[ News-Hauptseite ] [ Glossar ] [ Suche ] [ Homepage ]

 
   

Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 24.-30.November 2007
News 16.-23.November 2007
News 07.-15.November 2007
News 01.-06.November 2007
News 28.-31. Oktober 2007
News 15.-27. Oktober 2007
News 10.-14. Oktober 2007
News 05.-09. Oktober 2007
News 01.-04. Oktober 2007
News 21.-30. September 2007
News 15.-20. September 2007
News 09.-14. September 2007
News 01.-08. September 2007
News 26.-31. August 2007
News 17.-25. August 2007
News 10.-16. August 2007
News 06.-09. August 2007
News 01.-05. August 2007
News 28.-31. Juli 2007
News 21.-27. Juli 2007
News 14.-20. Juli 2007
News 05.-13. Juli 2007
News 01.-04. Juli 2007
News 27.-30. Juni 2007

News 20.-26. Juni 2007
News 11.-19. Juni 2007
News 01.-10. Juni 2007
News 25.-31. Mai 2007
News 21.-24. Mai 2007
News 08.-20. Mai 2007
News 01.-07. Mai 2007
News 20.-30. April 2007
News 10.-19. April 2007
News 01.-09. April 2007
News 25.-31. März 2007
News 22.-24. März 2007
News 17.-21. März 2007
News 09.-16. März 2007
News 06.-08. März 2007
News 01.-05. März 2007

News 21.-28. Februar 2007
News 17.-20. Februar 2007
News 10.-16. Februar 2007
News 07.-09. Februar 2007
News 01.-06. Februar 2007

News 23.-31.Januar 2007
News 16.-22.Januar 2007
News 09.-15.Januar 2007
News 01.-08.Januar 2007
News 23.-31.Dezember 2006
News 14.-22.Dezember 2006
News 07.-13.Dezember 2006
News 01.-06.Dezember 2006

News 2006
News 2005
News 2004
News 2003
News 2002
News 2001
News 2000

 
       
   
Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 01. - 06. Dezember

 
       
     
       
   

Zitate des Monats:

Die Bedeutung von Internetforen für  Menschen ohne Beziehungserfahrung

"Ungeachtet der Ignoranz seitens der Öffentlichkeit, der Medien und der Wissenschaft bot sich mit dem Aufkommen des Internets den unfreiwillig Beziehungslosen erstmals eine Plattform an. Es kam zur Entstehung mehrerer einschlägiger Diskussionsforen, in welchen sie mit anderen Menschen in gleicher Lage Probleme diskutieren, sich gegenseitig Hilfe und Unterstützung gewähren und Gedanken austauschen konnten."
(
aus: Olaf Wickenhöfer "Unfreiwillig Single", 2004, S.9f.)

Die Keuschheitsbewegung zielt auf eine weltweite Vormachtstellung

"Viele Stimmen in den Vereinigten Staaten warnen, das Thema Enthaltsamkeitserziehung sei keines, über das sich der Rest der Welt erhaben fühlen sollte. Die politischen und religiösen Gruppierungen, die Lobbyarbeit für die Enthaltsamkeitserziehung betreiben, geben sich nicht damit zufrieden, lediglich die Politik des eigenen Staates zu beeinflussen. »Viele realisieren nicht, wie einflussreich genau diese Gruppen auf der internationalen Bühne geworden sind. In Afrika, Asien, West- und Osteuropa spielen sie eine immer größere Rolle.« Was sie in diesen Ländern zu sehen wünschen, ist eine Nachbildung dessen, was in den Vereinigten Staaten bereits umgesetzt wurde: »Ihr vorrangiges Ziel bleibt dasselbe: Förderung des tradierten Familienmodells, Einführung von Programmen deren einziger Inhalt die Aufforderung ist, bis zur Ehe enthaltsam zu bleiben; Neuausrichtung der HIV/Aids-Aufklärung [auf Enthaltsamkeitserziehung]; Einschränkung des Zugangs zu Verhütungsmitteln und restrikivere Abtreibungsgesetze.«"
(aus: Anke Bernau "Mythos Jungfrau", 2007, S.179f.)

 
       
       
     
     
     
   
  • BERG, Jean-Michel (2007): Wer lebt, stört.
    Wird Klimaschutz zur neuen Religion? Mit wachsendem Umweltbewusstsein erscheint menschliches Verhalten generell als Fehler - der CO2-Ausstoß wird zum Maß aller Dinge. So punktet etwa Hillary Clinton mit karbonneutralem Wahlkampf,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 06.12.
    • Inhalt:
      Eine "
      Scheidung muss man fortan nicht nur vor Gott, sondern ebenso vor dem Klima verantworten, denn Ehehaushalte sind ökologischer als die von Singles", meint BERG.
 
     
     
     
     
   
  • PTS (2007): "zwei" - Neue Single-Zeitung startet in der Schweiz durch,
    in: pressetext.ch v. 05.12.
    • Anmerkungen:
      Es gibt unzählige Versuche ein Single-Magazin auf dem deutschsprachigen Markt zu lancieren. Kein einziges davon gibt es noch. Und niemand trauert dem nach!

                  Der Werbetext für die Single-Zeitung "zwei" lässt wenig Hoffnung, dass dies ausgerechnet mit dieser Single-Zeitung anders wird.
                  Die Macher trauen nicht einmal ihrer Zielgruppe über den Weg und richten ihre Zeitung an Singles und Nicht-Singles ab 35.
                  Trendiges wird versprochen. Wer kein Konzept hat, der verspricht heutzutage Trendiges. "Solos" hieß im Oktober 2000 ein solches Trendprodukt, das bereits in der Startphase floppte.
                  Wer Kontaktanzeigen sucht, der wird heute von unzähligen Billigblättchen bedient - kostenlos. Warum also 2 Franken dafür bezahlen? Und bei einem Verlag, der sich Venus nennt, denkt man sowieso weniger an die Liebesgöttin, sondern an professionelle Sex-Anzeigen.
                  People Magazine wie Vanity Fair bieten haufenweise Porträts von Menschen. Braucht es da noch eine Billigversion namens "zwei"?
                  Bereits im März 2005 startete in der Schweiz das erste Single-Magazin "Super-Solo", das bereits nach 5 Ausgaben vor dem Aus stand. Grund dafür soll nicht das mangelnde Leserinteresse gewesen sein, sondern der Werbemarkt, wie das St. Gallener Tagblatt am 16.09.2006 berichtete.
                  Single-dasein.de lässt sich natürlich gerne vom Gegenteil überzeugen...
 
     
     
   
  • Späte Mütter - Eine Bibliografie

    • Anmerkungen:
      "
      Die »Ruhestandsfamilie« kann durchaus zu einer allgemein akzeptierten sozialen Institution werden",
      schrieb der Zukunftsforscher Alvin TOFFLER bereits 1970. Die reproduktionstechnischen Voraussetzungen sind mittlerweile geschaffen.

                  Nun kommt die Anpassung der Moral an die neuen Möglichkeiten auch in Deutschland in Gang. Noch herrschen die Abwehrreflexe vor, aber in einem Land, in dem großmäulige Leitartikler die Methusalem-Gesellschaft ausrufen und nationalkonservative Familienfundamentalisten Kinderlosen mit Kürzung der Sozialversicherungsleistungen drohen, wird sich nicht verhindern lassen, dass sich die späte Mutterschaft als mögliche Strategie von immer mehr Paaren durchsetzt.    
    • DEGEN, Marieke (2007): Mit Risiko zum späten Mutterglück.
      Reproduktionsmediziner Klaus Diedrich sieht späte künstliche Schwangerschaft kritisch,
      in: DeutschlandRadio v. 03.12.
    • AKYOL, Cigdem (2007): Zu den Dritten das Erste.
      Eine 64-jährige Rentnerin hat nach künstlicher Befruchtung in Aschaffenburg ihr erstes Kind geboren. Beide sind wohlauf. Aber ist, was technisch machbar ist, auch moralisch wünschenswert?
      in: TAZ v. 04.12.
    • BARTENS, Werner (2007): Die Last der späten Mutterschaft.
      Der Fall der 64-Jährigen, die in Aschaffenburg ein Kind bekommen hat, bringt die herkömmliche Vorstellungen von Familie und Generationenfolge durcheinander,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.
    • CHARISIUS, Hanno (2007): Eine "egoistische Lösung".
      Dass eine 64-jährige Frau ein Kind zur Welt gebracht hat, wird von Berufsverbänden und Fachärzten kritisiert,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.
    • GASEROW, Vera (2007): Oma im Baby-Glück,
      in: Frankfurter Rundschau v. 04.12.
    • HETRODT, Ewald (2007): Nur die Eltern sind glücklich,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.12.
    • SEIBEL, Andrea (2007): Allzu alt,
      in: Welt v. 04.12.
 
   
  • SCHMITT, Cosima (2007): Mutter kämpft gegen das Elterngeld.
    Vier Kinder, 300 Euro Elterngeld: Eine Mutter will mit einer Musterklage gegen die Unterstützung bis vors Verfassungsgericht ziehen. Die konservative Splitterpartei ödp unterstützt sie dabei. Die Leistung bevorzuge reiche Eltern, argumentieren beide,
    in: TAZ v. 04.12.
 
     
     
   
  • TAGESSPIEGEL (2007): Not am Mann.
    Zum Beispiel in Großharthau, Sachsen: Auf 100 Männer kommen hier nur 46 Frauen. "Die Mädels haben sich einfach fortgemacht", heißt es an vielen Orten Ostdeutschlands. Es entsteht eine Gesellschaft von Junggesellen, die sich oft als Versager fühlen, sagt eine Studie. Und manche driften in die rechte Szene ab,
    in: Tagesspiegel v. 03.12.
    • Anmerkungen:
      Die unzähligen Presse-Geschichten über die "Not am Mann" gleichen sich wie ein Ei dem anderen: Sie spielen im Osten, sie handeln vom Männerüberschuss und sie bedienen die Angstlust des Lesers am (Rechts-)extremismus, die der Soziologe Gunnar HEINSOHN mit seinem Pamphlet "Söhne und Weltmacht" auf die Spitze getrieben hat.

                  Mit dieser Demografisierung gesellschaftlicher Probleme wird man jedoch dem Thema Menschen ohne Beziehungserfahrung nicht gerecht, denn gerade in Westdeutschland, wo durch die sexuelle Revolution Beziehungsunerfahrenheit zur Domäne von Jugendlichen unter 18 geworden ist, gibt es eine beachtliche Minderheit von Beziehungsunerfahrenen, die unfreiwillig bis Mitte zwanzig, seltener darüber hinaus partnerlos geblieben sind.
                  Wer dieses Problem auf spektakuläre Fälle im Osten reduziert, der verkennt, dass unfreiwillige Partnerlosigkeit weniger mit Ungleichgewichten auf dem Partnermarkt zu tun hat, sondern mit den Mechanismen des modernen Partnermarktes an sich.  
 
   
PROFIL-Titelgeschichte: Schlachtfeld Familie.
  • HAGER, Angelika & Sebastian HOFER (2007): Happy Crshmas! Schlachtfeld Familie: Fliegende Fetzen und purzelnde Fassaden.
    Friede & Besinnlichkeit? Weihnachten ist der Crash-Test für marode Beziehungen und kriselnde Ehen,
    in: Profil Nr.49 v. 03.12.
 
     
   
  • MARTENSTEIN, Harald (0207): Letzte Chance für die Liebe.
    Weihnachten - das Fest der Familie. Was, Sie haben keine? Macht nichts. Wozu gibt es Weihnachtsagenten,
    in: Tagesspiegel v. 02.12.
 
   
  • MINGELS, Annette (2007): Lob der Wahlverwandten.
    Als Kind erfuhr die Autorin Annette Mingels, dass sie adoptiert wurde. Was sie nicht störte. Erst mit dreißig Jahren entschloss sie sich, ihre biologische Mutter zu treffen - eine Fremde. Ein Erfahrungsbericht,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.12.
 
   
  • MÜLLER, Christa (2007): Nicht Kontrolle, sondern Hilfe.
    Erziehungsarbeit muss  bezahlt werden,
    in: Welt v. 01.12.
 
     
   
PSYCHOLOGIE HEUTE-Titelgeschichte:
Ich ändere mich!
Die Kunst, seinem Leben eine neue Richtung zu geben
  • NUBER, Ursula (2007): Ein anderer Mensch werden.
    Selbstveränderung ist möglich, aber alles andere als einfach,
    in: Psychologie Heute, Dezember
  • KOPP-WICHMANN, Roland (2007): Warum es so verdammt schwer ist, sich zu verändern.
    Ändern würde man ja gerne so manches. Aber alle bisherigen Anläufe sind früher oder später gescheitert. Lag es daran, dass man sich Unmögliches vorgenommen hatte?
    in: Psychologie Heute, Dezember
  • NUBER, Ursula (2007): "Jeder Neuanfang kann enorme Kräfte freisetzen".
    Der Coach und Autor Horst Conen macht Mut: Er beschreibt, warum wir uns nicht nur mit einem Leben zufrieden geben sollten und wie es gelingen kann, eingefahrene Bahnen zu verlassen,
    in: Psychologie Heute, Dezember
  • GEUTER, Ulfried (2007): Selbstveränderung - ein Zwang von "ungeheurer Härte".
    Die New Economy verlangt von den Menschen, sich als eine Art Unternehmer ihrer selbst zu begreifen. Sie müssen ihr Selbst fit machen für den Wettbewerb und ständig in Bewegung bleiben. Welche Auswirkungen das auf den Einzelnen hat, beschreibt der Soziologe Ulrich Bröckling,
    in: Psychologie Heute, Dezember
 
   
  • LEHNART, Judith & Franz J. NEYER (2007): Wer sich bindet, wächst daran.
    In keinem anderen Lebensabschnitt verändert sich die Persönlichkeit so einschneidend wie im Übergang von der Jugend zum Erwachsenenalter. Doch was ist die treibende Kraft hinter diesem Wandel? In Längsschnittstudien haben deutsche Psychologen jetzt die Antwort gefunden: Die Bindung an einen Lebenspartner lässt Menschen in jungen Jahren reifen,
    in: Psychologie Heute, Dezember
    • Exklusiv-Story von single-dasein.de:
      "Seit einigen Jahrzehnten bleibt ein nicht unwesentlicher Prozentsatz der Bevölkerung ohne dauerhaften Partner. Der Anteil der Singles unter den 20- bis 30-Jährigen liegt seit Ende der 1960er Jahre konstant bei etwa 25 Prozent", behaupten LEHNART & NEYER.

                  Wie viele Singles es gibt, hängt entscheidend von der Definition des Paares ab.
                  SCHMIDT/MATTHIESEN/DEKKER/STARKE haben in ihrer Studie "Spätmoderne Beziehungswelten" an der Selbstdefinition der Befragten angeknüpft, während beim Familiensurvey Partner, deren Beziehung kürzer als ein Jahr bestand, den Partnerlosen zugerechnet wurden. Quantitativ ausgedrückt bedeutet dies:
                  "In unserer Studie stiege der Anteil der Singles in der Gesamtstichquote von 23 % auf 28 %, bei den 30-Jährigen sogar von 26 % auf 36 %"
                  SCHMIDT u.a. haben festgestellt, dass sich der Single-Anteil von den 68ern (1942Geborene) über die Single-Generation (1957Geborene) bis zur Generation Golf (1972 Geborene) nicht erhöht hat. Die Änderung im Bindungsverhalten beschreiben sie folgendermaßen:
                  "- Feste Partnerschaften beginnen heute früher als vor 30 Jahren (...).
      - Bis zum Alter von 30 Jahren haben die drei Generationen beinahe unterschiedslos 9-10 Jahre lang in festen Beziehungen gelebt (...)."

                  Die Anzahl der Partnerschaften, die jemand im Laufe seines Lebens durchlebt, hat sich also im Laufe der letzten Jahrzehnte erhöht. Singlephasen sind überwiegend das Nebenprodukt dieser häufigeren Partnerwechsel.
                  LEHNART & NEYER sehen die erste Partnerschaft als wichtigsten Schritt zu einer "reiferen" Persönlichkeit:
                  "Unsere Ergebnisse legen (...) nahe, dass die mit dem Übergang zur Partnerschaft erzielten Reifungsprozesse auch durch die Trennung nicht mehr gefährdet und rückgängig gemacht werden können. Wer eine Partnerschaft eingeht, gewinnt - zumindest im Hinblick auf seine Persönlichkeit!"
                  Menschen ohne Beziehungserfahrung wären in dieser Sicht unreifer als Beziehungserfahrene. Was im Hinblick auf Beziehungen ja unbestreitbar stimmt.
                  Die Unreife-Zuschreibung geht jedoch darüber hinaus. Die reife Persönlichkeit ist ein normatives Konstrukt, das ganzheitlich angelegt ist und zudem ein bestimmtes Beziehungsideal impliziert.
                  So wird z.B. Gewissenhaftigkeit nicht kognitiv, sondern sozial definiert. Wer keine Partnerschaft hat, ist nach dieser Definition also per se nicht gewissenhaft - auch nicht an seinem Arbeitsplatz oder in anderen Dingen.
                  Introvertierte Menschen gelten nicht als anders, sondern als Menschen zweiter Klasse, weil sie sich bei der Kontaktaufnahme nicht extravertiert genug verhalten.
                  Wer den Partner wechselt, der ist per se neurotischer als jener, der sich dauerhaft an seinen ersten Partner bindet.
                  Das Persönlichkeitsmodell ist also nicht wertfrei, sondern normativ.
                  Den Unterschied zwischen Gebundenen (Personen in Langzeitpartnerschaften) und Ungebundenen (dauerhaften Singles) erklären LEHNART & NEYER durch den persönlichen Bindungsstil, der Ausdruck der Persönlichkeit ist. Eine solche Sichtweise wird jedoch einer umfassenden Analyse des Single-Daseins nicht gerecht.
                  SCHMIDT u.a. erklären die Beziehungsinstabilität und die damit verbundene Zunahme der Singles dagegen als Konsequenz des hohen Stellenwerts von Beziehungen:
                  "Neben die Wertvorstellung »Dauer« tritt ein zweiter, konkurrierender Wert, den man »Beziehungsqualität« oder »Beziehungsintensität« nennen kann (...). Es geht dann icht um Dauer an sich, sondern um Dauer bei hoher emotionaler, intimer und (seltener) sexueller Qualität. Die Instabilität heutiger Beziehungen resultiert nicht aus Bindungsunfähigkeit oder -unlust; sie ist vielmehr die Konsequenz des hohen Stellenwertes, der Beziehungen für das persönliche Glück beigemessen wird und der hohe Ansprüche an ihre Qualität. "(2006, S.33f.).
                  LEHNART & NEYER bewerten moderne Beziehungen aus der Perspektive traditioneller Liebesbeziehungen, wodurch sie zu "richtigen/reifen" und "falschen/unreifen" Bindungsstilen kommen. SCHMIDT u.a. sehen in der geringeren Dauerhaftigkeit von Beziehungen dagegen die Durchsetzung eines modernen Beziehungsideals. Der französische Soziologe Jean-Claude KAUFMANN sieht im pragmatischen Liebesmodell sogar die bessere Alternative.
                  Die entscheidende Frage ist also, ob Dauerhaftigkeit per se ein Maßstab für Beziehungsfähigkeit sein kann, oder ob die Beziehungsqualität und damit die Paarebene miteinbezogen werden muss.
                  Die Studie "spätmoderne Beziehungswelten" von SCHMIDT u.a. zeigt ein differenziertes Bild moderner Lebensweisen. Im Gegensatz zu den meisten älteren Studien werden nicht nur zusammenwohnende Paare betrachtet, sondern auch Paare ohne gemeinsame Wohnung, die insbesondere bei unter 30-Jährigen besonders weit verbreitet sind. Durch den Vergleich dreier Generationen und verschiedener Lebensphasen geraten die Unterschiede des Single-Daseins und des Paarlebens viel umfassender in den Blick als dies psychologische Ansätze vermögen. Die Bedeutung von Bindungsstilen wird damit relativiert.
                  Die Zunahme der Singles ist in erster Linie die Konsequenz eines neuen Beziehungsideals. SCHMIDT u.a. haben nur bei 10 % einen alternativen Single-Lebensstil ausmachen können, wobei dieser Anteil über die Generationen konstant geblieben ist.
                  Nur für diese Gruppe der Langzeitsingles mit mehr oder weniger Kurzzeitbeziehungen, könnte tatsächlich von einem anderen Bindungsstil im Sinne von LEHNART & NEYER gesprochen werden. Der überwiegende Teil dieser Singles sind aber keine hedonistischen swinging Singles (der Anteil wird auf 3 - 4 % geschätzt), für die ein häufiger Partnerwechsel kennzeichnend ist. Zu den Langzeitsingles gehören auch Menschen ohne Beziehungserfahrung oder ältere Frauen, die sich ohne Partner im Alleinleben eingerichtet haben.      
 
   
SZ Wissen-Thema:
Bloss nicht erwachsen werden.
  • LEHNARTZ, Sascha (2007): Nie mehr erwachsen.
    Die Jugend hält heute immer länger an. Das sieht bei vielen Menschen lächerlich aus – ist es aber nicht. Jung im Kopf zu bleiben und die Weichen des Lebens erst spät zu stellen, ist die beste Strategie, um in der Welt des 21. Jahrhunderts zu bestehen,
    in: SZ Wissen, Dezember
 
   
DU-Thema:
Ein Alphabet des Verschwindens.
  • KLÄUI, Andreas (2007): Editorial,
    in: Du, Nr.11 Dezember/Januar
 
   
  • KIENLE, Dela (2007): Der Liebe hinterher ziehen.
    Warum die Krise meist nach dem Umzug kommt,
    in: Neon, Dezember
 
   

[ zum Seitenanfang ]

Zu den News vom   24 - 30. November 2007

 
       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
    [ Glossar ] [ Suche ] [ Homepage ]  
   
 
   
© 2000-2009
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Stand: 20. März 2009 Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002