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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 05. - 08. August 2017: [05.08.] [06.08.] [07.08.] [08.08.]

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Der Wandel der Umverteilungsnorm in der Sozialversicherung

"Die veränderte Balance zwischen Versicherungsprinzip und Solidarprinzip im Bereich der Sozialversicherung, die nur rhetorische Abkehr von der Ehezentrierung bei gleichzeitiger Stärkung der Erwerbsarbeitszentrierung und der Anerkennung von Familienarbeit sowie die Ausdifferenzierung des Fürsorgeprinzips bei gleichzeitiger Priorisierung der Aktivierungslogik kennzeichnen den Wandel der Umverteilungsnormen in der deutschen Sozialpolitik. Der Staat zieht sich aus der kollektiv organisierten Solidarität ein Stück weit zurück: nicht nur durch die Privatisierung von sozialen Risiken (in der Alters- und Pflegevorsorge, der PKV und der Berufsunfähigkeitsversicherung), sondern auch durch die Implementierung des Modells der allgemeinen Erwerbstätigkeit für alle Erwerbsfähigen und das Aktivierungsparadigma. Der Markt gewinnt als Ort der selbstverantworteten Wohlfahrtsproduktion an Bedeutung und damit auch die erwerbsarbeitszentrierte Leistungsgerechtigkeit. Dies ist zum einen ein Paradoxon, da die strukturellen Ausschlüsse vom Erwerbsarbeitsmarkt zunehmen, und hat zum anderen Auswirkungen auf soziale Ungleichheitsstrukturen: Eigenverantwortliches (Vorsorge-)Handeln ist nicht allen in gleicher Weise möglich, wird aber von allen in gleicher Weise eingefordert. Nach dem Bedarfsprinzip solidarisch geschützt werden nur noch die Alten und die Erwerbsunfähigen, und auch das nur auf Grundsicherungsniveau."
(Sigrid Leitner "Leistungs- und Bedarfsgerechtigkeit im Sozialstaat. Umverteilungsnorm im Wandel", in: Brigitte Aulenbacher u.a. (Hrsg.)(2017) Leistung und Gerechtigkeit. Das umstrittene Versprechen des Kapitalismus, Weinheim/Basel: Beltz Juventa, S.115 )

 
       
       
   

08.08.2017

 
       
   

Teenagerschwangerschaften und frühe Mutterschaft in der Debatte

EUROSTAT (2017): Teenage and older mothers in the EU,
in: Pressemitteilung des statistischen Amt der Europäischen Union v. 08.08.

Nach der EUROSTAT-Definition gehören alle unter-20-Jährigen zur Kategorie "Teenagermütter". Der Anteil der unter 15-Jährigen spielt dabei keine Rolle. In der gesamten EU gab es lediglich 193 Mütter, die jünger als 15 Jahre alt waren (Gesamtzahl der Geburten: ca. 2,34 Millionen). Aus der folgenden Übersicht ist der Anteil der Teenagermütter in den 28 EU-Ländern ersichtlich:

Land Rang

Anteil der
Teenagermütter
(in Prozent) im
Jahr 2015

Rumänien 1 12,3 %
Bulgarien 2 11,9 %
Ungarn 3 9,0 %
Slowakei 4 8,4 %
Lettland 5 5,5 %
Großbritannien 6 5,4 %
Litauen 6 5,4 %
Polen 8 4,8 %
Estland 9 4,4 %
Malta 10 4,3 %
Kroatien 11 4,2 %
Portugal 12 3,7 %
Frankreich 13 3,6 %
Irland 14 3,3 %
Tschechien 14 3,3 %
Deutschland 16 3,0 %
Griechenland 17 2,9 %
Österreich 18 2,8 %
Spanien 19 2,7 %
Finnland 20 2,5 %
Belgien 20 2,5 %
Luxemburg 22 2,0 %
Zypern 22 2,0 %
Schweden 24 1,4 %
Dänemark 24 1,4 %
Slowenien 26 1,3 %
Niederlande 26 1,3 %
Italien 28 1,2 %
 
       
   

Das Renteneintrittsalter und die Erhöhung der Erwerbsquote von Älteren in der Debatte

MARSCHALL, Birgit (2017): Top-Ökonomen sprechen sich für Rente mit 70 aus.
Führende Wirtschaftswissenschaftler üben scharfe Kritik an den Wahlprogrammen: Statt Geschenke zu versprechen, sollten die Parteien die Bürger auf ein höheres Rentenalter ab 2030 vorbereiten,
in:
Rheinische Post v. 08.08.

Mit ihrer Forderung nach einer Rente mit 70 bewerben sich Marcel FRATZSCHER und Michael HÜTHER als Mitglieder der von der CDU geplanten Regierungskommission!

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

PRZYBILLA, Steve (2017): Kleinstadt auf grossem Fuß.
Die Gemeinde Walldorf in Baden-Württemberg lebt in einer wohligen Symbiose mit dem Konzern SAP - das ist nicht ohne Risiko,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 08.08.

 
       
   

Der Wandel des Parteiensystems in Deutschland in der Debatte

SLATER, Tom (2017): Regieren statt repräsentieren.
Die etablierte Politik hat vielerorts die Wähler aus dem Blick verloren - und redet deren Unmut klein,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 08.08.

Tom SLATER kritisiert, dass sich die politischen Eliten angesichts ungeliebter politischer Wahlentscheidungen aus ihrer Verantwortung stehlen, indem sie die Ereignisse herabsetzen und als "Wutgeheul" entpolitisieren. MACRON erscheint da nur als Kehrseite dieser Verachtung der Wähler durch die Eliten. Die Demokratie wird sukzessive durch eine postdemokratische Technokratie ersetzt:

"In den letzten Dekaden haben Politiker zunehmend nicht beim Wahlvolk Bestätigung gesucht, sondern bei ihresgleichen und bei supranationalen Institutionen.
(...). So entstanden restriktive, regulatorische Staatswesen, die ängstlich besorgt waren, sich wirtschaftlichen Vorgaben (...) zu unterziehen. (...). So hatte die EU 2011 die Hand im Spiel, als die gewählten Premierminister Italiens und Griechenlands zurücktreten mussten und Technokraten an ihre Stelle traten.
Dies könnte man als eine technokratische Wende bezeichnen, die mit einem tiefen Misstrauen gegenüber der Öffentlichkeit einhergeht."

In Deutschland setzt man bekanntlich gerne technokratische Experten-Kommissionen ein, um Einschnitte ins System der sozialen Sicherung zu rechtfertigen. So weigert sich z.B. die Union die Renten auf die Wahlkampfagenda zu setzen und beruft sich stattdessen auf eine technokratische Lösung der sozialpolitischen Konflikte.     

 
       
   

Der Prozess um das moderne Schuldenmanagement der Stadt Pforzheim in den Medien

KELNBERGER, Josef (2017): Das Loch in Pforzheim.
Mit einem modernen Schuldenmanagement wollte die Kommunalverwaltung ihre Finanzprobleme loswerden. Doch die Zinswette platzte. Von Dienstag an müssen sich die damalige Oberbürgermeisterin und einige ihrer Mitarbeiter deshalb vor Gereicht verantworten,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 08.08.

"Die mit 120.000 Einwohnern achtgrößte Stadt Baden-Württembergs gilt als AfD-Hochburg, ist geschlagen mit Spitzenwerten bei Hartz IV und Arbeitslosigkeit. Aber so schnell lässt sich das Pforzheimer Grundübel nicht vertreiben: Eine immense Verschuldung, die der Stadt seit vielen Jahren den Atem raubt",

schreibt Josef KELNBERGER, der bereits Ende Juni über Pforzheim berichtete. Im Mittelpunkt steht diesmal eine Gerichtsverfahren gegen die frühere FDP-Oberbürgermeisterin Christel AUGENSTEIN. Pforzheim ist nicht die einzige Gemeinde gewesen, die sich im Zuge der neoliberalen Euphorie verzockt hatte. Die Politik rettete bekanntlich dann die Banken, denen im Gegenzug "Beratungsfehler" zugeschrieben werden durften. In diesem Ablasshandel konnte dann Pforzheim den Hauptanteil der über verzockten 56 Millionen Euro loswerden, blieb aber auf den restlichen 12 Millionen Euro sitzen. Dass die Stadt seit dem Skandal im Jahr 2009 schon zwei SPD-Bürgermeister verschlissen hat und nun seit letzter Woche auf einen jung-dynamischen CDU-Mann setzt, ist die Kehrseite des Neoliberalismus, der allen Problemen zum Trotz weiterhin die politische Agenda bestimmt. Kommt nach der CDU dann die AfD in Pforzheim zum Zug? Frankreich zeigt, dass der Front National überall dort in den Gemeinden großen Erfolg hatte, in denen die etablierten Parteien durch Korruption und Skandale in Ungnade gefallen waren.       

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

ÖFINGER, Hans-Gerd (2017): Integration à la Neuhengstett.
Die Gemeinde in Baden-Württemberg wurde einst von Waldensern gegründet,
in: Neues Deutschland
v. 08.08.

 
       
   

Das Arbeitspapier Bewegung und Stabilität in den Medien

KAHRS, Horst (2017): Wandern "die Arbeiter" nach rechts?
Über die Unschärfen einer politisch wichtigen Kategorie und die Ergebnisse der jüngeren Landtagswahlen,
in: Neues Deutschland
v. 08.08.

Der Artikel von Horst KAHRS, das ein Auszug aus einem Arbeitspapier ist, zeigt auf, dass wenn in den Medien von "Arbeitern" gesprochen wird, zwischen ganz unterschiedlichen Konzepten gesprochen wird. Dies gilt auch für die Wahlforschung. So zeigt KAHRS z.B. dass sich die Ergebnisse von Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen durch unterschiedliche Kategorisierungen unterscheiden. Während die Forschungsgruppe Wahlen mit einem weiten Arbeiterbegriff arbeitet, bei dem auch arbeitslose und verrentete Arbeiter erfasst werden, arbeitet infratest dimap mit einem engen Arbeiterbegriff, der nur erwerbstätige Arbeiter erfasst. In beiden Fälle handelt es sich jedoch nicht um eine sozialrechtliche Definition, sondern um eine subjektive Selbsteinstufung. In der Studie heißt es zu den Auswirkungen dieser unterschiedlichen Definition der Arbeiter am Beispiel der Landtagswahl in NRW:

"Laut Infratest dimap wählten 17% der Arbeiter jüngst in Nordrhein-Westfalen die AfD, laut Forschungsgruppe Wahlen waren es in der »Berufsgruppe Arbeiter« nur 11,1%. Da in dieser Berufsgruppe auch Rentner enthalten sind, das Wahlergebnis der AfD bei über 60jährigen deutlich unterdurchschnittlich ausfiel, es sich hierbei aber um eine zalenmäßig eher große Gruppe handelt, lässt sich der Unterschied etwa so lesen: Unter erwerbstätigen, eher jüngeren Arbeitern erzielte die AfD 17% ihrer Stimmen, nimmt man auch die verrenteten Arbeiter hinzu, waren es nur 11%."
(2017, S.10)

Ob man also die AfD als Arbeiterpartei einstuft, hängt entscheidend davon ab, welcher Arbeiterbegriff verwendet wird. Ist ein verrenteter Arbeiter kein Arbeiter mehr, nur weil er nicht mehr als Arbeiter sein Geld verdient?, könnt gegen den engen Arbeiterbegriff eingewendet werden, zumal die Herkunft als prägendes Merkmal für den gesellschaftlichen Lebensweg gilt.

Die sozialwissenschaftliche Forschung, hier in Form des ALLBUS, erfasst dagegen den Arbeiter nicht als Berufsgruppe, sondern  im Gegensatz zur Mittelschicht. Wer sich also nicht der Mittelschicht zugehörig fühlt, muss sich entweder der Oberschicht, der Unterschicht oder der Arbeiterschicht zuordnen. Bekanntlich ordnen sich viele Menschen der Mittelschicht zu, die nach objektiven Kriterien (Stellung im Beruf; Einkommensverhältnisse) nicht darunter fallen würden. Wenn in der Politik von "Mitte" gesprochen wird, dann sollen sich möglichst viele angesprochen fühlen.

"Nicht zur Mitte zu gehören, bedeutete immer auch, mit seinen Interessen und Lebensführungsmodellen nicht im Mittelpunkt der sozialstaatlichen Normen und der Gesetzgebung zu stehen. Insofern hätte die subjektive Selbsteinstufung als »Arbeiter« immer auch einen politischen Gehalt",

heißt es in dem Artikel. Wer sich also nicht der Mittelschicht zuordnet, bekennt sich gleichzeitig dazu, dass er sich von der Politik der etablierten Parteien nicht repräsentiert fühlt.

Im Artikel werden mit der Religionszugehörigkeit und der Bildung zwei Unterscheidungsmerkmale aufgeführt, die das Wahlverhalten der Bürger vorhersagbar machen sollten. Mit der Verbreitung der Akademiker soll nach dieser Sichtweise die Bindung an die Parteien verloren gegangen sein. Diese Individualisierungsthese wurde in den 1980er Jahren modern. KAHRS kann man als Anhänger dieser immer noch populären Sichtweise bezeichnen. Nach dessen Interpretation sei die Parteibindung zuerst im Akademikermilieu, danach auch bei den Arbeitern immer mehr verloren gegangen - zuletzt auch bei den Rentnern. Um dies zu belegen, wird das Wahlverhalten der erwerbstätigen Arbeiter seit Mitte der 1970er Jahre skizziert. KAHRS sieht nur eine einzige Ausnahme von diesem Individualisierungstrend:

"Im ostdeutschen Parteiensystem zählt auch die PDS/Linke zu den drei großen regionalen Volksparteien, zum Kern des Parteiensystems. Sachsen kann durchaus als Ausnahme angesehen werden. Der Nachfolger von »König Kurt« Biedenkopf, Georg Milbradt, vermochte die absolute Mehrheit nicht zusammenhalten, ihre Auflösung besonders unter Arbeitern erfolgte als anhaltende Bewegung nach Rechts."

Weshalb KAHRS zum Schluss kommt:

"Später als andere Berufsgruppen, aber früher als Rentner lösen sich auch Arbeiter von den traditionellen Großparteien und begeben sich auf die Suche (nachholende Bewegung). Hierbei schlagen sie nur im Fall Sachsen eine eindeutige politische Richtung, nämlich nach rechts ein.
In allen anderen Fällen ist das neue Wahlverhalten, sofern es nicht mehrheitlich in Wahlenthaltung sich äußert, politisch nicht eindeutig gerichtet."

Das ist eine wohlwollende Interpretation, die man durchaus kritisch sehen kann. Was, wenn nicht die Parteibindung das Problem ist, sondern die etablierten Parteien den Lebensbedingungen der Bürger keinen politischen Rahmen mehr bieten können? Parteibindung wird in den Politikwissenschaften als Einbahnstraße gesehen und nicht als Wechselwirkung. Dann stellt sich nicht die Frage, ob die Bürger die Parteibindung aufgekündigt haben, sondern warum die Parteien unfähig sind, die Bürger längerfristig zu binden. Individualisierung hat dann nur eine Alibifunktion. Die fehlenden Alternativen innerhalb der Parteienlandschaft wären dann das eigentliche Problem, von dem die Frage nach der Parteibindung ablenkt.

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

SIEFERT, Almut (2017): Der Schein vom Paradies auf Erden trügt.
StZ-Serie Leben in Europa (2): Banken vor der Pleite, Staaten vor dem Bankrott: Die Krise, die 2007 begann, hat die EU und das Leben der Menschen verändert. Die Folgen sind noch immer zu spüren. Unsere Serie beleuchtet den Alltag. Heute: Familie Prunella in Italien,
in:
Stuttgarter Zeitung v. 08.08.

 
       
   

07.08.2017

 
       
   
DAS PARLAMENT-Thema: Ehe und Familie.
Ein Kampfplatz in der Politik

UHLMANN, Stefan (2017): Mehr Kinder.
Geburten: Die Zahl der Neugeborenen pro Frau in Deutschland steigt wieder an, liegt aber weiter unter der der Sterbefälle. Im europäischen Vergleich ist der Zuwachs eher bescheiden,
in:
Das Parlament Nr.32-33 v. 07.08.

 
       
   

Der Immobilienmarkt in Deutschland in der Debatte

KERSTING, Silke (2017): Teure Rezepte gegen die Wohnungsnot.
HB-Serie zur Bundestagswahl: Union und FDP versprechen mehr Fördergeld für die eigenen vier Wände. Rot-Rot-Grün will dagegen niedrigere Mieten in Ballungszentren durch mehr Sozialwohnungen und die Mietpreisbremse erzwingen,
in: Handelsblatt
v. 07.08.

 
       
   

Gero Neugebauer in der Debatte

STRATMANN, Klaus (2017): "Weil sollte nicht zur Wiederwahl antreten".
Gero Neugebauer: Der Parteienforscher über das Ende von Rot-Grün in Hannover, die Folgen für Martin Schulz und Koalitionsoptionen,
in: Handelsblatt
v. 07.08.

Das Handelsblatt konstruiert mit veralteten Umfragedaten einen weiteren Verlust an Rückhalt in der SPD-Wählerschaft. Schon seit längerem manipuliert das Handelsblatt die Sympathiewerte von SCHULZ, indem jede Wahlkampfprogrammatik, die dem Blatt nicht in den Kram passt mit der Nennung sinkender Umfragewerte gekoppelt wurde, obwohl die veröffentlichten Umfragewerte keineswegs eine Reaktion auf die Programmatik gewesen waren. Das Handelsblatt macht auch ansonsten keinen Hehl daraus, dass für das neoliberale Blatt Schwarz-Gelb die Wunschkoalition ist und nutzt dazu ganz unverhohlen seine Medienmacht, um neoliberale Positionen durchzusetzen.

Dagegen zeigt die Sonntagsfrage, dass die Umfragewerte der SPD durch Auf und Abs geprägt sind - unterbrochen durch einen kurzfristigen Hype nach der Nominierung des Kanzlerkandidaten Martin SCHULZ. Die jetzigen Umfragewerte liegen ganz im langfristigen Trend und drückt eher aus, dass die potentielle Wählerschaft der SPD keinen klaren Kurs zutraut, der sie von den neoliberalen Parteien unterscheidet. Zuerst verbale Abgrenzung zur Agenda-Politik und dann Anbiederung an die FDP. Glaubwürdigkeit sieht anders aus! 

Gero NEUGEBAUER sieht angesichts des Wechsels der Grünen-Abgeordneten Elke TWESTER den Imageschaden in erster Linie bei den Grünen, die sich nun "als unsicherer Kantonisten abstempeln" lassen müssen. Für NEUGEBAUER repräsentiert TWESTER mit ihrem Wechsel nicht den Wählerwillen, weil sie statt als Direktkandidatin nur als Listenkandidatin gewählt worden sei. NEUGEBAUER wendet sich gegen das Diktum von Heribert PRANTL, der die Abgeordnete des Verrats bezichtigte. Für NEUGEBAUER ist TWESTER dagegen nur eine Abtrünnige, weil sie kein "Gesetzesvorhaben gekippt (hat), indem sie ihr Abstimmungsverhalten kurzfristig geändert hätte".

 
       
   

Der Prozess um das moderne Schuldenmanagement der Stadt Pforzheim in den Medien

MAJEWSKI, Ina (2017): Pforzheims Finanzwelten beschäftigen die Strafjustiz.
Untreue-Prozess gegen frühere Oberbürgermeisterin startet. Möglicher Millionenschaden,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.08.

Ina MAJEWSKI versucht das Pforzheimer Finanzmanagement als normales Gebaren deutscher Kommunen hinzustellen:

"Sogar der Deutsche Städtetag wies damals, allerdings unverbindlich, auf die Möglichkeit dieses modernen Schuldenmanagements hin (...).
Angesichts der großen Begeisterung der Kämmerer, ihre desolate Haushaltslage lindern und weitere Überschuldung vermeiden zu können, übersahen viele Verantwortliche die Risiken solcher Produkte."

Das Vergehen datiert MAJEWSKI auf das Jahr 2006 und beschreibt es mit psychologischen Kategorien:

"Spätestens von da an entwickelt sich die Geschichte zu einem juristischen Streit über mögliche Gier, Unerfahrenheit und Selbstüberschätzung."

Auf der einen Seite steht bei MAJEWSKI die FDP-Oberbürgermeisterin und auf der anderen Seite der FDP-Landtagsfraktionsvorsitzende Hans-Ulrich RÜLKE, der

"seit mehr als 18 Jahren Mitglied im Gemeinderat der Stadt Pforzheim (ist). Seit Jahren kämpft er im Landtag für ein Spekulationsverbot für Kommunen."

Die Anklage wird damit zu einem innerparteilichen Konflikt der FDP stilisiert, wo Gut und Böse miteinander ringen. Gleichzeitig stellt sich  MAJEWSKI implizit auf die Seite der Banken, wenn sie spekuliert:

"2007 kam die Finanzkrise und damit etwas, was in den meisten Kommen (...) vorhersehen konnten, vielleicht aber wollten sie auch entsprechende Hinweise der Berater schlichtweg nicht hören".

Das Anliegen des Verfahrens beschreibt MAJEWSKI folgendermaßen:

"In dem Strafprozess geht es (...) um 13 Millionen Euro Gebühren und Transaktionskosten für mutmaßlich unzulässige Swap-Geschäfte. Die zentrale Frage des Verfahrens wird sein, ob die Kämmerin und die Oberbürgermeisterin den Ernst der Lage erkannten und bewusst zum Nachteil der Stadt Pforzheim handelten."

Zum Schluss stellt sich MAJEWSKI auf die Seite des FDP-Landtagsfraktionsvorsitzenden RÜLKE, indem sie dessen Plädoyer für eine Verschärfung der baden-württembergischen Gemeindeordnung wiedergibt. Spekulationen sollen danach zur Nichtigkeit des Geschäfts führen. Es geht also darum dass die Kommunen die Kosten von Fehlentscheidungen ihrer Verantwortlichen nicht zu tragen hätten, wenn sie die Grenzen zur Spekulation überschreiten. Wann das der Fall wäre, wäre dann jedoch wieder eine juristische Streitfrage.        

 
       
   

06.08.2017

 
       
   

Das erste Date in der Debatte

THIER, Jenni (2017): Wer zahlt die Rechnung beim ersten Date?
FAZ-Serie Geldirrtümer: Früher war es einfach: Trafen sich Mann und Frau zum romantischen Essen, zahlte der Mann. Heute ist alles viel komplizierter,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.08.

 
       
   

Das Single-Dasein in Frankreich

SIEBECK, Florian (2017): Ollivier und die Ausbeuter.
Alte Baustoffe für neue Häuser sind der Renner. Doch woher stammt das Material? In Frankreich kämpft ein Bürgermeister mit allen Mitteln gegen den Ausverkauf seiner Stadt,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.08.

 
       
   

05.08.2017

 
       
   

Die Internetkultur in der Debatte

SCHAFFMANN, Christa (2017): Dating und Scheidung online.
Die Digitalisierung verändert Partnerschaften und Familienbeziehungen,
in: Neues Deutschland
v. 05.08.

 
       
   

Die Heterogenität der Familie in der Debatte

SILBERER, Elke (2017): "Gehöre ich mit zur Familie?".
Langzeitstudie: das Leben von Pflegekindern bis zum Erwachsenenalter wird erforscht,
in:
Frankfurter Rundschau v. 05.08.

Bericht über eine Studie zur Entwicklung von Pflegekindern unter der Leitung von Daniela REIMER.

 
       
   
taz-Titelgeschichte: Herzliche Grüße aus der Provinz

SCHWAB, Waltraud (2017): Wenn die Luft vibriert.
Gemeinschaft: Dörfer sind Rätsel. Wenn es gut läuft, hält sie etwas zusammen. Was? Eine Spurensuche auf dem Dorffest von Oberrimsingen in Südbaden,
in:
TAZ v. 05.08.

Geht die Großstadtzeitung ins Dorf, dann herrscht dort entweder Gaudi oder Krimi. Heute ist bei der taz Volksfest angesagt, aber der SS-Krimi darf dabei auch nicht ganz fehlen!

Oberrimsingen ist übrigens kein Dorf, sondern ein Stadtteil von Breisach am Rhein. Selbst nach den Kriterien des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung wäre Oberrimsingen kein Dorf: Mit 1.500 Einwohnern liegt es weit über den 500 Einwohnern, die bei einer Studie zur Zukunft der Dörfer als Dorf klassifiziert werden. Auch liegt die Bevölkerungsdichte von Oberrimsingen über jenen 150 Einwohnern pro Quadratkilometern, die als Grenze für ländliche Gemeinden gilt.

Fazit: Uns wird von Waltraud SCHWAB eine Gemeinde als Dorf verkauft, das nur in der Vorstellung von Großstädtern als Dorf durchgeht.

DAUM, Philipp (2017): "Es gibt da so eine Anpacker-Mentalität".
Zukunft: Die Jungen ziehen weg, die Alten bleiben. Nur wenige Dörfer schaffen den Generationenwechsel. Der Demograf Manuel Slupina erforscht, wie es klappt,
in:
TAZ v. 05.08.

Dorf reimt sich bei der Großstadt-taz immer noch auf Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, das noch vor gar nicht so langer Zeit das Dorf aussterben lassen wollte. Nachdem jedoch die AfD Erfolge im ländlichen Raum feiert, hat das neoliberale Privatinstitut die Dorfgemeinschaft als Bollwerk gegen den demografischen Wandel entdeckt. Selbst schuld also, wenn Dörfer aussterben! Dann ist die Dorfgemeinschaft eben "eingeschlafen". Die Dörfer sollen sich wie Münchhausen selber aus ihrem Sumpf ziehen, so die Großstadtvorstellung, denn Politik ist schließlich nur für die Großstädte da - der Rest ist der taz egal!

Fazit: Geht's auf dem Dorf schief, dann ist das ein Mentalitätsproblem. Geht's in der Großstadt schief, ist das Politikversagen.

"Man kann die demografische Entwicklung nicht aufhalten",

ist das Credo von Manuel SLUPINA, als ob die demografische Entwicklung ein Naturgesetz wäre und nicht etwa durch politische Entscheidungen verschärft werden könnte. Neben uns die Sintflut, könnte man da auch sagen. 

 
       
   

Die Wahlkampfversprechen der Parteien in den Medien

REINSCH, Melanie (2017): Die lange Suche nach dem richtigen Modell.
FR-Serie zur Bundestagwahl - Familienpolitik (1): Noch immer ist es in Deutschland schwierig, Familie und Beruf erfolgreich unter einen Hut zu bekommen,
in:
Frankfurter Rundschau v. 05.08.

BANNAS, Günter (2017): Alle Parteien wollen Familie.
FAZ-Serie zur Bundestagwahl - Familienpolitik: Die finanzielle Förderung und die Vereinbarkeit mit dem Beruf sollen verbessert werden,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

 
       
   

Die Riester-Rente in der Debatte

MOHR, Daniel (2017): Riester lebt!
Die Vermögensfrage: Über kaum ein Finanzprodukt wird so viel Quatsch verbreitet wie über die Riester-Rente. Dabei gibt es nur hier dank staatlicher Unterstützung gute Renditeaussichten ohne Risiko,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

Daniel MOHR betätigt sich als Hilfskraft der Finanzdienstleister. Der Skandal um die Kreissparkasse Tübingen spielt bei MOHR keine Rolle. Die staatliche Subvention der Riester-Verträge beschert den Anbietern sagenhafte Profite, denn sie können die Kosten dank Lobbyisten wie MOHR hochtreiben, was dann bei MOHR folgendermaßen umschrieben wird:

"In vielen Fällen sind die Kosten der Riester-Versicherung zwar ärgerlich hoch, der Gesamtvertrag aber dennoch nicht unbedingt schlecht".

Kapitalgedeckte Altersvorsorge heißt: der Steuerzahler subventioniert den Finanzkapitalismus, der durch seine fehlende Produktivität und die Macht der Fondsgesellschaften zusätzlich noch das Lohnniveau in Deutschland in die Tiefe reißt.

 
       
   

Die Finanzialisierung in der Debatte

PANSE, Reinhard (2017): Wieviel Absicherung braucht man?
Standpunkt,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

Reinhard PANSE macht Werbung in eigener Sache und zwar nicht wie MOHR in Sachen Riester, sondern für die Aktie als angeblich sichere Altersvorsorge. Er verspricht uns eine "üppige Rente im Alter" statt der "gigantischen Altersarmut", die uns ansonsten erwarten würde. Die Niederlande und Großbritannien sind für ihn die Schlaraffenländer des Finanzkapitalismus. Wenn dem so wäre, warum wandern die Menschen dann nicht dorthin aus?   

 
       
   

Die Ostrentenangleichung in der Debatte

LOCKE, Stefan (2017): Vom Ende der Sprachlosigkeit.
Seit Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping über die harte Nachwendezeit spricht, kommen erschütternde Geschichten ans Licht. Diese Aufarbeitung aber passt nicht allen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

Eine Rede im Herbst vergangenen Jahres hat das Leben der sächsischen Integrationsministerin Petra KÖPPING verändert:

"Seitdem trifft Köpping Bergleute und Krankenschwestern, den Rentenbeiträge aus der DDR heute nicht mehr anerkannt werden, sie sitzt mit Künstlern zusammen, die nach der Wiedervereinigung in Existenznot gerieten, spricht mit in der DDR geschiedenen Frauen, die heute vielfach in Alterarmut leben, weil es keinen Versorgungsausgleich gab. (...) DDR-Eisenbahner (...) regt (...) auf, dass ihre Betriebsrenten, für die sie Beiträge zahlten »einfach weggewischt« wurden. Stattdessen verkaufte die Bundesbahn die Filetstücke der Reichsbahn in Ost-Berlin und füllte mit dem Erlös ihre gähnend leere Pensionskasse auf. Das Nachsehen hatten die Ost-Bahner, die keinen Anspruch darauf haben. »Die Renten der West-Bahner werden auch zu unseren Lasten gezahlt«, sagt ein Mitarbeiter."

Ein Gerechtigkeitsfonds, der es in das SPD-Wahlprogramm geschafft hat, soll Abhilfe schaffen:

"Es ist ein Härtefalltopf für diejenigen, die etwa bei der Rentenüberleitung erhebliche Nachteile erlitten haben".

Aber damit ist die Aufarbeitung nicht getan, denn die "beispiellose Deindustrialisierung ganzer Landstriche" hat zu Demütigungen im Osten geführt, von denen Stefan LOCKE einige herausgreift. Aber wem passt das nicht?

"Die Linkspartei ist aufgeschreckt durch den Zuspruch für die Ministerin (...). Sachsens CDU wiederum ist genervt. (...) Ministerpräsident Stanislaw Tillich soll gar versucht haben, Köpping das Thema zu entziehen. Sie aber beharrt darauf",

schreibt LOCKE dazu. Bereits im aktuellen Spiegel schrieb Jochen-Martin GUTSCH über dieses Thema, das neuerdings die westdeutsche Presse erreicht hat.   

 
       
   

Cottbus in der Debatte

BAUCHMÜLLER, Michael & Jens SCHNEIDER (2017): Am Ostsee.
Wirtschaftsreport: Im Norden von Cottbus entsteht der größte künstliche See in Deutschland. Wo heute noch Braunkohle staubt, sollen sich bald Menschen sonnen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 05.08.

Von der Bergbaustadt zur Seestadt beschrieb Jochen-Martin GUTSCH im aktuellen Spiegel eine Vision für das strukturschwache Ostdeutschland. BAUCHMÜLLER & SCHNEIDER führen uns zwar nicht wie GUTSCH nach Großräschen, sondern nach Cottbus, das ebenfalls wie andere Braunkohlereviere von der Lausitzer Seenland profitieren möchte:

"Nächstes Jahr beginnt die Flutung des früheren Tagebaus Cottbus-Nord. Wo bis 2015 Braunkohle gefördert wurde, entsteht der größte künstliche See in Deutschland. In ein paar Jahren werden die Cottbusser hier schwimmen gehen.
(...). Der Ostsee, das klingt wie ein Versprechen auf Zukunft für die Region südöstlich von Berlin. Für eine Region, die sich gerade neu erfinden muss, wenn sie noch eine Zukunft haben will. (...).
Der Ostsee ist erst der Anfang. Noch graben sich in diesen Tagen in Orten wie Jänschwalde, Welzow und Nochten die Bagger immer tiefer in den Boden der Lausitz. Dies ist nicht die einzige Braunkohle-Region in Deutschland, die sich neu erfinden muss. (...). Aber keine Region hängt so sehr an der Braunkohle wie die Lausitz. (...).
Zwar fielen schon nach dem Ende der DDR die meisten Arbeitsplätze in der Kohle weg, doch bis heute arbeiten nach Branchenangaben 8.000 Menschen in der Lausitzer Braunkohle, Zulieferer noch nicht eingerechnet."

Neben dem Tourismus sollen gemäß BAUCHMÜLLER & SCHNEIDER Cottbus auch die Start-up-Szene um die Universität und der Weinbau die Lausitz retten.

 
       
   

Die Medienkultur als Problem

HOFFMANN, Catherine & Michael KLÄSGEN (2017): Wenn einer fällt.
Die Zahl der Pleiten ist auf einem Tiefstand. Eine gute Nachricht? Von wegen. Viele marode Unternehmen existieren nur, weil sie sich mit billigem Geld finanzieren und die Konjunktur floriert. Doch steigen die Zinsen, droht eine fatale Kettenreaktion,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 05.08.

Gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten im Neoliberalismus! Angst ist der Treibstoff des neoliberalen Regimes. Die Geburtenrate steigt? 2500 ist Deutschland trotzdem ausgestorben! Die Kinderlosigkeit ist zurückgegangen? Die Trendwende muss erst noch geschafft werden! Die Zahl der Pleiten ist zurückgegangen? Nur, weil es zu viele "Firmenzombies" gibt!

Fazit: Gute Nachrichten bergen immer schon das Schlechte in sich, denn die Angst als Treibstoff würde erlahmen. Das wäre der Super-GAU des Neoliberalismus! Wo kämen wir hin, wenn die Bevölkerung nicht in Angst und Schrecken leben müsste?  

 
       
   

Heribert Prantl in der Debatte

PRANTL, Heribert (2017): Die SPD verbrennt.
Niedersachsen: Oje, Martin Schulz! Den Sozialdemokraten bleibt der Mut der Verzweifelung,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 05.08.

"In der Politik liebt man den Verrat, aber nicht den Verräter",

schreibt Heribert PRANTL zum Wechsel der Grünen-Abgeordneten Elke TWESTER, die mit ihrem Wechsel zur CDU der rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen den Todesstoß versetzt hat.

Wer setzt da noch auf die SPD, deren Wahlkampfstrategie ein einziges Desaster ist? Sollte die SPD - wie der Spiegel heute schreibt - die FDP tatsächlich mit Samthandschuhen anfassen, weil in ihr ein möglicher Koalitionspartner gesehen wird, obwohl eine SPD/FDP/Grüne-Regierung höchstens in der Phantasie der SPD existiert, wird dies dafür sorgen, dass die Glaubwürdigkeit der SPD ganz ramponiert wird. Wer kann eine SPD wählen, die nicht davor zurückschreckt mit den Neoliberalen aus FDP und Grünen ins Bett zu steigen? Jene Wahlkampfversprechen, die auf die Schlechterverdienenden abzielen, sind weder mit der FDP noch mit den Grünen durchzusetzen - schon gar nicht, wenn die SPD noch mehr Wähler verliert und nicht einmal bei der Ampel den Kanzler stellen könnte.

Fazit: Wahrscheinlich ist eine schwarz-gelbe Regierung im Bund - dank mutloser, realitätsferner SPD!

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

NUSPLIGER, Niklaus (2017): Europa an der wiedervereinigten Strasse.
NZZ-Serie Deutschland wählt: Zwei Provinzstädte - die eine in Deutschland, die andere in den Niederlanden - versuchen den europäischen Gedanken zu leben,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 05.08.

 
       
   

Der Bundestagswahlkampf in der Debatte

MEDICK, Veit (2017): Die gelbe Gefahr.
Wahlkampf: Die SPD-Spitze steckt in einer Strategiedebatte: Kann eine Kampagne gegen eine CDU-FDP-Koalition die eigene Partei mobilisieren?
in:
Spiegel Nr.32 v. 05.08.

 
       
   

Das Single-Dasein in Europa

GRABITZ, Markus (2017): Allen Krisen zum Trotz: Die Jugend steht auf die EU.
StZ-Serie Leben in Europa (1): Banken vor der Pleite, Staaten vor dem Bankrott: Die Krise, die 2007 begann, hat die EU und das Leben der Menschen verändert. Die Folgen sind noch immer zu spüren. In unserer Serie ziehen wir Bilanz. Zum Start: Eine Bestandsaufnahme,
in:
Stuttgarter Zeitung v. 05.08.

Die Stuttgarter Zeitung will in ihrer 13teiligen Serie, in der über die Hälfte der 28 EU-Mitgliedsstaaten gar nicht vorkommt, Bilanz ziehen. Es ist eine Bilanz aus der Sicht der Globalisierungsgewinner aus der Mittelschicht. Markus GRABITZ zieht anhand des Eurobarometers eine Vertrauensbilanz:

"In 18 von 28 Nationalstaaten überwiegt das Vertrauen in die EU gegenüber dem Misstrauen. An der Spitze ist Malta, mit 66 Prozent, Litauen und die Niederlande (64), Luxemburg und Finnland (je 60), Bulgarien und Rumänien (je 59). Polen mit seiner EU-feindlichen PiS-Regierung kommt mit 57 Prozent auf den gleichen Wert wie Deutschland. Am niedrigsten ist das Vertrauen (...) in Griechenland, mit 27 Prozent, Slowenien (32), Tschechien und Spanien (je 35)."

Die Jungen (15-25-Jährige) gelten als EU-freundlicher als die Alten (über 55-Jährige).

 
       
   

Das Single-Dasein in der Schweiz

GERNY, Daniel (2017): Hochbetagte sterben günstiger.
Die Kosten im letzten Lebensjahr sinken mit dem Alter - häufiger wird auf teure Eingriffe verzichtet, was Zündstoff birgt,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 05.08.

HEHLI, Simon (2017): Der freie Markt als Medizin.
Was bei Architekten und Garagisten funktioniert, soll auch für Ärzte gelten - die individuelle Festsetzung der Preise,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 05.08.

 
       
   

Das Single-Dasein in Österreich

REEH, Martin (2017): "Wir waren immer Avantgarde".
Österreich: Warum sind europäische Mitte-links-Parteien in der Krise? Österreichs Bundeskanzler Christian Kern sagt: Uns ist der Gesellschaftsentwurf abhanden gekommen. Um ihn wiederzuerlangen, müsse man Globalisierung und Digitalisierung als Chance begreifen. Ein Interview über Robotersteuern, Koalitionen mit der FPÖ und die größte Umverteilung der Geschichte,
in:
TAZ v. 05.08.

 
       
   

Das Single-Dasein in Griechenland

FRAUNBERGER, Richard (2017): Der Traum vom Süden.
Ein Haus am Mittelmeer - es ist der Traum vieler. Doch wie ist es wirklich, dort zu bauen und zu leben? Noch dazu in Griechenland, mitten in der Krise. Einblicke in ein Land, das nach acht Krisenjahren und drei Hilfsprogrammen nicht von der Stelle kommt,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

 
       
 

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Zu den News vom 01. - 04. August 2017
 

   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

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