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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 06. April 2005

 
 
     
     
     
 
   
Zitat des Monats:
"Im Netz steht die körperliche Vereinigung nicht am Anfang, sondern am Ende des Kennenlernens. Bilden sich heutige Beziehungen zunehmend aus Bettgeschichten, steht das Liebesspiel im Internet notgedrungen nicht an erster Stelle. (...).
      
  Dem Jammern über die Last der ungezügelten Lust und dem Klagen über eine Rationalisierung der Romantik steht eine Vielfalt von neuen Qualitäten und Chancen gegenüber. Und gerade der virtuelle Raum bietet dem modernen Menschen maximale Möglichkeiten, seinen persönlichen Weg in einer unübersichtlichen Gesellschaft zu finden, auch und ganz besonders in der Liebe. So überlebt der Liebescode auch im Zeichen der Massenmedien. Seine Form hat sich den aktuellen Gegebenheiten angepasst: Die Liebe ist in den Zeiten des Internets so pragmatisch geworden, dass sie wieder romantischer werden kann".
(aus: Christian Schuldt "Der Code des Herzens. Liebe und Sex in den Zeiten maximaler Möglichkeiten", 2005, S.135)
 
 
 
 
  • FRERK, Carsten (2005): Vorfahrt für Gott.
    Gesetzliche Privilegierung und staatliche Finanzierung fördern die kirchlichen Wohlfahrtsverbände. Sie dominieren weite Bereiche der Sozialarbeit, in ihren Konzernen gilt kirchliches Arbeitsrecht,
    in: Jungle World Nr.14 v. 06.04.
 
  • WINKELMANN, Ulrike (2005): Ein Haus, geopfert für die Pflege.
    Die Kommunen sind pleite. Deshalb verlangen sie die Heimkosten von Pflegebedürftigen zunehmend von deren Kindern zurück. So wird die wachsende Pflegelast jetzt bei der Generation abgeladen, die selbst gerade ins Rentenalter kommt,
    in: TAZ v. 06.04.
 
 
  • HB (2005): Vergisst Familienpolitik Akademiker?
    Studie sieht drastisches Gerechtigkeitsproblem,
    in: Tagesspiegel v. 05.04.
 
  • BARBIER, Hans D. (2005): Wer heute vierzig ist, schaue in den Spiegel und sage "Selbst schuld!".
    Ordnung des Landes (9): Wer soll welche Risiken tragen? Bernd Raffelhüschen im Gespräch über die Renten, den Wohlfahrtsstaat und die Bevölkerungsentwicklung,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.04.
 
 
  • BAUTZ, Christoph (2005): Überholter Zündstoff.
    Erkundungen für die Präzisierung der Gefühle rund um einen Aufstand (6): Rudi Dutschkes Ansätze liefern wenig Antworten auf die Herausforderungen, die sich sozialen Bewegungen heute stellen. Die Rahmenbedingungen haben sich geändert,
    in: TAZ v. 05.04.
    • Inhalt:
      BAUTZ begründet, warum heute soziale Bewegungen etatistisch sein müssen und warum die Grünen und die 68er-Revolte deshalb kein Vorbild mehr sein kann:

            
        "Dutschkes Ansätze liefern wenig Antworten auf die Herausforderungen, die sich Bewegungen heute stellen. Dies ist wenig verwunderlich, haben sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen doch fundamental geändert. In den 68ern ging es darum, Freiheit von staatlichen Eingriffen zu erkämpfen, die Täter des Faschismus aus den Institutionen zu jagen und den Muff unter den Talaren zu vertreiben. Diese zutiefst kritische und misstrauische Haltung gegenüber dem Staat zeichnete Dutschke aus. Sie bleibt bis heute tief in allen Ebenen der Grünen verankert und erklärt ihre Offenheit gegenüber neoliberalen Politikansätzen des schlanken Staats.
            
        Das libertäre Element Dutschkes ist Bewegungen fremd geworden, die in Zeiten neoliberalen Angriffs auf soziale Sicherungs- und Steuersysteme für einen regulierenden und umverteilenden Sozialstaat eintreten. Denn: Ging es 68 noch um übertriebene und fehlgeleitete Steuerungsfähigkeit des Staats, so droht diese in Zeiten eines globalen Standortwettbewerbs zerrieben zu werden. Globalisierung liefert die (Droh-)Kulisse, vor der soziale Sicherung und gesellschaftliche Umverteilung abgebaut werden. Als Folge bröckelt der soziale Kitt der Gesellschaften."
 
 
  • DATH, Dietmar (2005): Wo wir alle herkommen.
    Und wie man nicht kämpft: Dietmar Daths neuer Roman "Für immer in Honig" - Ein Vorabdruck,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.04.
    • Inhalt:
      Romantisch korrekt erzählt Dietmar DATH von der einsamen Karrierefrau, die nach dem 11. September 2001 in einer Bar auf den Spießer Freddy trifft:

            
        "Die Idee einer einigermaßen vernünftigen, tragödienfreien Lebensplanung hatte ab dem Moment jener Bar-Begegnung (...) nicht nur bei ihm, sondern bei allen beiden nichts mehr zu bestellen: Springen wir rein, auf geht's."
 
  • LEHNARTZ, Sascha (2005): Tränenloser Abgesang.
    Dem rot-grünen Projekt weinen auch ihre engsten Freunde nicht nach. Womöglich weil sie inzwischen heimlich zu "Neocons" mutiert sind,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.04.
 
  • MATUSSEK, Matthias (2005): Papst Johannes Paul.
    Vermächtnis des Löwen,
    in: Spiegel Online v. 02.04.
    • Kommentar:
      Katholizismus ist der neueste Pop der Anti-Popper.

            
        Matthias HEIN hat in der WELT vom 26.03.2005 die Attraktivität der Religion für die Neue Mitte damit begründet, dass sie Distinktionsgewinne beschert:
            
        "Die jungen Wertsuchenden entstammen oft einem Milieu, das man in der »neuen Mitte« lokalisiert. Arbeiter machen bei den evangelischen Eintretenden weniger als 20 Prozent aus. Eine religionssoziologische Studie von Gerald Kretzschmar faßt zusammen: »Vor allem bei den Vertretern der beruflichen Mittel- und Oberschichten ist mit einer bewußten Entscheidung für den Eintritt in die Kirche zu rechnen.«
            
        Diese Leute nannte ein Autor der »Süddeutschen Zeitung« kürzlich nach US-Vorbild »Neocons«. (...).
      Vieles spricht dafür, daß der zarte Trend sich noch entwickeln wird: In dem Maße, in dem der Staat sich aus vielen Lebensbereichen zurückzieht, entstehen Leerstellen, die nur die Kirchen füllen können - das gilt nicht nur für die Schulen und die Caritas. Und das Hiob-Gefühl angesichts einer als katastrophal empfundenen Gegenwart läßt ja schon lange den Aberglauben boomen. Warum soll daraus nicht wieder Glauben werden? (...).

            
        Trotzdem erlangen die Kirchen in Deutschland vermutlich nie wieder die alte Massenbasis. Ihre Zukunft ist eher die einer Elite, die gerade aus der Abgrenzung ihr Selbstwertgefühl schöpft. Mit Bourdieu könnte man sagen: Religion beschert Distinktionsgewinne."
            
        Man könnte es aber auch viel darwinistischer formulieren: Kulturarbeiter gehören mittlerweile - an vorderster Front - zu den Überflüssigen dieser Gesellschaft.
            
        Wer könnte ihnen also die Garantie eines sicheren Arbeitsplatzes bieten? Die Kirchen oder kirchenartige Organisationen bieten sich nach Wegbruch von Staat und Markt als Ersatz an. Distinktion wird damit zur existentiellen Überlebensfrage.
            
        Da dies alles andere als glamourös ist, muss Antipop zum neuen Pop werden. Der Katholizismus bietet derzeit den größten Distinktionsgewinn. Die neueste Punkbewegung ist also zwangsläufig katholizistisch!
            
        Matthias MATUSSEK arbeitet in seiner Papst-Hymne bereits an dieser neuen Pop-Front:
            
        "Seine Moraltheologie galt Kritikern stets als Skandal. Wobei es durchaus aufschlussreich ist, dass es heutzutage die Aufrufe zu Keuschheit und Monogamie sind, die als skandalös empfunden werden. Zumindest in der ersten Welt hat man bisweilen den Eindruck, dass kein Recht so vehement verteidigt wird wie das auf sofortigen Orgasmus, wo, wie, wann und mit wem auch immer.
      In einem Schreiben zu seinem silbernen Amtsjubiläum präzisierte dieser Papst dagegen nochmals seine Position zum Zölibat: »Für die Kirche und die Welt von heute stellt das Zeugnis der keuschen Liebe auf der einen Seite eine Art spirituelle Therapie für die Menschheit dar, auf der anderen Seite einen Protest gegen die Vergötzung des Sexualtriebs.«

            
        (...).
      Man muss dieses Papsttum als Gegenoffensive lesen. Seine über 1.300 Seligsprechungen und seine fast 500 Heiligsprechungen etwa, mehr als alle anderen Päpste vor ihm: es ist, als ob er gegen den heillosen Zirkus der Pop-Idole und Ikonen seine eigene katholische Armee aufmarschieren lassen wollte."
        
 
  • BOMBOSCH, Frederik (2005): Adelheid und Rosi laden ein Kuschelweich.
    Achtung, alle legen sich auf einen großen Haufen – Kuschelpartys sind der neue Trend aus New York,
    in: Tagesspiegel v. 02.04.
 
  • WAGNER, David (2005): Schluss mit dem Parkplatz-Realismus.
    Jung, empfindsam, sehnsüchtig? Nach zwölf Jahren klingt die deutsche Erfolgsband Tocotronic erwachsen – und ziemlich verrätselt,
    in: Tagesspiegel v. 02.04.
    • Inhalt:
      Der Schriftsteller David WAGNER schreibt über die 12jährige Geschichte der Band Tocotronic, deren kürzlich erschienenes Album "Pure Vernunft darf niemals siegen" einen Wendepunkt in der Bandgeschichte markiert.

            
        Am Ende fragt sich David WAGNER, wohin das führen könnte:
            
        "»Tag der Toten« ist ein Allerheiligenlied und das katholisch-romantische »Mein Prinz« (»Es ist für den, der uns begleitet/ Der unserer Schritte lenkt und leitet«) könnte mit wenigen Korrekturen auch ein Lied über Jesus sein. So genau lässt sich das nicht mehr entscheiden, eins zu eins ist längst vorbei. »Ich habe Stimmen gehört« muss auch der, der diesen Liedern lauscht, erst einmal sagen. Kann Tocotronics Weg in die artifizielle Transzendenz oder den spirituellen Naturalismus, wie Huysmans ihn sich ausgedacht hat, noch aufgehalten werden? (...).
            
        Gleiten Tocotronic am Ende in den Katholizismus? Gehen Tocotronic den Weg von Bob Dylan und Friedrich Schlegel? Werden sie wie Joris-Karl Huysmans, der 1892, nachdem er sich in Sachen Dekadenz und Teufelsanbetung ausgetobt hatte, zum Katholizismus konvertierte, Laienbrüder in einem Benediktinerkloster werden? Vielleicht erleben wir noch Überraschungen."
 
 
  • KRAFT, Steffen (2005): Ich habe nicht abgetrieben.
    Frauen und Männer: Neueste Ermittlungen im Krisengebiet (9).
    Im Zweifel für das Kind: Früher mobilisierte der Paragraf 218 Hunderttausende, heute ist ein Abbruch im besten Fall reine Privatsache,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 01.04.
    • Inhalt:
      "
      Nicht die gezeugten Kinder sind heute ein Problem, sondern die ungezeugten. Die Zeiten, als zumindest das politische Bekenntnis zum Schwangerschaftsabbruch für fortschrittliche Frauen ein Muss war, sind vorbei.
      Heute wollen viele junge Frauen selbst ein ungeplantes Kind austragen
      ", erklärt uns Steffen KRAFT.
            
        Gerade bei "kirchenfernen Protestanten" sei das Austragen heute eine quasireligiöse, spirituelle Lifestyle-Entscheidung.
      • Kommentar:
        Bereits Mitte der 90er Jahre hat der Soziologe Günter BURKART den Übergang zur Elternschaft als "Entscheidungstypus" beschrieben, der selten rationalen Erwägungen folgt, sondern unter Bedingungen von struktureller Überforderung oder Entscheidungsdruck zu ungeplanter Elternschaft führt.

              
          Dies gilt nach BURKART vor allem für das so genannte individualisierte Milieu der Akademiker...
 
  • MANGOLD, Ijoma (2005): Mein Mitmensch ist kein Trottel.
    Eine Einladung zur Aussöhnung mit der BRD: Hans Pleschinskis "Leichtes Licht",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 01.04.
    • Inhalt:
      Ijoma MANGOLD sieht im Massentourismus das Paradigma moderner Gesellschaften schlechthin. Es gefällt ihm, dass PLESCHINSKI in dem Roman "Leichtes Licht" nicht "im Bild des Pauschalreisenden den hässlichen Deutschen zu entlarven" versucht. Die Protagonistin, eine allein lebende Karrierefrau im mittleren Lebensalter, entdeckt stattdessen die Anmut und Demut. MANGOLD sieht in der Demut eine hilfreiche Haltung für massentouristische Normal-Situationen.
 
 
  • RÜDENAUER, Ulrich (2005): Weltaneignungsmodell Pop.
    Frank Witzel und Klaus Walter haben zusammen mit Thomas Meinecke das Buch "Plattenspieler" herausgegeben - ein Gespräch über Musik und den Jahrgang 1955,
    in: Frankfurter Rundschau v. 01.04.
    • Inhalt:
      Klaus WALTER sieht im Jahrgang 1955 die Berufsjugendlichen des Pop und erklärt den Unterschied zwischen Frankfurt und Hamburg:

            
        "Sie sind in den 60ern mit Pop sozialisiert worden, scheinen aber nie Teil einer Szene gewesen zu sein. Hatte das zur Folge, dass Sie rasch einen intellektuellen Zugang zur Musik gesucht haben?
            
        Walter: Das ist ein Spezifikum des Jahrgangs 55. Da muss ich leider den doofen Sting zitieren, einen seiner wenigen richtigen Sätze: »Born in the '50s«, ein früher Police-Song. Da wird genau das beschrieben: Zu alt für Punk, um identifikatorisch in einer Bewegung aufzugehen und sich entsprechend anzuziehen. Und zu jung, um richtig Hippie zu sein. Dann aber hatten wir doch die Fähigkeit oder die Naivität, in einem relativ hohen Alter von 23, 24 noch mal neu zu starten, uns zu motivieren und zu entdecken, dass da mit Punk etwas Wichtiges passiert. Wir haben so eine Art Kulturtechnik erlernt, auch weitere Neustarts zumindest nicht abzuwehren, sondern wohlwollend zu beobachten. Es stimmt vollkommen: Wir waren wahrscheinlich alle drei nie Teil einer Bewegung, oder wenn, dann nur temporär. In Frankfurt war zu der Zeit, als ich jung war, Politik das vorrangige Identifikationsangebot. Ganz anders in Hamburg, wo Thomas groß geworden ist. Da spielten ganz andere Dinge eine Rolle. Es gibt ja wahnsinnige Unterschiede der Prägung durch die Besatzer. Ob man im AFN- oder BFBS-Einzugsgebiet aufgewachsen ist, hat immense Bedeutung. Hamburg hatte den relativ schnellen Seeweg nach England. Punk zum Beispiel fand in Frankfurt nie statt."
 
  • RÖHL, Bettina (2005): Die Sex-Mythen des Feminismus.
    Seit den siebziger Jahren hat der Feminismus die Erweiterung der Kampfzone betrieben: das Bett als Schlachtfeld, die Sexualität als Lackmustest korrekter Frauenbewegtheit,
    in: Cicero Nr.4, April
    • Kommentar:
      Bettina RÖHL erzählt - aus der Perspektive der Single-Generation - die Geschichte des Feminismus von den 70er Jahren (Alice SCHWARZER, Svende MERIAN, Shere HITE, Susan FALUDI) bis zur Gegenwart des Anti-Feminismus eines Matthias MATUSSEK.

            
        Im Gegensatz zur 68er-Geschichtsschreibung des Mainstream, nach der wir angeblich in den 90er Jahren in der Single-Gesellschaft lebten, ereignete sich die entscheidende Trendwende bereits Ende der 80er Jahre:
            
        "Die achtziger Jahre bestanden daraus, Beziehungen zu beenden, kurzen Affären nachzujagen und oft ohne Anlass das Handtuch zu schmeißen, immer auf der Suche nach etwas Besserem und dem ultimativen Thrill. Warum sollte man in einer öden Beziehung feststecken, wenn es so schön war, frei zu sein? (...)
      Die alten Emanzen jammerten damals, dass wir Jüngeren die Vorteile, die sie erkämpft hatten, undankbar genössen, und im Übrigen wieder dumme Hühner seien. Sie übersahen zunächst, dass wir längst weich verpackte Super-Feministinnen geworden waren und dies noch nicht mal selber wussten. Nur die Beziehungen zu Männern waren plötzlich unendlich kompliziert. Mal wegen zu weniger Worte, mal wegen zu vieler Worte, mal wegen der falschen Worte.
      Das war die plötzliche Ernüchterung: die Singlegesellschaft. Während der Feminismus in neuem Kleid als Girlie-Bewegung seinen nächsten Höhepunkt feierte – die rotzfreche Göre löste in den neunziger Jahren die Karrierefrau ab – landete meine Generation mit Anfang dreißig im Single-Frust. Frust gab es nun nicht nur in der Ehe, sondern in der Einsamkeit der leeren Wohnung. Es war ganz anders, als die alten Feministinnen es uns vorausgesagt hatten.
      "
            
        Diese Sichtweise eines "Wandels des Wertewandels" in den 90er Jahren wird neuerdings selbst von der empirischen Sozialforschung bestätigt. Single-dasein.de hatte diese Sichtweise dagegen von Anfang an vertreten.
            
        Man kann sogar noch weiter gehen: Die neue Lifestyle-Familie wurde ebenfalls Ende der 80er Jahre erfunden. In seinem Buch "Der Code des Herzens" schreibt dazu Christian SCHULDT:
            
        "Familienwerte (feiern) heute eine Renaissance. Diese Trendwende setzte bereits Ende der 80er Jahre ein, als Magazine wie »Tempo« die neuen Lifestyle-Familien propagieren".
            
        Bernd KITTLAUS hat in seiner Magisterarbeit "Das Single-Dasein" (1998) diese Trendwende  beschrieben.   
 
  • HOFFINGER, Isa (2005): Endlich bereit für Mr. Right.
    Warum geraten manche Frauen immer wieder an den Falschen? Und kann Single-Coaching helfen, endlich eine glückliche Beziehung zu führen? Ein Erfahrungsbericht,
    in: Cosmopolitan Nr.4, April
 
  • MICHAELIS, Kristina (2005): Und dann bin ich wieder rot angelaufen.
    Fast jeder wird bisweilen rot vor Scham - eine normale körperliche Stressreaktion. Doch für manchen wird sie zur quälenden Belastung. "Erythrophobie" nennen Experten eine Angst vor dem Erröten, die so stark werden kann, dass sie den Alltag ernsthaft einschränkt,
    in: Psychologie Heute Nr.4, April
 
 
 
 
  • AGUIGAH, René (2005): Alterssorgen,
    in: Literaturen Nr.4, April
    • Inhalt:
      Für AGUIGAH segelt Claudius SEIDL mit seinem Buch "schöne junge welt" im Windschatten von Florian ILLIES' "Generation Golf" und Frank SCHIRRMACHERs "Methusalem-Komplott". Sein Resümee:

            
        "geschmeidige Lektüre, von der man ein, zwei unterhaltsame Abende, aber keinen Erkenntnisgewinn oder auch nur Neuigkeiten erwarten sollte."
 
  • AUFFERMANN, Verena (2005): Die Dämonen kehren zurück.
    Wie der Bachmann-Preisträger zwei empörte junge Männer gegen den Rest der Welt antreten lässt und einen demokratiefeindlichen Polit-Thriller produziert,
    in: Literaturen Nr.4, April
    • Inhalt:
      AUFFERMANN sieht TELLKAMPs Roman
      "Der Eisvogel" in der Tradition der Futuristen:

            
        "Die ästhetische Rückendeckung holt sich Uwe Tellkamp nicht von den Zehn Geboten, sondern aus Filippo Tommaso Marinettis »Furturistischem Manifest«.
      (...).
      1910 waren den radikalen Futuristen um Marinetti die Plüsch-Monarchien zuwider, die Welt zu lahm und still, das Leben insgesamt zu satt und blöd. Marinetti & Friends wollten Tempo, ratternde Maschinen statt Museen und Krieg statt Frieden. Ihre martialischen Papierwünsche gingen grausam in Erfüllung."

            
        AUFFERMANNs Resümee:
            
        "Uwe Tellkamp wollte einen subversiven Polit-Thriller schreiben, durchsetzt mit demokratiefeindlichen Gedanken. Herausgekommen ist eine Feier des Selbstmitleids und der Selbstüberschätzung, gedacht als Antwort auf den sich selbst auffressenden Kapitalismus. (...) Uwe Tellkamp ist ein begabter Fuchs: Er riskiert viel, sein »Eisvogel« birgt politischen Zündstoff - und nachlässige Sprachbilder." 
   

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