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Medienrundschau:
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News vom 16.
- 31. Dezember 2001
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- RIEDLER,
Claudia (2001): Singles auf der Suche.
"Man
muss viele Frösche küssen...",
in: Oberösterreichische
Nachrichten v. 31.12.
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- JEI (2001): Das sollen
wir sein?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 31.12.
- Inhalt:
Ein Beitrag zur
Werbekampagne der Bundesregierung
"Familie Deutschland". Der
Autor findet die Plakataktion nicht
gelungen:
"Man
sieht eine dunkelhaarige hochschwangere
Frau breitbeinig in Stretchhose auf einem
Sofa sitzen. Sie schaut dem Betrachter
direkt in die Augen (...). Dann fällt
unser Blick auf den jungen Mann, der auf
dem Fußboden vor dem Sofa kauert, den
Blick gesenkt. Worüber mag er grübeln,
welche Welt schaut er? Wir wissen nicht,
was das Ensemble sagen soll - eine
Werbung für die Familie ist es
jedenfalls nicht (...). Schwer
vorstellbar, daß die Plakatszene
jemanden zu der Idee inspirieren könnte,
eine Familie zu gründen."
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- LEUPIN,
Remo (2002): "Selbst wer Menschen ausbeutet,
kann die Produktivität nicht mehr
erhöhen".
Trendforscher
Matthias Horx über die künftige Gesellschaft,
in der die Rohstoffe Wissen und Talent zum
wertvollsten Gut werden,
in: SonntagsZeitung v. 30.12.
- Inhalt:
Matthias
HORX bezeichnet seinen
"illusionslosen Optimismus" als
"Rebellion gegen den in unseren
Breitengraden verbreiteten
Kulturpessimismus" und bekennt sich
ansonsten zum Glauben an den
Evolutionsprozess.
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FAS-Thema
"Kinderlose contra Familien."
Der
Konflikt ist voll entbrannt und spaltet die
Gesellschaft: Wer wird vom Staat besser bedient?
Zwei Plädoyers in polemischer Absicht.
- GERMIS,
Carsten (2001): Eure Kinder kosten uns
Milliarden.
Die Kinderlosen
zahlen schon heute einen Großteil des
Aufwands für Erziehung und Ausbildung,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
-
KLOEPFER, Inge
(2001): Wir Eltern zahlen doppelt.
Die Familien
finanzieren die Ausbildung der Kinder und
zahlen die Renten der Singles,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
Die FAS
wärmt noch einmal die
Kontroverse "Familien versus
Singles" auf, die in
Deutschland im Vorfeld von
Pflegeurteil
und Rentenreform geführt wurde.
GERMIS
darf noch einmal die Argumente
eines noch kinderlosen Yuppies
vortragen, der nicht für das
Kindergeld von Eltern im
Niedriglohnsektor aufkommen will,
sondern der Staat soll in die
Betreuungsangebote investieren,
damit seine noch nicht geborenen
Kinder vom Sozialstaat
profitieren.
KLOEPFER
vertritt dagegen die Yuppie-MOM, die sich über
die Abschaffung des Dienstmädchen-Privilegs mokiert:
"Zwar können wir die
Betreuungskosten für die Kinder (...) absetzen, aber
eben nicht die Kosten für die Putzfrau, die uns
entlastet.".
- INK (2001):
Der Verteilungsstreit: Die Antwort der
Ökonomen,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
Der
Würzburger Professor für
Volkswirtschaftslehre Norbert
BERTHOLD ist die
wissenschaftliche Instanz, die
die obige Pseudokontroverse von
GERMIS und KLOEPFER noch einmal
wissenschaftlich absegnet:
"Die Politik sollte nach
Meinung des Ökonomen davon
absehen, die finanziellen
Leistungen an die Familien zu
erhöhen. 'Statt dessen müssen
deutlich mehr staatliche Mittel
für Kinderkrippen,
Ganztagskindergärten und
Ganztagsschulen umgeleitet
werden', sagt er."
-
KLOEPFER, Inge
& Carsten GERMIS (2001): "Die
Kommunen müssen mehr Krippen
einrichten".
Familienministerin
Bergmann (SPD) will die Väter stärker
in die Verantwortung nehmen,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
Ein
Interview mit der
Familienministerin, die ihre
altbekannten Positionen
herunterbetet.
Sie
weist u.a. auf die bessere
Versorgung der neuen
Bundesländer mit
Betreuungsangeboten hin.
Merkwürdig nur, dass die
Geburtenrate in den neuen
Bundesländern weit unter denen
der alten Bundesländern liegt,
wie das Schaubild "Immer
weniger Kinder - ein
innerdeutscher Vergleich"
beweist.
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- HOUELLEBECQ, Michel
(2001): Der neue Houellebecq.
Ein Mann von vierzig Jahren,
nicht nett, nicht fröhlich, aber Beerdigungen
sind sein Ding: Das erste Kapitel aus dem Roman
"Plattform",
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
Die FAS hat das
erste Kapitel von
HOUELLEBECQs
umstrittenen Roman "Plateforme"
abgedruckt, der ab Februar auch in
Deutschland erscheinen soll. Der DuMont
Verlag hat das Erscheinen so vorverlegt,
dass das Medienspektakel um den
angekündigten Gerichtsprozess gegen
HOUELLEBECQ
verkaufswirksam genutzt werden kann.
Das Bild
vom Single wird gleich im ersten Kapitel
sozialpolitisch korrekt dargestellt:
"Ich
habe auch nicht geheiratet. Gelegenheit
dazu bot sich mir mehrfach; aber ich habe
jedesmal abgelehnt. Dabei mag ich Frauen
sehr. Daß ich ledig geblieben bin, ist
eines der Dinge, die ich im Leben ein
wenig bedaure. Vor allem im Urlaub wirkt
sich das störend aus. Im Urlaub bringen
die Leute unverheirateten Männern ab
einem gewissen Alter ziemliches
Mißtrauen entgegen: Sie vermuten bei
ihnen einen starken Egoismus und wohl
auch einen gewissen Hang zum Laster; ich
kann ihnen nur recht geben."
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- DIEZ, Georg (2001):
Was bleibt: Narzißmus,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
30.12.
- Kommentar:
Georg DIEZ informiert
über den Zusammenhang zwischen Ironie
und Verzweiflung. Die Epoche des Pop sei
vorbei, aber in einem anderem Sinne als
es die Verächter der Spassgesellschaft
verkünden, meint DIEZ und vermeldet eine
gute Nachricht:
"Nach
Nabelschau und Bauchlandung, nach
Start-up-Taumel, Körperkult und
Biographiegebastel, nach dem Ende der
Stars, nach dem Ende des Konsums, nach
dem Ende der Schönheit, nach dem
Egoismus, endlich der Blick auf das, was
bleibt. Der Narzißmus."
Die
Verabschieder der Spassgesellschaft
schreiben derweil Bücher. DIEZ droht das
Erscheinen von "Das Ende der
Egomanie" aus der Feder von
Horst-Eberhard RICHTER für Februar 2002
an und singt stattdessen das Loblied auf
den Narzißten:
"Der
Narzißmus ist das, was übrigbleibt,
wenn man die Oberflächensymptome der
letzten Jahre wegräumt: Er ist die
Kombination von Egoismus und Schönheit,
die Antwort auf kommende Unschärfe, die
aggressiv vorgetragene Variante dessen,
was sich bislang in verschwiemelten
Privatismen versteckten. Der Narzißmus
ist Selbstbezüglichkeit ohne schlechtes
Gewissen. Der Narzißmus ist eine Absage
daran, daß wir die Zeit zurückdrehen
können (...). Und weiterhin gilt: The
sky is the limit."
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FAS-Thema
"Wird sich die Atmosphäre 2002
erwärmen?"
Soziologische
Klimaforschungen weisen auf ein Abschmelzen der
Coolness und einen Anstieg der
Gefühlstemperaturen hin
- HÜSTER,
Wiebke (2001): Unter Null. Coolness, kein
Kinderspiel.
Der Normaleuropäer
wird immer jünger,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
HÜSTER
zitiert aus dem Buch "Cool
Rules. Anatomy of an
Attitude" von Dick POUNTAIN
und David ROBINS, das dieses Jahr
in England erschienen ist. Die
beiden Autoren haben eine
Geschichte des Cool geschrieben,
an der sich in Deutschland
Ulf
POSCHARDT
bereits ein Jahr zuvor versucht
hat.
Die
Briten behaupten in ihrem Buch,
dass sich das Coolsein als
emotionaler Stil von einem
Jugendphänomen zu einem
gesamtgesellschaftlichen
Phänomen verallgemeinert hat.
Sie sehen zwischen Hippies,
Punks, Yuppies, Hip-Hoppern und
Ravern nicht deren Unterschiede,
sondern die grundlegende
Gemeinsamkeit: das Streben nach
Coolsein.
HÜSTER
zweifelt daran und vertritt
stattdessen die
kulturpessimistische These von
der Infantilisierung der
Gesellschaft.
- VOSS, Julia
(2001): 37,3 Grad: Gut geheizte
Oberstube.
Emotionale
Intelligenz: Gesellschaft als
Kamingespräch,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
VOSS
verteidigt den
"Märchenerzähler"
Daniel GOLEMAN und sein
"Bestsellermärchen"
über die Emotionale Intelligenz
gegen den Konflikttheoretiker
Rolf DEGEN, den sie einen
"Aesop der Psychologie"
nennt.
Offenbar
möchte VOSS die These von
HÜSTER mit ihrem Artikel gleich
beweisen, denn die
biedermeierlichen Märchen à la
GOLEMAN sind in jeder Hinsicht
kindgerecht.
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- LEIF, Thomas (2001):
Die Faszination der großen Zahl.
Freiwilliges Engagement:
Politiker operieren mit geschönten Daten, doch
die Wirklichkeit sieht anders aus,
in: Frankfurter Rundschau
v. 29.12.
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- OBERT, Mark (2001):
Lang soll er leben.
An
der Nase eines Mannes erkennt man seinen Hannes,
dichtet der Volksmund und hat - wie immer -
Unrecht. Wie groß ist groß genug? Wie klein ist
zu klein? Das hängt davon ab, ob ein Mann in die
Sauna geht und neidisch auf das Gemächt des
Nachbarn starrt. Dagegen hilft nur eins:
Statistik.
in: Frankfurter Rundschau
v. 29.12.
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- SAFRANSKI, Rüdiger
(2001): Der erkaltete Eros.
Über Liebe und belebende Gedanken über Liebe,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 29.12.
- Inhalt:
SAFRANSKI berichtet
über die Entzauberung der Liebe durch
Wissenschaften wie die Endokrinologie,
die Zusammenhänge zwischen körperlichen
Vorgängen und Gefühlen herstellt.
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- BROOCKMANN,
Karsten & Kristian STEMMLER (2001): St. Georg
ist Single-Hochburg.
In
fast der Hälfte aller Hamburger Haushalte lebt
nur noch eine Person. Überzeugte Singles
bevorzugen citynahe Stadtteile.
in: Hamburger Abendblatt v. 28.12.
- Kommentar:
An Hamburg lässt
sich die soziale Spaltung der
Single-Haushalte sozialräumlich ablesen:
Während in St. Georg, St. Pauli und
Rotherbaum junge Studenten und Yuppies
leben, sind Barmbek, Hamm-Nord und
Dulsberg die weniger attraktiven
RentnerInnenhochburgen.
In den
begehrten Vierteln leben auch die
"Yappies", d.h. junge,
wohlhabende Eltern mit überwiegend einem
Kind. Diese Angehörigen der Generation
Golf sind auch die umworbene Zielgruppe
der Familienpolitiker.
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- OLK, Thomas (2001):
Der Aktivbürger - anerkannter Ehrenamtlicher
oder Lückenbüßer?
Die Förderung des
bürgerschaftlichen Engagements als
gesellschaftspolitische Herausforderung,
in: Frankfurter Rundschau
v. 28.12.
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HENARD,
Jacqueline (2001): Vater unser.
Warum
überaltert unsere Gesellschaft? Wegen
allgemeiner Zukunftsunsicherheit und weil Frauen
Karriere machen wollen, so sagt man. Aber wie
denken eigentlich Männer über Kinder?
in: Die ZEIT Nr.01 v. 27.12.
- Kommentar:
Während
Alice
SCHWARZER den
Geburtenrückgang als Resultat eines
"Gebärstreiks"
der Mittelschichtfrauen
vermarktet, ist für HENARD der
"Zeugungsstreik" der Männer
mitverantwortlich für die Misere.
Überhaupt die Männer! Kinderlose
Männer und ihre Motive sind nach Meinung
von HENARD ein vernachlässigtes
Forschungsthema.
HENARD
unterstellt den Männern politisch
korrekte Antworten bei Meinungsumfragen.
Wissenschaftler nennen dies soziale
Erwünschtheit von Antwortverhalten. Auch
Frauen antworten politisch korrekt.
Dieser blinde Fleck der feministischen
Forschung bleibt unerwähnt.
Die Autorin
zitiert u.a. aus den Untersuchungen von
Wassilios
E. FTHENAKIS und Christine CASTELAIN-MEUNIER. Die Pariser Soziologin
hat die Leserschaft der französischen
Männerzeitschriften untersucht:
"Im Vordergrund stehen
Gesundheit (!), Sex- und Ernährungstipps. Die klassischen
Männerthemen - Politik, dicke Autos, nackte Mädchen und
Gehaltsvergleiche - sind an den Rand gedrängt."
Moniert
wird, dass Väter und Vaterschaft kein zentrales Thema sind.
Aber dann müssten sie wohl auch Väter- und nicht
Männerzeitschriften heißen!
Für HENARD
liegt das Übel im Zerfall der
Vaterschaft seit den Zeiten des
Patriarchen. Besonders erwähnt werden
die Jahreszahlen 1968 und 1789:
"Die
Revolution holte Ehe und Familie aus den
Höhen des Pakts vor Gott in die irdische
Vertragswirklichkeit herunter, indem sie
die standesamtliche Trauung einführte.
Die Entheiligung der Ehe ermöglichte
einen neuen Blick auf die Kinder und die
(Wieder-)Begründung der sozialen
Vaterschaft. Kinder konnten nun adoptiert
werden."
HENARD ist
jedoch davon überzeugt, dass die
zukünftige Familienpolitik die Väter
wieder vermehrt in den Blick bekommt.
"Work-Life-Balance" ist
hierfür das Zauberwort. Frankreich
erscheint in dieser Sicht vorbildhaft:
"Frankreich,
wo knapp die Hälfte aller Kinder
außerehelich geboren wird, will als
vorbeugende Maßnahme im kommenden Jahr
einen »Vaterschaftspass« einführen. Er
soll werdenden Vätern ihre Pflichten vor
Augen führen - und auch ihre Rechte
gegen weibliche Allmachtsansprüche.
Außerdem tritt ein bezahlter
Vaterschaftsurlaub (elf zusätzliche Tage
in den ersten vier Lebensmonaten) nach
skandinavischem Modell in Kraft.
Den Einwand, dass 14 Tage bezahlter
Urlaub volkswirtschaftlich teuer seien,
wischt die französische
Familienministerin schlicht vom Tisch:
Teuer sei es für eine Gesellschaft vor
allem, wenn sie nicht genügend Kinder
hätte und die Väter keine ausreichend
tiefe Bindung zu ihrem Nachwuchs
entwickelten."
Im
internationalen Vergleich stehen die
Deutschen nach Meinung von HENARD
schlecht da.
In solchen
Vergleichen wird aber grundsätzlich
nicht auf die unterschiedlichen
Rahmenbedingungen der verschiedenen
Länder eingegangen: weder findet die
historisch gewordene Altersstruktur
Erwähnung, noch die unterschiedlichen
Bevölkerungsstrukturen (agrarisch
orientierte, industrielle oder
postindustrielle Gesellschaften) oder die
Bevölkerungsdichte. Stattdessen wird
suggeriert, dass das Verhalten einer
Generation ausschlaggebend für die
demografische Entwicklung sei. Wer die
Geburtenraten isoliert betrachtet, der
muss zwangsläufig enttäuscht werden,
wenn Familienpolitik oder
Bevölkerungspolitik keine Änderungen
bewirkt.
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- AFHELDT,
Heik (2001): Die Bombe tickt...
... doch
die Politiker wollen nicht hören. Die
überalterte Gesellschaft sprengt die
Sozialsysteme,
in: Die ZEIT Nr.01 v. 27.12.
- Kommentar:
AFHELDT macht
Produktwerbung in eigener Sache. Er hat
an einem Positionspapier des
SPD-Managerkreises mitgearbeitet, das er
nun vorstellt. Seine Lieblingsvokabeln
sind "dramatisch",
"bedrohlich",
"erschreckend". Man ahnt: es
geht um die Erzeugung von Handlungsdruck.
Angeblich
lässt sich der "drohende
Bevölkerungsschwund (...) für die
nächsten 30 Jahre ziemlich exakt
vorausberechnen".
Man muss jedoch
nur die Prognosen der
Bevölkerungswissenschaftler vor 1965 mit
jenen danach vergleichen, um
festzustellen, dass die
Prognosefähigkeit der Demografen arg zu
wünschen übrig lässt! Das weiß auch AFHELDT:
"bei den unteren, den
jungen Schichten der Alterspyramide sind
Verhaltensänderungen möglich".
Die
steigende Staatsquote durch die Überalterung sind das
zentrale Thema. Man liest deshalb von der "Alterslast",
statt von der "Belastungsquote"
Die
Belastungsquote setzt sich aus den noch
nicht Erwerbstätigen (Kinder und
Jugendliche) und den nicht mehr
Erwerbstätigen (Rentner und Pensionäre)
zusammen und bezieht sich auf die Zahl
der potentiellen Erwerbstätigen.
Das
Eintrittsalter in den Arbeitsmarkt und
das Austrittsalter sind jene Variablen,
die die Belastungsquote entscheidend
ändern können.
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- NEUE OSNABRÜCKER
ZEITUNG (2001): Protest: Ich bin kein Single,
in: Neue Osnabrücker Zeitung v. 27.12.
- Inhalt:
Bericht über die
Protestaktion vom Verband allein
erziehender Mütter und Väter (VAMV)
gegen das Zweite Gesetz zur
Familienförderung.
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- TÖNNIES,
Sibylle (2001): Lob der Weihnachtsgeschichte.
Einmal
im Jahr rückt das Christentum Mutter und Baby
ins Zentrum des Interesses - eigentlich keine
schlechte Idee. Wir können davon etwas lernen -
auch heute noch,
in: TAZ v. 24.12.
- Inhalt:
"In früheren
Zeiten, in denen Kinder innerhalb von
Ehen gezeugt wurden, ging es um das
Schicksal der Witwen und Waisen. Sie
stellten das soziale Problem dar, an dem
sich die Gutherzigkeit bewähren
sollte."
Das ist
nach Sibylle TÖNNIES heutzutage anders:
"Es soll für Frauen ohne festen
Mann kein Anreiz geschaffen werden, sich
fortzupflanzen."
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- SEIFERT,
Ruth (2001): Helden und Heulsusen.
Im
Krieg verfestigen sich die traditionellen
Geschlechterbilder. Frauen verschwinden als
Handelnde vom Bildschirm - und tauchen als Opfer
wieder auf,
in: TAZ v. 24.12.
- Inhalt:
SEIFERT geht der
Frage nach, ob die (traditionellen)
Männer Kriegsgewinnler sind.
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TAZ-Thema:
"Weihnachten - das Fest der Familie".
Versuchen
Sie, an Weihnachten der Familie zu entfliehen!
Sie werden sehen: Es geht nicht, egal wie gut
oder schlecht Ihre Erinnerungen sind. Denn
Weihnachten ist ein Programm, ein inneres. Man
kann nur versuchen, jedes Jahr ein bisschen an
der Software herumzubasteln
- DRIBBUSCH,
Barbara (2001): Weihnachten? Reine
Nervensache.
Weihnachten
für die Familie: Sorgsam und sensibel
gestalten die Eltern das Fest für die
Kinder. Man hat ja seine Erfahrungen,
in: TAZ v. 24.12.
- Kommentar:
DRIBBUSCH
stellt den
"Kinderbesitzern" drei
Typen von Kinderlosen gegenüber:
"Da
gibt es die
Bulthauptküchenfraktion, gut
verdienende Paare, die zum
viergängigen Dinner ins designte
Dachgeschoss einladen, dann die
Fernreisenflüchtlinge (...) und
schließlich die Singles, die zu
den alten Eltern nach Hause
fahren."
Mehr
hat die betagte Familien-TAZ
nicht anzubieten...
- MERKER, Miriam
(2001): Weihnachten? Reine Nervensache.
Weihnachten gegen
die Familie: Nichts wie weg von den
Eltern an den Festtagen! Man hat ja seine
Erfahrungen. Bloß: wohin?,
in: TAZ v. 24.12.
- Kommentar:
Auch bei
MERKER sieht Weihnachten wenig
tröstlich aus. MERKER wohnt zwar
"alternativ" in der
"Wohngemeinschaft",
statt mit dem Partner zusammen zu
leben, aber ansonsten ist vom
"alternativ" nichts
mehr übrig, es bleiben die
üblichen Paarsorgen. Die Gattung
"Single" ist bei der
Generation TAZ ausgestorben...
- DRIBBUSCH,
Barbara (2001): Tipps für
Weihnachtsmuffel.
Sie
schaffen die Feiertage - mit unserer
Hilfe,
in: TAZ v. 24.12.
- KUHLBRODT,
Detlef (2001): Schweigen mit Nihil
Baxter.
Nach
Hause fahren zum Fest der Liebe,
in: TAZ v. 24.12.
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- METZGER, Daniel
(2001): Das Wohnbüro.
Digitalisierung und
Elektronisierung von Büro wie Wohnung schreiten
unaufhaltsam voran - und verwischen Grenzen
zwischen Arbeit und Freizeit,
in: SonntagsZeitung v.
23.12.
- Inhalt:
Der Soziologe Hans
GESER von der Universität Zürich stellt
zwischen der Haushaltstechnisierung und
der Individualisierung einen Zusammenhang
her:
"«Die
technischen Mittel erlauben es jeder
Person, sich zu jedem gewünschten
Zeitpunkt in eine eigene Welt
zurückzuziehen - auch innerhalb der
eigenen Familie.» Ein Trend, der sich in
den kommenden Jahren verstärken werde.
Doch nicht die Technik ist laut Geser
schuld, dass dies geschehe, im Gegenteil:
«Die neuen Technologien sind deshalb so
erfolgreich, weil sie einem bereits
bestehenden Bedürfnis
entsprechen.»"
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- HENKEL,
Regina-C. & Nike WEISS (2001): "Das
traditionelle Rollenbild aufbrechen".
Bundesministerin
Christine Bergmann über Karriere-Väter,
Teilzeit-Mütter und den Standortfaktor Familie
in: Tagesspiegel v. 23.12.
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- ALBERS,
Markus & Ulf POSCHARDT (2001): Die normale
Frau von morgen.
Rebellische
Pose, aber eigentlich ziemlich brav: Mit diesem
Rezept wurde die amerikanische Sängerin Gwen
Stefanie zur neuen Königin der Popmusik,
in: Welt am Sonntag v.
23.12.
- Kommentar:
Wie der
Popadel für die
Bevölkerungspolitik dienstbar gemacht
werden soll, davon zeugt der Artikel von
ALBERS und
POSCHARDT:
"Wer,
wenn nicht Popstars, sollte dafür
sorgen, dass ein Ruck durch unsere jungen
Leute geht, wie das der ehemalige
Bundespräsident Herzog so richtig
forderte."
Heiraten
und Familiengründen, das ist das
bevölkerungspolitische Programm der
bürgerlichen Popmusik für die
Generation
Golf.
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- DÜFFEL,
John von (2001): DIE Jahreszeiten des Körpers.
Wie
vertragen sich Adventsstimmung und
Ego-Gesellschaft? Der Bestsellerautor John von
Düffel schrieb für die Welt am Sonntag eine
Weihnachtsgeschichte zwischen Spekulatiusduft und
Fitness-Studio,
in: Welt am Sonntag v.
23.12.
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- WEIGUNY, Bettina
(2001): Wenn der Schnuller die Wahrheit verrät.
Vaterschaft mit Brief und
Siegel: Biotech-Unternehmen entdecken jeden
Seitensprung,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 23.12.
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- MERKEL,
Andreas (2001): "Hallo, Mama".
Immer
wieder wurde Andreas Merkel gefragt, warum er
denn nicht auch so erfolgreiche Bücher schreibe
wie Florian Illies. Um dem Phänomen auf den
Grund zu gehen, greift unser Autor zu einem
ungewöhnlichen Mittel: Er interviewt seine
Mutter,
in: TAZ v. 22.12.
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- KALS, Ursula (2001):
Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam.
Das Leben in
Ordensgemeinschaften erfordert starke
Persönlichkeiten. Suche nach Kontemplation,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 22.12.
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- DATH, Dietmar (2001):
Ist denn gar nichts mehr heilig?
Im Schlafzimmer der
Verdinglichung: Die Liebe der Zukunft wird eine
Liebe zu Puppen sein,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 22.12.
- Kommentar:
Der Kulturpessimist
Dietmar DATH ist den Absonderlichkeiten
der "Single-Gesellschaft"
nachgegangen. Seine Gewährsmänner sind
Michel
HOUELLEBECQ und
Bret Easton
ELLIS. Im Mittelpunkt
stehen deshalb die "emotional
geschädigten, kontaktgehemmten
mittelständischen Sexual-Autisten
unserer Großstädte", die
Partnervermittlungen wie
"Coincidence Design"
beauftragen oder in
"Hausgemeinschaften mit Real
Dolls" leben.
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- BERG, Sibylle (2001):
Erbmasse.
Sibylle Berg macht sich
Gedanken über das Altern,
in: Frankfurter Rundschau
v. 22.12.
- Inhalt:
Eine traurige
Geschichte von
Sibylle
BERG über eine alte
Dame, die sich nicht mit ihrem
Heim-Dasein abfinden kann:
"Sie
hatte (...) gedacht, sie wäre bestimmt
nicht allein im Alter, es würde schon
noch eine große Liebe kommen, eine
Familie, oder zumindest zöge sie mit
vielen Freunde in ein prima Haus am Meer.
Die Freunde waren tot (...). Die große
Liebe war nie gekommen. Über Nacht
hatten alle Männer ihres Alters junge
Stewardessen als Freundin und (...) dann
war sie irgendwann immer hingefallen,
konnte nicht mehr arbeiten und nun stand
sie hier, am Fenster in diesem
Heim."
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- MAUERSBERG, Barbara
& Katharina SPERBER (2001): "Deutschland
braucht Vorbilder".
Der
Kaiser-Ur-Ur-Enkel Philip Prinz von Preußen
über eine neue Monarchie, preußische Tugenden
bei der Kindererziehung und seinen Draht zu Gott,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.12.
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- HECHT, Martin (2001):
Verblasster Mythos: Die Stille
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.12.
- Kommentar:
Martin HECHT findet seine neue
Heimat - die Stille - im Mittelalter,
denn dort war die Welt noch in Ordnung:
sprich - es gab noch keine
Autoritätskrise:
"Das
Getöse verrät eine Autoritätskrise.
Mit der neuzeitlichen Legitimationskrise
des mittelalterlichen Glaubenssystems
zerbricht die Autorität Stück für
Stück, mit ihr das Schweigegebot vor
Gott."
Das
Mittelalter hat Hochkonjunktur! Auch Gaby
SCHWEIZER widmet sich in der SonntagsZeitung
vom 23.12.2001 dieser
Zeit, die der englische Historiker
Nicholas ORME rehabilitieren möchte. Das
Leben der Knaben und Mädchen soll nicht
wesentlich anders gewesen sein als
heutzutage.
Nur:
"Überlieferte Elternliebe und
Kinderreime ändern nichts daran, dass
rund die Hälfte der Kinder das zehnte
Altersjahr nicht erreichte und bloss eine
Minderheit der Knaben zur Schule
ging."
Die
Mehrzahl der Menschen im
mittelalterlichen Europa war mit dem
Überleben beschäftigt und hatte deshalb
kaum die Muse zur Stille...
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- GERBERT,
Frank (2001): Keine Lust auf nirgendwo.
Die
Deutschen werden zu Job-Nomaden mit wechselnden
Wohnsitzen - und pfeifen auf Heimat. Die These
klingt einleuchtend, ist aber falsch
in: Focus Nr.52 v. 21.12.
- Kommentar:
GERBERT stellt einen
falschen Gegensatz zwischen Heimat und
Ortswechseln her, um zu beweisen, dass
Heimat Konjunktur hat in Deutschland.
Während
der empirische Begriff
"Ortswechsel" eine objektive
Kategorie ist, wird mit Heimat ein
subjektives Gefühl angesprochen. Wäre
GERBERT konsequent, dann müsste er
zwischen erzwungenen und gewünschten
Ortswechseln sowie erzwungener und
erwünschter Immobilität unterscheiden.
Stattdessen unterliegt dem Text der
undifferenzierte Mobilitätsbegriff der
Individualisierungsthese von
Ulrich BECK.
Unberücksichtigt
bleiben desweiteren die Rahmenbedingungen
von hoher Arbeitslosigkeit versus
Vollbeschäftigung, die Einfluss auf die
Wahrnehmung von Mobilität haben.
Unerwähnt
bleibt auch die Tatsache, dass moderne
Verkehrsmittel in zunehmendem Masse
Multilokalität ermöglichen und somit
die Entscheidung Umzug oder Zweitwohnsitz
eine historische Veränderung erfahren
haben.
Erwähnt wird stattdessen
Martin
HECHT, während der
Bezugstext des Artikels nicht genannt
wird: das vor kurzem erschienene
Buch
"Jobnomaden" von Gundula
ENGLISCH.
Wenn zwei Stereotypen aufeinanderprallen,
dann entsteht kein Bild von der
Wirklichkeit, sondern eine Scheindebatte.
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- LORD,
Claudia (2001): Yo-Yo, das interaktive Rendezvous
via Fernbedienung.
Britischer
Sender eröffnet ersten TV-Flirt-Kanal
in: Welt v. 20.12.
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- SPIEWAK,
Martin (2001): Leiden an der guten Hoffnung.
Die
Zahl der künstlichen Befruchtungen steigt
rapide. Doch die psychische Belastung ist für
viele Paare schwer zu ertragen,
in: Die ZEIT Nr.52 v. 20.12.
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- DPA (2001): Werte
werden wichtiger als Waren.
Forscher prognostizieren
für 2002 neuen Zeitgeist,
in: Mannheimer Morgen v.
20.12.
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- GALA
(2001): Die 50 begehrtesten Singles.
Sie
sind prominent, schön - oder wenigstens reich.
Und sie sind so allein... GALA präsentiert die
besten Partien. Und verrät, wo man sie trifft.
Flirt-Tipps inklusive,
in: Gala Nr.52 v. 19.12.
- Kommentar:
Das People-Magazin
GALA möchte auch an Singles verdienen...
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- SG (2001):
"Freiwilligenarbeit soll auch jenen dienen,
die sie leisten.
Vom Nutzen des
Sozialzeitausweises bei der Stellensuche,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 19.12.
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- DPA (2001): Einsame
Singles unterm Weihnachtsbaum sind Irrglaube.
Laut Uni Mainz wird an
Wochenenden Alleinsein schlimmer empfunden,
in: Mannheimer Morgen v.
19.12.
- DPA (2001):
Alleinlebende sind am Wochenende einsamer als zu
Weihnachten,
in: Dolomiten v. 19.12.
- Kommentar:
Singles meint hier
allein wohnende
Partnerlose und diese
haben nach
Stefan
HRADIL die Wahl zwischen
der Weihnachtsfeier mit den Eltern oder
teuren Veranstaltungen speziell für
jene, die davor genauso viel Horror haben
wie vor einem Wochenende allein zu Hause.
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- DIEDERICHSEN,
Diedrich (2001): Adornos Taschentuch.
Möglichkeiten
und Strategien des Nonkonformismus,
in: Jungle World Nr.52/01
v. 19.12.
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- KOHSE, Petra
(2001): Die Alpha-Frau.
Nach 25 Emma-Jahren
begibt sich Alice Schwarzer unter
Zigarrenraucher und gründet vorerst
keine Partei,
in: Frankfurter
Rundschau v. 19.12.
- Inhalt:
Petra KOHSE
liefert einen bissigen Bericht
über die Pressekonferenz von und
mit Alice SCHWARZER, die ihr
"gusseisernes Lächeln"
lächelte.
Mit
"Ulbricht-Rhetorik" und
"Jubelumfrage" wird der
Stil von SCHWARZER
gekennzeichnet, der bei KOHSE auf
Ablehnung stößt, auch wenn sie
die Verkörperung des Feminismus
für fachlich kompetent hält.
Sie kann sich z.B. mit Floskeln
wie dem "'wortlosen
Gebärstreik' der akademisch
gebildeten
Mittdreißigerinnen"
identifizieren und hält den
Anspruch junger Frauen auf
Vereinbarkeit von Beruf und
Elternschaft für unrealistisch.
Das
Unzeitgemäße der Grande Dame
des Feminismus bringt der letzte
Absatz von KOHSEs Bericht auf den
Punkt:
"Als
nach einer kurzen Fragerunde in
der Paris Bar das Buffet
eröffnet wurde, ergab es sich,
dass direkt über dem
Tellerstapel die Zeichnung eines
erigierten Schwanzes prangte.
Alice Schwarzer hat das nicht
bemerkt. Sie gab
Einzelinterviews. Zum Essen hatte
sie keine Zeit."
- STELZER,
Tanja (2001): Jetzt mach' mal einen
Punkt.
Nach
25 Jahren trifft Alice Schwarzers
Zeitschrift "Emma" noch immer
den Zeitgeist, aber nicht mehr den Ton,
in: Tagesspiegel v.
19.12.
- BINDER,
Elisabeth (2001): Der neue Glamour,
in:
Tagesspiegel v. 19.12.
- BINDER,
Elisabeth (2001): Hinter den Linden.
Alice
im Kanzleramt,
in: Tagesspiegel v.
18.12.
- HEY (2001):
Falsche Frauen.
Wie "Emma"
ihr Jubiläum feiert,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 18.12.
- KOK,
Elmar (2001): Jeder Fünfte würde
"Emma" wählen.
Zum
25. Geburtstag von "Emma"
präsentiert Alice Schwarzer eine
schmeichelhafte Studie über sich und
ihre Zeitschrift
in: TAZ v. 18.12.
- KLEIN,
Nina (2001): Männer machen Kriege -
Alice Schwarzer for President.
Das
Monatsmagazin "Emma" feiert
seinen 25. Geburtstag,
in: Welt v. 18.12.
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- ELFENBEIN,
Stefan (2001): Wenn die Wimpern klimpern.
Eine
Bustour in New York führt "Sex and
the City"-Fans an die
Original-Schauplätze der Serie,
in: Berliner
Zeitung v. 18.12.
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KAHLWEIT,
Cathrin (2001): Wo ist Mr. Big?
Die amerikanische
Erfolgsserie "Sex and the City"
findet auch in Deutschland weibliche
Fans, die dreckig über Männer reden,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 18.12.
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ALANYALI,
Iris (2001): Wie wär's mit dir, mir und
deiner Freundin?
Zum
Ende der ersten Staffel: Warum "Sex
and the city" besser ist als andere
Comedy-Serien und erfolgreicher,
in: Welt v. 18.12.
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- HOFF, Hans (2001):
Alice im Frauenland.
"Emma" wird 25
Jahre alt und sucht jetzt den Humor,
in: Süddeutsche Zeitung v.
17.12.
- Kommentar:
HOFF berichtet über
das Jubiläum von "Emma",
einer Zeitschrift von und mit
Alice
SCHWARZER, die
"manche eingestellt wähnten, die
aber noch so um die 55000 Exemplare
verkauft und dabei auf 30000
Abonnentinnen und 1437 Frauen in 92
Emma-Clubs vertrauen kann. All diese
Frauen bekommen inzwischen ein
erwachsenes Blatt mit mehrheitlich
ordentlichen Beiträgen, passablen
Porträts und vielen Übernahmen aus
Qualitätszeitungen."
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- NIEMANN, Heidi (2001):
Mal ist der sanfte Versorger, mal der Macho mit
starken Genen gefragt.
Tagung:
Das Paarungsverhalten des Menschen wird immer
noch von Reflexen aus der Evolutionsgeschichte
bestimmt
in: Frankfurter Rundschau
v. 17.12.
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- SCHMELZ,
Gabriele (2001): Ach, wie viel die Liebe kostet.
Von
der Moral zum Marktgesetz: Dieter Wellershoff
skizziert eine Geschichte des Eros in der
Literatur
in: Tagesspiegel v. 16.12.
- Inhalt:
SCHMELZ stellt das
Buch
"Der verstörte Eros. Zur Literatur
des Begehrens" von
Dieter
WELLERSHOFF vor. Der Bogen
der Literatur des Begehrens reicht von
GOETHE bis zu HOUELLEBECQ:
"Wenn
Houellebecq die Befreiung der Sexualität
als einen Absturz in darwinistische
Barbarei beschreibt, so ist das heute ein
Tabubruch, eine Umwertung der modernen
emanzipatorischen Werte: Das Glücks- und
Erfolgsprogramm der herrschenden Kultur
hat sich gegen die traditionelle
bürgerliche Verzichtsmoral des
19.Jahrhunderts durchgesetzt. In
Houellebecqs Gedanken kehren alte Ängste
vor der zerstörerischen Macht der
Sexualität zurück."
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Zu den News vom 01.-15. Dezember
2001
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