| |
|
[ News-Hauptseite ] [
Suche ] [
Homepage ]
|
|
| |
|
Medienrundschau:
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
News vom 01. - 10. März 2003
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Zitat
des Monats:
"Eine
etwas biedere Mutter von mehreren Kindern hielt ihren Vortrag im
Schottenrock. Mit überzeugender Einfalt war es ihr möglich, die
Welt in zwei Lager zu teilen: auf der einen Seite die Mutter,
die Heim und Kinder schützt, der Frieden, die Blumen. Auf der
anderen Seite die Männer mit Presslufthammer, Gewehr und
Scheckkarte. Trotz dieser Schematik war es klar, dass sie »uns«
gut gelesen hatte.
Nach dem Vortrag, bei der Diskussion, stand Rosi Braidotti auf,
und machte sich über die Existenz von »Frauen« lustig. Mit ihrem
ironischen Zerriss der Englisch sprechenden Hausfrau traf sie
genau den wunden Punkt der meisten Artikel, die ich früher als
Mitverlegerin der Courage druckfertig gemacht hatte.
»Frau« war für Braidotti ein romantisches, sentimentales,
unwissenschaftliches, typisch rassistisches ideologisches
Konglomerat. Ein Hochstilisieren von etwas
angeblich Gemeinsamem an schottischen Hausfrauen,
afrikanischen Sklavinnen, relativ unterbezahlten
Leitungsbeamtinnen, arbeitslosen Habilitierten und
Dienstmädchen. Braidotti sprach als Wissenschaftlerin. Sie ließ
nur das als zuschreibbare Eigenschaft gelten, was gemessen
werden kann und was gemessen worden ist. Ich fühlte mich mit der
Schottin angegriffen, aber ich konnte nicht umhin, die Stringenz
zu bewundern, mit der Braidotti alles, was als eine Substanz,
eine Essenz, als Natur, ja als Körper der Frau überhaupt
besprochen wurde, als ein unwissenschaftliches Emblem oder
Ideologem abservierte. Damals schon im zwanzigsten Jahr meiner
feministischen Erfahrung, konnte ich ebensowenig vermeiden, die
politische Relevanz von Braidottis Argument zu fassen.
Warum wohl? Nach zwanzigjähriger Bewegung war es mir klar, dass
politische Erfolge im Dienst der Ver-wirung aller Frauen der
Welt unvermeidlich und primär der Beförderung jener Menschen
gedient hatte, mit deren Eigenschaftsprofilen ich mich
vergleichen kann. Und dass dieses Modell als Vorbild dienen
sollte für weitaus mehr Frauen, die immer ferner und immer
schmerzlich bewusster entfernt von unseren Fortschritten waren.
So unakzeptabel für mich die Dekonstruktion dessen auch sein
mag, als was ich mich fühle, die Dekonstruktion der
traditionellen Historizität des Frauseins, in dessen Schatten
ich aufgewachsen bin".
(aus: Barbara
Duden im Freitag vom 07.03. 2003) |
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
EIDLHUBER, Mia & Nina HOROWITZ (2003): www.einsamkeit.ade.
Vom Jagdrevier für schnelle sexuelle Abenteuer hat sich das
Internat längst zum salonfähigen Umschlagplatz für den
bindungswilligen Mittelstand entwickelt. Wer die neuen Konsumenten
sind, wo man sich am besten einklickt, wie das Online-Dating zum
Wirtschaftsfaktor mutiert und warum der Cyberspace im 21. Jahrhundert
die Bartheke ersetzt,
in: Profil Nr.11 v. 10.03.
-
PROFIL (2003): Interview mit Soziologin Bühler-Ilieva.
Die Schweizer Soziologin Evelina Bühler-Ilieva, Autorin der ersten
repräsentativen Studie zur Partnersuche im Internet, über die
zunehmende Bedeutung von Online-Dating,
in: Profil Nr.11 v. 10.03.
|
|
| |
|
-
Internationaler Frauentag
-
DRIBBUSCH, Barbara (2003): Zicken in der Gefälligkeitsfalle.
Gar nicht so einfach, richtig böse zu werden. Ein Selbstversuch
mit aktuellen Frauen-Ratgebern,
in: TAZ v. 08.03.
-
TAZ-DOSSIER
- Inhalt:
Umfangreiches Dossier mit Themen von den neuen
Bildungsverlierern, den Chefinnen, Männer als Opfer und die
mächtigste Frau der Welt. Dazu noch ein TAZ-Magazin über
Risikofaktor Mann und männliche Aggressivität.
- Böse Mädchen - Arme Jungs: Birgit
Rommelspacher über Postfemininismus.
Gerade in Deutschland, Heimat des Muttermythos, ist die Kluft
zischen postfeministischen Karrierefrauen und Müttern besonders
tief. Selbstsucht auf der einen, Selbstlosigkeit auf der anderen
Seite, dazwischen gehen soziale und politische Ansprüche an die
Gesellschaft verloren.
-
FRANK, Tanja (2003): Langsam leben.
Sie war eine rasante Stadt-Amazone und fuhr mit dem Fahrrad über
rote Ampeln. Jetzt trägt sie bequeme Schuhe, das Rad ist im Keller -
denn sie ist Mutter geworden,
in: Tagesspiegel v. 08.03.
- Kommentar:
Der Tagesspiegel funktioniert den Frauentag zum
Muttertag um.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
- Der
interessante Artikel
DUDEN, Barbara (2003): Wir, die falschen Hasen.
Befinden und Befunde. Die Frauenbewegung hat schon vor langer Zeit
ihre gemütliche Identität verloren. Ein Grund für den Verlust ist die
historische Neuordnung des "wir",
in: Freitag Nr.11 v. 07.03.
- Kommentar:
Barbara DUDEN blickt wehmütig zurück. Sie hat
eine Epochenschwelle erkannt: Nicht mehr das ideologische WIR der
70er-Jahre-Frauengemeinschaft, sondern das gnadenlose, statistische
WIR beherrscht die heutigen Debatten.
Das hat zur Folge, dass die
Ungleichheit zwischen Frauen wahrnehmbar
wird:
"»Frau«
war für Braidotti ein romantisches, sentimentales,
unwissenschaftliches, typisch rassistisches ideologisches
Konglomerat. Ein Hochstilisieren von etwas angeblich Gemeinsamem an
schottischen Hausfrauen, afrikanischen Sklavinnen, relativ
unterbezahlten Leitungsbeamtinnen, arbeitslosen Habilitierten und
Dienstmädchen. Braidotti sprach als Wissenschaftlerin. Sie ließ nur
das als zuschreibbare Eigenschaft gelten, was gemessen werden kann
und was gemessen worden ist."
Die Kluft zwischen
Frauen ist DUDEN - im Gegensatz zu KLAMMER -
bewusst:
"Nach zwanzigjähriger Bewegung
war es mir klar, dass politische Erfolge im Dienst der Ver-wirung
aller Frauen der Welt unvermeidlich und primär der Beförderung jener
Menschen gedient hatte, mit deren Eigenschaftsprofilen ich mich
vergleichen kann. Und dass dieses Modell als Vorbild dienen sollte
für weitaus mehr Frauen, die immer ferner und immer schmerzlich
bewusster entfernt von unseren Fortschritten waren".
Andererseits hat das
heutige statistische WIR Konsequenzen, die dieses neue WIR durchaus
fragwürdig erscheinen lässt:
"Wenn heute eine »ich« sagt,
also mit zurück gebogenem Zeigefinger auf die, die spricht,
verweist, so ist ihr Referent immer häufiger eine statistische
Population. (...). Das postmoderne Selbstgefühl wird zunehmend durch
Selbst-Zuschreibung von diagnostizierten Befunden gespeist, die
nichts mit der eigenen Befindlichkeit zu tun haben. Mit jedem
Zeugnis, jedem Rezept und mit jeder Diagnose vermisst sich heute die
Frau im doppelten Sinn des Wortes: Sie versetzt sich jedes mal in
eine statistische Population, wird zum Fall in einer Ansammlung von
Fällen, denen nichts anderes als ein Syndrom gemeinsam ist, zum
Beispiel eine Geschwulst im Alter von 30 bis 40 bei unverheirateten
einzelstehenden Personen mit niedrigem Hämoglobin und begrenzter
Schulbildung von denen - ich überzeichne - je x Prozent
erfahrungsgemäß an Haarausfall, y Prozent an Erwerbslosigkeit und z
Prozent an Gewalttaten leiden werden. Ob sie innerhalb dieser
Population auch wirklich von Haarausfall betroffen werden wird, ist
und bleibt fifty-fifty. Aber vom Augenblick der Diagnose an weiß
sie, in welche Risiko-Gruppe sie gehört, und kann die Angst vor dem
Haarausfall und besonderer Neigung zur Vergewaltigung nicht mehr los
werden.
Ein derartig vermessener Ersatz des eigenen Befindens durch selbst
zugeschriebene Befunde war Mitte der 1970er Jahre ein Zeichen für
Hypochondrie, wenn nicht Schizophrenie. Immer mehr wurde es in den
80er Jahren zum Lehrziel von Frauenbildungszentren. Wenn Frauen
heute einen Zusammenschluss versuchen, so Verwiren sie Menschen mit
einem derartig zersplitterten und aus Befunden zusammengeklebten
Selbst".
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
Doppelkarrierepaare
-
HAAKS, Nikola (2003): Familie im Gepäck.
Ein Forscher kommt selten allein. Um Spitzenkräfte zu locken,
kümmern sich ausländische Hochschulten auch um deren Partner - bis
hin zur Jobvermittlung,
in: Die ZEIT Nr.11 v. 06.03.
- HORSTKOTTE, Hermann (2003): Nicht
ohne meinen Partner.
Für den Akademikernachwuchs ist wichtig, dass die Uni nach dem
Standesamt Jobs im Doppelpack anbietet. Vorbild sind die USA,
in: Rheinisicher Merkur Nr.10 v. 06.03.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
- GLÜCK, Alois (2003): Mit Werten aus der
Krise.
Die Erneuerung der Sicherungssysteme muss auf bewährten Idealen
beruhen. Politische Führung ist jetzt gefragter denn je: Das Volk muss
endlich aufgeklärt werden über die Ursachen der sozialen Probleme
hierzulande.
in: Rheinischer Merkur Nr.10 v. 06.03.
- Kommentar:
Ora et labora - die bayerische Variante des
Sozialstaatsumbau...
|
|
| |
|
- KLAMMER, Ute (2003): Frauen brauchen
mehr als Familienpolitik.
Um eine wirklich gleichberechtigte Teilhabe am Erwerbsleben zu
sichern, muss das Normalarbeitsverhältnis generell neu definiert
werden,
in: Frankfurter Rundschau v. 06.03.
- Kommentar:
Eine 70er-Jahre-Feministin trägt ihre
unzeitgemäße Sichtweise vor.
Unzeitgemäß, weil heute
die Gleichung Mann = Mann + Frau = Frau noch weniger stimmt als zur
Blütezeit dieser Form von Feminismus.
Unsere Gesellschaft wird zwar von den dominanten Milieus immer noch
über die feinen Unterschiede von Lebensstilgruppen definiert, aber
unter dieser dünnen Oberfläche ist längst der alte Klassenkonflikt
sichtbar. Da hilft weder der Versuch per Generationengerechtigkeit
die soziale Ungleichheit wegzudefinieren, noch der Versuch "Eltern"
und "Kinderlose" gegeneinander auszuspielen.
Was hat z.B. eine
allein erziehende Putzfrau im Niedriglohnsektor mit einer
kinderlosen C4-Professorin in der Frauenforschung gemein?
Fast nichts. Außer, dass die Putzfrau im
Haushalt der Professorin putzt. Und letztere forscht dafür über die
miserablen Lebensbedingungen von Putzfrauen. Die Professorin
erhöht dadurch umgehend ihre Reputation, während die Putzfrau erst
einmal den Dreck hat und sich mit der Bedürfnisse aufschiebenden
Utopie einer besseren Welt bescheiden soll. Bei KLAMMER liest sich
die Geschlechterfrage so:
"Nach Daten der Untersuchung AVID erreichen im Westen
(ehemals) abhängig beschäftigten Frauen der Geburtsjahrgänge 1936 -
1955 in der Lebenszeitperspektive nur rund 42% des Erwerbseinkommens
der Männer. Für Frauen mit Kindern sind die Relationen noch
ungünstiger: Eine westdeutsche Frau der erwähnten Kohorten mit zwei
Kindern erzielt im Durchschnitt nur 43% des Lebenserwerbseinkommens
einer kinderlosen Frau. Die Lebenslaufanalyse bestätigt die Existenz
einer strukturellen Lücke der Erwerbseinkommen zwischen den
Geschlechtern zu Lasten der Frauen, wobei eine Geschlechterdifferenz
(Gender Gap) und eine zweite, aus besonderen Fürsorgeverpflichtungen
u.ä. resultierende Lücke (Mother Gap) bei Frauen kumulieren".
Was lässt sich daraus lernen?Erstens haben die Daten historischen Wert,
denn die Jahrgänge 1936 - 1955 sind entweder schon in Rente oder
bereiten sich gerade darauf vor. Über die Lage auf dem heutigen
Arbeitsmarkt sagen sie also nichts aus.
Zweitens gehören besser
verdienende Frauen wie KLAMMER zu den Spät- bzw. gar nicht
gebärenden Frauen, während die gering verdienende kinderreiche Frau
zu den Frühgebärenden gehört. Die Kluft zwischen den Frauen ist also
wesentlich grösser als die Mittelwerte das suggerieren.
KLAMMER geht es nicht um Frauenpolitik
schlechthin, sondern um Frauenpolitik für die Yuppiefrau!
Nicht die Koexistenz pluraler
Lebensformen ist das Ziel, sondern die
Ablösung des Leitbildes Managerehe durch das Leitbild des Dual
Career Couples.
Darauf
zielt z.B. die Kritik am Ehegattensplitting, das Doppelkarrierepaare
gegenüber den Managerehepaaren benachteiligt.
Die Individualisierung des
weiblichen Lebenszusammenhangs mag für Yuppiefrauen eine Befreiung
darstellen, für geringverdienende Frauen ist es die
Freiheit schlechter Jobs oder der Arbeitslosigkeit. Der Abbau
"abgeleiteter Ansprüche" bedeutet für diese Frauen kein adäquater
Aufbau eigener Ansprüche. Zur Kritik solcher Yuppiepolitik siehe
Ilona OSTNER
|
|
| |
|
-
WRIEDT, Alexander (2003): Feuern, bis es knallt.
Die Lösung der wirtschaftlichen Probleme Deutschlands scheint
gefunden: Der Kündigungsschutz muss weg. Nur die Gewerkschaften
glauben noch nicht so recht daran,
in: Jungle World Nr.11 v. 05.03.
- Kommentar:
WRIEDT widerlegt das
Lieblingsargument der FAZ-Feuilletonrevoluzzer:
"Der Arbeitgeber muss
vor Gericht lediglich beweisen, dass ein Arbeitsplatz weggefallen
ist und er die richtige Sozialauswahl getroffen hat. Die
Unternehmerverbände bemängeln, die gesetzliche Formulierung, »sozial
ungerechtfertigte Kündigungen« seien unzulässig, sei zu schwammig.
Deshalb könne fast jeder Rauswurf vor Gericht erfolgreich
angefochten werden. Martina Perreng weist das zurück: »Der Richter
überprüft lediglich, ob die Sozialauswahl nachvollziehbar ist. Er
nimmt sie nicht selber vor.«
Eine 45jährige allein erziehende Mutter etwa, die einem Betrieb seit
zehn Jahren angehört, muss grundsätzlich gegenüber einem 26jährigen,
kinderlosen und allein stehenden Berufseinsteiger bevorzugt werden.
»Weist der Arbeitgeber allerdings nach, dass der junge Mitarbeiter
bessere Qualifikationen besitzt, etwa indem er über spezielle
Computerkenntnisse verfügt, kann er bevorzugt werden«, erklärt
Perreng".
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
KOTHENSCHULTE, Daniel (2003): Der Halbstarke.
Vom "angry man" zum "leading man": Zum Tode von Horst Buchholz, dem
deutschen Weltstar und Rebell des Adenauerkinos,
in: Frankfurter Rundschau v. 05.03.
- Inhalt:
"Wäre das
Adenauerkino tatsächlich so spießig gewesen wie sein Ruf, dann hätte
es einen Star wie Horst Buchholz und einen Film wie Georg Tresslers
Die Halbstarken nie geben dürfen. Die Flucht des Helden vor einem
vom Vater dominierten Elternhaus in eine Jugendgang wurde in seiner
politischen Lesart ganz unmittelbar verstanden, in einer Zeit, da
Bill Haley als einziges Abluftventil für allen aufgestauten Unmut
herhalten musste. Horst Buchholz war das unverhoffte Gegengift zum
verordneten deutschsprachigen Rock'n'Roll eines Peter Kraus, dessen
Filme mit Conny Froboess so anarchisch waren wie ein Tanztee im
Kirchenkeller",
rehabilitiert
KOTHENSCHULTE das "Opakino".
|
|
| |
|
-
HIRRLINGER, Walter (2003): Der Mensch ist kein Auto.
Nicht diverse Kommissionen, sondern die Politik muss das
Sozialsystem zukunftsfähig machen,
in: Frankfurter Rundschau v. 05.03.
- Kommentar:
HIRRLINGER ist Präsident des Sozialverbands
VdK. Das ist eine Art Gewerkschaft der Kriegs- und
Flakhelfer-Generation.
In diesem Sinne
formuliert HIRRLINGER eine Position, die darauf hinausläuft, dass
die Kerngenerationen des VdK keinen Beitrag zur Reform des
Rentensystems leisten müssen, denn aufgrund der Aufbauleistung und
der Besitzstandsgarantie der Verfassung seien ihre Ansprüche
unantastbar.
HIRRLINGER lehnt
deshalb jeden Umbau des Rentensystems ab, der die beiden
Generationen treffen könnte.
Die Abschaffung der
Frühverrentungspraxis für 68er und nachfolgende Generationen ist
genauso okay wie die Verlängerung der Lebensarbeitszeit für diese
Generationen. Gut ist deshalb auch der mittelfristige Umbau zu einer
Erwerbstätigenversicherung.
Man sieht: HIRRLINGER denkt so
fortschrittlich wie die neoliberalen Besitzstandwahrer von
Meinhard
MIEGEL bis
Jürgen BORCHERT!
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
BARTELS, Gerrit (2003): Arbeit an der Tonspur.
Popmusik ist ein Wegwerfprodukt, vermag aber fast alles im Leben:
Nick Hornby erzählt in seinem Essayband "31 Songs" von seiner Liebe
zum Pop und der großen, magischen Kraft der drei Minuten,
in: TAZ v. 04.03.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
RÖGENER, Wiebke (2003): Robuste Scheidungskinder. Die Trennung der
Eltern hinterlässt offenbar nur selten bleibende Schäden,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.03.
- Kommentar:
Hat der
neueste FOCUS die Scheidungspersönlichkeit von Eltern zum Thema
gemacht, so ist das Thema der kinderfreundlichen SZ das Schicksal
der Scheidungskinder.
Während in den USA die
Gegner der gängigen Scheidungskultur
die negativen Folgen von
Scheidungen für Kinder hervorheben, haben in Deutschland noch die
Befürworter der Praxis die Oberhand. RÖGENER hat alles gesammelt,
was dafür spricht.
Scheidungskinder haben zwar
ein erhöhtes eigenes Scheidungsrisiko. Dies kann man jedoch durchaus
positiv sehen:
"Sie haben gelernt, dass man
das überlebt, und haben daher mehr Freiheit, das zu tun".
|
|
| |
|
|
|
| |
|
- PRANTL, Heribert (2003): Warum die SPD
verliert,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.03.
- Kommentar:
Man reibt sich die Augen! Ein Leitartikel im
Interesse des "kleinen Mannes" im neoliberalen Reformerblatt?
Hatte doch
Franz WALTER gerade in der Welt klargemacht:
"Wenn
in der deutschen Publizistik, fast von links bis rechts, die
»Reform« der Gesellschaft angemahnt wird, dann wird dieser Begriff
nahezu flächendeckend in einem bürgerlich-liberalen Sinne übersetzt.
Bei den professionellen Kommunikationseliten hat ein genuin
sozialdemokratischer Reform- und Staatsbegriff derzeit keine –
jedenfalls keine positive – Resonanz mehr".
"Die Wähler haben die Sprüche über
Flexibilisierung satt", donnert PRANTL von der Leitartikler-Kanzel! Wer jetzt meint, die SZ hätte eine
Kehrtwende gemacht, der lässt sich blenden. Im Zeitalter des
politischen Neoliberalismus ist eine begriffspolitische Wende angesagt.
Tobias DÜRR
hat dies - orientiert an den dänischen Sozialdemokraten - auf die
Formel gebracht: "Mut machen und nicht Angst, mitnehmen und nicht
zurücklassen, einschließen und nicht ausgrenzen". Der Slogan
"Sicherheit im Wandel" soll reaktiviert werden, denn:
"Kündigungsschutz zu lockern ist
notwendig - aber es ist sinnvoll und machbar nur in dem Maße, wie
zugleich (etwa nach klugem dänischem Vorbild) hohe, die Existenz
sichernde finanziellen Ersatzleistungen sowie intensive
Vermittlungs- und zielgerichtete Fortbildungsangebote systematisch
dafür sorgen, dass Betroffene mit weichen Übergängen und zügiger
Rückkehr ins Erwerbsleben rechnen können.
(...).
Nicht von ungefähr verwenden die dänischen Sozialdemokraten den Satz
»Keine Rechte ohne Pflichten« grundsätzlich nur zusammen mit dem
Satz »Keine Pflichten ohne Rechte«".
Natürlich
ist das soziale Mäntelchen, das DÜRR hier ausbreitet schlecht
gemachte Augenwischerei. Entscheidend ist etwas anderes:
"nur wenn sie unterscheidbar
sind, können sie erfolgreich sein. Nur wenn sie dem hegemonialen
Mediendiskurs, der überall - durchschaubar interessengeleitet - nach
»Abbau« und »De-Regulierung« schreit, ihren eigenen positiven
Diskurs von intelligentem »Aufbau« und kluger »Re-Regulierung«
entgegensetzen, werden sie auch die Sozialdemokratie erhalten".
Damit hat DÜRR das Programm des
politischen Neoliberalismus formuliert.
Wenn selbst bei single-dasein.de Neoliberale als Besitzstandswahrer
bezeichnet werden (dass dies so ist, das wird von DÜRR mit seinem
Artikel bestätigt), dann ist die Strategie des ökonomischen
Neoliberalismus verbrannt! Die Ziele haben sich damit jedoch
keineswegs geändert.
|
|
| |
|
- REPORTAGE: Ursula von der Leyen - Eine
politische Karriere.
Nach einem Jahr Kommunalpolitik wird Ursula von der Leyen (CDU)
morgen Familienministerin Niedersachsens. Die Frau hat übrigens sieben
Kinder bekommen. Und gearbeitet. Als Ärztin. Und sich engagiert. Und
in Stanford studiert und gelebt. Ach so, die Tochter von Ernst
Albrecht ist sie auch,
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
- HANK, Rainer (2003): Wenn das Vertrauen
verloren ist.
Der Dax erreicht einen neuen Tiefstand. Bilanzskandale erschüttern
die Wirtschaft, Manager stehen vor Gericht. Die Rettung aus der Krise
könnte ein sehr altes Rezept bringen,
in: Tagesspiegel v. 02.03.
- Kommentar:
Obgleich die
Verfechter des
Neoliberalismus das politische System erfolgreich okkupiert haben,
ist der ökonomische Neoliberalismus der Marktgesellschaft selbst am
Ende:
"Es
sind fünf Bestimmungsgrößen, die das Vertrauen befördern oder
behindern: Pro-Kopf-Einkommen, die faire Verteilung des Einkommens,
Effizienz der öffentlichen Verwaltung, soziale Kohäsion und Bildung.
Etwas salopp gesprochen, heißt das: Wem es gut geht und wer besser
ausgebildet ist, der ist offenbar auch eher bereit, seinen
Mitmenschen Vertrauen entgegenzubringen. Je unterlegener einer sich
fühlt, umso misstrauischer wird er sein. Und je ungleicher eine
Gesellschaft, umso schwerer hat sie es, Vertrauen herzustellen.
Zugespitzt formuliert: Egalisierung fördert Vertrauen".
Der Neoliberalismus setzt jedoch nicht auf
Gleichheit, sondern auf Ungleichheit. Ergo gerät das System in eine
Vertrauenskrise. Plötzlich entdecken
Neoliberale wie Rainer HANK den Vorteil der Religion wieder:
"Die liberale Wirtschaft und Gesellschaft lebt von
Voraussetzungen, die sie selbst nicht garantieren kann. Es sind dies
– auch – religiöse Voraussetzungen, wie sich an der
Herkunftsgeschichte des Vertrauens zeigt. Dabei offenbart sich
Vertrauen als eine Ressource, die für erfolgreiches Wirtschaften
verantwortlich ist und Wachstum unterstützt.
Wirtschaftlicher Erfolg ist maßgeblich abhängig von Institutionen.
Doch der Blick wird üblicherweise ausschließlich auf die
Institutionen des Rechts gerichtet. Das reicht nicht aus. Europa und
den Vereinigten Staaten mangelt es nicht an Rechtsstaatlichkeit;
gleichwohl sind Unternehmen und Märkte in Legitimationsnot geraten:
in eine Krise der Moralität. Jetzt zeigt sich: Auch Vertrauen gehört
zur Grammatik des Marktes".
Das Beispiel USA zeigt jedoch, dass neben der Religion der
autoritäre Staat
eine Alternative ist. Wir sind längst Zeugen eines Übergangs
vom ökonomischen zum politischen Neoliberalismus.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
- ABI (2003): Bezirk der schönen
Mütter.
Die Ausnahme: In Prenzlauer Berg gibt es einen Baby-Boom,
in: Tagesspiegel v. 01.03.
- Kommentar:
"Nicht Cocktails,
sondern Milchfläschchen. Statt Sushi gibt es Gemüsebrei. Und
nachts wird nicht getanzt, sondern gewickelt. Während im Rest
Berlins der Trend in die andere Richtung weist, ist im
Szeneviertel Prenzlauer Berg der Babyboom angesagt. Dort wo einst
Singles, Studenten und Trendsetter das Straßenbild bestimmten,
sieht man jetzt vor allem: viele Kinder. Über die höchste
Geburtenrate in Berlin kann sich der Bezirk zwischen Schönhauser
Allee und Zionskirchplatz freuen. Erblickten 1998 nur 2732 Kinder
das Licht der Welt, waren es 2001 schon 3130. Ein Zuwachs um 14,6
Prozent",
berichtet ABI über hippes
Kinderkriegen und den
Club der coolen Mütter. Die
Stadtsoziologin Monika ALISCH hat bereits vor 10 Jahren auf
diesen neuen Trend hingewiesen, der nun im Berliner Szeneviertel
sichtbar wird.
"Family-Gentrifier" nennt sie jene
neue Gruppe von Yuppie-Eltern, die Beruf und Familie vereinbaren
möchten und deshalb die innenstadtnahen Wohngebiete bevorzugen.
-
MARTENSTEIN, Harald (2003): Das neue Berlin.
Hauptstadt der Singles,
in: Tagesspiegel v. 01.03.
- BEIKLER, Sabine (2003): Berlin für
die ganze Familie.
Immer mehr Singles um die dreißig leben in Berlin. Die Stadt wird
immer jünger. Doch gleichzeitig ziehen viele Familien ins Umland:
Mit neuen Baukonzepten will der Senat die zunehmende Stadtflucht der
Eltern verhindern,
in: Tagesspiegel v. 01.03.
- Kommentar:
Junge Singles sind den Städten - aufgrund der
politisch forcierten Finanznot - ein Dorn im Auge, obgleich die
Funktion der Städte gerade für diese Gruppe attraktiv ist.
Ausbildungs- und Freizeiteinrichtungen sind die Infrastruktur, die
junge Singles anziehen.
Sie sind jedoch nicht so kaufkraftstark wie Yuppie-Eltern und sie
sind mobiler, d.h. sie kehren den Städten den Rücken, sobald ihre
Ausbildung beendet ist oder sie einen attraktiven Arbeitsplatz
woanders gefunden haben.
Das kleinräumige, politische Territorialprinzip ist der mobilen
Gesellschaft des ICE-Zeitalters nicht mehr angemessen. Die
Verschwendung von Steuergeldern ist die Folge einer unsinnigen
lokalen Standortverteidigung. Der Verlierer ist der Bürger.
- ZAWATKA-GERLACH (2003):
Kinderfreundliches Berlin?
Was Familienpolitiker zur Abwanderung sagen,
in: Tagesspiegel v. 01.03.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
- Kommentar:
Familienpolitische Offensiven gehen einher mit der
Zunahme von minderjährigen Müttern. Das war bereits in den 50er
Jahren so und das ist heute wieder so. Die FAZ droht nun an, dass
sie in den nächsten Jahren in unregelmäßigen Abständen aus dem Leben
von zwei jungen Elternpaaren berichten wird.
- HUMMEL, Kathrin (2003): "Ich will
meinen Abschluß".
Jasmin Schöps, 14, und Dennis Benne, 18, berichten,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.03.
- HUMMEL, Kathrin (2003): "Liegt wohl
in der Familie".
Jennifer Merschive, 16, und Daniel Haack, 18, berichten,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.03.
|
|
| |
|
- DÜRR, Tobias (2003): Abenddämmerung der
regierenden Generation Rot-Grün.
Die deutsche Sozialdemokratie im Jahr 2030. Tobias Dürr über die
Notwendigkeit eines neuen Politikstils und die Überwindung von
Steinzeitpositionen,
in: Frankfurter Rundschau v. 01.03.
- Kommentar:
"Was, beispielsweise, muss
mit und in dieser Republik passieren, damit 1965 Geborene, wenn sie
2030 in den Ruhestand treten, eine anständige Rente bekommen und mit
ihren Enkeln im öffentlichen Bus ins städtische Schwimmbad fahren
können, ohne Angst davor, in der vergammelten Fußgängerunterführung
von entfremdeten und marginalisierten arbeitslosen
Migrantenjugendlichen der siebten oder achten Generation
ausgeplündert zu werden?"
Wer hier so scheinheilig fragt, das
ist nicht etwa der Parteichef der Republikaner oder der NDP, nein es
ist die neue Stimme der
SPD-Generation Berlin.
Die Einschätzung von
Egon MATZNER (FR vom
22.01.2003) ist also mehr als berechtigt!
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
MARTENSTEIN, Harald (2003): Aller Anfang...,
in: Universitas, März
- HÜTHER, Gerald (2003): Wohin, wofür,
weshalb?
Über die Bedeutung innerer Leitbilder für die Hirnentwicklung
in: Universitas, März
-
SCHMIDT, Renate (2003): Was Kinder wirklich kosten,
in: Universitas, März
-
GASCHKE, Susanne (2003): Die Spätschäden von achtundsechzig.
Antiautoritäre Nachhut und neue Kapitalisten demontieren die
Erziehung,
in: Universitas, März
- MEIER, Ute (2003): Neue Strukturen braucht
das Land,
in: Universitas, März
-
BERTRAM, Hans (2003): Erziehung ist nicht (nur) Privatsache,
in: Universitas, März
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
Was tun?
Revolution und Utopie - Neues von der Zukunft
- LEITGEB, Hanna (2003): "Was ist da
draußen überhaupt los?"
Von Katastrophen, Katerstimmung und neuen Chancen - Ein Gespräch
mit Mathias Greffrath, Michael Jeismann, Thomas Meinecke und
Herfried Münckler über Deutschland, Europa, die Intellektuellen und
die Utopie,
in: Literaturen Nr.3, März
- Kommentar:
Vielleicht hätte der Runde die Tochter von JEISMANN
gut getan, denn so blieb die Runde der 1945 - 1955 Geborenen unter
sich und es bildeten sich die bekannten Rollen aus.
Herfried MÜNKLERs Beiträge sind eher
Bewerbungsgespräche für einen Job als Politikberater, GREFFRATH -
bekennender 68er, ist mittlerweile in der Neuen Mitte angekommen.
Thomas MEINECKE spielt den popkulturellen Non-Konformisten:
"meine Haltung würde ich eher als hakenschlagend, partisanisch
bezeichnen". Zu dieser Rolle gehören Äußerungen wie:
"Die heutigen Unmutsbekundungen sind
doch Ausdruck einer wild gewordenen Bourgeoisie, die die Zügel der
Kritik in den Händen hält. Nach den Gründerjahren der Neunziger
will uns diese durchgedrehte, immer mehr fordernde Clique jetzt
einreden, dass leider nichts mehr zu erwarten ist."
In
der staatstragenden Runde blieben solche Einwürfe jedoch ohne
Resonanz.
-
TERKESSIDIS, Mark (2003): Völlig
losgelöst.
Der Kapitalismus ist wieder ein Thema für Intellektuelle - doch
ihrer Kritik fehlt der Bezug zur eigenen Tradition wie zur Praxis
der Protestbewegungen,
in: Literaturen Nr.3, März
|
|
| |
|
- MÄRTIN, Ralf-Peter (2003): Patchworker
aller Länder.
Während die Prediger des Neoliberalismus die Starrheit des
Arbeitsmarktes beklagen, ist der flexible Mensche schon längst unter
uns - ein Bericht von neuesten Pesonality- Ratgebern und sonstigen
Lebenshilfen
in: Literaturen Nr.3, März
- Kommentar:
Auf der Spur von
Richard SENNETTs "Der flexible Mensch" begibt sich MÄRTIN auf
die Suche nach den
"Jobnomaden" (Gundula ENGLISCH). Er trifft dabei u.a. auf Olaf
HENKELs "Ethik des Erfolgs":
"Ich neidete ihm weder Besitz noch
Karriere, begriff aber schnell, dass dies ein Fehler war. Denn, so
der Autor, »nur die Ungleichheit schafft den Anreiz, über sich
hinauszuwachsen«.
Die verbalen Flexibilisierer
konfrontiert MÄRTIN schonungslos mit ihren eigenen - wenig flexiblen
- Lebensläufen:
"Der »Tabu-Brecher« Henkel hat sein
gesamtes Berufsleben bei nur einer Firma verbracht, der »Rebell«
Jack Welch, der »beste Manager aller Zeiten«, hat außer »General
Electric« keine anderen Erfahrungen vorzuweisen, und Jürgen Schrempp
von »Daimler-Chrysler« bevorzugte ebenso den Aufstieg im eigenen
Haus."
|
|
| |
|
- LANGNER, Beatrix (2003): I am going to
kill Karadzic.
Wenn Journalisten Romane schreiben, siegt am Ende immer das Gute,
in: Literaturen Nr.3, März
- Kommentar:
Über die "Neue-Mitte-Krankheit" unserer
Journalisten schreibt die Journalistin Regine SYLVESTER in
"Vorgeschriebene Flughöhe" (2002):
"»In unseren Zeitungstexten geben wir
uns die größte Mühe, für gesellschaftliches Engagement zu werben,
für soziale Verantwortung, Kultur, Toleranz und ein sinnerfülltes
Leben. Und leben selber wie die Zombies. Aber sieh dir an, die
Journalisten - die meisten sind so ähnlich. Für eine aktuelle
Reportage auf Seite 3 lassen sie die Silberhochzeit ihrer
Schwiegereltern sausen«. Regine Sylvesters Heldin beschreibt sich
selbst als »eine gute Hausfrau, die sich ihr Geld als Journalistin
verdient« und unter anderem den französischen Autor
Michel Houellebecq liebt".
Daneben stellt LANGNER u.a. die Bücher
"Desaster" von Bruno RICHARD (Pseudonym für Bruno PREISENDÖRFER vom
Berliner Tagesspiegel) und
Arno WIDMANNs "Sprenger" vor.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
-
RAUCH, Jonathan (2003): Caring for Your Introvert.
The habits and needs of a little-understood group,
in: The Atlantic Monthly, März
- Inhalt:
RAUCH bricht eine Lanze für Introvertierte
(der Begriff geht auf den Psychoanalytiker C.
G. JUNG zurück) , zu denen sich der Autor selber zählt. RAUCH
grenzt Introvertiertheit von Schüchternheit, Misanthropie und
Arroganz ab. Amerika bezeichnet er als Gesellschaft der Extrovertierten.
Das hervorstechendste Merkmal dieser Menschen
ist für RAUCH die Tatsache, dass sie nicht allein sein können:
"Extroverts are energized by people, and wilt or
fade when alone. They often seem bored by themselves, in both senses
of the expression. Leave an extrovert alone for two minutes and he
will reach for his cell phone. In contrast, after an hour or two of
being socially »on,« we introverts need to turn off and recharge".
In der Gesellschaft der Extrovertierten gelten
Introvertierte als asozial oder depressiv. Sie werden mit Wörtern
beschrieben, die negative Assoziationen hervorrufen:
Introverts are described with words like »guarded,«
»loner,» «reserved,» «taciturn,» «self-contained,» «private«—narrow,
ungenerous words, words that suggest emotional parsimony and
smallness of personality. Female introverts, I suspect, must suffer
especially."
Nur männliche "Hillbillys" aus dem Mittleren
Westen haben als starke und stille Typen einen besseren Ruf. RAUCH setzt dagegen eine positive
Selbsteinschätzung des Introvertierten, die ihn sicherlich bei
Extrovertierten nicht beliebter macht:
"I suppose this common misconception has to do
with our being more intelligent, more reflective, more independent,
more level-headed, more refined, and more sensitive than extroverts".
Für RAUCH ist Introvertiertheit keine
Frage von Entscheidungen oder des Lebensstil, sondern eine
persönliche Veranlagung.
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom 21. - 28. Februar 2003
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
Inhalte externer Internetseiten
|
|
| |
|
|
|
| |
|
[Suche] [
Homepage ] |
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|