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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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News vom 15. - 31. Juli 2002

 
       
     
   
Zitat des Monats:
"Einer meiner ersten bezahlten Jobs bestand in der freien Mitarbeit als Szene-Reporterin in der Frankfurter Prinz-Redaktion. Auch dort wurden Lifestyle-Trends gemacht beziehungsweise frei erfunden. Oder gab es sie wirklich? Man konnte nie sicher sein, was zuerst da war, der Trend oder die Idee des Trends."
(Katja Kullmann in "Generation Ally", 2002)
 
       
   
  • REST, Tanja (2002): Eine Ausfahrt auf der Single-Autobahn.
    Warum eine neuartige Dienstleistung, die Paare im Siebenminuten-Takt zusammenzuführen verspricht, auf solch große Gegenliebe stößt,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 31.07.
    • Kommentar:
      Tanja REST berichtet über das Unternehmen "Blind Date Dinner & More", das die 44jährige Gabrielle FREISSLE gegründet hat und in 12 deutschen Großstädten Dienstleistungen für Lonely Hearts anbietet.
                  "Fast die Hälfte aller Singles bleiben länger als sechs Jahre allein"
      behauptet REST. Sie verschweigt jedoch, dass diese Zahl alles andere als gesichert ist. Da es keine Längsschnittuntersuchungen über einen längeren Zeitraum gibt, die Partnerlosigkeit erfassen, sind solche Zahlen hoch spekulativ.

                  Einzig das Deutsche Jugendinstitut hat mit dem Familiensurvey hierzu Daten geliefert. Da nur 1988 und 1994 Daten erhoben wurden, sind die Befunde zur Dauerhaftigkeit der Partnerlosigkeit unzureichend gesichert.
 
   
  • EINECKE, Helga (2002): Von der Pyramide zur Urne.
    Alternde Bevölkerung wird zu einem politischen Problem,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 31.07.
 
     
   
  • HERRMANN, Ulrike (2002): Barbie wohnt im Kanzlerarmt.
    Im Wahlkampf spielt auch die Kanzlergattin eine Rolle. Die Auslegung dieser Rolle will wohl überlegt sein. Aber egal ob Karin Stoiber oder Doris Schröder-Köpf, am Ende läuft die Sache immer auf das gleiche öde Hausfrauenmodell hinaus
    in: TAZ v. 30.07.
 
     
   
  • GOY, Martina & Cornelia SCHMERGAL (2002): Heute jung - morgen arm?
    Durch die Verluste an den Aktienmärkten wird die Gesellschaft von Altersarmut bedroht. Besonders hart könnte es die junge Generation treffen
    in: Welt am Sonntag v. 28.07.
 
     
     
   
  • SZ (2002): Allein zu Haus.
    Immobilien speziell für Singles,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 26.07.
    • Inhalt:
      Yuppies geben sich nicht mehr mit "Wohnklos", d.h. den klassischen 1-Zimmer-Appartements zufrieden. Die Immobilienbranche reagiert damit u.a. mit "Community-Immobilien":
                  "Wo früher elf Mietparteien und ein Laden das denkmalwürdige Gebäude nutzten, wird demnächst Singlekommunikation und Service groß geschrieben. Ja, der Einsame muss hier nicht einsam sein. Die Singles können in einer Club- Atmosphäre doch so etwas wie ein Gefühl wie in einer Großfamilie erfahren. Single sucht Single. Das Haus wurde komplett von der Außenfassade bis zur Inneneinrichtung nach Feng-Shui-Grundsätzen geplant, realisiert und eingerichtet.
                  Das Ambiente kommt den hohen Anforderungen seiner Mieter voll entgegen: Jede Etage im Gebäude zeichnet sich durch ein individuelles Ambiente aus. Der Innenhof ist im Stil einer italienischen Terrasse gestaltet. Eine Conciergerie fehlt ebenso wenig wie ein umfassendes Serviceangebot, etwa Wäsche- und Reinigung, Lieferdienste oder Postservice."
 
   
  • Schwerpunkt "Schutz - Was wird aus der Ehe?"
    in: Rheinischer Merkur Nr.30 v. 25.07.

    • WESTPHALEN, Friedrich Graf von (2002): Genießen Ehe und Familie noch den besonderen Schutz der staaltichen Ordnung?
      Die Entscheidung der Verfassungsrichter zu den eingetragenen Lebenspartnerschaften stößt auf scharfe und begründete Kritik,
      in: Rheinischer Merkur Nr.30 v. 25.07.
      • Inhalt:
        WESTPHALEN referiert die Kritik der Bundesverfassungsgerichtsrichter PAPIER und HAAS. Der Autor vermisst die Ausrichtung des Rechts am Ideal des christlichen Menschenbildes und beklagt die Diktatur der gesellschaftlichen Verhältnisse.
    • NOTHELLE-WILDFEUER, Ursula (2002): Anker in der pluralistischen und säkularisierten Gesellschaft.
      Die Lebensform wird heute von manchen schon als Auslaufmodell bezeichnet. Eine fatale Einschätzung mit weitreichenden Folgen,
      in: Rheinischer Merkur Nr.30 v. 25.07.
      • Inhalt:
        Die Autorin stuft die nicht-ehelichen Lebensformen aus der christlich-sozialethischen Perspektive als defizitär ein. Kinderlose Paare werden nur respektiert, wenn sie ehelich zusammenleben.
    • KIRCHHOF, Paul (2002): Was Karlsruhe nicht sah.
      Bedrängender Übereifer,
      in: Rheinischer Merkur Nr.30 v. 25.07.
    • BIRKMANN, Andreas (2002): Keine Verlierer.
      Thüringen sieht sich bestätigt,
      in: Rheinischer Merkur Nr.30 v. 25.07.
 
     
   
  • MÖLLER, Ute (2002): Partnervermittlungen umwerben die Singles in der Stadt.
    Suche nach dem Glück. Erstes Magazin für allein Stehende - Mit Talkrunden fit fürs Flirten,
    in: Nürnberger Nachrichten v. 25.07.
    • Kommentar:
      Die 53jährige Evi STENZ gibt in Nürnberg ein Single-Magazin heraus, das vierteljährlich mit einer Auflage von 5000 Stück erscheint. Das ist angesichts der Anzahl von Single-Haushalten mickrig:
                  "Eine Zahnbürste, eine Bettdecke, ein Handtuch-Halter: In 47,8 Prozent der Nürnberger Wohnungen lebt nur eine Frau oder ein Mann. Nicht jeder der 124 950 Solisten ist darüber glücklich", schildert MÖLLER die Situation dieser Alleinlebenden.
                  Die Zielgruppe von STENZ sind auch weniger allein stehende Witwen, sondern junge, Flirtwillige. Diese Kategorie ist jedoch nicht auf einen speziellen Haushaltstyp oder Familienstand festzulegen.
                  "Consulting für Singles und Allein Stehende" nennen sich heute Partnervermittler wie STENZ. Ob sich dieses Konzept weiterverkaufen lässt, dass wird die Zukunft zeigen. Bisher sind alle Konzepte für Single-Magazine gescheitert! Kontaktanzeigen sind auch eher das Metier von Stadtmagazinen oder Tageszeitungen. Für ein Single-Magazin ist das zu dürftig.
 
     
   
  • Jan STERNBERG & Ralf SCHULER (2002): Ohne Trauschein?
    Darf eine konservative Familien-Politikerin in wilder Ehe leben?,
    in: Märkische Allgemeine v. 25.07.
 
   
  • GEISEL, Sieglinde (2002): Störfaktor Sex.
    Verschafft die sexuelle Liberalisierung grössere Freiheit?,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 24.07.
    • Kommentar:
      GEISEL schafft das Kunststück sich über Sex in den Massenmedien aufzuregen und gleichzeitig einen weiteren Beitrag hinzuzufügen! Sex sells, denkt sich die Stellen abbauende Zeitung!
 
   
  • Die Wahl 2002: Worum es im Wahlkampf geht, Teil 2: Familie

    • KAHLWEIT, Cathrin (2002): Die doppelte Frau.
      Beruf und Kindererziehung sind für Eltern in Deutschland nach wie vor schwer zu vereinbaren - die Politiker versprechen, das zu verändern,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 23.07.
    • KAHLWEIT, Cathrin (2002): "Die Bibel ist kein politisches Programm".
      Katherina Reiche, Familienexpertin der Union, über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 23.07.
    • KAHLWEIT, Cathrin (2002): "Es muss mehr geschehen".
      Niedersachsens Frauenministerin Gitta Trauernicht (SPD) über die Bilanz ihrer Partei,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 23.07.
    • KAHLWEIT, Cathrin (2002): Was die Parteien wollen.
      Die Familienpolitik in den Programmen für die Bundestagswahl,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 23.07.
 
   
  • HARDINGHAUS, Barbara (2002): Eine Generation - alles anders.
    Gesellschaft: Die Werte haben sich verschoben. Familie und Ehe verlieren an Bedeutung. Und wenn geheiratet wird, dann erst sehr spät,
    in: Hamburger Abendblatt v. 20.07.
    • Kommentar:
      HARDINGHAUS hat zwei Soziologen mit gegenteiliger Meinung zur Zunahme der Single-Haushalte gefunden: den Kulturpessimisten Albrecht GÖSCHEL (siehe auch Berliner Morgenpost) und die Kulturoptimistin Gabriele KLEIN. Beide haben jedoch nur die jungen, besserverdienenden Singles in den yuppisierten Stadtteilen St. Georg und St. Pauli im Blick.
 
     
   
  • KOMMERELL, Kathrin (2002): Vom Hotelfenster aus.
    Signe Zerrahn berichtet aus sicherer Entfernung über Familien
    in: Süddeutsche Zeitung v. 22.07.
 
   
  • FESSMANN, Meike (2002): Der Amoklauf des Homo Faber.
    In Norbert Krons Debütroman fällt der "Autopilot" aus und der Held klont sich selbst,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 22.07.
 
   
  • SCHWARZ, Patrik (2002): Die Alten gewinnen den Verteilungskampf.
    Zeitungskrise: Honoratioren feuern Jugendredakteure,
    in: TAZ v. 22.07.
    • Kommentar:
      SCHWARZ verabschiedet die Jugendbewegung der Generation Golf-Redakteure und beklagt die Altenrepublik:
                  "Die Generation Golf wird (...) unsanft aus dem Irrglauben geweckt, dass der Jugendwahn dieser Gesellschaft die Jugend begünstige. Die Verteilungskämpfe zwischen Jung und Alt, die in der Rentendebatte noch reichlich abstrakt klangen, sind Gegenwart geworden. Und siehe da: In der Pfründenrepublik Deutschland haben wieder die Honoratioren das Sagen. Weil sie nicht mehr im Frack daherkommen, sondern in Motorradkluft wie der neue Verteidigungsminister, ist ihnen unvorstellbar, sie könnten von gestern sein.
                  Jetzt kostet der Jugendwahn die Jugend den Kopf - wenns knapp wird, halten sich die Alten für jung genug, den Job allein zu machen."
                  Arno FRANK beschreibt dagegen das eingestellte Jugendmagazin JETZT als "allzuteure Werbebroschüren" einer Generation-Golf-Autorenclique.
 
   
  • HAGER, Angelika/HOROWITZ, Nina/KIMMEL, Wolfgang (2002): Bis dass die Liebe tot ist.
    Die Zahl der zerbrochenen Ehen hat in Österreich einen historischen Höchststand erreicht. Trennungs-Betreiber sind vorrangig Frauen. Was sind die Ursachen für die statistische Bankrotterklärung der Liebe? Wie kann man Schadensbegrenzung betreiben? Und worunter leiden die Kinder am meisten?
    in: Profil Nr.30 v. 22.07.
 
   
  • KLEIN, Stefan (2002): Wie werde ich glücklich? Es heißt, dafür gibt es kein Rezept.
    Gibt es doch. Ein Fünf-Punkte-Plan,
    in: Tagesspiegel v. 21.07.
    • Kommentar:
      KLEIN verwechselt Alleinsein mit Einsamkeit und Unverheiratetsein mit Partnerlosigkeit. Seine formale Weltsicht verstellt deshalb den Blick auf den Wandel der Lebensverhältnisse. Heiraten ist nicht der Königsweg der Moderne zum Glück, wie ein kurzer Blick auf die Scheidungszahlen zeigt...
 
   
  • KUSICKE, Susanne (2002): Blues.
    Lieber allein zu Haus,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.07.
 
     
   
  • SIEDENBIEDEL, Christian (2002): Mit Tempo 300 zur Arbeit fahren.
    Die ICE-Strecke Köln-Frankfurt. Pendeln zwischen Rhein und Main,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 21.07.
    • Kommentar:
      Mit der Einweihung der neuen ICE-Strecke werden Montabaur und Limburg zu Vorstädten von Frankfurt bzw. Köln.
                  SIEDENBIEDEL schildert den Fall eines Lufthansa-Angestellten, der in Köln wohnt, in Frankfurt arbeitet und dessen Lebensgefährtin in München lebt:
                  "Der hohe Preis schreckt Opp nicht. Er hat eine sogenannte Netzkarte für 5300 Euro im Jahr, mit der er gleich auch noch seine Lebensgefährtin in München am Wochenende besuchen kann. Wenn er abends bei niedrigstehender Sonne mit dem Zug in Köln einfahre und die Domtürme sehe, entschädige ihn das für alles. 'Dann noch ein Kölsch im Brauhaus Früh - und die Welt ist wieder in Ordnung', schwärmt er. Er habe eine wunderschöne Wohnung in der Altstadt am Rhein im Schatten der romanischen Kirche Groß St.Martin - sowas gebe es in Frankfurt gar nicht."
                  Obwohl berufsbedingte Wochenendbeziehungen in zunehmendem Masse die Realität im Mittelschichtdeutschland prägen, gehört nicht jeder zu diesen Besserverdienenden. Die Vorschläge der HARTZ-Kommission könnten dazu führen, dass demnächst vermehrt Geringverdienende das gleiche Schicksal ereilt, nur sind deren Voraussetzungen ungleich schlechter.
 
   
  • SCHWILK, Heimo (20029: Bei Stoiber ist der Teufel los.
    Der Konflikt zwischen der Union und der katholischen Kirche droht zu eskalieren. Schuld ist aber nicht nur der Kanzlerkandidat,
    in: Welt am Sonntag v. 21.07.
 
   
  • KRULL, Patrick (2002): Junge Familien verlassen Berlin.
    In der Hauptstadt leben heute 100.000 Kinder weniger als noch vor zehn Jahren. Hauptgrund für den Rückgang ist die hohe Arbeitslosigkeit,
    in: Welt am Sonntag v. 21.07.
 
   
  • HARDINGHAUS, Barbara (2002): Hamburg in der Single-Falle.
    Sozialalarm: Immer weniger Arbeitende, immer mehr Sozialhilfeempfänger. Wenn es so weitergeht, kann die Stadt Arme und Alte nicht mehr versorgen,
    in: Hamburger Abendblatt v. 20.07.
 
   
  • KREYE, Andrian (2002): Manchmal muss man Regeln brechen.
    David Brooks, Autor von "Bobos in Paradise", über die amerikanische Elite in Zeiten der Krise,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 22.07.
 
   
  • LENKE, Ina (2002): Kein Herz fürs konservative Mutterbild.
    Die familienpolitische Sprecherin der FDP
    antwortet Konrad Adam,
    in: Welt v. 20.07.
 
   
  • KASISKE, Michael (2002): Die dritte Haut.
    Architektur ist mehr als bloße Fassadengestaltung: Jedes Bauen ist auch soziales Bauen. Drei Beispiele aus Berlin zeigen, dass die Suche nach Wohnformen jenseits der Kleinfamilie kreative und vor allem variable Lösungen verlangt. Ein Essay zum beginnenden Weltkongress der Architekten in Berlin,
    in: TAZ v. 20.07.
 
   
  • FRANZ, Sabine (2002): 30 Jahre, Waschbrettbauch, käuflich.
    Ein schöner Mann, dieser Antonio. Man kann ihn mieten, als seriöse Begleitung. Klingt verlockend. Aber wie lange kann man sich diesen Mann überhaupt leisten?
    in: Frankfurter Rundschau v. 20.07.
 
     
     
   
  • GALL, Insa (2002): Familien auf dem Rückzug: Immer weniger Hamburger wollen heiraten.
    Single-Hochburg: Die Zahl der Eheschließungen rutscht auf den niedrigsten Stand seit 1950,
    in: Welt v. 18.07.
 
   
  • KNUTH, Matthias (2002): Das Orakel der "Dreizehn Module".
    Die Hartz-Vorschläge wollen Arbeitsmarktprobleme von morgen mit industriegesellschaftlichen Leitbildern von gestern lösen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 18.07.
    • Kommentar:
      KNUTH kritisiert zu Recht die antiquierten Vorstellungen zu den Lebensverhältnissen in Deutschland, wie sie im HARTZ-Papier zum Ausdruck kommen.
                  Wer "nach den individuellen Lebensumständen gestufte Mobilitätszumutungen" fordert und dies dann auf die "Zumutbarkeit von Stellenangeboten in Abhängigkeit vom standesamtlich registrierten Familienstatus" verkürzt, der orientiert sich am Familienideal, aber nicht an den gesellschaftlichen Verhältnissen.
                  Alleinstehend wird mit "ungebunden" gleichgesetzt, obwohl dies nicht einmal mehr bei der konservativen Katherina REICHE zutrifft.
 
   
  • BARMETTLER, Stefan (2002): "Gier ist das Übel".
    Wirtschaftsmisere und Börsenchaos: Für Soziologe Richard Sennett sind sie die Folgen eines Systems, das sich selbst korrumpiert hat,
    in: Facts Nr.29 v. 18.07.
 
     
   
  • FRANKFURTER RUNDSCHAU (2002): Familie ist gleich Eltern, Kinder, Verantwortung.
    Die Programme der Bundestags-Parteien im Vergleich: Familienpolitik,
    in: Frankfurter Rundschau v. 17.07.
 
   
  • REICHE, Katherina (2002): Die Familie ist mein Kraftzentrum.
    Das Drei-Säulen-Konzept der Union zur Familienpolitik: Familie ist eben überall dort, wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern Verantwortung tragen,
    in: Welt v. 17.07.
 
   
  • HÖGE, Helmut (2002): Wirtschaft als das Leben.
    Soziale Plastik Familie,
    in: Junge Welt v. 16.07.
    • Inhalt:
      "Man kann die Kleinfamilie als den Ort bezeichnen, wo Natur in Kultur überführt wird. Seit dem Ende des bäuerlichen Familienbetriebs, spätestens seitdem kaum eine Frau mehr einen Bauern heiraten will, wird daraus nun immer mehr ein Kunststück" lautet die These von Helmut HÖGE.
 
   
  • Der singlefeindliche Bericht:
    DIERING, Frank (2002): Keine Lust mehr auf Kinder.
    Neue Statistik: Jede fünfte Familie lebt von Sozialhilfe - Berlin entwickelt sich zur Hauptstadt der Singles,
    in: Berliner Morgenpost v. 16.07.
    • Kommentar:
      "Fast jeder zweite Berliner lebt in einem Single-Haushalt", behauptet DIERING. Wäre diese Meldung richtig, dann hätte Berlin nur 1,8 Millionen Einwohner und keine 3,3 Millionen! Dies mag zwar jene bestätigen, die das Aussterben der Deutschen befürchten, aber der Realität entspricht es nicht.
                  Nur 26,8 % der Berliner leben in einem Einpersonenhaushalt, obwohl der Anteil der Einpersonenhaushalte in Berlin 49 % beträgt.
                  Das Statistische Landesamt Berlin meldet deshalb auch fast korrekt: "Die Hälfte aller Berliner Haushalte sind Singles" (Pressemeldung vom 03.07.2002).
                  Interessant ist auch die Tatsache, dass die Männer im Alter von 25-50 Jahren dominieren. Dies steht im krassen Gegensatz zur Tatsache, dass die kinderlose Karrierefrau die Single-Debatte beherrscht. Mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen wohnen im mittleren Lebensalter alleine. In das Bild von DIERING passt ein solcher Sachverhalt jedoch nicht.
                  Ein Blick auf das Schaubild der Pressemeldung vom Statistischen Landesamt Berlin führt die Schieflage der Debatte dagegen drastisch vor Augen.
  • SUZ (2002): Zahl der Kinder weiter gesunken.
    Geburtenrückgang hält an. Mehr Familien leben vom Staat,
    in: Tagesspiegel v. 16.07.
 
   
  • KLAPHECK, Elisa (2002): Frauen fehlt der Mut zur Macht.
    In der Werbung bügeln inzwischen auch Männer, doch in der Gesellschaft gilt noch immer: Karrierefrauen sind unsympathisch. Es liegt an den Frauen, das zu ändern,
    in: TAZ v. 16.07.
    • Inhalt:
      KLAPHECK verteidigt die kinderlose Karrierefrau und fordert ein Umdenken der Frauenbewegung:
                  "Das ist keine Kampfansage an Mütter, wohl aber an alle, die das Muttersein gegen die berufliche Existenz auszuspielen versuchen.
                  Im Rahmen der erforderlichen Debatte muss daher ein Tabu berührt werden. Nämlich ob die Frauenbewegung ihren egalitären Tenor aufgeben und sich stattdessen als Elite definierten sollte, der es darum geht, Hemmungen vor der Macht abzubauen."
 
   
  • Thema Familienpolitik

    • AL/S.G.(2002): Wunschpolitik: Mehr Geld für Familien.
      Experten: Förder-Pläne der Parteien nicht machbar,
      in: Trierischer Volksfreund v. 16.07.
    • GANZ, Sabine (2002): "Die Wähler lassen sich beeindurcken".
      Staatliche Familienkasse und Vermögenssteuer: Ex-Sozialrichter Alfred Rollinger im TV-Gespräch,
      in: Trierischer Volksfreund v. 16.07.
    • LINTZ, D. (2002): Abgezockte Familien,
      in: Trierischer Volksfreund v. 16.07.
 
   
  • HÖHLER, Getrud (2002): Kinder sind das Megathema.
    Wer Wahlen gewinnen will, muss auf die Kinder setzen: Wer die Jugend vernachlässigt, braucht sich über die Arbeitswelt der Zukunft keine Gedanken zu machen,
    in: Welt v. 16.07.
 
       
       
   

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