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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 13. Juni 2006

 
 
     
 
 

IN EIGENER SACHE

Die Website zum Buch "Die Single-Lüge. Eine Kritik der Argumentationsmuster im Zeitalter der Demografiepolitik" von Bernd Kittlaus ist dem besseren Miteinander von Singles und Eltern gewidmet.
          
 www.single-luege.de wird sich deshalb für den Ausbau der Kinderbetreuung in Deutschland einsetzen. Wie das gehen soll, das erfahren Sie hier.
          
 Die neue Website wird sich in wesentlichen Punkten von single-dasein.de und single-generation.de unterscheiden, lassen Sie sich überraschen.

   
   
 
 
  • MISIK, Robert (2006): "Unter einem helleren Himmel".
    Warum LINKS nicht mehr geht:
    Weltzustände, Lebensgefühle: Ein Gespräch mit Peter Sloterdijk über die Verwirrung als Produktivkraft, die verdichtete Welt des "Kapitalinnenraums", seine prägenden Jahre als Bhagwan-Jünger in Poona und was Linke und Banken gemeinsam haben,
    in: TAZ v. 13.06.
    • Inhalt:
      "
      Das Versprechen des Wohlfahrtsstaats lautete: Arbeitslosigkeit bedeutet nicht Armut, sondern schlimmstenfalls das Absinken in ein Kleinbürgertum, unter zwar traurigen, aber nicht elenden Bedingungen. Seit klar ist, dass diese Garantie nicht mehr zu halten ist, wächst die Spannung. Doch fürs Erste versinken die inneren Ausgeschlossenen in Depression, für sie gibt es zur Stunde keine Sprache des Zorns, keine historische Perspektive, um von der Depression zum Stolz überzugehen", meint Peter SLOTERDIJK
 
 
  • RASCHE, Uta (2006): Die Beginen kommen.
    In sechs Höfen in Deutschland wohnen nach mittelalterlichem Vorbild wieder viele Frauen zusammen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.06.
 
  • MEISNER, Joachim Kardinal (2006): Die Kinder in den Mittelpunkt stellen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.06.
    • Inhalt:
      Kardinal MEISNER befürwortet die "Ersetzung des Ehegattensplittings durch ein reguliertes Familiensplitting".

                
        Das Ehegattensplitting habe seinen Sinn verloren, weil SEHR VIELE Ehen "von vornherein mit der Absicht abgeschlossen (sind), keine Kinder bekommen zu wollen. Solche Beziehungen sind nach katholischem Verständnis gar keine Ehen."
                
        Ungewollt kinderlosen Ehepartnern ist eine Schlechterstellung zuzumuten, weil die "Lebensfähigkeit kommender Generationen ein hohes Gewicht hat".
 
  • GERBERT, Frank (2006): Karriere eines Gerüchts.
    Wird eine 40-Jährige eher von Terroristen ermordet, als dass sie noch einen Ehemann findet? Uhrheber "Newsweek" widerruft,
    in: Focus Nr.24 v. 12.06.
    • Inhalt:
      Frank GERBERT berichtet über die Newsweek-Titelgeschichte "Rethinking »The Marriage Crunch«", die sich von der 1986er Titelgeschichte über den "alten Jungfern-Boom" distanziert.

                
        GERBERT behauptet jedoch, dass es in Deutschland für die Frauen schlechter aussehe als in den USA:
                
       "Nur etwa fünf Prozent von ihnen (Anm.: den Ledigen) laufen jenseits der 40 noch in den Hafen der Ehe ein - was nicht so ewig weit entfernt ist vom alten »Terroristen«-Wert der »Newsweek« (2,6 Prozent)".
                
       Der letzte Satz offenbart jedoch die Schwäche der amtlichen Heiratsstatistik:
                
       "Wie viele deutsche Damen allerdings in nicht ehelichen Partnerschaften (mehr oder weniger) glücklich sind, ist der Statistik nicht zu entnehmen."
                
       Die US-amerikanische Psychologin Bella DePAULO, die ein Buch über die Diskriminierung von US-Singles geschrieben hat, kritisiert aus diesem Grund die neue Titelgeschichte. 
 
 
  • SCHNIBBEN, Cordt (2006): Der seufzende Kleinbürger.
    Neue Manieren, neue Bürgerlichkeit, neuer Familiensinn, neuer Patriotismus - alles neu im deutschen Feuilleton. Das Problem ist allerdings alt, es ist der Quälgeist der Republik, der da laut denkt und seine Ängste formuliert, 
    in: Spiegel Nr.24 v. 12.06.
 
  • KRAUSE, Matthias (2006): Kinder kriegen, super - aber in New York?
    Junge Berufstätige in Manhattan und Brooklyn lieben die Herausforderung – die größte ist die Gründung einer bürgerlichen Familie,
    in: Tagesspiegel v. 12.06.
 
  • PETERSDORFF, Winand von (2006): Was ist bloß in der Küche los?
    Die Hausarbeit ist in den letzten Jahren kaum weniger geworden - trotz Mikrowelle und Waschmaschine,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11.06.
    • Inhalt:
      Anlässlich der Studie "A Century of work and leisure" von Valerie RAMEY & Neville FRANCIS zur Haushaltstechnisierung, wird PETERSDORFFs monokausale Baby-Boom-Erklärung vom 28. Mai in Frage gestellt.
 
  • DePAULO, Bella (2006): Newsweek Is Still Wrong,
    in: The Huffington Post v. 11.06.
    • Inhalt:
      Die Psychologin Bella DePAULO, die Ende des Jahres das Buch "Singled out" veröffentlicht,  kritisiert die neue Titelgeschichte des Nachrichtenmagazins Newsweek zum "Marriage Crunch":

                
       "Newsweek wants to know why they were so wrong. I have a different question: Why did it matter? Even if the original statistics had been true, why should that have been a cause for trauma or hysteria? At my age (52), the chances that I will ever be a butcher, a baker, or a candlestick maker are surely less than 2.6%, but that awareness does not send me scurrying fretfully into the offices of a therapist. The myth about low marital odds can have the power to incite panic only if it is co-dependent on a second myth that is even more pernicious -- that life as a single person is shameful and sad."
 
 
 
 
  • OESTREICH, Heide (2006): "Singlemänner haben auch keine Chance".
    Junge Frauen machen eher Karriere als früher. Werden sie dann aber Mütter, ist es wie einst: Die Karriere ist meist vorbei. Daran wird sich nur etwas ändern, wenn die Politik es fördert, meint die Arbeitsmarktexpertin Corinna Kleinert,
    in: TAZ v. 09.06.
    • Inhalt:
      Corinna KLEINERT weist darauf hin, dass neben den Müttern auch Singlemänner geringere Karrierechancen haben:

                
       "Karrierefrauen heiraten Karrieremänner, die kaum Zeit für die Familie aufbringen, Karrieremänner dagegen Frauen, die Teilzeit arbeiten. Heiraten die Frauen die falschen Männer?
                
       Die Arbeitsteilung in Partnerschaften von Karrieremännern und Karrierefrauen ist sehr, sehr unterschiedlich, das ist ein Problem. Aber auf der anderen Seite wollen Betriebe auch immer noch den vollständig verfügbaren Menschen. Und zwar gerne den, dem eine Frau den Rücken frei hält. Einen alleinstehenden oder alleinerziehenden Mann setzen Firmen auch nicht gern an eine exponierte Stelle: Da würde ja bei der Abendeinladung die Ehefrau fehlen. Die Führungskräftekultur ist auf Versorgerehen zugeschnitten."
                
       Im Kapitel "Ein anderer Blick auf Singles" des Buches "Die Single-Lüge" wird näher auf diesen Sachverhalt eingegangen.
 
 
 
  • SIGUSCH, Volkmar (2006): Suche GB, biete BE.
    Die sexuelle Frage,
    in: Frankfurter Rundschau v. 08.06.
    • Inhalt:
      "
      Wie groß die von der Kommerzialisierung vorangetriebene Fragmentierung der Sexualität heute ist, kann am besten den Kontakt-Annoncen entnommen werden. (...). Beinahe alle der Sexualforschung bekannten Praktiken werden offeriert", berichtet der Frankfurter Sexualforscher Volkmar SIGUSCH.
 
  • Vorstellung der Ergebnisse des Mikrozensus 2005 auf der Pressekonferenz des Statistischen Bundesamtes vom 06.06.2006

    • MONATH, Hans (2006): Kleine Völkerzählung.
      Im Mikrozensus 2005 ist erstmals erhoben worden, wie viele Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland leben. Was sagt das Ergebnis über Deutschland als Einwanderungsland aus?
      in: Tagesspiegel v. 07.06.
    • TAGESSPIEGEL (2006): Jeder fünfte Deutsche lebt allein.
      Aber 2005 stieg die Zahl der Familien erstmals wieder. Trend zum Ein-Kind-Haushalt in Ostdeutschland,
      in: Tagesspiegel v. 07.06.
    • CAS (2006): Familie macht Staat,
      in: Tagesspiegel v. 07.06.
    • ESSEIVA, Lucien (2006): Deutschland auf dem Röntgentisch.
      Wie leben, lieben und wohnen die Deutschen? Das statistische Bundesamt Destatis hat der Republik wieder tief in die Seele geschaut. Ergebnis: Die Bundesbürger werden immer dicker, einsamer und rauchen auch teure Zigaretten. Und sie sind viel bunter als bisher gedacht
      in: Welt am Sonntag v. 11.06.
 
  • SCHWÄGERL, Christian (2006): Frau überholt rechts,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.06.
    • Inhalt:
      "
      Ein gigantisches Frauenbeförderungsprogramm steht bevor, weil auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft die Frau als das stärkere Geschlecht dastehen wird. Das Jahr 2010 markiert den Zeitpunkt, zu dem in Deutschland ein Umbruch der demographischen und ökonomischen Verhältnisse anläuft, der tradierte Geschlechterfrontverläufe heillos verwirren wird", meint Christian SCHWÄGERL.
 
  • JÄGER, Lorenz (2006): Die Borger.
    Identität der Achtundsechziger,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.06.
    • Inhalt:
      Lorenz JÄGER berichtet über die Kontroverse zwischen Wolfgang LEUSCHNER ("Kriegskinder und 68er", April) und Günter FRANZEN ("Nach Auschwitz. Zur Identitätsproblematik der 68er", Juni) in der psychoanalytischen Zeitschrift Psyche.
 
  • PFERSDORF, Silke (2006): Das Prinzip Verantwortung.
    Japan fragt sich: Wo soll das Geld für die Renten herkommen? Bisher kümmerten sich die Jungen um die Alten,
    in: Tagesspiegel v. 07.06.
 
NEWSWEEK-Titelgeschichte:
Rethinking "The Marriage Crunch"
 
  • OBERLÄNDER, Jan (2006): Lasst uns froh und tapfer sein.
    Moritz von Uslar wird erwachsen,
    in: Tagesspiegel v. 04.06.
    • Inhalt:
      Für OBERLÄNDER markiert der Roman "Waldstein" von Moritz von USLAR einen Wendepunkt der Popliteratur:

                
       "Uslar, Jahrgang 1970, ist kein Theoriefreak wie Thomas Meinecke und kein Großkünstler wie Rainald Goetz, die beide für unterschiedliche Spielarten von Popliteratur stehen, und doch aktualisiert sein Romandebüt das Genre. Sein Schnappschuss deutscher Gegenwart erinnert an Christian Krachts »Faserland« (1995), mit dem Unterschied, dass Walter Gieseking sich im Vergleich zu Krachts snobistischem Erzähler auch mal ganz grundsätzlich Gedanken macht. Man wird eben nicht jünger."
 
  • DRIBBUSCH, Barbara (2006): Jeden Tag dein Gesicht.
    Wechselnde Lebenspartner, serielle Monogamie? Das sind die Beziehungsmodelle von gestern. Heute sind Langzeitpartnerschaften angesagt - und die passenden Ratgeber dazu. Man beachte die 14-Tage-Suggestionsregel und die 15-Minuten-Zuhörtechnik,
    in: TAZ v. 03.06.
    • Inhalt:
      Barbara DRIBBUSCH hat einen neuen Ratgebertrend entdeckt und setzt die Langzeitpartnerschaft der "Idee der seriellen Monogamie" ( = Lebensabschnittspartnerschaft) entgegen.

                
       Durchhalten um jeden Preis, das geht DRIBBUSCH dann doch zu weit:
                
       "Der US-amerikanische Paarforscher John Gottman hat eine Art »Beziehungscheck« erfunden, nach dem man empirisch recht genau sehen könne, ob noch eine Chance besteht für die Liebe. Grellrote Warnlampen gehen bei Gottman an, wenn ein Partner den oder die andere nicht mehr respektiert, sondern verachtet und sogar vor anderen herabsetzt. Auch beständige Kritik und aggressive Machtdemonstrationen höhlten die Liebe aus.
                
       Die Autorinnen Susanne Fröhlich und Constanze Kleis haben in ihrem Bestseller »Jeder Fisch ist schön - wenn er an der Angel hängt« Gottmans Forschungsergebnisse zusammengefasst. »Es sind die Kleinigkeiten, die zeigen: Da denkt einer an mich.« Auch wenn beide nur in Trainingsanzügen das Auto waschen - »im Prinzip ist alles romantisch, womit sich zwei Menschen ihre Zugehörigkeit bestätigen.« Wobei es allerdings Grenzen gibt, und da werden Fröhlich und Kleis deutlich: Wer die Liebe erhalten will, sollte niemals gleichzeitig im Badezimmer sein, wenn der Partner das WC benutzt, raten sie. »Man sieht und hört Dinge, die man besser nicht sehen und hören will.«
                
       Jeder Beziehung tut also eine gesunde Abschottung gut. Und etwas Selbstkritik."
                
       Anmerkung: Auf single-dasein.de wurde dieses gängige Missverständnis von DRIBBUSCH bereits im Jahr 2001 anhand einer Rezension des Buches "Die Liebe kommt, die Liebe geht" von Regine SCHNEIDER aufgezeigt.
 
  • BUTTERWEGGE, Christoph (2006): Sozialstaat in Schleudergefahr,
    in: Frankfurter Rundschau v. 03.06.
    • Inhalt:
      "
      Zu den Schlagworten, die suggerieren (sollen), dass sich die Frontlinien der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung abgeschliffen hätten und neue Konstellationen entstanden seien, denen sich die Analyse zuwenden müsse, gehört der Vorwurf mangelnder Generationengerechtigkeit. Oft scheint es, als sei der Antagonismus zwischen Kapital und Arbeit durch einen neuen Grundwiderspruch, nämlich denjenigen zwischen Jung und Alt, abgelöst und Klassenkampf durch einen »Krieg der Generationen« ersetzt worden. Damit lenkt man von den eigentlichen Problemen wie der ungerechten Einkommens- und Vermögensverteilung ab", meint Christoph BUTTERWEGGE.
 
 
  • RÄWEL, Jörg (2006): Die Milchmädchenrechnung.
    Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen der durch die demographische Entwicklung abnehmenden Zahl der Arbeitenden und der vielfach prophezeiten Katastrophe bei der Finanzierung der Sozialversicherungen,
    in: Telepolis v. 01.06.
    • Inhalt:
      Um der Herausforderung, den der demografische Wandel "nicht nur bezogen auf unsere Sozialvorsorgesysteme mit sich bringt, zu begegnen", sind für RÄWEL "weniger auf Geburtsraten abzielende familienpolitische Maßnahmen, als vielmehr eine international anzusetzende politisch, und eben nicht (markt-)wirtschaftlich organisierte Besteuerung notwendig."
 
LITERATUREN-Schwerpunkt:
Land ohne Leute?
Ein deutsches Dilemma
 
 
  • PFEIFER, David (2006): Ich Jäger, du Beute.
    Sie nennen sich "Pick-up-Artists" und erklären Singlemännern, wie man Frauen aufreißt. Unser Autor hat das Seminar "Die perfekte Masche" besucht. Eine Reise in die Steinzeit,
    in: NEON, Juni
 
  • HARTMANN, Kathrin & Kerstin KULLMANN (2006): Wutlos glücklich.
    Deutschland 2006: Junge Frauen tragen Bleistiftröcke, wissen um die schöne Einfachheit der 50er Jahre,spielen mit der neuen Bürgerlichkeit und kokettieren damit, wieder wirklich weiblich sein zu können. Doch das Spiel droht, ernst zu werden: Die alten Geschlechterrollen holen uns ein. Müssen junge Frauen wieder kämpferischer werden?
    in: NEON, Juni
 
  • SCHRÖDER, Vera (2006): "Ich arbeite dran, geheimnisvoll zu sein".
    Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
    in:
    NEON, Juni
 
DAS MAGAZIN-Titelgeschichte:
Nackter Wahnsinn
"Sex sells" gilt nicht mehr - selbst Beate Kruse nimmt Abschied
  • LEHMANN, Andreas (2006): Der nackte Wahnsinn.
    Bevor MAGAZIN-Sexgöttin Beate Kruse auf den nächsten Seiten ihren einstweiligen Ruhestand verkündet, ein paar klärende Worte zum Thema Lust in Zeiten der Übersexualisierung,
    in: Das Magazin
    , Juni
    • Inhalt:
      LEHMANN erklärt, warum "Sex sells" nicht mehr zugkräftig ist und ausgerechnet eine Michel HOUELLEBECQ-Verfilmung gilt ihm als Beleg:

                
       "Die sexuelle Aufladung unseres Alltags ist an einem Punkt angekommen, an dem man getrost sagen darf: Nervt! Stört! Nicht schon wieder! Weg damit! Selbst Michel Houellebecqs »Elementarteilchen«, dieses irre Porträt einer sexsüchtigen, einsamen Gesellschaft, das in Deutschland mit riesigem Budget, Getöse und allem, was Rang und Namen hat (Bleibtreu, Potente, Hoss, Gedeck, Ulmen, Harfouch), verfilmt wurde, interessierte gerade mal 850 000 Zuschauer - was weit, weit unter den Erwartungen lag."
  • KRUSE, Beate (2006): Italien!
    Beate Kruse reist ab,
    in: Das Magazin
    , Juni
  • DAS MAGAZIN (2006): "Katzen kann ich nicht leiden".
    Fast zehn Jahre lang durften die MAGAZIN-Leser Einblick ins verlotterte Schlafzimmer von Beate Kruse nehmen. Nun ist Schluß damit, Beate hat was Besseres vor. Immerhin ist aber jetzt der Zeitpunkt gekommen, auf die Frage eine Antwort zu geben, die unzähligen Lesern schlaflose Nächte bereitet: Wer steckt eigentlich hinter Beate Kruse?
    in: Das Magazin
    , Juni
  • KRUSE, Beate (2006): Alles Schlappschwänze.
    Beate Kruse über Liebe und Männer für eine Nacht in den Zeiten der beschleunigten Modern,
    in: Das Magazin
    , Juni
    • Inhalt:
      Abdruck der ersten Kolumne vom Oktober 1998. Bezeichnend ist, dass bereits damals Demografie und Sex nicht mehr zu trennen war:

                
       "Die reden und reden. Letztens war eine dralle Düsseldorferin im Fernsehen, die einen Sticker mit der Forderung trug: Kopulieren statt Sublimieren... Stirbt die Menschheit aus?"
 
  • LEHMANN, Andreas (2006): Auch das noch.
    Lehmanns Nörgeleien (20): Ich will kein Patriarch sein,
    in: Das Magazin
    , Juni
    • Inhalt:
      LEHMANN macht sich seine Gedanken zu Eva HERMAN und Philip LONGMAN ("Für die Männer ist das Patriarchat nicht besonders attraktiv"):

                
       "Wenn ich vor meine Haustür trete (ich wohne im zugleich kinderreichsten und trendigsten Kiez Europas, der Welt, des Universums), dann sehe ich Mütter, Mütter, Mütter, die einerseits alles andere als entweiblicht sind, andererseits - jedenfalls nicht mir sichtbarem Unbehagen - eine Mütterrolle angenommen haben, die schon mal in Richtung 50er und Patriarchat geht, aber ihre ganz eigenen Spielregeln hat: Sie schieben Kinderwagen, sie tragen Sommerkleidchen, sie sehen verdammt gut und entspannt aus, sie arbeiten nicht oder nur ein paar Stunden die Woche und sitzen statt dessen lieber vor den Cafés (...) bis in die frühen Abendstunden. Bis zu dem Zeitpunkt, wenn der Olle nach Hause kommt, ausgepumpt vom Verdrängungsgeschäft da draußen, von all den Optimismus- und Erfolgsverrenkungen, die er jeden Tag anstellen muß."
                
       Sein Fazit: "Die junge Mutter von heute, die, die garantiert nie lila Latzhosen getragen hat und tragen wird, lebt längst im modernen Patriarchat, und, keine Sorge, (...) es geht ihr dabei alles andere als schlecht". 
 
  • SCHEIFFELE, Peter (2006): Raus aus dem Kulturbetrieb, rein in die Geschichte!
    Status Quo Vadis (1),
    in: Spex Nr.299
    , Juni
  • TEPEL, Oliver (2006): Warum der Apfelmann mit dem Zaunpfahl winkt.
    Status Quo Vadis (2),
    in: Spex Nr.299
    , Juni
    • Inhalt:
      Oliver TEPEL stellt das umstrittene Album "Verbotene Früchte" der Hamburger Band Blumfeld in den Kontext der POSCHARDT-DIEDERICHSEN-Kontroverse:

                
       "Am Ende einer gegenkulturellen Sprache endet das Zeitalter des Teenagers in der Verwirklichung des alles überstrahlenden »Ich, Ich, Ich«.
                
       Poschardt ist ein aktueller Vertreter dieser »Selbstverwirklichung«. Im Gegensatz zu seiner eigenen Vermutung hat er sich nicht bewegt, sondern will weiter Spaß und Recht zugleich haben. Er glaubt den Verheißungen des Marktes, dass dieser auch soziale Fragen lösen könne, während die Arbeitslosenstatistiken das Gegenteil bezeugen."
                
       Blumfeld bescheinigt TEPEL eine "Sprache des »Danach«, eines Individuums jenseits der beendeten, aber noch aktuellen Erzählungen. Alle lachen über den »Apfelmann«. Doch was tut der Apfelmann? Er pflegt sorgsam jene Kreationen und Vielfältigkeiten, die er benennen kann. Deshalb muss er um sie wissen. »Artenvielfalt« und »Detailwissen« sind konstruktive Gegenargumente zu dem, was der globale Markt produziert.
                
       Genauer hinzuschauen - das ist der Beginn jener Differenzierungsarbeit, die heute fehlt, die Neues ermöglicht, deren Sprache aus fast Vergessenem fischt und dabei verstört wie auch beruhigt, da sie den Diskursen der Rationalisierung reichhaltiges Material entgegensetzt."
  • JURT, Pascal (2006): Die Solidarität der Überflüssigen.
    Status Quo Vadis (3),
    in: Spex Nr.299
    , Juni
    • Inhalt:
      JURT arbeitet das gemeinsame Interesse der "Generation Praktikum" ("Génération précaire") heraus. Nicht um die kollektive Verteidigung eines kollektiven Guts - die Sozialversicherung - gehe es, sondern um die "gemeinsame Verteidigung eines individuellen Rechts, nämlich des Arbeitsvertrags".
   

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Zu den News vom   20. - 31. Mai 2006

 
 
   
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