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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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News vom 01. - 10. März 2003

 
       
     
   
Zitat des Monats:
"Eine etwas biedere Mutter von mehreren Kindern hielt ihren Vortrag im Schottenrock. Mit überzeugender Einfalt war es ihr möglich, die Welt in zwei Lager zu teilen: auf der einen Seite die Mutter, die Heim und Kinder schützt, der Frieden, die Blumen. Auf der anderen Seite die Männer mit Presslufthammer, Gewehr und Scheckkarte. Trotz dieser Schematik war es klar, dass sie »uns« gut gelesen hatte.
Nach dem Vortrag, bei der Diskussion, stand Rosi Braidotti auf, und machte sich über die Existenz von »Frauen« lustig. Mit ihrem ironischen Zerriss der Englisch sprechenden Hausfrau traf sie genau den wunden Punkt der meisten Artikel, die ich früher als Mitverlegerin der Courage druckfertig gemacht hatte. »Frau« war für Braidotti ein romantisches, sentimentales, unwissenschaftliches, typisch rassistisches ideologisches Konglomerat. Ein Hochstilisieren von etwas angeblich Gemeinsamem an schottischen Hausfrauen, afrikanischen Sklavinnen, relativ unterbezahlten Leitungsbeamtinnen, arbeitslosen Habilitierten und Dienstmädchen. Braidotti sprach als Wissenschaftlerin. Sie ließ nur das als zuschreibbare Eigenschaft gelten, was gemessen werden kann und was gemessen worden ist. Ich fühlte mich mit der Schottin angegriffen, aber ich konnte nicht umhin, die Stringenz zu bewundern, mit der Braidotti alles, was als eine Substanz, eine Essenz, als Natur, ja als Körper der Frau überhaupt besprochen wurde, als ein unwissenschaftliches Emblem oder Ideologem abservierte. Damals schon im zwanzigsten Jahr meiner feministischen Erfahrung, konnte ich ebensowenig vermeiden, die politische Relevanz von Braidottis Argument zu fassen.
Warum wohl? Nach zwanzigjähriger Bewegung war es mir klar, dass politische Erfolge im Dienst der Ver-wirung aller Frauen der Welt unvermeidlich und primär der Beförderung jener Menschen gedient hatte, mit deren Eigenschaftsprofilen ich mich vergleichen kann. Und dass dieses Modell als Vorbild dienen sollte für weitaus mehr Frauen, die immer ferner und immer schmerzlich bewusster entfernt von unseren Fortschritten waren. So unakzeptabel für mich die Dekonstruktion dessen auch sein mag, als was ich mich fühle, die Dekonstruktion der traditionellen Historizität des Frauseins, in dessen Schatten ich aufgewachsen bin
".

(aus: Barbara Duden im Freitag vom 07.03. 2003)
 
       
   
  • EIDLHUBER, Mia & Nina HOROWITZ (2003): www.einsamkeit.ade.
    Vom Jagdrevier für schnelle sexuelle Abenteuer hat sich das Internat längst zum salonfähigen Umschlagplatz für den bindungswilligen Mittelstand entwickelt. Wer die neuen Konsumenten sind, wo man sich am besten einklickt, wie das Online-Dating zum Wirtschaftsfaktor mutiert und warum der Cyberspace im 21. Jahrhundert die Bartheke ersetzt,
    in: Profil Nr.11 v. 10.03.
  • PROFIL (2003): Interview mit Soziologin Bühler-Ilieva.
    Die Schweizer Soziologin Evelina Bühler-Ilieva, Autorin der ersten repräsentativen Studie zur Partnersuche im Internet, über die zunehmende Bedeutung von Online-Dating,
    in: Profil Nr.11 v. 10.03.
 
   
  • Internationaler Frauentag

    • DRIBBUSCH, Barbara (2003): Zicken in der Gefälligkeitsfalle.
      Gar nicht so einfach, richtig böse zu werden. Ein Selbstversuch mit aktuellen Frauen-Ratgebern,
      in: TAZ v. 08.03.
    • TAZ-DOSSIER
      • Inhalt:
        Umfangreiches Dossier mit Themen von den neuen Bildungsverlierern, den Chefinnen, Männer als  Opfer und die mächtigste Frau der Welt. Dazu noch ein TAZ-Magazin über Risikofaktor Mann und männliche Aggressivität.
    • Böse Mädchen - Arme Jungs: Birgit Rommelspacher über Postfemininismus.
      Gerade in Deutschland, Heimat des Muttermythos, ist die Kluft zischen postfeministischen Karrierefrauen und Müttern besonders tief. Selbstsucht auf der einen, Selbstlosigkeit auf der anderen Seite, dazwischen gehen soziale und politische Ansprüche an die Gesellschaft verloren.
    • FRANK, Tanja (2003): Langsam leben.
      Sie war eine rasante Stadt-Amazone und fuhr mit dem Fahrrad über rote Ampeln. Jetzt trägt sie bequeme Schuhe, das Rad ist im Keller - denn sie ist Mutter geworden,
      in: Tagesspiegel v. 08.03.
      • Kommentar:
        Der Tagesspiegel funktioniert den Frauentag zum Muttertag um.
 
     
   
  • Der interessante Artikel
    DUDEN, Barbara (2003): Wir, die falschen Hasen.
    Befinden und Befunde. Die Frauenbewegung hat schon vor langer Zeit ihre gemütliche Identität verloren. Ein Grund für den Verlust ist die historische Neuordnung des "wir",
    in: Freitag Nr.11 v. 07.03.
    • Kommentar:
      Barbara DUDEN blickt wehmütig zurück. Sie hat eine Epochenschwelle erkannt: Nicht mehr das ideologische WIR der 70er-Jahre-Frauengemeinschaft, sondern das gnadenlose, statistische WIR beherrscht die heutigen Debatten.

                  Das hat zur Folge, dass die Ungleichheit zwischen Frauen wahrnehmbar wird:
                  "»Frau« war für Braidotti ein romantisches, sentimentales, unwissenschaftliches, typisch rassistisches ideologisches Konglomerat. Ein Hochstilisieren von etwas angeblich Gemeinsamem an schottischen Hausfrauen, afrikanischen Sklavinnen, relativ unterbezahlten Leitungsbeamtinnen, arbeitslosen Habilitierten und Dienstmädchen. Braidotti sprach als Wissenschaftlerin. Sie ließ nur das als zuschreibbare Eigenschaft gelten, was gemessen werden kann und was gemessen worden ist."
                  Die Kluft zwischen Frauen ist DUDEN - im Gegensatz zu KLAMMER - bewusst:
                  "Nach zwanzigjähriger Bewegung war es mir klar, dass politische Erfolge im Dienst der Ver-wirung aller Frauen der Welt unvermeidlich und primär der Beförderung jener Menschen gedient hatte, mit deren Eigenschaftsprofilen ich mich vergleichen kann. Und dass dieses Modell als Vorbild dienen sollte für weitaus mehr Frauen, die immer ferner und immer schmerzlich bewusster entfernt von unseren Fortschritten waren".
                  Andererseits hat das heutige statistische WIR Konsequenzen, die dieses neue WIR durchaus fragwürdig erscheinen lässt:
                  "Wenn heute eine »ich« sagt, also mit zurück gebogenem Zeigefinger auf die, die spricht, verweist, so ist ihr Referent immer häufiger eine statistische Population. (...). Das postmoderne Selbstgefühl wird zunehmend durch Selbst-Zuschreibung von diagnostizierten Befunden gespeist, die nichts mit der eigenen Befindlichkeit zu tun haben. Mit jedem Zeugnis, jedem Rezept und mit jeder Diagnose vermisst sich heute die Frau im doppelten Sinn des Wortes: Sie versetzt sich jedes mal in eine statistische Population, wird zum Fall in einer Ansammlung von Fällen, denen nichts anderes als ein Syndrom gemeinsam ist, zum Beispiel eine Geschwulst im Alter von 30 bis 40 bei unverheirateten einzelstehenden Personen mit niedrigem Hämoglobin und begrenzter Schulbildung von denen - ich überzeichne - je x Prozent erfahrungsgemäß an Haarausfall, y Prozent an Erwerbslosigkeit und z Prozent an Gewalttaten leiden werden. Ob sie innerhalb dieser Population auch wirklich von Haarausfall betroffen werden wird, ist und bleibt fifty-fifty. Aber vom Augenblick der Diagnose an weiß sie, in welche Risiko-Gruppe sie gehört, und kann die Angst vor dem Haarausfall und besonderer Neigung zur Vergewaltigung nicht mehr los werden.
                  Ein derartig vermessener Ersatz des eigenen Befindens durch selbst zugeschriebene Befunde war Mitte der 1970er Jahre ein Zeichen für Hypochondrie, wenn nicht Schizophrenie. Immer mehr wurde es in den 80er Jahren zum Lehrziel von Frauenbildungszentren. Wenn Frauen heute einen Zusammenschluss versuchen, so Verwiren sie Menschen mit einem derartig zersplitterten und aus Befunden zusammengeklebten Selbst".
 
     
   
  • Doppelkarrierepaare

    • HAAKS, Nikola (2003): Familie im Gepäck.
      Ein Forscher kommt selten allein. Um Spitzenkräfte zu locken, kümmern sich ausländische Hochschulten auch um deren Partner - bis hin zur Jobvermittlung,
      in: Die ZEIT Nr.11 v. 06.03.
    • HORSTKOTTE, Hermann (2003): Nicht ohne meinen Partner.
      Für den Akademikernachwuchs ist wichtig, dass die Uni nach dem Standesamt Jobs im Doppelpack anbietet. Vorbild sind die USA,
      in: Rheinisicher Merkur Nr.10 v. 06.03.
 
     
     
   
  • GLÜCK, Alois (2003): Mit Werten aus der Krise.
    Die Erneuerung der Sicherungssysteme muss auf bewährten Idealen beruhen. Politische Führung ist jetzt gefragter denn je: Das Volk muss endlich aufgeklärt werden über die Ursachen der sozialen Probleme hierzulande.
    in: Rheinischer Merkur Nr.10 v. 06.03.
    • Kommentar:
      Ora et labora - die bayerische Variante des Sozialstaatsumbau...
 
   
  • KLAMMER, Ute (2003): Frauen brauchen mehr als Familienpolitik.
    Um eine wirklich gleichberechtigte Teilhabe am Erwerbsleben zu sichern, muss das Normalarbeitsverhältnis generell neu definiert werden,
    in: Frankfurter Rundschau v. 06.03.
    • Kommentar:
      Eine 70er-Jahre-Feministin trägt ihre unzeitgemäße Sichtweise vor.

                  Unzeitgemäß, weil heute die Gleichung Mann = Mann + Frau = Frau noch weniger stimmt als zur Blütezeit dieser Form von Feminismus.
                  Unsere Gesellschaft wird zwar von den dominanten Milieus immer noch über die feinen Unterschiede von Lebensstilgruppen definiert, aber unter dieser dünnen Oberfläche ist längst der alte Klassenkonflikt sichtbar. Da hilft weder der Versuch per Generationengerechtigkeit die soziale Ungleichheit wegzudefinieren, noch der Versuch "Eltern" und "Kinderlose" gegeneinander auszuspielen.
                  Was hat z.B. eine allein erziehende Putzfrau im Niedriglohnsektor mit einer kinderlosen C4-Professorin in der Frauenforschung gemein?
                  Fast nichts. Außer, dass die Putzfrau im Haushalt der Professorin putzt. Und letztere forscht dafür über die miserablen Lebensbedingungen von Putzfrauen. Die Professorin  erhöht dadurch umgehend ihre Reputation, während die Putzfrau erst einmal den Dreck hat und sich mit der Bedürfnisse aufschiebenden Utopie einer besseren Welt bescheiden soll. Bei KLAMMER liest sich die Geschlechterfrage so:
                  "Nach Daten der Untersuchung AVID erreichen im Westen (ehemals) abhängig beschäftigten Frauen der Geburtsjahrgänge 1936 - 1955 in der Lebenszeitperspektive nur rund 42% des Erwerbseinkommens der Männer. Für Frauen mit Kindern sind die Relationen noch ungünstiger: Eine westdeutsche Frau der erwähnten Kohorten mit zwei Kindern erzielt im Durchschnitt nur 43% des Lebenserwerbseinkommens einer kinderlosen Frau. Die Lebenslaufanalyse bestätigt die Existenz einer strukturellen Lücke der Erwerbseinkommen zwischen den Geschlechtern zu Lasten der Frauen, wobei eine Geschlechterdifferenz (Gender Gap) und eine zweite, aus besonderen Fürsorgeverpflichtungen u.ä. resultierende Lücke (Mother Gap) bei Frauen kumulieren".
                  Was lässt sich daraus lernen?Erstens haben die Daten historischen Wert, denn die Jahrgänge 1936 - 1955 sind entweder schon in Rente oder bereiten sich gerade darauf vor. Über die Lage auf dem heutigen Arbeitsmarkt sagen sie also nichts aus.
                  Zweitens gehören besser verdienende Frauen wie KLAMMER zu den Spät- bzw. gar nicht gebärenden Frauen, während die gering verdienende kinderreiche Frau zu den Frühgebärenden gehört. Die Kluft zwischen den Frauen ist also wesentlich grösser als die Mittelwerte das suggerieren.
                  KLAMMER geht es nicht um Frauenpolitik schlechthin, sondern um Frauenpolitik für die Yuppiefrau!
                  Nicht die Koexistenz pluraler Lebensformen ist das Ziel, sondern die Ablösung des Leitbildes Managerehe durch das Leitbild des Dual Career Couples.
                  Darauf zielt z.B. die Kritik am Ehegattensplitting, das Doppelkarrierepaare gegenüber den Managerehepaaren benachteiligt.
                  Die Individualisierung des weiblichen Lebenszusammenhangs mag für Yuppiefrauen eine Befreiung darstellen, für geringverdienende Frauen ist es die Freiheit schlechter Jobs oder der Arbeitslosigkeit. Der Abbau "abgeleiteter Ansprüche" bedeutet für diese Frauen kein adäquater Aufbau eigener Ansprüche. Zur Kritik solcher Yuppiepolitik siehe Ilona OSTNER
 
   
  • WRIEDT, Alexander (2003): Feuern, bis es knallt.
    Die Lösung der wirtschaftlichen Probleme Deutschlands scheint gefunden: Der Kündigungsschutz muss weg. Nur die Gewerkschaften glauben noch nicht so recht daran,
    in: Jungle World Nr.11 v. 05.03.
    • Kommentar:
      WRIEDT widerlegt das Lieblingsargument der FAZ-Feuilletonrevoluzzer:

                  "Der Arbeitgeber muss vor Gericht lediglich beweisen, dass ein Arbeitsplatz weggefallen ist und er die richtige Sozialauswahl getroffen hat. Die Unternehmerverbände bemängeln, die gesetzliche Formulierung, »sozial ungerechtfertigte Kündigungen« seien unzulässig, sei zu schwammig. Deshalb könne fast jeder Rauswurf vor Gericht erfolgreich angefochten werden. Martina Perreng weist das zurück: »Der Richter überprüft lediglich, ob die Sozialauswahl nachvollziehbar ist. Er nimmt sie nicht selber vor.«
                  Eine 45jährige allein erziehende Mutter etwa, die einem Betrieb seit zehn Jahren angehört, muss grundsätzlich gegenüber einem 26jährigen, kinderlosen und allein stehenden Berufseinsteiger bevorzugt werden. »Weist der Arbeitgeber allerdings nach, dass der junge Mitarbeiter bessere Qualifikationen besitzt, etwa indem er über spezielle Computerkenntnisse verfügt, kann er bevorzugt werden«, erklärt Perreng".
 
     
     
   
  • KOTHENSCHULTE, Daniel (2003): Der Halbstarke.
    Vom "angry man" zum "leading man": Zum Tode von Horst Buchholz, dem deutschen Weltstar und Rebell des Adenauerkinos,
    in: Frankfurter Rundschau v. 05.03.
    • Inhalt:
      "Wäre das Adenauerkino tatsächlich so spießig gewesen wie sein Ruf, dann hätte es einen Star wie Horst Buchholz und einen Film wie Georg Tresslers Die Halbstarken nie geben dürfen. Die Flucht des Helden vor einem vom Vater dominierten Elternhaus in eine Jugendgang wurde in seiner politischen Lesart ganz unmittelbar verstanden, in einer Zeit, da Bill Haley als einziges Abluftventil für allen aufgestauten Unmut herhalten musste. Horst Buchholz war das unverhoffte Gegengift zum verordneten deutschsprachigen Rock'n'Roll eines Peter Kraus, dessen Filme mit Conny Froboess so anarchisch waren wie ein Tanztee im Kirchenkeller",
      rehabilitiert KOTHENSCHULTE das "Opakino".
 
   
  • HIRRLINGER, Walter (2003): Der Mensch ist kein Auto.
    Nicht diverse Kommissionen, sondern die Politik muss das Sozialsystem zukunftsfähig machen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 05.03.
    • Kommentar:
      HIRRLINGER ist Präsident des Sozialverbands VdK. Das ist eine Art Gewerkschaft der Kriegs- und Flakhelfer-Generation.

                  In diesem Sinne formuliert HIRRLINGER eine Position, die darauf hinausläuft, dass die Kerngenerationen des VdK keinen Beitrag zur Reform des Rentensystems leisten müssen, denn aufgrund der Aufbauleistung und der Besitzstandsgarantie der Verfassung seien ihre Ansprüche unantastbar.
                  HIRRLINGER lehnt deshalb jeden Umbau des Rentensystems ab, der die beiden Generationen treffen könnte.
                  Die Abschaffung der Frühverrentungspraxis für 68er und nachfolgende Generationen ist genauso okay wie die Verlängerung der Lebensarbeitszeit für diese Generationen. Gut ist deshalb auch der mittelfristige Umbau zu einer Erwerbstätigenversicherung.
                  Man sieht: HIRRLINGER denkt so fortschrittlich wie die neoliberalen Besitzstandwahrer von Meinhard MIEGEL bis Jürgen BORCHERT!   
 
     
   
  • BARTELS, Gerrit (2003): Arbeit an der Tonspur.
    Popmusik ist ein Wegwerfprodukt, vermag aber fast alles im Leben: Nick Hornby erzählt in seinem Essayband "31 Songs" von seiner Liebe zum Pop und der großen, magischen Kraft der drei Minuten,
    in: TAZ v. 04.03.
 
     
   
  • RÖGENER, Wiebke (2003): Robuste Scheidungskinder. Die Trennung der Eltern hinterlässt offenbar nur selten bleibende Schäden,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.03.
    • Kommentar:
      Hat der neueste FOCUS die Scheidungspersönlichkeit von Eltern zum Thema gemacht, so ist das Thema der kinderfreundlichen SZ das Schicksal der Scheidungskinder.

                  Während in den USA die Gegner der gängigen Scheidungskultur die negativen Folgen von Scheidungen für Kinder hervorheben, haben in Deutschland noch die Befürworter der Praxis die Oberhand. RÖGENER hat alles gesammelt, was dafür spricht.
                  Scheidungskinder haben zwar ein erhöhtes eigenes Scheidungsrisiko. Dies kann man jedoch durchaus positiv sehen:
                  "Sie haben gelernt, dass man das überlebt, und haben daher mehr Freiheit, das zu tun".
 
     
   
  • PRANTL, Heribert (2003): Warum die SPD verliert,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.03.
    • Kommentar:
      Man reibt sich die Augen! Ein Leitartikel im Interesse des "kleinen Mannes" im neoliberalen Reformerblatt?

                  Hatte doch Franz WALTER gerade in der Welt klargemacht:
                  "Wenn in der deutschen Publizistik, fast von links bis rechts, die »Reform« der Gesellschaft angemahnt wird, dann wird dieser Begriff nahezu flächendeckend in einem bürgerlich-liberalen Sinne übersetzt. Bei den professionellen Kommunikationseliten hat ein genuin sozialdemokratischer Reform- und Staatsbegriff derzeit keine – jedenfalls keine positive – Resonanz mehr".
                  "Die Wähler haben die Sprüche über Flexibilisierung satt", donnert PRANTL von der Leitartikler-Kanzel! Wer jetzt meint, die SZ hätte eine Kehrtwende gemacht, der lässt sich blenden. Im Zeitalter des politischen Neoliberalismus ist eine begriffspolitische Wende angesagt.
                  Tobias DÜRR hat dies - orientiert an den dänischen Sozialdemokraten - auf die Formel gebracht: "Mut machen und nicht Angst, mitnehmen und nicht zurücklassen, einschließen und nicht ausgrenzen". Der Slogan "Sicherheit im Wandel" soll reaktiviert werden, denn:
                  "Kündigungsschutz zu lockern ist notwendig - aber es ist sinnvoll und machbar nur in dem Maße, wie zugleich (etwa nach klugem dänischem Vorbild) hohe, die Existenz sichernde finanziellen Ersatzleistungen sowie intensive Vermittlungs- und zielgerichtete Fortbildungsangebote systematisch dafür sorgen, dass Betroffene mit weichen Übergängen und zügiger Rückkehr ins Erwerbsleben rechnen können.
                  (...).
      Nicht von ungefähr verwenden die dänischen Sozialdemokraten den Satz »Keine Rechte ohne Pflichten« grundsätzlich nur zusammen mit dem Satz »Keine Pflichten ohne Rechte«".

                  Natürlich ist das soziale Mäntelchen, das DÜRR hier ausbreitet schlecht gemachte Augenwischerei. Entscheidend ist etwas anderes:
                  "nur wenn sie unterscheidbar sind, können sie erfolgreich sein. Nur wenn sie dem hegemonialen Mediendiskurs, der überall - durchschaubar interessengeleitet - nach »Abbau« und »De-Regulierung« schreit, ihren eigenen positiven Diskurs von intelligentem »Aufbau« und kluger »Re-Regulierung« entgegensetzen, werden sie auch die Sozialdemokratie erhalten".
                  Damit hat DÜRR das Programm des politischen Neoliberalismus formuliert. Wenn selbst bei single-dasein.de Neoliberale als Besitzstandswahrer bezeichnet werden (dass dies so ist, das wird von DÜRR mit seinem Artikel bestätigt), dann ist die Strategie des ökonomischen Neoliberalismus verbrannt! Die Ziele haben sich damit jedoch keineswegs geändert.
 
     
     
     
   
  • HANK, Rainer (2003): Wenn das Vertrauen verloren ist.
    Der Dax erreicht einen neuen Tiefstand. Bilanzskandale erschüttern die Wirtschaft, Manager stehen vor Gericht. Die Rettung aus der Krise könnte ein sehr altes Rezept bringen,
    in: Tagesspiegel v. 02.03.
    • Kommentar:
      Obgleich die Verfechter des Neoliberalismus das politische System erfolgreich okkupiert haben, ist der ökonomische Neoliberalismus der Marktgesellschaft selbst am Ende:

                  "Es sind fünf Bestimmungsgrößen, die das Vertrauen befördern oder behindern: Pro-Kopf-Einkommen, die faire Verteilung des Einkommens, Effizienz der öffentlichen Verwaltung, soziale Kohäsion und Bildung. Etwas salopp gesprochen, heißt das: Wem es gut geht und wer besser ausgebildet ist, der ist offenbar auch eher bereit, seinen Mitmenschen Vertrauen entgegenzubringen. Je unterlegener einer sich fühlt, umso misstrauischer wird er sein. Und je ungleicher eine Gesellschaft, umso schwerer hat sie es, Vertrauen herzustellen. Zugespitzt formuliert: Egalisierung fördert Vertrauen".
                  Der Neoliberalismus setzt jedoch nicht auf Gleichheit, sondern auf Ungleichheit. Ergo gerät das System in eine Vertrauenskrise. Plötzlich entdecken Neoliberale wie Rainer HANK den Vorteil der Religion wieder:
                  "Die liberale Wirtschaft und Gesellschaft lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht garantieren kann. Es sind dies – auch – religiöse Voraussetzungen, wie sich an der Herkunftsgeschichte des Vertrauens zeigt. Dabei offenbart sich Vertrauen als eine Ressource, die für erfolgreiches Wirtschaften verantwortlich ist und Wachstum unterstützt.
                  Wirtschaftlicher Erfolg ist maßgeblich abhängig von Institutionen. Doch der Blick wird üblicherweise ausschließlich auf die Institutionen des Rechts gerichtet. Das reicht nicht aus. Europa und den Vereinigten Staaten mangelt es nicht an Rechtsstaatlichkeit; gleichwohl sind Unternehmen und Märkte in Legitimationsnot geraten: in eine Krise der Moralität. Jetzt zeigt sich: Auch Vertrauen gehört zur Grammatik des Marktes".
                  Das Beispiel USA zeigt jedoch, dass neben der Religion der autoritäre Staat eine Alternative ist. Wir sind längst Zeugen eines Übergangs vom ökonomischen zum politischen Neoliberalismus.
 
     
   
  • Berliner Bevölkerungsentwicklung

    • ABI (2003): Bezirk der schönen Mütter.
      Die Ausnahme: In Prenzlauer Berg gibt es einen Baby-Boom,
      in: Tagesspiegel v. 01.03.
      • Kommentar:
        "Nicht Cocktails, sondern Milchfläschchen. Statt Sushi gibt es Gemüsebrei. Und nachts wird nicht getanzt, sondern gewickelt. Während im Rest Berlins der Trend in die andere Richtung weist, ist im Szeneviertel Prenzlauer Berg der Babyboom angesagt. Dort wo einst Singles, Studenten und Trendsetter das Straßenbild bestimmten, sieht man jetzt vor allem: viele Kinder. Über die höchste Geburtenrate in Berlin kann sich der Bezirk zwischen Schönhauser Allee und Zionskirchplatz freuen. Erblickten 1998 nur 2732 Kinder das Licht der Welt, waren es 2001 schon 3130. Ein Zuwachs um 14,6 Prozent",
                    berichtet ABI über hippes Kinderkriegen und den Club der coolen Mütter. Die Stadtsoziologin Monika ALISCH hat bereits vor 10 Jahren auf diesen neuen Trend hingewiesen, der nun im Berliner Szeneviertel sichtbar wird.
                    "Family-Gentrifier" nennt sie jene neue Gruppe von Yuppie-Eltern, die Beruf und Familie vereinbaren möchten und deshalb die innenstadtnahen Wohngebiete bevorzugen.
    • MARTENSTEIN, Harald (2003): Das neue Berlin.
      Hauptstadt der Singles,
      in: Tagesspiegel v. 01.03.
    • BEIKLER, Sabine (2003): Berlin für die ganze Familie.
      Immer mehr Singles um die dreißig leben in Berlin. Die Stadt wird immer jünger. Doch gleichzeitig ziehen viele Familien ins Umland: Mit neuen Baukonzepten will der Senat die zunehmende Stadtflucht der Eltern verhindern,
      in: Tagesspiegel v. 01.03.
      • Kommentar:
        Junge Singles sind den Städten - aufgrund der politisch forcierten Finanznot - ein Dorn im Auge, obgleich die Funktion der Städte gerade für diese Gruppe attraktiv ist. Ausbildungs- und Freizeiteinrichtungen sind die Infrastruktur, die junge Singles anziehen.

                    Sie sind jedoch nicht so kaufkraftstark wie Yuppie-Eltern und sie sind mobiler, d.h. sie kehren den Städten den Rücken, sobald ihre Ausbildung beendet ist oder sie einen attraktiven Arbeitsplatz woanders gefunden haben.
                    Das kleinräumige, politische Territorialprinzip ist der mobilen Gesellschaft des ICE-Zeitalters nicht mehr angemessen. Die Verschwendung von Steuergeldern ist die Folge einer unsinnigen lokalen Standortverteidigung. Der Verlierer ist der Bürger.
    • ZAWATKA-GERLACH (2003): Kinderfreundliches Berlin?
      Was Familienpolitiker zur Abwanderung sagen,
      in: Tagesspiegel v. 01.03.
 
     
     
   
  • Generation 2003

    • Kommentar:
      Familienpolitische Offensiven gehen einher mit der Zunahme von minderjährigen Müttern. Das war bereits in den 50er Jahren so und das ist heute wieder so. Die FAZ droht nun an, dass sie in den nächsten Jahren in unregelmäßigen Abständen aus dem Leben von zwei jungen Elternpaaren berichten wird.
    • HUMMEL, Kathrin (2003): "Ich will meinen Abschluß".
      Jasmin Schöps, 14, und Dennis Benne, 18, berichten,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.03.
    • HUMMEL, Kathrin (2003): "Liegt wohl in der Familie".
      Jennifer Merschive, 16, und Daniel Haack, 18, berichten,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.03.
 
   
  • DÜRR, Tobias (2003): Abenddämmerung der regierenden Generation Rot-Grün.
    Die deutsche Sozialdemokratie im Jahr 2030. Tobias Dürr über die Notwendigkeit eines neuen Politikstils und die Überwindung von Steinzeitpositionen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 01.03.
    • Kommentar:
      "Was, beispielsweise, muss mit und in dieser Republik passieren, damit 1965 Geborene, wenn sie 2030 in den Ruhestand treten, eine anständige Rente bekommen und mit ihren Enkeln im öffentlichen Bus ins städtische Schwimmbad fahren können, ohne Angst davor, in der vergammelten Fußgängerunterführung von entfremdeten und marginalisierten arbeitslosen Migrantenjugendlichen der siebten oder achten Generation ausgeplündert zu werden?"
                  Wer hier so scheinheilig fragt, das ist nicht etwa der Parteichef der Republikaner oder der NDP, nein es ist die neue Stimme der SPD-Generation Berlin.
                  Die Einschätzung von Egon MATZNER (FR vom 22.01.2003) ist also mehr als berechtigt!
 
     
   
Universitas-Schwerpunkt: Familie und Erziheung
  • MARTENSTEIN, Harald (2003): Aller Anfang...,
    in: Universitas, März
  • HÜTHER, Gerald (2003): Wohin, wofür, weshalb?
    Über die Bedeutung innerer Leitbilder für die Hirnentwicklung
    in: Universitas, März
  • SCHMIDT, Renate (2003): Was Kinder wirklich kosten,
    in: Universitas, März
  • GASCHKE, Susanne (2003): Die Spätschäden von achtundsechzig.
    Antiautoritäre Nachhut und neue Kapitalisten demontieren die Erziehung,
    in: Universitas, März
  • MEIER, Ute (2003): Neue Strukturen braucht das Land,
    in: Universitas, März
  • BERTRAM, Hans (2003): Erziehung ist nicht (nur) Privatsache,
    in: Universitas, März
 
     
   
  • Was tun?
    Revolution und Utopie - Neues von der Zukunft

    • LEITGEB, Hanna (2003): "Was ist da draußen überhaupt los?"
      Von Katastrophen, Katerstimmung und neuen Chancen - Ein Gespräch mit Mathias Greffrath, Michael Jeismann, Thomas Meinecke und Herfried Münckler über Deutschland, Europa, die Intellektuellen und die Utopie,
      in: Literaturen Nr.3, März
      • Kommentar:
        Vielleicht hätte der Runde die Tochter von JEISMANN gut getan, denn so blieb die Runde der 1945 - 1955 Geborenen unter sich und es bildeten sich die bekannten Rollen aus.

                    Herfried MÜNKLERs Beiträge sind eher Bewerbungsgespräche für einen Job als Politikberater, GREFFRATH - bekennender 68er, ist mittlerweile in der Neuen Mitte angekommen.
                    Thomas MEINECKE spielt den popkulturellen Non-Konformisten: "meine Haltung würde ich eher als hakenschlagend, partisanisch bezeichnen". Zu dieser Rolle gehören Äußerungen wie:
                    "Die heutigen Unmutsbekundungen sind doch Ausdruck einer wild gewordenen Bourgeoisie, die die Zügel der Kritik in den Händen hält. Nach den Gründerjahren der Neunziger will uns diese durchgedrehte, immer mehr fordernde Clique jetzt einreden, dass leider nichts mehr zu erwarten ist."
                    In der staatstragenden Runde blieben solche Einwürfe jedoch ohne Resonanz.
    • TERKESSIDIS, Mark (2003): Völlig losgelöst.
      Der Kapitalismus ist wieder ein Thema für Intellektuelle - doch ihrer Kritik fehlt der Bezug zur eigenen Tradition wie zur Praxis der Protestbewegungen,
      in: Literaturen Nr.3, März
 
   
  • MÄRTIN, Ralf-Peter (2003): Patchworker aller Länder.
    Während die Prediger des Neoliberalismus die Starrheit des Arbeitsmarktes beklagen, ist der flexible Mensche schon längst unter uns - ein Bericht von neuesten Pesonality- Ratgebern und sonstigen Lebenshilfen
    in: Literaturen Nr.3, März
    • Kommentar:
      Auf der Spur von Richard SENNETTs "Der flexible Mensch" begibt sich MÄRTIN auf die Suche nach den "Jobnomaden" (Gundula ENGLISCH). Er trifft dabei u.a. auf Olaf HENKELs "Ethik des Erfolgs":

                  "Ich neidete ihm weder Besitz noch Karriere, begriff aber schnell, dass dies ein Fehler war. Denn, so der Autor, »nur die Ungleichheit schafft den Anreiz, über sich hinauszuwachsen«.
                  Die verbalen Flexibilisierer konfrontiert MÄRTIN schonungslos mit ihren eigenen - wenig flexiblen - Lebensläufen:
                  "Der »Tabu-Brecher« Henkel hat sein gesamtes Berufsleben bei nur einer Firma verbracht, der »Rebell« Jack Welch, der »beste Manager aller Zeiten«, hat außer »General Electric« keine anderen Erfahrungen vorzuweisen, und Jürgen Schrempp von »Daimler-Chrysler« bevorzugte ebenso den Aufstieg im eigenen Haus."
 
   
  • LANGNER, Beatrix (2003): I am going to kill Karadzic.
    Wenn Journalisten Romane schreiben, siegt am Ende immer das Gute,
    in: Literaturen Nr.3, März
    • Kommentar:
      Über die "Neue-Mitte-Krankheit" unserer Journalisten schreibt die Journalistin Regine SYLVESTER in "Vorgeschriebene Flughöhe" (2002):

                  "»In unseren Zeitungstexten geben wir uns die größte Mühe, für gesellschaftliches Engagement zu werben, für soziale Verantwortung, Kultur, Toleranz und ein sinnerfülltes Leben. Und leben selber wie die Zombies. Aber sieh dir an, die Journalisten - die meisten sind so ähnlich. Für eine aktuelle Reportage auf Seite 3 lassen sie die Silberhochzeit ihrer Schwiegereltern sausen«. Regine Sylvesters Heldin beschreibt sich selbst als »eine gute Hausfrau, die sich ihr Geld als Journalistin verdient« und unter anderem den französischen Autor Michel Houellebecq liebt".
                  Daneben stellt LANGNER u.a. die Bücher "Desaster" von Bruno RICHARD (Pseudonym für Bruno PREISENDÖRFER vom Berliner Tagesspiegel) und Arno WIDMANNs "Sprenger" vor.
 
     
   
  • RAUCH, Jonathan (2003): Caring for Your Introvert.
    The habits and needs of a little-understood group,
    in: The Atlantic Monthly, März
    • Inhalt:
      RAUCH bricht eine Lanze für Introvertierte
      (der Begriff geht auf den Psychoanalytiker C. G. JUNG zurück) , zu denen sich der Autor selber zählt.  RAUCH grenzt Introvertiertheit von Schüchternheit, Misanthropie und Arroganz ab. Amerika bezeichnet er als Gesellschaft der Extrovertierten.

                  Das hervorstechendste Merkmal dieser Menschen ist für RAUCH die Tatsache, dass sie nicht allein sein können:
                  "Extroverts are energized by people, and wilt or fade when alone. They often seem bored by themselves, in both senses of the expression. Leave an extrovert alone for two minutes and he will reach for his cell phone. In contrast, after an hour or two of being socially »on,« we introverts need to turn off and recharge".
                  In der Gesellschaft der Extrovertierten gelten  Introvertierte als asozial oder depressiv. Sie werden mit Wörtern beschrieben, die negative Assoziationen hervorrufen:
                  Introverts are described with words like »guarded,« »loner,» «reserved,» «taciturn,» «self-contained,» «private«—narrow, ungenerous words, words that suggest emotional parsimony and smallness of personality. Female introverts, I suspect, must suffer especially."
                  Nur männliche "Hillbillys" aus dem Mittleren Westen haben als starke und stille Typen einen besseren Ruf. RAUCH setzt dagegen eine positive Selbsteinschätzung des Introvertierten, die ihn sicherlich bei Extrovertierten nicht beliebter macht:
                  "I suppose this common misconception has to do with our being more intelligent, more reflective, more independent, more level-headed, more refined, and more sensitive than extroverts".
                  Für RAUCH ist Introvertiertheit keine Frage von Entscheidungen oder des Lebensstil, sondern eine persönliche Veranlagung.
 
       
   

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Zu den News vom 21. - 28. Februar 2003

 
       
   
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