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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 25.-30. Juni 2017
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News 12.-19. Juni 2017
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News 01.-07. Januar 2017
 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 06. Juli 2017: [01.07.] [02.07.] [03.07.] [04.07.] [05.07.] [06.07.]

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Lob der Mittelstadt

"Das in den Medien gehegte Schreckensbild einer sich verhärtenden Provinzbastion aus populistischem Ressentiment bedarf ebenso einer Revision wie die unterstellte Aura der jung-dynamischen Metropolen. (...).
Auf die Frage nach dem Ort jener Dynamik, die intellektuelle Erneuerung und die Expansion des Kapitals gleichermassen beflügelt, haben vor allem die deutschsprachigen Kulturen eine altehrwürdige Antwort gegeben. Ihr Kern war das heute unwahrscheinlicher denn je wirkende Motiv von der Provinz als einzigem Ort starken Denkens. Vor allem die thüringischen Kleinstädte Weimar und Jena, aber auch Freiburg, Tübingen und Heidelberg, Marburg, Göttingen und Halle weckten schon um 1800 Bewunderung aufgrund vielfacher Erneuerungsbewegungen, die dort begonnen hatten und weithin Resonanz fanden. (...).
Doch nicht etwa in die Metropolen ist die Energie dieses Geistes gezogen, sondern in eine andere Lage der Provinz. Die zwanzig besten Universitäten unserer Zeit, Harvard, Stanford, Princeton und Yale etwa, Cambridge, Oxford und die ETH, gehören zu Städten, die schon allein aus Quantitätsgründen nicht als globale Metropolen gelten können. Dies trifft vor allem auf das Silicon Valley als jene kompakte Kreativzone zu, deren Erfindungen während der vergangenen drei Jahrzehnte den globalen Alltag grundlegend verändert haben.
Google, Apple, Oracle und die meisten jener Startups, die Weltmarken geworden sind, haben Adressen in Mountain View, Sunnyvale oder Palo Alto, in Gemeinden mit etwa sechzigtausend Einwohnern, welche die fünfzig Kilometer zwischen den kleinen Millionenstädten San Francisco und San Jose ausfüllen."
(Hans-Ulrich Gumbrecht "Suburbia!" in der Neuen Zürcher Zeitung v. 07.07.2017)

 
       
       
   

06.07.2017

 
       
   

Der Kuss in der Debatte

CONRAD, Andreas  (2017): Stadt, Land, Kuss.
Heute feiert die Welt den Internationalen Tag des Kusses - die Hauptstadt kann auf eine lange Knutschtradition zurückblicken. Eine Kulturgeschichte von sozialistischen Bruderkuss bis zum Radiosender "Kiss FM",
in:
Tagesspiegel v. 06.07.

 
       
   

Die Alternative für Deutschland in der Debatte

THORWARTH, Katja (2017): Deutscher Verkehr.
Die AfD teilt mit, "wir" machten unsere Kinder selber. Es wird auch Zeit, denn unsere eingeborenen Frauen haben lange geschwächelt,
in:
Frankfurter Rundschau v. 06.07.

Katja THORWARTH tut so, als ob die AfD mit ihrem Gedankengut weit weg wäre vom Medienmainstream. Tatsächlich ist das völlig falsch. Selbst die braun-gelbe FDP hat das "Down Breeding" beklagt und Thilo SARRAZIN hat bekanntlich als SPD-Mitglied die Gebärarmut der deutschstämmigen Akademikerinnen beklagt, um nur die krassesten Fälle aus der Mitte der Gesellschaft zu nennen. Wer das unter den Tisch kehrt, der leugnet die Konvergenz von neuer Mitte und Neuer Rechte seit der Jahrtausendwende! Es ist diese Verlogenheit des Medienmainstreams, der der AfD erst zu ihrem Renommee als wählbare Partei für rechtschaffene Bürger verholfen hat.  

 
       
   

Der DIW-Wochenbericht Einkommen in den Medien

KAUFMANN, Stephan (2017): Das Billionengeschenk.
Ökonomen erwarten deutlich höhere Erbschaften als bislang gedacht. DIW empfiehlt, Steuerreform zu überdenken,
in:
Frankfurter Rundschau v. 06.07.

 
       
   

Die rentenpolitische Lösung der Altersarmut in der Debatte

STAIGER, Martin (2017): Frau Hubers schmale Rente.
Gastwirtschaft: Warum Altersarmut per Definition kein Problem ist,
in:
Frankfurter Rundschau v. 06.07.

 
       
   

Die Lebensversicherer in der Debatte

SCHÄFERS, Manfred (2017): 63.163 Euro schrumpfen zu 35.881 Euro,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.07.

Manfred SCHÄFERS stellt zwei Berechnungen des Bundes der Versicherten vor: die eine für das Jahr 1997 und die andere für das Jahr 2007. Damit will SCHÄFERS die Probleme der Lebensversicherer belegen, eher aber zeigen die Beispiele auf, wie Lebensversicherer ihre Probleme auf die Versicherten abwälzen dürfen. Der Artikel muss im Zusammenhang mit den Bestrebungen der Versicherungen gesehen werden, sich weitere Entlastungen zu verschaffen.

 
       
   

Die Staatsaufgaben in der Debatte

ZIMMER, Matthias (2017): Die Axt der sozialen Gerechtigkeit.
Der Sozialstaat ist voller Klippen - es gibt zahlreiche Konflikte, die sich nicht einseitig auflösen, sondern nur ausbalancieren lassen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.07.

 
       
   

Das Forderungspapier des VDK zur Bundestagswahl in den Medien

BALCEROWIAK, Rainer (2017): Rente ohne Sorgen.
VdK fordert Sozialpolitik, die niemanden hängen lässt,
in:
Neues Deutschland v. 06.07.

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

FRITSCHE, Andreas (2017): Groß Glienicker See verschenkt.
Brandenburg: Das Land übergibt das vor der Privatisierung gerettete Gewässer an die Stadt Potsdam,
in:
Neues Deutschland v. 06.07.

 
       
   

Christoph Butterwegge in der Debatte

BUTTERWEGGE, Christoph (2017): Armut ist das Letzte.
Bundestag: Die Große Koalition hat den Armutsbericht lange verschleppt und unangenehme Wahrheiten darin getilgt,
in:
Freitag Nr.27 v. 06.07.

"Zunächst war die Debatte für den Tag vor Beginn der Sommerpause angesetzt - und das kurz vor Mitternacht. CDU und CSU (mit Ausnahme der Sozialausschüsse) hätten am liebsten ganz auf eine Aussprache zum Regierungsbericht verzichtet - zum ersten Mal seit 2001. (...). Dann geschah es aber doch bei Tageslicht, zwei Tage vor Beginn der Sommerpause des Parlaments - allerdings vor einem beinahe leeren Plenarsaal. Vielleicht 30 Abgeordnete verloren sich im Reichstag",

berichtet der Armutsforscher Christoph BUTTERWEGGE über die Debatte zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Nichts zeigt besser, wie weit die Entsolidarisierung der Gesellschaft bereits fortgeschritten ist. BUTTERWEGGE sieht die Altersarmut auf dem besten Wege zum Hauptthema des Bundestagswahlkampfes zu werden:

"Dies trotz oder gerade wegen der Tatsache, dass die Union ohne rentenpolitisches Konzept auftritt."

 
       
   

Das Single-Dasein in Afrika

LABERENZ, Lennart (2017): Lohn und Brot hinter der Wand.
Enklaven: Die 20 reichsten Länder möchten in Afrika Sonderwirtschaftszonen errichten. Nur, wem nutzen die Boomtowns eigentlich?
in:
Freitag Nr.27 v. 06.07.

 
       
   

Das Single-Dasein in der Schweiz

SCHÖCHLI, Hansueli (2017): Die Wirkung der Einwanderer.
Schweizer Erwerbstätige wurden kaum durch Ausländer verdrängt,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 06.07.

 
       
   

Das IMF-Policy Paper Taking Stock of Monetary and Exchange Rate Regimes in Emerging Europe in den Medien

BENZ, Matthias  (2017): Vom Vorteil einer eigenen Währung.
Das östliche Europa ist ein Labor für unterschiedlichste Geldordnungen - und bietet zahlreiche Einsichten,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 06.07.

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

SCHUBERT, Christian (2017): Auch Macron zögert bei Steuersenkungen.
Déjà-vu in der französischen Fiskalpolitik: Entlastungen sind verschoben - einzelne Abgaben steigen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.07.

BERG, Anna Lea (2017): "Es bleibt nur die Straße".
Der linke Sozialforscher Bruno Amable über Protest, ein neues Bürgertum und die Zukunft Frankreichs,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 06.07.

 
       
   

05.07.2017

 
       
   

Die Pflege in Deutschland in der Debatte

PFEIFFER, Hermannus (2017): Alte Menschen als Profitquelle.
Für Finanzinvestoren werden Pflegeheime und andere Sozialimmobilien immer interessanter,
in:
Neues Deutschland v. 05.07.

 
       
   

Der Standortwettbewerb in der Debatte

RÜHLE, Alex (2017): Die neuen Riesen.
Kommunal statt national: Die Zukunft gehört den Städten, daher müssen sie auch mehr politische Macht erhalten,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 05.07.

 
       
   

Das Single-Dasein in Afrika

DÖRRIES, Bernd (2017): Reifeprüfung.
Ist Äthiopien das beste Afrika, das man bekommen kann? Es gibt dort moderne Trambahnen als in Köln - aber halt auch ein Regime, das mindestens so autoritär ist wie das in China,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 05.07.

Von Bernd DÖRRIES erfahren wir nichts über die Lage der normalen Bevölkerung in Äthiopien. Er sorgt sich lediglich um den eigenen Berufsstand. Zu Wort kommt ein Blogger und ein erfolgreicher Unternehmer:

"wir haben noch keine Mittelschicht und keine ausreichend gebildete Bevölkerung, die weiß, wie mit der Demokratie umzugehen ist",

wird der Geschäftsmann zitiert. Äthiopien gilt als afrikanisches Musterland in Sachen Geburtenentwicklung und Wirtschaftswachstum.

"Äthiopien (wurde) als einziges Land in Afrika nie kolonialisiert (...). Ausländer nennt man hier Ferangi: Fremder. Nur die Chinesen (...) gehören (...) irgendwie dazu.
Die Regierung hat vor etwa 15 Jahren damit begonnen, das chinesische Modell nach Afrika zu übertragen. Es gibt Fünfjahres und ein Einparteiensystem, das keinen Widerspruch duldet. (...) Peking exportiert Güter nach Afrika - und seine Ideologie. (...). Fast alle wichtigen Projekte in Äthipien werden mit chinesischer Hilfe gebaut".

Diese Vorherrschaft wollen die westlichen Industriestaaten nun brechen. Und hat DÖRRIES das autoritäre Regime auch kritisiert, so schließt der Artikel mit der Hoffnung, dass sich in Äthiopien dank der im westlichen Ausland studierenden Elite des Landes westliche Werte Einzug halten werden.   

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

STALDER, Helmut (2017): Rentenreform muss durch das Referendum.
Linkes Komitee bringt 70.000 Unterschriften zusammen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 05.07.

GROENEVELD, Sunni J.  (2017): Die Heimat in 36 Jahren.
NZZ-Thema Vorsorgevermögen und Zukunftsfonds,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 05.07.

WIENER, Daniel (2017): Auf Kosten der Jüngeren.
NZZ-Thema Vorsorgevermögen und Zukunftsfonds,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 05.07.

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

KLINGSIECK, Ralf (2017): Macron sucht den Eroberungsgeist.
Französischer Premierminister Edouard Philippe beklagt "unerträglichen Schuldenberg"r,
in:
Neues Deutschland v. 05.07.

 
       
   

04.07.2017

 
       
   

Das Renteneintrittsalter und die Erhöhung der Erwerbsquote von Älteren in der Debatte

CREUTZBURG, Dietrich (2017): Immer mehr Ältere arbeiten.
Zwei Millionen Beschäftigte zwischen 60 und 65 Jahren,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.07.

Seit 2014 heulen uns Neoliberale die Ohren voll, dass die Rente ab 63 der Untergang Deutschlands sei und dadurch die Entwicklung der Beschäftigung Älterer ein Desaster sei. Nun zeigen dagegen neue Zahlen des Bundesarbeitsministeriums, dass die Rente ab 63 den Trend zu immer mehr Beschäftigte im Rentenalter nur kurzfristig dämpfen, aber nicht stoppen konnte. Dies liegt auch daran, dass den Renteneintrittsalter auch bei der Rente ab 63 Jahr für Jahr in Richtung Renteneintrittsalter 65 steigt. Zudem kommen nur wenige in den Genuss einer solchen abschlagsfreien Rente.  

 
       
   

Der Verteilungsbericht 2017 des DGB in den Medien

SAUER, Stefan (2017): Nur Wohlhabende profitieren.
DGB über die Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung,
in:
Frankfurter Rundschau v. 04.07.

 
       
   

Das Wohnungsbaumonitoring 2016/2017 der Sächsischen Aufbaubank in den Medien

ND/DPA (2017): Leerstand, Notverkäufe und ruinöser Wettbewerb.
Sachsen: Wer in Dresden oder Leipzig eine Wohnung sucht, kann kaum glauben, dass anderswo im Freistaat eine Fülle davon leer steht,
in:
Neues Deutschland v. 04.07.

Die Agenturmeldung zitiert wortwörtlich die ersten beiden Absätze der Rubrik Große regionale Unterschiede beim Wohnungsleerstand (vgl. S.47), was nicht immer kenntlich gemacht ist.

 
       
   

Die Gebietsreform in Thüringen in der Debatte

ND/DPA (2017): Eisenach will freiwillig seinen Status aufgeben.
OB Wolf: Gebietsreform in Westthüringen durchziehen,
in:
Neues Deutschland v. 04.07.

 
       
   

Der Steuerentlastungswahlkampf in den Medien

DELHAES, Daniel/HILDEBRAND, Jan/SPECHT, Frank (2017): Das Füllhorn für den Wahlkampf.
CDU und CSU haben ihr Wahlprogramm vorgelegt. Es beinhaltet viele Wohltaten. Von einer wirksamen Steuerreform wollen beide Parteien nichts wissen. Merkel und Seehofer verteilen das Geld lieber selbst,
in:
Handelsblatt v. 04.07.

HILDEBRAND, Jan (2017): "Von der linken Tasche in die rechte Tasche".
Clemens Fuest: Viele Wahlversprechen würden die Empfänger selbst bezahlen, kritisiert der Präsident des Ifo-Institut,
in:
Handelsblatt v. 04.07.

Der neoliberale Ifo-Chef kritisiert, dass die Steuerentlastung für Spitzenverdiener und Unternehmer zu gering ausfällt. Die Schlechterverdiener sind ihm dagegen egal.

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

KLINGSIECK, Ralf (2017): Ross und Reiter auf dem Absprung.
Kann sich Frankreichs Sozialistische Partei nach dem Wahldebakel neu erfinden?
in:
Neues Deutschland v. 04.07.

VEIEL, Axel (2017): Revolution von oben.
Präsident Macron verordnet der französischen Republik royale Würde,
in:
Frankfurter Rundschau v. 04.07.

WIEGEL, Michaela (2017): Im Reich des Sonnenkönigs.
Macron versucht seine Zuhörer im Schloss von Versailles mit seinem Veränderungswillen anzustecken. Den Vorwurf, sich als Monarch zu gerieren, weist er scharf zurück,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.07.

MAYER, Helmut (2017): Einige Schemen linker Hand.
Frankreich als Beute einer "extremen Mitte", die es mit dem neuen kleinen Napoleon Macron hält? So stellten Pascale Fautrier und Claus Josten unlängst die französischen Verhältnisse nach der Wahl im Nachbarland dar. Eine Replik,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.07.

 
       
   

03.07.2017

 
       
   

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland in der Debatte

EUROSTAT (2017): Mai 2017: Arbeitslosenquote im Euroraum bei 9,3%,
in: Pressemitteilung des statistischen Amt der Europäischen Union v. 03.07.

 
       
   

Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

MÜCK-RAAB, Marion (2017): Gene und Geburtskanal.
Justiz: Kommission legt Abschlussbericht zur Reform des Abstammungsrechts vor. Mehr Rechte für genetische Väter und lesbische Partnerinnen,
in:
TAZ v. 03.07.

 
       
   

Die Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland

PAULITSCH, Lina (2017): "Unbeliebte sterben früher".
Der amerikanische Psychologe Mitch Prinstein darüber, wie sich Beliebtheit in der Jugend auf das spätere Leben auswirken kann,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 03.07.

 
       
   

Die Lebensversicherer in der Debatte

FROMME, Herbert (2017): Generali kürzt Privatrenten.
Tausende Kunden des Versicherers bekommen weniger Geld,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 03.07.

 
       
   

Die Studie Vorstandsversorgung im DAX 2016 in den Medien

NEUSCHELER, Tillmann (2017): So viel Pension erhalten die Dax-Chefs,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.07.

Ausführlicher als die FAZ berichtet der Artikel 253 Millionen CEO-DBO auf lbav.de über die Studie.

 
       
   

Die Gebietsreform in Brandenburg in der Debatte

KÜPPER, Mechthild (2017): Nieder mit dem Bananenlandkreis!.
Der Neuzuschnitt der kreise in Brandenburg ist keine technische Angelegenheit, sondern ein Thema, bei dem die Emotionen in Wallung geraten,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.07.

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

WÜPPER, Gesche (2017): Eine Zahl setzt Präsident Emmanuel Macron gehörig zu.
Noch immer wächst der Schuldenberg in Frankreich schneller als von der EU erlaubt. Harte Einsparungen stehen an. Widerstand droht,
in:
Welt v. 03.07.

 
       
   

02.07.2017

 
       
   

Steffen Mau in der Debatte

MAU, Steffen (2017): Der neue Bewertungskult.
Ob auf Reisen, beim Online-Einkauf oder bei der Partnersuche: Jeder bewertet jeden. Das bringt alle auf Trab und zwingt sie, einen guten Eindruck zu machen,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 02.07.

Das Buch Das metrische Wir. Über die Quantifizierung des Sozialen von Steffen MAU hätte spannend sein können, aber es klammert die wirklich wichtigen Fragen allesamt aus oder bleibt an der Oberfläche. So kommt das Kapital Vom Konflikt der Klassen zum Wettbewerb der Individuen, das hätte zentral sein müssen, über Banalitäten nicht hinaus. Die Demografisierung der gesellschaftlichen Probleme bleibt sogar gänzlich außen vor, obwohl dies doch eines der zentralen Punkte einer Quantifizierung des Sozialen ist. Stattdessen konzentriert sich das Buch auf die in den Mainstreammedien beliebte Kritik sozialer Medien und der Beliebtheitrankings, die eher Symptome als Ursache sind. MAU ist selbst Teil des Problems, denn auch wissenschaftliche Publikationen müssen sich auf dem Beliebtheitsmarkt behaupten. Wer nicht die Mainstreammedien und deren Lieblingssujets bedient, der wird ignoriert. Von daher ist dieses Gejammer verlogen.

 
       
   

Thor Kunkel in der Debatte

KÖRTE, Peter & Claudius SEIDL (2017): Er fiel im Kampf gegen sich selbst.
Oskar Roehler hat "Subs" von Thor Kunkel verfilmt. Ein Gespräch über einen Autor, der mit rechten Gedanken flirtet, Ressentiments und Roehlers Roman "Selbstverfickung", der demnächst erscheint,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 02.07.

 
       
   

01.07.2017

 
       
   

Die Ehe in der Debatte

SCHLOEMANN, Johan (2017): Gemeinsame Veranlagung.
Bedroht die "Ehe für alle" eine uralte, ewige Institution? Diese Angst verkennt, welchem dramatischen Wandel sie schon lange ausgesetzt ist,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 01.07.

Rund eine Woche wurden alle drängenden sozialen Probleme vom Thema Homo-Ehe beiseite geschoben. Nun da der Bundestag die Homo-Ehe, die alles andere als eine Ehe für alle ist, beschlossen hat, kommt noch die Nachlese dazu:

"wer Angst vor Adoptionen durch bürgerlich lebende Homosexuelle hat, die gar nicht massenhaft erfolgen werden, kann sich noch eine weitere Zahl vor Augen führen: Von den bisherigen Ehen in Deutschland sind 7,7 Millionen mit Kindern, aber 9,7 Millionen kinderlos",

will uns Johan SCHLOEMANN weismachen, denn von so vielen kinderlosen Ehen kann nicht die Rede sein, höchstens man benutzt wie SCHLOEMANN den Haushaltsbergriff, um Paaren mit Kindern ihre Kindern wegzurechnen. Würde man alle Kinder hinzurechnen, die bereits zuhause ausgezogen sind und alle Ehen von jungen Paaren, die noch Kinder wollen, dann würden die 9,7 Millionen Ehen, die angeblich kinderlos sind, ganz stark zusammenschrumpfen. In Deutschland gibt es gerade einmal 20 Prozent lebenslang Kinderlose, die meist unverheiratet sind. In einer Publikation des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2012 heißt es, dass gerade einmal 9 Prozent der Ehen des Geburtsjahrgangs 1959 - 1963 im Jahr 2008 kinderlos waren und damit als lebenslang kinderlos gelten können (vgl. Tabelle S.30). Diese Größenordnung dürfte auch für Ehen von Jüngeren gelten, wenn deren reproduktive Phase abgeschlossen ist. Richtig müsste es deshalb heißen, dass in 9,7 Millionen Haushalten von Verheirateten gerade keine Kinder leben.    

 
       
   

Axel Börsch-Supan in der Debatte

BÖRSCH-SUPAN, Axel (2017): Eine Regel für die Rente.
Wann dürfen Arbeitnehmer in Rente gehen? Reicht das Geld im Alter aus? Fragen wie diese werden im Wahlkampf emotional ausgeschlachtet. Um die Rente wirklich sicher zu machen, braucht es Fakten, statt gefühlter Wahrheiten,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 01.07.

 
       
   

Schwangerschaft und Geburt in der Debatte

HERTREITER, Laura (2017): Bauchzeichen.
Die Tennisspielerin Serena Williams zeigt sich auf dem Cover der "Vanity Fair" - schwanger und nackt. Ein Skandal? Wohl kaum. Aber eine jener Inszenierungen, an die man sich erinnern wird,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 01.07.

25 Jahre nachdem die erste nackte Schwanger das Titelbild einer Zeitschrift zierte, wird immer noch fast jedes Schwangerschafts-Titelbild wie eine Trophäe in den Mainstreammedien herumgereicht. In der angeblich vergreisenden Gesellschaft gilt das unseren Demografiefixierten als Ausweis eines politischen Akts. Meist sind es jedoch späte Mütter, um die sich die Erregung dreht. Wie wäre es also mit einem nackten schwangeren Teenager auf dem Titel. Das würde doch exzellent zu der bevölkerungspolitischen Forderjung nach jüngeren Müttern passen. Das Aufregungspotential könnte dadurch noch gewaltig gesteigert werden! Das wäre doch ein ultimativer Tipp für das AfD-Wahlplaktat. Medienaufmerksamkeit gewiss.

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

BURFEIND, Sophie (2017): Scherbenhaufen.
Deutschland war die Porzellanhochburg in Europa, nach der Wende zerbrach alles. Ein paar Unternehmen sind jetzt wieder erfolgreich. Wie schaffen sie das? Über eine Welt, die vom Wandel der Gesellschaft erzählt,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 01.07.

 
       
   

Die Rentenpolitik der Parteien in der Debatte

SIEMS, Dorothea (2017): Rentner, Geld und die Gerechtigkeit.
Das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos hat die Folgen der SPD-Pläne bis 2040 durchgerechnet. Und warnt vor Ungleichheiten,
in:
Welt v. 01.07.

Auf der Titelseite prangt die Schlagzeile SPD-Rentenplan kostet bis 2040 rund 650 Milliarden Euro. Das hat angeblich die Prognos AG in einem Prognos-Rentencheck exklusiv für die Welt ausgerechnet. Man meint offenbar uns leicht einschüchtern zu können mit angeblich großen Horrorzahlen, die sich schnell ändern, weil die Demografie nicht entscheidend ist. Das lässt sich z.B. an einem Vergleich unterschiedlicher Prognosstudien zeigen, die innerhalb eines einzigen Jahres veröffentlich wurden. Aus der Tabelle sind drei Studien ersichtlich, denn die Welt verschweigt uns die Annahmen der Schätzungen, die erst vor dem Hintergrund der anderen Studien ein umfassendes Bild des Jahres 2040 ergeben:

  Rentenperspektive 2040
(10/2016, Tabelle S.13)
Alterssicherung in Deutschland seit der Jahrtausendwende
(11/2016, Tabelle S.8)
Zukunft der Gesetzlichen Rentenversicherung
(01/2017, Tabelle S.19, 31)
Welt-
Artikel
  2015 2040 2015 2040 2015 2040 2040
BIP (Mrd. Euro) 2.770 3.770          
BIP pro Kopf (Euro 34.300 47.700          
Ausgaben GRV (Mrd. Euro) 275,5 669,4 243,2 450,0 243,2    
Bruttomonatslöhne (Euro) 2.730 6.510          
Rentenbeitragssatz (%) 18,7 24,0 18,7 23,8 18,7 23,0  
Bruttostandardrente (West, Euro/Monat) 1.310 2.740          
Bruttorentenniveau (%) 44,2 38,7          
Nettorentenniveau vor Steuern (%)     48,1 41,9 48,1 42,1 41,9
Bevölkerung (Mio.) 81,3 78,9 81,4 78,9 81,4    
RentnerInnen (Mio)     20,8 26,1      
Erwerbstätige (Mio.) 42,4 38,9     43,2    
sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte (Mio.)
    31,1 28,3 31,1 28,4  
Erwerbslosenquote (%) 5,1 3,5          

Da die Studien unterschiedliche Ziele hatten und unterschiedliche Zeiträume betrachteten, ergeben sich Datenlücken. Andererseits zeigt sich, dass bei den Ausgaben zur GRV für das Jahr 2015 mit Zahlen operiert wurden, die 32,3 Milliarden auseinander liegen. Dies führt im Jahr 2040 zu einer Differenz von 219,4 Milliarden Euro. Abweichungen in den Annahmen wachsen sich also über lange Zeiträume schnell zu gravierenden Fehleinschätzungen aus.

Auch die Zahlen zur Anzahl der Erwerbstätigen weichen für das Jahr 2015 um 0,8 Millionen ab.

Die Mehrausgaben von 650 Mrd. Euro sind minimal, wenn man sie vor dem Hintergrund der Steigerung des BIP bis 2040 um 1 Billion Euro betrachtet. Selbst der Wohlstand (BIP pro Kop) wächst bis 2040 rasant. Die Welt ist so feige, die Zahlen pro Jahr nicht zu nennen, was seriös wäre. Einziger Anhaltspunkt: Es wird jeweils die Differenz zwischen Nettorentenniveau vor Steuern (41,9 %) und dem stabil gehaltenen Rentenniveau von 48 % berechnet. Für das Jahr 2040 wären das 6,1 %. Sollte das Rentenniveau jedoch aufgrund positiverer Entwicklungen höher liegen, dann verringern sich die Ausgaben entsprechend. In der Prognos-Prognose 11/2016 heißt es:

"Bis zum Jahr 2020 wird das Sicherungsniveau auf 48,2 Prozent langsam absinken. Anschließend wird sich diese Dynamik beschleunigen, sodass für das Jahr 2030 mit einem Sicherungsniveau von 44,3 Prozent zu rechnen ist. Auch hier können die für die Jahre 2020 und 2030 gesteckten Mindestsicherungsziele somit voraussichtlich eingehalten werden. Im Jahr 2034 wird das Sicherungsniveau die Mindestgrenze von 43 Prozent schließlich unterschreiten und bis zum Jahr 2040 auf 41,9 Prozent absinken" (2016, S.11)

Die Entwicklung des Nettorentenniveau vor Steuern wird vom Bundesarbeitsministerium im Gesamtkonzept zur Alterssicherung zwischen 2030 und 2040 folgendermaßen beziffert, woraus abgeleitet sich folgende Differenzen zur Stabilisierung bei 48 Prozent ergeben:

  2030 2031 2032 2033 2034 2035 2036 2037 2038 2039 2040
Nettorentenniveau
vor Steuern in Prozent
(geltendes Recht)
44,5 44,1 43,7 43,3 43,0 42,7 42,4 42,3 42,1 42,0 42,0
Differenz zur Stabilisierung
bei 48 Prozent (%)
3,5 3,9 4,3 4,7 5,0 5,3 5,6 5,7 5,9 6,0 6,0

Die Zahlen der Prognos AG dürften aufgrund der obigen Beschreibung vom November 2016 ähnlich lauten. Die Kosten nach 2030 verlaufen exponentiell zitiert die Welt, was vom Leser ganz anders interpretiert werden dürfte als das, was es tatsächlich bedeutet: nicht etwa eine anfangs langsam, dann aber immer schneller nach oben verlaufende Kurve, sondern umgekehrt eine immer langsamer nach oben verlaufende Kurve. Da die Welt keine Zahlen liefert, entstehen im Kopf des Lesers schnell Horrorvorstellungen - was ja offensichtlich auch beabsichtigt ist.

Fazit: Die Welt liefert wieder eine Glanzstück unseriöser Berichterstattung!  

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

HÜLSEN, Isabell (2017): Erschöpfte Stadt.
Standorte: Gera war einmal reich. Heute ist Thüringens drittgrößte Stadt pleite. Der Niedergang begann, wie bei vielen ostdeutschen Kommunen, mit der Wende. Andere rappelten sich auf. Gera gelang das nie. Und das liegt nicht allein am Geld,
in:
Spiegel Nr.27 v. 01.07.

 
       
   

Die Lebensversicherer in der Debatte

SAUER, Stefan (2017): Hauptsache, gut versichert?
Analyse: Das Vertriebsgesetz, das Versicherungskunden vor Falschberatung schützen soll, fällt schwach aus. Die Makler haben ganze Lobbyarbeit geleistet,
in:
Frankfurter Rundschau v. 01.07.

Stefan SAUER berichtet nur über Einwände der Grünen gegen das am Donnerstag vom Bundestag verabschiedete Versicherungsvertriebsgesetz, das wie alle anderen schon von den Versicherungslobbyisten verwässerten Gesetze, den Kunden keine wirkliche Verbesserungen bringen werden. Die deutschen Lebensversicherer leben immer noch wie die Made im Speck, denn lautes Jammern hilft immer!

Noch am 31. Mai gab es eine Anhörung im Bundestagsausschuss. Den Stellungnahmen der 9 Verbände und Lobbyisten der Versicherungswirtschaft stand lediglich die Verbraucherzentrale als vom Staat gesponserte Versichertenanwältin gegenüber (alle Stellungnahmen und der Gesetzesentwurf vom März 2017 sind hier dokumentiert). Allein diese Übermacht zeigt die Absurdität, mit der das Kapital den Kunden gegenübertreten kann. Die Änderungen zugunsten der Versicherungswirtschaft wurden von CDU/CSU/SPD durchgesetzt.

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

FÖRSTER, Andreas (2017): Bürger gegen braune Horden.
Im Juli sollen im thüringischen Themar drei große Konzerte rechter Bands stattfinden. Erwartet werden bis zu 5.000 Neonazis aus ganz Europa. Das wollen sich die Ortsansässigen nicht gefallen lassen - sie planen eine Gegenveranstaltung,
in:
Frankfurter Rundschau v. 01.07.

 
       
   

Die Generation Y in der Debatte

KAUFMANN, Stephan (2017): Die Kinder der Krise.
Die Generation Y, auch Millennials genannt, leidet unter einem hohen Maß an wirtschaftlicher Unsicherheit. Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, vor Altersarmut sowie Krieg und Terror bestimmt ihre Gedankenwelt,
in:
Frankfurter Rundschau v. 01.07.

Stephan KAUFMANN (Artikel in der Berliner Zeitung hier) mixt die Situation in Frankreich, USA und Großbritannien zu einem globalen Generationen-Cocktail zusammen:

"Man nennt sie Generation Y oder Millennials - jene, die zwischen 1980 und der Jahrtausendwende geboren wurden. Ihr Arbeitsleben und ihre Finanzen unterscheiden sich deutlich von vorangegangenen Generationen. Ihnen hat der Internationale Währungsfonds (IWF) eine eigene Analyse gewidmet. »Millennials in den entwickelten Industriestaaten begannen ihr Berufsleben während des schlimmsten globalen Abschwungs seit der Großen Depression«, so der IWF. Und sie haben mit einer ganzen Reihe von Risiken zu kämpfen: unsichere Einkommen, unsichere Jobs, unsichere Altersvorsorge. Unsicheres Leben."

Tatsächlich handelt es sich bei der Analyse um den Artikel Playing Catch-up von Lisa DETTLING &  Joanne W. HSU in der Zeitschrift Finance & Development, Ausgabe Juni 2017, die vom IWF herausgegeben wird. Das Themenheft widmet sich den Millennials and the Future of Work. Darin befinden sich auch andere zitierte Autoren wie Nagwa RIAD und Arun SUNDARARAJAN  Die Untersuchung von DETTLING & HSU bezieht sich nicht auf die Generation Y in den Industriestaaten, sondern nur auf die USA. KAUFMANN jedoch suggeriert dagegen, dass die Situation hierzulande gleich sei:

"Im Durchschnitt hat die Generation Y in den entwickelten Ökonomien ein 40 Prozent geringeres Vermögen als die Baby Boomer oder die Generation X zu ihrer Zeit, errechnet der IWF. Ein Grund dafür sei, dass die jungen Menschen heute seltener Immobilien erwerben können als früher. Gleichzeitig kommen auf sie höhere Kosten für Bildung zu, insbesondere in Ländern wie den Vereinigten Staaten. Als Folge »starten Millennials ihr Berufsleben mit wesentlich höheren Schulden als junge Erwachsene früherer Generationen«, stellt der IWF fest. Das verschärft ein weiteres Problem der Jungen: die Sicherung des Alters. »Die Renten-Landschaft hat sich dramatisch geändert, seit die in den Sechzigern Geborenen ihr Berufsleben begannen«, so der Fonds. Die meisten Staaten hätten die Rentenleistungen gekürzt. Folge: drohende Altersarmut."

Dagegen heißt es bei DETTLING & HSU hinsichtlich der USA:

"Millennials, Gen Xers, and baby boomers all experienced the economic turmoil of the Great Recession. But because each cohort was at a different stage, the recession affected each differently. Compared with the two previous generations, millennials had fewer assets and thus lower exposure to financial losses during the crisis (...). And after the Great Recession, millennials and Gen Xers began accumulating wealth again, while baby boomer net worth has stalled. Although millennials have less wealth than their baby boomer parents at the same age, the median millennial’s net worth increased more than 40 percent between 2010 and 2013, and they still have much of their working lives ahead to recover further and continue to accumulate wealth. If millennials do eventually decide to buy homes or put away a nest egg for retirement, they may have the chance to begin when markets are on an upward trajectory, allowing them to reap the gains of future economic growth."

Während KAUFMANN Pessimismus hineinschreibt, sehen DETTLING & HSU dagegen die zukünftigen Chancen. Eine Einordnung von Stefan SELL findet sich hier

 
       
   

Die neue Klassengesellschaft in der Debatte

POELCHAU, Simon (2017): Mehr Milliardäre, weniger Armut.
Branko Milanovic über die neue globale Mittelschicht, schrumpfende Ungleichheit zwischen Staaten und Migration,
in:
Neues Deutschland v. 01.07.

Die weltweite Einkommensungleichheit (im Gegensatz zur Vermögensungleichheit)  ist gemäß Branko MILANOVIC vor allem aufgrund des Aufstiegs der Mittelschichten in China, Indien, Vietnam, Indonesien und Thailand zurückgegangen. Die Migration aus Afrika wird laut MILANOVIC nicht zurückgehen, weil zum einen ein "riesiges Wohlstandsgefälle" existiert und zum anderen Afrika und Europa "sowohl geografisch als auch kulturell nah beieinander sind". Mit Kultur ist jedoch nur die Sprache gemeint, denn viele Afrikaner sprechen englisch und französisch.  

 
       
   

Monika Maron in der Debatte

MARON, Monika (2017): Links bin ich schon lange nicht mehr.
Über Alternativlosigkeit im Jahr der deutschen Bundestagswahl,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 01.07.

Monika MARON outet sich als islamophobe FDP-Wählerin, die am liebsten Sebastian KURZ wählen würde, weil der Hype um ihn noch nicht vorbei ist.

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

FORSTER, Christof (2017): Die CVP marschiert nicht in allen Punkten mit der Linken.
Bei der noch offenen Frage, ob auch Frühpensionierte für Rentenverluste entschädigt werden sollen, funktioniert die bürgerliche Allianz,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 01.07.

SDA (2017): Frauendachverbände für Rentenreform,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 01.07.

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

GEIGER, Klaus & Michael HÖFLING (2017): Sind die Franzosen wirklich fauler als wir?
Unsere Nachbarn arbeiten wenig, gehen früh in Rente, müssten auch mal Hartz IV einführen. So heißt es in Deutschland oft. Doch was trifft zu, und was ist Klischee? Die Welt hat einige Voruteile überprüft,
in:
Welt v. 01.07.

 
       
   

Jürgen Borchert in der Debatte

BORCHERT, Jürgen (2017): Wer Kinderarmut sät, wird Altersarmut ernten.
Wie die herrschende Rentenpolitik unsere Demokratie aufs Spiel setzt,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik,
Juli

Jürgen BORCHERT betrachtet die Rentenversicherung aus dem Blickwinkel der Katholischen Soziallehre, die als Anwalt der Unternehmer dazu neigt, die Arbeitnehmerschaft gegeneinander auszuspielen, um zu verschleiern, dass es um die Verteidigung der Kapitalinteressen geht. Das Rentenversicherungssystem wird deshalb nicht als Gesellschaftsvertrag, sondern nur als Generationenvertrag zu Lasten der Arbeitnehmer diskutiert. Die Ausbeutung der Arbeitskraft bleibt in diesem Rahmen außen vor. Stattdessen wird behauptet, dass die Demografie unser Problem sei und nicht etwa die Schieflage zwischen Kapital und Arbeit. Die Demografie wird von BORCHERT nicht als Gegenwartsproblem, sondern nur als Zukunftsproblem gesehen.

BORCHERT schreckt auch nicht vor Fake-News zurück, wenn er behauptet, dass die lebenslange Kinderlosigkeit heutzutage bei 27 Prozent liege, obwohl jeder nachlesen kann, dass lediglich 20 Prozent der 45-49-Jährigen (Geburtsjahrgang 1963-1967) in Deutschland im Jahr 2012 lebenslang kinderlos waren. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor, weil diese nur alle 4 Jahre erhoben werden. Nicht etwa die Kinderlosigkeit, sondern der Rückgang der kinderreichen Familien ist am Geburtenrückgang in Deutschland schuld. Dies hat neuerdings selbst das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung zugeben müssen. Mit der Einengung der Problematik auf die Demografie, vernachlässigt BORCHERT die entscheidenderen Aspekte: die Produktivitätsentwicklung und die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Nicht der Altenquotient ist aussagekräftig, sondern nur der Rentnerquotient, der auch von der Arbeitslosigkeit und der Lohnentwicklung geprägt wird. Das aber leugnet BORCHERT, denn dann müsste die Schieflage von Kapital und Arbeit zur Sprache gebracht werden.   

 
       
   

Die Generationenrhetorik in der Debatte

STEEG, Lena (2017): Wir Zerrissenen.
Unsere Generation? Gibt es gar nicht. Die große Neon-Umfrage zum Leben im Jahr 2017...,
in: Neon,
Juli

 
       
   

Die Ehe in der Debatte

HANSEN, Astrid (2017): Ehefrau werden, Feministin bleiben.
Ja, ich will: Oft heißt es, mit dem ersten Kind drohe jungen, emanzipierten Frauen der Rückfall in alte Geschlechterrollen. Unsere Autorin stellt fest: Während der Hochzeitsvorbereitungen ist die Gefahr ähnlich groß,
in: Neon,
Juli

 
       
   

Die Sexualkultur in der Debatte

LOYMEYER, Niklas (2017): Eine Geschichte von Liebe und Hindernis.
Jahrelang führt unser Autor Beziehungen mit Frauen, denen Sex schwer fällt. Er trennt sich - und hat jetzt selbst mit Anfang 30 Erektionsprobleme. Ironie des Schicksals oder gar Strafe der Götter?
in: Neon,
Juli

 
       
   

Kontaktanzeigen in der Debatte

NEON (2017): Ehrliche Kontaktanzeigen,
in: Neon, Juli

 
       
   

FORSCHUNGSJOURNAL SOZIALE BEWEGUNGEN-Schwerpunkt: Die neue Normalität?
Der aufhaltsame Aufstieg des Rechtspopulismus

BERGMANN, Knut/DIERMEIER, Matthias/NIEHUES, Judith (2017): Allzeit fern des Durchschnitts.
Politische Ansichten der AfD-Anhänger,
in: Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Heft 2,
Juli

LEIF, Thomas (2017): Tabubruch, Provokation, Opferstatus.
Wie die AfD jenseits ihrer "bürgerlichen" Fassade Politik betreibt, offenbar ihr Strategiepier für das Wahljahr 2017,
in: Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Heft 2,
Juli

WERNER, Alban (2017): Das schwächste Glied der Kette.
Die Welt im Umbruch als Gelegenheit der Rechtspopulisten,
in: Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Heft 2,
Juli

 
       
   

Die Staatsaufgaben in der Debatte

FREISE, Matthias & Carolin SCHÖNERT (2017): Vorbeugen statt Reparieren?
Soziale Investitionen im europäischen Vergleich,
in: Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Heft 2,
Juli

FREISE & SCHÖNERT unterscheiden kompensatorische Sozialprogramme (z.B. Renten und sonstige Transferzahlungen) und sozialinvestive Sozialprogramme (z.B. Vereinbarkeitspolitik, frühkindliche Bildung und aktivierende Arbeitsmarktpolitik). Aufgrund der Finanzkrise mussten kompensatorische Sozialprogramme ausgeweitet werden, weshalb sich ihnen der Verdacht aufträgt, dass

"soziale Investitionen häufig nur deshalb aufgelegt werden, um Kürzungen kompensatorischer Leistungen zu kaschieren.

 
       
   

Oliver Nachtwey in der Debatte

KIESS, Johannes (2017): Aufbegehren in der Abstiegsgesellschaft.
Oliver Nachtweys Buch "Die Abstiegsgesellschaft",
in: Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Heft 2,
Juli

 
       
   

Didier Eribon - Rückkehr nach Reims

MÜLLER, Melanie (2017): Der Aufstieg des Front National als Psychogramm.
Didier Eribons Buch "Rückkehr nach Reims",
in: Forschungsjournal Soziale Bewegungen, Heft 2,
Juli

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

MEISTER, Martina (2017): Macrons Geheimwaffe.
Sylvie Goulard ist Frankreichs neue Verteidigungsministerin. Sie nennt Deutschland einen "idealen Partner" - und will ein neues Sicherheitsbündnis für Europa schaffen,
in:
Cicero, Juli

 
       
   

RUß-SATTAR, Sabine (2017): Das Jupiter-Modell.
Wie Emmanuel Macron wurde, was er ist, und was er will,
in:
WeltTrends, Nr.129, Juli

KEMPIN, Ronja (2017): Gespaltenes Land, Ende der etablierten Parteien?
Frankreichs politisches System "in Bewegung",
in:
WeltTrends, Nr.129, Juli

UTERWEDDE, Henrik (2017): Frankreichs Wirtschaft.
Reformbedarf und Potenziale,
in:
WeltTrends, Nr.129, Juli

 
       
   

Didier Eribon - Rückkehr nach Reims

REHBERG, Peter (2017): Interview mit Didier Eribon,
in: Merkur, Nr.818, Juli

SPOERHASE, Carlos (2017): Politik der Form.
Autosoziobiografie als Gesellschaftsanalyse,
in: Merkur
, Nr.818, Juli

 
       
 

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Zu den News vom 25. - 30. Juni 2017
 

   
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