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Medienrundschau:
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News vom
01. - 13. Juni 2006
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IN EIGENER SACHE
Die Website zum
Buch "Die Single-Lüge. Eine Kritik der Argumentationsmuster im
Zeitalter der Demografiepolitik" von
Bernd Kittlaus ist dem
besseren Miteinander von Singles und Eltern gewidmet.
www.single-luege.de
wird sich deshalb für den Ausbau der Kinderbetreuung in
Deutschland einsetzen. Wie das gehen soll, das erfahren Sie
hier.
Die neue Website wird
sich in wesentlichen Punkten von single-dasein.de und
single-generation.de unterscheiden, lassen Sie sich überraschen.
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MISIK, Robert (2006): "Unter einem helleren Himmel".
Warum LINKS nicht mehr geht:
Weltzustände, Lebensgefühle: Ein Gespräch mit Peter
Sloterdijk über die Verwirrung als Produktivkraft, die verdichtete
Welt des "Kapitalinnenraums", seine prägenden Jahre als Bhagwan-Jünger
in Poona und was Linke und Banken gemeinsam haben,
in: TAZ v. 13.06.
- Inhalt:
"Das
Versprechen des Wohlfahrtsstaats lautete: Arbeitslosigkeit bedeutet
nicht Armut, sondern schlimmstenfalls das Absinken in ein
Kleinbürgertum, unter zwar traurigen, aber nicht elenden
Bedingungen. Seit klar ist, dass diese Garantie nicht mehr zu halten
ist, wächst die Spannung. Doch fürs Erste versinken die inneren
Ausgeschlossenen in Depression, für sie gibt es zur Stunde keine
Sprache des Zorns, keine historische Perspektive, um von der
Depression zum Stolz überzugehen",
meint Peter SLOTERDIJK
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RASCHE, Uta (2006): Die Beginen kommen.
In sechs Höfen in Deutschland wohnen nach mittelalterlichem Vorbild
wieder viele Frauen zusammen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.06.
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MEISNER, Joachim Kardinal (2006): Die Kinder in
den Mittelpunkt stellen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.06.
- Inhalt:
Kardinal MEISNER befürwortet die "Ersetzung des
Ehegattensplittings durch ein reguliertes Familiensplitting".
Das Ehegattensplitting habe seinen Sinn verloren,
weil SEHR VIELE Ehen "von vornherein mit der Absicht abgeschlossen
(sind), keine Kinder bekommen zu wollen. Solche Beziehungen sind
nach katholischem Verständnis gar keine Ehen."
Ungewollt kinderlosen Ehepartnern ist eine
Schlechterstellung zuzumuten, weil die "Lebensfähigkeit kommender
Generationen ein hohes Gewicht hat".
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GERBERT, Frank (2006): Karriere eines Gerüchts.
Wird eine 40-Jährige eher von Terroristen ermordet, als dass sie
noch einen Ehemann findet? Uhrheber "Newsweek" widerruft,
in: Focus Nr.24 v. 12.06.
- Inhalt:
Frank GERBERT berichtet über die
Newsweek-Titelgeschichte
"Rethinking »The Marriage Crunch«", die sich von der
1986er Titelgeschichte über den
"alten Jungfern-Boom" distanziert.
GERBERT behauptet jedoch, dass es in Deutschland für die Frauen
schlechter aussehe als in den USA:
"Nur
etwa fünf Prozent von ihnen (Anm.: den Ledigen) laufen jenseits der
40 noch in den Hafen der Ehe ein - was nicht so ewig weit entfernt
ist vom alten »Terroristen«-Wert der »Newsweek« (2,6 Prozent)".
Der
letzte Satz offenbart jedoch die Schwäche der amtlichen
Heiratsstatistik:
"Wie
viele deutsche Damen allerdings in nicht ehelichen Partnerschaften
(mehr oder weniger) glücklich sind, ist der Statistik nicht zu
entnehmen."
Die
US-amerikanische Psychologin Bella DePAULO, die ein Buch über die
Diskriminierung von US-Singles geschrieben hat,
kritisiert aus diesem Grund die neue
Titelgeschichte.
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SCHNIBBEN, Cordt (2006): Der seufzende Kleinbürger.
Neue Manieren, neue Bürgerlichkeit, neuer Familiensinn, neuer
Patriotismus - alles neu im deutschen Feuilleton. Das Problem ist
allerdings alt, es ist der Quälgeist der Republik, der da laut denkt
und seine Ängste formuliert,
in: Spiegel Nr.24 v. 12.06.
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- KRAUSE, Matthias (2006): Kinder
kriegen, super - aber in New York?
Junge Berufstätige in
Manhattan und Brooklyn lieben die Herausforderung – die größte ist die
Gründung einer bürgerlichen Familie,
in: Tagesspiegel v. 12.06.
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PETERSDORFF, Winand von (2006): Was ist bloß in der Küche los?
Die Hausarbeit ist in den letzten Jahren kaum weniger geworden -
trotz Mikrowelle und Waschmaschine,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11.06.
- Inhalt:
Anlässlich der Studie "A Century of work and leisure"
von Valerie RAMEY & Neville FRANCIS zur Haushaltstechnisierung, wird
PETERSDORFFs monokausale
Baby-Boom-Erklärung
vom 28. Mai in Frage gestellt.
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DePAULO, Bella (2006): Newsweek Is Still Wrong,
in: The Huffington Post v. 11.06.
- Inhalt:
Die Psychologin
Bella DePAULO, die Ende des Jahres
das Buch "Singled out" veröffentlicht, kritisiert die
neue Titelgeschichte
des Nachrichtenmagazins Newsweek
zum "Marriage Crunch":
"Newsweek
wants to know why they were so wrong. I have a different question:
Why did it matter? Even if the original statistics had been true,
why should that have been a cause for trauma or hysteria? At my age
(52), the chances that I will ever be a butcher, a baker, or a
candlestick maker are surely less than 2.6%, but that awareness does
not send me scurrying fretfully into the offices of a therapist. The
myth about low marital odds can have the power to incite panic only
if it is co-dependent on a second myth that is even more pernicious
-- that life as a single person is shameful and sad."
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CLARY, Elisalex (2006): Lust am starken Mann.
Sie brechen Tabus, preisen
den Alkohol und geben Tips, wie man Frauen aufreißt: Junge US-Autoren
haben eine neue Männlichkeit herbeigeschrieben - als Antwort auf
politische Korrektheit und Gefühlsduselei,
in: Welt v. 10.06.
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OESTREICH, Heide (2006): "Singlemänner haben auch keine Chance".
Junge Frauen machen eher
Karriere als früher. Werden sie dann aber Mütter, ist es wie einst:
Die Karriere ist meist vorbei. Daran wird sich nur etwas ändern, wenn
die Politik es fördert, meint die Arbeitsmarktexpertin Corinna
Kleinert,
in: TAZ v. 09.06.
- Inhalt:
Corinna KLEINERT weist darauf hin, dass neben
den Müttern auch Singlemänner geringere Karrierechancen haben:
"Karrierefrauen
heiraten Karrieremänner, die kaum Zeit für die Familie aufbringen,
Karrieremänner dagegen Frauen, die Teilzeit arbeiten. Heiraten die
Frauen die falschen Männer?
Die
Arbeitsteilung in Partnerschaften von Karrieremännern und
Karrierefrauen ist sehr, sehr unterschiedlich, das ist ein Problem.
Aber auf der anderen Seite wollen Betriebe auch immer noch den
vollständig verfügbaren Menschen. Und zwar gerne den, dem eine Frau
den Rücken frei hält. Einen alleinstehenden oder alleinerziehenden
Mann setzen Firmen auch nicht gern an eine exponierte Stelle: Da
würde ja bei der Abendeinladung die Ehefrau fehlen. Die
Führungskräftekultur ist auf Versorgerehen zugeschnitten."
Im
Kapitel "Ein anderer Blick auf Singles" des
Buches "Die Single-Lüge" wird näher
auf diesen Sachverhalt eingegangen.
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SCHWENTKER, Björn (2006): Aussterben abgesagt.
Deutschland hat die
Demografie entdeckt – und mit ihr die demografische Katastrophe. Viele
Forscher sehen gar keinen Grund zur Aufregung,
in: Die ZEIT v. 08.06.
- Anmerkung:
In dem Buch
"Die
Single-Lüge" erfahren Sie, warum dieser Artikel nicht bereits
vor einem Jahr in der ZEIT erschienen ist, obwohl sich am
wissenschaftlichen Erkenntnisstand in der Zwischenzeit nichts
geändert hat.
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- SIGUSCH, Volkmar (2006): Suche GB,
biete BE.
Die sexuelle Frage,
in: Frankfurter Rundschau v. 08.06.
- Inhalt:
"Wie
groß die von der Kommerzialisierung vorangetriebene Fragmentierung
der Sexualität heute ist, kann am besten den Kontakt-Annoncen
entnommen werden. (...). Beinahe alle der Sexualforschung bekannten
Praktiken werden offeriert",
berichtet der Frankfurter Sexualforscher Volkmar SIGUSCH.
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- MONATH, Hans (2006): Kleine
Völkerzählung.
Im Mikrozensus 2005 ist
erstmals erhoben worden, wie viele Menschen mit
Migrationshintergrund in Deutschland leben. Was sagt das Ergebnis
über Deutschland als Einwanderungsland aus?
in: Tagesspiegel v. 07.06.
- TAGESSPIEGEL (2006): Jeder fünfte
Deutsche lebt allein.
Aber 2005 stieg die Zahl der Familien erstmals wieder. Trend zum
Ein-Kind-Haushalt in Ostdeutschland,
in: Tagesspiegel v. 07.06.
- CAS (2006): Familie macht Staat,
in: Tagesspiegel v. 07.06.
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ESSEIVA, Lucien (2006): Deutschland auf dem Röntgentisch.
Wie leben, lieben und
wohnen die Deutschen? Das statistische Bundesamt Destatis hat der
Republik wieder tief in die Seele geschaut. Ergebnis: Die
Bundesbürger werden immer dicker, einsamer und rauchen auch teure
Zigaretten. Und sie sind viel bunter als bisher gedacht,
in: Welt am Sonntag v. 11.06.
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SCHWÄGERL, Christian (2006): Frau überholt rechts,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.06.
- Inhalt:
"Ein
gigantisches Frauenbeförderungsprogramm steht bevor, weil auf dem
Arbeitsmarkt der Zukunft die Frau als das stärkere Geschlecht
dastehen wird. Das Jahr 2010 markiert den Zeitpunkt, zu dem in
Deutschland ein Umbruch der demographischen und ökonomischen
Verhältnisse anläuft, der tradierte Geschlechterfrontverläufe
heillos verwirren wird",
meint Christian SCHWÄGERL.
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JÄGER, Lorenz (2006): Die Borger.
Identität der Achtundsechziger,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.06.
- Inhalt:
Lorenz JÄGER berichtet über die Kontroverse zwischen
Wolfgang LEUSCHNER ("Kriegskinder und 68er", April) und
Günter
FRANZEN ("Nach Auschwitz. Zur Identitätsproblematik der 68er", Juni)
in der psychoanalytischen Zeitschrift Psyche.
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- PFERSDORF, Silke (2006): Das Prinzip
Verantwortung.
Japan fragt sich: Wo soll das
Geld für die Renten herkommen? Bisher kümmerten sich die Jungen um die
Alten,
in: Tagesspiegel v. 07.06.
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NEWSWEEK-Titelgeschichte:
Rethinking "The Marriage Crunch" |
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- OBERLÄNDER, Jan (2006): Lasst uns froh
und tapfer sein.
Moritz von Uslar wird erwachsen,
in: Tagesspiegel v. 04.06.
- Inhalt:
Für OBERLÄNDER markiert der Roman
"Waldstein"
von Moritz von USLAR einen Wendepunkt der Popliteratur:
"Uslar,
Jahrgang 1970, ist kein Theoriefreak wie Thomas Meinecke und kein
Großkünstler wie Rainald Goetz, die beide für unterschiedliche
Spielarten von Popliteratur stehen, und doch aktualisiert sein
Romandebüt das Genre. Sein Schnappschuss deutscher Gegenwart
erinnert an Christian Krachts »Faserland« (1995), mit dem
Unterschied, dass Walter Gieseking sich im Vergleich zu Krachts
snobistischem Erzähler auch mal ganz grundsätzlich Gedanken macht.
Man wird eben nicht jünger."
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DRIBBUSCH, Barbara (2006): Jeden Tag dein Gesicht.
Wechselnde Lebenspartner,
serielle Monogamie? Das sind die Beziehungsmodelle von gestern. Heute
sind Langzeitpartnerschaften angesagt - und die passenden Ratgeber
dazu. Man beachte die 14-Tage-Suggestionsregel und die
15-Minuten-Zuhörtechnik,
in: TAZ v. 03.06.
- Inhalt:
Barbara DRIBBUSCH hat einen neuen
Ratgebertrend entdeckt und setzt die Langzeitpartnerschaft der "Idee
der seriellen Monogamie" ( = Lebensabschnittspartnerschaft)
entgegen.
Durchhalten
um jeden Preis, das geht DRIBBUSCH dann doch zu weit:
"Der
US-amerikanische Paarforscher John Gottman hat eine Art
»Beziehungscheck« erfunden, nach dem man empirisch recht genau sehen
könne, ob noch eine Chance besteht für die Liebe. Grellrote
Warnlampen gehen bei Gottman an, wenn ein Partner den oder die
andere nicht mehr respektiert, sondern verachtet und sogar vor
anderen herabsetzt. Auch beständige Kritik und aggressive
Machtdemonstrationen höhlten die Liebe aus.
Die
Autorinnen Susanne Fröhlich und Constanze Kleis haben in ihrem
Bestseller »Jeder Fisch ist schön - wenn er an der Angel hängt« Gottmans
Forschungsergebnisse zusammengefasst. »Es sind die Kleinigkeiten,
die zeigen: Da denkt einer an mich.« Auch wenn beide nur in
Trainingsanzügen das Auto waschen - »im Prinzip ist alles
romantisch, womit sich zwei Menschen ihre Zugehörigkeit bestätigen.«
Wobei es allerdings Grenzen gibt, und da werden Fröhlich und Kleis
deutlich: Wer die Liebe erhalten will, sollte niemals gleichzeitig
im Badezimmer sein, wenn der Partner das WC benutzt, raten sie. »Man
sieht und hört Dinge, die man besser nicht sehen und hören will.«
Jeder
Beziehung tut also eine gesunde Abschottung gut. Und etwas
Selbstkritik."
Anmerkung:
Auf single-dasein.de wurde dieses gängige Missverständnis von
DRIBBUSCH bereits im Jahr 2001 anhand einer
Rezension des Buches "Die Liebe kommt, die
Liebe geht" von Regine SCHNEIDER
aufgezeigt.
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- BUTTERWEGGE, Christoph (2006):
Sozialstaat in Schleudergefahr,
in: Frankfurter Rundschau v. 03.06.
- Inhalt:
"Zu
den Schlagworten, die suggerieren (sollen), dass sich die
Frontlinien der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung
abgeschliffen hätten und neue Konstellationen entstanden seien,
denen sich die Analyse zuwenden müsse, gehört der Vorwurf mangelnder
Generationengerechtigkeit. Oft scheint es, als sei der Antagonismus
zwischen Kapital und Arbeit durch einen neuen Grundwiderspruch,
nämlich denjenigen zwischen Jung und Alt, abgelöst und Klassenkampf
durch einen »Krieg der Generationen« ersetzt worden. Damit lenkt man
von den eigentlichen Problemen wie der ungerechten Einkommens- und
Vermögensverteilung ab",
meint Christoph BUTTERWEGGE.
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RÄWEL, Jörg (2006): Die Milchmädchenrechnung.
Es gibt keinen
direkten Zusammenhang zwischen der durch die demographische
Entwicklung abnehmenden Zahl der Arbeitenden und der vielfach
prophezeiten Katastrophe bei der Finanzierung der
Sozialversicherungen,
in: Telepolis v. 01.06.
- Inhalt:
Um der
Herausforderung, den der demografische Wandel "nicht nur bezogen auf
unsere Sozialvorsorgesysteme mit sich bringt, zu begegnen", sind für
RÄWEL "weniger auf Geburtsraten abzielende familienpolitische
Maßnahmen, als vielmehr eine international anzusetzende
politisch, und eben nicht (markt-)wirtschaftlich
organisierte Besteuerung notwendig."
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LITERATUREN-Schwerpunkt:
Land ohne Leute?
Ein deutsches Dilemma |
- ENGELMANN, Jan (2006): Deutschland,
eine Nabelschau.
Die Demografie avanciert zur neuen Leitwissenschaft der Berliner
Republik. Politiker. Soziologen. Publizisten streiten über die
Bevölkerungspyramide: Wie viele Alte verträgt das Land? Wie viele
Kinder werden geboren? Und wer zahlt die Zeche?
in: Literaturen, Nr.6 , Juni
-
AGUIGAH, René/ENGELMANN, Jan/LÖFFLER, Sigrid/PERSON, Jutta (2006):
"Wir müssen bei den Männern anfangen".
Sind Frauen Familientiere? Männer Arbeitstiere? Verstößt die alte
Arbeitsteilung der Geschlechter gegen das Grundgesetz? Ist die
Krippe für Kinder wirklich das Beste? Und was macht die Gesellschaft
aus der Familie? Ein Literaturen-Gespräch mit
Barbara Vinken,
Hans Bertram,
Norbert Bolz und
Reiner Klingholz,
in: Literaturen, Nr.6 , Juni
-
MEISTER, Martina (2006): Rabenmutti ist die Beste.
Ungezählte Ratgeber erklären der Frau von heute, wie man Beruf
und Kinder unter einen Hut bringt. Doch die wahren Probleme wie
fehlende Väter und eine versagende Familienpolitik können sie auch
nicht lösen,
in: Literaturen, Nr.6 , Juni
-
LINTZEL, Aram (2006): Kinderlose aller Länder...
...vereinigt euch! - Auf www.nokidding.net treffen sich
Nachwuchs-Unwillige,
in: Literaturen, Nr.6 , Juni
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- PFEIFER, David (2006): Ich Jäger, du
Beute.
Sie nennen sich "Pick-up-Artists" und erklären Singlemännern, wie
man Frauen aufreißt. Unser Autor hat das Seminar "Die perfekte Masche"
besucht. Eine Reise in die Steinzeit,
in: NEON, Juni
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- HARTMANN, Kathrin & Kerstin KULLMANN
(2006): Wutlos glücklich.
Deutschland 2006: Junge Frauen tragen Bleistiftröcke, wissen um die
schöne Einfachheit der 50er Jahre,spielen mit der neuen Bürgerlichkeit
und kokettieren damit, wieder wirklich weiblich sein zu können. Doch
das Spiel droht, ernst zu werden: Die alten Geschlechterrollen holen
uns ein. Müssen junge Frauen wieder kämpferischer werden?
in: NEON, Juni
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- SCHRÖDER, Vera (2006): "Ich arbeite
dran, geheimnisvoll zu sein".
Ehrliche Kontaktanzeigen.
Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren
Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
in: NEON, Juni
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DAS
MAGAZIN-Titelgeschichte:
Nackter Wahnsinn
"Sex sells" gilt nicht mehr - selbst Beate
Kruse nimmt Abschied |
- LEHMANN, Andreas (2006): Der nackte
Wahnsinn.
Bevor MAGAZIN-Sexgöttin Beate Kruse auf den nächsten Seiten ihren
einstweiligen Ruhestand verkündet, ein paar klärende Worte zum Thema
Lust in Zeiten der Übersexualisierung,
in: Das Magazin, Juni
- Inhalt:
LEHMANN erklärt, warum "Sex sells" nicht
mehr zugkräftig ist und ausgerechnet eine Michel
HOUELLEBECQ-Verfilmung gilt ihm als Beleg:
"Die
sexuelle Aufladung unseres Alltags ist an einem Punkt angekommen,
an dem man getrost sagen darf: Nervt! Stört! Nicht schon wieder!
Weg damit! Selbst Michel Houellebecqs
»Elementarteilchen«, dieses irre Porträt einer sexsüchtigen,
einsamen Gesellschaft, das in Deutschland mit riesigem Budget,
Getöse und allem, was Rang und Namen hat (Bleibtreu, Potente, Hoss,
Gedeck, Ulmen, Harfouch),
verfilmt wurde, interessierte gerade mal 850 000 Zuschauer -
was weit, weit unter den Erwartungen lag."
- KRUSE, Beate (2006): Italien!
Beate Kruse reist ab,
in: Das Magazin, Juni
- DAS MAGAZIN (2006): "Katzen kann ich nicht
leiden".
Fast zehn Jahre lang durften die MAGAZIN-Leser Einblick ins
verlotterte Schlafzimmer von Beate Kruse nehmen. Nun ist Schluß
damit, Beate hat was Besseres vor. Immerhin ist aber jetzt der
Zeitpunkt gekommen, auf die Frage eine Antwort zu geben, die
unzähligen Lesern schlaflose Nächte bereitet: Wer steckt eigentlich
hinter Beate Kruse?
in: Das Magazin, Juni
- KRUSE, Beate (2006): Alles
Schlappschwänze.
Beate Kruse über Liebe und Männer für eine Nacht in den Zeiten
der beschleunigten Modern,
in: Das Magazin, Juni
- Inhalt:
Abdruck der ersten Kolumne vom Oktober 1998.
Bezeichnend ist, dass bereits damals
Demografie und Sex nicht mehr zu
trennen war:
"Die
reden und reden. Letztens war eine dralle Düsseldorferin im
Fernsehen, die einen Sticker mit der Forderung trug: Kopulieren
statt Sublimieren... Stirbt die Menschheit aus?"
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- LEHMANN, Andreas (2006): Auch das noch.
Lehmanns Nörgeleien (20): Ich will kein Patriarch sein,
in: Das Magazin, Juni
- Inhalt:
LEHMANN macht sich seine Gedanken zu
Eva HERMAN und Philip LONGMAN ("Für
die Männer ist das Patriarchat nicht besonders attraktiv"):
"Wenn
ich vor meine Haustür trete (ich
wohne im zugleich kinderreichsten und trendigsten Kiez Europas, der
Welt, des Universums), dann sehe ich Mütter, Mütter, Mütter, die
einerseits alles andere als entweiblicht sind, andererseits -
jedenfalls nicht mir sichtbarem Unbehagen - eine Mütterrolle
angenommen haben, die schon mal in Richtung 50er und Patriarchat
geht, aber ihre ganz eigenen Spielregeln hat: Sie schieben
Kinderwagen, sie tragen Sommerkleidchen, sie sehen verdammt gut und
entspannt aus, sie arbeiten nicht oder nur ein paar Stunden die
Woche und sitzen statt dessen lieber vor den Cafés (...) bis in die
frühen Abendstunden. Bis zu dem Zeitpunkt, wenn der Olle nach Hause
kommt, ausgepumpt vom Verdrängungsgeschäft da draußen, von all den
Optimismus- und Erfolgsverrenkungen, die er jeden Tag anstellen muß."
Sein
Fazit: "Die junge Mutter von heute, die, die garantiert nie lila
Latzhosen getragen hat und tragen wird, lebt längst im modernen
Patriarchat, und, keine Sorge, (...) es geht ihr dabei alles andere
als schlecht".
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SCHEIFFELE, Peter (2006): Raus aus dem
Kulturbetrieb, rein in die Geschichte!
Status Quo Vadis (1),
in: Spex Nr.299, Juni
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TEPEL, Oliver (2006): Warum der
Apfelmann mit dem Zaunpfahl winkt.
Status Quo Vadis (2),
in: Spex Nr.299, Juni
- Inhalt:
Oliver TEPEL stellt das umstrittene Album
"Verbotene Früchte" der Hamburger
Band Blumfeld in den Kontext der
POSCHARDT-DIEDERICHSEN-Kontroverse:
"Am
Ende einer gegenkulturellen Sprache endet das Zeitalter des
Teenagers in der Verwirklichung des alles überstrahlenden »Ich, Ich,
Ich«.
Poschardt
ist ein aktueller Vertreter dieser »Selbstverwirklichung«. Im
Gegensatz zu seiner eigenen Vermutung hat er sich nicht bewegt,
sondern will weiter Spaß und Recht zugleich haben. Er glaubt den
Verheißungen des Marktes, dass dieser auch soziale Fragen lösen
könne, während die Arbeitslosenstatistiken das Gegenteil bezeugen."
Blumfeld
bescheinigt TEPEL eine "Sprache des »Danach«, eines Individuums
jenseits der beendeten, aber noch aktuellen Erzählungen. Alle lachen
über den »Apfelmann«. Doch was tut der Apfelmann? Er pflegt sorgsam
jene Kreationen und Vielfältigkeiten, die er benennen kann. Deshalb
muss er um sie wissen. »Artenvielfalt« und »Detailwissen« sind
konstruktive Gegenargumente zu dem, was der globale Markt
produziert.
Genauer
hinzuschauen - das ist der Beginn jener Differenzierungsarbeit, die
heute fehlt, die Neues ermöglicht, deren Sprache aus fast
Vergessenem fischt und dabei verstört wie auch beruhigt, da sie den
Diskursen der Rationalisierung reichhaltiges Material
entgegensetzt."
-
JURT, Pascal (2006): Die Solidarität
der Überflüssigen.
Status Quo Vadis (3),
in: Spex Nr.299, Juni
- Inhalt:
JURT arbeitet das gemeinsame Interesse der
"Generation Praktikum" ("Génération précaire") heraus. Nicht um die
kollektive Verteidigung eines kollektiven Guts - die
Sozialversicherung - gehe es, sondern um die "gemeinsame
Verteidigung eines individuellen Rechts, nämlich des
Arbeitsvertrags".
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 20. - 31.
Mai 2006
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