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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 08. Oktober 2005

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"Die steigenden Single-Raten sind ein wichtiges Indiz für die fortschreitende Liebesweisheit unserer Gesellschaft, denn es handelt sich dabei vor allem um Menschen, die lieber allein bleiben als in einer Beziehung, die sie nicht erfüllt.
          
Ein Orpheus, Prototyp aller traurigen Singles, hat mir Weiberhelden vom Schlage eines Casanova oder Porfirio Rubirosa nichts gemein - Männer, die zwar keine Nacht allein verbringen, aber doch ungebunden bleiben wollen, weil sie die Einschränkung und die Verantwortung scheuen, die zur Liebe gehört. Orpheus dagegen hatte in Eurydike seine große Liebe gefunden und wieder verloren, aber dabei etwas Unschätzbares gelernt.
          
Während Männer meistens einen Rockzipfel brauchen, an dem sie sich festhalten können, weil sie sonst schnell wunderlich werden, sind wir umgeben von inspirierenden alleinstehenden Frauen, weniger vom Typ Bridget Jones als dem von George Sand, Coco Chanel oder Marion Gräfin Dönhoff. Viele von ihnen haben das Modell Ehe in seinen verschiedenen Ausprägungen erlebt und verworfen - oder konnten sich von vornherein nicht dafür erwärmen.   
(Felicitas von Lovenberg in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 18.09.2005)

 
 
 
 
  • EKARDT, Felix (2005): Freiheit in der Kostenfalle.
    Das Dilemma der ungesichert jobsuchenden "Generation Praktikum" lässt sich letztlich nur durch weltweite Sozialstandards lösen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 08.10.
 
 
 
  • TERKESSIDIS, Mark (2005): Ich will nicht reden müssen.
    Nicht alles, was eine Debatte sein möchte, ist auch eine. Einem Strukturwandel der intellektuellen Öffentlichkeit, der die verallgemeinerte Beobachtung, das Halbwissen und die starke Meinung der Recherche vorzieht, sollte man sich entziehen. Eine Antwort auf das Gesprächsangebot von Ulf Poschardt,
    in: TAZ v. 08.10.
    • Inhalt:
      Mark TERKESSIDIS will in Ulf POSCHARDT keinen Ex-Linken erkennen, sondern hält ihn für einen Poser.

                
      Auch eine revolutionäre Elite sieht TERKESSIDIS in Deutschland nicht am Werk, sondern "in Deutschland bestehen die Eliten aus einem neofeudalen Klüngel von Menschen, deren Eltern und Großeltern auch schon Elite waren und die hauptsächlich daran interessiert sind, die Eliteposition auch für ihre Kinder zu sichern. Diese Elite ist sozial ungefähr so durchlässig, wie die Berliner Mauer es war - Leistung zählt da gar nichts."
 
  • NZZ-Zeitfragen: Bürgerliche Beatmung

    • HOFMANN, Markus (2005): "Selbstbewusste Bürger sind keine Bürger von Staates Gnaden".
      Ralf Dahrendorf über die vergangenen Werte des Bürgertums,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.10.
    • TANNER, Albert (2005): Die Schweiz nach der "Entbürgerlichung".
      Eine Bürgerlichkeit als Lebensmodell für die Zukunft?
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 08.10.
      • Inhalt:
        Albert TANNER, Historiker an der Universität Bern, prognostiziert für die Zukunft das Ende der allgemeinen Individualisierungsrhetorik, denn Individualisierung war auch bislang in erster Linie eine Abgrenzungsstrategie privilegierter Schichten (von single-dasein.de als Bobokratie bezeichnet):

                  
        "Generell dürften im 21. Jahrhundert angesichts des angespannten Arbeitsmarkts die Individualisierungstendenzen im Sinne individueller Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung oder die Subjektivierung der Werte und Normen mit ihrer Überhöhung der Individualität wieder stärker von den ökonomischen Ressourcen und vom Bildungsstand abhängig werden: Selbstverwirklichung nur mehr für die akademischen Mittelschichten und die individualisierte Kulturszene, Autonomie und Eigeninitiative nur für liberale Newcomer. So dürften auch die Entwürfe für eine neue Bürgerlichkeit, die in den letzten Jahren in einer Art diskursiver Bastelarbeit entwickelt wurden, weitgehend ein Phänomen der Lebensführung und des Lebensstils von privilegierten Segmenten der mittleren und oberen Schichten darstellen und letztlich wohl in erster Linie der Abgrenzung nach unten dienen. Vieles deutet darauf hin, dass die entscheidenden Bruchlinien zwischen jenen verlaufen werden, die ihr Leben in Selbstbestimmung und Selbstverantwortung organisieren können, und jenen, die auf sozialstaatlichen Schutz und staatliche Förderung angewiesen sind. Es ist zu hoffen, dass sich daraus nicht eine neue Form der Klassengesellschaft entwickelt."  
 
  • SCHNEUER, Bettina (2005): Rasterfahndung nach dem Glück: Boom der Partnerbörsen im Internet.
    Millionen von Singles hoffen auf die Liebe aus dem Netz. Doch wie gut sind die Agenturen wirklich? Die Stiftung Warentest  hat 16 Anbieter unter die Lupe genommen,
    in: Stern Nr.41 v. 07.10.
 
  • KRICKAU, Ulrike (2005): "Der Körper ist das Allerheiligste geworden".
    Wilhelm Genazino spricht über sein erstes Theaterstück, Schönheitsoperationen, das Älterwerden und, ja, auch er: über Angela Merkels Frisur,
    in: Frankfurter Rundschau v. 07.10.
 
  • MARTENSTEIN, Harald (2005): Einzelgänger.
    Harald Martenstein entdeckt eine neue Generation,
    in: Die ZEIT Nr.41 v. 06.10.
    • Kommentar:
      Die neueste Kolumne von Harald MARTENSTEIN beschäftigt sich mit der Website www.single-generation.de.

                
      Da Herr MARTENSTEIN kein Angehöriger der Internet-Generation ist, sondern der Single-Generation, hat er den Überblick verloren. Wir geben aber gerne zu, dass es aufgrund des Umfanges durchaus nicht immer einfach ist, den Überblick zu wahren.
                
      Wir klären deshalb Herrn MARTENSTEIN hier auf. Davon können natürlich auch andere Besucher profitieren.
                
      Autoren, die auf der Website single-generation.de aufgeführt sind, sind nicht automatisch Angehörige der Single-Generation, wie MARTENSTEIN zu glauben scheint:
                
      "Dann habe ich nachgeschaut, welche anderen Autoren außer mir auch noch Theoretiker der Single-Generation sind. Es sind fast alle Autoren, die ich kenne. Sowohl lebende als auch tote. Unter anderem gehören Benjamin Lebert (Jahrgang 1982), Peter Handke (Jahrgang 1942) und Georges Simenon (Jahrgang 1903) dazu.
                
      Da dachte ich: Das ist ja die Königin der Generationen. Die Single-Generation umfasst Menschen zwischen 23 und 102!".
                
      Benjamin LEBERT z.B. wird als Angehöriger der Generation @ gelistet, also jener Generation, die nach der Generation Golf (1965 - 1975 Geborene) kommt.
                
      Peter HANDKE dagegen gehört der 68er-Generation an (1937 - 1947 Geborene) und Georges SIMENON gehört zur Vor-68er-Generation.
                
      Die Single-Generation umfasst dagegen die 1948 - 1964 Geborenen. Für diese Jahrgänge gibt es auch Begriffe wie 78er-Generation (Reinhard MOHR) oder Generation Berlin (Heinz BUDE).
                
      Da es auf der Website single-generation.de jedoch im Kern um Lebensformen, speziell um die Kontroverse Familien gegen Singles geht, ist diese Abgrenzung durchaus gerechtfertigt.
                
      Der stärkste Anstieg der Singlezahlen fällt in jenen Zeitraum, in dem die genannten Jahrgänge ihr Jugend bzw. Postadoleszenz durchlebten. Seitdem stagnieren die Zahlen, auch wenn das Familienfundamentalisten  anders sehen. Auf der Startseite von single-generation.de wird diese Abgrenzungsstrategie erläutert und eine Einführung in die Generationendebatte bietet weitere Hintergrundinformationen.
                
      "Bei Besuchen im Internet habe ich wiederholte Male festgestellt, dass ich auf einer Internet-Seite als »Theoretiker der Single-Generation« geführt werde. Dabei bin ich, streng genommen, gar kein Single."
                
      Auf der Website single-dasein.de und single-generation.de wird u.a. den Absurditäten des Single-Begriffs nachgegangen. Irgend eine Definition findet sich quasi für jeden.
                
      Hier geht es jedoch in erster Linie um den Single-Begriff, der vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden verordnet wird. Doch selbst dieser - nur scheinbar exakte - Begriff bietet immense Interpretationsspielräume wie die politische Debatte immer wieder beweist.
                
      Zuletzt kommen wir zum eigentlichen Anliegen von Herrn MARTENSTEIN:
                
      "Eine andere Liste nennt die »Songs der Single-Generation«, quasi die Singles der Singles, es beginnt mit Sound of Silence von Simon and Garfunkel. Diese Single habe ich mal besessen. Trotzdem musste ich feststellen, dass ich aus der Liste der »Theoretiker der Single-Generation« gestrichen bin. Peter Handke ist noch drin. Das finde ich nicht gut."
                
      Bisher meldeten sich Autoren, die sich von uns "vernachlässigt" gefühlt haben per Email und schrieben keine Kolumnen. Wir freuen uns aber auch über diese Form der Mitteilung.
                
      Herr MARTENSTEIN ist auch nicht wirklich aus der Liste gestrichen worden. Die Liste wurde nur irgendwann einmal zu lang, weshalb sie geteilt worden ist. Es gibt nun für die Autoren der Single-Generation (Theoretiker heißt es nur noch auf längere Zeit nicht aktualisierten Seiten) eine Liste der Schriftsteller und eine Liste der Sachbuchautoren & Wissenschaftler. Auf letzterer ist Herr MARTENSTEIN immer noch zu finden.
 
 
 
  • HARMS, Ingeborg (2005): In dem Alter machen sie alle Party.
    Birgit Vanderbeke möchte Teil einer Jugendbewegung sein,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.10.
 
 
 
 
 
  • SCHADER, Peer (2005): Ach du dicker Schinken.
    Soviel Mut muß man erst einmal haben: Bei der neuen Kuppelshow "Bauer sucht Frau" ist RTL sich für kein Klischee zu schade,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.10.
 
  • BENDER, Niklas (2005): Marie-Pierre Houellebecq.
    Frau mit Hund,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 04.10.
    • Inhalt:
      BENDER berichtet über ein Interview der französischen Zeitschrift Elle, in dem die Ehefrau von Michel HOUELLEBECQ ihre Scheidung bekannt gab.
 
  • ZYLKA, Jenni (2005): Am Ende.
    Bürgerjournalismus für die einsame Welt der über 50-Jährigen: das Scheidungsmagazin "RosenKrieg",
    in: TAZ v. 04.10.
 
 
  • KIMMEL, Elke (20059: Allgemeine Verunsicherung.
    Scheitern als Chance: Soziologen und Psychologen entdecken ein zeitgemäßes Thema,
    in: Tagesspiegel v. 04.10.
 
  • SOLDT, Rüdiger (2005): Deutsch-deutsche Kinderlosigkeit.
    Der Westen holt auf: Die Ehe kommt ohne Nachwuchs aus,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.10.
    • Kommentar:
      Wie man mit Statistik lügt, das zeigt uns die FAZ heute auf Seite 1!

                
      "21,6 Millionen Paare leben in Deutschland in einem Haushalt zusammen - in unterschiedlichen Beziehungen, in Ehe oder nichtehelichen Lebensgemeinschaften. 43 Prozent davon sine Ehepaare mit Kindern, 46 Prozent kinderlose Ehepaare", erklärt uns Rüdiger SOLDT.
                
      Was sollen diese Angaben beweisen? Dass die lebenslange Kinderlosigkeit ansteigt? Die Daten beweisen in erster Linie den Missbrauch von Statistiken für Propagandazwecke.
                
      Es wird absichtlich nicht angegeben, wie alt die "kinderlosen" (Ehe)paare sind. Daraus ließe sich nämlich erkennen, dass die meisten "kinderlosen Paare" Familien sind, deren Kinder nicht mehr im Elternhaushalt wohnen.
                
      Anhand dieser Haushaltszahlen ist die zunehmende Entkopplung von Ehe und Elternschaft nicht schlüssig zu belegen, wenn damit die Zunahme dauerhaft kinderloser Ehepaare gemeint ist. Aber was sollte der Autor sonst belegen wollen?
                
      Die statistischen Veränderungen sind in erster Linie Ausdruck des steigenden Durchschnittsalter in Deutschland, aber sie sagen nichts über das Ausmaß der dauerhaften Kinderlosigkeit aus, das inzwischen tagtäglich von den Medien als problematisch dargestellt wird.
 
  • SCHMITT, Cosima (2005): Die Moral der Einheit.
    Zieht zusammen, was zusammengehört? Neue Daten zeigen, dass Deutschland immer noch
    geteilt ist - jedenfalls, was den Umgang mit der Paarbeziehung und dem Kinderwunsch betrifft,

    in: TAZ v. 01.10.
 
  • BIRG, Herwig (2005): "Die Dritte Welt bei uns".
    Der Demographie-Forscher Herwig Birg prophezeit den Deutschen den volkswirtschaftlichen Niedergang auf Grund des Geburtendefizits,
    in: Focus Nr.40 v. 01.10.
    • Kommentar:
      Herwig BIRG darf anlässlich seines neuen Buches "Die ausgefallene Generation" seine sattsam bekannten Thesen wiederholen.

                
      Auch das Buch bietet nichts Neues, sondern verkauft eine veraltete und spärliche demographische Faktenlage als neuesten Wissenstand. Nicht Aufklärung, sondern Propaganda und Demagogie bietet BIRGs - als Einführung ausgegebenes - Machwerk.
 
 
 
 
 
  • SCHRÖDER, Vera (2005): "Ich bin ein Gammeltyp".
    Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit, 10. Teil: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
    in: Neon, Oktober
 
 
   

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Zu den News vom   09. - 30. September 2005

 
 
   
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