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Medienrundschau:
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News vom 01.
- 15. Januar 2002
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- ERBE,
Barbara, DPA (2002): In der Single-Gesellschaft
laufen Katzen den Hunden den Rang ab,
in: Märkische Allgemeine v. 15.01.
- Kommentar:
Katzen gehören als
"pflegeleichte und trotzdem
verschmuste Hausgesellen" zum
Stereotyp des berufstätigen Singles wie
es z.B. durch die TATORT-Kommissarin Lena
Odenthal in den 90er Jahren populär
gemacht wurde.
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- PAUL, Markus
(2002): Bevölkerungsexperte:
Zuwanderung sichert unsere
Lebensqualität
in: Nürnberger Nachrichten
v. 15.01.
- Inhalt:
Interview mit dem
Bevölkerungswissenschaftler
Rainer
MÜNZ.
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- SCHULZ-Ojala
(2002): Die Liebe in Venedig.
Der
größte deutsche Filmverleih ist in der Krise -
und versucht, mit Lone Scherfigs auf der
Berlinale preisgekröntem Film "Italienisch
für Anfänger" zu überleben
in: Tagesspiegel v. 15.01.
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- DEGEN,
Rolf (2002): Doch nicht "ganz der
Papa".
Babys
gleichen ihrem Vater nicht - die Anonymität
schützt Kuckuckskinder vor Vernachlässigung
in: Tagesspiegel v. 15.01.
- Kommentar:
DEGEN beschäftigt
sich mit einem Topthema der
Männerzeitschriften: dem Kuckuckskind
(nicht zu verwechseln mit den
Väterzeitschriften!).
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- I.M.
(2002): Hausarbeit geht auch Väter etwas an.
Das
Gleichstellungsbüro ruft zu "Fairplay at
home" auf,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 15.01.
- Kommentar:
"Singles,
Alleinerziehende sowie unverheiratete,
aber in festen Partnerschaften lebende
Männer verrichten fast drei Viertel des
von Frauen geleisteten Pensums an
Hausarbeit, wissen (...) sehr wohl, wie
man mit Bügeleisen, Schrubber und
Abwaschbürste umgeht. Die Heirat sowie
die Geburt von Kindern lassen die Männer
jedoch vergessen, was sie einmal konnten.
Oder wie sonst lässt sich erklären,
dass der Beitrag an die Haus- und
Familienarbeit mit steigender Kinderzahl
sinkt?"
Dieses
Rätsel hat bereits viele FeministInnen
und Machos umgetrieben. Entsprechend
unterschiedlich fällt die Antwort aus.
Der
französische Soziologie
Jean-Claude
KAUFMANN, von dem
dieses Jahr das Buch
"Singlefrau und Märchenprinz" erscheinen
wird, hat diesem Thema seine Erkundungen
über die
"Schmutzige
Wäsche" gewidmet.
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- KOLONKO,
Petra (2002): "Ein-Kind-Politik" wird
in China Gesetz.
Die Regelung gilt schon seit
23 Jahren, doch immer noch wächst die
Bevölkerung,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 14.01.
- Kommentar:
Während in
Deutschland die Erziehungskosten für Kinder der Staat tragen
soll, geht China den entgegen gesetzten Weg:
"Für Familien, die ohne
Erlaubnis mehr Kinder bekommen, gibt es in Zukunft keine
Bußgelder mehr. Statt dessen müssen sie 'öffentliche
Erziehungskosten' bezahlen."
Weniger
streng reglementiert das Gesetz die besser verdienende,
großstädtische Bevölkerung, z.B. von Shanghai.
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- REPKE,
Irina/WASSERMANN, Andreas/WINTER, Steffen (2002):
Wieder der doofe Rest?
Eine
Billion Euro Fördergelder verhinderten nicht,
dass der Osten zum Mezzogiorno Deutschlands
wurde. Alle Bemühungen, die Flucht der Menschen
gen Westen zu stoppen, sind gescheitert - die
Folgen werden immer dramatischer,
in: Spiegel Nr.3 v. 14.01.
- Inhalt:
Bericht über die
Abwanderung aus den Neuen Bundesländern.
Der Soziologe Wolfgang WEIß wird mit
einer Radikalkur zitiert. Nach seinen
Vorstellungen soll das Unvermeidliche
vorweggenommen werden, d.h. "aus der
Region 'das Seniorenparadies
Deutschlands' zu machen und die
verbleibenden Flächen für den künftig
verlangten ökologischen Landbau zu
nutzen - 'denn ein Altersheim wird das
Land sowieso'.
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- HOROWITZ,
Nina (2002): "Dann ist Ruhe im Karton".
Interview.
Vergangenen Samstag hatte "Hund Frau
Mann" von Sibylle Berg im Kasino am
Schwarzenbergplatz Premiere. Ein Gespräch mit
der Zeitgeist-Dichterin über Pessimismus, die
Liebe und Kakerlaken,
in:
Profil Nr.3 v. 14.01.
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- WELT
AM SONNTAG (2002): "Scheidung" auf
katholisch.
In
Deutschland lassen sich im Durchschnitt täglich
533 Paare scheiden,
in: Welt am Sonntag v.
13.01.
- HOLLSTEIN,
Miriam & Heike VOWINKEL (2002): Sex in der
Ehe ist Pflicht.
Scheidungen
sind Alltag. Nur nicht in den großen Religionen.
Dort herrschen Gesetze wie vor 100 Jahren, und
die gehen meist zulasten der Frauen,
in: Welt am Sonntag v. 13.01.
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- FREUND,
Michaela (2002): Immer mehr kriminelle Kinder
kommen aus gutem Hause.
In
Deutschland gelten 500000 Jugendliche als
verwahrlost. Auch berufstätige, erfolgreiche
Eltern unterlassen oft die Fürsorge
in: Welt am Sonntag v.
13.01.
- Inhalt:
"Viele Eltern
sind einfach nicht mehr für ihre Kinder
da. Sie sind im Büro, im Fitness-Studio,
in der Kneipe. Sie schenken ihren
Töchtern lieber ein Täschchen von
Gucci, als deren Probleme zu besprechen.
Sie fahren am Wochenende lieber ins
Ferienhaus an die Nordsee und lassen die
pubertierenden Söhne allein in der
Luxus-Wohnung zurück. Was den Kindern
fehlt ist Zeit. Zeit, in der ihre Eltern
für sie da sind, um mit ihnen ihre
Freuden und Nöte zu durchleben",
schreibt FREUND mit Blick auf das
Phänomen
"Wohlstandsverwahrlosung".
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- SIMON,
Ulrike (2002): Spiegel schlägt Stern.
Erstmals
verkauft das Montagsmagazin mehr Hefte als die
Donnerstagsillustrierte,
in:
Tagesspiegel v. 12.01.
- Kommentar:
Eine erfreuliche
Nachricht für Singles: Das
Heft 19 des
STERN vom 03.05.2001 über die
kinderlosen Sozialschmarotzer hat nur
1.027.823 Käufer gefunden und liegt
damit auf dem vorletzten Platz der
STERN-Verkaufsliste des Jahres 2001. Ob
der Stern etwas daraus gelernt hat, das
wird sich dieses Jahr zeigen müssen.
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- ABI (2002):
HR-Stadtgespräch.
Die Einsamkeit in der
Spaßgesellschaft,
in: Frankfurter Rundschau
v. 12.01.
- Kommentar:
"'Einsam allein
oder glücklich allein?' Das
Stadtgespräch des Hessischen Rundfunks
am Donnerstag, 17. Januar dreht sich um
Singles - freiwillige und
unfreiwillige."
Die
Ankündigung lässt eine der üblichen
Veranstaltungen der Kulturpessimisten
erwarten. Das Thema dürfte auch
vollkommen verfehlt sein, da es um
Einsamkeit geht und davon sind in erster
Linie Nicht-Singles betroffen.
Ein
Terminus wie
"Spassgesellschaft" lockt auch
nicht unbedingt Singles in diesen
Gesprächskreis. Da Pessimismus ansteckt,
sollte man die Kulturpessimisten sich
selbst überlassen...
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- BERG, Sibylle
(2002): Gepflegte Ellenbogen.
Männer haben die Macht. Frauen
haben gar keine Zeit für den Umsturz. Die
Schriftstellerin Sibylle Berg jedenfalls muss
sich um ihren Körper kümmern,
in: Frankfurter Rundschau v. 12.01.
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- MURAKAMI,
Haruki (2002): Herr Asahara wollte unbedingt mit
mir schlafen.
Nachrichten vom Leben im
Untergrund: Über Harumi Iwakura, geboren 1965,
Mitglied der Aum-Sekte von 1990 bis 1995,
in: Süddeutsche Zeitung v.
12.01.
- Inhalt:
Der japanische
Schriftsteller
Haruki
MURAKAMI hat ein
Buch über die AUM-Sekte veröffentlicht
und dazu mehrere Interviews verfasst,
u.a. mit der Singlefrau Harumi IWAKURA,
die man zur
"Kristall-Generation" zählen
kann. Diese Generation hat
Yasuo
TANAKA in seinem Roman
"Kristall Kids"
beschrieben.
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- WOLBER,
Cornelia (2002): Regierung plant Reform des
Ehegattensplittings.
Unterscheidung
von Versorgungsgemeinschaft und Familie geplant,
in: Welt v. 12.01.
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BRUNS,
Tissy (2002): Mehr Geld nur für Kinder.
Zur
neuen Neid-Diskussion
in: Welt v. 12.01.
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- HIG (2002):
Die SPD-Fraktion will das Ehegatten-Splitting
abschaffen.
Steuervorteile für
kinderlose Ehepaare "grundsätzlich nicht
gerechtfertigt". Finanzvolumen umstritten,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 11.01.
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BORCHERT,
Jürgen (2002): Wozu noch Familie?
Das
herrschende Sozial- und Familienrecht ist ein
Produkt der Individualisierung. Unter seinen
Widersprüchen aber haben vor allem die
Schwächeren zu leiden: Kinder und Frauen,
in:
Die ZEIT Nr.3 v. 10.01.
- Kommentar:
Der Sozialrichter
Jürgen BORCHERT eröffnet die
diesjährige Scheinkontroverse
"Familien contra Singles". Aus
diesem Grunde ein Essay, in dem die
Prämissen und Ziele von BORCHERT
deutlich gemacht werden.
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- GEBHARDT, Miriam (2002)
Trauer und Glück der Überlebenden.
Verwitwete
Frauen bleiben oft über Jahrzehnte allein. Wie
sie leben - danach fragt niemand in einer
Gesellschaft, die den Tod verdrängt,
in: Die ZEIT Nr.3 v. 10.01.
- Inhalt:
GEBHARDT berichtet
aus dem Mittelschichtleben von 3 Witwen.
Zwei Witwen können zum normalen
Witwenleben gezählt werden, während die
dritte Witwe mit ihren 30 Jahren zu den
atypischen Witwen gehört. Sie gehört zu
rund 250.000 Witwen und Witwern unter 50
Jahren in Deutschland. Weitere 250.000
Menschen dieses Alters haben ihren
Partner durch Tod verloren.
Martina
NICOLAIDIS hat aufgrund dieser Erfahrung
eine Selbsthilfeorganisation für
verwitwete Mütter & Väter
gegründet, die auch im Web unter
www.verwitwet.com präsent
ist.
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- BINDER,
Christiane & Stephanie RIEDI (2002):
Überforderte Eltern.
Sie
schütteln ihre Babys, schlagen die kleinen
Trotzköpfe. Wenn Eltern nicht mehr weiter
wissen, rasten sie aus,
in: Facts
Nr.2 v. 10.01.
- MARTI, Michael (2002):
"Wiegenlied singen".
Das Wissen über den Umgang mit
Kleinkindern sei im Zeitalter der Kleinfamilie
viel kleiner geworden, sagt Professor Heinz
Stefan Herzka,
in: Facts
Nr.2 v. 10.01.
- Inhalt:
Das Schweizer
Nachrichtenmagazin berichtet in seiner
Titelgeschichte über den berühmten
42jährigen Bergsteiger Erhard LORETAN,
der sein einziges 7Monate altes Kind so
kräftig schüttelte, dass es starb.
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- BÜTHE, Joachim
(2002): Margit Schreiner: Haus, Frauen, Sex,
in: Büchermarkt. Sendung des DeutschlandRadio v.
09.01.
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- KRANICH, Michael
(2002): Schönbohm hält Baby-Begrüßungsgeld
für fragwürdig.
Kommunen mit üppig
gefüllter Gemeindekasse können
Bargeldzuwendungne an Neugeborene als
"Patenschaftsgeld" deklarieren,
in: Märkische Allgemeine
v. 09.01.
- Inhalt:
Bericht über den
Streit um die Geburtenprämie, die von
der Gemeinde Basdorf in Brandenburg
eingeführt wurde:
"Um
dem Kinderwunsch Nachdruck zu verleihen,
hatte Basdorf auf eigene Faust
beschlossen, neue Erdenbürger mit 1000
Mark Begrüßungsgeld zu empfangen. Das
war Bestandteil eines ganzen Systems von
kinder- und familienfreundlichen
Maßnahmen und hat Familienminister Alwin
Ziel (SPD) so gut gefallen, dass er
Basdorf im Mai 2001 sogar zur
familienfreundlichsten Gemeinde des
Landes Brandenburg gekürt hat."
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- STIEKELE,
Annette (2002): Stets eine Schleimspur im
Gepäck.
Im
"Machtclub" ist diesmal der Autor und
Dramaturg John von Düffel zu Gast,
in: TAZ v. 08.01.
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- HOFFMANN,
Franziska (2002): Von der Fremdheit zur
Intimität.
Dresdener
Soziologen wollen das Geheimnis der Paarbildung
lüften,
in: Tagesspiegel v. 08.01.
- Inhalt:
Bericht über das
Forschungsprojekt
"Institutionalisierungsprozesse in
Zweierbeziehungen", das Teil des
Sonderforschungsbereiches 537
"Institutionalität und
Geschichtlichkeit" ist.
-
Karl
Lenz - Die Paarbildung
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Bücher
und Themen:
- ANGELE,
Michael (2002): 1977, im Frühjahr
unseres rottenscharfen Mißvergnügens.
Vor fünfundzwanzig
Jahren entstand Punk: Häßliches als
modisch stets Verläßliches und lebende
T-Shirts gegen die Langeweile der
Kreisstädte,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 08.01.
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- SCHIESSL, Michaela
(2002): Amerika - ganz unten.
Inkognito tauchte die
US-Sozialkritikerin Barbara Ehrenreich in die
Welt der Billigjobs ab. Ihre Erfahrungen als
Putzfrau und Verkäuferin wurden in den
Vereinigten Staaten zum Bestseller,
in: Spiegel Nr.2 v. 07.01.
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- RUOSS,
Christiane (2002): Die Mehrheit wird immer
grauer.
Weil die Gesellschaft
zunehmend altert, muss sich vieles ändern, was
den Deutschen bisher selbstverständlich war -
und das wird weh tun,
in: Süddeutsche Zeitung v.
07.01.
- Kommentar:
RUOSS beginnt die
Rezension von
Herwig
BIRGs Buch "Die demographische
Zeitenwende" und
"Die
Alterspyramide steht Kopf" mit dem
Standardsatz der Polarisierer:
"Inzwischen bleibt ein Drittel der
Frauen und Männer in diesem Land
lebenslang ohne Nachwuchs, und es werden
von Jahr zu Jahr mehr."
RUOSS ist
nicht auf dem neuesten Stand, denn die
deutschen Demographen müssen ihre
Prognosen ständig nach unten
korrigieren.
Der
deutsche Bevölkerungswissenschaftler
Jürgen DORBRITZ muss in den
Mitteilungen
des Bundesinstituts für
Bevölkerungswissenschaften vom
09.03.2001 gestehen, dass
"wir für
den Geburtsjahrgang 1965 vor einigen
Jahren noch Kinderlosenanteile von mehr
als 30 % erwartet (haben). Die neueren
Schätzungen zeigen, dass sich über
späte Erstgeburten die
Kinderlosenanteile auf 27 % verringert
haben."
Weitere
Korrekturen nach unten sind
vorprogrammiert. Internationale
Demografen wie
Ron
LESTHAEGHE
kritisieren diese deutsche Praxis, bei
der das steigende Erstgebäralter nicht
ausreichend berücksichtigt wird.
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- HAß,
Frauke (2002): Mehr Einwohner, und die Frauen
sind in Überzahl.
Statistiker
zählen 650 705 Frankfurter / Babyboom,
in: Frankfurter Rundschau
v. 07.01.
- Inhalt:
"Die
Einwohnerzahl Frankfurts ist nach einem
kurzen Abrutschen im Jahr 1999 auf 646
083 im Jahr 2000 wieder angestiegen auf
650 705. Damit ist allerdings noch lange
nicht der Höchststand in den vergangenen
20 Jahren erreicht. Der betrug 1992 660
492 Einwohner. Im gesamten 20.
Jahrhundert wurden 1961 die meisten
Bürger in Frankfurt gezählt: 683 081 am
Tag der Volkszählung, dem 6. Juni 1961.
Von da an nahm die Bevölkerungszahl
stetig ab, bis sie 1984 auf einen
Tiefststand von 612 061 sank, um von da
an wieder zuzunehmen," schreibt
HAß.
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- DW
(2002): Schröders jüngste Schwester ist
verärgert über Rot-Grün.
Die
allein Erziehende macht ihrem Bruder politische
Vorwürfe,
in: Welt v. 07.01.
- Kommentar:
"Alleinerziehende
sind keine Singles" nennt sich die
Aktion des VAMV. Vielleicht findet sich
ja im Schröder-Clan auch noch ein
Single, der kein Alleinerziehender sein
möchte. Damit wäre der Clan-Pluralismus
dann vollständig.
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- KEIL,
Frank (2002): Land der Väter.
Männermagazine:
Am Kiosk tritt Paps gegen Papi! an,
in: Frankfurter Rundschau
v. 07.01.
- Kommentar:
Statt
Männermagazine nun die Gattung
Vätermagazine für den verunsicherten
Mann. In der
ZEIT vom
27.12 hat HENARD gerade
diese Gattung vermisst.
Die
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
vom 06.01. hat dazu den passenden Artikel
geliefert: "Nur echte Kerle tragen
Rock" von Julia SCHAAF.
Auch
ansonsten bietet diese FAS etwas für
Männer: Nostalgie ("Von der
unschuldigen Liebe zum ersten Auto")
oder einen alternativen Bericht für
Bangkokreisende von Eckhart NICKEL und
Christian
KRACHT ("Der
Schneider von Bangkok").
Sextouristen
à la HOUELLEBECQ kommen
dagegen nicht auf ihre Kosten.
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- OCHS,
Birgit (2002): Platz ist in der kleinsten Hütte.
Sie
sind klein, passen in Baulücken und eignen sich
als Wohnungen auf Zeit: Minihäuser. Beispiele
aus Deutschland, Japan und Österreich zeigen,
wie man kleinen Baugrund nutzen kann,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 06.01.
- Kommentar:
OCHS präsentiert
mobile Minihäuser für mobile Menschen,
so z.B. ein "'one-man house',
dessen Quadratmeterpreis zwischen 2000
bis 2500 DM liegt, im Prinzip auch als
vorübergehende Stadtwohnung für Singles
denkbar" ist.
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- SCHERER,
Sigrid (2002): ...bis daß die Kirche Euch
scheidet.
Ein
evangelischer Pfarrer in Bayern erprobt
Trennungsrituale für Ehepaare. Um ihnen die
Chance zu geben, ein neues Leben zu beginnen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
06.01.
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- SCHNEPPEN, Anne
(2002): Shoganai - es kommt, wie es kommt.
Geldnöte und
Arbeitslosigkeit sind in Japan eine Schande - mit
der Zahl der Konkurse steigt die Selbstmordrate,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 06.01.
- Kommentar:
Das Gegenstück zum
männlichen Selbstmörder mittleren
Alters ist für SCHNEPPEN der weibliche
Single:
"Auf Tokios teurer Omotesando entsteht schon wieder ein
Palast des Überflusses. Die typische
Kundin ist freilich nicht die Hausfrau,
sondern vielmehr die junge
Büroangestellte. Meist leben die noch -
mit freier Kost und Logis - bei ihren
Eltern. 'Single-Parasiten' nennt der
Volksmund diese Frauen, die ihren ganzen
Verdienst dem Vergnügungen widmen
können."
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- SESSLEN,
Georg (2002): Hinter deutschen Gardinen.
Das
Fernsehen taugt nicht als Geschichtsschreiber.
Lieber zeigt es Gesichter und erzählt die
Geschichten von Familien. Denn dem Medium fehlt
der "weite Blick". Es kennt nur den
Blick durchs Schlüsselloch.
in: Tagesspiegel v. 06.01.
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- PIT (2002):
"Singles existieren scheinbar gar
nicht."
Angebote gibt es meist nur
für Junge oder Alte,
in: Südkurier v. 05.01.
- Kommentar:
PIT stellt die
berechtigte Frage danach wie Singles im
ländlichen Raum leben. In den Medien
steht der großstädtische Single im
Mittelpunkt. Für Dörfer im Bodenseeraum
nennt PIT folgende Daten:
"In
Oberteuringen kommen auf eine
Einwohnerzahl von 4100 über 400
Einpersonenhaushalte von Menschen
zwischen 30 und 60 Jahren. In Illmensee
sind es über 200 bei zirka 2000
Einwohnern und in Wilhelmsdorf gar über
600 bei etwa 5000 Einwohnern".
Es kommen
drei Partnerlose im Alter von 45 - 50
Jahren zu Wort, die das fehlende Angebot
jenseits der traditionellen Vereine
kritisieren. Den Bürgermeistern der
Gemeinden ist das Problem überhaupt
nicht bewusst, d.h. Alleinstehende sind
für die Politik kein Thema. Dies
verwundert angesichts des
Politikerfeindbilds Single nicht
besonders!
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- WEISSE,
Ina (2002): Ein Leben an fremden Tischen.
Jahrzehntelang
haben sie Kühe gemolken, mit der Sense gemäht.
Jetzt könnten die alten Mägde und Knechte
endlich das Schuften sein lassen. Doch im
Dienstbotenheim im schweizerischen Koppigen
melken und mähen sie einfach weiter. Letzte
Zeugen einer untergehenden Welt.
in: Tagesspiegel v. 05.01.
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- RAUCH,
Renate & Frank JUNGHÄNEL (2002): Nur wieder
wie im Wahn ein Luftschloss gebaut.
Sven
Regener über Element of Crime, Herrn Lehmann und
verschiedene Arten, die Liebe zu besingen,
in: Berliner Zeitung v.
05.01.
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- BUDE,
Heinz (2002): Die normative Kraft des Physischen.
Die
Soziologie hat ausgedient. Sie taugt nicht mehr
zur Erklärung des Gen- und Computerzeitalters.
Fragen nach dem Anfang des Lebens und der
Herkunft des Geistes können nur die
Biowissenschaften beantworten,
in: Tagesspiegel v. 05.01.
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- KOERNER,
Swantje-Britt (2002): Zukunftsforscher Retzbach
"Jetzt kommt die
Hype(r)-Generation",
in: FAZ.Net v. 04.01.
- Kommentar:
Der Trendforscher
Roman RETZBACH nennt die 16-25jährige
Hyper:
"Der
Grund dafür ist, dass sie diese Hypes
setzt. "Hype(r)" steht für
"Fun" und "Free" und die Einstellung, dass die
Spaßgesellschaft noch lange nicht am Ende ist und gerade
jetzt, in Zeiten tiefster Verunsicherung, gelebt werden
will."
Und auch die
Lieblingsvokabel der Trendforscher fehlt nicht: Cocooning.
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- ROEDIG,
Andrea (2002): Mein eigen Fleisch und Blut.
Auslaufmodell
Familie. Über den Streit zwischen kinderlosen
Egoisten und selbstlos Gebärenden, die neue
Romantik der ehelichen Gemeinschaft und das
bombenfeste Modell der Paarbeziehung,
in: Freitag Nr.2 v. 04.01.
- Kommentar:
"Wir
rebellieren nicht gegen die Institution
Familie, wir sind so ratlos wie sie
selbst, wir ziehen nicht in die nächste
Landkommune, wir konsultieren den
Paartherapeuten. Bleib Single oder bilde
ein Paar, das ist die Alternative, die
sich stellt" behauptet ROEDIG als
Teil eines Wer-auch-immer
"Wir".
Die
statistischen Daten, die ROEDIG liefert
sind jedoch ungeeignet, um jene Singles
von den Paaren zu unterscheiden. Diese
Unschärfe verdankt sich
Ulrich BECK, der
zusammen mit
Elisabeth BECK-GERNSHEIM das
von ROEDIG erwähnte
Buch
"Das ganz normale Chaos der
Liebe" verfasst
hat.
"Die
Debatte wird sich in absehbarer Zukunft
noch verschärfen und es scheint, als
neige sich die Waagschale der Argumente
beträchtlich auf Seite eines neuen
Familienglücks", prophezeit ROEDIG
für die kommende Kontroverse Familien
contra Singles.
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- STEINBERGER, Petra
(2002): Auszeit.
"Generation 9/11":
Vom Leben und Sterben eines Begriffs,
in: Süddeutsche Zeitung v.
04.01.
- Inhalt:
STEINBERGER bezieht
sich in ihrem Beitrag auf Barbara
KANTROWITZ & Keith NAUGHTON, die in
der Newsweek vom 12. November über die
"Generation 9-11" berichtet
haben.
Diese
"Generation Y", wie sie von
Douglas
COUPLAND genannt
wurde, soll durch die Terroranschläge
zur neuen Ernsthaftigkeit bzw. zum
Idealbild der Kommunitaristen konvertiert
sein.
Wertkonservative
wie
David
BROOKS, der im Jahr 2000
den "Bourgeois Bohemiens" mit
seinem
Buch
"Bobos in Paradise" ein
Denkmal gesetzt hat, haben eifrig an
diesem neuen Bild der amerikanischen
Jugend gebastelt.
STEINBERGER
hat jedoch ihre Zweifel an dieser
Kehrtwende. Aus diesem Grunde ist sie
auch skeptisch gegenüber dem britischen
Wirtschaftsmagazin Economist ("Singles
and the City: The Bridget Jones
Economy",
20.12.2001),
das "gerade die 'Bridget-Jones-Ökonomie'
ausgerufen (hat); deren Erfolg beruhe auf
der Bedürfnisbefriedigung der jungen
Singles, welche große Städte bevölkern
und kulturell wie wirtschaftlich so
einflussreich seien wie nie zuvor."
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- KRAUSE,
Tilman (2002): Vom Zaungast zum Star.
Schluss
mit dem Jugendwahn, fordert der Kanzler. Und eine
Besinnung auf die Qualitäten der 50-Jährigen.
Der Geduldigen, der Nachdenklichen, der Erprobten
- kurz: der 78er-Generation
in: Welt v. 04.01.
- Kommentar:
Man glaubt es kaum:
Tilman KRAUSE lobt die Single-Generation!
Das
Etikett
"78er-Generation" hat zwar
Reinhard
MOHR erfunden, aber
Matthias
HORX hatte zuvor bereits
das Bild der
Single-Generation geprägt.
Die Hymne von KRAUSE liest sich
folgendermaßen:
"Die
78er, die erste wirklich antiautoritäre
Generation in Deutschland, sind vor allem
eines: die geborenen Mittler. Sie haben,
auf der Schulbank und an den
Universitäten, noch den 68ern zugehört
(...), sich ihren eigenen Vers gemacht,
in jener Haltung permanenter Reflexion,
die ihnen den Ruf der Zögerlichkeit, des
Zauderns einbrachte (...).
Als die Protestkultur der siebziger,
achtziger Jahre in den Neunzigern
abgelöst wurde von jener
Repräsentationskultur, die seit der
Wiedervereinigung vor allem in Berlin von
den neuen Reichen des Internet- und
Baugeschäfts in Saus und Braus
zelebriert wurde, waren es wiederum die
78er, die zur Mäßigung rieten.
Auch mit der
Erschütterung
der Spaßgesellschaft durch die
Ereignisse vom 11. September kamen die
78er noch am besten zurecht. Ihre lange
Lehrzeit, ihr Geübtsein im kritischen
Beobachten hatte sie von jeher vor der
Identifikation mit herrschenden Trends
bewahrt. Darüber hinaus lief das
ausgestellte Lustigsein ihrem Hang zur
performativen Unauffälligkeit zuwider,
und vor jenem Aufgehen im Konsumrausch,
worin sich die seichte
'Generation
Golf' so gefällt,
bewahrt sie der Restbestand an
'kritischem Bewusstsein', das für den
Post-68er nun einmal zum mentalen Gepäck
dazugehört."
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- BUTTA,
Carmen (2002): Die handgemachte Frau.
Cindy
Jackson wollte schön sein. Deshalb legte sie
sich unters Messer, 38-mal. Jeder Eingriff
steigerte ihr Glücksgefühl. Sie hat ihr Ideal
erreicht, jetzt muss sie es vor dem Altern
bewahren. Geschichte eines Kampfes wider die
Natur
in:
Die ZEIT Nr.2 v. 03.01.
- Inhalt:
BUTTA schildert
Lust und Frust von Cindy JACKSON:
"Obwohl sie längst das
Paarungsideal erreicht hat, lebt Cindy Jackson allein mit
zwei Katzen. Je schöner sie im Laufe der zwölf Jahre wurde,
desto schneller zerbrachen ihre Lieben".
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Thema:
"Männer in Deutschland"
- GEHLEN,
Martin (2002): Mit dem Beruf verheiratet.
Weniger
Arbeiten und mehr Familienleben. Väter
mit solchen Wünschen finden immer noch
kaum Verständnis. In den meisten Firmen
zählt nur der Beruf. Der Preis, den
Männer dafür zahlen, ist hoch - und er
wird höher.
in: Tagesspiegel v.
03.01.
- STOLLOWSKY,
Christoph (2002): Windeln wechseln in der
U-Bahn.
Das
Babyjahr: Ein Kick für das väterliche
Selbstbewusstsein,
in: Tagesspiegel v.
03.01.
- GEHLEN,
Martin (2002): "Emotionaler, aber
nicht weicher".
Warum
sich heutige Männer nach den Erfahrungen
des Familienpsychologen Marry nur wenig
von ihren Vätern unterscheiden,
in: Tagesspiegel v. 03.01.
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- NOLTE,
Dorothee (2002): Die Heimatlose, die Heimat
verkörpert.
Keine
Nebenrolle: Ammen und Kindermädchen in der
Literatur - und was sie für Autoren bedeuten,
in: Tagesspiegel v. 03.01.
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- GERSDORFF,
Alexander von (2002): "In den Großstädten
werden sich die Deutschen integrieren
müssen".
Der
Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg warnt
vor Hoffnungen auf eine Lösung der
Wirtschaftsprobleme durch verstärkte
Zuwanderung,
in: Welt v. 02.01.
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- LITERATURKRITIK.DE
(2002): Houellebecq
in: Literaturkritik.de, Januar
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- BRAUN, Walter (2002):
Verlängerte Jugend.
Junge Leute werden heute
frühestens mit 35 erwachsen,
in: Psychologie Heute,
Januar
- Kommentar:
Walter BRAUN
berichtet über das
"Hotel
Mama". BRAUN spricht von einer
Tendenz, "dass Kinder immer länger
zu Hause wohnen, sich versorgen lassen,
keine Miete zahlen und auch bei der
Hausarbeit nicht mithelfen. Kurz gesagt:
sich weigern, für ihr Leben
Verantwortung zu übernehmen und
erwachsen zu werden."
Er zitiert die britischen Psychologen
Stephen RICHARDSON und Helen HASTE, die
für die späten
"Reifeprozesse" die hohen
Mietkosten bzw. lange Bildungswege
verantwortlich machen.
Auch in Japan sind Nesthocker ein weit
verbreitetes Phänomen. Dort werden die
weiblichen Nesthocker von Professor
Michiko Miyamoto, die an der Chiba
Universität lehrt, als
"parasitäre
Singles" bezeichnet.
In Deutschland gerät diese Gruppe
aufgrund der Sozialstaatsoptik nicht in
den Blickpunkt.
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- BRAUN, Walter (2002):
Ich kaufe, also bin ich (etwas wert)
in: Psychologie Heute, Januar
- Kommentar:
BRAUN zitiert den
britischen Konsumpsychologen Paul
BUCKLEY, für den demonstrativer Konsum
Ausdruck von geringem Selbstwertgefühl
ist.
Eine Studie
im Auftrag des britischen
Wirtschaftsministeriums hat die Ursachen
steigender privater
Zahlungsunfähigkeiten untersucht:
"Waren
in den 60er Jahren Bankrotts
ausschließlich Männern vorbehalten,
machen Privatpleiten von Frauen heute
bereits ein Viertel aller Fälle
aus."
Angesichts
der Tatsache, dass Ehefrauen in den 60er
Jahren keine Verfügungsgewalt über
Bankkonten hatten und auch die
Berufstätigkeit weit geringer war, ist
diese Entwicklung verständlich. Man muss
sich deshalb wohl eher fragen, warum so
viele Männer nicht mit Geld umgehen
können. Darüber verliert BRAUN jedoch
kein einziges Wort.
Nach einer
Typologie von Schuldnerinnen werden 3
Gruppen unterschieden:
1) "Junge Singles, die ihren
beruflichen Erfolg durch Kleider und
Luxusartikeln sichtbar machen."
2) "Gelangweilte Hausfrauen"
und
3) "Frauen, deren Kinder das Haus
verlassen haben."(Empty-Nest).
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Zu den News vom 16.-31. Dezember
2001
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