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Medienrundschau:
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News vom
01. - 30. September 2006
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TAZ-Brennpunkt: Der Bundestag
beschliesst heute das Elterngeld
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BOZIC, Ivo (2006): No Future!
Das Lebensgefühl Punk bedeutet vor allem die Hingabe an das Heute
und die Verweigerung des großen Lebensentwurfs,
in: Jungle World Nr.39 v. 27.09.
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RECKORDT, Michael (2006): Do it yourself!
Das Lebensgefühl Punk
bedeutet vor allem, eigene Wege zu gehen. Jede Generation hat das
Recht, sich dies zu Eigen zu machen,
in: Jungle World Nr.39 v. 27.09.
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GRABITZ, Ileana (2006): Nimm dir eine Hausfrau.
Darmstädter Forscher übertrumpfen Eva Herman: Sie meinen ermittelt
zu haben, welche Partnerin einen Manager fit für die Firma macht.
Frauen befragten die Wissenschaftler nicht - bis auf eine,
in: Welt v. 25.09.
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HOLLSTEIN, Miriam (2006): Nur im Doppelpack zu haben.
Sie sind alleinerziehend und wollen einen neuen Partner
kennenlernen? Ein aussichtsloses Unterfangen, glauben viele.
Tatsächlich ist es leichter, als man denkt: Es gilt nur, einige Regeln
zu beachten. Hier sind die wichtigsten,
in: Welt am Sonntag v. 24.09.
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GUTSCH, Jochen-Martin (2006): Single.
Einsam, zweisam, dreisam,
in: Berliner Zeitung v. 23.09.
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SE (2006): Adam im Schlepptau,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.09.
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BECK, Ulrich (2006): Die Liebe - Gott der Privatheit.
Über das Ringen um neue Formen des Zusammenlebens von Mann und
Frau,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.09.
- Inhalt:
Ulrich BECKs stark angestaubte Thesen stammen immer
noch
aus dem Jahr 1986, weshalb er selbst im Jahr 2006 noch
konstatiert: "An
die Stelle der Auseinandersetzung um Klassen ist die
Auseinandersetzung um Familie getreten."
Anmerkung:
Im
neuen Doppelheft der Zeitschrift Merkur zum Thema Ein
neues Deutschland? Zur Physiognomie der Berliner Republik
resümiert dagegen der Historiker Paul NOLTE:
"Die
Berliner Republik hat gelernt, sich als eine Klassengesellschaft
selbst zu thematisieren. (...) Das Zeitalter der Euphemismen
ist vorbei; auch die Zeit der Individualisierung und
Privatisierung des eigenen Status. Wer heute seine Kinder auf
bestimmte Schulen schickt oder ein bestimmtes Auto fährt oder sich
durch die Stilisierung des eigenen Körpers definieren will, der
muß damit rechnen, daß dies nicht als persönliche Entscheidung
interpretiert wird, die auch anders hätte fallen können, sondern
geradezu notwendiger Ausdruck einer gesellschaftlichen
Klassenposition."
Mit
NOLTE müsste man also sagen, dass die Bevorzugung eines bestimmten
Familienstils Ausdruck der Zugehörigkeit zu einer Klasse ist,
wobei NOLTE nicht altmarxistisch Einkommensklassen meint, sondern
neokonservativ über "Kulturklassen" spricht.
Eine
der scheinbar großen Merkwürdigkeiten unserer Zeit ist, dass
neuerdings die Konservativen die Klassengesellschaft entdecken,
während die Ex-Linke die bürgerliche Familie und die Religion
entdeckt.
Dies
stellt die 70er Jahre auf den Kopf. Oder anders gesagt: Beide
Parteien fechten weiterhin die Kämpfe der 70er Jahre aus, während
die Welt für die nachfolgenden Generationen eine ganz andere
geworden ist...
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HOLLSTEIN, Walter (2006): Gefangen im Korsett der Männlichkeit.
Über die gleichstellungspolitische Gerechtigkeitslücke zwischen
Frauen und Männern,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.09.
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NIEDENTHAL, Clemens (2006): Die oberen 10.000.
Die Jungen ziehen weg, die Alten sterben aus. Was anderswo
Gemeinden ruiniert und ganze Landstriche entvölkert, kommt dem Örtchen
Wunsiedel sehr gelegen. In Zukunft will das fränkische Kleinstädtchen
am demografischen Wandel genesen, indem es sich ganz auf die
Zuwanderung älterer Menschen einrichtet,
in: TAZ v. 22.09.
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ARNING, Matthias (2006): Überall Nägel.
Schirrmacher mit Hammer,
in: Frankfurter Rundschau v. 21.09.
- Inhalt:
Der Sozialpsychologe Harald WELZER und der Historiker
Wolfgang BENZ halten nichts von SCHIRRMACHERs biopolitischen Thesen
vom Vortrag. Für sie ist die hohe Arbeitslosigkeit und die fehlende
demokratische Tradition entscheidender als die demografischen
Verhältnisse.
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RIECHELMANN, Cord (2006): Die Wissenschaft von außen lesen.
Kritik der Kritik (10): Immer noch können sich Naturwissenschaftler
mit dem schützenden Mythos der Sachlichkeit umgeben. Um sie zu
kritisieren, ist es notwendig, sich in die Produktionsbedingungen
naturwissenschaftlichen Wissens hineinzudenken,
in: TAZ v. 19.09.
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WAY, Ingo (2006): Rolle Rückwärts.
Eva Herman auf intellektuell: Norbert Bolz will zurück zur trauten
Familie. Nur bürgerliche "Helden" könnten die demografische Krise
bewältigen,
in: Tagesspiegel v. 18.09.
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PREISSLER, Brigitte (2006): Demonpion: Houellebecq frisierte seine
Biografie.
Eine unautorisierte Biografie attackiert den französischen
Skandalautor: Der soll sich einen neuen Namen, ein neues Geburtsdatum
und eine neue Familiengeschichte erfunden haben. Die Mutter soll
keineswegs tot sein, wie der Autor behauptete - sie gab dem Biografen
Demonpion an ihrem Wohnort La Réunion sogar ein Interview. Nun schlägt
Houellebecq zurück,
in: Welt v. 15.09.
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TAZ (2006): "Es fördert die Abhängigkeit vom Ehepartner".
Erstmals stellt die deutsche Familienpolitik den Vorrang der
Versorgerehe in Frage, sagt die Juristin Sabine Berghahn. Darum gehört
auch das Ehegattensplitting abgeschafft. Denn damit wird alleine die
Einverdienerehe subventioniert,
in: TAZ v. 13.09.
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STEINFELD, Thomas (2006): Die Vorlautsprecherin.
Ein Produkt der Emanzipation: Eva Herman und ihr Buch "Das
Eva-Prinzip",
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.09.
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KORTMANN, Christian (2006): Die große Baby-Baby-Balla-Balla-Revue.
Die Geburt als Event und die ersten Babymonate als globales
Entertainment: Tom und Katie machen ein großes Geheimnis draus,
Brangelina inszenieren ihr Privatleben wie eine Reality-Soap. Für
Fortpflanzungsgeschichten gibt es in den geburtenschwachen
Gesellschaften ein großes Publikum,
in: TAZ v. 12.09.
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SCHMIDT, Renate (2006): Die Tränen des Muttertiers.
Seit heute liegt Eva Hermans Entwurf der "neuen Weiblichkeit" auch
in Buchform vor: "Das Eva Prinzip". Ex-Familienministerin Renate
Schmidt hat es bereits gelesen - und ist entsetzt über dieses
"Barbiepuppen-Weltbild"
in: TAZ v. 08.09.
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ROEDIG, Andrea (2006): Unheimlich weiblich.
Von Frauen, Männern und anderen Identitäten: Wie der Postfeminismus
neue Bewegung ins Verhältnis der Geschlechter bringt,
in: Tagesspiegel v. 04.09.
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GUTSCH, Jochen-Martin (2006): Single.
Der Sex des Wanderns,
in: Berliner Zeitung v. 02.09.
- Inhalt:
"Landschaft
funktioniert wie Spargel, Oliven, trockener Wein, Rohmilchkäse und
Bitterschokolade. Es sind so P18-Dinge.
Alterssex, wenn man so will.
Was
soll ich sagen? Ich bin jetzt 34 und es geht langsam los. Ich habe
das nicht gewollt, aber ich komme ins Wanderalter. Danach kommt
eigentlich nur noch das Prostata-Alter",
meint GUTSCH
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MÜLLNER, Astrid (2006): Ein Haus für mich allein.
Sind sie Single? Die
Anzahl der Singles steigt, ihre Wohnbedürfnisse ändern sich. Die
Architektur reagiert darauf, das Ergebnis sind Häuser, die sich ganz
auf einen einstellen - aber auch für mehrere adaptiert werden können,
in: Die Presse v. 02.09.
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ZIMMERMANN, Michael (2006): Es liegt nicht an dir.
Identitätsprobleme - und ab auf die Couch? Die Kritische
Psychologie, in Deutschland etabliert durch die Studentenbewegung in
den 70er Jahren, setzt nicht beim Individuum an. Sie sieht den Weg aus
Krisen in der Veränderung der Lebensumstände. Erlebt sie in der
globalisierten Welt eine Renaissance?
in: TAZ v. 01.09.
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BAUREITHEL, Ulrike (2006): Zickenkäse.
Die
Mär vom Putzfrauenhimmel und das Unbehagen am weich gespülten
Feminismus,
in: Freitag Nr.35 v. 01.09.
- Inhalt:
BAUREITHEL über die "Sachbuchschnulze"
Das Eva-Prinzip
von Eva HERMAN:
"Vielleicht
liegt der Fehler an der falschen Ausgangsfrage. Wollten wir den
Männern wirklich nur die Hälfte abjagen beziehungsweise ihnen die
Hälfte aufbürden? Oder war es nicht die Hälfte des
Himmels (wohlgemerkt nicht des Putzfrauenhimmels!)? Der aber
hatte einen weiteren Horizont. (...).
Davon
wollen Eva Herman und auch die meisten, die ihren Schmöker wohlfeil
verreißen, nichts wissen. Wir werden also weiter über das
»Vereinbarkeitsproblem« und den »Preis des Erfolgs« diskutieren, als
würde die Realität nicht vorführen, dass man das Gros der Frauen
(und viele Männer, zugegeben) gar nicht braucht. Die herbe Seite des
»Eva-Prinzips« hat sich hinter unserem Rücken schon längst
durchgesetzt. Und für die meisten ist das kein Füllhorn des Glücks,
daran wird auch eine Nachrichtensprecherin mit garantiertem
Rückkehrrecht nichts ändern."
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- SCHRÖDER, Vera (2006): "Eine schöne
Liebesgeschichte!".
Ehrliche Kontaktanzeigen.
Sonst erzählen Singles an dieser Stelle immer aufrichtig von ihren
Macken . diesmal erzählen sie, was geschah, nachdem ihre "Ehrliche
Kontaktanzeige" in NEON erschien. Einige haben Idioten getroffen.
Andere das Glück gefunden. Keiner hat's bereut,
in: NEON, September
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- KULLMANN, Kerstin & Oliver STOLLE
(2006): Solidarität? Nein, danke!
Die Rentenlüge, die hohe Abgabenlast, der schwierige
Arbeitsmarkt: Immer mehr junge Erwachsene kehren dem Sozialstaat den
Rücken. Sie kündigen den Generationenvertrag und werden sich selbst
der Nächste. Die Solidarität stößt an eine natürliche Grenze: die
ökonomische Vernunft,
in: NEON, September
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- HARTMANN, Kathrin (2006): Zurück auf
Los.
Die Globalisierung mach die Welt gleicher. Was bedeuten heute
Zugehörigkeit und Heimat? Menschen, die an die Orte ihrer Kindheit
zurückgekehrt sind, haben es erfahren,
in: NEON, September
- KLOTZEK, Timm (2006): Berlin, Berlin,
wir fahren nach Berlin!
Nanu, wer schert da aus? Florian Illies, Vorfahrer der Generation
Golf, biegt plötzlich ab in den Feldweg und schreibt eine buchfüllende
Ode auf das Provinzleben seiner Kindheit,
in: NEON, September
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 25. -
31.
August 2006
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