im
kommenden Tarifstreit geht es auch um eine neue
Vorstellung von Arbeit,
in: Welt vom 03.04.
- Kommentar:
Mariam
LAU
möchte den
Sozialstaat
still und leise abbauen. LAU spielt
Arbeitsplatzbesitzer und Arbeitslose
gegeneinander aus und auch die übliche
68er-Schelte fehlt nicht. Einzig die
Ökolibertären und ihr Nachfolgemodell
des Leitbildes vom
"unternehmerischen Einzelnen",
das
Heinz
BUDE
der
Generation
Berlin
auf den Weg gegeben hat, findet Gnade: Freiheit statt
Gleichheit!
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- CORINO,
Eva (2002): Verzweifelter Spott.
Katja Kullmann macht sich
auf die Suche nach einer halben Generation,
in: Berliner Zeitung vom
02.04.
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TAGESSPIEGEL-Tagesthema
"Familienpolitik"
- SIRLESCHTOV,
Antje & Hans MONATH (2002): Kinder,
Kinder.
Sie
versprechen viel: Die Union will
Familiengeld einführen, die SPD mehr
Betreuungsplätze und höheres
Kindergeld. Auch damit wollen beide die
Wahl gewinnen. Eines aber haben die
Kontrahenten Edmund Stoiber und Gerhard
Schröder noch vergessen sie sagen
nicht genau, wie sie ihre Ideen
finanzieren wollen,
in: Tagesspiegel
vom 02.04.
- MONATH,
Hans (2002): "Als Unternehmer gebe
ich lieber Zuschüsse für kommunale
Kindergärten".
Der
Präsident des Deutschen Industrie- und
Handelskammertages, Ludwig Georg Braun,
über Familienförderung und die
Verantwortung der Wirtschaft,
in: Tagesspiegel vom 02.04.
- MONATH,
Hans (2002): Wahlfreiheit.
Was die
kleinen Parteien anbieten,
in: Tagesspiegel
vom 02.04.
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- BURGER, Reiner (2002): Der
zweite Umbruch.
Ostdeutsche
Schulpolitik in Zeiten von Geburtenrückgang und
Abwanderung,
in: Tagesspiegel vom 02.04.
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VORWÄRTS
"Brennpunkt Familie"
- DOHRN, Susanne
(2002): Zwei Jobs: Full-Time.
Beruf, Kind,
Haushalt - das schafft kein Mann. Wer
hilft einer Frau, die weiterarbeiten
will, weil ihr die Arbeit Spaß macht?
Weil die Familie das Geld braucht? Wo
gibt es Kinderbetreuung - ganztags - zu
vernünften Preisen? Verständnisvolle
Arbeitgeber? Nicht in Deutschland,
in: Vorwärts,
April
- DOHRN, Susanne
(2002): "Die Familie hat für mich
absoluten Vorrang".
Wie vereinbart ein
Bundeskanzler Familie und Beruf? Was will
die SPD? Interview mit Gerhard Schröder
über Fernsehabende zu Hause, neue
Familienformen, die Zukunft des
Ehegattensplittings, die Leistungen der
Regierung und die Pläne der SPD für die
Zeit nach der Wahl,
in: Vorwärts,
April
- Vorwärts (2002):
Die Entdeckung der Mütter,
in: Vorwärts,
April
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- KREUTZ,
Daniel (2002): Neue Mitte im Wettbewerbsstaat.
Zur sozialpolitischen Bilanz
von Rot-Grün,
in: Blätter
für deutsche und internationale Politik ,
April
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- KRUMPHOLZ-REICHEL,
Anja (2002): Kaum da, schon wieder weg!
Die einen nehmen täglich
lange Fahrtzeiten zum Arbeitsplatz auf sich,
andere leben unter der Woche wie Singles und
werden nur am Wochenende wieder zu
Familienmenschen. Berufliche Mobile und ihre
Partner leben mit vielen Strapazen, nur um sich
einen Umzug in eine fremde Stadt zu ersparen.
Damit wählen sie den schwersten Weg, wie eine
aktuelle Studie belegt,
in: Psychologie
Heute, April
- KRUMPHOLZ-REICHEL,
Anja (2002): "Die negativen Folgen der
Mobilität dürfen nicht länger übersehen
werden".
Ein Gespräch mit Norbert F.
Schneider, Professor für Soziologie an der
Universität Mainz und Projektleiter der Studie
Berufsmobilität und Lebensform,
in: Psychologie
Heute, April
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 16. - 31. März 2002
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