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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. -  10. Januar 2005

 
 
     
     
     
 
   
Zitat des Monats:
"Die liebenswerte Solistin, wie wir sie in »Ally McBeal«, »Sex and the City« oder den »Bridget Jones«- Filmen vorgeführt bekommen, ist ein vergleichsweise neues Klischee. Jahrhundertelang kam ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben für »anständige« Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter nicht infrage. Die Hochzeit war eine Pflichtveranstaltung, und solange der passende Partner nicht gefunden war, lebte man zu Hause unter der Aufsicht der Familie, Frauen, die sich einer Heirat verweigerten und allein lebten, mussten häufig eine Existenz am Rande der Gesellschaft führen - als alte Jungfern, Huren oder Hexen diffamiert. Neben dem nicht gerade hoch angesehenen Dasein als Witwe war die Existenz als Nonne die einzige Möglichkeit, sich auf gesellschaftliche anerkannte Weise einer Paarbeziehung zu entziehen.
      
  Erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts verließen immer mehr Frauen ihre Familien, um in den großen Städten als Wäscherinnen, Scheiderinnen, Verkäuferinnen oder Fabrikarbeiterinnen ihr Geld zu verdienen. Allerdings galten diese Ahninnen der modernen Single-Kultur nicht als urbane Trendsetterinen, sondern als bemitleidenswerte Kreaturen, die mangels eines solventen Ehemannes schutzlos und isoliert in der Großstadt schuften mussten.
      
  An Glanz gewann das Image der Singles  erst im Zuge der gesellschaftlichen Revolution von 1968.
(...).
Bis in die neunziger Jahre hinein wurde der Single als Symbol eines befreiten, erfüllten, genussvollen Lebensstils gefeiert. (...). Doch in den letzten Jahren hat das Klischee vom schwerelosen Single-Leben Risse bekommen. Angesichts hoher Trennungs- und Scheidungsquoten sowie niedriger Geburtenraten wird die fortschreitende »Individualisierung der Gesellschaft« zunehmend kritisch wahrgenommen. »Zurück zur Familie« - diese Losung hört man jetzt wieder häufiger, und zwar nicht nur vom rechten Rand des politischen Spektrums."
«
(aus: Katja Hertin "Lexikon des weiblichen Klischees", 2005, S.32f.)
 
 
 
  • BUHR, Elke (2005): Himmelskörper.
    Jennifer Lopez versus Sarah Jessica Parker: Über die öffentliche Vermessung weiblicher Hinterteile, den Hochmut der Selbstdisziplinierung und Prinzessinnen-Dramen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 08.01.
 
  • GESTERKAMP, Thomas (2005): Double Losers.
    Arm und gleich (IV): Es ist zu einfach, Frauen als die Hauptverliererinnen der Arbeitsmarktgesetze zu sehen. Joblosigkeit entwickelt sich zum männlichen Problem,
    in: TAZ v. 08.01.
    • Inhalt:
      Thomas GESTERKAMP nimmt sich des Themas vom sozial deklassierten Mann an:

            
        "»Starke Typen, aber keine Bräute«, übertitelte die Zeitschrift Geo einen Bericht über die demografische Entwicklung in Deutschland. Im sächsischen Hoyerswerda kommen danach auf 100 Männer im Alter von 18 bis 29 Jahre nur noch 83 Frauen, im vorpommerschen Landkreis Uecker-Randow sind es gar nur 76. Ursache ist die weibliche Abwanderung nach Westen: Frauen kehren den strukturschwachen Regionen häufiger den Rücken.
      Die Unbeweglichkeit der Männer am Arbeitsmarkt hat Folgen.
      "
 
 
  • KEGEL, Sandra (2005): Wir Rabenmütter.
    Wer Kinder will, muß Beruf und Familie vereinbaren können,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.01.
    • Kommentar:
      Sandra KEGEL, bislang eher für das Seichte (Ally McBeal und sonstige Mediengeschehnisse) zuständig, wird nun an die familienpolitische Front geschickt.

            
        KEGEL hat in der hessischen Sozialministerin Silke LAUTENSCHLÄGER die Vorreiterin einer neuen konservativen Familienpolitik ausgemacht, die sich der SCHMIDTschen Politik für die Mütterelite anschließt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gilt dieser Fraktion als das dringendste Problem.
            
        Männer wie Norbert BOLZ stehen dem im Wege, während wendige Ministerpräsidenten wie Roland KOCH dort zu finden sind, wo der Machterhalt gesichert werden kann, z.Z. also an der Vereinbarungsfront.
            
        KEGEL greift mitunter tief in die Mottenkiste romantischer Familienmythen. Da wird das Einzelkind genauso beschworen wie die gute alte Zeit der Großfamilie.
            
        Andererseits gilt KEGEL eben dieses Familienbild als Ursache des Problems:
            
        "mehr als unter fehlender Kinderbetreuung leiden die Deutschen an einem romantisch-verklärten Familienbild".
 
 
  • TEICKE, Friedhelm (2005): "Womit könnte ich denn drohen?".
    Grips-Theater-Prinzipal Volker Ludwig über ein ungezogenes Grips-Theaterkind und verletzte Gefühle,
    in: Zitty Nr.2 v. 06.01.
    • Inhalt:
      Volker LUDWIG wurde von Sophie DANNENBERG in einem TAGESSPIEGEL-Artikel angegriffen und hat daraufhin dem TAGESSPIEGEL ein Interview verweigert, was wiederum Harald MARTENSTEIN in der ZEIT hinausposaunt hat. Nun also die Erwiderung von LUDWIG im Berliner Stadtmagazin Zitty:

            
        "Die Frage ist (...), warum der »Tagesspiegel« eine ganze Seite solcher Schweinereien druckt. Erstens hat Frau Sophie Dannenberg das Grips-Theater wahrscheinlich noch nie betreten. Die Stücke, die sie erwähnt, kann sie nur vor ihrer Geburt oder als Säugling gesehen haben. Sie bezieht sich ausschließlich auf Stücke, die damals gekürzt auf Schallplatte erschienen sind. Sie schreibt dauern vom Grips im Präsens, doch das letzte Stück, das sie erwähnt, ist Banana aus dem Jahre 1976, für Menschen ab zehn, da war sie fünf. Es lohnt sich doch nicht, sich mit jemandem auseinander zu setzen, der nicht die geringste Ahnung von Theater hat. Frau Dannenberg hat eher ein ungelöstes Problem mit ihren Eltern, weshalb Klaus Wagenbach in seinem Leserbrief (...) konstatiert, dass sie ständig Volker Ludwig mit ihrem Vater verwechselt."
 
  • MEHLITZ, Johannes (2005): Bloß nicht etabliert sein.
    Grüne: Vor 25 Jahren schlossen sich die westdeutschen Alternativen zum politischen Bündnis zusammen. Die Partei ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen - ohne am Streit zwischen Fundis und Realos zu zerbrechen. Ihr Erfolgsrezept?
    in: Rheinischer Merkur Nr.1 v. 06.01.
 
  • LADENTHIN, Volker (2005): Der Familie geht es besser als je zuvor,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 05.01.
    • Kommentar:
      Die Weihnachtszeit, die Feier der Familie einerseits und der Klagen über den Zerfall der Familie andererseits, wird von der SZ mit einem Beitrag des Erziehungswissenschaftlers LADENTHIN beendet.

            
        In historischer Sicht geht es der Familie heute besser als je zuvor.
            
        Nicht der angebliche Zerfall der Familie ist das Problem, sondern die Single-Rhetorik:
            
        "Es ist unklar, warum wir das Scheitern einer Lebensform in unserer Gesellschaft mehr feiern als das Gelingen dieser Lebensform. Wir starren resignativ auf die Zahl des Misslingens und lassen uns nicht von der ungleich höheren Zahl des Gelingens ermutigen. In dieser Kultivierung des Misslingens liegt unser Problem. Die Erosion unserer Familie findet eher im kulturellen Überbau als im Wohnzimmer statt."
            
        LADENTHIN blendet hier aus, dass es sich bei der Single-Rhetorik primär nicht um ein kulturelles, sondern um ein politisches Phänomen handelt. 
 
  • BUDE, Heinz (2005): Glück in der Politik.
    Im Leben vieler Jugendlicher ist das Politische so wichtig wie lange nicht mehr – und spielt sich fast nur noch jenseits der Parteien ab,
    in: Die ZEIT Nr.2 v. 05.01.
    • Kommentar:
      Heinz BUDE hofft - im Interesse seiner bislang farblos gebliebenen Generation Berlin - auf die Wiederkehr des Politischen, die er für die ZEIT schon einmal bei den stilbildenden Gruppen in Deutschland erblickt hat.

            
        "Gutgebildete, aber noch nicht Gutsituierte" sind seine Hoffnungsträger:
            
        "Gemeinsam ist ihnen die Abkehr von der wattierten Empfindsamkeit der Generation Golf".
            
        Drei Motive des politischen Engagements unterscheidet BUDE in seinem Beitrag:
            
        Zum einen die Politik der ersten Person, die durch die Spontis und die Alternativbewegung gesellschaftsfähig gemacht wurde und jetzt in der Tradition von ATTAC weiterlebt. Politik als Erlebnis motiviert den Spaßpolitiker dieses Typs.
            
        Den Karrierepolitiker neuen Typs hat BUDE bei den Nicht-Regierungsorganisationen entdeckt:
            
        "Wer in den NGOs aktiv werden will, sollte in Oxford Außenpolitik, in Mannheim Finanzpolitik, in Paris Technikpolitik und in Florenz Rechtspolitik studieren."
            
        BUDE setzt bei seiner neuen Ernsthaftigkeit aber weder auf den Spaßpolitiker, noch auf den Karrieristen, sondern auf die politische Werteelite.
            
        Im Zeichen eines Kampfes um gesellschaftliche Werte erhofft sich BUDE eine Repolitisierung.
            
        Mit dem amerikanischen Ironiker Richard RORTY, dem universalistischen Pathetiker HABERMAS und dem Kommunitaristen Michael WALZER nennt BUDE drei Protagonisten dieser Wertepolitik.     
 
  • BERNAU, Nikolaus (2005): Familien für die Stadt.
    Auf dem Friedrichswerder und am Friedrichshain entstehen "Town-Houses" als Alternative zum Vorstadt-Reihenhaus,
    in: Berliner Zeitung v. 05.01.
    • Inhalt:
      BERNAU begründet städtisches Familienwohnen als Stadtrettung, die zwei Zielgruppen ins Auge fasst:

            
        "Stadt-Reihenhäuser sind (...) ein Mittel zur Stadtrettung. Der Unterschied zwischen dem Friedrichswerder und dem Friedrichshain ist jedoch, dass in dem einen Fall die Rettung von der Ästhethik, im anderen von der Ökonomie erhofft wird. Die individualistischen Bauten am Friedrichwerder sollen reiche Bürger aus ihren Villen locken, damit wieder Stadtbürgertum entsteht. Wenn sich erst Menschen aus dem gehobenen Einkommenssegment wieder in die Stadt zurück begeben, könnte also die Stadt insgesamt wieder attraktiv werden. Am Friedrichhain sollen die jetzigen Bewohner hier gehalten werden."
 
  • RITTER, Henning (2005): Armut in Deutschland.
    Die alte soziale Frage,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.01.
    • Inhalt:
      Henning RITTER beschreibt die Revision des Sozialstaats, die mit den Hartz-Gesetzen eingeleitet worden ist.

            
        Für RITTER ist das Ziel der Senkung von Arbeitslosenzahlen reines Wunschdenken. RITTER rückt auch die Reichenrhetorik von der Neidgesellschaft zurecht. Vielmehr war die Figur des "staatsloyalen Armen" für die bisherige Gesellschaft kennzeichnend:
            
       "Die Verschonung des Reichtums von Neid, Kritik oder Haß, ein auffallendes Kennzeichen der gegenwärtigen Gesellschaft, ist eine indirekte Folge des Umfangs der Sozialleistungen, der Armenfürsorge und Spendabilität, die sie in den zurückliegenden Jahrzehnten unter Beweis stellte."
            
        RITTER malt für die Zukunft die Rückkehr der "im Stich gelassenen Armut" an die Wand, die sich zur Staatskrise auswachsen könnte:
            
        "Auch im System des Fürsorgestaates kann die im Stich gelassene Armut wiederkehren. Das wäre dann nicht etwa die Stunde privater Wohltätigkeit, sondern die Krise jener staatlichen Ordnung, die sich mit der Lösung des Problems der Armut in das Buch der Geschichte eintragen wollte.
 
  • KOCH, Hannes (2005): Zoff im Rat der Weisen.
    Normalerweise beraten sie die Bundesregierung in ökonomischen Fragen. Nun aber sind die "fünf Weisen" heillos zerstritten. Scheinbar gehts dabei um Kompetenzen, eigentlich aber um die Zukunft,
    in: TAZ v. 04.01.
    • Inhalt:
      KOCH bereitet die TAZ-Leser auf den bevorstehenden Paradigmenwechsel in den Wirtschaftswissenschaften vor.

            
        Die bisherige  Angebotspolitik à la Hans-Werner SINN steht vor dem Bankrott, während die Nachfragepolitik, für die Peter BOFINGER (und Albrecht MÜLLER) steht, Auftrieb gewinnt:
            
        "Interessant ist, dass die abweichende Position im Sachverständigenrat heute einen ungleich größeren Widerhall findet als noch vor zehn Jahren. Das liegt auch an der anhaltenden Erfolglosigkeit der rot-grünen Bundesregierung. Die Arbeitslosigkeit nimmt eben nicht ab. Und der Zusammenhang zwischen Jobverlusten, stagnierenden Löhnen der Beschäftigten und Nachfrageschwäche lässt sich nicht mehr von der Hand weisen."
 
  • SCHEDIWY, Dagmar (2005): Gefährliche Illusion.
    Arm und gleich (III): Wer Arbeit will, der findet auch welche. Dieser Kerngedanke von Hartz IV ist falsch - und er führt bei den Betroffenen zu Resignation und Depression,
    in: TAZ v. 04.01.
    • Inhalt:
      SCHEDIWY ist der Überzeugung, dass Hartz IV nicht zur Aktivierung, sondern erlernte Hilflosigkeit (Martin SELIGMAN) erzeugt.
 
 
  • HOHMANN, Silke & Harry NUTT (2005): Der geheime Verführer.
    Botschaften von der anderen Seite: Der super-sexy-mini-flower-pop-op Werbefilmer und Künstler Charles Wilp ist gestorben
    in: Frankfurter Rundschau v. 04.01.
    • Kommentar:
      HOHMANN & NUTT schreiben einen Nachruf auf Charles WILP, der den 1968er Werbespot für Afri Cola gedreht hat und damit zu einem Helden des neuen "Hip Konsumerismus" (Thomas FRANK) wurde, der für manchen heutzutage als einzig legitimes Erbe der 68er gilt (wenn man von ihren Kritikern einmal absieht):

            
        "Zum Aufbruch Deutschlands aus den fünfziger Jahren in die Moderne lieferte Charles Wilp die Bilder - zu den einprägsamsten einer ganzen Epoche zählen seine verwirrend zirpenden und nebulösen Filme für Afri-Cola von 1968. Es war nicht richtig zu hören, was die Sirenen - Amanda Lear war darunter, Donna Summer und Marsha Hunt - hinter der vereisten Glasscheibe sirrten. Auch was sie dort taten, blieb weitgehend undurchsichtig, erst recht, was das alles mit einer Cola zu tun hatte, die nicht die Cola war. Aber ganz egal, die lasziven Lockrufe aus dem unterkühlt-heißen Weltraum-Nymphen-Paradies waren trotzdem zu verstehen. Sie sagten: »Komm zu uns, auf die andere Seite«. Dahin, wo die neuen Gefühle, Bilder und Sinneswahrnehmungen warten. Dahin also, wo eigentlich alle hinwollten. Nur durften es nicht alle zugeben."
            
        Die Kehrseite des Hip-Konsumerismus hat Rick MOODY in seinem berüchtigten Roman "Der Eissturm" beschrieben.
            
        George Clair, der die Prinzipien des neuen Lifestyle-Kapitalismus verinnerlicht hat, verdrängt dort den altmodischen Benjamin Hood, der die Trends der neuen Zeit einfach nicht mehr erfassen kann. Unhip gerät aufs Abstellgleis...
 
  • RUTSCHKY, Katharina (2005): Mein Unglück, das bin Ich.
    Der Soziologe Alain Ehrenberg über den ungeheuren Stress der Selbstverwirklichung,
    in: Berliner Zeitung v. 03.01.
    • Inhalt:
      "
      Beim Leser hinterlässt Ehrenberg die Einsicht, dass die Psychiatrie und die Wissenschaft unserem Verlangen nach Gesundheit und Glück ohne Ende keine Aufklärung entgegenzusetzen hat.
            
        Das in Frankreich schon vor Jahren veröffentlichte Buch war dort ein Bestseller und gilt inzwischen als ein Klassiker der Sozialforschung. Hierzulande hat es mit dem Handicap zu kämpfen, dass Ehrenberg (...) sich vor allem mit französischen Debatten befasst. Man möchte hoffen, dass er deutsche Soziologen dazu inspiriert, im Interesse der Reformen im Gesundheitswesen und vor allem der Aufklärung sozialer Medikalisierung eine ähnliche Untersuchung vorzunehmen", hofft Katharina RUTSCHKY.
 
 
  • FUNK, Rainer (2005): Das entgrenzte Ich.
    Rainer Funk ist der Psychoanalytiker des postmodernen Menschen, der als Produzent und Konsument gemachter Wirklichkeit durchs Leben geht,
    in: Welt am Sonntag v. 02.01.
 
 
  • LEHNARTZ, Sascha (2005): Straßenschild ist machbar, Herr Nachbar!
    36 Jahr enach ihrem letzten Höhepunkt steht die studentische Revolution vor dem Sieg: Axel Springer wohnt bald an der Rudi-Dutschke-Straße,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 02.01.
    • Kommentar:
      Die Peinlichkeit alternder Revoluzzer hat Richard YATES in seinem 50er Jahre-Roman "Revolutionary Road" (deutsch: Zeiten des Aufruhrs) beschrieben. Ihr ganzer Elan erschöpft sich in der sinnfreien, aber dafür umso wirksamer das Selbst zerstörenden Reproduktion einstmals für revolutionär gehaltenen Gesten.

            
        Nicht in der Selbstverwirklichung - wie Alain EHRENBERG uns weismachen möchte - liegt das Problem von 68, sondern in der Reproduktion von unverstandenem Anderem.
            
        Peinlicher sind nur noch Möchtegern-Revoluzzer der Generation Golf, die über solche Peinlichkeiten schreiben müssen.
 
  • ENSIKAT, David (2005): Bekenntnisse eines Ja-Sagers.
    Jugend nach Plan: Jens Bisky erinnert sich an seine Jahre in der DDR,
    in: Tagesspiegel v. 02.01.
 
PSYCHOLOGIE HEUTE-Titelgeschichte: Bindung und Lebensglück.
Wie frühe Erfahrungen das Leben prägen
  • NUBER, Ursula (2005): Der lange Schatten der Kindheit.
    Die ersten drei Lebensjahre sind entscheidend: Macht ein Kind in dieser Zeitspanne mit seiner engsten Bezugsperson positive Bindungserfahrungen, dann entwickelt es psychische Sicherheit. Und die wiederum ist der Schlüssel zu Gesundheit und Lebensglück, wie beeindruckende Langzeitstudien belegen,
    in: Psychologie Heute, Nr.1, Januar
 
  • BRAUN, Walter (2005): 30 Jahre und noch immer nicht erwachsen?
    Wann ist ein Mensch erwachsen? Auf keinen Falll mit 18 Jahren, wie es der Gesetzgeber festschreibt, meinen Sozialwissenschaftler. Nach ihren Erkenntnissen klafft eine Lücke zwischen Adoleszenz und Erwachsensein, die als eigene Lebensphase anerkannt werden sollte,
    in: Psychologie Heute, Nr.1, Januar
 
 
  • NEON (2005): Hilfe! Unsere Eltern werden komisch!
    Plötzlich ist aus dem stärksten Vater der Welt ein alter Herr geworden. Und die tollste Mutter der Welt, die jedes Problem lösen konnte, braucht plötzlich ihren Mittagsschlaf. Zehn NEON-Autoren erzählen von dem eigenartigen Moment, als sie merkten: Meine Eltern werden alt. Und wie das ihr Leben verändert hat,
    in: Neon, Januar
 
  • LUXAT, Stefanie (2005): "Ich nutze Frauen aus".
    Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit, 2. Teil: Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
    in: Neon, Januar
 
  • STOLLE, Oliver (2005): Zu Hause bleiben.
    A bis Z. Der Winter ist kalt und nass - was sollen wir vor der Tür? Die Welt da draußen ist grau und fies und hässlich - bauen wir uns lieber eine eigene. Machen wir es uns gemütlich,
    in: Neon, Januar
    • Kommentar:
      Seit 1968 ist Cocooning, wie das Zu Hause bleiben im Trendforschungsjargon heißt, das Gegenteil von politischem Engagement. NEON verschließt vor HARTZ IV die Tür...
 
  • HANEKAMP, Tino (2005): Harmonie, wohin man schaut.
    Während alle den Kopf einziehen, fordern Tocotronic Leidenschaft, mehr Wut, weniger Vernunft. Mit der Nation werden sie sich nie anfreunden, dafür haben sie einen größenwahnsinnigen Amerikaner eingesammelt. Auch auf den flogen nun die Dosen,
    in: Musikexpress, Januar 2005
   

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