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Medienrundschau:
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News vom
01. - 04. Februar 2005
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BAUREITHEL, Ulrike (2005): Krieg der Generationen?
Mobilmachung. n der
aktuellen Demografie-Debatte beklagen die einen das Sinn-, die anderen
das Rentenloch - doch es gibt auch kluge Stimmen im Palaver über die
aussterbende Nation,
in: Freitag Nr.5 v. 04.02.
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LLOSA, Mario Vargas (2005): Variationen auf das Kondom.
Wenn die katholische Kirche überleben will, muß sie Verhütung
akzeptieren,
in: Welt v. 04.02.
- Inhalt:
Der Schriftsteller Mario Vargas LLOSA fordert
die Akzeptanz der Verhütung durch die katholische Kirche und benennt
das Kernproblem:
"Wenn
der Vatikan das Kondom zuläßt, muß er etwas zugeben, was er immer
bestritten hat: daß nämlich der Hauptantrieb der Sexualität, von den
Höhlenmenschen bis zu den komplizierten Liaisons der Moderne, die
Suche nach Lust ist, nicht die Erzeugung von Nachkommen"
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KNAUER, Roland (2005): Auf die alten Tage.
Deutschland überaltert. Und deshalb müssen vollkommen andere Wohn-
und Lebensformen her,
in: Tagesspiegel v. 04.02.
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NIEJAHR, Elisabeth (2005): Warum Hartz IV zu Hochzeiten und Trennungen
führt,
in: Die ZEIT Nr.6 v. 03.02.
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KISSLER, Alexander (2005): Die Selbst-Optimierer.
Frauen und Männer: Neueste Ermittlungen im Krisengebiet (3).
Körpertuning und Kuscheltantra: Der postmoderne Mann im Fadenkreuz der
Ansprüche,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.02.
- Inhalt:
Alexander KISSLER hat die Männerstudie "Moderne Helden"
des Hamburger Trendbüros und der Zeitschrift GQ aus dem Jahr
2002 herausgekramt. Er kommt zum Schluss:
"Wenig ist geblieben
von den neuen Männern und den neuen Liebhabern, Optionisten und
Egophilen. Man kann sie hier und da zwar treffen, doch sei sind
keine Hoffnung, sie sind das Gespenst veralteter Utopien. (...). Die
Verlockungen des Soliden und Eindeutigen sind die neuen
Sirenenklänge. Klare Männer braucht das Land."
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BECK, Ulrich (2005): Die Gesellschaft des Weniger.
Arbeitslosigkeit, Hartz IV: ein Land steigt ab,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.02.
- Kommentar:
Vom Fahrstuhl-nach-oben-Guru hat sich
Ulrich BECK zum
Fahrstuhl-nach-unten-Guru gewandelt.
Sein Mantra
dürfte die Herrschenden beruhigen, denn dank Individualisierung wird
die größer werdende soziale Ungleichheit von den Bürgern weiterhin
hingenommen.
BECK
beschreibt die Ökonomisierung des Sozialen folgendermaßen:
"Die Gesellschaft des Mehr
nahm den Staat in die Verantwortung, die Gesellschaft des Weniger
setzt auf das Individuum (...). Dahinter verbirgt sich vielleicht
eine neue Herrschaftsstrategie. Diese folgt nicht mehr dem Prinzip
von Fürsorge und Bevormundung, sondern dem der Selbstverantwortung
und Selbstzurechnung (...). Selbstentfaltung heißt: Jeder wird nun
zum Dompteur seiner Anpassung zum Weniger."
Es könnte
aber auch ganz anders kommen.
Heinz BUDE hat vor kurzem die
Re-Politisierung der bislang unpolitischen Eliten beschrieben.
Peter GLOTZ hat schon vor
längerem hervorgehoben, dass der "Digitale Kapitalismus" seine neuen
Gegeneliten hervorbringt.
Vor über 10 Jahren
hat der Poptheoretiker
Diedrich DIEDERICHSEN den
Umschlagspunkt der neuen Ernsthaftigkeit in der Gesellschaft des
Weniger beschrieben:
"Exakt an dem Punkt,
wo sich die zugestandene Aufschiebung des Ernstes des Lebens (ewige
Studentenzeit, erträgliche Einnahmen in den Schattenökonomien der
Indie-Szene und der Kunstwelt) in einen erzwungenen Aufschub
(Arbeitslosigkeit, Rezession auch im Kulturbereich, Steigerung des
Anteils auch der Beschäftigten, die nicht mehr dauerhafte Jobs
haben, sondern sich von Job zu Job hangeln, wodurch Leute
unfreiwillig bohemisiert werden, aber of die betreffenden
Verhaltensweisen und Denkgewohnheiten entwickeln) verwandelt, wird
aus der fröhlichen Dissidenz des theoretischen Selberdenkers
politischer Ernst." ("Gefühlte Paprika - Die politische
Subjektivität der Boheme" in: Texte zur Kunst, September 1993, S.70)
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WACKWITZ, Stephan (2005): Attraktivere ältere Herren.
Womit haben sexuell aktive Junggesellen eigentlich die schlechte
Presse verdient?
in: Welt v. 02.02.
- Inhalt:
Der Schriftsteller
Stephan WACKWITZ, sporadisch Autor
für das
antifeministische Kampfblatt MERKUR,
verteidigt den
Hagestolz gegen seine Verächter:
"Jenseits
der 35 dagegen hat der unverheiratete Mann entweder schwul zu sein
(noch besser: impotent) oder sich zu verstecken, wenn er der (hier
plötzlich ganz ungebremsten, von politisch korrekten Skrupeln nicht
angekränkelten) Diskrimination durch einen längst zum Mainstream,
zur politischen Folklore und einer Art theoretischer Airport Art
gewordenen Feminismus entgehen will. Viel Gedankenloses und
Grausames ist da im Spiel, viel Neid übrigens, wie erwähnt, zum Teil
leider auch. Der ältere Mann ist dem populärfeministischen
Mainstream zufolge entweder Ehemann oder Loser. Er hat die Wahl
zwischen den Rollenfächern Pantoffelheld, vereinsamt und verwahrlost
vor sich hinmuffelnder Sonderling oder demütiges Scheidungsopfer,
das selber schuld dran ist und in entwürdigenden Fernsehshows um
seine Frau »kämpft«."
WACKWITZ
plädiert,
ermutigt von der erstarkenden
antifeministischen Bewegung, für die Rehabilitation des
älteren Junggesellen:
"Eine
zukünftige Bachelor-Pride-Bewegung, als deren Grand Old Sack ich
mich mit dieser kleinen Polemik hiermit schon mal perspektivisch
bewerben und ins Gespräch bringen möchte, sollte zunächst vielleicht
nicht mehr tun, als vom frühen Feminismus zu lernen"
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FR-Thema Politik: Die Kinderfrage.
Die Fraktion der Reproduktionsverweigerer wächst. Jede dritte Frau
bleibt kinderlos. Die Politik mag kinderfeindliche Bedingungen wie die
schlechte Betreuungssituation ändern. Doch vielen fehlt schlicht der
geeignete Partner. FRplus Politik betreibt Ursachenforschung zwischen
materiellen Überlegungen, Imagefragen und individueller Glückssuche -
und lässt Eltern und Kinderlose ihre Entscheidung reflektieren
-
Kommentar:
Ursachenforschung möchte die FR betreiben!
Aber was tut die FR wirklich? Sie verdoppelt fragwürdige
Umfrageergebnisse aus Allensbach. Ist das Qualitätsjournalismus?
Deutschland mangelt es an Debattenkultur. Keine Debatte über die
Fragwürdigkeit der Bevölkerungsstatistik!
Keine Debatte, ob die
Bevölkerungsentwicklung überhaupt unser zentrales Problem ist.
Begriffe wie Reproduktionsverweigerer stellen bereits eine
Vorverurteilung dar.
Statt Kinderlose ernst zu nehmen, liefert die FR die üblichen
Verdächtigen. Kein Kinderloser wird sich davon überzeugen lassen!
Schade um das unnütze Papier...
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HEBESTREIT, Steffen (2005): Mehret Euch!
Kinder sind ein Armutsrisiko, Familienleben klingt nach
Spießertum und dennoch: Babys machen glücklich. Plädoyer,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
- Kommentar:
"Lamento und Larmoyanz von Eltern sind sattsam
bekannt. Neu in der Debatte ist aber, dass sich auch potenzielle
Mütter und Väter von einem Klima abschrecken lassen, das sie als
kinder- und familienfeindlich wahrnehmen", meint HEBESTREIT.
Leider zeitigt diese Erkenntnis keinerlei Folgen! Stattdessen
ist dieser Beitrag eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
-
HEBESTREIT, Steffen (2005): Kinder? Niemals!
Kinderloser Marketing-Fachmann, 34 Jahre alt, Single,
sterilisiert
in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
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GROSSMANN, Uta (2005): Aufgebrezelt zum Martinszug.
Berufstätige Mutter, 37 Jahre alt, Juristin, verheiratet, eine
Tochter
in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
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HOLL, Yvonne (2005): Häppchenweise.
Kinderloser Filmvorführer und Druckerei-Hilfsarbeiter, 47 Jahre
alt, fest liiert, mit Onkelpflichten,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
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HILDEBRANDT, Antje (2005): Der Impuls fehlt.
Kinderlose Doppelverdienerin, 35 Jahre alt, Germanistin, fest
liiert,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
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HEBESTREIT, Steffen (2005): Erst Kinder - und dann Karriere.
Berufstätige Mutter, 33 Jahre alt, Politologin, verheiratet,
zwei Söhne,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
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BRAUCK, Markus (2005): Die Frage nach dem Mann.
Berufstätige Mutter, 42, PR-Frau, verheiratet, eine Tochter,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.02.
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SCHMITT, Cosima (2005): Familienmenschen sind glücklicher.
Allensbach-Umfrage ergibt:
Die Familie ist den Deutschen wichtig, sie gilt als Quelle des Glücks.
Gerade Kinder machen froh - zumindest, solange sie noch Babys sind.
Danach stehen Eltern auch nicht besser da als kinderlose Paare,
in: TAZ v. 02.02.
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- Der lesenswerte Artikel
DATH, Dietmar (2005): Wer Zukunft zeugt.
Soll Mutterschaft wieder Schicksal werden?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.02.
- Kommentar:
Heute muss
Dietmar DATH an die demografische
Front. Im Gegensatz zur bisherigen Debatte verteidigt DATH die
Wahlfreiheit in Sachen Reproduktion.
DATH weist daraufhin, dass
bei den Grünen bereits Mitte der 80er Jahre die "neue
Mütterlichkeit" zur Verdammung der kinderlosen Karrierefrau führte:
"Vor
den jüngsten demographischen Warnschüssen einer überalterten
Gesellschaft war diese Differenz zwischen Natur und Kultur noch das
Proprium »neuer sozialer Bewegungen«, etwa der Leute, die den
berühmten »grünen Mütterkongreß« ausrichteten, der 1986 unter dem
Motto »Leben mit Kindern - Mütter werden laut« stattfand und unter
anderem dazu führte, daß Feministinnen, die trotzdem keine Kinder
kriegen wollten, sich von linken Genossinnen und Genossen als
»Aquariumskarrieristinnen« anschwärzen lassen mußten."
Hatte also die
Nach-68er-Generation ihr Eltern-Coming out bereits in den 80ern, so
wird die postfeministische Mütterlichkeit durch eine
Debattenatmosphäre befeuert, "in der
plötzlich
wieder von Reproduktionsverpflichtungen gesprochen werden kann, die
erfüllt werden müssen, um die brüchig gewordenen tieferen Stockwerke
des Gesellschaftsbaus zu stabilisieren."
DATH beklagt die
damit verbundene Naturalisierung des Sozialen (siehe hierzu
ausführlicher Christoph BUTTERWEGGE) und nennt die Interessen, die
von einer solchen Naturalisierung profitieren:
"Wenn
in den reichen Ländern der Nordhalbkugel die Kleinen ausbleiben,
fallen die Mieten und steigen die Löhne. Daß das den Besitzern von
Wohnungen und Fabriken nicht gefällt, ist ebensowenig ein
vernünftiger Grund, Frauen zur Bereitstellung einer
nachindustriellen Reservearmee fürs postfordistische Zeitalter zu
verpflichten, wie der Wunsch vieler Männer, die lästige weibliche
Konkurrenz von den Arbeitsmärkten zu verscheuchen, weil die Lage
dort prekärer geworden ist.
Auch die verbreitete Angst vor der unkontrollierten Vermehrung
Zugewanderter gebietet logisch nicht zwingend, einheimische
potentielle Mütter an die demographische Front zu schicken. Denn
wenn der besagte technische Fortschritt, oft in der Chiffre
»Lebensstandard« versteckt, angefangen von der Ausbildung zu einem
Leben, das ihn zu nutzen versteht, auch Migrantinnen offensteht,
dann werden sie in entsprechender statistischer Verteilung ebenfalls
Karrierefrauen oder Mütter mit Beruf sein - was sie allenfalls noch
daran hindert, sind wagenburgartig abgeschottete
Sozialzusammenhänge, die von der gesellschaftlichen Prämierung der
Selbstethnisierung zehren, nicht ein mythischer Gebärtrieb."
DATH sieht in
der Bejahung des Fortschritts - und dazu gehört auch die Freiheit
der Reproduktion - die einzige Alternative zu einer "Neuorganisation
nach biologischen Kriterien":
"Alles
andere als die Anerkennung der Tatsache, daß zur Reproduktion die
freie Wahl gehört wie zur modernen bürgerlichen Gesellschaft die
»Hochachtung vor der individuellen Subjektivität« (Hegel), riecht
nicht nach Neuzeit, sondern nach mit ökonomischen und kulturellen
Erwägungen nur notdürftig verbrämten vormodernen Vorstellungen vom
Gemeinwesen, die sich an Bluts- statt an Bürgerrecht orientieren."
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- GRÖTKER, Ralf (2005): Patchwork und
Fransen.
Ein Sammelband über die "Reflexive Moderne" stellt die Diagnose
allgegenwärtiger Begriffskrisen,
in: Frankfurter Rundschau v. 01.02.
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SCHMITT, Cosima (2005): Die finanzielle Uhr tickt!
Männlich, ledig, alt, sucht …
leider oft vergeblich nach einer gebärwilligen jungen Frau. Das belegt
eine neue Studie, die auch die alte Wahrheit bestätigt: Geld und Macht
machen Männer attraktiv,
in: TAZ v. 01.02.
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HÖGE, Helmut (2005): Wo bleibt die Tageszeitung Alte Welt?
Wirtschaft als das Leben selbst,
in: junge Welt v. 01.02.
- Inhalt.
HÖGE vermisst den großen Altersheim-Roman:
"Man
sieht nur noch Kinder und Greise, der Rest der Bevölkerung ist
irgendwohin unterwegs – auf der Suche nach Arbeit.
Das gilt erst recht für das nahezu deindustrialisierte Berlin, wo es
weitaus mehr Seniorencenter gibt als Jugendclubs und -lounges.
Desungeachtet warten wir hier noch immer auf den großen
Altersheim-Roman, während eine kleine radikale Minderheit von
Teenies und Twens im Juvenilbezirk Prenzlauer Berg (www.mykiez.de)
eine lächerliche Autobiographie nach der anderen rauspoppt.
Gut, es gibt den Bestseller des FAZ-Herausgebers Schirrmacher: »Das
Methusalem-Komplott«, in dem er uns unter Verweis auf seine 104
Jahre alte Großmutter damit droht, ebenfalls uralt zu werden – die
Rache der Gene. Ferner hat der Sänger Grönemeyer den ersten Band
seiner Werkreihe über Altersbeschwerden veröffentlicht: »Mein
Rückenbuch«. Und es gibt die Altersheim-Einschleichreportage »Der
Witwentröster« von Mark Wortmann, aber dies ist schon wieder eine
Youngster-Publikation – von einem Zivildienstleistenden."
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- BEGLINGER, Martin (2005): Der
LeitKulturWolf.
Mit provokanten Thesen zeigt der Politikprofessor Paul Nolte den
vermeintlichen Weg aus der ökonomischen Krise,
in: Rolling Stone, Februar
- Kommentar:
BEGLINGER stellt den neokonservativen
Historiker
Paul NOLTE als Mann der Stunde vor.
Im Interview darf
NOLTE seine Vorstellungen vom Abbau des Sozialstaates vortragen.
NOLTE sieht sich selber als linker Konservativer, genauer wäre er
jedoch als Wertekonservativer beschrieben. Auch wenn ihm das nicht
gefällt.
NOLTE profitiert
von der großen Koalition der Eliten oder wie er es ausdrückt:
"Die Unterschiede
zwischen aufgeklärten Grünen, jüngeren SPD-Leuten und den
Reformorientierten bei der CDU sind nicht so groß - zumindest in der
Frage, was schief läuft im Land."
Paul NOLTE
sagt den Alleinerziehenden in Deutschland den Kampf an und kündigt
damit den Konsens der vergangenen 35 Jahre auf:
"Nicht nur die Kinder
nehmen Schaden, sodnern es ist auch eine große materielle Belastung,
weil dadurch viele Sozialfälle entstehen. Es ist eine Illusion zu
glauben, die Patchwork- oder die Single-Gesellschaft koste nichts,
oder der Staat habe für die Folgen aufzukommen."
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DAS
MAGAZIN-Titelgeschichte:
Generation Kunst?
Florian Illies über die neue Macht der
Malerei |
- THIEME, Manuela (2005): Chaos,
Melancholie, Unsicherheit.
Kunst hilft, die Wirren dieser Welt zu ertragen, sagen Florian
Illies und Amelie von Heydebreck. Die Protagonisten der "Generation
Golf" klingen, als hätten sie ihren Lebenssinn gefunden,
in: Das Magazin, Februar
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- BRÜSER, Christian (2005): Die geraubte
Braut.
Geschichten vom Glück klingen eigentlich anders. In Georgien
passiert es immer wieder, daß Männer die Frauen entführen, die sie
gern heiraten wollen. Die archaische Tradition ist bis heute eine
gängige Variante der Partnersuche,
in: Das Magazin, Februar
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NEON-Titelgeschichte:
Wir wollen unsere Chance!
Warum die guten Jobs so ungerecht verteilt
werden - und wie man das ändern kann |
- KIENLE, Dela (2005): Das "Jeder kann
es schaffen"-Märchen.
Wer sich genug anstrengt, kommt ganz nach oben? Du bis, was du
bist - dank deiner eigenen Fähigkeiten? Schön wär's. Die Wahrheit
ist: Wir haben viel weniger Einfluss auf unser Leben, als wir gerne
glauben wollen. Und die Startchancen sind alles andere als
gerecht...
in: Neon, Februar
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- VORBEK, Lilli (2005): Am Morgen
danach...
...kann alles anders sein. Gnadenlos. Wenn bruchstückhaft die
Erinnerung an eine rauschende Nacht wiederkommt, und man sich mit
schwerem Kopf fragt: Musste das sein? Hätte man sich das nicht sparen
können? Sparen müssen? Auf diese Fragen gibt es Antworten,
in: Neon, Februar
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- LUXAT, Stefanie (2005): "Ich will
morgens keinen Sex".
Ehrliche Kontaktanzeigen.
Nichts als die Wahrheit, 3. Teil: Singles erzählen aufrichtig von
ihren Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
in: Neon, Februar
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GLOTZ, Peter (2005): Die neuen Frühsozialisten,
in: Cicero, Februar
- Inhalt:
Peter GLOTZ warnt vor neuem
Widerstand gegen den Digitalen Kapitalismus:
"Die
Gefahr liegt in einer existenzialistischen Politisierung der Jugend,
in einer Abwendung der Unterschichten von der institutionalisierten
Politik und in einer Verbündung absteigender Mittelschichten und
enttäuschter Randbelegschaften mit antipolitischen,
rechtspopulistischen und antisemitischen/antizionistischen
Instinkten. Die Möglichkeit eines massenhaften Zulaufs zu
Protestparteien, zu einer neuen »Jugendrevolte«, zu einer
massenmedial produzierten Idolisierung von charismatischen
Führungsfiguren nach dem Muster Che Guevaras besteht wieder. Deshalb
sind die Reaktionen der politischen Eliten (Global
Governance-Geplauder), der Wirtschaftsführer (totschweigen) und der
Linksparteien (totstellen) falsch.
Hans Weingartner hat nämlich genau die richtige Überschrift
gefunden: Die fetten Jahre sind vorbei. Die Globalisierung mag weltweit
die soziale Gerechtigkeit sogar steigern. (..). Den Unterschichten
im alten Europa aber wird es, vermutlich anderthalb Jahrzehnte lang,
schlechter gehen. Ob sich diese Unterschichten darauf beschränken
werden, nur die Möbel in den Wohnungen ihrer Bosse umzustellen?"
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom
26. -
31. Januar 2005
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