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Medienrundschau:
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News vom
16.-30. April 2002
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Zitat
des Monats:
"Die
wachsende Überalterung des deutschen Volkes
steigt andauernd (...). Heute stehen 67 Prozent
der Bevölkerung im produktiven Alter (...).
Diese Zusammensetzung der Bevölkerung ändert
sich stetig zuungunsten des Prozentsatzes der im
produktiven Alter Stehenden, weil die
Langlebigkeit wächst und die Geburtenzahl
abnimmt."
(Konrad Adenauer
in seiner Regierungserklärung vom 20.10.1953,
zitiert nach Spiegel vom 15.09.1954, S.10) |
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-
KIONTKE,
Jürgen (2002): Sexlos im Frühling.
Einem
Heer unzufriedener Singles steht eine Masse
offener Partnerstellen gegenüber. Brauchen wir
das Sexministerium und die
Beziehungsbeschaffungsmaßnahme?,
in: Jungle World Nr.19 v. 30.04.
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- MT/LKP
(2002): Walpurgisnacht auf Westfälisch.
Alte Rügebräuche trafen
alte Junggesellen und kinderlose Ehepaare,
in: Mindener Tageblatt v.
30.04.
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- FRÖMEL,
Susanne (2002): Gebärmaschine auf Sendung.
Wie
ein christlicher Radiosender seine Hörer zur
Zeugung drängt
in: Süddeutsche Zeitung v.
29.04.
- Kommentar:
Berlin stirbt aus! Einzig
Radio
Paradiso leistet
mit der Aktion "1000 Babies für
Berlin" Widerstand.
Im Tenor einer
Antiraucherkampagne heißt es dort:
Kinderlosigkeit schadet ihrer Gesundheit:
"Dauerhafte
Kinderlosigkeit, das haben Studien
herausgefunden, kann zu schweren
psychischen Störungen führen:
Aggression, Depression, Fresssucht,
Trägheit."
Bereits
Michel
HOUELLEBECQ hat
kinderlose Frauen massenhaft sterben
lassen. Glücklicherweise nur in Romanen.
FRÖMEL
stellt zwar die Methode in Frage, aber
auch sie sorgt sich um Berlin:
"Dem kürzlich erschienenen
Familienbericht zufolge hat die deutsche
Hauptstadt tatsächlich Nachwuchssorgen.
Nur noch in jedem fünften Haushalt gibt
es Kinder, Tendenz: leider sinkend."
Verschwiegen wird jedoch, dass der
"Speckgürtel" rund um Berlin
kinderboomt! In Städten dominieren immer
noch die 3As Ausländer, Arme und Alte,
während die Yuppie-Eltern bisher in die
suburbanen Reihenhaussiedlungen
ausgewandert sind.
Dies
ändert sich jedoch! Köln und
Frankfurt haben die
Trendwende bereits geschafft.
Family
Gentrifier sind die Pioniere der
Generation Golf.
Nachdenklicher
sollte der Bericht in der gleichen
Ausgabe stimmen, denn der
familienrhetorische Zusammenhang zwischen
Kinderlosigkeit und Sportwagenbesitz
scheint für Berlin außer Kraft gesetzt:
"Während im
katholischen München auf 100 000
Einwohner 366 Porsche kommen, sind es im
protestantischen Berlin nur 92",
vermeldet Oliver GEHRS, der
"Dem Sozialneid
auf der Spur" ist:
"Auch
der weniger radikale Rest der
Bevölkerung sieht einen Porsche am
liebsten als Schrotthaufen. Als ein
Radiosender einen nagelneuen 911er für
80000 Euro an einem Kran über den
Potsdamer Platz schweben ließ, entschied
sich ein Großteil der Hörer, den Wagen
lieber fallen zu lassen als ihn zu
verlosen."
Da kann man
nur sagen: nicht verzagen und den
Berlin-erfahrenen
Ulf
POSCHARDT fragen,
denn der hat gerade den ultimativen,
existenzialistischen Überlebensratgeber
"Über
Sportwagen" verfasst.
"Im
Rückspiegel sieht man Menschen, die
ostentativ weggucken oder mit dem
Mittelfinger hinterher winken."
Diesen Satz würde POSCHARDT nie
schreiben, denn Sportwagenfahrer schauen
NIE zurück, sondern immer nur nach
VORNE. Man ist eben entweder nur
Vordenker oder Nachdenker. Wer beides
versucht, der kommt nicht zum
Schreiben...
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- CHRISTOPH,
Albrecht (2002): Vom seligen Nutzen der Sklaven.
Philosophie der Hausarbeit,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 29.04.
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- PROFIL-Coverstory:
BUCHACHER,
Robert & Silvia JIRSA (2002): Der Weg in die
Welt.
In
Österreich werden wieder mehr Kinder geboren -
Anzeichen für eine Trendwende? Da aber die
meisten Frauen nur ein Kind zur Welt bringen,
bekommt die Geburt einen neuen Stellenwert. Die
Medizin zieht sich zugunsten von Intuition und
Emotion zurück, ist aber da, wenn sie gebraucht
wird,
in: Profil Nr.18 v. 29.04.
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- WOLL, Stefan (2002): Kein
Meerblick für Singles.
Frust
adé: Alleinreisende zeigen neues
Selbstbewusstsein,
in: Tagesspiegel v. 28.04.
- Kommentar:
"Sie sind
überwiegend weiblich, zwischen 25 und 70
Jahren alt und ebenso unternehmungslustig
wie entspannungsfreudig; sie gelten in
aller Regel als solvent, bildungshungrig
und ausgesprochen individualistisch; sie
sind Gegenstand philosophischer
Bekümmernis (zum Beispiel Seneca) oder
literarischer Fürsorge (Djuna Barnes,
Bodo
Kirchhoff und viele
andere mehr) und in der statistischen
Gegenwart, zumindest hierzulande, sind
sie eine zunehmende Größe - eine
Zielgruppe, die, so möchte man vermuten,
für jeden Reiseveranstalter interessant
ist. Doch das merkantile Interesse an
Alleinreisenden stagniert auf
Anbieterseite auf niedrigem Niveau, nur
wenige Veranstalter haben sich ganz oder
teilweise auf diese Klientel
spezialisiert",
beschreibt WOLL das
Zielgruppenideal "Yuppie" und
ein angeblich fehlendes Angebot. Es
mangelt eher an Angeboten für Singles
mit geringem Einkommen.
Das Problem
ist jedoch, dass die Statistik keine
"Yuppies" ausweist,
sondern Einpersonenhaushalte. WOLL weiß
zwar auch, dass
Alleinreisende und
Alleinlebende nicht identisch sind, aber
begriffen hat er dies nicht - und da
steht er nicht alleine unter
seinesgleichen.
Paradiesische
Zustände versprechen die
"Forschungsgemeinschaft
Urlaub und Reisen" sowie die
Zeitschrift
"Geldidee" der
Tourismusbranche:
"Bis
zum Jahr 2010 wird die Zahl der
Urlaubsreisen, die Bundesbürger ohne
Begleitung antreten, gemäß einer
Trendstudie der Forschungsgemeinschaft
Urlaub und Reisen um etwa 1,5 auf dann
nahezu neun Millionen wachsen - ein
Anteil von elf Prozent an
prognostizierten 80 Millionen
Urlaubsreisen insgesamt. Schon jetzt,
schätzt die Zeitschrift 'Geldidee',
bringen es die deutschen Reisesolisten
auf etwa 27 Prozent aller Ausgaben im
heimischen Reisemarkt. Außerdem geben
sie mit durchschnittlich 1000 Euro je
Reise erheblich mehr aus als Otto
Normalurlauber."
Für
Alleinreisende wertvoll ist eher der
Adressenanhang, in dem auf den
"Freundeskreis Alleinreisender
e.V." und den
"Bundesverband
Alleinreisender e.V."
hingewiesen wird. Sowie eine Broschüre
mit Single-Reiseveranstaltern:
"Nicht
weniger als 145 Anbieter von Singlereisen
finden sich in einer Liste, die der Deutsche
Reisebüro und Reiseveranstalter Verband
(DRV) zusammengestellt
hat, darunter renommierte wie Wikinger
Reisen, Studien-Kontakt-Reisen
(SKR) oder auch Studiosus
Reisen, die seit vier
Jahren eigens einen Spezialkatalog für
Singles und Alleinreisende ("me
& more") herausbringen."
Im
März-April-Heft der Zeitschrift EMMA
bedient Chantal LOUIS Frauen, die am
männerfreien Alleinreisen interessiert
sind, mit dem Artikel "Alleine
reisen. Wo. Wie".
Carola
KLEINSCHMIDT geht in ihrem informativen
Artikel "Egotrip"
(LebensmittelZeitung
Spezial, Themenheft "Single"
Nr.3/2001) auch auf
die Probleme der Zielgruppenansprache
ein.
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- WAGNER,
Franz Josef (2002): Kein Fänger im Roggen in
Erfurt,
in:
Welt am Sonntag v. 28.04.
- Inhalt:
"Ich floh zu
J. D.
Salingers »Fänger im
Roggen«, im
Prinzip die Bibel, das Handbuch
(Kultbuch) für durchgefallene
Schüler", bekennt WAGNER und fügt
hinzu:
"Auf
der Suche nach einem Menschen, der ihn
versteht, findet Holden seine kleine
Schwester Phoebe. Ihr sagt er, was er
ohne Abitur und ohne Anerkennung werden
möchte. Er möchte der Fänger im Roggen
sein. Holden wörtlich: »Wenn einer
einen anderen fängt, der durch den
Roggen läuft!« Das ist so
herzergreifend. Ein verlorener Junge will
verlorene Jungen retten."
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- EHLERS,
Margrit (2002): Immer weniger Jungen.
Seit
50 Jahren verschiebt sich die Geburtenrate zu
Gunsten der Mädchen,
in: Welt am Sonntag v.
28.04.
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SZ-Thema
Familie
- STRAUSS,
Hagen (2002): Plötzlich haben alle für
Familien Geld.
Bundesparteien
haben Paare mit Kindern als wichtige
Wählergruppe entdeckt - Versprechungen
würden Milliarden kosten
in: Saarbrücker
Zeitung v. 27.04.
- BENGESER,
Anselm (2002): Geld macht keine Kinder,
in: Saarbrücker Zeitung v. 27.04.
-
SAARBRÜCKER
ZEITUNG (2002): "Die Wertschätzung
der Familie ist unverändert hoch."
Die
Parteien entdecken die Familie wieder -
Familienforscher Vaskovics erklärt,
warum dieser Fokus absolut notwendig ist,
in: Saarbrücker
Zeitung v. 27.04.
- FUNK,
Anne (2002): Wenn Narziss den goldenen
Mittelweg sucht.
"Post-Single-Gesellschaft"
entdeckt das Familiäre - Bei der Jugend
eher serielle Monogamie als langfristige
Beziehungen,
in: Saarbrücker
Zeitung v. 27.04.
- Kommentar:
"Der
Single - die Kultfigur der
vielbeschriebenen
Spaßgesellschaft, so scheint es,
hat als Generations-Ikone
ausgedient. Vorbei die Zeiten, da
Familie als spießig galt? Und
nun: Renaissance der Familie -
kehrt der bourgeoise Nesthocker
zurück?", fragt FUNK.
Die
Spassgesellschaft
ist eine Zuschreibung der
Kulturpessimisten und keine
Selbstbeschreibung von Singles!
Dies könnte sich jedoch ändern.
Und
Singles werden erst jetzt als
Teil einer
"Single-Generation"
wahrgenommen, wenn zukünftig
verstärkt die symbolischen
Abgrenzungskämpfe stattfinden
werden.
Auch
der "bourgeoise
Nesthocker" wäre kein neues
Phänomen, sondern wurde bisher
nur nicht von den Medien
entdeckt!
Dies ändert
sich jedoch momentan,
denn offenbar besteht in der
Mediengesellschaft ein Bedürfnis
nach Abwechslung - ganz
unabhängig von den
tatsächlichen gesellschaftlichen
Lebensverhältnissen.
"In
seinem Buch Die
Tyrannei der Lust
überhöht der französische
Autor Guillebaud gar den neuen
Familienmenschen als letzte
Bastion gegen die
Bindungslosigkeit des
Neoliberalismus",
schreibt
FUNK.
Bei
single-generation.de konnte man das
schon am 07.04.2002 im THEMA DES
MONATS lesen!
Den
Mythos Single hat der Soziologe
Günter
BURKART
bereits 1992 - als die Medien
gerade die Single-Gesellschaft
entdeckt haben wollten - als das
Ergebnis statistischer
Fehlinterpretation aufgedeckt.
Bereits damals war die so genannte
serielle
Monogamie
keine Neuigkeit, sondern längst
Normalfall.
- BERNARDING,
Bernard (2002): Belohnung für
Kinderlose?
SPD schielt auf das
Ehegatten-Splitting - Union ist
alarmiert,
in: Saarbrücker
Zeitung v. 27.04.
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- GESTERKAMP,
Thomas (2002): Ab in die Mutti-Ecke!
Was
ist die Familie wert? (5) Viel, sagen die
Parteien derzeit und versprechen mehr Kindergeld.
Doch viel wichtiger ist etwas anderes: mehr
elternfreundliche Jobs,
in: TAZ v. 27.04.
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- WINKELMANN,
Ulrike (2002): Böse Menschen haben keine
Glasreiniger.
Der
Akt des Putzens ist viel mehr als bloß Mittel
zum Zweck, er zeugt von einer außerordentlichen
Liebe zu den Dingen
in: TAZ v. 27.04.
- Inhalt:
Ulrike WINKELMANN plädiert
fürs Selberputzen als
Distinktionsmerkmal:
"Ich
schlage vor, eine Interessengemeinschaft
zur Würdigung des Putzens zu gründen.
Gab es nicht letztes Jahr diese
Riesenkampagne zum Ehrenamt?
Wenn Rita Süssmuth oder Heiner Geißler
(oder wer hat da nicht noch alles
Ehrenerklärungen fürs Ehrenamt
abgegeben?) sich jetzt hinstellten und
sagten: Ohne Putzen wäre weniger Liebe
in der Welt, dann würden sie zeigen, wie
ernst sie es meinen. Was für eine
schöne Aktion im familienzentrierten
Wahlkampf! Man könnte der SPD-Kampa
anbieten, ein kleines Konzept zu
schreiben, wie man Putzen als
sozialdemokratisches
Alleinstellungsmerkmal verkauft. 'Putzen
wie bei Muttern - nur mit der SPD.'"
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- FRANKFURTER
RUNDSCHAU (2002): Auf eine alternde Gesellschaft
einstellen.
Die Enquete-Kommission
"Demographischer Wandel" benennt
arbeitsmarkt- und sozialpolitische
Zukunftsaufgaben,
in: Frankfurter Rundschau
v. 27.04.
- Kommentar:
Die
FR dokumentiert den Schlussbericht der
Enquete-Kommission "Demographischer
Wandel" in Auszügen. Den Lesern
wird jedoch eine falsche Internetadresse
zum Abruf des 304seitigen Bericht
genannt.
- Schlussbericht:
Enquete-Kommission
"Demographischer Wandel -
Herausforderungen unserer älter
werdenden Gesellschaft an den
Einzelnen und die Politik"
(Bundestags-Drucksache 14/8800
vom 28.03.2002, als PDF-Dokument mit
ca. 2MB abrufbar)
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- EMUNDTS,
Corinna (2002): "Das Ehegatten-Splitting ist
vermintes Gelände".
Der frühere CDU-Vordenker
Warnfried Dettling über Familienpolitik als
Wahlkampfthema / FR-Interview,
in: Frankfurter Rundschau
v. 27.04.
- Kommentar:
"Der
Zusammenhang zwischen Ehe und Familie hat
sich aufgelöst," das behaupten
Familienrhetoriker wohl seit Anbeginn der
Familienpolitik! So auch
Warnfried DETTLING.
Auch der
erste deutsche Familienpolitiker der
Nachkriegszeit Franz-Josef WUERMELING hat
dies bereits so gesehen. In einer
Titelgeschichte des SPIEGEL vom
15.09.1954 wird die Kinderarmut der
Westdeutschen mittels Grafik
verdeutlicht. Bereits damals waren 20 %
der Westdeutschen kinderlos verheiratet!
Der Trick
bei solchen statistischen Darstellungen:
die Dimension des Lebenslaufs wird
ausgeblendet! Die Behauptung lautet: Es
gibt immer mehr kinderlose Ehen. Dies
könnte aber genauso gut ein
statistisches Artefakt sein, denn wenn es
stimmt, dass sich das Erstgebäralter
erhöht, dann heißt dies zu allererst nur,
dass Ehen länger kinderlos sind und sich
die Familienphase innerhalb der Ehedauer
verringert hat.
Aber auch
die Veränderungen der Wohnverhältnisse
haben einen Einfluss auf die statistische
Dauer der Kinderlosigkeit. Können Kinder
heutzutage aufgrund Gesetzesänderungen
(z.B. Wegfall des Kuppeleiparagrafen) und
vorhandenem Wohnraum früher einen
eigenen Haushalt gründen, so waren sie
in den 50er Jahren oftmals bis zur Ehe
auf das Elternhaus verwiesen. Dadurch gab
es damals mehr
"Pseudo-Familien", die unter
heutigen Bedingungen kinderlose Ehen
wären.
Darauf
verweist auch DETTLING bezüglich der
geplanten Abschaffung des
Ehegatten-Splittings, wenn er sagt:
"Viele rechnen mit dem Splitting,
auch wenn die Kinder längst aus dem Haus
sind."
Offensichtlich klaffen
politischer
Familien(haushalts)begriff
und der
Familienbegriff der Bürger auseinander!
Zum
Abschluss prognostiziert DETTLING ein
düsteres Bild für traditionelle
Männer:
"Immer weniger Männer bringen
Familieneinkommen verlässlich nach
Hause. Die Frauen holen die Männer an
Bildung ein oder übertreffen sie. Sie
werden mehr verdienen und bessere
Positionen haben."
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- DIEDERICHSEN,
Diedrich (2002): Ohne Fallhöhe.
Vernutzt sind nicht die
Gegenstände, sondern das Prinzip: Subkulturen
zwischen Ästhetik und Politik,
in: Frankfurter Rundschau
v. 27.04.
- Kommentar:
Am
15. April meldete die TAZ, dass
DIEDERICHSEN in den
Fachbeirat der Bundeskulturstiftung
berufen worden ist.
Im FR-Essay
behandelt der Pop-Papst nun, welchen
Stellenwert er den einzelnen
popkulturellen Szenen einräumen möchte.
Dazu erklärt er zuerst einmal die
Debatte um die Popkultur für beendet:
"Das Wort
'Spaßgesellschaft' und letztes Jahr
dessen vermeintliches Ende
entlasteten den Pop-Begriff. Dann sackte
das Thema in sich zusammen: Seine
Unterdebatten wie
Pop-Literatur,
Pop-Theater, Pop-Art ächzten noch einmal
unter dem Stapel von
Zeitungsausschnitten, dann gaben sie den
Plastiklöffel ab."
Danach tut
er jedoch alles, um die Popkultur-Debatte
neu zu entfachen, indem er seine Position
in der angeblich beendeten Debatte
vorstellt. Es soll fortan nicht mehr um
den Gegensatz von Hoch- und Massenkultur
gehen, sondern um die pluralen
"Elitenkulturen" innerhalb der
Massenkultur, die er als
"Nichthochundauchnichtmassenkulturell"
bezeichnet!
DIEDERICHSEN
formuliert dies im elaborierten Code der
Verfechter einer "neuen
Hochkultur", an die sich sein
Vortrag wohl in erster Linie richten
soll. Aus der Perspektive einer
Bundeskulturstiftung macht der Text Sinn.
Es geht um
die Anschlussfähigkeit der - in Form von
Gemeinden organisierten - Popkultur an
eine zentralistische Pop-Politik, die
DIEDERICHSEN in der gegenwärtigen
Organisationsform der abgeschotteten
Szenen nicht als gegeben sieht, denn
diese "neuen nichtelitären Eliten
der Subkulturen" gebärden sich wie
die alten Eliten, nur dass sich ihr
Einfluss nicht über die gesamte
Massenkultur erstreckt, sondern auf
massenkulturelle Teilkulturen beschränkt
bleibt.
Der
englische Soziologe Nicolas ROSE hat die
Problemstellung von DIEDERICHSEN als
"Regieren durch Community"
beschrieben. Nur ging es ihm nicht um
Pop-Politik, sondern um Sozialpolitik.
Aber vielleicht ist Pop-Politik nur eine
neue Form der Sozialpolitik...
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- STILLHART,
Sibylle (2002): Ins Netz gegangen.
Viele
träumen davon, im Chat die grosse Liebe zu
finden auch Männer und Frauen, die
bereits glücklich verheiratet sind,
in: Weltwoche Nr.17 v.
26.04.
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- PICK, Heide
(2002): Auch im Alter gemeinsam mit anderen
leben.
Neue
Wohnmodelle in Mössingen: »Initiative 50 plus«
könnte bereits im Herbst mit Bau beginnen -
Verhandlungen laufen noch
in: Reutlinger
General-Anzeiger v. 26.04.
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- BÖKER,
Carmen (2002): Schwitzen für den Aufstieg,
in: Berliner Zeitung v. 25.04.
- Inhalt:
BÖKER mokiert sich
über die Fit-for-Fun Karrierefrauen der
Generation
Ally
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- BROCAN,
Jürgen (2002): Die kleinen Ironien des Lebens.
John Bayley schreibt über
sein Witwertum,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 24.04.
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- ORF
(2002): Als Paar - auf Bewährung.
Die
Suche nach dem Partner bleibt bestimmend, gibt
sich ein deutscher Soziologe überzeugt,
in: ORF v. 23.04.
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- MENDELSOHN,
Tina (2002): Allein unter Frauen.
Wie
glücklich kann ein weiblicher Single sein?
in: Kulturzeit.
Sendungsreihe 3SAT v. 23.04.
- Kommentar:
Singlefrauen müssen
leiden! Sie sind einsam und das soll ein
neues Phänomen sein. Dies ist nicht sehr
originell, denn das
Stereotyp der
"alten Jungfer" hat dies schon
immer behauptet. Neu ist nur, dass
Singlefrauen dies wieder zugeschrieben
werden soll. Weder sind Singles mit
Partnerlosen identisch, noch ist
Einsamkeit ein
generelles Problem von Singles.
Die
Soziologin Frigga HAUG stilisiert - wie
der Franzose
Jean-Claude
GUILLEBAUD - den
Familienmenschen zum Widerstandskämpfer
gegen die Marktgesellschaft.
Andererseits
wird jedoch deutlich, dass der Familie in
der neoliberalen Gesellschaft zunehmend
die Funktion zugewiesen wird, den
Sozialstaat zu
ersetzen. Familie ist nicht "der
einzige Ort in der Gesellschaft, wo nicht
nach Kosten-Nutzen gerechnet wird"
wie HAUG dies linksromantisch verklärt,
sondern Familie im Sinne eines
neoliberalen Leistungsträgers muss
ökonomisiert werden, um effektiver zu
werden. Hierzu gehören staatliche
Programme, die unvollständige - und
damit leistungsunfähige - Familien (z.B.
Alleinerziehende und Patchworkfamilien)
bekämpfen. Die
USA und
Großbritannien zeigen hier den Weg.
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- SACK, Detlef
(2002): Machtverlust durch Wahlenthaltung?
Warum die rot-grüne Koalition
sehr anfällig dafür ist, bei der Bundestagswahl
im September durch Stimmen-Entzug abgestraft zu
werden
in: Frankfurter Rundschau
v. 23.04.
- Kommentar:
Der
Sozialwissenschaftler Detlef SACK
analysiert die Motive und Interessen der
potentiellen Nichtwähler im Lager von
Rot-Grün.
Die Analyse
fällt im Bereich Sozial- bzw.
Familienpolitik recht mager aus und
lässt keinerlei Rückschlüsse über die
Größenverhältnisse der jeweiligen
Gruppierungen zu. So heißt
es z.B. lapidar:
"Die politisch-kulturelle
Heterogenität des Wählerpotenzials der
SPD ist von (...) spezifischen
Konfliktlinien durchzogen. So ist (...)
die Bedeutung von Sozialleistungen und
Chancengleichheit in den
unterschiedlichen Lagern umstritten:
Einem Politikmodell der Ausweitung bzw.
Rettung sozialstaatlicher Regulierungen
und Leistung stehen zwei andere
Einstellungsmuster gegenüber. In den
aufstiegsorientierten
bildungsbürgerlichen Milieus gibt es die
Tendenz, der alten sozialen Frage keine
Bedeutung mehr beizumessen. Und in
kleinbürgerlichen Haushalten verbindet
sich das private Ethos der Sparsamkeit
mit der wahrgenommenen Notwendigkeit, den
Staats(haushalt) durch
leistungseinschränkende Sparmaßnahmen
zu konsolidieren."
Im Grunde
läuft die Analyse darauf hinaus, dass
Rot-Grün der zunehmende
Interessengegensatz zwischen
Modernisierungsgewinnern und -verlierern
bei der Bundestagswahl 2002 zum
Verhängnis werden könnte.
Die
Zuspitzung des Wahlkampfes auf die
Familienpolitik erwähnt SACK leider mit
keinem Wort. Die Analyse legt jedoch
nahe, dass mit dem Thema Familienpolitik
die unüberbrückbare Kluft zwischen den
beiden Gruppen der
Modernisierungsbetroffenen überspielt
werden soll, denn die Mehrheit der
potentiellen Nichtwähler beider Parteien
befindet sich entweder vor der
Familiengründung oder bereits mitten in
der Familienphase.
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FOCUS-Titelgeschichte:
Singlebörse Internet.
Erlebnisberichte aus dem Cyberspace |
- HANNEMANN,
Ulf & Christine KOLLER (2002): Er
sucht/Sie sucht Liebe + Sex.
Ob Partnersuche,
Flirt oder flüchtiges Abenteuer im
Balzrevier Cyberspace treffen sich Tag
und Nacht Tausende paarungswillige
Surfer,
in: Focus Nr.17 v.
22.04.
- Kommentar:
Der
Focus
hat eine Umfrage in Auftrag
gegeben. Danach ist die
beliebteste Kontaktbörse die
private Party. Danach folgt der
Arbeitsplatz und das Internet,
vor den traditionellen Orten
Disco,
Kneipe
und Gaststätten. Die
Single-Party
als Erfindung der 80er Jahre
kommt weit vor den unbeliebten
Kontaktanzeigen
und den Partnervermittlungen.
In
der Titelgeschichte wird die
Kontaktbörse Internet nach
kostenlosen (u.a.
Online-Auftritte der
Frauenzeitschrift Amica oder der
Fernsehsender RTL und SAT1) und
kostenpflichtigen Angeboten
unterteilt. Letztere sollen
schneller zum Ziel führen. Auch
der Focus bietet mit seinem
Online-Auftritt eine
kostenpflichtige Kontaktbörse
an.
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- DDP (2002):
40 Mieterinnen - und kein einziger Mann.
Beginenwerk plant
Wohnprojekt für Frauen,
in: Berliner Zeitung v.
22.04.
- Kommentar:
Um das Bremer
Projekt "Beginenhof", das mit
Finanzierungsproblemen zu kämpfen hat,
ist es still geworden. Nun geht der
Kreuzberger Verein www.beginenwerk.de an die
Öffentlichkeit...
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- FAHRENHOLZ,
Peter & Karin BÜHLER (2002): "Wir
brauchen familiengerechte Jobs".
Renate Schmidt und Christa
Stewens streiten über Kindergeld, Krippen und
die Ganztagsschule,
in: Süddeutsche Zeitung v.
20.04.
- Kommentar:
Wenn sich zwei
Familienpolitiker verschiedener Parteien
über den Ausbaustand der Infrastruktur
für Kinderbetreuung in Bayern streiten,
dann liest sich das so:
"Stewens: Wir sind nicht
Schlusslicht in der Kinderbetreuung.
Schmidt: Wir sind es wohl.
Stewens: Nein, sind wir nicht...
Schmidt: ...doch, sind wir."
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- SCHIRGE,
Eva-Maria (2002): Ungeteilte Einsicht: Der Tisch
ist Gesetz.
Die
Studentenzeit liegt hinter ihnen, trotzdem ziehen
sechs Bonner Singles das Leben in einer WG dem
Dasein im super gepflegten Eigenheim vor,
in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 20.04.
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- EEKHOFF,
Johann & Barbara HENMAN (2002): Einige
Grundregeln für die staatliche Familienpolitik
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.04.
- Kommentar:
Bevor sich jemand
Gedanken über die konkrete Ausgestaltung
von Familienpolitik machen dürfte, wäre
es angebracht zu allererst den
Begriff
"Kinderloser" zu
definieren. Schnell wäre dann erkennbar,
ob die vorgeschlagenen Prinzipien auch
praktisch umsetzbar sind. Die Autoren
versäumen dies, obwohl sie den Begriff
"Kinderloser" gerne gebrauchen,
wenn sie populistische Maßnahmen
vorschlagen.
Den Autoren
wäre der
Beitrag
Lebensweisen
und staatliche Rahmenbedingungen.
Probleme und Lösungsansätze anhand
ausgewählter Beispiele
(1994) von Susanne BUSCH & Klaus
DEIMER zu empfehlen. Diese haben dort
für den "simplen Bereich"
Krankenversicherung versucht Kinderlose
und Kinderhabende zu differenzieren, um
die Folgen von Lebensformen für
Sicherungssysteme zu analysieren.
Die Autoren
haben bereits damals den Ansatz von
EEKHOFF & HENMAN für die Renten-
bzw. Pflegeversicherung antizipiert:
"Als 'Schuldige' an den zukünftigen
Finanzierungsproblemen werden weder die
Rentner noch die (geborenen und
ungeborenen) Kinder identifiziert,
sondern die heutige 'Eltern-' bzw.
Beitragszahler-Generation, die nur einen
Teil des Generationenvertrages (die
Beitragszahlung) erfüllt, den anderen,
nämlich die zukünftigen Beitragszahler
zu gebären und aufzuziehen, jedoch
nicht."
Die Autoren
kritisieren diesen
bevölkerungspolitischen Ansatz aufgrund
folgender Probleme:
"a)
Zum einen kann es - von
Durchsetzungsschwierigkeiten abgesehen -
schlicht zu erheblichen praktischen
Problemen kommen. Um nur einige Beispiele
zu nennen: Wie werden Singlezeiten mit
Kinderzeiten verrechnet? Wer hat beim
geschiedenen 1 Kind-Ehepaar 'seine Norm'
erfüllt? Kann man unfreiwillig
Kinderlose bestrafen (oder zur Adoption
zwingen)? Die Anrechnung von Zeiten aus
zwei Versicherungssystemen wird zu mehr
Bürokratie, umständlicheren Verfahren
und wohl auch zu versicherungstechnischen
und -rechtlichen Problemen führen.
b) Es
werden ferner soziale Probleme
auftauchen. Wir haben an unserem
Single-Baum versucht zu demonstrieren,
daß Single eben nicht gleich Single ist.
Ein pointiertes Beispiel in Anlehnung an
ein bekanntes Nachrichtenmagazin: Die
ledige Verkäuferin mit DM 1500,-
Bruttoeinkommen im Monat muß z.B. einen
Eigenanteil in der RV von 12 %
finanzieren, der gut verdienende
zweifache Familienvater (z.B. DM 10000,-
pro Monat) liegt bei z.B. 9 % (bis zur
Beitragsbemessungsgrenze)(...).
c)
Vorschläge wie die skizzierten haben
einen sehr stark bevölkerungspolitischen
Einschlag. Die Funktionsweise eines
Sicherungssystems aufrecht zu erhalten,
ist jedoch nur die eine Seite; darauf zu
hoffen, daß aufgrund der auftretenden
stärkeren monetären Belastungen für
Kinderlose mehr Kinder geboren werden,
dürfte allerdings vermessen sein. Die
Entscheidung für oder gegen ein
Familiendasein mit Kindern oder aber ein
Kinderloses bzw. Single-Dasein hängt
weitgehend von ganz anderen Faktoren als
monetären Anreizen oder 'Strafen'
ab."
Während
also die FAZ-Autoren Kinderlose
offensichtlich mit "lebenslang
Kinderlosen" gleichsetzen, weisen
BUSCH & DEIMER darauf hin, dass die
Mehrzahl der angeblich lebenslang
Kinderlosen nur Teilzeit- bzw.
phasenweise Kinderlose sind. Die sich
daraus ergebenden Probleme blenden die
FAZ-Autoren nur allzu gerne aus.
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- KEGEL, Sandra
(2002): Ach, Ally.
Das Leben war ihr schwerster
Fall: "Ally McBeal" tritt ab,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 19.04.
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- JFR
(2002): Single-Haushalte drängen nach Köln.
Einzige
Großstadt in Deutschland ohne
Bevölkerungsverluste. Auch bei Bürovermietungen
vorn,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 19.04.
- Kommentar:
Mit 48 %
Einpersonenhaushalte liegt Köln laut
Focus v. 25.03.2002 auf Platz 4 der Top-Ten Single-Städte. Durch die
ICE-Anbindung ab August könnte Köln -
wie schon Fulda - zum "Vorort"
von Frankfurt werden. Auch Brüssel und
Paris rücken näher. Es sind also
weniger Singles, sondern Yuppies bzw.
DINKS sowie
Wochenendfamilienväter, die
angelockt werden.
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- DT (2002):
Krippen-Katastrophe,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.04.
- Kommentar:
"Der Wunsch,
die Kinder beim Staat abgeben zu können,
wäre weit weniger ausgeprägt, wenn die
Gesellschaft der Familienarbeit die
Achtung und Anerkennung entgegenbrächte,
die ihr gebührt"
wettert DT und
sieht Deutschland angesichts der
Krippenoffensive bereits auf dem Weg zur
Atomisierung. Die Unterschiede zu Christa
MEVES im Rheinischen Merkur bestehen
nur im fehlenden Verweis auf das
christliche Menschenbild.
- CARSTENS,
Peter (2002): Mit Verbesserungen für die Kleinen
die Stimmen der Gesellschaft gewinnen.
Die Politiker haben wieder
einmal die Familie entdeckt. Abschied von
Traditionen. Eine Übersicht über die
Wahlversprechen aller Parteien,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 19.04.
- Kommentar:
Wie es sich für
eine Zeitung der Besserverdienenden
gehört, wird zuerst der Punkt
Steuervorteile behandelt.
Wichtig ist
hierbei die Absetzbarkeit von
Haushaltshilfe und Babysitter. Denn - wie
HORX in der Welt
vom 20.04.2002 richtig
bemerkt hat -, ist die "Neue
Dienstleistungs-Familie" auf dem
Vormarsch:
"Heute hat fast jeder
halbwegs gutverdienende
Mittelstandshaushalt mit zwei Kindern in
den Ballungsgebieten eine
Putzfrau und einen
Babysitter (der dynamischste Bereich
unserer Wirtschaft, die Schwarzarbeit,
machts möglich)."
Unter
ferner liefen findet man dagegen das
rot-grüne Projekt der Vereinbarung von
Beruf und Familie durch Erweiterung des
Betreuungsangebots im Bereich von
Krippenplätzen. Dies muss nicht
verwundern, denn
nirgendwo
ist die "traditionelle Familie"
weiter verbreitet als unter den
männlichen Topmanagern.
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- TAZ-Thema
"Familienpolitik"
Ein
"weiches" Wahlkampfthema wird härter:
Früher hat Gerhard Schröder Frauen- und
Familienpolitik noch als "Gedöns"
abgetan. Gestern nun hat er als erster
Bundeskanzler überhaupt eine Regierungs- und
Absichtserklärung zur Familienpolitik abgegeben:
"Familie ist, wo Kinder sind",
in: TAZ v. 19.04.
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KREUZER, Rainer (2002):
Nach der Familie
Was
ist die Familie wert? (4): Vater, Mutter, Kind -
diese Lebensform ist bald passé. Statt sie zu
subventionieren, sollte der Staat neue Projekte
des Zusammenlebens fördern
in: TAZ v. 19.04.
- Kommentar:
KREUZER nimmt die
Singlerhetorik der amtlichen Statistik
auf, um die Familie zur Randgruppe zu
stilisieren. Das wird Familienrhetoriker
freuen, geht jedoch an der Realität
vorbei.
Die Amtliche
Statistik erfasst Familien immer weniger.
In ihrem Beitrag
"Der Wandel der Lebensformen im
Spiegel des Mikrozensus" (Wirtschaft
und Statistik Nr1/2002) haben
Hans-Joachim HEIDENREICH & Manuela
NÖTHEN die Defizite der Statistik
aufgezeigt.
Während
1975 noch 86,2 5 der Haushalte mit dem
Familienkonzept des Mikrozensus erfasst
werden konnten, so waren es im Jahr 2000
nur noch 76,5 %! Gravierendstes
Problem ist jedoch die haushaltsbegrenzte
Betrachtung der amtlichen Statistik:
"empirische Studien verweisen auf
eine Vielzahl haushaltsübergreifende
Leistungen zwischen den Mitgliedern
sowohl von Familien als auch von anderen
Lebensformen".
Einzig das
Konzept der
Multilokalen
Mehrgenerationenfamilie (BERTRAM)
ermöglicht eine adäquate Erfassung der
Familie. Single und Familie, das ist kein
Gegensatz, sondern
Singles
sind Teil der Familie (BIEN).
KREUZERs
Forderung lautet:
"Statt immer weiter die längst
obsolet gewordene Lebensform der Familie
zu subventionieren, sollte der Staat,
sofern er sich noch als Sozialstaat
begreift, streng nach Einkommen und
Bedarf seine Leistungen verteilen. Wer
verheiratet ist, ist noch lange kein
Sozialfall und bedarf nicht unbedingt
einer Steuererleichterung. Wer hingegen
alleine lebt und nur knapp über das
Existenzminimum kommt, sollte nicht
länger mit Steuerklasse 1 bestraft
werden (...).
Auch Familien mit Kindern sind nicht per
se Opfer der Gesellschaft. Es gibt arme
Familien und sehr reiche (...). Nicht die
Familie muss unterstützt werden, sondern
der jeweils konkrete Mensch - und das nur
dann, wenn seine eigenen Einkünfte für
ein menschenwürdiges Leben nicht
ausreichen."
Leider
bleibt KREUZER seiner eigenen Linie nicht
treu, sondern statt der Subventionierung
der Familie fordert er stattdessen die
Subventionierung neuer "kollektiver
Lebensmodelle".
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- ENGELS,
Silvia (2002): Der Bundestag debattiert über die
Familienpolitik.
Silvia
Engels im Gespräch mit Edith Schwab,
Rechtsanwältin und Präsidentin der
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen
Familienorganisation,
in: Sendung des
DeutschlandRadio v. 18.04.
- Kommentar:
"Ehe und
Familien sind bei uns geschützt in
Artikel 6 des Grundgesetzes, wobei Ehe
vor einigen Jahrzehnten noch Synonym war
mit Familie. Heute ist das nicht mehr so.
Ehe und Familie fallen auseinander",
behauptet Edith SCHWAB.
Am 15.
September 1954 brachte das
Nachrichtenmagazin SPIEGEL eine
Titelgeschichte über den ersten
bundesrepublikanischen Familienminister
Franz-Josef WUERMELING im zweiten
Kabinett von Konrad ADENAUER. Auf Seite
11 befindet sich eine Grafik, mit der die
damalige Kinderarmut in Deutschland
belegt wurde. Demnach gab es damals 30 %
Ledige (gleichbedeutend mit Kinderlosen),
20 % waren verheiratete Kinderlose. 29 %
waren verheiratet und hatten nur 1 Kind.
Ganze 13 % entsprachen dem heutigen Ideal
der Normalfamilie mit 2 Kindern. Nur 8 %
waren Verheiratete mit mehr als 3 Kinder.
Offenbar waren selbst die 50er Jahre
pluralistischer als dies der heutige
nostalgische Rückblick wahrhaben
möchte.
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- GIERTH,
Matthias (2002): Familie und Politik.
Was ist Zukunft
wert?,
in: Rheinischer
Merkur Nr.16 v. 18.04.
- MEHLITZ,
J. (2002): Kinder - Armutsrisiko Nummer
eins,
in: Rheinischer Merkur Nr.16 v. 18.04.
- Inhalt:
Interview
mit Kostas PETROPULOS vom
Heidelberger Familienbüro. Ein
Plädoyer für den Vater als
Haupternäher und die Mutter als
- wenn überhaupt -
Zuverdienerin. Begründung:
Kindeswohl!
- GODDAR,
Jeannette (2002): Kind und Karriere.
Tagesmütter sind
teuer. Wenn beide
Eltern arbeiten, geht es nicht ohne sie.
Stets plagt das Gewissen. Die meisten
Frauen verzichten doch lieber auf die
berufliche Top- Position. Wer sich anders
entscheidet, braucht individuelle
Lösungen,
in: Rheinischer
Merkur Nr.16 v. 18.04.
- Inhalt:
GODDAR
widmet sich der Politik für die
Mütterelite.
- MATUSSEK,
Karin (2002): Neue Väter.
Er
zu Hause, sie Brötchenverdienerin - das
Modell stößt auf wenig Gegenliebe. Die
verpasste Chance,
in: Rheinischer
Merkur Nr.16 v. 18.04.
- Inhalt:
MATUSSEK
widmet sich beim Thema "Neue
Väter" der Kluft zwischen
Recht und Rechtswirklichkeit.
- HUWE,
Klaus (2002): Früchte der Steuerpolitik.
Frankreich.
Geburtenrate steigt,
in: Rheinischer
Merkur Nr.16 v. 18.04.
- Inhalt:
HUWE sieht
im
"demografischen
Schrecken"
den Motor der französichen
Bevölkerungspolitik, die
Frankreich zum katholischen
Vorzeigeland werden lässt.
- RIVIERE,
Helena (2002): "Ich nehme mir, was
ich brauche".
Schweden. Rundum
versorgt,
in: Rheinischer
Merkur Nr.16 v. 18.04.
- Kommentar:
Schweden
verstösst mit seinem
Wohlfahrtsstaat sowohl gegen den
Neoliberalismus als auch gegen
das "katholische"
Subsidiaritätsprinzip.
Das
Hassobjekt von RIVIERE ist die
"Welfaremother" -
typischerweise eine
Alleinerziehende -, die den
Sozialstaat gewissenlos
ausplündert:
"Merja
hat die sozialdemokratische
Rhetorik verinnerlicht. Hiernach
ist sie aus vier Gründen
hilfsbedürftig: Sie ist Frau,
allein erziehend, ohne gehobenen
Schulabschluss, arbeitslos."
Wohlweislich
enthält der Bericht keinerlei
Fakten über den Missbrauch.
-
WINGEN,
Max (2002): Babys braucht das Land.
Bevölkerungswachstum.
Ganzheitliche Familienpolitik darf die
Geburtenentwicklung nicht ausblenden,
in: Rheinischer
Merkur Nr.16 v. 18.04.
- GIERTH, Matthias
(2002): Macht den Eltern Mut!
Christa
Meves über Väter heute und den Traum
vom Eheglück,
in: Rheinischer
Merkur Nr.16 v. 18.04.
- PRANGE,
Astrid (2002): Hilfreiche Väter.
Familienfreundlichkeit
wird zum unternehmerischen Erfolgsrezept
in: Rheinischer Merkur
Nr.16 v. 18.04.
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- KERSCHBAUMER,
Judith & Mechthild VEIL (2002): Wie Frauen
die Chancen nutzen können.
Die Neuregelung der Rentenreform
und ihre Auswirkung auf das weibliche Geschlecht
in: Frankfurter Rundschau
v. 18.04.
- Inhalt:
Die beiden
Autorinnen beurteilen die Rentenreform
aus feministischer Perspektive. Wichtiges
Kriterium ist, ob Frauen eigene
Rentenansprüche erwerben können oder
weiterhin nur abgeleitete Ansprüche
erwerben. Ihr Fazit:
"Die
neuen gesetzlichen Regelungen und
insbesondere die staatliche Förderung
bieten Frauen eine gute Möglichkeit, die
eigene Altersvorsorge zu verbessern, wenn
sie geschickt genutzt und kombiniert
werden."
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FACTS-Titelstory
"Die Pille danach"
- RINDLISBACHER,
Sabine (2002): Kein Rezept.
Die
«Pille danach» soll rezeptfrei in
Schweizer Apotheken erhältlich sein. So
könnten Abtreibungen verhindert werden
in: Facts Nr.16 v. 18.04.
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- STECK,
Albert (2002): Erben an der Macht.
Während
andere sich als Mäzene betätigen, steigen sie
ins Geschäft ein,
in: Facts Nr.16 v. 18.04.
- Inhalt:
STECK berichtet
über die Schweizer Erben der Generation
Golf.
U. a. wird der Soziologe
Michael
HARTMANN zitiert:
"Bertarelli,
Gaydoul, Gruosi-Scheufele: Die Jeunesse
dorée erntet Bewunderung und
provoziert Neid. Das Geld und das
Beziehungsnetz der Eltern haben ihre
Karriere begünstigt. Doch das allein
genügt nicht: Wer es in die
Wirtschaftselite schaffen will, braucht
die richtige Persönlichkeitsstruktur.
Der Darmstädter Professor Michael
Hartmann spricht vom «Habitus»: «Wer
in die Oberschicht hineingeboren wird,
erhält durch seine soziale Prägung die
Souveränität und die
natürliche Gelassenheit, die
es braucht, um in solchen
Spitzenpositionen zu bestehen.»"
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BLÜMNER,
Heike (2002): Das Zentralorgan der Reproduktion.
Eltern
ist der Papier gewordene Mittelstandsdiskurs,
aber das Magazin hat die tollsten Fotostrecken,
in: Jungle World Nr.17 v. 17.04.
- Kommentar:
Nach
MAX
(18.06.2001) und
SPIEGEL
(16.07.2001) hat nun
auch die Wochenzeitung der hedonistischen
Linken (SZ vom 17.08.2000) den
Mutterstolz als Thema entdeckt!
Ohne
Bekenntnis zu Kind und Mutterrolle der
Autorin ("Ich vergöttere meine
Tochter und bin stolze Mutter")
sowie Seitenhiebe auf den letzten
notorischen Single geht ein solcher
Paradigmenwechsel natürlich nicht
vonstatten.
Die
neustolzen Mütter greifen noch etwas
verschämt zur Zeitschrift ELTERN
(verstecken sie schon mal hinter dem
SPIEGEL), um sich ihrer neu gewonnenen
Normalität zu versichern. Während die
Ratschläge der Mitmütter kategorisch
abgelehnt werden, wird begierig das
"Zentralorgan der Reproduktion"
verschlungen, denn die
außengeleitete
Mutter ist auf die
Bestätigung ihrer Identität durch die
anerkannten Medien angewiesen. Sie kann
weder ihrem inneren Kompass (Intuition
usw.), noch den althergebrachten
Traditionen vertrauen, sondern fühlt
sich als Teil des gesellschaftlichen
Diskurses der Aktualität verpflichtet.
Mangels Neuerungen an der Mütterfront
(nur die Marken wechseln häufiger),
müssen die Redakteure jedoch meist die
uralten Themen recyclen.
Die
Mütterdebatten der Neuen Mitte arbeiten
sich seit Mitte der 80er Jahre an den
beiden Stereotypen
"Deutsche
Mutter" (VINKEN) und
"Karrieremutter" ab. Beide
Klischees sind - jeweils milieuabhängig
- als negatives
("Rabenmütter") oder positives
("gute Mutter") formulierbar.
BLÜMNER
erwähnt einen ELTERN-Artikel, in dem das Superweib
à la Hera LIND als
positives Identifikationsmodell gegen die
"deutsche Mutter" und die
Rabenmutter (Karrieremutter, die
Fremdbetreuung zur Abschiebung nutzt)
abgegrenzt wird. Problem Nr.1 der Mutter:
Wie halte ich meinen Ehemann - trotz Kind
- bei guter Laune, damit er mich nicht
verlässt.
Da sich die
Jungle World als strikt
anti-nationalistisch versteht und somit
der Stolz ein Deutscher zu sein als
Pathosformel tabu ist, hat dieses Gefühl
endlich ein neues unverdächtiges Objekt
gefunden. Geschlechtsspezifisch variiert
hat nun der Stolz ein politisch korrektes
Zuhause erhalten: "Ich bin stolz
eine Mutter zu sein" oder "Ich
bin stolz ein Vater zu sein" darf ab
sofort auch jeder Jungle-World-Leser ohne
Schuldgefühl sagen.
Für jene,
die noch Nachholbedarf haben, dem sei
Florian
ILLIES' "Anleitung zum
Unschuldigsein" empfohlen.
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- GASEROW, Vera
(2002): Siegerthema Familie.
Den gesellschaftlichen
Veränderungen rund um die Familie sind die
Parteien bislang eher lustlos hinterhergetrabt -
jetzt blasen sie um die Wette zur Aufholjagd,
in: Frankfurter Rundschau
v. 17.04.
- Kommentar:
Alle Parteien sind
für die Familie und die Wirtschaft steht
ebenfalls - zumindest verbal - hinter der
Familie, aber GASEROW bleibt skeptisch,
denn ihr erscheint es leichter
"den
Fachkräftemangel durch ein strittiges
Zuwanderungsgesetz auszubügeln, als
vorhandene Potenziale von Frauen zu
nutzen, die durch Kindererziehung
gebunden sind."
Drastischer
hat das bisher nur
OPASCHOWSKI
in einer österreichischen Zeitung
formuliert. Auch sieht GASEROW das
Projekt Kinderbetreuung durch die
24-Stunden-Gesellschaft bedroht:
"der
Alltag einer Mobilität, Flexibilität
und grenzenlose Konsumzeiten
postulierenden Gesellschaft verlangt
bereits nach weiteren Antworten. Was
geschieht mit Kindern, was mit der
Familie, wenn die Arztpraxis bis 21 Uhr
geöffnet sein soll, das Callcenter
Verfügbarkeit bis Mitternacht erwartet
und die Bäckerei auch am Sonntagmorgen
frische Brötchen andienen soll?"
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- HILBERTH,
Iris (2002): Kinderbetreuung statt Kreisverkehr.
Renate Schmidt misst die
Familienpolitik an der Infrastruktur
in: Frankfurter Rundschau
v. 17.04.
- Kommentar:
HILBERT geht schlampig mit Fakten um!
Zum einen scheint
weder Spanien noch Italien für die
Autorin zu Europa zu gehören, denn sonst
könnte sie Deutschland nicht als
europäisches Schlusslicht bei der
Geburtenrate bezeichnen.
Zum anderen
betet sie das übliche
Geburtenraten-Mantra herunter. Sie stellt
uns das typische Generation Golf-Paar
Petra & Bernd, Jahrgang 1965, vor, um
dann die überholten, weil
zu niedrig
angesetzte Geburtenrate dieser Generation
hinzuzufügen. Diese werden zwar immer
wieder in den Neue Mitte-Zeitungen in
diesem Zusammenhang präsentiert und
haben deshalb bereits das Signum einer
normativen Kraft des Faktischen,
richtiger werden sie deshalb nicht.
Wenn's der Familie
dient, dann werden auch schon mal die
Fakten gebeugt!
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- GOETSCH,
Monika (2002): Neuanfang mit Wischmopp.
Das
bizarre Gefühl des Trauerns: Über die
Alzheimererkrankung seiner Frau Iris Murdoch
schrieb John Bayley eine anrührende "Elegie
für Iris". Nun erscheint eine Art
Fortsetzung: "Das Haus des Witwers",
in: TAZ v. 16.04.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. - 15. April 2002
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