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News vom 01. - 30. September 2006

 
 
     
 
 

Zitat des Monats:

"Wenn ich heute einen Verein gründen wollte, dann als kinderreicher Vater den »Verein der Kinderlosen«, um richtig aufzuräumen mit denen, die unentwegt über Kinderlose herfallen".
(Albrecht Müller  in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28.08.2006)

   
   
 
 
 
 
 
 
 
  • GRABITZ, Ileana (2006): Nimm dir eine Hausfrau.
    Darmstädter Forscher übertrumpfen Eva Herman: Sie meinen ermittelt zu haben, welche Partnerin einen Manager fit für die Firma macht. Frauen befragten die Wissenschaftler nicht - bis auf eine,
    in: Welt v. 25.09.
 
 
  • HOLLSTEIN, Miriam (2006): Nur im Doppelpack zu haben.
    Sie sind alleinerziehend und wollen einen neuen Partner kennenlernen? Ein aussichtsloses Unterfangen, glauben viele. Tatsächlich ist es leichter, als man denkt: Es gilt nur, einige Regeln zu beachten. Hier sind die wichtigsten,
    in: Welt am Sonntag v. 24.09.
 
 
  • GUTSCH, Jochen-Martin (2006): Single.
    Einsam, zweisam, dreisam,
    in: Berliner Zeitung v. 23.09.
 
 
  • NZZ-ZEITFRAGEN

    • SE (2006): Adam im Schlepptau,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.09.
    • BECK, Ulrich (2006): Die Liebe - Gott der Privatheit.
      Über das Ringen um neue Formen des Zusammenlebens von Mann und Frau,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.09.
      • Inhalt:
        Ulrich BECKs stark angestaubte Thesen stammen immer noch aus dem Jahr 1986, weshalb er selbst im Jahr 2006 noch konstatiert: "
        An die Stelle der Auseinandersetzung um Klassen ist die Auseinandersetzung um Familie getreten."
                  
         Anmerkung:
                  
         Im neuen Doppelheft der Zeitschrift Merkur zum Thema Ein neues Deutschland? Zur Physiognomie der Berliner Republik resümiert dagegen der Historiker Paul NOLTE:
                  
         "Die Berliner Republik hat gelernt, sich als eine Klassengesellschaft selbst zu thematisieren. (...) Das Zeitalter der Euphemismen ist vorbei; auch die Zeit der Individualisierung und Privatisierung des eigenen Status. Wer heute seine Kinder auf bestimmte Schulen schickt oder ein bestimmtes Auto fährt oder sich durch die Stilisierung des eigenen Körpers definieren will, der muß damit rechnen, daß dies nicht als persönliche Entscheidung interpretiert wird, die auch anders hätte fallen können, sondern geradezu notwendiger Ausdruck einer gesellschaftlichen Klassenposition."
                  
         Mit NOLTE müsste man also sagen, dass die Bevorzugung eines bestimmten Familienstils Ausdruck der Zugehörigkeit zu einer Klasse ist, wobei NOLTE nicht altmarxistisch Einkommensklassen meint, sondern neokonservativ über "Kulturklassen" spricht.
                  
         Eine der scheinbar großen Merkwürdigkeiten unserer Zeit ist, dass neuerdings die Konservativen die Klassengesellschaft entdecken, während die Ex-Linke die bürgerliche Familie und die Religion entdeckt.
                  
         Dies stellt die 70er Jahre auf den Kopf. Oder anders gesagt: Beide Parteien fechten weiterhin die Kämpfe der 70er Jahre aus, während die Welt für die nachfolgenden Generationen eine ganz andere geworden ist...
    • HOLLSTEIN, Walter (2006): Gefangen im Korsett der Männlichkeit.
      Über die gleichstellungspolitische Gerechtigkeitslücke zwischen Frauen und Männern,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 23.09.
 
  • NIEDENTHAL, Clemens (2006): Die oberen 10.000.
    Die Jungen ziehen weg, die Alten sterben aus. Was anderswo Gemeinden ruiniert und ganze Landstriche entvölkert, kommt dem Örtchen Wunsiedel sehr gelegen. In Zukunft will das fränkische Kleinstädtchen am demografischen Wandel genesen, indem es sich ganz auf die Zuwanderung älterer Menschen einrichtet,
    in: TAZ v. 22.09.
 
 
  • ARNING, Matthias (2006): Überall Nägel.
    Schirrmacher mit Hammer,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.09.
    • Inhalt:
      Der Sozialpsychologe Harald WELZER und der Historiker Wolfgang BENZ halten nichts von SCHIRRMACHERs biopolitischen Thesen vom Vortrag. Für sie ist die hohe Arbeitslosigkeit und die fehlende demokratische Tradition  entscheidender als die demografischen Verhältnisse.
 
 
 
  • RIECHELMANN, Cord (2006): Die Wissenschaft von außen lesen.
    Kritik der Kritik (10): Immer noch können sich Naturwissenschaftler mit dem schützenden Mythos der Sachlichkeit umgeben. Um sie zu kritisieren, ist es notwendig, sich in die Produktionsbedingungen naturwissenschaftlichen Wissens hineinzudenken,
    in: TAZ v. 19.09.
 
  • WAY, Ingo (2006): Rolle Rückwärts.
    Eva Herman auf intellektuell: Norbert Bolz will zurück zur trauten Familie. Nur bürgerliche "Helden" könnten die demografische Krise bewältigen,
    in: Tagesspiegel v. 18.09.
 
 
 
  • TAZ (2006): "Es fördert die Abhängigkeit vom Ehepartner".
    Erstmals stellt die deutsche Familienpolitik den Vorrang der Versorgerehe in Frage, sagt die Juristin Sabine Berghahn. Darum gehört auch das Ehegattensplitting abgeschafft. Denn damit wird alleine die Einverdienerehe subventioniert,
    in: TAZ v. 13.09.
 
  • STEINFELD, Thomas (2006): Die Vorlautsprecherin.
    Ein Produkt der Emanzipation: Eva Herman und ihr Buch "Das Eva-Prinzip",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 13.09.
 
  • KORTMANN, Christian (2006): Die große Baby-Baby-Balla-Balla-Revue.
    Die Geburt als Event und die ersten Babymonate als globales Entertainment: Tom und Katie machen ein großes Geheimnis draus, Brangelina inszenieren ihr Privatleben wie eine Reality-Soap. Für Fortpflanzungsgeschichten gibt es in den geburtenschwachen Gesellschaften ein großes Publikum,
    in: TAZ v. 12.09.
 
 
 
 
  • ROEDIG, Andrea (2006): Unheimlich weiblich.
    Von Frauen, Männern und anderen Identitäten: Wie der Postfeminismus neue Bewegung ins Verhältnis der Geschlechter bringt,
    in: Tagesspiegel v. 04.09.
 
  • GUTSCH, Jochen-Martin (2006): Single.
    Der Sex des Wanderns,
    in: Berliner Zeitung v. 02.09.
    • Inhalt:
      "
      Landschaft funktioniert wie Spargel, Oliven, trockener Wein, Rohmilchkäse und Bitterschokolade. Es sind so P18-Dinge. Alterssex, wenn man so will.
                
       Was soll ich sagen? Ich bin jetzt 34 und es geht langsam los. Ich habe das nicht gewollt, aber ich komme ins Wanderalter. Danach kommt eigentlich nur noch das Prostata-Alter", meint GUTSCH
 
 
 
  • ZIMMERMANN, Michael (2006): Es liegt nicht an dir.
    Identitätsprobleme - und ab auf die Couch? Die Kritische Psychologie, in Deutschland etabliert durch die Studentenbewegung in den 70er Jahren, setzt nicht beim Individuum an. Sie sieht den Weg aus Krisen in der Veränderung der Lebensumstände. Erlebt sie in der globalisierten Welt eine Renaissance?
    in: TAZ v. 01.09.
 
  • BAUREITHEL, Ulrike (2006): Zickenkäse.
    Die Mär vom Putzfrauenhimmel und das Unbehagen am weich gespülten Feminismus, 
    in: Freitag Nr.35 v. 01.09.
    • Inhalt:
      BAUREITHEL über die "Sachbuchschnulze" Das Eva-Prinzip von Eva HERMAN:

                
       "Vielleicht liegt der Fehler an der falschen Ausgangsfrage. Wollten wir den Männern wirklich nur die Hälfte abjagen beziehungsweise ihnen die Hälfte aufbürden? Oder war es nicht die Hälfte des Himmels (wohlgemerkt nicht des Putzfrauenhimmels!)? Der aber hatte einen weiteren Horizont. (...).
                
       Davon wollen Eva Herman und auch die meisten, die ihren Schmöker wohlfeil verreißen, nichts wissen. Wir werden also weiter über das »Vereinbarkeitsproblem« und den »Preis des Erfolgs« diskutieren, als würde die Realität nicht vorführen, dass man das Gros der Frauen (und viele Männer, zugegeben) gar nicht braucht. Die herbe Seite des »Eva-Prinzips« hat sich hinter unserem Rücken schon längst durchgesetzt. Und für die meisten ist das kein Füllhorn des Glücks, daran wird auch eine Nachrichtensprecherin mit garantiertem Rückkehrrecht nichts ändern."
 
  • SCHRÖDER, Vera (2006): "Eine schöne Liebesgeschichte!".
    Ehrliche Kontaktanzeigen. Sonst erzählen Singles an dieser Stelle immer aufrichtig von ihren Macken . diesmal erzählen sie, was geschah, nachdem ihre "Ehrliche Kontaktanzeige" in NEON erschien. Einige haben Idioten getroffen. Andere das Glück gefunden. Keiner hat's bereut,
    in: NEON, September
 
  • KULLMANN, Kerstin & Oliver STOLLE (2006): Solidarität? Nein, danke!
    Die Rentenlüge, die hohe Abgabenlast, der schwierige Arbeitsmarkt: Immer mehr junge Erwachsene kehren dem Sozialstaat den Rücken. Sie kündigen den Generationenvertrag und werden sich selbst der Nächste. Die Solidarität stößt an eine natürliche Grenze: die ökonomische Vernunft, 
    in: NEON, September
 
  • HARTMANN, Kathrin (2006): Zurück auf Los.
    Die Globalisierung mach die Welt gleicher. Was bedeuten heute Zugehörigkeit und Heimat? Menschen, die an die Orte ihrer Kindheit zurückgekehrt sind, haben es erfahren,
    in: NEON, September
  • KLOTZEK, Timm (2006): Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!
    Nanu, wer schert da aus? Florian Illies, Vorfahrer der Generation Golf, biegt plötzlich ab in den Feldweg und schreibt eine buchfüllende Ode auf das Provinzleben seiner Kindheit,
    in: NEON, September
   

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