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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 04. September 2004

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"Typ I Beziehungsfern (...) zeigt Befragte, die lange Phasen ihres Erwachsenenlebens (bis zum Alter von 45) als Single gelebt haben, für die das Single-Dasein also eine Art Lebensstil darstellt und mehr ist, als eine bloße Übergangsphase. Der Anteil dieser dauerhaft Beziehungsfernen ist nun über die Generationen nicht angestiegen, er liegt einigermaßen konstant bei einem Zehntel. Die (...) Zunahme von Singles (...) ist (...) also tatsächlich nicht als Durchsetzung eines eigenen, beziehungsfernen Lebensstils zu werten, sondern als Ergebnis der großen Beziehungsfluktuation."
(Arne Dekker & Silja Matthiesen in der Zeitschrift für Familienforschung, H.1/2004, S.50)

 
 
     
 
Ein bisschen heuchlerisch ist das schon, wenn Ulrike WINKELMANN  erst jetzt die Politik für die Mütterelite von Renate SCHMIDT beklagt, denn schließlich handelt es sich hier nicht um einen Politikwechsel, sondern um die konsequente Weiterführung jener Politik, die Renate SCHMIDT seit langem verfolgt...
  • DROBINSKI, Matthias (2004): Politik zum Kinderkriegen.
    Gute Idee, schlechte Aussichten: Familienministerin Renate Schmidt schlägt ein "Elterngeld" vor,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.09.

     
 
     
 
  • ROEDIG, Andrea (2004): Always ultra.
    Männer und Frauen - in der katholischen Kirche wird ihr Geschlecht stets metaphorisch eingesetzt und vom realen Körper abgetrennt. Das behaupten auch die Gender-Theorien,
    in: TAZ v. 04.09.

     
 
     
 
     
 
     
 
  • KALTENBRUNNER, Robert (2004): Geschlossene Gebilde.
    Zur jüngeren Konjunktur nachbarschaftlicher Stadtmodelle,
    in: Frankfurter Rundschau v. 03.09.

Robert KALTENBRUNNER skizziert u.a. die Ideengeschichte der "Nachbarschaftseinheit" in der Tradition der Chicagoer Schule für Sozialökologie, die u.a. durch kommunitaristische und zivilgesellschaftliche Vorstellungen und Problemdefinitionen wieder Aufwind bekommen haben:

"in der Idee der Nachbarschaft keimt zwar eine gewisse Nähe zu (nun nicht mehr ganz so aktuellen) kommunitaristischen Vorstellungen, doch weist sie auch Züge dessen auf, was André Gorz in einer Bürgergesellschaft mittels sogenannter öffentlicher Tugenden realisiert wissen wollte. Sie sei jenes Gewebe aus gesellschaftlichen Beziehungen, die auf Gegenseitigkeit und Freiwilligkeit beruhen und nicht auf Recht und juristische Verbindlichkeit. Und das wird im gleichen Maße bedeutsamer, wie existentielle Grundsicherungen auf niedrigeres Niveau heruntergeschraubt werden. Da viele Familien keine Kinder mehr haben, mögen bald neue Formen nachbarschaftlicher Solidarität bedeutsam werden; und weil diese frühzeitig gepflegt sein wollen, spielt räumliche Nähe plötzlich wieder eine stärkere Rolle."

     
 
     
 
     
 
  • Wolfgang Schömel - Ohne Maria

    • NEUHAUS, Andrea (2004): Lerne zu leiden!
      In der Schule der Schwermut: Wolfgang Schömels Romandebüt,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.09.

     
 
  • SPEICHER, Stephan (2004): Ende eines langen Sonntags.
    Sparen wollen viele, nur nicht für die Not. Warum Hartz IV so oft als ungerecht empfunden wird,
    in: Berliner Zeitung v. 03.09.

Stephan SPEICHER schließt sich der "Anthropologie von Hartz IV" wie sie Mark SIEMONS in der FAZ ausgebreitet hat, an: "wer bürgerlich lebte und gelebt hat, in Ehe oder anderer fester Bindung und sparsam" ist der Dumme. Das Ungerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung leitet SPEICHER aus einer veränderten Sparmoral her, die er anhand der Sparkassen-Werbung aufzeigt. Die Folgen von Hartz IV beschreibt SPEICHER folgendermaßen:

"Wenn es auf der Linken früher gern hieß, kapitalistisches Wirtschaften bedeute, Gewinne zu privatisieren und Verluste zu sozialisieren, so ist dieser Grundsatz jetzt demokratisiert worden: für den Konsum ist der einzelne zuständig, für die Not die Gemeinschaft. Und allerdings muss die Gemeinschaft in der Not helfen und sie wird es auch nach dem 1. Januar 2005 tun, wenngleich auf geringerem, in manchen Fällen auch auf schmerzlich geringem Niveau. Aber sie hat auch einen Anspruch gegen die Einzelnen: dass jeder sich selbst hilft, so gut er kann, also auch mit Einsatz der Ersparnisse oder der Hilfe des Ehepartners.
Das ist die Leistung, die jeder seinen Mitbürgern schuldet, sofern er dazu imstande ist. Doch die Neigung ist groß, in der Vorsorge nichts anderes zu sehen als Dummheit oder ein schlechtes Geschäft, wo andere doch sofort ALG II bekommen. Sollte sich diese Neigung durchsetzen, wäre es das Ende des Sozialstaates."

     
 
  • BRAUN, Michael (2004): Zerwürfnisse.
    Zeitschriftenrundschau. Die österreichische Zeitschrift "Wespennest" wird 35 Jahre alt,
    in: Freitag Nr.37 v. 03.09.

Michael BRAUN geht auf den kürzlich verstorbenen 68er Lothar BAIER ein, der im Jubiläumsheft der Zeitschrift Wespennest mit einem Text vertreten ist: "Der zweite bewegende Text im neuen Heft ist ein Aufsatz von Lothar Baier, eine kleine diskrete Autobiographie. Baier bilanziert hier sein Dasein als nomadisierender Städtebewohner, den es endgültig nach Montréal und in die kanadische Provinz Quebec verschlagen hat. In seinem letzten Lebensjahr wohnte Baier im Montréaler Stadtteil Saint-Henri, einer Hochburg der Elendsprostitution. Hier, unter den Ärmsten der Armen, hat er noch einmal jene »Wärme« gefunden, die ihm im »lieblosen« Frankfurt versagt blieb. Am Ende seines Textes berichtet Baier von seinem Versuch, das lärmende »Stadtgetriebe« hinter sich zu lassen. Dies gelingt ihm im einsamen »Zwiegespräch mit einer Katze«, die der Autor in »Montréaler Französisch« anspricht. Woraufhin die Katze zu schnurren beginnt. Mit diesem zarten Schlussbild hat sich Lothar Baier aus der Welt verabschiedet."
     
 
  • WINKELMANN, Ulrike (2004): Zielgruppe Rentner.
    Das Generationen-Argument wird beim Pflegezuschlag zur Luftblase,
    in: TAZ v. 02.09.

    • Ulrike WINKELMANN lässt das Argument der Generationengerechtigkeit für die geplante "Pflegereform" nicht gelten.
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
LORENZO hat die Kirche gewechselt und predigt heute erstmals auf einer neuen Kanzel. Wir Eliten müssen zusammenhalten, wenn das Volk nicht weiß was gut für es ist - wir wissen es dafür umso besser:
      
  "Die Voraussetzungen zur Bewältigung der Krise in Deutschland sind so schwierig nicht. Aber für die politische Klasse ist es doch eine gewaltige Bewährungsprobe, womöglich die zweitschwerste nach der Rückkehr in die zivilisierte Staatengemeinschaft. Sie muss nicht mehr (...) beweisen, dass die Deutschen überhaupt zur Demokratie fähig sind. Aber sie muss zeigen, dass diese Demokratie auch dann funktioniert, wenn Schönwetter-Kapitäne nicht mehr über Wohlstandsdemokraten herrschen. Und damals wie heute braucht es eine überparteiliche Verständigung. Denn der Umbau des Sozialstaates, die Anpassung an die globalisierte Wirtschaft, das Ringen um Gerechtigkeit und neue Formen der Partizipation lassen keine Wahl. Sie sind die Existenzfragen unserer Gesellschaft."
     
 
  • LJUBIC, Nicol (2004): Als ich rot wurde.
    Wie geht es einem, der in diesen Zeiten in die SPD eintritt? Der Journalist Nicol Ljubić hat es ausprobiert. Er begegnete Franz Müntefering und vergaß, ihn zu duzen, er ließ sich von Wolfgang Thierse beschimpfen, und manchmal glaubte er sich in einer Selbsthilfegruppe,
    in: Die ZEIT Nr.37 v. 02.09.

Geht es der SPD wirklich derart schlecht, fragt man sich da. Ein 32jähriger Journalist tritt mit großem Getöse in die SPD ein. Offenbar soll der Eintritt eines Neue-Mitte-Jünglings die vielen Austritte traditioneller SPD-Wähler wettmachen.
     
 
  • GIERTH, Matthias (2004): Hilfe, wir schrumpfen!
    Deutschland braucht eine neue Bevölkerungspolitik.
    Der Geburtenrückgang droht 2004 alle Negativrekorde zu schlagen. Die Parteien reagieren hilflos: Ganztagsbetreuung allein löst das Problem nicht,
    in: Rheinischer Merkur Nr.36 v. 02.09.

Matthias GIERTH fordert angesichts des erwartbaren Geburtenrückgangs eine neue Bevölkerungspolitik. Was GIERTH jedoch verschweigt: der Geburtenrückgang aufgrund der Tatsache, dass nun die geburtenschwachen Jahrgänge ins gebärfähige Alter kommen, sagt nichts über die Geburtenrate der jüngeren Jahrgänge aus. Vielmehr hat der Bevölkerungswissenschaftler Jürgen DORBRITZ in der neuesten Ausgabe der BIB-Mitteilungen das Ende des Geburtenrückgangs in Deutschland verkündet. Gerade im Hinblick auf die Debatte um den Beitrag der Kinderlosen in der Pflegeversicherung muss deshalb zwischen der Geburtenrate der jüngeren Jahrgänge (diese kann trotz Geburtenrückgang steigen!) und den absoluten Geburtenzahlen unterschieden werden. 
     
 
Die Bundesregierung muss bis 2005 das Bundesverfassungsgerichtsurteil zur Pflegeversicherung umsetzen. Wie dies geschehen soll, wird derzeit in den Mitte-Medien verhandelt. Welche Gruppe soll am Ende die höheren Beiträge tatsächlich zahlen, wenn "kinderlose" Rentner; junge Kinderlose unter XY-Jahren; Mütter und Väter, deren Kinder bereits gestorben sind usw. keine höheren Beiträge zahlen?

Am Ende bleiben potenzielle Eltern und lebenslang Kinderlose im erwerbsfähigen Alter übrig. Erstere müssten dann die Rückzahlung ihrer zuviel gezahlten Beiträge bei Geburt ihres ersten Kindes einklagen. Letztere werden die Pflegeversicherung jedoch nicht entscheidend entlasten, denn lebenslang kinderlos sind bislang nicht mehr als 15 - 20 % der Frauen im gebärfähigen Alter. Alle höheren Zahlen beruhen auf Schätzungen.

International renommierte Demografen wie John BONGAARTS haben nachgewiesen, dass die in Deutschland gängige Meßmethode zu gravierenden Überschätzungen der Kinderlosigkeit führen kann. Für Dänemark hätte z.B. eine Schätzung nach der deutschen Methode in den 80er Jahren eine Kinderlosigkeit von 32 % ergeben. Tatsächlich blieben nur 12 % der 1960 Geborenen kinderlos. (Nachzulesen im Beitrag The End of the Fertility Transition in the Developed World, 2002, S.429)

Die Behauptung, dass Rentner ihren generativen Beitrag allesamt erfüllt haben, gehört ins Reich der Märchen. Vielmehr profitieren die Älteren von der Gnade des günstigen Bevölkerungsaufbaus, während Jüngere durch den katholischen Sozialstaat zur Schicksalsgemeinschaft gemacht werden.

Wer sich dagegen nicht wehrt, der lebt verkehrt...      

  • SIEMS, Dorothea (2004): Rentner werden bei der Pflegereform geschont.
    Pläne der Bundesregierung sehen Ausnahme beim geplanten Kinderlosen-Malus vor - Union plant Gegenkonzept,
    in: Welt v. 01.09.

  • SZENT-IVANYI, Timot (2004): Kein Beitrags-Aufschlag für kinderlose Rentner.
    Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeversicherung,
    in: Berliner Zeitung v. 01.09.

  • SIRLESCHTOV, Antje (2004): Kinderlose zahlen mehr in die Pflegekasse.
    Rot-Grün nimmt Rentner von Zusatzabgabe aus,
    in: Tagesspiegel v. 01.09.

  • TAZ (2004): Rentner gut gepflegt.
    Ulla Schmidts neuer Pflege-Entwurf: Rentner bleiben vom Kinderlosenzuschlag befreit. 700 Millionen Euro erhofft,
    in: TAZ v. 01.09.

  • DURAK, Elke (2004): Sager bedauert Entscheidung zur Pflegeversicherung.
    Interview mit der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen,
    in: DeutschlandRadio v. 01.09.

Krista SAGER befürchtet "kulturkampfähnliche Debatten" angesichts der Abgrenzungsprobleme hinsichtlich des Kriteriums "Kinderlosigkeit":

"Durak: Frau Sager, ich hätte noch eine kurze Frage zu einem Detail der Pflegeversicherung, denn eines soll ja ab 2005 kommen, dass Kinderlose einen Zuschlag von 0,25 Prozentpunkten zahlen sollen. Rentner nicht, aber Langzeitarbeitslose schon. Die Union hat einen anderen Vorschlag. Die Union will nicht Kinderlose sozusagen bestrafen, sondern Familien fördern. Ist das nicht viel gerechter, denn es gibt ja so viele Gründe, kinderlos zu sein?
Sager: Mit dieser Abgrenzung der Kinderlosigkeit haben auch wir Probleme. Das haben wir auch der SPD deutlich gesagt, dass wir glauben, dass wir dort in eine Menge von schrägen Gerechtigkeitsdiskussionen, kulturkampfähnlichen Debatten und jeder möglichen Art von Abgrenzungsproblemen hineingeraten werden. Wir müssen aber dieses Urteil umsetzen. Wir wollen als Grüne natürlich auch nicht, dass die Pflegeversicherung im nächsten Jahr nicht mehr weiter funktioniert, weil die Beiträge nicht mehr erhoben werden können. Wenn die Union jetzt sagt, sie will die Kinderlosen entlasten, dann würde ich gerne mal von der Union hören, wo dann das Geld herkommen soll."

     
 
  • FÜLLER, Christian (2004): Die Deutschen sterben aus - und verblöden.
    Die neuen Bundesländer sind zwar ein Paradebeispiel, aber nicht nur der Osten steht bildungspolitisch auf der Kippe. Zwei renommierte Berufsforscher fällen ein pessimistisches Urteil über die gesamtdeutsche Bildungspolitik. Sie produziert viel zu wenig gut Gebildete, und sie ist sozial völlig ungerecht,
    in: TAZ v. 01.09.

Christian FÜLLER berichtet über einen Vortrag der Direktorin des Forschungsinstituts der Bundesagentur für Arbeit, Jutta ALLMENDINGER ("Fräuleinwunder unter den deutschen ProfessorInnen"): "Ihre Botschaft lautet: Die Deutschen werden immer weniger, immer blöder - und immer ungerechter".
     
 
     
 
     
 
  • GESANG, Bernward (2004): Wir werden weniger, und das ist ein Segen.
    Die Weltbevölkerung wächst auch ohne Zutun der Deutschen - eine Patenschaft mit einem Land wie Brasilien könnte beiden Seiten nutzen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 01.09.

Bernward GESANG begrüßt den demografischen Wandel als Chance für eine ökologisch sinnvollere Lebensweise: "Wie schaffen wir Frieden und Wohlstand für immer mehr Menschen auf einem Planeten mit ökologischen Grenzen? Realität ist: Bevölkerungswachstum erfordert ständig wachsende Wirtschaft, die immer größere Umweltlasten produziert. Die Äcker versteppen, die Wasserversorgung wird knapper und irgendwann geht uns das Öl aus. Die Spanne von Armut und Reichtum wird immer größer und der globale soziale Unfrieden wächst. Angesichts dieser Realität ist unser demographischer Wandel erwünscht!"
     
 
     
 
     
 

ELSCHENBROICH, Donata (2004): Gesellschaft aus Großeltern.
Der Erziehungsauftrag der Rentner,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.09.

Donata ELSCHENBROICH fordert angesichts der Alterung der Gesellschaft die neuen Potenziale zu nutzen:

"Wenn man von der demographischen Entwicklung nicht nur Verteilungskämpfe erwarten will, nicht nur die Methusalemisierung der Gesellschaft, muß man nach dem Potential dieser historisch neuen Generationenkonstellation fragen."

Dem Bild der "atomisierten postmodernen Familie" wie es von den Individualisierungstheoretikern um Ulrich BECK beschworen wird, setzt ELSCHENBROICH  die Generationensolidarität entgegen, die z.B. von Hans BERTRAM empirisch nachgewiesen worden ist. 

     
 
     
 
     
 
     
 

WSI-MITTEILUNGEN-Schwerpunkt: Privatisierung - Aktivierung - Eigenverantwortung. Zukunftsperspektiven für die Sozialpolitik?

BÄCKER, Gerhard (2004): Der Ausstieg aus der Sozialversicherung.
Das Beispiel Rentenversicherung,
in: WSI-Mitteilungen Nr.9, September

 
     
 
DAS MAGAZIN-Thema: Mann in Not.
Warum es die Kerle beim ersten Mal vergeigen
  • KUMMER, Dolores (2004): Blues von der verpaßten Gelegenheit.
    Warum beklebt jemand mit einem Bild vom Schokoladenmädchen die halbe Stadt? Er glaubte, daß nur seine Traumfrau diese Liebeserklärung versteht. Neugierig geworden, verabredete sich die Autorin mit Männern, die auf diese Art ihr Glück finden wollen,
    in: Das Magazin, Nr.9 September

Dolores KUMMER schreibt über die uneffektive Methode mit "Wanted"-Anzeigen, "ob selbstverteilt oder im Stadtmagazin veröffentlicht", seine Traumfrau zu suchen:

"Bis auf Martin, die berühmte Ausnahme, haben alle 30 Männer, die für diese Recherche angesprochen wurden, nichts mehr von ihren Traumfrauen gehört".

Der Hamburger Psychologe Oskar HOLZBERG liefert die Theorie zum Dilemma. Demnach führen Leistungs- und Versagensängste der Männer zusammen mit fehlenden Flirt-Ritualen zum ganz normalen Chaos der Liebe...

  • LEHMANN, Andreas (2004): Sei kein Frosch.
    Der Mann von heute sieht sich hohem und wechselndem Anspruchsdenken von Frauen ausgesetzt, dem er nicht mehr gewachsen ist. Deshalb führt er sich manchmal wie eine Kaulquappe. Aber darüber spricht er nicht. Soviel Stolz ist ihm geblieben,
    in: Das Magazin, Nr.9 September

Neue Männer braucht das Land hieß seit Ina DETER das Klagelied (mittlerweile vor allem in der Variante: neue Väter braucht das Land) in Deutschland. Nun hat die "neue Männerbewegung" allen Mut zusammen genommen und stimmt den neuerdings vielstimmigen Chor an: Neue Frauen braucht das Land. Wobei wie bei Andreas LEHMANN oder Rainer PARIS das Idyll der vorfeministischen Zeit beschworen wird. Postfeministinnen wie Wäis KIANA bestärken sie in diesem Vorhaben. LEHMANN zählt gleich alle Schuldigen für die Orientierungslosigkeit der Männer auf:

"Wer ist schuld? Eine Auswahl: Zuallererst die Märchen (an die zuvorderst Mädchen glauben), dann Genderseminare, (...) und schließlich die rasende Verbreitung von Frauenliteratur. (...). Hinzu kommen all die Beziehungsratgeber."

Die Lösung ist dann immer wieder der klassische Macho:

"Männern, geschundene Kreaturen dieser Tage, kann man am Ende nur raten: Zurück zu den männlichen Tugenden!
1. Nicht drüber nachdenken.
2. Alles halb so schlimm.
3. Sei kein Frosch.
4. Bier her, Bier her, oder wir falln um."

Ein wenig kurzsichtig ist diese individualistische Rückkehr zu alten Rollenmodellen schon. Weitsichtiger hat das Ulrich BECK formuliert und kürzlich Matthias HORX in der Welt:

"Die einzige Weise, »Familie« aus ihren modernen Turbulenzen zu entlassen und ihre Evolution zu stoppen, wäre, die Frauen aus der höheren Bildung auszuschließen und den Wohlstand zu revidieren."

Der heroische Neoliberalismus könnte also jene politische Männerbewegung sein, die durch einen Niedriglohnsektor für Frauen und Elitenbildung für Männer erstens Frauen von der höheren Bildung ausschließt und zweitens den Wohlstand geschlechtsspezifisch revidiert. Es könnte ausgerechnet Angela MERKEL sein, die das gewährleistet... 

     
 
  • THIEME, Manuela (2004): Geburtsname: Chef.
    Entscheidet die Herkunft über Karriere und Erfolg? Deutschlands Eliteforscher sagt ja. Bemerkungen zu einigen neuen biographischen Erkundungen auf dem Buchmarkt,
    in: Das Magazin, Nr.9 September

     
 
  • MAKATSCH, Heike (2004): Was fehlt in der Welt.
    Schwierige Fragen der Liebe: Sich trauen? Zusammenziehen? Ein Kind kriegen? Sich über den anderen ärgern? Ihn verlassen? Was fehlt, ist ein zuverlässiger elektronischer Berater,
    in: Neon, Nr.9, September

Lifestyle-Vorbilder, Freunde, Ratgeberliteratur. Alles Quatsch, meint MAKATSCH. Wenns um die Liebe geht, dann hilft nur ein zuverlässiges Orakel:

"Was fehlt, ist ein handlicher Computer, nicht unähnlich einem Palm, der jeden Abend von beiden Partnern mit Informationen zum Stand der Liebe gespeist wird. (...). Durch ein blinkendes Licht wird das Paar darauf aufmerksam gemacht, dass nun Weichen gestellt werden könnten. Fürs Leben. Damit man sich traut. Gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Zusammenzuziehen. Ein Kind zu bekommen. Sich zu trennen. Oder durchzuhalten."

       
   

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Zu den News vom  25. - 31. August  2004

 
 
   
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