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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 04. Februar 2005

 
 
     
     
     
 
   
Zitat des Monats:
"Mit (...) spitzen Fingern sollte die Angabe »ein Drittel aller Frauen bleibt kinderlos« angefasst werden, die seit der jüngsten Allensbach-Umfrage (taz, 12. 1. 2005) wieder kursiert. Hier sind die Wiesbadener Schätzer auch schon vorsichtiger geworden. Im jüngsten Bevölkerungsbericht heißt es etwa: »Die um 1965 geborenen Frauen werden zu ca. 20 Prozent kinderlos bleiben.« Das ist ein Fünftel."
(Ulrike Winkelmann in der taz vom  21.01.2005)
 
 
 
 
  • LLOSA, Mario Vargas (2005): Variationen auf das Kondom.
    Wenn die katholische Kirche überleben will, muß sie Verhütung akzeptieren,
    in: Welt v. 04.02.
    • Inhalt:
      Der Schriftsteller Mario Vargas LLOSA fordert die Akzeptanz der Verhütung durch die katholische Kirche und benennt das Kernproblem:

            
        "Wenn der Vatikan das Kondom zuläßt, muß er etwas zugeben, was er immer bestritten hat: daß nämlich der Hauptantrieb der Sexualität, von den Höhlenmenschen bis zu den komplizierten Liaisons der Moderne, die Suche nach Lust ist, nicht die Erzeugung von Nachkommen"
 
 
 
  • KNAUER, Roland (2005): Auf die alten Tage.
    Deutschland überaltert. Und deshalb müssen vollkommen andere Wohn- und Lebensformen her,
    in: Tagesspiegel v. 04.02.
 
  • NIEJAHR, Elisabeth (2005): Warum Hartz IV zu Hochzeiten und Trennungen führt,
    in: Die ZEIT Nr.6 v. 03.02.
 
  • KISSLER, Alexander (2005): Die Selbst-Optimierer.
    Frauen und Männer: Neueste Ermittlungen im Krisengebiet (3). Körpertuning und Kuscheltantra: Der postmoderne Mann im Fadenkreuz der Ansprüche,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.02.
    • Inhalt:
      Alexander KISSLER hat die Männerstudie "Moderne Helden" des Hamburger Trendbüros und der Zeitschrift GQ aus dem Jahr 2002 herausgekramt. Er kommt zum Schluss:

            
        "Wenig ist geblieben von den neuen Männern und den neuen Liebhabern, Optionisten und Egophilen. Man kann sie hier und da zwar treffen, doch sei sind keine Hoffnung, sie sind das Gespenst veralteter Utopien. (...). Die Verlockungen des Soliden und Eindeutigen sind die neuen Sirenenklänge. Klare Männer braucht das Land."
 
  • BECK, Ulrich (2005): Die Gesellschaft des Weniger.
    Arbeitslosigkeit, Hartz IV: ein Land steigt ab,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.02.
    • Kommentar:
      Vom Fahrstuhl-nach-oben-Guru hat sich Ulrich BECK zum Fahrstuhl-nach-unten-Guru gewandelt.

            
        Sein Mantra dürfte die Herrschenden beruhigen, denn dank Individualisierung wird die größer werdende soziale Ungleichheit von den Bürgern weiterhin hingenommen.
            
        BECK beschreibt die Ökonomisierung des Sozialen folgendermaßen:
            
        "Die Gesellschaft des Mehr nahm den Staat in die Verantwortung, die Gesellschaft des Weniger setzt auf das Individuum (...). Dahinter verbirgt sich vielleicht eine neue Herrschaftsstrategie. Diese folgt nicht mehr dem Prinzip von Fürsorge und Bevormundung, sondern dem der Selbstverantwortung und Selbstzurechnung (...). Selbstentfaltung heißt: Jeder wird nun zum Dompteur seiner Anpassung zum Weniger."
            
        Es könnte aber auch ganz anders kommen. Heinz BUDE hat vor kurzem die Re-Politisierung der bislang unpolitischen Eliten beschrieben.
            
        Peter GLOTZ  hat schon vor längerem hervorgehoben, dass der "Digitale Kapitalismus" seine neuen Gegeneliten hervorbringt.
            
        Vor über 10 Jahren hat der Poptheoretiker Diedrich DIEDERICHSEN den Umschlagspunkt der neuen Ernsthaftigkeit in der Gesellschaft des Weniger beschrieben:
            
        "Exakt an dem Punkt, wo sich die zugestandene Aufschiebung des Ernstes des Lebens (ewige Studentenzeit, erträgliche Einnahmen in den Schattenökonomien der Indie-Szene und der Kunstwelt) in einen erzwungenen Aufschub (Arbeitslosigkeit, Rezession auch im Kulturbereich, Steigerung des Anteils auch der Beschäftigten, die nicht mehr dauerhafte Jobs haben, sondern sich von Job zu Job hangeln, wodurch Leute unfreiwillig bohemisiert werden, aber of die betreffenden Verhaltensweisen und Denkgewohnheiten entwickeln) verwandelt, wird aus der fröhlichen Dissidenz des theoretischen Selberdenkers politischer Ernst." ("Gefühlte Paprika - Die politische Subjektivität der Boheme" in: Texte zur Kunst, September 1993, S.70)
 
  • WACKWITZ, Stephan (2005): Attraktivere ältere Herren.
    Womit haben sexuell aktive Junggesellen eigentlich die schlechte Presse verdient?
    in: Welt v. 02.02.
    • Inhalt:
      Der Schriftsteller Stephan WACKWITZ, sporadisch Autor für das antifeministische Kampfblatt MERKUR, verteidigt den Hagestolz gegen seine Verächter:

            
        "Jenseits der 35 dagegen hat der unverheiratete Mann entweder schwul zu sein (noch besser: impotent) oder sich zu verstecken, wenn er der (hier plötzlich ganz ungebremsten, von politisch korrekten Skrupeln nicht angekränkelten) Diskrimination durch einen längst zum Mainstream, zur politischen Folklore und einer Art theoretischer Airport Art gewordenen Feminismus entgehen will. Viel Gedankenloses und Grausames ist da im Spiel, viel Neid übrigens, wie erwähnt, zum Teil leider auch. Der ältere Mann ist dem populärfeministischen Mainstream zufolge entweder Ehemann oder Loser. Er hat die Wahl zwischen den Rollenfächern Pantoffelheld, vereinsamt und verwahrlost vor sich hinmuffelnder Sonderling oder demütiges Scheidungsopfer, das selber schuld dran ist und in entwürdigenden Fernsehshows um seine Frau »kämpft«."
            
        WACKWITZ plädiert, ermutigt von der erstarkenden antifeministischen Bewegung, für die Rehabilitation des älteren Junggesellen:
            
        "Eine zukünftige Bachelor-Pride-Bewegung, als deren Grand Old Sack ich mich mit dieser kleinen Polemik hiermit schon mal perspektivisch bewerben und ins Gespräch bringen möchte, sollte zunächst vielleicht nicht mehr tun, als vom frühen Feminismus zu lernen
 
  • FR-Thema Politik: Die Kinderfrage.
    Die Fraktion der Reproduktionsverweigerer wächst. Jede dritte Frau bleibt kinderlos. Die Politik mag kinderfeindliche Bedingungen wie die schlechte Betreuungssituation ändern. Doch vielen fehlt schlicht der geeignete Partner. FRplus Politik betreibt Ursachenforschung zwischen materiellen Überlegungen, Imagefragen und individueller Glückssuche - und lässt Eltern und Kinderlose ihre Entscheidung reflektieren

    • Kommentar:
      Ursachenforschung möchte die FR betreiben! Aber was tut die FR wirklich? Sie verdoppelt fragwürdige Umfrageergebnisse aus Allensbach. Ist das Qualitätsjournalismus?

            
        Deutschland mangelt es an Debattenkultur. Keine Debatte über die Fragwürdigkeit der Bevölkerungsstatistik! Keine Debatte, ob die Bevölkerungsentwicklung überhaupt unser zentrales Problem ist.
            
        Begriffe wie Reproduktionsverweigerer stellen bereits eine Vorverurteilung dar.
            
        Statt Kinderlose ernst zu nehmen, liefert die FR die üblichen Verdächtigen. Kein Kinderloser wird sich davon überzeugen lassen! Schade um das unnütze Papier... 
      • HEBESTREIT, Steffen (2005): Mehret Euch!
        Kinder sind ein Armutsrisiko, Familienleben klingt nach Spießertum und dennoch: Babys machen glücklich. Plädoyer,
        in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
        • Kommentar:
          "Lamento und Larmoyanz von Eltern sind sattsam bekannt. Neu in der Debatte ist aber, dass sich auch potenzielle Mütter und Väter von einem Klima abschrecken lassen, das sie als kinder- und familienfeindlich wahrnehmen", meint HEBESTREIT. Leider zeitigt diese Erkenntnis keinerlei Folgen! Stattdessen ist dieser Beitrag eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
      • HEBESTREIT, Steffen (2005): Kinder? Niemals!
        Kinderloser Marketing-Fachmann, 34 Jahre alt, Single, sterilisiert
        in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
      • GROSSMANN, Uta (2005): Aufgebrezelt zum Martinszug.
        Berufstätige Mutter, 37 Jahre alt, Juristin, verheiratet, eine Tochter
        in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
      • HOLL, Yvonne (2005): Häppchenweise.
        Kinderloser Filmvorführer und Druckerei-Hilfsarbeiter, 47 Jahre alt, fest liiert, mit Onkelpflichten,
        in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
      • HILDEBRANDT, Antje (2005): Der Impuls fehlt.
        Kinderlose Doppelverdienerin, 35 Jahre alt, Germanistin, fest liiert,
        in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
      • HEBESTREIT, Steffen (2005): Erst Kinder - und dann Karriere.
        Berufstätige Mutter, 33 Jahre alt, Politologin, verheiratet, zwei Söhne,
        in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
      • BRAUCK, Markus (2005): Die Frage nach dem Mann.
        Berufstätige Mutter, 42, PR-Frau, verheiratet, eine Tochter,
        in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
 
  • SCHMITT, Cosima (2005): Familienmenschen sind glücklicher.
    Allensbach-Umfrage ergibt: Die Familie ist den Deutschen wichtig, sie gilt als Quelle des Glücks. Gerade Kinder machen froh - zumindest, solange sie noch Babys sind. Danach stehen Eltern auch nicht besser da als kinderlose Paare,
    in: TAZ v. 02.02.
 
 
  • Der lesenswerte Artikel
    DATH, Dietmar (2005): Wer Zukunft zeugt.
    Soll Mutterschaft wieder Schicksal werden?
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.02.
    • Kommentar:
      Heute muss Dietmar DATH an die demografische Front. Im Gegensatz zur bisherigen Debatte verteidigt DATH die Wahlfreiheit in Sachen Reproduktion.

            
        DATH weist daraufhin, dass bei den Grünen bereits Mitte der 80er Jahre die "neue Mütterlichkeit" zur Verdammung der kinderlosen Karrierefrau führte:
            
        "Vor den jüngsten demographischen Warnschüssen einer überalterten Gesellschaft war diese Differenz zwischen Natur und Kultur noch das Proprium »neuer sozialer Bewegungen«, etwa der Leute, die den berühmten »grünen Mütterkongreß« ausrichteten, der 1986 unter dem Motto »Leben mit Kindern - Mütter werden laut« stattfand und unter anderem dazu führte, daß Feministinnen, die trotzdem keine Kinder kriegen wollten, sich von linken Genossinnen und Genossen als »Aquariumskarrieristinnen« anschwärzen lassen mußten."
            
        Hatte also die Nach-68er-Generation ihr Eltern-Coming out bereits in den 80ern, so wird die postfeministische Mütterlichkeit durch eine Debattenatmosphäre befeuert, "in der plötzlich wieder von Reproduktionsverpflichtungen gesprochen werden kann, die erfüllt werden müssen, um die brüchig gewordenen tieferen Stockwerke des Gesellschaftsbaus zu stabilisieren."
            
        DATH beklagt die damit verbundene Naturalisierung des Sozialen (siehe hierzu ausführlicher Christoph BUTTERWEGGE) und nennt die Interessen, die von einer solchen Naturalisierung profitieren:
            
        "Wenn in den reichen Ländern der Nordhalbkugel die Kleinen ausbleiben, fallen die Mieten und steigen die Löhne. Daß das den Besitzern von Wohnungen und Fabriken nicht gefällt, ist ebensowenig ein vernünftiger Grund, Frauen zur Bereitstellung einer nachindustriellen Reservearmee fürs postfordistische Zeitalter zu verpflichten, wie der Wunsch vieler Männer, die lästige weibliche Konkurrenz von den Arbeitsmärkten zu verscheuchen, weil die Lage dort prekärer geworden ist.
            
        Auch die verbreitete Angst vor der unkontrollierten Vermehrung Zugewanderter gebietet logisch nicht zwingend, einheimische potentielle Mütter an die demographische Front zu schicken. Denn wenn der besagte technische Fortschritt, oft in der Chiffre »Lebensstandard« versteckt, angefangen von der Ausbildung zu einem Leben, das ihn zu nutzen versteht, auch Migrantinnen offensteht, dann werden sie in entsprechender statistischer Verteilung ebenfalls Karrierefrauen oder Mütter mit Beruf sein - was sie allenfalls noch daran hindert, sind wagenburgartig abgeschottete Sozialzusammenhänge, die von der gesellschaftlichen Prämierung der Selbstethnisierung zehren, nicht ein mythischer Gebärtrieb."
            
        DATH sieht in der Bejahung des Fortschritts - und dazu gehört auch die Freiheit der Reproduktion - die einzige Alternative zu einer "Neuorganisation nach biologischen Kriterien":
            
        "Alles andere als die Anerkennung der Tatsache, daß zur Reproduktion die freie Wahl gehört wie zur modernen bürgerlichen Gesellschaft die »Hochachtung vor der individuellen Subjektivität« (Hegel), riecht nicht nach Neuzeit, sondern nach mit ökonomischen und kulturellen Erwägungen nur notdürftig verbrämten vormodernen Vorstellungen vom Gemeinwesen, die sich an Bluts- statt an Bürgerrecht orientieren."   
 
  • GRÖTKER, Ralf (2005): Patchwork und Fransen.
    Ein Sammelband über die "Reflexive Moderne" stellt die Diagnose allgegenwärtiger Begriffskrisen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 01.02.
    • Kommentar:
      GRÖTKER stellt den Sammelband "Entgrenzung und Entscheidung", herausgegeben von Ulrich BECK und Christoph LAU, vor.

            
        Seit 1986 ist bekannt, dass es BECK immer um Begriffskrisen geht, nur für GRÖTKER ist das etwas sensationell Neues.
            
        Lässt man einmal das Zweite-Moderne-Beiwerk weg, dann lässt sich festhalten, dass sich der institutionelle Zusammenhang zwischen Geld und Liebe gelockert hat.
            
        Wie single-dasein.de im ersten Teil der Serie über "Alleinlebende in Deutschland" aufzeigt, trägt die amtliche Statistik dieser Tatsache nicht Rechnung. Die Folge ist, dass sich allein wirtschaftende Paare mit Partnerlosen in der statistischen Kategorie der Alleinlebenden wieder finden.
            
        Dieses Faktum dringt erst langsam auch in die öffentliche Debatte ein (siehe z.B. Iris HANIKA).      
 
  • SCHMITT, Cosima (2005): Die finanzielle Uhr tickt!
    Männlich, ledig, alt, sucht … leider oft vergeblich nach einer gebärwilligen jungen Frau. Das belegt eine neue Studie, die auch die alte Wahrheit bestätigt: Geld und Macht machen Männer attraktiv,
    in: TAZ v. 01.02.
 
  • HÖGE, Helmut (2005): Wo bleibt die Tageszeitung Alte Welt?
    Wirtschaft als das Leben selbst,
    in: junge Welt v. 01.02.
    • Inhalt.
      HÖGE vermisst den großen Altersheim-Roman:

            
        "Man sieht nur noch Kinder und Greise, der Rest der Bevölkerung ist irgendwohin unterwegs – auf der Suche nach Arbeit.
      Das gilt erst recht für das nahezu deindustrialisierte Berlin, wo es weitaus mehr Seniorencenter gibt als Jugendclubs und -lounges. Desungeachtet warten wir hier noch immer auf den großen Altersheim-Roman, während eine kleine radikale Minderheit von Teenies und Twens im Juvenilbezirk Prenzlauer Berg (www.mykiez.de) eine lächerliche Autobiographie nach der anderen rauspoppt.
      Gut, es gibt den Bestseller des FAZ-Herausgebers Schirrmacher: »Das Methusalem-Komplott«, in dem er uns unter Verweis auf seine 104 Jahre alte Großmutter damit droht, ebenfalls uralt zu werden – die Rache der Gene. Ferner hat der Sänger Grönemeyer den ersten Band seiner Werkreihe über Altersbeschwerden veröffentlicht: »Mein Rückenbuch«. Und es gibt die Altersheim-Einschleichreportage »Der Witwentröster« von Mark Wortmann, aber dies ist schon wieder eine Youngster-Publikation – von einem Zivildienstleistenden.
      "
 
 
  • BEGLINGER, Martin (2005): Der LeitKulturWolf.
    Mit provokanten Thesen zeigt der Politikprofessor Paul Nolte den vermeintlichen Weg aus der ökonomischen Krise,
    in: Rolling Stone, Februar
    • Kommentar:
      BEGLINGER stellt den neokonservativen Historiker Paul NOLTE als Mann der Stunde vor.

            
        Im Interview darf NOLTE seine Vorstellungen vom Abbau des Sozialstaates vortragen. NOLTE sieht sich selber als linker Konservativer, genauer wäre er jedoch als Wertekonservativer beschrieben. Auch wenn ihm das nicht gefällt.
            
        NOLTE profitiert von der großen Koalition der Eliten oder wie er es ausdrückt:
            
        "Die Unterschiede zwischen aufgeklärten Grünen, jüngeren SPD-Leuten und den Reformorientierten bei der CDU sind nicht so groß - zumindest in der Frage, was schief läuft im Land."
            
        Paul NOLTE sagt den Alleinerziehenden in Deutschland den Kampf an und kündigt damit den Konsens der vergangenen 35 Jahre auf:
            
        "Nicht nur die Kinder nehmen Schaden, sodnern es ist auch eine große materielle Belastung, weil dadurch viele Sozialfälle entstehen. Es ist eine Illusion zu glauben, die Patchwork- oder die Single-Gesellschaft koste nichts, oder der Staat habe für die Folgen aufzukommen."
 
DAS MAGAZIN-Titelgeschichte:
Generation Kunst?
Florian Illies über die neue Macht der Malerei
  • THIEME, Manuela (2005): Chaos, Melancholie, Unsicherheit.
    Kunst hilft, die Wirren dieser Welt zu ertragen, sagen Florian Illies und Amelie von Heydebreck. Die Protagonisten der "Generation Golf" klingen, als hätten sie ihren Lebenssinn gefunden,
    in: Das Magazin, Februar
 
  • BRÜSER, Christian (2005): Die geraubte Braut.
    Geschichten vom Glück klingen eigentlich anders. In Georgien passiert es immer wieder, daß Männer die Frauen entführen, die sie gern heiraten wollen. Die archaische Tradition ist bis heute eine gängige Variante der Partnersuche,
    in: Das Magazin, Februar
 
NEON-Titelgeschichte:
Wir wollen unsere Chance!
Warum die guten Jobs so ungerecht verteilt werden - und wie man das ändern kann
  • KIENLE, Dela (2005): Das "Jeder kann es schaffen"-Märchen.
    Wer sich genug anstrengt, kommt ganz nach oben? Du bis, was du bist - dank deiner eigenen Fähigkeiten? Schön wär's. Die Wahrheit ist: Wir haben viel weniger Einfluss auf unser Leben, als wir gerne glauben wollen. Und die Startchancen sind alles andere als gerecht...
    in: Neon, Februar
 
 
  • LUXAT, Stefanie (2005): "Ich will morgens keinen Sex".
    Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit, 3. Teil: Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
    in: Neon, Februar
 
  • GLOTZ, Peter (2005): Die neuen Frühsozialisten,
    in: Cicero, Februar
    • Inhalt:
      Peter GLOTZ warnt vor neuem Widerstand gegen den Digitalen Kapitalismus:

            
        "Die Gefahr liegt in einer existenzialistischen Politisierung der Jugend, in einer Abwendung der Unterschichten von der institutionalisierten Politik und in einer Verbündung absteigender Mittelschichten und enttäuschter Randbelegschaften mit antipolitischen, rechtspopulistischen und antisemitischen/antizionistischen Instinkten. Die Möglichkeit eines massenhaften Zulaufs zu Protestparteien, zu einer neuen »Jugendrevolte«, zu einer massenmedial produzierten Idolisierung von charismatischen Führungsfiguren nach dem Muster Che Guevaras besteht wieder. Deshalb sind die Reaktionen der politischen Eliten (Global Governance-Geplauder), der Wirtschaftsführer (totschweigen) und der Linksparteien (totstellen) falsch.
      Hans Weingartner hat nämlich genau die richtige Überschrift gefunden: Die fetten Jahre sind vorbei. Die Globalisierung mag weltweit die soziale Gerechtigkeit sogar steigern. (..). Den Unterschichten im alten Europa aber wird es, vermutlich anderthalb Jahrzehnte lang, schlechter gehen. Ob sich diese Unterschichten darauf beschränken werden, nur die Möbel in den Wohnungen ihrer Bosse umzustellen?
      "
   

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