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Medienrundschau:

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News vom 01. - 04. Juli

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

Origineller Heiratsantrag im Kino

"Wer seinen Heiratsantrag gerne ausgefallen hat, dem empfehle ich folgenden Link:
www.der-besondere-heiratsantrag.de

Hier kannst du deinen Heiratsantrag in den Vorspann eines bestimmten Kinos integrieren. Das läuft dann so ab: Du lockst deine Liebste unter einem Vorwand in das entsprechende Kino, und dann erscheint zwischen der Werbung plötzlich das Dia mit deinem Heiratsantrag. Das funktioniert bestimmt prima!
Was sagt die Jury?
: Abgedreht! Was kostet der Spaß?
: Find ich nicht so toll, so zwischen Marlboro-Werbung und Gruselfilm-Trailer. Na ja...
: Geht auch als Film, nicht nur als Dia. Kostet dann etwas mehr
: ich hab's gemacht, und es war der absolute Brüller. Das Kino hat getobt. Wir mussten aufstehen und uns küssen. Irre! Mein Tipp: Eine gut besuchte Abendvorstellung nehmen, wo das Kino schon bei der Werbung bis auf den letzten Platz besetzt ist. Das schockt's voll!
: Wie niveaulos. Ich hätte abgelehnt.
: Das möchte ich sehen, vor einem solchen Publikum! Da sagt keine Nein."
(aus: Bernhard Finkbeiner & Hans-Jörg Brekle "Frag Vati. Das Nachschlagewerk für alle Lebenslagen" (2007, S.180f.)

 
       
       
     
   
  • Tocotronic - Kapitulation

    • BALZER, Jens (2007): Kein Wille triumphiert.
      Sternstunde des Pop: Tocotronic und ihr überragendes neues Album "Kapitulation",
      in: Berliner Zeitung v. 04.07.
 
   
  • RIESSELMANN, Kirsten & Thomas WINKLER (2007): "Dieses ganze scheiß Harmlosistan".
    Diese Woche erscheint "Kapitulation", das neue Album der Band Tocotronic. Ein Gespräch mit dem Sänger Dirk von Lowtzow. Darüber, warum er immer noch wütend ist. Warum seine Band faul ist. Warum Kapitulation gegen die neoliberalen Zumutungen hilft. Und warum er nicht interpretiert werden will,
    in:
    TAZ v. 03.07.
    • Inhalt:
      Dirk von LOWTZOW von der Band Tocotronic stilisiert sich zum "Puppie", jene Spezies - halb PUnk halb HiPPIE - , die unsere neue Kulturelite bildet. LOWTZOW steht jedoch für die Variante Anti-Star-Popstar:

                   "Wird man mit dem Alter nicht milder?
      Ich nicht! Bei uns wird sich schon oft echauffiert. Das Album hat ja auch etwas sehr Kriegerisches, viele Metaphern aus der Kriegskunst: Kapitulation, Strategie, Explosion et cetera. Es hat ein Aggressionspotenzial. Es soll auch radikal sein oder krass. Ein Statement gegen diese schreckliche Emo-Kultur. (...). Da kann es doch im Moment gar nicht biografistisch und persönlich genug sein. Es dreht sich doch alles nur um so komische Befindlichkeiten. Und steht genau deswegen auch nicht im Widerspruch zur Leistungsgesellschaft, die ja genau das einfordert. Deswegen ist doch musikalisch gerade alles so unglaublich harmlos, so weit von Punk weg, wie es nur irgend geht.
      "
 
   
  • WiWo-Serie: Wie wir aus der Demografie-Falle kommen

    • BLÄSKE, Gerhard (2007): Richtige Verteilung.
      Teil 3: Vor einem Jahrhundert hatte Frankreich die niedrigste Geburtenrate Europas. Heute ist das Land mit eienr Quote von 2,1 Kindern je Frau europäische Spitze - dank eines dichten Netzes von Betreuungseinrichtungen und steuerlicher Anreize,
      in: Wirtschaftswoche Nr.26 v. 25.06.
 
   
  • EHLERS, Fiona (2007): Aufstand der Mädchenmörderinnen.
    Die Alpha-Mädchen (IV): Indien ist das Land mit der aktivsten Frauenbewegung der Welt. Zwar gelten Frauen immer noch als Menschen zweiter Klasse, aber jetzt begehren sie auf, kämpfen gegen Mädchenmorde, Tempelprostitution und Kastensystem - und verändern ihre Gesellschaft,
    in:
    Spiegel Nr.27 v. 02.07.
 
   
  • WENDEROTH, Andreas (2007): Generation 1000 Euro.
    Es gibt Beruf und Karriere. Und es gibt Hartz IVV. Aber dazwischen gibt es noch etwas: die Welt derer, die sich durchschlagen. Die Hauptstadt der neuen Bohème heißt Berlin,
    in:
    Focus Nr.27 v. 02.07.
 
   
  • KNIPPHALS, Dirk (2007): Ich bin eine Audiodatei.
    Eine intelligente und fleißige Autorenriege meldete sich zu Wort beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Nur die Jury schwieg zu oft da, wo es um die Erweiterung des Literaturbegriffes ging,
    in:
    TAZ v. 02.07.
    • Inhalt:
      Dirk KNIPPHALS hält den Generationenbegriff für die neueren Entwicklungen im Literaturbetrieb für unbrauchbar. Er erläutert dies an zwei Autoren der Generation @:

                   "Sehr deutlich wurde, dass zum Beispiel der Generationenbegriff zur Zeit versagt. Gut illustrieren kann man das an Jörg Albrecht (geb. 1981) und Fridolin Schley (geb. 1976), zwei Autoren, die gerade fünf Jahre auseinander sind, literarisch aber durch Welten getrennt. Jörg Albrecht will die Literatur an Pop anschließen. Mit Kopfhörer, Voice-over, elektronischen Instrumenten im Gürtel und Videoprojektionen erzählte er in Klagenfurt atemlos, wie man ein Wochenende auf den Berliner Tanzflächen überlebt - eine Performance rund um die Frage, inwieweit man zu seinen eigenen Audiodateien ich sagen kann. Fridolin Schley dagegen betrieb ein literarisch ausgefuchstes Spiel, in dem er eine Rolf-Dieter-Brinkmann-Figur seinen Autounfall überleben und 60-jährig im portugiesischen Fischerort Salema über sein Leben nachdenken lässt. Die Literatur mit aktuellen Wirklichkeitserfahrungen rocken auf der einen Seite; sich einschreiben, seinen Platz suchen im langen Fluss der Literatur auf der anderen Seite, das stand in Klagenfurt nebeneinander."
 
   
  • ROEBKE, Julia (2007): Ein Lob der Ehe.
    Reich, gesund und glücklich,
    in:
    Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.07.
    • Anmerkungen:
      Wie lügt man mit Statistik? Die Forschungen zur Ehe sind ein Paradebeispiel dafür.

                   In den USA haben z.B. wertkonservative Wissenschaftler wie Barbara DAFOE und David POPENOE das nationale Heiratsprojekt ins Leben gerufen, um das Lob der Ehe zu verbreiten.
                   Wer Verheiratete mit Unverheirateten vergleicht, der vernachlässigt die Heterogenität beider Gruppen. Wichtiger als der Familienstand sind Herkunft, Alter oder das Vorhandensein eines Partners usw.
                   Die Eheprivilegien verstärken in Deutschland zudem die soziale Ungleichheit.
 
   
  • RUBNER, Jeanne (2007): Kinder oder keine.
    Biedermeier: Eine neue Art von Kindesmissbrauch grassiert - denn Mutterschaft ist kein politisches Argument,
    in: Emma, Juli/August
 
   
  • Emma-Dossier: Biologismus

    • SCHWARZER, Alice (2007): Der kleine Unterschied.
      Auszug aus dem Buch "Die Antwort": Fundamental-BiologistInnen sind die westliche Variante der Fundamental-IslamistInnen: Beide bestehen auf dem großen Unterschied - der verschwindend klein ist,
      in: Emma, Juli/August
    • LOUIS, Chantal (2007): Gender Mainstreaming lebt.
      Die Emma-Reporterin hat sich die vielgescholtenen "Labore der Menschenzüchter" einmal aus der Nähe angesehen. Und siehe da: Beim Gendern kommt richtig was rum fürs Leben,
      in: Emma, Juli/August
 
     
   
  • ULRICH, Bernd (2007): Für immer abgehängt: Das Ende der sozialen Mobilität,
    in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Juli
 
     
   
  • KUNZ, Gabriele (2007): Der lange Arm der sozialen Herkunft.
    Bildungsaufsteiger geben ihren Erfolg nur teilweise an die nächste Generation weiter,
    in: Psychologie Heute, Juli
 
     
   
NEON-Titelgeschichte:
Lass uns Freunde bleiben!
Wie man das Kunststück schafft, eine Liebe zu beenden ... ohne alles kaputt zu machen
  • HARTMANN, Kathrin (2007): Mein Freund, der Ex.
    Man teilt Geheimnisse, Gewohnheiten, Erinnerungen - nur nicht mehr das Bett. Niemand kennt dich so gut wie dein Expartner. Wäre es nicht wunderbar, wenn man ihn zum Freund haben könnte? Wir sagen: es geht,
    in: Neon, Juli
 
   
  • SCHROEDER, Vera & Alexandra EUL (2007): "Schuld ist meistens der Fußball".
    Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
    in: Neon, Juli
 
   
  • KULLMANN, Kerstin (2007): Abgefärbt.
    Die jungen Abgeordneten im Bundestag gelten als Repräsentanten ihrer Generation. Sie zeichnen sich vor allem durch eine Eigenschaft aus: ihren unendlichen Pragmatismus. Dumm nur, dass sie damit die Unterschiede zwischen den Parteien zum Verschwinden bringen,
    in: Neon, Juli
    • Inhalt:
      KULLMANN berichtet über die Abgeordneten Carsten SCHNEIDER (SPD), Anna LÜHRMANN (Bündnis 90/Die Grünen), Daniel BAHR (FDP) und Jens SPAHN (CDU).
 
   
  • STOLLE, Oliver (2007): Keine Ahnung!
    Wenn einer weiß, dass er nichts weiß, ist er bekanntlich weise. Die Autoren Kathrin Passig und Aleks Scholz sind auf einem guten Weg: Wer ihr "Lexikon es Unwissens" liest, wird sich wundern, was die Menschheit alles nicht weiß,
    in: Neon, Juli
    • Inhalt:
      STOLLE stellt ein neues Produkt von Mitgliedern der Zentralen Intelligenzagentur vor:

                   "Kann es sein, dass Sie einen sehr romantischen Blick auf die Wissenschaft pflegen?
                   Kathrin Passig: Wir schreiben ja auch bei de für die Riesenmaschine, ein Blog zum Thema Zukunft und Fortschritt. Die Riesenmaschine hat da klare Vorgaben und eine Autorenanleitung, in der explizit drinsteht, dass dem Fortschritt zu huldigen und das Neue zu loben ist."
 
   
  • HARTMANN, Kathrin (2007): Altes Ego.
    Cool zu altern, ist eine der schwierigsten Aufgaben des Lebens. Schade, dass ausgerechnet die Frau, von der wir immer dachten, sie könnte es vormachen, zeigt, wie es nicht geht: Madonna,
    in: Neon, Juli
 
   
  • BALZER, Jens (2007): Alle Tore offen.
    Warum die heroische Zeit des Pop weder in den sechziger noch in den neunziger Jahren war, sondern um 1980: das wilde Fest nach dem Punk,
    in: Literaturen, Juli/August
 
     
   
  • Zwanzig Jahre Rave 1987 - 2007

    • EISMANN, Sonja (2007): Die Revolution, die noch keine war.
      Zwanzig Jahre Rave, das heißt natürlich auch zwanzig Jahre schwitzende Körper. Doch was wurde eigentlich aus den Gender-Utopien der ravenden Gesellschaft? Sollten die Geschlechtergrenzen in der euphorisierten Partykörpermasse nicht längst aufgelöst sein? Viel ist aus dieser Hoffnung nicht geworden,
      in: Spex, Nr.309, Juli/August
      • Inhalt:
        Sonja EISMANN stellt u.a. Texte zur Rave-Kultur vor:

                     "Während Gabriele Klein in ihrem Buch »Electronic Vibration« (1999) noch euphorisiert von der Amalgamierung von Dichotomien wie »Computerisierung und Körperlichkeit« im Technotanz schwärmte und mit der Losung »The Body is the Message« den Körper als ästhetisches Kommunikationsvehikel in den Mittelpunkt stellte, geben sich die AutorInnen des vom Berliner club transmediale intiierten Suhrkamp-Readers »Gendertronics« (2005) schon weitaus pessimistischer. So bemerkt Tom Holert dort dort in seinem Aufsatz über Glamour und elektronische Popkultur: »Der Diskurs über die Aufhebung der Körper in Information, das Ende der biologischen Zu-, Ein- und Festschreibungen von Geschlecht und Autorschaft hatte einen mitreißenden utopisch-emanzipatorischen Drive.«
                     (...).
        - nur um diese Zukunftsszenarien einen Absatz später illusionslos »strukturell eher Wunschdenken als Wirklichkeitsbeschreibung« zu heißen. Doch bereits fast zehn Jahre vorher hatte Annette Weber in »Mainstream der Minderheiten« (1996) schon zu bedenken gegeben, dass in massenmedial wirksamen Aufführungen von Körper-Techno alte Geschlechterstereotype eher zementiert denn dekonstruiert würden (...).

                     Der Abgesang auf die Utopien von Techno ist also genauso alt wie Techno selbst".
 
   
  • DAX, Max (2007): Auf der Suche nach einer eigenen Kunstsprache.
    Teil 2: Nach der großen Resonanz auf die Gespräche mit Dirk von Lowtzow, Wolfgang Müller, Antye Greie und Kristof Schreuf im letzten Heft, folgt nun Teil 2 der mehrteiligen Serie über die Entstehungsbedingungen von Songtexten in der deutschsprachigen Popmusik - dieses Mal mit Blixa Bargeld und Max Müller. Letzterer ist Sänger der Berliner Band Mutter und derzeit im Studie, um sein drittes Soloalbum fertigzustellen. Seine existentialistischen, mitunter schmerzhaft abgründigen, nie auch nur ansatzweise ironischen Texte haben eine ganze Avantgarde von deutschsprachigen Sängern - darunter Jochen Distelmeyer, Jens Friebe und Tobias Levin - nachhaltig geprägt, 
    in: Spex, Nr.309, Juli/August
 
   

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Zu den News vom   27. -  30. Juni 2007

 
       
   
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