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Medienrundschau:
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News vom 01.
- 14. Februar 2002
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- CLAUSNITZER,
Beate (2002): Maria und Joseph.
Vater
Staat: Eine Plakataktion der Bundesregierung
wirbt für die Familie,
in: Die ZEIT Nr. 8 v.
14.02.
- Inhalt:
CLAUSNITZER
kritisiert die
Plakataktion
der Bundesregierung. Dabei
erschließt sich ihre Position nur als
Negativum.
Sie
schildert ein idealtypisches Bild der
UR-Familie, deren väterliche Macht immer
mehr auf andere Instanzen übergegangen
ist: vom leiblichen Vater zum Gottvater
und nun zum Vater Staat. Bei dieser
Geschichte des Funktionsverlustes der
Familie hat ihr offenbar das Buch
"Die Heilige Familie und ihre
Folgen" von Albrecht KOSCHORKE als
Quelle gedient.
Staatliche
Ganztagsbetreuung ist ihr zu DDR-typisch.
Auch die Reduktion der Familie auf den
bevölkerungspolitischen Nutzen ist ihr
ein Dorn im Auge.
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- GASCHKE,
Susanne (2002): Den lieben langen Tag.
Schulen
müssen mehr sein als reine Lernanstalten. Ein
Plädoyer für die Ganztagsschule,
in: Die ZEIT Nr. 8 v. 14.02.
- Inhalt:
Susanne
GASCHKE plädiert
halbherzig für die Ganztagesschule.
Der
unumkehrbare Trend zur Berufstätigkeit
beider Eltern macht sie als
Angebotsschule für Kinder notwendig, die
sonst zu Problemkindern werden könnten.
Die Schulen sollen deshalb auch vorrangig
an "sozialen Brennpunkten"
eingerichtet werden. Die Ganztagesschule
soll also häusliche Defizite - im Sinne
der Charakterbildung - kompensieren. Die
deutsche
Mutter ist GASCHKEs
unausgesprochenes Ideal.
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- KLOTZ,
Almut (2002): Immer wieder wir.
Von
der Unmöglichkeit, eine coole Karrierefrau zu
sein, ohne schnell alt auszusehen: Katja Kullmann
las bei Kiepert aus ihrer "Generation
Ally",
in: TAZ Berlin v. 14.02.
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- FUHRIG, Dirk
(2002): Sex hat ein Ende.
Michel Houellebecq über
seinen neuen Roman "Plattform",
in: Frankfurter Rundschau
v. 14.02.
- Kommentar:
Befragt danach,
warum ihn die Franzosen nerven, geht er
auf die Ursachen des erstarkenden
Puritanismus in Frankreich ein:
"Ich
habe nur eine Erklärung dafür, nämlich
dass die Franzosen, die ja eine zutiefst
ungesunde, neidbehaftete Verbindung zu
den Vereinigten Staaten pflegen, die
Amerikaner möglichst perfekt imitieren
wollen. Was diesen lächerlichen
Puritanismus betrifft, ist das ganz
offensichtlich."
Auch in
Deutschland ist der Puritanismus eine
erstarkende Bewegung. Im März-Heft von
ALLEGRA befindet sich z.B. die Story
"Bis hierhin und nicht weiter"
über eine Beziehung ohne Sex.
Katharina
LIEBSCH hat in ihrem Buch
"Panik und Puritanismus" die
deutsche
"True-Love-Waits"-Bewegung als
Reaktion auf die kulturellen
Modernisierungen seit den 60er Jahren
beschrieben.
- FUHRIG, Dirk
(2002): Monsieur Tristesse.
Der französische Autor Michel
Houellebecq las im TAT aus seinem neuen Roman
"Plattform",
in: Frankfurter Rundschau
v. 14.02.
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- KOHSE, Petra
(2002): Tröpfelnde Zuwendung im Themenpark.
Hüpfbälle für alle: Die
deutsche Familienpolitik leidet am Mangel an
Visionen,
in: Frankfurter Rundschau
v. 13.02.
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- MONATH,
Hans (2002): Familie wird Spitzenthema.
Generalsekretär
Müntefering will damit die politische Mitte
besetzen: "Stoiber spielt bei uns keine
Hauptrolle",
in: Tagesspiegel v. 13.02.
- HMT
(2002): Des Kanzlers neue Kinder.
Die
SPD entdeckt die Familienpolitik
in: Tagesspiegel v. 13.02.
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- HANSSEN,
Frederik (2002): Was bin ich?
Katja
Kullmann analysiert die "Generation
Ally",
in: Tagesspiegel v. 12.02.
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- SCHLAFFER,
Heinz (2002): Schule der zweiten Frau,
in: Frankfurter Rundschau v. 12.02.
- Inhalt:
SCHLAFFER hebt die
Innovationsfähigkeit der
viel gescholtenen Geisteswissenschaftler
hervor:
"Vor dreißig Jahren durften
Vorstandsmitglieder oder Politiker an
Scheidung und Wiederverheiratung gar
nicht denken (...). Die Abschaffung
dieser altbürgerlichen Sitten begann
nach 1968 an den philosophischen
Fakultäten, den Leid- und Lusttragenden
der Studentenbewegung (...). Um nicht als
Don Juan oder Luftikus verschrieen zu
werden, sondern den Ruf akademischer
Ernsthaftigkeit zu wahren, heiratete der
doppelt so alte Professor seine
Lieblingsstudentin und überließ seine
altgediente Ehefrau der Vergangenheit.
(...).
Zuerst brüskiert, dann neidisch und
schließlich vom professoralen Vorbild
inspiriert, gingen Politiker und Manager
in die Schule der zweiten Frau (...).
Solange die Untergebenen - Amtsboten und
Fabrikarbeiter - noch lebenslang bei
ihrer ersten und einzigen Ehefrau
ausharren müssen, ist der Erwerb einer
jungen Frau durch einen alten Mann ein
Zeichen ökonomischer Potenz und sozialer
Distinktion."
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- KOSPACH,
Julia & Robert TREICHLER (2002): Das Ekel.
Der
französische Schriftsteller Michel Houellebecq
ist einer der erfolgreichsten Autoren der
Gegenwart. Ist er deshalb ein ernstzunehmender
Denker? Nein. Seine Ansichten sind banal und
reaktionär,
in: Profil
Nr.7 v. 11.02.
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- FUCHS-MATERNY,
Ursula (2002): Vehemente Streiterin im Kampf
gegen Gewalt.
Alice Schwarzers Dresdner
Rede "Zur Sache: Deutschland",
in: Dresdner
Neueste Nachrichten v. 11.02.
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- HEIMGÄRTNER,
Sabine (2002): Post aus Frankreich.
Kindersegen
für die Grande Nation,
in: Tagesspiegel
v. 10.02.
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- POSCHARDT, Ulf (2002): Warum
dieser Hass auf unsere Welt?
Eine Spurensuche am Rande
des Nachvollziehbaren,
in: Welt am Sonntag v.
10.02.
- Inhalt:
POSCHARDT
rechtfertigt den Selbsthass der Kinder
aus gutem Hause, der bis zu Militanz und
Terrorismus führen kann, als notwendiges
und systemstabilisierendes Element der
liberal-demokratischen Gesellschaft. Er
bezieht sich dabei auf den Soziologen
Niklas
LUHMANN:
"eine
Gesellschaft (muss) ihre Freiheit immer
bis zu den Rändern der Selbstbedrohung
ausweiten (...), um sich im Moment der
Bedrohung wieder über den Wert der
Freiheit sowie deren ideellen Kern zu
verständigen."
Als
Beispiel für den Selbsthass weiter Teile
des Bürgertums dient ihm u.a.
Christian
KRACHT und dessen
Roman
"1979":
"Der
exponierteste Vertreter junger deutscher
Literatur, Christian Kracht, hat mit
seinem jüngsten Roman '1979' jene
Tendenz zum offenen Bekenntnis der
Abscheu vor seiner eigenen Zivilisation
perfektioniert. Bei Kracht sind der Ekel
und die Verachtung für seine Mitwelt so
ausgeprägt, dass sie keinen Zweifel
darüber lassen, wie viel sie ihm einst
bedeutet haben musste."
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- KUPCZIK,
Ingrid (2002): Unbewusste Suche nach Mutter.
Neue
Erkenntnisse zur Partnerwahl: Ähnlichkeit mit
dem eigenen Elternteil ist ein wichtiges
Auswahlkriterium,
in: Welt
am Sonntag v. 10.02.
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- LORENTZ,
Frank (2002): Mein wunderbarer Waschsalon.
Neue
Orte für die Kultur: Zwei Salons in NRW sind
nicht nur zum Waschen da. Im einen steht eine
Bar, im anderen wird Comedy gespielt,
in: Welt
am Sonntag v. 10.02.
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- KLÜVER,
Henning (2002): Pronto? Mamma? Setz die Pasta
auf!
Die
Italiener sind ein Volk von Muttersöhnchen
und doch hat sich la famiglia
in den letzten Jahren radikal gewandelt,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 09.02.
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- Singlefeindlicher
Beitrag:
ZIPS, Martin (2002): Roland - allein zuhaus.
In Bayerns Großstädten
lebt jeder Zweite allein. Besuch bei einem von
zwei Millionen Singles - wie ein 40-Jähriger das
Leben in der Einsamkeit meistert,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 09.02.
- Kommentar:
Es ist eine
Schande, dass in einer überregionalen
Zeitung immer noch Falschmeldungen über
die Anzahl der Singles zu lesen sind.
Es kann gar keine
Rede davon sein, dass in Bayerns
Großstädten jeder Zweite allein lebt.
Der Autor verwechselt die
Haushalts-
und Personenebene.
ZIPS hätte
besser bei seinem Kollegen von der
Regionalzeitung "MAIN ECHO"
(10.12.2002) abgeschrieben, denn dort
steht zu lesen, dass "in den
bayerischen Städten mit mindestens 100
000 Einwohnern über 26 Prozent der
Menschen alleine (lebten). Fast jeder
zweite Haushalt (49 Prozent) bestand dort
aus nur einer Person."
Auch wenn man bei der SZ gerne die
Familien als aussterbende Minderheit
darstellt, so sollte man nicht versuchen
die Anzahl der Singles künstlich zu
dramatisieren, denn dies ist
singlefeindliche
Medienberichterstattung.
"Nur
wenige Singles sind unter 30". Dies
ist so richtig wie falsch!
Die größte Gruppe
sind die älteren Witwen. Aber auch junge
Singles unter 30 sind in Bayern mit 18
Prozent eine bedeutende Gruppe. Die
Alleinlebenden jedoch, die im Brennpunkt
der Medien stehen, sind die 25-45
Jährigen. Nur ist das nicht die
Mehrheit, wie es ZIPS nahelegt, sondern
eine Minderheit.
Nur
in einem Punkt liegt ZIPS richtig:
Männer dominieren
in dieser Gruppe auch wenn die weiblichen
Yuppies gerne in den Vordergrund gerückt
werden. Das Fallbeispiel eines
geschiedenen Alleinlebenden, der
Unterhalt zahlen muss liegt näher an der
Wirklichkeit des typischen männlichen
Singles im mittleren Lebensalter als die
üblichen Lifestyle-Yuppie-Geschichten.
Der Soziologe
Jörg ECKHARDT nennt diese
Gruppe die
"gebrauchten
Junggesellen".
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- US (2002):
Wachsende demographische Probleme.
Beschleunigter
Geburtenrückgang in Japan,
in: Neue
Zürcher Zeitung v. 07.02.
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- MAYER,
Susanne (2002): Es ist ein Junge!
Nachwuchs
für die Familienpolitik: Der jüngste
Hoffnungsträger heißt - Roland Koch,
in: Die
ZEIT Nr.7 v. 07.02.
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JESSEN,
Jens (2002): Der große Jammer.
Ein
Meister und sein Epigone: Joris-Karl Huysmans und
Michel Houellebecq. Aus Anlass des Romans
"Plattform"
in: Die
ZEIT Nr.7 v. 07.02.
- BURGHOFF,
Christel & Edith KRESTA (2002): Der arme
Mann!
Sex
im Pauschalangebot fordert der Bestsellerautor
Michel Houellebecq. So weit geht die
Tourismusindustrie (noch) nicht,
in: Die
ZEIT Nr.7 v. 07.02.
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BECK,
Ulrich (2002): Arbeit ist ein bewegliches Ziel.
Schröder
regiert wie Kohl. Die Arbeitslosigkeit wird
ausgesessen. Die zentrale Frage bleibt: Wie
schafft man trotz Rezession und Globalisierung
neue Jobs? Versuch einer Antwort,
in: Die
ZEIT Nr.7 v. 07.02.
- Kommentar:
Nichts Neues bei
Ulrich BECK, dafür
aber jede Menge auf den ersten Blick
Unverständliches! Bereits im
TAZ-Gespräch vom 31.01. hat BECK seine
zweitmoderne
Linie vom starken
Sicherheitsstaat ("ein Land kann
sich auch zu Tode
neoliberalisieren") bei
gleichzeitigem Abbau des Sozialstaats
("Weltwohlfahrtsnische
Deutschland") erklärt.
Nur in
diesem Kontext ist auch seine Behauptung
zu verstehen, dass SCHRÖDER sich beim
Aussitzen des Arbeitslosenproblems auf
den Geburtenrückgang verlassen hat.
Außer Ulrich BECK wissen aber alle
Experten, dass die
Entlastung
des Arbeitsmarktes durch den
Geburtenrückgang
- wenn überhaupt -
erst in einem Jahrzehnt eintritt. Was das
Gerede vom Ende der
Vollbeschäftigungsgesellschaft soll, vor
dem wir angeblich gerade stehen, das
weis auch nur BECK. Seit Mitte der 70er
Jahre gibt es keine
Vollbeschäftigungsgesellschaft mehr.
Diese sprachmagischen Formeln werden erst verständlich,
wenn er zum letzten Punkt kommt:
"es gibt knallharte
wirtschaftspolitische Gründe für Zuwanderung. Sie ist ein
Mittel gegen die drohende Vergreisung der deutschen
Gesellschaft".
Das Wort
von der "Vergreisung
Deutschlands" stammt ursprünglich
aus dem Jahr 1960. Damals stand
Deutschland ein einzigartiger Babyboom
und die Gastarbeiterwelle bevor.
In der damaligen Situation
erschien das Buch Die
Überalterung. Ursachen, Verlauf,
wirtschaftliche und soziale Auswirkungen
des demographischen
Alterungsprozesses von
Franz-Xaver
KAUFMANN im Zürcher Polygraphischen
Verlag.
Ein Jahr
später, 1961, erschien im Econ Verlag
das Buch
Gebrannte Kinder. Jugend in der
Nachkriegszeit von Richard KAUFMANN. In diesem Buch finden sich
bereits alle Argumente der gegenwärtigen
bevölkerungspolitischen Debatte:
"Selten
findet man mehr als zwei Generationen
(Eltern und Kindern) in einer Wohnung,
oft aber nur noch eine Generation, was
sich statistisch leicht nachweisen
läßt. Ein Viertel aller Ehen des Jahres 1957 war
kinderlos. Mangel an Tradition, Verzicht auf Familienerbe
und -bindung sind geradezu Kennzeichen der modernen
Siedlung", heißt es dort. Die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie wird auch damals bereits in Frage gestellt und die
Konkurrenz zwischen kinderloser Frau und Müttern behauptet:
"Die kinderlose Form der Ehe erhält ein sichtbares Plus -
sie wird belohnt (...). Demgegenüber schneidet die 'Ehe mit
Kindern' oftmals schlecht ab."
KAUFMANN
nennt ein Beispiel, das in der Sozialschmarotzer-Debatte
heute genauso aktuell ist wie damals:
"Der
vierundzwanzigjährige Monteur, der 700
Mark im Monat verdient, und seine Frau,
die dreiundzwanzigjährige Buchhalterin,
die netto etwas mehr als 500 Mark
erhält, haben gemeinsam eine Kaufkraft
von über 1000 Mark. Davon können sie
sich eine Junggesellenwohnung mit Dusche
und Kochnische einrichten, können
auswärts essen und den Urlaub in Italien
verbringen. Bekommt die Buchhalterin aber
nacheinander zwei Kinder und gibt ihre
Stellung auf, um sich den Kindern zu
widmen, dann leben plötzlich vier
Menschen in einer zu engen Wohnung von
700 Mark, und das heißt, daß sie in
ihrem Lebensstandard nicht mehr mit
anderen, kinderlosen Ehepaaren Schritt
halten können. Auch solche Hilfen wie
Steuervergünstigung oder Kindergeld
können den Ausfall an barem Geld, das
konsumiert werden darf, nicht entfernt
ersetzen. Die Konkurrenz zwischen Mutter
und Berufstätiger ist so eindeutig für
die berufstätige (kinderlose) Frau
entschieden, daß es darüber keine
Zweifel mehr geben kann."
Auch das
HEDONISMUS-Argument fehlt nicht:
"Eine Bürovorsteherin sagte mir
kürzlich, daß viele junge Mädchen
ihres Büros (...) 2/3 bis 3/4 ihres
Gehaltes für Kleidung, Friseur,
Kosmetik, Reisen und Vergnügungen
ausgeben. Bei vielen jungen Männern ist
es ähnlich... So kommt bei jung
verheirateten Ehepaaren die Angst: wie
soll es reichen".
Der Autor vermisst die
"selbstverständliche
Mütterlichkeit" der früheren
Generationen. Kinder werden deshalb zur
"Mangelware" und die
"Überalterung" schreitet fort.
Das Thema "Vaterlosigkeit"
fehlt genauso wenig wie das
Lieblingsthema von
Susanne GASCHKE: die
"Luxusverwahrlosung" der
Mittelschichtkinder.
Die
Prognosen der Bevölkerungsentwicklung
sind durchaus umstritten.
So erschien z.B. am
20. Dezember 2001 in dem Mitteilungsblatt
"beziehungsweise" des
Österreichischen Instituts für
Familienforschung der Aufsatz
Was beeinflusst die Bevölkerungszahl? von
Wolfgang LUTZ.
Darin werden die Unsicherheitsfaktoren bei der
Bevölkerungsprognose genannt.
LUTZ vertritt die darin
die Ansicht, dass "relativ geringfügige Veränderungen der
Fertilität die Größe und Altersstruktur der künftigen
Bevölkerung deutlich beeinflussen." Mit Fertilität ist hier
die Geburtenrate gemeint. Er nennt bei der Berechnung der
Geburtenrate auch das Hauptproblem, "dass wir nicht wissen,
bis zu welchem Grad diese Trends auf verändertes Timing
zurückzuführen sind, d.h. auf ein Aufschieben von Geburten".
Die
Polarisierungsthese der deutschen
Bevölkerungswissenschaftler und deren
Adepten von den
TICHYs bis zu
Meinhard MIEGEL behauptet eine deutliche
Zunahme von lebenslang Kinderlosen.
Dagegen spricht jedoch, dass die
Kinderlosenanteile vom Institut für
Bevölkerungswissenschaft in den letzten
Jahren ständig nach unten korrigiert
werden mussten. Es handelt sich also in
erster Linie um eine Erhöhung des Alters
bei den Erstgebärenden.
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- STEINFELD,
Thomas (2002): Ich werde nicht der neue Mensch
sein.
Wie
schade, dass die französische Revolution schon
stattgefunden hat: Ein Gespräch mit Michel
Houellebecq,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 07.02.
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-
SCHÖNBERGER,
Birgit (2002): Die fiesen Methoden der
Mütterpolizei.
Sie sind
hartnäckig, allgegenwärtig und machen
aus glücklichen Schwangeren
schuldbewusste Nervenbünde,
in:
Brigitte Nr.4 v.
06.02.
-
PFERSDORF,
Silke (2002): Mamas, vereinigt euch!
Vollzeitmütter sind
zu faul zum Arbeiten, Mütter mit Job
sind rücksichtslos, und beide Seiten
gehen munter aufeinander los. Als hätten
wir sonst keine Probleme. Mit abwesenden
Vätern, fehlenden Krippenplätzen und
chronischer Überlastung,
in:
Brigitte Nr.4 v.
06.02.
-
SCHNEIDER,
Anna (2002): Bei der Oma wird nicht
rumgesaut,
in: Brigitte
Nr.4 v. 06.02.
-
RICCI,
Nicola (2002): Die Mutter seiner Kinder,
in: Brigitte
Nr.4 v. 06.02.
-
HOHWIELER,
Christine & Karin WEBER-DUVE
(2002):Es gibt kein Richtig und kein
Falsch,
in: Brigitte
Nr.4 v. 06.02.
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- MAUCH,
Uwe (2002): Die fliegende Familie.
Auswirkungen
beruflicher Mobilität auf das Familienleben,
in: Kurier
v. 06.02.
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- LEHMIG,
Malte (2002): Schneller flirten.
"Speed
Dating" ist in den USA die beste Art,
zeitsparend einen Partner zu finden,
in: Tagesspiegel
v. 05.02.
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-
STUBER,
Manfred (2002): Massakrierte Gedanken.
Interview
mit Wilhelm Genazino über Sehnsucht,
Peinlichkeit und Wahnsinn,
in: Literaturkritik Nr.2,
Februar v. 05.02.
- Kommentar:
Vom
"Angestelltenhasser" und
Literaturpapst MRR wurde GENAZINO lange
Zeit geschmäht und erst durch den
Roman
"Ein Regenschirm für diesen
Tag" entdeckt.
GENAZINO
beschäftigt sich mit dem "aus der
Rolle fallen" bzw. mit dem
Verhältnis der gesellschaftlich
geteilten Mythen und dem individuell
Überschüssigen. Sein Protagonist in dem
neusten Roman lebt z.B. mit der Angst vor
dem Wahnsinnigwerden:
"Warum?
Aufgrund seiner gescheiterten beruflichen
Sozialisation hat der Protagonist kein
Außenprofil, er hat nur ein Innenprofil.
Er ist fast ausschließlich mit sich
selbst beschäftigt. Dazu neigen
Menschen, die von der normalen
Kommunikation in Beruf und Alltag
abgeschnitten sind, sie werden stark
introspektiv bis an die Grenze zum
Autismus. Daher kommt die Angst: Wenn das
nicht aufhört mit dieser
'Verschwindsucht', dann werde ich
vielleicht noch verrückt. Es ist die
Reaktion eines aus dem sozialen
Gleichgewicht gebrachten Subjekts. Wie
schon Aristoteles gesagt hat, ist der
Mensch ein geselliges Wesen, er soll
hinausgehen unter seinesgleichen und soll
sich austauschen. Wenn ihm das versagt
wird, drohen solche merkwürdigen
Pathologien. Lange bevor sie manifest
sind, werden sie vom Subjekt mit sich
selber kommuniziert".
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- OBERSCHELP,
Malte (2002): Gospelchor der Geschworenen.
Bei
Ally McBeal wird nicht nur geklagt und
verteidigt, sondern auch gesungen und gerockt.
Gastauftritte von bekannten Musikern sind
Programm - heute steht Popstar Sting wegen
Anstiftung zum Ehebruch vor Gericht (Vox, 22.05
Uhr),
in: TAZ
v. 05.02.
- Kommentar:
OBERSCHELP bezieht
sich in seiner Hommage an
Ally McBeal u.a. auf
Diedrich
DIEDERICHSENs Essay
"Adornos Taschentuch" in der
Jungle World vom 29.12.2001.
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- KOERNER,
Swantje-Britt (2002): Die unglücklichen Frauen
der "Generation Ally"
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung Online v. 04.02.
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SPIEGEL-Coverstory
"Die deutsche Titanic".
Der
neue Grass: Die verdrängte Tragödie des
Flüchtlingschiffes "Wilhlem Gustloff",
in: Spiegel Nr.6 v. 04.02.
- HAGE,
Volker (2002): "Das tausendmalige
Sterben".
In seiner neuen Novelle "Im
Krebsgang" erzählt Günter Grass
von der Tragödie der Versenkung des
Flüchtlingsschiffs "Wilhelm
Gustloff" 1945 - und schildert
packend einen von der deutschen Literatur
lange gemiedenen Stoff: die blutige
Geschichte der Flucht aus dem Osten,
in: Spiegel
Nr.6 v. 04.02.
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AUGSTEIN,
Rudolf (2002): Rückwärts krebsen, um
voranzukommen,
in: Spiegel
Nr.6 v. 04.02.
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- GRÄBER,
Berrit (2002): Senioren-WG als Alternative zum
Heim.
Trend
zum selbstbestimmten Wohnen im Alter,
in: Welt am Sonntag v.
03.02.
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- BENDA,
Andrea (2002): Rechthaberische Frauen.
Ally
McBeal macht Schule: Deutsche Produktionen
zeigen, wie schön und schwierig das Leben vor
Gericht ist,
in: Welt am Sonntag v.
03.02.
- Kommentar:
Das deutsche
Fernsehen hat die kaufkräftige
Zielgruppe
"Generation
Golf" entdeckt.
Das Interesse gilt jetzt speziell dem
weiblichen Part: der
"Generation
Ally". Wie BENDA
den AllyMcBealismus sieht:
"Ally
McBeal (betrat) den fiktionalen
Gerichtssaal und seitdem wissen wir es
besser. Die neurotische Anwältin mit den
Schmoll-Lippen und dem Rehblick
vollführte das Kunststück, kurze Röcke
tragen zu können, ohne ihren Intellekt
gleich mit zu mindern. Fortan war klar:
Jura ist sexy. Gleichzeitig verriet Ally
alle Ideale der Frauenbewegung, indem sie
vorführte, dass auch die toughe
Karriere-Singlefrau noch den
viktorianischen Drang nach Romantik und
der einzig wahren Liebe in sich
verspürt. Das Dilemma der modernen Frau:
Karriere ja, Familie auch, und dabei noch
so gut wie möglich aussehen."
"Edel
und Starck" sowie "Alicia"
sollen das deutsche "Generation
Golf"-Publikum nach Ally Mc Beal-Art
befriedigen.
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- OEHMIGEN,
Karin (2002): Alles Ally oder was?
Sie
können alles, dürfen alles und wollen alles.
Genau das macht es den Frauen der Generation Ally
so schwer,
in: SonntagsZeitung v.
03.02.
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- LERF,
Matthias (2002): "Einen Dogma-Film drehen
ist wie Blumen pflücken".
Die
dänische Filmbewegung ist ein Männerklub - aber
so erfolgreich wie Lone Scherfig mit
"Italien for Beginners" war keiner,
in: SonntagsZeitung v.
03.02.
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TAGESSPIEGEL-Thema
"Familienpolitik"
- MONATH,
Hans (2002): Suche nach Gesellschaft.
Familienpolitik
hat der Kanzler einst "Gedöns"
genannt. Jetzt macht er sie zu einem
Wahlkampfthema - und der CDU/CSU damit
Konkurrenz. Viele Menschen wissen nicht,
wie sie Familie und Beruf vereinbaren
sollen. Es macht ihnen Angst. Haben
Regierung und Opposition das erkannt?
in: Tagesspiegel v.
03.02.
- MONATH,
Hans (2002): "Das Familienbild ist
gespalten".
Sozialexperte
Frank Decker über Probleme und
Strategien von Union und Rot-Grün,
in: Tagesspiegel v.
03.02.
- HMT
(2002): Kampf um Kinder.
Was
die Parteien vorschlagen,
in: Tagesspiegel v.
03.02.
- DERNBACH,
Andrea (2002): Nicht in der Stimmung,
in:
Tagesspiegel v. 03.02.
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- KOHLENBERG,
Kerstin (2002): Die menschliche Eiszeit.
Ein
Ehepaar nach der Scheidung: Wem gehören
eigentlich ihre eingefrorenen Embryonen? Der
Anwalt Vincent Stempel hat diesen Fall in die
Schlagzeilen gebracht. Und ist damit berühmt
geworden. Ein Bericht aus Amerika,
in: Tagesspiegel v. 03.02.
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- FOD (2002):
"Männer leiden stärker unter Alleinsein
als Frauen".
Der Gerontologe und
Psychiater Dr. Peter Netz sprach über
Suizidalität im Alter - "Gesunkenes
Selbstwertgefühl" - Diskussion um
Sterbehilfe,
in: Gießener Anzeiger v.
02.02.
- Kommentar:
Von den
über-65jährigen sollen 25 % sozial isoliert sein. Es wird
jedoch nicht angegeben, was darunter verstanden wird.
Soziale Isolation
wird von einigen Forschern mit dem Führen eines
Einpersonenhaushaltes gleichgesetzt, andere verstehen
darunter die geringe Kontakthäufigkeit. Beides sind jedoch
keine ausreichenden Indikatoren für "Vereinsamung". Witwer
scheinen besonders gefährdet.
Über die Ursachen
wird im Bericht jedoch nur spekuliert. Angeblich soll die
Unfähigkeit einen Haushalt allein führen zu können, eine
Rolle spielen. Tatsache ist jedoch, dass ältere Männer nur
selten einen Einpersonenhaushalt führen, weil sie entweder
wieder heiraten oder früher sterben als ihre Ehefrau.
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- BEISE,
Marc (2002): Auf die Familien kommt es an.
Ministerpräsident
Koch hat ein Thema zur Profilierung gefunden,
in: Süddeutsche Zeitung v.
02.02.
- Kommentar:
Der umtriebige Promi
Jürgen
BORCHERT hat einen
"Wiesbadener Entwurf" für den
hessischen Ministerpräsidenten Roland
KOCH verfasst. BEISE bezeichnet BORCHERT
als "Richterrebellen" und
"brutalst möglichen
Querdenker".
Das Flair
von BORCHERT lebt jedoch vor allem von
einem großen Missverständnis, denn der
Richter polemisiert zwar gerne gegen
Kinderlose, aber so mancher Vater von 4
Kindern, der sich von BORCHERT
ausgezeichnet vertreten fühlt, wird
letztlich feststellen müssen, dass
er SINGLE
ist, weil seine Kinder nicht mehr im
Haushalt leben.
So war das
aber nicht gemeint, sondern SINGLE sind
immer nur die anderen, d.h. die angeblich
so weit verbreiteten lebenslang
Kinderlosen. Das Erwachen dieser Eltern
wird dann kommen, wenn sie die Zeche der
Familienpolitik bezahlen dürfen. Nicht
Familienpolitik, sondern
Familienhaushaltspolitik müsste es bei
BORCHERT korrekt heißen.
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- HAMMER, Martin (2002):
Richtige Mischung aus Genuss und Gesundheit.
Regale voller Rätsel. Bei
der Verbraucherzentrale lernen Münchner Singles,
wie man im Supermarkt richtig einkauft,
in: Süddeutsche Zeitung v.
01.02.
- Kommentar:
Die SZ - den Singles
selten wohl gesonnen, außer es geht darum
sie unter die Haube zu bringen oder sie
als Sozialschmarotzer zur
Auflagensteigerung zu missbrauchen - hat
angesichts über 50 % Single-Haushalte in
München den Single als unmündigen
Konsumenten entdeckt.
Man hat bei
der SZ sogar im Archiv gegraben und ein "Lebenshilfe"-Dossier
für Singles ins Netz
gestellt. Ein Abschied von lieb gewonnenen
Klischees fällt der SZ jedoch weiterhin
schwer...
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KÖHLER,
Thomas (2002): Jugendgenerationen im Vergleich:
Konjunkturen des (Non-)Konformismus,
in:
Aus Politik und Zeitgeschichte B 5 v. 01.02.
- Inhalt:
KÖHLER beschreibt
die Abfolge von (un-)politischen
Generationen als Abfolge verschiedener
Jugendkulturen, wobei er einen engen
Zusammenhang zwischen der
"identitätsbildenden Ressource
Erwerbsarbeit" und dem Wartesaal
Jugendkultur herstellt.
Beginnend
mit der
"Flakhelfer-Generation"
(Heinz BUDE) bzw. der
"skeptischen
Generation" (SCHELSKY) und deren
"kulturkonservativen
Haltungen", über die
Rocker-Krawalle der
Wirtschaftswunder-Republik und die
nonkonformistischen "68er",
deren
Erfahrungshunger
(Michael RUTSCHKY) einen
"Informalisierungsschub" (zur
Abwechslung WOUTERS statt Ulrich BECK)
auslöste, spannt KÖHLER einen Bogen zur
Punk-Bewegung (Johnny
ROTTON statt HOUELLEBECQs Vorbild Sid
VICIOUS) und den Disco-Poppern als
Vorläufern der
Yuppies.
um
Schluss geht KÖHLER noch auf die
"89er"-Wendejugend ein:
"Seit Mitte der
neunziger Jahre gewannen bei Jugendlichen
aus Ost- und West-Deutschland 'die
traditionellen Werte der Höflichkeit und
Arbeitsethik und der Sparsamkeit rasch
wieder an Bedeutung'; die
intergenerationelle Kluft ist zum Ende
der neunziger Jahre 'nahezu in sich
zusammengebrochen'".
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- REBHANDL, Bert (2002):
Tanz der Autonomen.
Gregor Schnitzlers
Filmkomödie "Was tun, wenn's brennt"
trauert dem wilden Kreuzberg nach,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 01.02.
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- ROTEN,
Michèle (2002): 25 Jahre EMMA.
Liebe
Alice Schwarzer Ich gratuliere Ihnen zu einem
Vierteljahrhundert Emma. Vor 25 Jahren war ich
noch nicht auf der Welt,
in: Weltwoche Nr.5 v. 01.02.
- Kommentar:
ROTEN hält es
lieber mit Britney SPEARs und pfeift auf
Alice
SCHWARZER und ihre
Emma.
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- GRAUBNER, Hans-Joachim
(2002): Keine Angst vor Tabus.
Michel Houellebecqs Roman
"Plattform" auf Deutsch
in: Stuttgarter Zeitung v.
01.02.
- SCHÜBLER, Walter
(2002): 239 bis 242!
Derselbe auf Skandal
zielende Themenmix, dasselbe Szenario der
Erregung wie schon bei den
"Elementarteilchen". Michel Houellebecq
wirft das Hölzel, und die Meute apportiert -
schwanzwedelnd. "Plattform", der neue
Roman des Provokateurs. Ein skandalöser Einwurf.
in: Die Presse v. 01.02.
- Kommentar:
Michel Houellebecqs
Roman
"Plattform" ist auf
Deutsch erschienen und die ersten
Rezensionen sind bereits erschienen.
SCHÜBLER hält zwar nichts von dem
französischen Provokateur, bietet jedoch
- infotainmentgerecht - einen
Leser-Service und nennt alle
Seitenzahlen, die auch für die
Nicht-Leser von Interesse sind.
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- GROMBACHER, Welf
(2002): Um vier Uhr nachmittags, da fängt das
Revolutionsspiel an.
Die neuen, ziemlich
geschwätzigen Belanglosigkeiten von Frankreichs
Popliterat Frédéric Beigbeder,
in: Saarbrücker Zeitung v. 01.02.
- Kommentar:
Wo Houellebecq ist,
da ist
BEIGBEDER meist
nicht weit.
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- BARONAS,
Jurate (2002): So wird er zum Saubermann.
Er hat noch immer nicht
kapiert, dass er nicht mehr im Hotel Mama wohnt.
Eine Abreibung hilft da nur wenig. Zeigen Sie ihm
lieber, wo der Putzlappen hängt,
in: Cosmopolitan Nr.2,
Februar
- Kommentar:
Lebenshilfe für die
geplagte Karrierefrau aus der
Generation
Golf bietet hier
BARONAS. Früher erzogen Mütter ihre
Kinder mit Liebesentzug, BARONAS wendet
dieses Prinzip auf das ausgewachsene
männliche "Kind" an:
"Grausam aber effizient: Kein Staub
gewischt, kein Sex." Statt der
Bestrafungsaktion ist auch die
Belohnungsstrategie anwendbar: "viel
Staub gewischt, viel Sex".
Solche
behavioristischen Methoden aus der
Mottenkiste sollen den Mann entweder zum
Putzen animieren oder zur
Bezahlung
einer Putzhilfe:
"Wenn er eine Putzfrau finanziert,
ist er die leidige Haushaltsdebatte
los."
Jean-Claude KAUFMANN hat diese
Haushaltsdebatten als Teil des
Paarbildungsprozesses in dem
Buch
"Schmutzige Wäsche"
beschrieben. Die Erfolgsaussichten von
Erziehungsmaßnahmen auf diesem Sektor
beurteilt er eher skeptisch.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 16. - 31. Januar
2002
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