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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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News vom 01. - 15. Juni 2002

 
       
     
   
Zitat des Monats:
"Einer meiner ersten bezahlten Jobs bestand in der freien Mitarbeit als Szene-Reporterin in der Frankfurter Prinz-Redaktion. Auch dort wurden Lifestyle-Trends gemacht beziehungsweise frei erfunden. Oder gab es sie wirklich? Man konnte nie sicher sein, was zuerst da war, der Trend oder die Idee des Trends."
(Katja Kullmann in "Generation Ally", 2002)
 
       
   
  • KUPITZ, Gunthild (2002): "Suche feminine Frau, gern jünger".
    Dr. Michael Kühn*, 57, engagierte die Agentur von Claudia Püschel-Knies, um eine Frau fürs Leben zu finden. Er bezahlte 20 000 Mark und fand die Auswahl an Frauen nicht ganz so exquisit wie versprochen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 15.06.
 
     
     
     
   
  • DIECKMANN, Friedrich (2002): Counterstrike oder Klassenkampf?
    Snobismus als Protest-Strategie. Die "Generation Golf" ist die Rokoko-Generation der spätindustriellen Gesellschaft. Aber was kommt nach ihr?
    in: Freitag Nr.25 v. 14.06.
    • Kommentar:
      "Alle großen Aufbruchsbewegungen der neueren Geschichte sind Jugendbewegungen gewesen, angestoßen, geführt und weitergetragen von Menschen zwischen fünfundzwanzig und fünfunddreißig, die über die Pubertät hinaus waren, aber noch nicht durch Familiengründung und -sorge zur Einfügung ins Bestehende gestimmt", behauptet DIECKMANN und prognostiziert deshalb eine neue Jugendbewegung:
           
      "Die Generation Golf in ihrer wohlgepolsterten Welt- und Ich-Distanz, ihrer entschlossenen Ästhetik, ihrem Fein- und Qualitätssinn - es ist die Rokoko-Generation der spätindustriellen Gesellschaft, und es könnte wohl sein, dass ihr ein neuer Sturm und Drang ins Haus steht."
           
      Dagegen steht jedoch der demographische Wandel, der eher für eine zukünftige Altenbewegung spricht. Die "Individualisierung des Konflikts" (Ralf DAHRENDORF) könnte deshalb ganz andere Dimensionen annehmen, auf die u.a. Franz WALTER aufmerksam macht.
 
   
  • MEDICUS, Thomas & Harry NUTT (2002): "Ein erschreckender Konformismus im Denken".
    Der Soziologe Heinz Bude im Gespräch über eine neue Politik des Respekts und das Versagen der Intellektuellen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 14.06.
    • Kommentar:
      Die Angst der Modernisierungsgewinner vor dem sozialen Absturz wird nun auch zum Thema der Generation Berlin:
                  "Der unternehmerische Einzelne wurde (...) zum leitenden Lebensführungsmodell. Am Ende verlangt sogar die eigene Zukunftssicherung von jedem von uns ein unternehmerisches Portfolioverhalten mit verschiedenen Einzahlungs- und Anlagestrategien. Genau bei den Gruppen, die das zuerst verstanden und praktiziert haben, macht sich jetzt das Gefühl breit, zu den Angeschmierten zu gehören. Hier setzt der gegenwärtige Populismus an. Er greift die latente Statuspanik der fortgeschrittenen Fraktionen der Mittelklassen auf und thematisiert die Fragen, die in Zukunft als problematisch angesehen werden. (...) Die Themen des postmodernen Populismus heißen: innere Sicherheit, Bildung und Gesundheit."
                  Wie Konrad ADAM macht sich BUDE zum Anwalt der Modernisierungsgewinner (Drohung mit Exit) und wie Ralf DAHRENDORF sieht BUDE in der Sehnsucht dieser Gewinner mit "Status-Panik" nach der "anständigen" (Klassen)gesellschaft und Autoritarismus den Kern des neuen Populismus:
                  "Die Entgrenzung des Gefährdungsgefühls ist das eigentliche Thema des neuen Populismus. Er (...) ist (...) dadurch charakterisiert, dass er Probleme in der Gesellschaft aufgreift, für die er einerseits im Sozialen repressive Lösungen vorschlägt, in der Wirtschaft aber liberale parat hält. Diese Mischung aus Liberalismus und Autoritarismus kennzeichnet einen neuen Populismus."
 
   
  • GÖBEL, Heike & Manfred SCHÄFERS (2002): "Wir müssen nächstes Jahr noch einmal eine Rentenreform machen".
    Der Fraktionschef der Union warnt davor, den Stabilitätspakt in Frage zu stellen. Bis zu 25 Milliarden Euro für das Familiengeld,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.06.
 
     
   
  • SZ-Thema "Frauenförderung in Unternehmen: Die Revolution findet im Kopf statt"

    • KAHLWEIT, Cathrin (2002): Weniger ist mehr.
      Funktionierende Teilzeitmodelle bei einer Tübinger Textilfirma,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 14.06.
    • DROBINSKI, Matthias (2002): Bonner Einfälle.
      Wie eine Bank Teilzeitarbeit als Wettbewerbsvorteil sieht,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 14.06.
 
   
  • BEISE, Marc (2002): Der Schrei nach Bildung.
    Bevölkerungsschwund und Vergreisung bedrohen Wohlstand und Stabilität,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 14.06.
 
   
  • MITTLER, Dietrich (2002): Der neue Konflikt der Generationen.
    Versorgung alter Menschen für viele Junge unzumutbar,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 14.06.
 
     
   
  • STOCK, Ulrich (2002): Ich war Walsers Susi.
    Aufgeschreckt vom "Tod eines Kritikers" verlässt eine Romanfigur ihren Text und findet eigene Worte,
    in: Die ZEIT Nr.25 v. 13.06.
 
   
  • KALTENBRUNNER, Robert (2002): Das Arkadien des Mittelstandes.
    In zwei neuen Büchern erfahren Suburbia und seine Eigenheime endlich die Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt,
    in: Frankfurter Rundschau v. 13.06.
 
     
     
     
   
  • HETTINGER, Yvette (2002): Liebesglück.
    Wer den Sommer nicht ohne Partner geniessen will, kann Amor nachhelfen. Wir sagen, wo und wies am besten klappt,
    in: Brückenbauer Nr.24 v. 11.06.
 
   
  • SCHMIDT, Marion (2002): Gebühren für Meldungsmuffel.
    Stadtstaaten müssen mehr Studenten aufnehmen, als ihnen lieb ist, und suchen deshalb nach neuen Einnahmequellen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 11.06.
 
     
   
  • SIPPELL, Dorothee (2002): Steiler Fall.
    Demografen prophezeien den Russen eine düstere Zukunft: Binnen 50 Jahren könnte die Bevölkerung um ein Drittel schrumpfen,
    in: Profil Nr.24 v. 10.06.
 
   
  • HIG (2002): Auseinandersetzung über Ehegattensplitting geht in eine neue Runde.
    Der Steuervorteil ist in Politik und Wissenschaft umstritten. SPD und Grüne wollen die Begünstigung nach der Wahl zumindest kappen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.06.
 
   
  • FRANKFURTER RUNDSCHAU (2002): Junge Männer empfinden weniger Pflichtgefühl und Solidarität.
    Die "Solidargemeinschaft Familie" ist einem einschneidenden Wandel unterworfen / Aus der Generationenstudie der Hanns-Seidel-Stiftung,
    in: Frankfurter Rundschau v. 06.06.
 
   
  • RÖBKE, Thomas (2002): "Wie wirke ich als Mann?"
    Die gelernte Sozialpädagogin Gönke Petersen beantwortet die Frage bei einem Restaurantbesuch - und begründet damit eine neue Dienstleistung,
    in: Die ZEIT Nr.24 v. 06.06.
 
   
  • BRINCK, Christine (2002): Bildung macht nicht gleich.
    Millionen junger Menschen lernen, studieren, bilden sich fort. Das ist wichtig, reißt aber neue Gräben auf. Ein ZEIT-Gespräch mit dem britischen Soziologen Anthony Giddens über Eliteschulen und soziale Unterschiede,
    in: Die ZEIT Nr.24 v. 06.06.
 
   
  • OESTREICH, Heide (2002): Mütter wollen doch lohnarbeiten.
    Es fehlt an Kinderbetreuung: 70 Prozent der West- und 90 Prozent der Ostmütter wären gerne berufstätig, belegt eine Studie. Ganztagsbetreuung eher von Reichen genutzt. Kommunen, die Kitas einrichten, können Sozialhilfe sparen - wenn es Jobs gibt,
    in: TAZ v. 05.06.
  • OESTREICH, Heide (2002): Schlechte Konjunktur für Mütter.
    Der Wunsch nach Kinderbetreuung setzt Schröder unter Druck,
    in: TAZ v. 05.06.
 
     
   
  • SPIEGEL (2002): Die Kinder kehren zurück,
    in: Der Spiegel Nr.23 v. 03.06.
    • Inhalt:
      Der SPIEGEL berichtet über eine britische Studie, wonach junge Erwachsene vermehrt bei den Eltern wohnen. Der Soziologe Frank FUREDI von der Universität Kent vermutet, dass die Zunahme der Nesthocker mit Problemen beim Aufbau dauerhafter Paarbeziehungen zusammenhängt.
 
   
  • WALTHER, Rudolf (2002): Vorsätzlich umherschweifen.
    Provokation und Konfusion waren probate Mittel für die künstlerische und politische Gruppe der Situationisten,
    in: Frankfurter Rundschau v. 03.06.
    • Inhalt:
      WALTHER widmet sich einem frühen Theoretiker der Spassgesellschaft: Guy DEBORD:
                  "Sein Hauptwerk Die Gesellschaft des Spektakels (1967) liest und kennt kaum mehr jemand, aber überall ist permanent und mit Verweis auf Debord von 'Spektakelgesellschaft', 'Spaßgesellschaft', 'Kultur- und Theaterspektakeln' die Rede. Dem Subversiven seines Denkens wurde der Stachel gezogen, was so weit ging, dass ihn eine Zeitung den Denker der 'Subvention' nannte und eine andere société de spectacle biedersinning mit 'Theatergesellschaft' übersetzte.
      Es ist deshalb ein großes Verdienst, dass die Berliner Edition Tiamat nun erstmals eine deutsche Übersetzung der Zeitschrift Potlatsch vorlegt."
 
   
NZZ Folio-Thema: Kindermacher
Die Zukunft der Fortpflanzung
  • ORLAND, Barbara (2002): Liebesgrüsse aus dem Labor.
    Wenn sich Ei und Samen im Reagenzglas begegnen, bleibt von der natürlichen Zeugung nicht viel übrig: Wie die Fortpflanzung in ihre Bestandteile zerlegt wurde,
    in: NZZ Folio Nr.06 v. 03.06.
  • BAKER, Robin (2002): Kinder auf Bestellung.
    Künstliche Gebärmütter, Klonbabies und reproduktiver Inzest: Der Autor, Evolutionsbiologe und Experte der Fortpflanzungsmedizin, berichtet aus dem Jahr 2050,
    in: NZZ Folio Nr.06 v. 03.06.
  • KAZIS, Cornelia (2002): Warum gerade wir?
    Was ein Schweizer Paar alles tut, um eine Familie zu werden. Und was ein Heidelberger Psychologe alles weiss über das Seelenleben von ungewollt kinderlosen Frauen und Männern,
    in: NZZ Folio Nr.06 v. 03.06.
  • RENNINGER, Suzann-Viola (2002): Wie ein Fisch, der laicht.
    Warum spendet eine Karrierefrau, die selbst keine Kinder will, ein Ei? - Weil sie ihre Gene weitergeben will. Sagt sie,
    in: NZZ Folio Nr.06 v. 03.06.
 
   
  • OESTREICH, Heide (2002): Achtung, Frau am Steuer!
    Mit ihrem Buch "Generation Ally" wurde Katja Kullmann bislang lediglich als Trittbrettfahrerin kritisiert. Dabei überbrückt ihr Bestseller erfolgreich die Kluft zwischen den Frauengenerationen
    in: TAZ v. 03.06.
 
     
   
  • RUOSS, Christiane (2002): Ablenken von der Armut.
    Kinderlose und Familien werden gezielt gegeneinander ausgespielt,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.06.
 
     
   
  • INACKER, Michael (2002): Das tagtägliche Dilemma der Familie.
    Mit der Wirklichkeit von Eltern und Kindern haben die Parteiprogramme wenig zu tun,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 02.06.
 
     
     
   
  • SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (2002): Michael Houellebecq über Romantik,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 01.06.
 
   
  • JENSEN, Lars (2002): Des Lebens müde.
    „Quarterlife Crisis“ – Die Generation der Überzwanzigjährigen ist ein bisschen zu früh von sich selbst erschöpft
    in: Süddeutsche Zeitung v. 01.06.
 
   
  • RULFF, Dieter (2002): Generation Möllemann?
    Mit seinem Generalangriff auf Gutmenschen und 68er will der stellvertretende FDP-Vorsitzende keineswegs Ewiggestrige umwerben - sondern künftige Generationen
    in: TAZ v. 01.06.
 
     
   
  • HOLBEIN, Ulrich (2002): Gedenkblatt für Greis Müller.
    Besinnliches zum Reizwort Alterspyramide,
    in: Frankfurter Rundschau v. 01.06.
 
     
       
       
   

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