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Medienrundschau:
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News vom 01. -
10. August 2003
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Zitat
des Monats:
"Schon
jetzt verfestigt sich in den Trendblättern aller Art das Bild
vom Mutterglück erfolgreicher Frauen (...). Die Demografie wird
dafür sorgen, daß uns in den kommenden Jahren parallel dazu das
Leid der Kinderlosen frei Haus geliefert wird. Wenn eine
prominente Frau - natürlich muß es eine Frau sein - die
Öffentlichkeit an ihren biographischen Enttäuschungen teilhalben
läßt, wenn dadurch sowohl BILD als auch RTL als auch Sie und ich
entdecken, wie hart es ist, ohne Grund alt zu werden".
(Detlef Gürtler in
Das Magazin vom August 2003) |
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- ZASTROW, Volker (2003): Goldenes
Kälbchen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.08.
- Kommentar:
Erwerbsarbeiter ZASTROW spricht dem Studenten
- und damit dem Nicht-Erwerbsarbeiter MIßFELDER jegliche Kompetenz
ab.
Einzig
die beitragszahlende "Gruppe derjenigen, die zwischen Kindheit und
Rente", also jene, die MIßFELDER z. Z. versorgt, ist kompetent.
ZASTROW beschreibt seine Sicht folgendermaßen:
"Durch
die Industrialisierung sind die Individuen aus ihren Zusammenhängen
gerissen worden. Das ist die Atomisierung des einzelnen. Ein anderer
Ausdruck für denselben Zustand und Vorgang heißt: Sozialstaat. Es
gibt keinen modernen Statt, der kein Sozialstaat wäre, weil es gar
nicht anders geht".
Wer
jedoch nach dieser Erklärung meint, ZASTROW würde nun den
Sozialstaat verteidigen, der irrt gewaltig, denn in der FAS ist
materielle Gerechtigkeit immer noch unsozial...
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- SCHNEPPEN, Anne (2003): Es geht darum
wieviel man aushalten kann.
Die stillen Verlierer der japanischen Dauerkrise,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.08.
- Kommentar:
SCHNEPPEN montiert das Unglück japanischer
Kleinbürger, den Kaufrausch parasitärer Singles und das Schicksal
von Freetern (freie Arbeiter) zu einem sozialpopulistischen
Japan-Bild zusammen.
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- LORENZO, Giovanni di (2003): Was die
Gesellschaft verletzt.
Die Äußerungen des JU-Chefs Philipp Mißfelder sind bundesweit auf
massive Kritik gestoßen und haben doch ihr Gutes: Sie offenbaren die
schleichende Verrohung der Gesellschaft und die Krise der
Solidargemeinschaft,
in: Tagesspiegel v. 10.08.
- Kommentar:
Die Debatte, die von TAGESSPIEGEL und WELT forciert
wird, muss im Zusammenhang mit der Neudefinition von Gerechtigkeit
gesehen werden, die Olaf SCHOLZ derzeit im
Sinne der Neuen Mitte propagiert.
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AMEND, Christoph (2003): "Es ist
beinahe unmöglich, mit mir auszukommen".
Mit 16 schrieb er einen Millionen-Seller, kurz darauf brach er die
Schule ab und zog nach Berlin. Wie hat Benjamin Lebert den Trubel
überstanden? Er hält stets die Augen offen - selbst beim Küssen,
in: Tagesspiegel v. 10.08.
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- MUNSBERG, Hendrik (2003):
"Arbeitsbienen und Drohnen".
Regierungsberater Bert Rürup zur Debatte um Hüftgelenke und
Generationengerechtigkeit
in: Berliner Zeitung v. 09.08.
- Inhalt:
Bert RÜRUP u.a. über die Verlierer der
Rentenreformen:
"Es stimmt, dass
die Beitragsrendite zurückgeht ...
... gegen null! ...
... sie geht gegen null
für männliche Singles."
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- FEHRLE, Brigitte (2003): Von
Hüftgelenken und anderen Gebrechen,
in: Berliner Zeitung v. 09.08.
- Kommentar:
FEHRLE sucht nach Sündenböcken für das
Rentenproblem:
"Neulich sagte die Mutter einer 31-jährigen,
kinderlosen, berufstätigen Frau, sie würde alles tun, um ihrer
Tochter zu ermöglichen, Kind und Karriere unter einen Hut zu
bringen. Würden mehr Mütter so denken (und würden mehr Töchter
solche Mütter akzeptieren), es wäre mehr als ein
finanziell-organisatorisches Problem gelöst."
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- ROELLECKE, Gerd (2003): Das sogenannte
Kostendämpfen.
Die Gesetze der Natur sind hart, aber gerecht: Philipp Mißfelders
altes Hausmittel wird wirken,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.08.
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- GRAUPNER, Heidrun (2003): Kampf der
Generationen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.08.
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LUIG, Judith (2003): Odysee im Webtraum.
Als das Geld nicht mehr vom "Fauzeh" kam, wurde Gratis-Caipi durch
Bezahlbier ersetzt: Der Journalist Constantin Gillies hat eine
Sicherheitskopie über die wilden Jahre der Dotcom-Ära angelegt,
in: TAZ v. 09.08.
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KELLER, Claudia (2003): Den alten sei Dank.
Das Rentensystem benachteiligt die Jungen - ihnen wurde aber auch
viel geschenkt,
in: Tagesspiegel v. 09.08.
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- EHRLICH, Peter/HECKEL, Margaret/JAKLIN,
Philipp/RADEMAKER, Maike/HULVERSCHEIDT, Claus (2003): Zehn Rezepte
gegen den Generationenkrieg.
Die deutsche Gesellschaft kann viele negative Folgen des wachsenden
Anteils älterer Menschen noch verhindern,
in: Financial Times Deutschland v. 08.08.
- Inhalt:
Die Rezeptsammlung der FTD:
1) Macht Kinder!
2) Ausländer rein!
3) Mehr Eigenvorsorge!
4) Frauen in die Jobs!
5) Länger arbeiten!
6) Gründet Senioren-WGs!
7) Mehr Altersheilkunde!
8) Baut den Sozialstaat um!
9) Helft einander!
10) Saniert die Haushalte!
-
SCHÜTTE, Christian (2003): Schlag nach im Generationenvertrag.
Das Selbstmitleid einer angeblich betrogenen Jugend ist peinlich.
Sie selbst muss für ihr Alter vorsorgen: Durch höhere Ersparnis,
Zuwanderungspolitik oder eigenen Nachwuchs,
in: Financial Times Deutschland v. 08.08.
-
FRICKE, Thomas (2003): Hau den Lukas im Sozialstaat.
Das Kürzen sozialer Transferlasten soll Deutschlands Wirtschaft
mehr Wachstum bringen. Der Haken ist, dass Ökonomen immer noch den
empirischen Beleg dafür suchen. Ein Aufklärungsversuch,
in: Financial Times Deutschland v. 08.08.
- Kommentar:
Im Gegensatz zu den üblichen neoliberalen
Kahlschlagvorschlägen à la MIßFELDER, behandelt FRICKE das Thema
differenzierter, denn im internationalen Vergleich ist die Gleichung
Sozialabbau = wirtschaftlicher Erfolg nicht haltbar:
"Warum
sind (...) die Japaner deutlich ärmer - wo die Transferquote dort
sogar noch niedriger liegt als in den USA? Und wie kann es sein,
dass die Schweden bei einer Gesamtabgabenquote von fast 60 Prozent
weit mehr als die Briten erwirtschaften, die im Übrigen trotz einer
Quote von weniger als 40 Prozent vom einst so armen Irland überholt
wurden (...). Die Niederländer lassen sowohl Japaner als auch Briten
beim Pro-Kopf-Einkommen hinter sich - trotz einer Steuer- und
Abgabenlast, die 2002 noch spürbar höher lag als in Deutschland."
Fricke
bezieht sich bei den Daten auf den US-amerikanischen Ökonom Peter H.
LINDERT und sein Arbeitspapier "Why the Welfare State Looks Like a
Free Lunch" (Juli 2003).
Es
geht also nicht darum, dass der Sozialstaat abgebaut wird (das
könnte ökonomisch kontraproduktiv sein), sondern darum, wer den
Erhalt des Sozialstaats womit (Art der Einnahmen) finanziert. Diese
Debatte gilt es zu führen.
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THIE, Hans (2003): Feige.
Rot-Grüne Inkonsequenz. Zu einer schutzlosen Unterschicht gehört eine
parasitäre Oberschicht,
in: Freitag Nr.33 v. 08.08.
- Inhalt:
THIE wirft Rot-Grün Inkonsequenz vor, weil sie
zwar auf der Angebotsseite dafür sorgt, dass die Überzähligen "willig
und billig werden", ohne jedoch das Äquivalent zur Faulenzer-Debatte
auf der Nachfrageseite zu führen:
"Mit
seinem Wutausbruch gegen alle Müßiggänger hat Wolfgang Clement die
Richtung vorgegeben, dabei aber leider die Nachfrageseite völlig
vergessen. Denn auch das deutsche Bürgertum sollte seine Schamgrenzen
überwinden, seine Konsumgewohnheiten umstellen. Eine Luxuslimousine
selbst zu fahren, wäre beispielsweise als das zu brandmarken, was es
ist: ein beschäftigungspolitischer Skandal. Sonderbarerweise passiert
an dieser zweiten Front fast nichts. (...). Warum fordern FAZ
und Christiansen keine tiefgreifenden Reformen des
traditionellen Nachfrageverhaltens? Die Entschlackung des
Sozialstaats, also die Preisbereinigung auf der Angebotsseite, ist
doch längst zum Selbstläufer geworden, um den sie sich nicht weiter
kümmern müssen. Gebot der Stunde wäre die Enttabuisierung des
wohlverdienten Luxuskonsums, das freie Bekenntnis zu all den Helfern,
die ein hochproduktiver Mensch benötigt, wenn er sich ganz auf seine
Funktion in der Gesellschaft konzentrieren will. (...). Kein
unbefangenes Lob der Verschwendung und jener unentbehrlichen
Tätigkeiten, die man früher völlig unpassend Knechtschaft nannte."
Wer
Neoliberalismus sagt, der muss also auch Neofeudalismus sagen!
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HAFNER, Gerhard (2003): Das ewig Mängelwesen.
Masculinities. Mittlerweile gilt nicht mehr die Frau, sondern der
Mann als der "dunkle Kontinent" der Geschlechterforschung. Ein
Streifzug durch neue Publikationen in Sachen Männlichkeit,
in: Freitag Nr.33 v. 08.08.
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- STEINBERGER, Karin (2003): Allein unter
Kühen.
Bauer sucht Bäuerin - oder: Warum die jungen Burschen in manchen
Berggegenden partout keine Frauen finden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.08.
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WINKELMANN, Ulrike (2003): Hüften als Gelenk in der
Demografie-Debatte.
JU-Chef Mißfelder trifft mit seinem Vorschlag zwar nicht ins
Schwarze, aber mitten in drei aktuelle Fragen: Sollen medizinische
Leistungen für Alte begrenzt werden? Wen trifft die Schrumpfung der
Sozialsysteme? Werden die Politiker der demografischen Herausforderung
gerecht?
in: TAZ v. 08.08.
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- FAZ (2003): Die
demographische Zeitbombe,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.08.
- Kommentar:
Anlässlich der bevorstehenden Reform der
Alterssicherung, mit der drastische Verschlechterungen beschlossen
werden sollen, versorgt die FAZ die Eliten mit Argumenten für die
anstehenden Kürzungen:
"Diesmal
könnte weit gesprungen werden. Tabus beim Nachdenken soll es nicht
mehr geben. Geprüft wird alles - von der Grundrente über stärkere
Kapitaldeckung bis hin zur Anhebung des Rentenalters oder einer
Staffelung der Rente nach Kinderzahl", betont HIG.
U.a.
dürften Kurt BIEDENKOPF, Franz MÜNTEFERING, Katrin GÖRING-ECKHARDT,
Bernd RAFFELHÜSCHEN und Friedhelm HENGSBACH ihre Version von
Generationengerechtigkeit vortragen.
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ZEIT-DOSSIER: Allein zu zweit
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HILLENKAMP, Sven & Henning SUSSEBACH (2003): Was wird?
Zwischen Lebensplanung und Zukunftsangst: In dieser LEBEN-Ausgabe
verschreiben wir uns der Reform. Mit den Debatten um
Gesundheitsvorsorge, Renten und Arbeitsmarkt ist die Zukunft in unser
Bewusstsein zurückgekehrt - vor allem als Bedrohung. Ein Gespräch mit
dem Soziologen Ulrich Beck,
in: Die ZEIT Nr.33 v. 07.08.
- Kommentar:
Der Soziologe Ulrich BECK parliert nicht mehr
nur - wie HABERMAS - über die "Kolonialisierung der Lebenswelt",
sondern ist bereits bei der "Kolonialisierung der Zukunft"
angelangt.
Solche
Formulierungen haben ihm den
Ruf als Sprachmagier eingebracht.
Ulrich
BECK propagiert immer noch seine Fahrstuhl-Gesellschaft, obwohl
davon schon längst keine Rede mehr sein kann und die
Sozialdemokratie sich gerade - auch rhetorisch - von der
Einkommensgleichheit verabschiedet hat.
Der
Neue-Mitte-Soziologe hat den SPIEGEL (Rückkehr der alten Werte) und den
FOCUS (Trend zum Nesthockertum) gelesen und kann sich gut die
Rückkehr der guten alten Zwangsgemeinschaft vorstellen:
"Die
Individualisierung der Zukunft zusammen mit dem Zwang zum Weniger
macht die dunklen Seiten der Freiheit bewusst. Es entstehen neue
alte Abhängigkeiten: vom Erbe der Eltern, vom Verdienst des
Partners, von der Hilfe der Nachbarn. Die Individualisierung beruhte
ja darauf, dass der Einzelne durch die staatliche Absicherung frei
wurde, sich aus den Gruppen seiner Herkunft zu lösen. Wenn jetzt die
staatliche Absicherung zurückgedreht wird, kann es natürlich sein,
dass Familien- und Schollenbindung wieder gesucht werden – doch dem
widerspricht: Flexibilitätszwänge wachsen, und Kinder machen arm".
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WOLF-DOETTINCHEM, Lorenz (2003): Ist die SPD noch gerecht?
Natürlich, sagt Parteimanager Olaf Scholz. Nur, mehr Sozialstaat
gibt es nicht - dafür mehr Eigenbeteiligung und mehr Druck auf
Arbeitslose,
in: Stern Nr.33 v. 07.08.
- Kommentar:
Olaf SCHOLZ
versucht seinen Klassenkampf von oben als neue Gerechtigkeit zu
verkaufen:
"Wenn
wir bei der Gerechtigkeit mehr auf die Teilhabe blicken, dann können
wir das deshalb, weil es in Deutschland eine gewaltige Umverteilung
von oben nach unten gibt."
SCHOLZ
verschweigt, dass die Einkommensunterschiede im letzten Jahrzehnt
gewaltig gewachsen sind, stattdessen hebt er hervor, dass diese
Besserverdiener mehr Steuern zahlen müssen, nach deren Abzug ihnen
jedoch immer noch mehr bleibt als vorher!
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MERNISSI, Fatema (2003): Generation Minigolf.
Die 35- bis 39-Jährigen sind die grösste Bevölkerungsgruppe der
Schweiz, mehrheitlich erfolgreich, ideologiefrei, nicht ganz
unverklemmt. Welche Werte prägen, welche Ziele verfolgen sie?
in: Weltwoche Nr.32 v. 07.08.
- Kommentar:
MERNISSI beschäftigt sich mit der unbekannten
Alterskohorte, die nur zum Teil zur "Generation Golf" gehört und
soziologisch bisher nicht in Erscheinung getreten ist.
MERNISSI
hat deshalb eine Reihe von Wissenschaftlern befragt (u.a. die
Soziologen François HÖPFLINGER und
Peter GROSS).
Erhellen
soll das Dunkel auch zwei Bücher, die demnächst erscheinen:
Rolf DOBELLIs Roman «Fünfunddreissig – Eine Midlife Story» und
Volker MARQUARDTs Buch
«Das Wissen der 35-Jährigen».
Letztlich
- wie soll es derzeit auch anders sein - geht es um das "Ende des
Single-Daseins" der "kinderlosen Single-Generation".
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- SCHOLZ, Olaf (2003):
Gerechtigkeit und Solidarische Mitte im 21. Jahrhundert.
13 Thesen für die Umgestaltung des Sozialstaats und die Zukunft
sozialdemokratischer Politik,
in: Frankfurter Rundschau v. 07.08.
- Kommentar:
Neue Mitte, das klingt inzwischen nach
neoliberalem Marktradikalismus, also prägt SCHOLZ die "solidarische
Mitte", aber solidarisch ist diese Mitte ganz und gar nicht, sondern
sie pocht auf die Grenzen der Solidarität und das ganz und gar
neoliberal und marktradikal.
SCHOLZ
umwirbt den GLOTZigen Symbolanalytiker und hebt ausdrücklich die
hohen Steuereinnahmen durch Besserverdienenden hervor (Winfried HERZ
weist dagegen in der heutigen ZEIT auf die mangelnde
Steuergerechtigkeit hin).
Den
Nichterwerbsarbeitern wird dagegen nachhaltig die Leviten gelesen,
denn die "Allianz der Tüchtigen" wie die solidarische Mitte auch
genannt wird, probt sonst den Aufstand der Anständigen.
Es
darf davon ausgegangen werden, dass diese tüchtige Rhetorik Zukunft
hat...
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- NOLTE, Barbara (2003): "Jammern gilt
nicht".
Die Elite und die Krise: Früher kauften Verlage
Henri-Nannen-Schüler aus dem Kurs heraus, heute schlagen sich viele
als freie Journalisten durch,
in: Tagesspiegel v. 07.08.
- Inhalt:
"Zeitungen entlassen
Hunderte Redakteure, Magazine werden eingestellt. 2500 arbeitslose
Journalisten hatte die Bundesanstalt für Arbeit im Juni registriert.
In Wahrheit sind es viel mehr, denn Journalisten arbeiten selbst
dann noch frei, wenn sie damit weniger verdienen, als wenn sie für
die Nachbarn die Wäsche aufbügeln würden, weiß Barbara NOLTE zu
berichten.
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- GEISSLER, Heiner (2003): Wenn Philipp
Mißfelder Rentner ist.
Die Bevölkerungsentwicklung ist dramatisch, aber dagegen hilft nur
Zuwanderung, nicht Generationsegoismus,
in: Tagesspiegel v. 07.08.
- Kommentar:
Der Tagesspiegel hat den Junge
Union-Vorsitzenden Philipp MIßFELDER interviewt und nutzt nun
die Debatte um den Generationenverrat zur politischen
Standortbestimmung.
Heute
darf der ehemalige Generalsekretär der CDU für Bürgerversicherung
und Einwanderungspolitik plädieren, damit der amerikanische
Science-Fiction-Film "Soylent Green" nicht Realität werden muss.
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ZEKRI, Sonja (2003): Eine Stadt bleibt
übrig.
Mezzogiorno an der Ostsee: Im vorpommerschen Wolgast schließen
schon die Schulen.
Serie: Völkerwanderung in Deutschland (1)
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.08.
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FUHR, Eckhard (2003): Generationen-Neid,
in: Welt v. 07.08.
- Inhalt:
Eckhard FUHR sieht das Thema
"Generationengerechtigkeit" nicht nur als Ausdruck einer
verteilungspolitischen Interessenpolitik an:
"Der
sozialpolitische Streit in Deutschland gewinnt seine Schärfe (...)
nicht nur aus materiellen Interessengegensätzen. Es geht auch um
Deutungsmacht und um Identität. Die 30-Jährigen neiden den
60-Jährigen nicht nur die Renten und Pensionen, sondern auch den
kulturellen Einfluss. Das neoliberale Credo ist für sie so etwas wie
ein Schrei der Selbstbehauptung".
Die
Generationengerechtigkeit blendet für FUHR das Wesentliche des
sozialpolitischen Interessengegensatzes aus:
"Erbschaft
oder nicht Erbschaft - diese Frage ist für Zukunftschancen junger
Leute immer noch wichtiger als alle staatliche Rentenpolitik.
Generationengerechtigkeit funktioniert ganz ohne Staat. Man hält
seinen Kram für die Kinder zusammen. Der Staat sorgt dafür, dass
dort, wo kein Kram ist, nicht Armut und Chancenlosigkeit herrschen."
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BINDER, Christiane (2003): "Ich habe die Ehrlichkeit entdeckt".
Star-Designer Wolfgang Joop über den Bruch in seinem Leben, die
Hintergründe seines Roman-Erstlings und über seine neue Mode,
in: Facts Nr.32 v. 07.08.
- Kommentar:
"Wir spielen alle Theater" heißt ein Klassiker des
Sozialpsychologen Erving GOFFMAN. GOFFMAN unterteilt das bürgerliche
Leben in eine Vorder- und eine Hinterbühne.
Wolfgang
JOOP spielt auf der Vorderbühne das Stück von der Ehrlichkeit.
Ehrlich ist nicht mehr der
Dumme, sondern der Narzisst in Zeiten der neuen Ernsthaftigkeit.
Die
einen beklagen einen Wahrheitsstau, die anderen spielen den Bekehrten.
Die bürgerliche Doppelmoral nimmt sich ihre private Auszeit vom
Image auf der Hinterbühne, aber von dort gibt es keine Facts...
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- MICHEL, Sascha (2003): M wie
Mückenkuchen.
Roger Behrens' Alphabet des Adornitischen Denkens,
in: Frankfurter Rundschau v. 06.08.
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RAFFELHÜSCHEN, Bernd (2003): Schafft die
Pflegeversicherung ab - bevor es zu spät ist.
Der historische Fehler der Umlagefinanzierung läßt sich noch
korrigieren. Umstieg auf eine private kapitalgedeckte Versicherung,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.8.
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- SCHLIEBEN, Michael (2003): Es gibt
keinen Königsweg zum Königsmord.
Michael Schlieben über die Transformation der CDU nach Helmut Kohl
und über Roland Koch als stilprägenden Vertreter dieses Prozesses,
in: Frankfurter Rundschau v. 05.08.
- Kommentar:
Michael SCHLIEBEN, Jahrgang 1979, berichtet über den Rückhalt von
Roland KOCH, der nicht mehr das Prinzip Leistungsgesellschaft
verkörpert, sondern das
soziale Erbschaftsprinzip:
"Bei Koch wird die
Verquickung von Familien- und Parteibündnissen unübersichtlich; hier
gehen symbolische und leibhaftige Familien ineinander über.
Spielerisch, wie Kinder, die in Familienbetrieben aufwachsen und
dabei alle Angestellten zwar ein bisschen nerven, aber unheimlich
viel vom Laden mitbekommen, erlernte das Einzelkind den Beruf des
Vaters. Oft ist die zweite Firmengeneration sogar erfolgreicher, da
sie endlich antiquierte, erfolgshemmende Gründungsaltlasten über
Bord werfen kann.
Roland wurde wie Karl-Heinz katholisches CDU-Mitglied, Eschborner,
Politiker, Jurist, Vater politisch interessierter Söhne,
Landtagsabgeordneter und Kabinettsmitglied. An Stelle einer
orientierungsstiftenden Auseinandersetzung mit den vorgefundenen
Lebensstilen stand die Fortführung vererbter Traditionen. Koch trat
in die Fußstapfen seines Vaters - und da der Weg schon so schön
vorgezeichnet war, machte er gleich noch ein paar Schritte weiter.
Dass er erfolgreicher als der Vater und jeder andere hessische
CDU-Politiker werden konnte, zeigt, dass gekonnte Adaption des
vorgefundenen Konservativen als ideale Ressource dienen kann.
Auch andere Töchter und Söhne vornehmlich konservativer Politiker
stürmen die Parlamente."
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WEIDENFELD, Ursula (2003): Die Zukunft der Alten.
Wenn Junge aus der Hüfte schießen,
in: Tagesspiegel v. 05.08.
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HORNIG, Frank & Jörn SUCHER (2003): Jagd auf einsame Herzen.
Die Generation Online hat ein neues Thema gefunden: Liebe, Sex und
Partnerschaft. Partnersuche wird zum neuen Wachstumsträger des
Internet. Selbst die Großen der Branche mischen mit, denn
Paarungswillige zahlen, anders als die meisten Netznutzer, ohne Murren
Abo-Gebühren,
in: Spiegel Nr.32 v. 04.08.
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- SCHAAF, Julia (2003): Das
Männermärchen.
Dem Metrosexuellen gehört die Zukunft: Er duftet nach Melone und
macht so den Traum von der Gleichberechtigung wahr - angeblich,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.08.
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- STUCKRAD-BARRE, Benjamin von (2003):
Taxi in der Früh,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.08.
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WEIDERMANN, Volker (2003): Der
Erwachsene.
Benjamin Lebert ist zurück,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.08.
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NOLTE, Paul (2003): Was kostet
eigentlich ein Schwimmbad?
Der Steuerstaat überfordert den einzelnen als Zahler und
unterfordert ihn als Bürger. Die Gebührengesellschaft könnte die
Alternative sein,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.08.
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- KAISER, Alfons (2003): "Ich bin ein
Berliner".
Wolfgang Joop über sein neues Leben,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.08.
- Kommentar:
Wolfgang Joop arbeitet weiter an seinem neuen Image. In seinem
Debütroman "Im Wolfspelz" erfindet er mit Wolf einen Modemacher,
der - anders als Joop selbst - , bereits Mitte der 90er Jahre die
Empfindung der "neuen Ernsthaftigkeit" verspürt:
"Die
Hauptfigur Wolf hat ziemlich viele Ähnlichkeiten mit Ihnen.
Na ja, es geht um den verstörenden Narzißmus des »modernen«
Menschen, die tragische Liebesaffäre mit sich selbst, die kein gutes
Ende hat. Das Buch soll aber auch ein Abschied sein vom Narzißmus.
Ich habe dieses Phänomen gelebt und hoffentlich erledigt. »No pain,
no gain!«
Warum haben Sie sich dazu in das Jahr 1996 zurückversetzt?
Das war ein Jahr der Umbrüche und des Hangover, wie es Jean
Baudrillard beschrieben hat. Wir wissen: Die Party ist vorbei, aber
wir wollen noch nicht gehen. Wir wissen: Sex, Geld und Krieg sind
virtuell und vagabundieren um den Globus. Sex hat alles
durchdrungen, jeden Schokoriegel. Deswegen ist die Stimmung
irgendwie asexuell. Das alles wollte ich beschreiben. 1996 war die
Helmut-Lang-und-Prada-Zeit: Man hatte schon alles gesehen, man
zitierte nur noch das Zitat."
Wolfgang
Joop ist erst seit dem Jahr 2001ein Konvertit, der sich zur neuen
Ernsthaftigkeit bekennt - damals als
Michel HOUELLEBECQ bereits
erfolgreich die Tendenzwende eingeleitet hatte.
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- CASDORFF,
Stephan-Andreas/FELDKIRCHEN, Markus/SIEBENMORGEN, Peter (2003):
Wer wird Ihre Rente bezahlen, Herr Mißfelder?
Der Vorsitzende der Jungen Union über seinen Ruhestand mit 70,
Generationenverrat - und strategische Fehler seiner Partei,
in: Tagesspiegel v. 03.08.
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- SCHIELKE, Mandy (2003): Nur keine
falsche Scheu.
Die Berliner können nicht flirten? Zumindest scheint es so. Die
Journalistin Ruth Elkins und Frontfrau Judith Holofernes von "Wir sind
Helden" können ein Lied davon singen,
in: Tagesspiegel v. 02.08.
- Inhalt:
SCHIELKE berichtet über die britische
Singlefrau Ruth ELKINS, die mit dem Berliner Flirtverhalten nicht
zurecht kommt. SCHIELKE möchte deshalb ein Bewusstsein schaffen für
die Berliner Flirtunfähigkeit:
"Als wirkliches Problem scheint
der Berliner an sich seine Flirtunfähigkeit noch nicht verinnerlicht
zu haben. Denn Sachbücher mit dem Titel »Hilfe für
unbegabte Flirtwillige« oder »Unwiderstehlich flirten«
gehen beispielsweise im Kulturkaufhaus Dussmann so gut wie nie über
den Ladentisch."
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MESSMER, Susanne (2003): Heruntergekommene Heilige.
Helden, die rebellieren, aber an ihrer Rebellion zweifeln. Und die
nicht auf dem Sprung sind, um zu landen, sondern um außen vor zu
bleiben: Ein Porträt des Schriftstellers Ralf Rothmann, der kürzlich
mit "Hitze" seinen fünften Roman veröffentlicht hat,
in: TAZ v. 02.08
- Inhalt:
Bei
Susanne MESSMER wird Ralf ROTHMANN zum Vorläufer der Popliteraten:
Wer
Anfang der Neunziger über das Jungsein, über Tagträumer und
Taugenichtse lesen wollte, für den sah es schlecht aus. Sinnsuche,
Underground und Dissidenz - das waren Themen, die zu dieser Zeit
kaum in Büchern vorkamen. Die Popliteratur als gut verkäufliches
Etikett mit all ihren Höhe- und Tiefpunkten war noch nicht erfunden,
und so musste man, wollte man in Deutschland bleiben, bei Karl
Philipp Moritz oder Goethe nachblättern, wenn auch - Stichwort
Entwicklungsroman - zum Preis der Integration des Helden in die
Gesellschaft am Schluss.
Vor diesem Hintergrund war es schon ein Knaller, als
Ralf Rothmann 1991 mit seinem
Roman »Stier« debütierte. Endlich ein jugendlicher
Held, der nicht vernünftig werden wollte! Endlich ein aufrechter
Totalverweigerer, der nicht zur Vermittlung großer Sinnangebote
erfunden worden war, sondern nirgends ankommen wollte!
So wurde Ralf Rothmann der erste Autor einer
lustvoll zu lesenden jungen deutschen Literatur, nahm
Adoleszenzromane wie die von Christian Kracht oder Benjamin von
Stuckrad-Barre vorweg."
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- ENZENSBERGER, Theresia (2003): So
siehst du aus!
Die Generation Smart sagt danke: Auf Testfahrt mit Florian Illies,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 02.08.
- Kommentar:
Die FAZ lässt eine noch nicht einmal 17jährige
Schülerin das Generationenbüchlein von ILLIES rezensieren und
verkauft das als die Meinung der "Generation Smart".
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NZZ-Zeitfragen: Mutter-Stress
- HE (2003): Mutter-Stress,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 02.08.
- KELLER, Esther Abena (2003):
Obaatanpa - Mutterschaft.
Die Sicht einer afrikanischen Mutter, die zwischen zwei Kulturen
lebt,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 02.08.
- REISCH, Donata Schoeller (2003): Die
neuen Übermütter.
Rückschau und Fragen zur Genese eines Rollenbildes,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 02.08.
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FUHR, Eckhard (2003): Senile Jugend,
in: Welt v. 01.08
- Inhalt:
FUHR hält nichts von
Thomas E. SCHMIDTs Ruf
nach einem Generationswechsel (ZEIT vom 31.07.2003), denn die
Zukunft heißt für FUHR Generationsmix:
"Unter
dreißig zu sein bedeutet eigentlich nur noch, wenig Ahnung vom Leben
zu haben. Aber das ändert sich, so oder so. Eine besondere Kompetenz
in Zukunftsgestaltung und Innovation, das bedeutet Jugend nicht.
Jung sein heißt, abwarten müssen, denn die Zukunft ist von den
Älteren besetzt. Das ist normal. Allerdings bleiben die Alten länger
am Leben, dafür die Jüngeren länger »jung«, inzwischen ohne weiteres
über die bisherigen Generationenschwellen hinweg.
Deswegen soll man sich auch nicht kirre machen lassen wegen der
Umkehrung der Alterspyramide. Die Jugend ist nicht mehr dasselbe,
was sie früher war, das Alter auch nicht. Zukunft heißt nicht
Generationswechsel, sondern Generationsmix. Das ist übrigens auch
das beste, was der Generation Golf passieren kann, die nun lange
genug herumgenölt hat. Die schlechten Zähne hat sie von der vielen
Nutella und die blasiert schlechte Laune von ihren 68er-Lehrern,
denen sie ewig dafür dankbar sein muss, dass sie überhaupt etwas
hatte, woran sie sich reiben konnte. Es ist gut, wenn sie sich
auflöst."
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MAGAZIN-Titelgeschichte:
Babys statt Krise |
- WINCKLER, Katja (2003): Komm, Baby.
Trotz Krisenzeiten scheint es wieder mehr Kinder zu geben,
zumindest in den Großstädten. Wieso das?,
in: Das Magazin, August
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GÜRTLER, Detlef (2003): Kinderland in
Sicht.
Die Generation der Kinderlosen wird demnächst erfahren, wie
verdammt hart es ist, allein alt zu werden. So hart, daß keine der
folgenden Generationen diesen Fehler wiederholen wird,
in: Das Magazin, August
- LEHMANN, Andreas (2003): "Ich bin
kein Mensch mit zehn Versicherungen".
Als Kind hat sie vor Wut ihr Zeugnis zerrissen, weil ihre Mutter
sich nicht dafür interessierte. Als Mutter hat sie ein Faible für
bürgerliche Strukturen - allerdings mit einem ironischen Lächeln.
Ein Gespräch mit der Schriftstellerin Julia Franck über
Brennesselsuppen, Disziplin und Ordnung und die Frage, warum man
überhaupt Kinder kriegt,
in: Das Magazin, August
- Inhalt:
Julia FRANCK, die mit 30 Jahren Mutter
wurde, schreibt zum Übergang:
"Ich
habe viele Jahre allein gelebt. Und mich hat das irgendwann
unglaublich genervt, daß ich für mich eine Wohnung alleine habe,
einen Kühlschrank für mich allein, einen Tisch. Ich koche zum
Beispiel unheimlich gern, aber nur dann, wenn auch Menschen
mit mir zusammen essen. Das war für mich ein Grund, ein Kind zu
bekommen."
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VANDERBEKE, Birgit (2003): Geld oder Leben.
Auszug aus dem neuen Buch,
in: Das Magazin, August
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- ZIEGLER, Helmut (2003): Fahrt ins
Graue.
Mit der Generation Golf 2 setzt der Berliner Erfolgsautor seine
Gedankenreise fort. Helmut Ziegler ist ihm von Anfang an gefolgt und
ahnt schon mal das Ende voraus,
in: GQ Gentlemen's World, August
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UNVERZAGT, Gerlinde (2003): Alles wird gut! Oder?
Die Pubertät haben sie längst überstanden, die Midlife-Crisis ist
noch in weiter Ferne. "Quarterlife-Crisis" heißt die neue
Befindlichkeit der Mittzwanziger. Zwei Versuche über das Leiden
zwischen Jugend und Erwachsenensein,
in: Psychologie Heute, August
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- FRITSCH, Sibylle (2003): Arbeit schützt
vor Armut nicht.
Armut in der westlichen Welt meint mehr als Bettler in
Fußgängerzonen. Inzwischen lebt jeder neunte Deutsche unterhalb der
Armutsgrenze. Und: Eine neue Klasse von "Armen" nimmt stetig zu: Die
working poor sind Menschen, die trotz Erwerbstätigkeit an der
Armutsgrenze leben,
in: Psychologie Heute, August
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GLOTZ, Peter (2003): "Es kann auch ganz
anders kommen".
Noch nie hatten so viele Menschen so große Lebenschancen wie heute.
Aber nach der Schwächung von Familie, Kirche und Wohngemeinde sieht
der Soziologe Ralf Dahrendorf auch den letzten Halt - die
Arbeitsgesellschaft - in Gefahr,
in: Psychologie Heute, August
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Zu den News
vom 16. - 31. Juli 2003
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