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Medienrundschau:
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News vom
05. - 31. August 2005
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Zitat
des Monats:
"Was
heute an den demografischen Klagemauern bejammert wird -
Geburtenrückgang, Vergreisung, Migration -, sind nicht Irrläufer
und Ausläufer der Evolution. Eher kündigt sich darin eine neue
Entwicklungsstufe mit neuen Problemlösungen an. Gesellschaften
stellten ihre Nachwuchssicherung um: von vielen, riskanten und
kurzen auf wenige, sichere und längere Lebensläufe; von
Quantitäten auf Qualitäten; von biologischer auf soziokulturelle
Reproduktion; von Autarkie auf Arbeitsteilung. Diese neue
Arbeitsteilung zwischen produktiven und reproduktiven,
kinderarmen und kinderreichen Gesellschaften gilt womöglich nur
für eine Übergangsphase von 50 oder 100 Jahren. nach und nach
werden alle Kulturen sich umstellen: von einer breiten
Reproduktionsbasis mit hoher Sterblichkeit auf eine schmale
Basis lang lebender Individuen.
Dies
zu begreifen und zu akzeptieren, fällt uns schwer."
(Karl
Otto Hondrich im Cicero, August 2005)
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ALBATH, Maike (2005): Handbuch der Hedonistin.
«Leichtes Licht» - ein Roman von Hans Pleschinski,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 10.08.
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STEINFELD, Thomas (2005): Die Taschenpropheten.
Laqueur & Co.: Wider die demographische Apokalypse,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.08.
- Kommentar:
Im Jahr 2002 hat die SZ die demographische
Zeitenwende eingeleitet.
Davon
will Thomas STEINFELD nichts wissen. Anlässlich des Artikels
"Europa im 21. Jahrhundert"
von Walter LAQUEUR beklagt er die "Pedanten der Vorhersehbarkeit":
"Es
ist, also ob es von heute an keine Geschichte mehr gäbe, als ob die
kommende Zeit nichts anderes sein könnte als die Eskalation des
Immergleichen.
Alle
Apokalyptiker der Demographie reden so, alle von kommendem Unheil
beseelten Theoretiker der alternden Gesellschaft, der Vergreisung,
der Überfremdung. Sie alle tun so, als gäbe es keinen
Unterschied zwischen Gegenwart und Ewigkeit."
Von
Horst KÖHLER bis Joschka FISCHER beobachtet er einen
Mangel an Phantasie.
STEINFELD
beklagt jedoch nicht etwa das Malen von Horrorszenarien an sich,
sondern den ihnen innewohnenden "Idealismus mit umgekehrten
Vorzeichen. STEINFELD malt dafür andere Schreckensszenarien:
"Dabei
könnte man, wenn man sich wirklich selbst erschrecken wollte, an
ganz andere Ereignisse denken: an eine echte Weltwährungs- und
Wirtschaftskrise etwa, ausgelöst durch China, an einen radikalen
Populismus zum Beispiel, der in Europa zum ersten Mal die
Sprachgrenzen der Nationalstaaten überspringt, an umstürzende
Auswirkungen der neuen Technologien auf die mentale Verfassung der
nachwachsenden Generationen, gerade der so genannten zukünftigen
Eliten - das Feld ist weit, der Vorstellungskraft keine Grenzen
gesetzt, aber unseren Apokalyptikern fällt immer nur das
Naheliegende ein."
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BAUREITHEL, Ulrike (2005): Die Volksblitzer.
Abschied von einer Generation: Bernd Cailloux’ satirischer Roman
"Das Geschäftsjahr 1968/69",
in: Tagesspiegel v. 10.08.
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MÜHL, Melanie (2005): Weiblich, jung, kinderlos,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.08.
- Inhalt:
Melanie MÜHL berichtet über die
Generation Praktikum, der das großzügige
Wahlversversprechen
Elterngeld nichts nützt, weil ihr
nicht einmal der Berufseinstieg gelingt und wenn, dann sind sie zu
beschäftigt mit dem Kampf um die wenigen Stellen:
"Ihren
Kinderwunsch haben sie verdrängt, sich an Fernbeziehung, doppelte
Haushaltsführung und unbezahlte Praktika gewöhnt. Sie wissen, was
Verzicht bedeutet. Aber weil sie erwartungsvoll in ihre Zukunft
blickten und meinten, sie würden gebraucht, verzichteten sie gerne:
Die Welt gehört uns, dachten sie. Und dann wird diesen
Superakademikerinnen ebendiese Turbolebensphase, die „rush hour of
life” zum Verhängnis. Denn der Arbeitsmarkt will sie nicht. Er
braucht sie nicht. Auf die mit Kindern verzichtet er gleich ganz.
(...).
Die
berufliche Perspektive, für die sie jahrelang geschuftet haben, gibt
es nicht mehr. Aus einst hoffnungsvollen Akademikerinnen sind
gescheiterte Berufsanfänger geworden, eine verlorene Generation."
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GENAZINO, Wilhelm (2005): Meine ungerechte Enttäuschung.
Political Studies (VI): Wie man zum Wahlzyniker wird und den
Aufmarsch der alten Männer (und der einen Frau) nicht mehr ernst
nehmen kann,
in: TAZ v. 09.08.
- Inhalt:
"Meine
Enttäuschung macht mich ungerecht. Weil die alten Männer so wenig
zustande kriegen, beobachte ich ersatzweise ihr Privatleben
beziehungsweise das, was die Medien davon an uns weiterleiten. Dann
höre ich, dass Joschka Fischer - auch er inzwischen ein alter Mann -
zum vierten oder fünften Mal eine junge Frau heiratet. Mich geht das
Privatleben von Fischer nichts an, aber natürlich fällt mir auf,
dass alte Männer, die sich zum wiederholten Mal im Lebensalter
vergreifen, nichts anderes als Melancholieverweigerer sind, die
nicht hinnehmen können, dass bestimmte Sachverhalte nicht weiter
verdrängt oder geleugnet werden können, sondern anerkannt werden
müssen", meint
Wilhelm GENAZINO.
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SEZGIN, Hilal (2005): Kinder.
Times Mager,
in: Frankfurter Rundschau v. 08.08.
- Kommentar:
Die FR vollzieht eine 180 Grad-Kehrtwendung.
Noch
im Juli 2003 schrieb Martina MEISTER über den medial inszenierten
Baby-Boom, der sich umgekehrt proportional zur Geburtenrate verhält.
Nun
schreibt SEZGIN:
"Dass
Statistik eventuell auch mal lügen kann, war ja klar. Wie schamlos
sie ihr Potential bei Bedarf aber ausnützt, also das lässt einem die
Kinnlade runterklappen. Mit dieser runtergeklappten Kinnlade sieht
man dann genauso gescheit aus wie eine Katze, die gerade feststellt,
dass der Nachbarsdackel ihre Milch tatsächlich weggeschlabbert hat,
und man fragt sich dabei: Hab ich nicht kürzlich erst wieder
gelesen, dass die ganze bundesdeutsche Bevölkerungsentwicklung
gefährdet ist, weil in diesem Land keine Kinder mehr geboren werden?
Man hat. Was man aber auch hat ist: freie Sicht auf Kinder in allen
Richtungen."
Die
Mitte-Zeitungen schrieben bisher gegen den Augenschein an, und
beriefen sich auf Statistiken, die gegen einen Geburtenboom
sprechen. Nun kehrt SEZGIN die Beweislast quasi um:
"Es
gibt (...) keine Gebärverweigerung. Die Deutschen sind
Gebärweltmeister! Das ist die Wahrheit."
Single-dasein.de
hat bereits im September 2003
Susanne GASCHKEs These von der Gebärfaulheit
der Generation Golf widersprochen, aber nicht einmal die
taz wollte damals etwas davon wissen.
Die
politische Konstruktion der Geburtenkrise
war von Anfang an ein zentrales Thema dieser Website.
Bahnt
sich nun eine Gesinnungswandel bei den Mitte-Medien an?
Ein
Ende der Kontroverse um die Geburtenkrise ist nicht absehbar, denn
die Fraktion der Familienfundamentalisten hat bereits eine
neue
Frontlinie im Demografiekrieg eröffnet.
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SPANGENBERG, Ulrike & Anne JENTER (20059: Das Ehegattensplitting hat
sich überlebt.
Alternativmodell: Individualbesteuerung mit einem zweiten
übertragbaren Grundfreibetrag,
in: Frankfurter Rundschau v. 08.08.
- Die Studie in der Mediendebatte
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GROSS, Roland (2005): Ort der Marien.
"Mythos Mutter", eine Schau im Bonner Frauenmuseum,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.08.
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MÜLLER-NEUHOF, Jost (2005): Neben dem Leben.
Der Verfassungsrichter Udo Di Fabio will den Konservatismus neu
denken – und fällt in alte Muster,
in: Tagesspiegel v. 08.08.
- Inhalt:
Nach Meinung von MÜLLER-NEUHOF gibt längst die
Familiengeneration Golf den Ton an, weswegen er Di FABIOs Buch
"Die Kultur der Freiheit" für
rückständig hält:
"Spätestens
mit dem Ableben der Spaßgesellschaft ist der Single-Kult perdu. Udo
Di Fabio mutmaßt Widerstand, wo oftmals keiner (mehr) ist. Er
predigt den »Eros der Familiengründung« als Gegenentwurf zum
isolationistischen Selbstverwirklicher, merkt dabei aber nicht, dass
es zum Common Sense einer herangewachsenen und nunmehr erwachsenen
Generation gehört, nicht gern allein zu sein. Er sieht den Mut zu
mehr als zwei Kindern durch Medien und Trendsetter in Misskredit
gebracht, übersieht aber, dass etwa im Berliner Baby-Boomer-Bezirk
Prenzlauer Berg drei Kinder längst zum guten Ton der stilprägenden
akademischen Mittelschicht gehören. Er beweint den Verlust der Ehre
als gesellschaftlichen Wert und hat vor lauter Trauer nicht
mitbekommen, dass deren zeitgemäßes Äquivalent, das Sozialprestige,
sich mittlerweile auch nach anderen Faktoren bemisst als nur nach
Einkommen und Wahl der Automarke.
Di
Fabio hat für jemanden, der beständig die Alltagsvernunft beschwört,
eine bemerkenswert lebensferne Zeitdiagnose abgeliefert."
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Partnersuche im Netz.
Millionen Deutsche suchen ihre Liebe online. Auf Flirtbörsen ist der
erste Kontakt schnell hergestellt. Ganz billig ist die virtuelle
Verkuppelung nicht. Dennoch macht kaum eine Partnerbörse Gewinn
-
Kommentar:
Gehört das inzwischen zum guten Stil, dass
Journalisten über Firmen schreiben, mit denen ihre Zeitungen
kooperieren, und dies noch nicht einmal erwähnt wird? In einem
Bericht der Neuen Zürcher Zeitung wies man
wenigstens auf die Kooperation hin.
HOFFMANN
schreibt über Partnersuche im Netz:
"Kontaktbörsen
und Partnervermittlungen teilen sich den wachsenden Markt. Zur
zweiten Gruppe gehört die Hamburger Agentur Parship."
Es
wird keine andere Partnervermittlungsagentur in dem Artikel genannt.
Soll so etwa das
Geschäftsinteresse der Frankfurter Allgemeinen gestärkt werden?
"Der
Markt wächst, allein weil es immer mehr Einpersonenhaushalte in
Deutschland gibt. In der Altersgruppe zwischen 18 und 69 Jahren lebt
jeder fünfte allein", schreibt HOFFMANN.
Ein
Auftragsstudie von
Parship
hat dagegen herausgefunden, dass die Zahl der Partnerlosen niedriger
ist als die der Einpersonenhaushalte, wobei Partnerlose noch nicht
einmal Einpersonenhaushalte führen müssen.
Dies
stimmt in der Tendenz auch mit anderen wissenschaftlichen Studien
überein, die jedoch das Kriterium Partnerschaft üblicherweise nicht
so weit fassen wie die Parship-Studie.
Ist
das Qualitätsjournalismus, wenn zwischen Alleinleben und
Partnerlosigkeit nicht differenziert wird?
Dafür
bekommt man eine Grafik präsentiert, die für die letzten Jahre einen
steilen Anstieg der Einpersonenhaushalte suggeriert.
Man
muss schon das Kleingedruckte lesen, um zu erfahren, dass bis 1991
nur westdeutsche Einpersonenhaushalte gezählt wurden und ab 1991 die
neuen Bundesländer einfach hinzugezählt wurden.
Tatsächlich
gab es jedoch keinen steilen Anstieg bei den Alleinlebenden in den
letzten Jahren, wenn man die Entwicklung über einen längeren
Zeitraum betrachtet.
Dies gilt insbesondere für Westdeutschland.
Hauptzielgruppe
der Partnerbörsen sind gemäß HOFFMANN die 35- bis 50jährigen.
Diese
Altersgruppe ist jedoch bei den
Alleinlebenden am schwächsten besetzt. Alleinlebende finden sich
in vermehrt unter jüngeren oder älteren Personen.
Was
also hat ein solcher Artikel in einer angeblichen Qualitätszeitung
zu suchen?
Im
Herbst wird sich ein Thema des Monats der Frage widmen, was es mit
dem "Single-Boom" tatsächlich auf sich hat. Dann werden u.a. die
FAS-Zahlen mit der Bevölkerungsstatistik konfrontiert.
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HOFFMANN, Catherine (2005): Liebe auf den ersten Klick.
Vergessen Sie Bars, Diskotheken und Partys! Immer mehr Deutsche
finden ihr Liebesglück im Internet. Dafür zahlen sie ohne zu murren
Gebühren,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.08.
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CHF (2005): Das Geschäft mit den einsamen Herzen.
Partnerbörsen im Internet profitieren vom Single-Boom. Richtig
Geld verdienen allerdings nur wenige,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.08.
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DECKER, Kerstin (2005): zu mir zu dir? oder
Sie sind ein Paar, aber in der Wohnung wollen sie alleine sein. Ein
Essay über die Kunst der distanzierten Liebe,
in: Tagesspiegel v. 07.08.
- Inhalt:
Kerstin DECKER beschäftigt
sich mit prominenten "Aristokraten der Liebe" von Gottfried BENN
über Hermann HESSE, Jean-Paul SARTRE bis zu Ernst JANDL.
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ZEKRI, Sonja (2005): Tausend Tage unterwegs.
Aufzeichnungen einer Wochenend-Pendlerin. Montage sind
Mitchum-Tage. Oder: München vs Berlin - ein Leben zwischen zwei
Welten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 06.08.
- Inhalt:
Sonja ZEKRI schreibt über
Berufliche Mobilität und Lebensform:
"Ein
Kneipenabend in Berlin. Der Freund eines Freundes sagt: »Du lebst in
München und in Berlin? Phantastisch! Zwei so großartige Städte!«
Drei Biere lang setze ich ihm auseinander, dass er der größten
Mobilitätslegende seit dem Ponyexpress aufgesessen ist; dass mir
Berlin fremd wird, ohne dass mir München näher kommt; dass jedes
Konzert, jedes Fest stattfindet, wenn ich gerade in der anderen
Stadt bin; dass ich überhaupt nur arbeite, damit ich zwei Wohnungen
bezahlen kann, also Geld verdiene, um mir das Geldverdienen leisten
zu können; kurz, dass ich jeden Baumwollsklaven um seine
Sesshaftigkeit beneide."
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LOVENBERG, Felicitas von (2005): Sie ist wieder da.
Bridget Jones' Tagebuch,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.
- Kommentar:
Zehn Jahre nach der Erfindung von Bridget
Jones, kehrt Helen FIELDING mit einer neuen Bridget Jones-Kolumne
zum Independent zurück.
Offenbar
kann Großbritannien nicht auf die
Bridget-Jones-Economy (The Economist)
verzichten.
Am
31. Juli kündete der Independent an:
"Helen Fielding: She's back - (hurrah!)".
Am 03. August erzählte
John WALSH
nochmals die ganze Bridget Jones-Story und gestern nun schrieb
Helen FIELDING
ihre erste Bridget Jones-Kolumne, die nun wöchentlich am Donnerstag
erscheinen soll.
Felicitas
von LOVENBERG
befürchtet, dass Bridget Jones nicht mehr dem neuen Zeitgeist
entspricht:
"Doch
während ihre Erfinderin inzwischen mit Mann und Kind ihren 47.
Geburtstag gefeiert hat, ist Bridget von jugendlicher
Alterslosigkeit. Nur Hintergrundgeräusche verraten den Fluß der
Zeit, etwa wenn die Mutter sich nach ihrer Sicherheit in Zeiten des
Terrors erkundigt oder sie selbst sich geschockt zeigt von Jude Laws
Hang zum Personal.
Daß
auch Frauen mit zunehmendem Alter interessanter werden, scheint
Helen Fielding noch nicht als Chance erkannt zu haben. Sollte sich
Bridget jedoch nicht im Wandel treu bleiben dürfen, könnte sich die
Wiederlesensfreude rasch verlieren."
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SCHMIDT, Michael (2005): Nicht nur allein, sondern einsam.
Individualität, Mobilität, Flexibilität sind Tugenden der Moderne –
aber Gemeinsamkeit und Gemeinschaft leiden darunter,
in: Tagesspiegel v. 05.08.
- Kommentar:
"14,57 Millionen Singlehaushalte haben die
Statistiker des Bundesamts in Deutschland gezählt. Mit anderen
Worten:
Mehr als jeder dritte Haushalt ist ein Ein-Personen-Haushalt.
Nun ist das Alleinleben im Verständnis dieser Zahlenjongleure in
erster Linie ein sozialstatistischer Sachverhalt – und zudem von
vielen Singles ein bewusst gewählter Lebensstil.
Einsamkeit dagegen ist ein psychischer Zustand. Ein
unerwünschter zudem. Und als solcher kein Phänomen, das auf den
Osten der Republik beschränkt wäre", schreibt Sozialpopulist
SCHMIDT.
Unerwähnt
bleibt jedoch, dass Einsamkeit keine Frage der Haushaltsform ist und
die Wirtschaftsweise nichts über die Bindungsfähigkeiten aussagt.
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MISIK, Robert (20059: Gerechtigkeit ist, was Mühe macht.
Die soziale Gerechtigkeit, eine der ältesten Menschheitsfragen
überhaupt, ist wieder das zentrale Thema der politischen Debatte.
Alles dreht sich um die Frage nach der Gleichverteilung von
Lebenschancen, um Wahlfreiheit für so viele wie möglich,
in: TAZ v. 05.08.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News
vom
01. - 04. August 2005
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