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Medienrundschau:
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News vom 11.- 20. Januar 2003
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Zitat
des Monats:
"Wer
jugendlich ist, überschreitet permanent die Grenze zwischen
Berufsleben und Privatleben und damit auch das Modell der
Kleinfamilie als Ort der Regeneration. Diese Jugend ist daher
dem Phänomen des Outburn ausgesetzt. Niemand hält einem mehr den
Rücken frei. Im Gegenteil, die Patchwork-Familie verlangt
mindestens genauso viel Management wie die eigene Karriere.
Beziehungen, Ehen, Familien und Freundschaften gehören längst
der gleichen Innovationslogik an und bilden keineswegs mehr den
lebensweltlichen Gegenpol zur Teilnahme am Markt als Person."
(Leander Scholz
in: Freitag Nr.3
vom 10.01.2003) |
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SCHÜTZE, Elmar & Jan THOMSEN (2003): "Die Jungen werden weniger".
Bevölkerungswissenschaftler Rainer Münz sagt für die Hauptstadt
einen Alten-Boom voraus,
in: Berliner Zeitung v. 20.01.
- Inhalt:
Rainer MÜNZ stimmt dem Vorurteil über Berlins junge
Einwohnerschaft nicht zu:
"Das
Durchschnittsalter ist etwa so hoch wie im Rest Deutschlands. Vor
der Wende war das mal anders. Ins alte West-Berlin zogen junge
Männer, die sich die Wehrpflicht ersparen wollten, andere kamen
wegen des Lebensgefühls. Und in Ost-Berlin lebten gerade in Marzahn
und Hellersdorf fast nur junge Familien, die oft aus anderen Teilen
der DDR herzogen. Inzwischen wandern viele Jüngere aus Berlin ab".
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KNIPPHALS, Dirk (2003): Dorn am Auge.
"Ich bin ein Spießer": Der Handballer Stefan Kretzschmar unterläuft
mit Piercings und öffentlichen Bekenntnissen den Zwang zur Subversion,
in: TAZ v. 20.01.
- Kommentar.
Das neue Bürgertum formiert sich und KNIPPHALS
betätigt sich als sein scheinbarer Frontkämpfer.
In Frankreich ist man als Ex-Hippie
gerade
stolz ein Reaktionär zu sein. In Deutschland ist man deshalb nun
stolz ein Spießer zu sein.
Das ist ungefähr so originell,
als ob man
sich 1967 als Hippie geoutet hätte oder 1983 Mut zur Erziehung gehabt
hätte.
Was KNIPPHALS hier sagen will, das hat
Maxim BILLER bereits in den
Tempojahren (1991) geschrieben:
"Wandten sich die Beats gegen die »squares«,
die Spießer, so sind ihre Schüler, Nachfolger und Enkel heute selbst
nichts als »squares« (...), sie reproduzieren lediglich alte
Verhaltensweisen, die einst rebellisch und ein bißchen weise waren".
»Hip to be squares«, mit diesem
Schlachtruf aus den Yuppie-Jahren, lassen sich nur noch offene Türen
einrennen. Der konservative Journalist
David BROOKS hat vor Jahren den Bobo entdeckt. Diese Mischung
aus Ex-Hippie und Yuppie ist das Markenzeichen der Bobokratie, die
sich gerade in der Festung "Neue Mitte" verschanzt. KNIPPHALS ist
einer von ihnen.
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- CASDORFF, Stephan-Andreas/MONATH,
Hans/ULRICH, Bernd (2003): Ist Ihre Stimmung besser als die Lage, Herr
Fischer?
Der Außenminister will den Sozialstaat grundlegend verändern - und
bei den Krankenkassen eine Prämie für Jogger. Wie ihn,
in: Tagesspiegel v. 19.01.
- Inhalt:
Joschka FISCHER verteidigt u.a. die Entlassungen von
Singles zugunsten sicherer Beschäftigungsverhältnisse von
Familienvätern und nennt Gründe für die schlechte Stimmung bei der
Generation Golf:
"Vor
zwei Jahren wurden in der Boom-Phase in vielen Branchen Verträge mit
jungen Leuten abgeschlossen, die besser dotiert waren als die
Einkommen der Vorgängergeneration am Ende eines langen Berufslebens.
Da wurden Erwartungshorizonte geschaffen bei der jüngeren
Generation, die natürlich mit dem Zusammenbrechen der
Spekulationsblase zu einem entsprechendem Absturz geführt haben".
Damit ist FISCHER beim zentralen Thema
Generationengerechtigkeit, das die soziale Ungleichheit
innerhalb von Generationen ausblendet.
FISCHER legitimiert mit der
Generationengerechtigkeit zum einen den neoliberalen Abbau des
Sozialstaats (er begrüßt eifrig das
Strategiepapier aus dem Kanzleramt) und andererseits wird mit
dem Begriff "Erbengeneration" selbst Unterschichtler zu Gewinnern im
Generationenkrieg umgedeutet:
"Ich
halte gar nichts davon, sich vom Grundgedanken der Solidarität zu
verabschieden. Aber auf der anderen Seite haben wir nach über
50-jährigem Frieden eine Vermögensbildung in Westdeutschland, an der
auch breite mittlere und teilweise untere Schichten teilhaben.
Deshalb kann die Frage, welchen eigenen Anteil die Menschen zu ihrer
sozialen Sicherung beitragen, anders gestellt werden als noch in den
70er oder 80er Jahren. Wir haben nun eine Generation von Erben. Da
entstehen auch neue Verantwortlichkeiten".
Eine
solche Aussage ist durch die empirische Sozialforschung keinesfalls
gedeckt. Der Soziologe
Marc SZYDLIK
verweist im Gegenteil auf die erhöhte soziale Ungleichheit gerade
innerhalb der Erbengeneration hin.
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FR (2003): Schwester Alpha: Chagrin d'amour/Liebeskummer,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.01.
- Inhalt:
Was hilft gegen Liebeskummer, fragt Schwester
Alpha und gibt sich selbst die Antwort:
"Nichts! Eine unglückliche Liebe ist eine
harte Erfahrung, die weder mit Alkohol, noch Schokolade und erst
recht nicht durch kluge Ratschläge leichter wird. Was bleibt ist der
Trost, dass Liebeskummer auch die Kraft hat, das Leben zu verändern.
Nach einer großen Starre beginnt oft eine sehr produktive Phase, in
der sich das Leid ins Gegenteil wandelt. Ist die Verzweiflung
überwunden und stellen Sie sich dem Leben wieder, werden Sie mehr
über sich wissen, als Häschen jemals ahnen konnte.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass Sie jetzt
erst mal Single sind. Und wie sich das anfühlt, weiß am besten
der Franzose, in diesem Fall Jean-Paul Sartre: »Wer
einsam lebt, hat selten Grund zu lachen.«
Neues Spiel, neues Glück!
Cherchez la femme - ou cherchez l'homme!"
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- ASSMANN, Aleida (2003): Druckerpresse und
Internet.
Auf dem Weg von einer Gedächtniskultur zu einer Kultur der
Aufmerksamkeit: Oberfläche, Geschwindigkeit und Supermarkt,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.01.
- Inhalt:
ASSMANNs zentrale These lautet:
"Gedächtnis
und Aufmerksamkeit stehen für die unterschiedlichen Strategien mit
denen man im typographischen und elektronischen Zeitalter auf die
explosionsartige Vermehrung von Wissen und Information reagiert".
Mit
Georg FRANCK sieht
sie im Internet eine "Ökonomie der Aufmerksamkeit" walten, die
keineswegs mit einer Demokratisierung der Kultur eingeht:
"es ist keine Frage, dass die
voraussetzungsreiche und aufwendige Infrastruktur der neuen
Technologien neue soziale und kulturelle Ungleichheiten schafft.
(...). Ungleichheit in Form von Hierarchien stellt sich im Internet
auf eine neue Weise wieder her. Die neuen Riesen entstehen durch
Verdichtung medialer Aufmerksamkeit. (...). Die
Aufmerksamkeitsökonomie gilt als die neue Ökonomie des
Informationszeitalters, denn wo die Produktion von Informationen ins
Gigantische wächst, wird das, was Informationen einen Wert zuweist,
immer knapper und wichtiger, nämlich: Aufmerksamkeit.
Die Riesen des Informationszeitalters sind die Stars und Prominenten".
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- KEIL, Frank (2003): Armut und Askese.
Ein Eis muss reichen: Wie der "Kinderreport Deutschland" die
Problemgeschichte des Nachwuchses erzählt,
in: Frankfurter Rundschau v. 18.01.
- Kommentar:
Im Gegensatz zum typischen Sozialpopulismus à la
BORCHERT und KIRCHHOF unterscheidet KEIL zwischen wohlhabenden und
armen Kindern.
Der
"Kinderreport Deutschland", über den KEIL berichtet, muss mit diesem
Dilemma der Polarisierung von Kindheit leben. Die Folge ist ein:
"Ton
des Relativierens bei gleichzeitiger Bereitschaft, das Dramatische
nicht gänzlich aufzugeben, (...) ein beständiges Gas-Geben bei
gleichzeitigem Bremsen".
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HOFF, Hans (2003): Ein Lob den schütteren Stimmen.
1967 war unser Autor zwölf Jahre alt. Die Frühpubertät im Rheinland
war grausam. Dann aber traten die "Bee Gees" in sein Leben. Jetzt ist
es Zeit für ein spätes Dankeschön - und für einen letzten Gruß an den
leisen Maurice,
in: Süddeutsche Zeitung v. 18.01.
- Inhalt:
HOFF outet sich als leidgeprüfter, frühpubertärer
Zwangs-Hippie (The Who und The Beatles waren den Eltern zu
progressiv):
"Man kam (...) als Anhänger der Gibbs
gut an bei den Mädchen, die mit einem Bee-Gees-Fan auf einer Fete
gerne Blues tanzten, da man als solcher gemeinhin als
zärtlichkeitsbegabt galt. (Geknutscht haben sie trotzdem mit den
Hendrix- Fans.) Mit anderen Jungs konnte man über die Bee Gees nicht
diskutieren".
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OESTREICH, Heide (2003): "Wovor haben Sie Angst?"
Gretchen Dutschke wird vor allem als Pressesprecherin ihres toten
Mannes gesehen. Ein Gespräch über Männer & Frauen, ungeliebten
Kinderdienst sowie Ökonomie & Gewalt 1968 und heute,
in: TAZ v. 18.01.
- Kommentar:
Die 68er gelten allgemein als Idealisten bzw.
als Verfechter postmoderner Werte. Tatsächlich muss manches wohl
wesentlich nüchterner betrachtet werden, z.B. die Heiratsfrage:
"Warum haben Sie eigentlich geheiratet? Das
tat man doch gar nicht?
Uns war egal, was die anderen taten und was nicht. Außerdem bekam
man in Berlin Geld, wenn man heiratete. Und wir hatten kein Geld."
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KUNZ, Harry (2003): Unsicher im Wandel.
Das Konzept der Grundsicherung trägt nicht. Es soll nur den Abbau
von Sozialleistungen kaschieren. Stattdessen sollten lieber Ehrenamt
und Erziehungsarbeit honoriert werden,
in: TAZ v. 17.01.
- Inhalt:
"Ein verändertes Arbeitsverständnis, das durch eine
Aufwertung von Erziehungsleistungen und
ehrenamtlichem Engagement deren gesellschaftliche Relevanz auch
finanziell honoriert", fände KUNZ prima.
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STREERUWITZ, Marlene (2003): Als weißer Mann kann eine Frau schon
überzeugen.
Warum Frau Merkel die Geschlechterfrage nicht stellt: D.H.
Lawrence' "Liebende Frauen" wiedergelesen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 17.01.
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WEGMÜLLER, Philip (2003): Das Disco-Beben.
Eine bunte neue Party-Generation zelebriert das
Saturday-Night-Fieber. Techno-Ideologie ist draussen - die Klubs sind
voll und heiss,
in: Facts Nr.3 v. 16.01.
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GERSDORFF, Alexander von (2003): "Die Geburtenkrise ist nur durch
Reformen zu lösen".
Rürup-Kommissionsmitglied Axel Börsch-Supan über Konsequenzen für
die alternde Gesellschaft,
in: Welt v. 16.01.
- Kommentar:
BÖRSCH-SUPAN hält die typische neoliberale Lösung
parat. Diese ist jedoch zu kurz gegriffen, wie
Leander SCHOLZ und
Iris HANIKA
zeigen.
Ein
typisches Beispiel für die absurde neoliberale Phraseologie:
"Die
statische Betrachtung, es gebe eine feste Arbeitsmenge ist falsch
(...). Bis 2030 fehlen acht Millionen Arbeitnehmer, das ist nicht zu
ersetzen".
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- DELL (2003): Westdeutschland,
in: Frankfurter Rundschau v. 16.01.
- Kommentar:
DELL hat
SPIEGEL (ungenannt), MERKUR und Willi WINKLER gelesen (über die
verheerenden Folgen des dort verordneten Atheismus ). DELL erkennt
einen Kulturkampf bei der Wiedervereinigung:
"Die großen Weltanschauungskämpfe sind
vorbei (...)? Nein! Die Wiedervereinigung läuft noch. Da kann
Ines
Langelüddecke im Merkur mit Bezug auf Jana Hensels Zonenkinder
die Geburt des ersten Vereinigungsklons verkünden; der
»Ost-West-Zwitter« bleibt die privilegierte Erfahrung derer, die
eine Hälfte ihres Lebens in der DDR und die andere im neuen
Deutschland zugebracht haben. Für den älteren Rest gilt: Die
Wiedervereinigung ist erst dann geglückt, wenn festgestellt wird,
dass man Willy Brandt nicht mehr zitieren kann. Dass zusammenwächst,
was zusammengehört, ist zwölf Jahre danach eher wackeliger Wunsch.
Ignoranz und Unverständnis heißen die Wehen des nicht endenden
Vereinigungsvorgangs. Man kann sich fragen, was der Osten dem Westen
getan hat, dass er unverändert voreingenommen betrachtet wird."
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- BIRKENMAIER, Werner (2003): Gefühlte Rente.
Die Alten sind nicht schuld an der Misere der Sozialkassen,
in: Stuttgarter Zeitung v. 15.01.
- Inhalt:
BIRKENMAIER verteidigt die Renten der heutigen
Rentnergeneration gegen das FAZ/S-Feuilleton.
Seine Kritik richtet sich zum einen
gegen
Friedrich Wilhelm
Graf (27.12.2002) und zum anderen gegen
Inge KLOEPFER
(10.11.2002).
Seine Gegenargumente zum Eckrentner
bezieht er aus der
SZ
vom 08.01.2003. Unter Hinweis auf Meinhard MIEGEL fügt er noch
hinzu:
"Davon
abgesehen sind die Rentner nicht für ein Zwangsumlagesystem
verantwortlich zu machen, auf das sie sich im Alter nun verlassen
müssen und das rechtzeitig zu ändern die Politiker und die
organisierten Interessen nicht in der Lage waren".
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MISCHKE, Roland (2003): Wie geil ist Geiz?
Generation Orientierungslos: Wenn Sparsamkeit überlebenswichtig
wird,
in: Welt v. 15.01.
- Inhalt:
MISCHKE berichtet aus dem Innenleben der
privilegierten
Generation Angst:
Lena Ventzki (21) (...) kommt aus
etablierten Verhältnissen, die Mutter Sängerin, der Vater im
Medienbetrieb. »Aber bei denen läuft jobmäßig auch nicht viel, sie
müssen ans Ersparte.« Lenas Jugend bisher: reiten, modische
Kleidung, hübsches Moped, Schauspielunterricht, zum 18. Geburtstag
eine Lebensversicherungspolice, nach dem Abitur Jobben und Shoppen
in New York, ein buntes Autochen – »das alles war normal, das hatten
alle in der Klasse. Wir dachten, das würde immer so weitergehen«.
(...).
Bestandsaufnahme zur Zeitenwende. Eine Generation, die struktureller
Arbeitsplatzvernichtung in ungeahntem Ausmaß ausgeliefert ist wie
einer Naturkatastrophe, dem Postkapitalismus,
Weltwirtschaftsrezession und Regierungsmurkserei – diese Generation
sieht sich als Verlierer. Und blickt neidisch zur
Vorgänger-Generation Golf. »Ich wäre gern so um 1970 geboren«, mault
Lena, »dann hätte ich zehn fette Jahre mehr gehabt. Stattdessen
erwartet uns sinkender Lebensstandard. Ich finde das nicht gerecht.«
Lena und ihr Freund David Roth (22) wohnen bei einer arbeitslosen
Mittdreißigerin, die mal in der IT-Branche jemand war und nie
geglaubt hätte, ihre stuckverzierte Altbauwohnung im Stadtteil
Schöneberg mit unordentlichem Jungvolk teilen zu müssen."
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GREFFRATH, Mathias (2003): Eine Art Turbofeudalismus,
in: TAZ v. 15.01.
- Inhalt:
Der bekennende 68er
Mathias GREFFRATH versucht sich als
Gegenspieler des
Sessel-Demonstranten MÜLLER-VOGG.
Statt
um einen Steuersenkungsprotest geht es um den Kampf für mehr
Staatseinnahmen und die Erhaltung des Sozialstaats:
"Ich schlage lustvolle kleine Anfänge
vor, etwa eine freiwillige Steuerwehr, die vor der Deutschen Bank
vorfährt, wenn eine ungerechte Steuersenkung ihr Milliardengewinne
schenkt, oder die Zufahrtsstraßen nach Liechtenstein blockiert, bis
das illegal dorthin verbrachte Geld wieder zurückkommt - ohne
Reichenrabatt. Nachts fantasiere ich von gewaltigen Piss-ins, dort,
wo die öffentlichen Örtchen kommerzialisiert wurden".
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URBAN, Paul (2003): Schwarz-grün sehen,
in: Jungle World Nr.4 v. 15.01.
- Inhalt:
URBAN wünscht
Oswald METZGER
viel Glück:
"»Also
müssen auch nichtmaterielle Werte wieder ins Blickfeld rücken:
Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliches Engagement, Zeit für sich selbst
und die Familie«, empfehlen Sie am Ende Ihres Bewerbungsschreibens,
sodass wir uns eigentlich nur noch fragen: Was wollen Sie eigentlich
werden unter einem Kanzler Roland Koch? Gesundheitsminister?
Wirtschaftsminister? Vizekanzler? Oder brauchen Sie noch viel, viel
mehr Zeit für sich selbst? Nein? Na dann, viel Glück!"
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SINN, Hans-Werner (2003): Rente nach der
Kinderzahl,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.01.
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- HAAS, Lucien (2003): Klein heißt keineswegs
rein.
Haushalte mit wenig Personen verbrauchen mehr Natur,
in: Frankfurter Rundschau v. 14.01.
- Kommentar:
HAAS verbreitet die selben Halbwahrheiten wie
KÜCHEN, nur ausführlicher. Naturschützer
sollen nicht nur die Natur, sondern gleich die Großfamilie mit
schützen!
Länderübergreifende
Haushaltsvergleiche, die sich als Vergleiche von Lebensverhältnissen
ausgeben, sind mehr als fragwürdig.
Bereits innerhalb eines Landes
divergieren die Erhebungsverfahren. Zwischen den Ländern jedoch sind
die Probleme noch viel größer. Der Demograph Christopher PRINZ hat
im Jahr 1995 in dem Buch "Cohabiting, Married or Single?" den
Vergleich der Lebensformen in Europa aufgrund fehlender Daten so
einschränken müssen, dass von einem Vergleich verschiedener
Lebensformen nur bedingt gesprochen werden kann.
Der französische Soziologe
Jean-Claude KAUFMANN weist 1994 darauf hin, dass sich die
Haushaltskonzepte in Europa danach unterscheiden lassen, ob das
Wirtschaften oder das Wohnen Ausgangspunkt ist.
In
Dänemark, Frankreich und Spanien existieren allein aufgrund der
Tatsache, dass jede Person nur einen einzigen Haushalt führen kann,
weniger Haushalte. Hier ist also die Identität von
Alleinwirtschaften und Alleinwohnen gegeben. Dagegen ist in
Deutschland die doppelte Haushaltsführung möglich.
Zum
Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland heißt es z.B.:
"les sous-locataires et
pensionnaires font partie du ménage en France alors qui'ils sont
comptés séparément en Allemagne".
In Großbritannien verkündet Dr. Jonathan SCALES im Jahr 2002 stolz,
dass man nun mit dem Britischen Haushalts-Panel Survey die Gruppe
der
"Living apart together", also Paare ohne gemeinsamen Haushalt
erfassen kann.
Seit über 20 Jahren ist dieses
Phänomen bekannt. Jetzt entdeckt man
plötzlich den Mythos Single.
Bisher hatte man
Paare und Partnerlose nicht unterscheiden wollen. Nun ist jedoch
die große Sehnsucht nach der Liebe angesagt und es ist das möglich,
was die ganze Zeit schon möglich gewesen wäre. Es existieren also
für die vergangenen 30 Jahre in Großbritannien keine Daten zu diesem
Phänomen.
Wenn
also nicht nur die europäischen Länder gravierende Unterschiede bei
der Erfassung aufweisen, wie groß müssen die Unterschiede erst bei
141 verglichenen Ländern sein? Wenn diese Wissenschaftler dann noch
behaupten, dass sie die Lebensverhältnisse vergleichen können, dann
grenzt dies an Hybris.
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DPA (2003): Kritik an Zweitwohnungssteuer.
Bund der Steuerzahler spricht sich gegen neue Abgabe in Frankfurt
aus,
in: Welt v. 14.01.
- Kommentar:
Auf die Reflexe des Bundes der Steuerzahler kann man
sich genauso verlassen wie auf das Amen in der Kirche.
Aber
ohne diese Reflexe würde der Bürger erst gar nicht erfahren, warum
Haushalte und ihre Erfassung nicht nur ein statistisches Problem
sind, sondern auch politische Interessen die Haushaltsstatistik
beeinflussen.
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KÜCHEN, Marina (2003): Der Single-Haushalt ist schuld!
Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft belastete die
Umwelt schwer,
in: Welt v. 13.01.
- Kommentar:
KÜCHEN argumentiert sozialpopulistisch
korrekt:
"der
Pro-Kopf-Verbrauch von Energie und Ressourcen ist in
Single-Haushalten höher als in Familien. Kurz gesagt:
Single-Haushalte schädigen die Natur mehr als Familien".
Diese Argumentation klingt nur auf den
ersten Blick plausibel, denn KÜCHEN vergleicht Äpfel (Haushalte) mit
Birnen (Familien).
Der Gegensatz zu Single-Haushalten sind Familienhaushalte und nicht
Familien!
Dies mag manchem wie
Haarspalterei erscheinen, gehört stattdessen jedoch zur zentralen
Lebenslüge unserer Gesellschaft.
Verfolgt
man die Argumentation weiter, dann kommt man zum entscheidenden
Fehlschluss der Autorin:
"Zunächst
bedeuten mehr Haushalte mehr Wohneinheiten, für die mehr Land und
Baumaterial beansprucht wird."
Dies ist eine Halbwahrheit! Es
gibt viel mehr Haushalte als Wohnungen. Die Vermehrung der Haushalte hat u.a.
auch steuerpolitische Gründe.
Das zeigt uns eine Nachricht der
OSTSEE-ZEITUNG von heute. Silke ZSCHÄCKEL schreibt dort über eine
geplante Zweitwohnungssteuer in Greifswald:
"Die Statistik geht von 5340 Nebenwohnern aus. Da die Steuer aber auf die Wohnung und nicht pro
Kopf erhoben wird, könnte die Stadt für rund 1100 Nebenwohnungen
Steuern kassieren."
Im
Zuge des Nachdenkens über neue Einnahmequellen haben die
Universitätsstädte eine Vorreiterrolle bei der Zweitwohnungssteuer
eingenommen. Früher hat oftmals ein Student seinen Zweitwohnsitz
erst gar nicht angemeldet.
Viele Alleinwirtschaftende
leben in Wohngemeinschaften oder als Paar, beziehen also keineswegs
eine eigene Wohnung.
Von
der Haushaltsgröße kann also keineswegs direkt auf einen
erhöhten Ressourcenverbrauch geschlossen werden.
Die Zunahme der Single-Haushalte
ist zum einen ein statistisches Artefakt der Erhebung oder das
Ergebnis politischer Interessen und nur zum anderen Teil die Folge
eines
vermehrten AlleinWOHNENs!
Hinzu kommt, dass der Mobilitätszwang
das Problem erhöht, denn nicht nur Studenten und Singles, sondern
auch Familienväter gehören zu jenen, die die Anzahl der
Single-Haushalte in die Höhe treibt. Bei ZSCHÄCKEL liest man über
die steuerpolitische Seite:
"Die Mitglieder des
Finanzausschusses stehen der Zweitwohnungssteuer (...) recht
aufgeschlossen gegenüber. Sie betonen aber, dass das
erstrebenswertere Ziel sein müsste, (...) lieber mehr Leute für
einen Hauptwohnsitz zu gewinnen. Parallel zur Zweitwohnungssteuer
müssten also die Anreize steigen, den Hauptwohnsitz in Greifswald zu
nehmen. Dies trifft natürlich in erster Linie auf die Studenten und
Singles zu. Leute, die hier arbeiten und deren Familie an einem
anderen Ort lebt, werden kaum Haupteinwohner".
Die erste - zwar mit
Bundes- und Landesmitteln finanzierte, aber keineswegs befriedigende
Studie - zu diesem virulenten Thema wurde gerade unter dem Titel
"Mobil, flexibel, gebunden" veröffentlicht. Dort wird nur die
Spitze des Eisbergs sichtbar, da die Datenlage mehr als
unbefriedigend ist.
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- AUGSTEIN, Jakob (2003): Fürchtet euch nicht!
Steht die Union vor einer konservativen Revolution?,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.01.
- Inhalt:
AUGSTEIN schreibt über die allgemeine
Begriffskonfusion hinsichtlich dessen, was Konservatismus bedeutet.
Ausgehend von
Angela MERKELs
ordnungspolitischen Vorstellungen, die er in die Nähe des
Thachterismus rückt, geht er anhand der Konservatismusbegriffe von
Paul NOLTE (24.10.2002 in der ZEIT),
Oswald METZGER und
Hans D. BARBIER
der fehlenden konservativen Substanz nach, um festzustellen:
"Wenn die Mitte das
Normale ist und das Vernünftige allen offensteht, wofür braucht es
dann aber eines konservativen Projekts? Was bleibt zu verteidigen,
wenn nichts mehr angegriffen wird? Auf den wenigen Plätzen, die noch
umkämpft sind, gewinnt Roland Koch: Ausländer, das deutsche Blut.
Aber sonst?"
Damit ist AUGSTEIN
wieder bei Angela MERKEL angekommen, der er eine thatcheristische
Revolution nahe legt:
"Wenn hierzulande das
Verhältnis von Freiheit, Pflicht und Gerechtigkeit tatsächlich
umgepolt würde, wäre das ein radikales Projekt. Nur eines wäre es
nicht: konservativ. (...). Für die Bundesrepublik wäre es eine
andere Weltanschauung, ein neues Gesellschaftsmodell. Solche
Revolutionen brauchen ihre Helden, solche Botschaften ihre
Propheten. Wie Margaret Thatcher es war – und Angela Merkel es ist?"
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- SCHMITT, Peter-Philipp (2003): Vorläufig
ausgeludert.
Verona, Naddel und Co. passen nicht mehr in die schlechten Zeiten,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 12.01.
- Kommentar:
Schluss mit lustig ist nach SCHMITT jetzt in der
Luderliga. Hatte
Katja KULLMANN in "Generation Ally" die Luder noch als Bedrohung
erlebt, so entdeckt SCHMITT wieder das gutbürgerliche Konzept der
Schlampe, um die Luderliga auseinander zu dividieren.
In der Bundesliga spielen nur noch
Verona FELDBUSCH und die Salem-Schülerin Ariane SOMMER. Abgestiegen
sind dagegen Jenny Elvers und Naddel. Sie haben das Klassenziel
nicht erreicht:
"wichtigestes Ziel eines Luders: die Ehe
mit einem wohlhabenden und vorzugsweise schon ergrauten Mann".
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- MM (2003): Jenseits.
Moral mit Houellebecq,
in: Frankfurter Rundschau v. 11.01.
- Inhalt:
Der Autor widmet sich
HOUELLEBECQs
Stellungnahme im Le Figaro, bei der es um die "moralische
Lufthoheit" geht:
"Houellebecq (...)
bleibt (...) ein Meister der Luftblase, ein exzellenter Provokateur,
der unter den polemischen Girlanden seines Textes eine klare
Botschaft formuliert. Sie lautet: Die politischen Grabenkämpfe, die
sich das intellektuelle Frankreich diesen Herbst liefert, sind
pseudo-politisch und werden längst auf dem Terrain der Moral
ausgefochten."
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- MESSMER, Susanne (2003):
Strapazen der Entgrenzung.
Wenn die Welt alles ist, was im Fall ist: Wohin fällt
dann, wer sich Hals über Kopf in sie stürzt?,
in: Frankfurter Rundschau v.11.01.
- Inhalt:
MESSMER geht bis zum 1. Weltkrieg zurück und
beschreibt das Umkippen des Dadaismus anhand der beiden
Protagonisten Hugo BALL und Richard HÜLSENBECK.
Die unterschiedlichen
Entwicklungen der beiden Dadaisten erklärt MESSMER als
Reaktionen auf die damalige tödliche Langeweile, die sie
auch in der Popliteratur wieder erkennt. Dies exemplifiziert
sie an den
Büchern "Angela Davis löscht ihre Website" von Andreas
NEUMEISTER und an
Marc FISCHERs "Jäger".
Ihre Sympathie gehört eindeutig
ersterem und sie erteilt der neuen Ernsthaftigkeit in der
Tradition von Ernest Hemingway eine klare Absage:
"nicht
nur, weil im Buch immer wieder von Ernest Hemingway die Rede
ist, fühlt man sich immer wieder an dessen Schilderungen
einer verlorenen Generation nach dem Ersten Weltkrieg
erinnert. Wie diese sind auch Marc Fischers Männer
Zivilisationskritiker, die ihre verlorene Stärke mit
Sportsgeist und Durchhaltevermögen, einer Vorliebe für alles
Triebhafte, für Bewährungssituationen und pausenlosen
Aktivismus, mit Fischen, Boxen, Saufen und Sex kompensieren.
Die Grenzsituation des Todes, der Gewalt, des individuellen
Kampfs mit der Natur, dieser ungebrochene, pathetische
Heroismus und diese unerträglich übertriebene Männlichkeit
wirkt bei Marc Fischer geradezu abgeschrieben. Vergeblich
sucht man nach letzten Resten von Ironie"
In den beiden Protagonisten
erkennt MESSMER Ähnlichkeiten zu lebenden Personen:
"Seine beiden Helden sind Männer
aus dem Medienbetrieb. Der eine, Gursky, ein Art Stefan
Raab, ist ein erfolgreicher Showmoderator ohne Vornamen,
dessen Job darin besteht, Zeitungsartikel zu kommentieren
und seine Gäste zu beleidigen. Der andere, Lukas von
Schweitzer, der stark an
Christian Kracht erinnert, ist ein Schriftsteller, der
viel Geld hat, dauernd auf Reise ist und nur Beige trägt;
sein erstes Buch »Villeroy & Boch«, wird als Revolution in
der deutschen Literatur gefeiert weil er »voller Haß und
Verachtung Deutschland beschreibt, egal ob es um Nazis,
Hans-Josef Strauß, den Nemax, Euro oder Zuwanderer geht«."
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- HUMMEL, Katrin (2003): Kinder, Kinder,
Kinder.
Im Landkreis Cloppenburg wären die Renten noch sicher - wenn es den
Rest Deutschlands nicht gäbe,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.01.
- Kommentar:
HUMMEL berichtet aus Emstek, dem kinderreichsten Ort
in ganz Deutschland. 189 Neugeborene bei 10.250 Einwohnern im Jahr
2000 meldet HUMMEL.
Gleichzeitig
ist dort die Arbeitslosenquote am niedrigsten, aber es herrscht
Überproduktion von Schweinefleisch ("jede Stunde werden 600 Schweine
geschlachtet").
Ob
die Renten sicher wären, wäre jedoch keineswegs ausgemacht, denn wer
sollte denn das ganze Schweinefleisch essen, wenn es Restdeutschland
nicht gäbe?
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- SPIEß, Katharina & Gert WAGNER (2003):
Gutscheine statt Kindergeld.
Ein besonderes Problem in der Armutsbekämpfung,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 11.01.
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Thema des Tages: Müssen Kinderlose
höhere Beiträge zur Pflegeversicherung zahlen?
- THURNER-FROMM, Barbara (2003): Urteil mit
Tücken.
Unterschiedliche Pflegebeiträge
in: Stuttgarter Zeitung v. 11.01.
- Inhalt:
THURNER-FROMM weist auf die Probleme hin:
"Die Bundesregierung will den Auftrag durch unterschiedliche
Beiträge für Eltern und Kinderlose erfüllen. Doch das hat Tücken.
Die Probleme beginnen schon damit, dass das Urteil die Neuregelung
nur für diejenigen verlangt, die gesetzlich versichert sind. Wenn
aber schon Familienförderung bei der Pflege, warum dann nicht für
alle, egal ob privat oder sozial versichert? (...). Und wie lange
sollen Eltern in den Genuss der Besserstellung kommen? Bis die
Kinder aus dem Haus sind oder lebenslang?"
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ADAM, Konrad (2003): Was Kinder wert sind,
in: Welt v. 11.01.
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WACKWITZ, Stephan (2003): Das Buch aus Sand.
Teddy, der Inkommensurable (1): Die "Dialektik der Aufklärung" von
Theodor W. Adorno und Max Horkheimer als heiliger Text gelesen - um
tote Buchstaben mit lebendigem Geist zu erfüllen,
in: TAZ v. 11.01.
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- TAGESSPIEGEL (2003): Schattenkabinett.
"GQ": Frank Schirrmacher wäre der bessere Bildungsminister,
in: Tagesspiegel v. 11.01.
- Kommentar:
Das Männermagazin GQ hat einen Headhunter mit
der Bildung eines Dreamteams für Deutschland beauftragt.
Danach
würde der Kanzler Hans-Olaf HENKEL heißen und der würde die
vorgeschlagenen Minister gar nicht erst aufstellen, denn HENKEL hat
sein Dreamteam bereits in der Zeitschrift Capital Nr.19 vom
05.09.2002 selbst aufgestellt. Darin kommt Frank SCHIRRMACHER nicht
vor, dafür jedoch WESTERWELLE statt SCHIRRMACHER und Meinhard
MIEGEL.
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Zu den News vom
01. - 10. Januar 2003
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