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Medienrundschau:
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News vom 15.
- 31. Juli 2002
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Zitat
des Monats:
"Einer
meiner ersten bezahlten Jobs bestand in der
freien Mitarbeit als Szene-Reporterin in der
Frankfurter Prinz-Redaktion.
Auch dort wurden Lifestyle-Trends gemacht
beziehungsweise frei erfunden. Oder gab es sie
wirklich? Man konnte nie sicher sein, was zuerst
da war, der Trend oder die Idee des Trends."
(Katja Kullmann
in
"Generation
Ally", 2002) |
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- REST, Tanja
(2002): Eine Ausfahrt auf der Single-Autobahn.
Warum eine neuartige
Dienstleistung, die Paare im Siebenminuten-Takt
zusammenzuführen verspricht, auf solch große
Gegenliebe stößt,
in: Süddeutsche Zeitung v.
31.07.
- Kommentar:
Tanja REST berichtet
über das Unternehmen "Blind Date
Dinner & More", das die
44jährige Gabrielle FREISSLE gegründet
hat und in 12 deutschen Großstädten
Dienstleistungen für Lonely Hearts
anbietet.
"Fast
die Hälfte aller Singles bleiben länger
als sechs Jahre allein"
behauptet
REST. Sie verschweigt jedoch, dass diese
Zahl alles andere als gesichert ist. Da
es keine Längsschnittuntersuchungen
über einen längeren Zeitraum gibt, die
Partnerlosigkeit erfassen, sind solche
Zahlen hoch spekulativ.
Einzig das
Deutsche Jugendinstitut hat mit dem
Familiensurvey hierzu Daten geliefert. Da
nur 1988 und 1994 Daten erhoben wurden,
sind die Befunde zur Dauerhaftigkeit der
Partnerlosigkeit unzureichend gesichert.
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- EINECKE,
Helga (2002): Von der Pyramide zur Urne.
Alternde Bevölkerung wird
zu einem politischen Problem,
in: Süddeutsche Zeitung v.
31.07.
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- NEUMANN,
Philipp (2002): Kritik an möglicher
Renten-Kürzung für Kinderlose.
Wirtschaftsforscher
Sinn will Zahlungen halbieren. Union fordert
einen Eltern-Bonus,
in: Welt v. 31.07.
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- HERRMANN,
Ulrike (2002): Barbie wohnt im Kanzlerarmt.
Im
Wahlkampf spielt auch die Kanzlergattin eine
Rolle. Die Auslegung dieser Rolle will wohl
überlegt sein. Aber egal ob Karin Stoiber oder
Doris Schröder-Köpf, am Ende läuft die Sache
immer auf das gleiche öde Hausfrauenmodell
hinaus
in: TAZ v. 30.07.
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- GOY,
Martina & Cornelia SCHMERGAL (2002): Heute
jung - morgen arm?
Durch
die Verluste an den Aktienmärkten wird die
Gesellschaft von Altersarmut bedroht. Besonders
hart könnte es die junge Generation treffen
in: Welt am Sonntag v.
28.07.
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- Die
singlefreundliche Berichterstattung:
DANKE, Susanne
& Julia SCHOON (2002): Sind wir Singles die
Deppen der Nation?
Arbeitslos
+ ledig = mobil. So sieht es die
Hartz-Kommission. Und will daher junge Leute, die
unverheiratet sind, auf Jobsuche quer durch die
Republik verschicken,
in: SUPER illu Nr.31 v.
27.07.
- Inhalt:
DANKE & SCHOON
berichten aus den neuen Bundesländern.
Junge Singles zwischen 18 und 30 -
jenseits des Yuppie-Klischees - äußern
sich zum Mobilitätszwang, den Peter
HARTZ ins Gespräch gebracht hat.
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- SZ (2002):
Allein zu Haus.
Immobilien speziell für
Singles,
in: Süddeutsche Zeitung v.
26.07.
- Inhalt:
Yuppies geben sich
nicht mehr mit "Wohnklos", d.h.
den klassischen 1-Zimmer-Appartements
zufrieden. Die Immobilienbranche reagiert
damit u.a. mit
"Community-Immobilien":
"Wo
früher elf Mietparteien und ein Laden
das denkmalwürdige Gebäude nutzten,
wird demnächst Singlekommunikation und
Service groß geschrieben. Ja, der
Einsame muss hier nicht einsam sein. Die
Singles können in einer Club-
Atmosphäre doch so etwas wie ein Gefühl
wie in einer Großfamilie erfahren.
Single sucht Single. Das Haus wurde
komplett von der Außenfassade bis zur
Inneneinrichtung nach
Feng-Shui-Grundsätzen geplant,
realisiert und eingerichtet.
Das Ambiente kommt den hohen
Anforderungen seiner Mieter voll
entgegen: Jede Etage im Gebäude zeichnet
sich durch ein individuelles Ambiente
aus. Der Innenhof ist im Stil einer
italienischen Terrasse gestaltet. Eine
Conciergerie fehlt ebenso wenig wie ein
umfassendes Serviceangebot, etwa Wäsche-
und Reinigung, Lieferdienste oder
Postservice."
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Schwerpunkt
"Schutz - Was wird aus der Ehe?"
in: Rheinischer Merkur Nr.30 v. 25.07.
- WESTPHALEN,
Friedrich Graf von (2002): Genießen Ehe
und Familie noch den besonderen Schutz
der staaltichen Ordnung?
Die Entscheidung der
Verfassungsrichter zu den eingetragenen
Lebenspartnerschaften stößt auf scharfe
und begründete Kritik,
in: Rheinischer
Merkur Nr.30 v. 25.07.
- Inhalt:
WESTPHALEN
referiert die Kritik der
Bundesverfassungsgerichtsrichter
PAPIER und HAAS. Der Autor
vermisst die Ausrichtung des
Rechts am Ideal des christlichen
Menschenbildes und beklagt die
Diktatur der gesellschaftlichen
Verhältnisse.
- NOTHELLE-WILDFEUER,
Ursula (2002): Anker in der
pluralistischen und säkularisierten
Gesellschaft.
Die Lebensform wird
heute von manchen schon als Auslaufmodell
bezeichnet. Eine fatale Einschätzung mit
weitreichenden Folgen,
in: Rheinischer
Merkur Nr.30 v. 25.07.
- Inhalt:
Die Autorin
stuft die nicht-ehelichen
Lebensformen aus der
christlich-sozialethischen
Perspektive als defizitär ein.
Kinderlose Paare werden nur
respektiert, wenn sie ehelich
zusammenleben.
- KIRCHHOF,
Paul (2002): Was Karlsruhe nicht sah.
Bedrängender
Übereifer,
in: Rheinischer
Merkur Nr.30 v. 25.07.
- BIRKMANN,
Andreas (2002): Keine Verlierer.
Thüringen sieht
sich bestätigt,
in: Rheinischer
Merkur Nr.30 v. 25.07.
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- MÖLLER, Ute
(2002): Partnervermittlungen umwerben die Singles
in der Stadt.
Suche nach dem Glück.
Erstes Magazin für allein Stehende - Mit
Talkrunden fit fürs Flirten,
in: Nürnberger Nachrichten
v. 25.07.
- Kommentar:
Die 53jährige Evi
STENZ gibt in Nürnberg ein
Single-Magazin heraus, das
vierteljährlich mit einer Auflage von
5000 Stück erscheint. Das ist angesichts
der Anzahl von Single-Haushalten mickrig:
"Eine
Zahnbürste, eine Bettdecke, ein
Handtuch-Halter: In 47,8 Prozent der
Nürnberger Wohnungen lebt nur eine Frau
oder ein Mann. Nicht jeder der 124 950
Solisten ist darüber glücklich",
schildert MÖLLER die Situation dieser
Alleinlebenden.
Die
Zielgruppe von STENZ sind auch weniger
allein stehende Witwen, sondern junge,
Flirtwillige. Diese Kategorie ist jedoch
nicht auf einen speziellen Haushaltstyp
oder Familienstand festzulegen.
"Consulting
für Singles und Allein Stehende"
nennen sich heute Partnervermittler wie
STENZ. Ob sich dieses Konzept
weiterverkaufen lässt, dass wird die
Zukunft zeigen. Bisher sind alle Konzepte
für Single-Magazine gescheitert!
Kontaktanzeigen sind auch eher das Metier
von Stadtmagazinen oder Tageszeitungen.
Für ein Single-Magazin ist das zu
dürftig.
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- Jan STERNBERG
& Ralf SCHULER (2002): Ohne Trauschein?
Darf eine konservative
Familien-Politikerin in wilder Ehe leben?,
in: Märkische Allgemeine
v. 25.07.
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- GEISEL,
Sieglinde (2002): Störfaktor Sex.
Verschafft die sexuelle
Liberalisierung grössere Freiheit?,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 24.07.
- Kommentar:
GEISEL schafft das
Kunststück sich über
Sex in den
Massenmedien aufzuregen
und gleichzeitig einen weiteren Beitrag
hinzuzufügen! Sex sells, denkt sich die
Stellen abbauende Zeitung!
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KAHLWEIT,
Cathrin (2002): Die doppelte Frau.
Beruf und
Kindererziehung sind für Eltern in
Deutschland nach wie vor schwer zu
vereinbaren - die Politiker versprechen,
das zu verändern,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.07.
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KAHLWEIT,
Cathrin (2002): "Die Bibel ist kein
politisches Programm".
Katherina Reiche,
Familienexpertin der Union, über die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.07.
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KAHLWEIT,
Cathrin (2002): "Es muss mehr
geschehen".
Niedersachsens
Frauenministerin Gitta Trauernicht (SPD)
über die Bilanz ihrer Partei,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.07.
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KAHLWEIT,
Cathrin (2002): Was die Parteien wollen.
Die Familienpolitik
in den Programmen für die
Bundestagswahl,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.07.
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- HARDINGHAUS,
Barbara (2002): Eine Generation - alles anders.
Gesellschaft: Die Werte
haben sich verschoben. Familie und Ehe verlieren
an Bedeutung. Und wenn geheiratet wird, dann erst
sehr spät,
in: Hamburger Abendblatt v.
20.07.
- Kommentar:
HARDINGHAUS hat zwei
Soziologen mit gegenteiliger Meinung zur
Zunahme der Single-Haushalte gefunden:
den Kulturpessimisten Albrecht GÖSCHEL
(siehe auch Berliner
Morgenpost) und die
Kulturoptimistin
Gabriele
KLEIN. Beide haben jedoch
nur die jungen, besserverdienenden
Singles in den yuppisierten Stadtteilen
St. Georg und St. Pauli im Blick.
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- KOMMERELL,
Kathrin (2002): Vom Hotelfenster aus.
Signe Zerrahn berichtet aus
sicherer Entfernung über Familien
in: Süddeutsche Zeitung v.
22.07.
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FESSMANN,
Meike (2002): Der Amoklauf des Homo Faber.
In Norbert Krons Debütroman
fällt der "Autopilot" aus und der Held
klont sich selbst,
in: Süddeutsche Zeitung v.
22.07.
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SCHWARZ,
Patrik (2002): Die Alten gewinnen den
Verteilungskampf.
Zeitungskrise:
Honoratioren feuern Jugendredakteure,
in: TAZ v. 22.07.
- Kommentar:
SCHWARZ
verabschiedet die Jugendbewegung der
Generation Golf-Redakteure und beklagt
die Altenrepublik:
"Die
Generation Golf wird (...) unsanft aus
dem Irrglauben geweckt, dass der
Jugendwahn dieser Gesellschaft die Jugend
begünstige. Die Verteilungskämpfe
zwischen Jung und Alt, die in der
Rentendebatte noch reichlich abstrakt
klangen, sind Gegenwart geworden. Und
siehe da: In der Pfründenrepublik
Deutschland haben wieder die Honoratioren
das Sagen. Weil sie nicht mehr im Frack
daherkommen, sondern in Motorradkluft wie
der neue Verteidigungsminister, ist ihnen
unvorstellbar, sie könnten von gestern
sein.
Jetzt kostet der Jugendwahn die Jugend
den Kopf - wenns knapp wird, halten sich
die Alten für jung genug, den Job allein
zu machen."
Arno
FRANK beschreibt dagegen
das eingestellte Jugendmagazin JETZT als
"allzuteure Werbebroschüren"
einer Generation-Golf-Autorenclique.
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- HAGER,
Angelika/HOROWITZ, Nina/KIMMEL, Wolfgang (2002):
Bis dass die Liebe tot ist.
Die
Zahl der zerbrochenen Ehen hat in Österreich
einen historischen Höchststand erreicht.
Trennungs-Betreiber sind vorrangig Frauen. Was
sind die Ursachen für die statistische
Bankrotterklärung der Liebe? Wie kann man
Schadensbegrenzung betreiben? Und worunter leiden
die Kinder am meisten?
in: Profil Nr.30 v. 22.07.
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- KLEIN,
Stefan (2002): Wie werde ich glücklich? Es
heißt, dafür gibt es kein Rezept.
Gibt
es doch. Ein Fünf-Punkte-Plan,
in: Tagesspiegel v. 21.07.
- Kommentar:
KLEIN verwechselt
Alleinsein mit
Einsamkeit und
Unverheiratetsein mit Partnerlosigkeit.
Seine formale Weltsicht verstellt deshalb
den Blick auf den Wandel der
Lebensverhältnisse. Heiraten ist nicht
der Königsweg der Moderne zum Glück,
wie ein kurzer Blick auf die
Scheidungszahlen zeigt...
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- KUSICKE,
Susanne (2002): Blues.
Lieber allein zu Haus,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 21.07.
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- SIEDENBIEDEL,
Christian (2002): Mit Tempo 300 zur Arbeit
fahren.
Die ICE-Strecke
Köln-Frankfurt. Pendeln zwischen Rhein und Main,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 21.07.
- Kommentar:
Mit der Einweihung
der neuen ICE-Strecke werden Montabaur
und Limburg zu Vorstädten von Frankfurt
bzw. Köln.
SIEDENBIEDEL
schildert den Fall eines
Lufthansa-Angestellten, der in Köln
wohnt, in Frankfurt arbeitet und dessen
Lebensgefährtin in München lebt:
"Der
hohe Preis schreckt Opp nicht. Er hat
eine sogenannte Netzkarte für 5300 Euro
im Jahr, mit der er gleich auch noch
seine Lebensgefährtin in München am
Wochenende besuchen kann. Wenn er abends
bei niedrigstehender Sonne mit dem Zug in
Köln einfahre und die Domtürme sehe,
entschädige ihn das für alles. 'Dann
noch ein Kölsch im Brauhaus Früh - und
die Welt ist wieder in Ordnung',
schwärmt er. Er habe eine wunderschöne
Wohnung in der Altstadt am Rhein im
Schatten der romanischen Kirche Groß
St.Martin - sowas gebe es in Frankfurt
gar nicht."
Obwohl
berufsbedingte
Wochenendbeziehungen in
zunehmendem Masse die Realität im
Mittelschichtdeutschland prägen, gehört
nicht jeder zu diesen Besserverdienenden.
Die Vorschläge der HARTZ-Kommission
könnten dazu führen, dass demnächst
vermehrt Geringverdienende das gleiche
Schicksal ereilt, nur sind deren
Voraussetzungen ungleich schlechter.
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- SCHWILK,
Heimo (20029: Bei Stoiber ist der Teufel los.
Der
Konflikt zwischen der Union und der katholischen
Kirche droht zu eskalieren. Schuld ist aber nicht
nur der Kanzlerkandidat,
in: Welt am Sonntag v.
21.07.
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- KRULL,
Patrick (2002): Junge Familien verlassen Berlin.
In
der Hauptstadt leben heute 100.000 Kinder weniger
als noch vor zehn Jahren. Hauptgrund für den
Rückgang ist die hohe Arbeitslosigkeit,
in: Welt am Sonntag v.
21.07.
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- HARDINGHAUS,
Barbara (2002): Hamburg in der Single-Falle.
Sozialalarm: Immer weniger
Arbeitende, immer mehr Sozialhilfeempfänger.
Wenn es so weitergeht, kann die Stadt Arme und
Alte nicht mehr versorgen,
in: Hamburger Abendblatt v.
20.07.
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KREYE,
Andrian (2002): Manchmal muss man Regeln brechen.
David Brooks, Autor von
"Bobos in
Paradise", über die
amerikanische Elite in Zeiten der Krise,
in: Süddeutsche Zeitung v.
22.07.
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- LENKE,
Ina (2002): Kein Herz fürs konservative
Mutterbild.
Die
familienpolitische Sprecherin der FDP antwortet
Konrad Adam,
in: Welt v. 20.07.
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- KASISKE,
Michael (2002): Die dritte Haut.
Architektur
ist mehr als bloße Fassadengestaltung: Jedes
Bauen ist auch soziales Bauen. Drei Beispiele aus
Berlin zeigen, dass die Suche nach Wohnformen
jenseits der Kleinfamilie kreative und vor allem
variable Lösungen verlangt. Ein Essay zum
beginnenden Weltkongress der Architekten in
Berlin,
in: TAZ v. 20.07.
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- FRANZ, Sabine
(2002): 30 Jahre, Waschbrettbauch, käuflich.
Ein schöner Mann, dieser
Antonio. Man kann ihn mieten, als seriöse
Begleitung. Klingt verlockend. Aber wie lange
kann man sich diesen Mann überhaupt leisten?
in: Frankfurter Rundschau
v. 20.07.
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ASSHEUER,
Thomas (2002): Macht Euch die Erde untertan.
Nach
dem Streit um Walser: Warum Schriftsteller die
monotheistischen Religionen für die Sinnkrise
verantwortlich machen. Ein zweiter Blick auf die
Romane von Peter Handke und Michel Houellebecq,
in: Die ZEIT Nr.30 v. 18.07.
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- GALL, Insa
(2002): Familien auf dem Rückzug: Immer weniger
Hamburger wollen heiraten.
Single-Hochburg: Die Zahl
der Eheschließungen rutscht auf den niedrigsten
Stand seit 1950,
in: Welt v. 18.07.
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- KNUTH,
Matthias (2002): Das Orakel der "Dreizehn
Module".
Die Hartz-Vorschläge wollen
Arbeitsmarktprobleme von morgen mit
industriegesellschaftlichen Leitbildern von
gestern lösen,
in: Frankfurter Rundschau v.
18.07.
- Kommentar:
KNUTH kritisiert zu
Recht die
antiquierten Vorstellungen zu
den Lebensverhältnissen in Deutschland,
wie sie im HARTZ-Papier zum Ausdruck
kommen.
Wer
"nach den individuellen
Lebensumständen gestufte
Mobilitätszumutungen" fordert und
dies dann auf die "Zumutbarkeit von
Stellenangeboten in Abhängigkeit vom
standesamtlich registrierten
Familienstatus" verkürzt, der
orientiert sich am Familienideal, aber
nicht an den gesellschaftlichen
Verhältnissen.
Alleinstehend
wird mit "ungebunden"
gleichgesetzt, obwohl dies nicht einmal
mehr bei der konservativen Katherina
REICHE zutrifft.
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- BARMETTLER,
Stefan (2002): "Gier ist das Übel".
Wirtschaftsmisere
und Börsenchaos: Für Soziologe
Richard
Sennett
sind sie die Folgen eines Systems, das sich
selbst korrumpiert hat,
in: Facts Nr.29 v. 18.07.
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- DIERING,
Frank (2002): Die Singles auf dem Vormarsch.
Wissenschaftler
warnen vor den demographischen Folgen,
in: Berliner Morgenpost v.
17.07.
- Kommentar:
DIERING hat EINEN
Wissenschaftler interviewt, der das
falsche Bild vom
Vortag bestätigen soll:
"Der
wachsende Anteil an Einpersonenhaushalten
sowie die zunehmende Abstinenz vom
Kinderkriegen reiße riesige Lücken in
die Generation, die auf Dauer nicht mehr
geschlossen werden können. «Die
Wissenschaft warnt seit langem vor dem
kollektiven Selbstmord der
Nation»", wird der Soziologe
Albrecht GÖSCHEL (Deutsches
Institut für Urbanistik) zitiert.
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- FRANKFURTER
RUNDSCHAU (2002): Familie ist gleich Eltern,
Kinder, Verantwortung.
Die Programme der
Bundestags-Parteien im Vergleich:
Familienpolitik,
in: Frankfurter Rundschau
v. 17.07.
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- REICHE,
Katherina (2002): Die Familie ist mein
Kraftzentrum.
Das
Drei-Säulen-Konzept der Union zur
Familienpolitik: Familie ist eben überall dort,
wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern
Verantwortung tragen,
in: Welt v. 17.07.
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- HÖGE, Helmut
(2002): Wirtschaft als das Leben.
Soziale Plastik Familie,
in: Junge Welt v. 16.07.
- Inhalt:
"Man kann die
Kleinfamilie als den Ort bezeichnen, wo
Natur in Kultur überführt wird. Seit
dem Ende des bäuerlichen
Familienbetriebs, spätestens seitdem
kaum eine Frau mehr einen Bauern heiraten
will, wird daraus nun immer mehr ein
Kunststück" lautet die These von
Helmut HÖGE.
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- Der
singlefeindliche Bericht:
DIERING, Frank (2002): Keine
Lust mehr auf Kinder.
Neue
Statistik: Jede fünfte Familie lebt von
Sozialhilfe - Berlin entwickelt sich zur
Hauptstadt der Singles,
in: Berliner Morgenpost v.
16.07.
- Kommentar:
"Fast jeder
zweite Berliner lebt in einem
Single-Haushalt",
behauptet DIERING.
Wäre diese Meldung richtig, dann hätte
Berlin nur 1,8 Millionen Einwohner und
keine 3,3
Millionen! Dies mag
zwar jene bestätigen, die
das
Aussterben der Deutschen
befürchten, aber der Realität
entspricht es nicht.
Nur 26,8 % der
Berliner leben in einem
Einpersonenhaushalt, obwohl der Anteil
der Einpersonenhaushalte in Berlin 49 %
beträgt.
Das
Statistische Landesamt Berlin meldet
deshalb auch
fast korrekt: "Die
Hälfte aller Berliner Haushalte sind
Singles"
(Pressemeldung vom 03.07.2002).
Interessant ist auch
die Tatsache, dass die Männer im Alter
von 25-50 Jahren dominieren. Dies steht
im krassen Gegensatz zur Tatsache, dass
die kinderlose Karrierefrau die
Single-Debatte beherrscht. Mehr als doppelt
so viele Männer wie Frauen wohnen im
mittleren Lebensalter alleine. In das
Bild von DIERING passt ein solcher
Sachverhalt jedoch nicht.
Ein Blick auf das
Schaubild der Pressemeldung vom
Statistischen Landesamt Berlin führt die
Schieflage
der Debatte dagegen
drastisch vor Augen.
- SUZ
(2002): Zahl der Kinder weiter gesunken.
Geburtenrückgang
hält an. Mehr Familien leben vom Staat,
in: Tagesspiegel v. 16.07.
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- KLAPHECK,
Elisa (2002): Frauen fehlt der Mut zur Macht.
In
der Werbung bügeln inzwischen auch Männer, doch
in der Gesellschaft gilt noch immer:
Karrierefrauen sind unsympathisch. Es liegt an
den Frauen, das zu ändern,
in: TAZ v. 16.07.
- Inhalt:
KLAPHECK verteidigt
die kinderlose Karrierefrau und fordert
ein Umdenken der Frauenbewegung:
"Das
ist keine Kampfansage an Mütter, wohl
aber an alle, die das Muttersein gegen
die berufliche Existenz auszuspielen
versuchen.
Im Rahmen der erforderlichen Debatte muss
daher ein Tabu berührt werden. Nämlich
ob die Frauenbewegung ihren egalitären
Tenor aufgeben und sich stattdessen als
Elite definierten sollte, der es darum
geht, Hemmungen vor der Macht
abzubauen."
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Thema
Familienpolitik
- AL/S.G.(2002):
Wunschpolitik: Mehr Geld für Familien.
Experten:
Förder-Pläne der Parteien nicht
machbar,
in: Trierischer
Volksfreund v. 16.07.
- GANZ,
Sabine (2002): "Die Wähler lassen
sich beeindurcken".
Staatliche
Familienkasse und Vermögenssteuer:
Ex-Sozialrichter Alfred Rollinger im
TV-Gespräch,
in: Trierischer
Volksfreund v. 16.07.
- LINTZ,
D. (2002): Abgezockte Familien,
in: Trierischer Volksfreund v. 16.07.
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- HÖHLER,
Getrud (2002): Kinder sind das Megathema.
Wer
Wahlen gewinnen will, muss auf die Kinder setzen:
Wer die Jugend vernachlässigt, braucht sich
über die Arbeitswelt der Zukunft keine Gedanken
zu machen,
in: Welt v. 16.07.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. - 15. Juli 2002
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