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Medienrundschau:
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News vom 05. - 13. Juli
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Zitat
des Monats:
Origineller
Heiratsantrag im Kino
"Wer seinen Heiratsantrag
gerne ausgefallen hat, dem empfehle ich folgenden Link:
www.der-besondere-heiratsantrag.de
Hier kannst du deinen
Heiratsantrag in den Vorspann eines bestimmten Kinos
integrieren. Das läuft dann so ab: Du lockst deine Liebste unter
einem Vorwand in das entsprechende Kino, und dann erscheint
zwischen der Werbung plötzlich das Dia mit deinem Heiratsantrag.
Das funktioniert bestimmt prima!
Was sagt die Jury?
: Abgedreht! Was kostet der Spaß?
: Find ich nicht so toll, so zwischen Marlboro-Werbung und
Gruselfilm-Trailer. Na ja...
: Geht auch als Film, nicht nur als Dia. Kostet dann etwas mehr
: ich hab's gemacht, und es war der absolute Brüller. Das Kino
hat getobt. Wir mussten aufstehen und uns küssen. Irre! Mein
Tipp: Eine gut besuchte Abendvorstellung nehmen, wo das Kino
schon bei der Werbung bis auf den letzten Platz besetzt ist. Das
schockt's voll!
: Wie niveaulos. Ich hätte abgelehnt.
: Das möchte ich sehen, vor einem solchen Publikum! Da sagt
keine Nein."
(aus: Bernhard Finkbeiner & Hans-Jörg
Brekle
"Frag Vati. Das Nachschlagewerk für alle Lebenslagen"
(2007, S.180f.)
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MEJIAS, Jordan (2007): Krippenkrieg.
Amerika und seine Kinder: Neue Studien, alte Gefechte,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 13.07.
- Inhalt:
Jordan MEJIAS berichtet über die Mütterkriege
- d.h. den Kampf um die Normalfamilie der Neuen Mitte - in den USA.
Im Kampf zwischen den
Befürwortern der berufstätigen Mütter und der Hausfrauenehe sieht
MEJIAS die Letzteren derzeit im Hintertreffen.
Auf der einen Seite
kämpfen
Leslie BENNETTS ("The Feminine Mistake")
und
Linda HIRSHMAN ("Get to Work - A Manifesto for
Women of the World"), auf der anderen Seite Lisa BELKIN ("opt-out
revolution") und Caitlin FLANAGAN ("To Hell With All That - Loving
and Loathing Our Inner Housewife").
Die Neocons sehen
ihr Heil derzeit in der Leugnung des Kampfes. MEJIAS
sieht dadurch eine Chance für einen konservativen Feminismus mit dem
sich die jungen Postfeministinnen gewinnen lassen:
"Wenn es da eine neue Note
gibt, dann klingt sie im Verzicht auf klare ideologische
Abgrenzungen an. (...). Was den Vorteil hat, dass auch junge Frauen
wieder zuhören, die in ihrer postfeministischen Souveränität, sei
sie trügerisch oder nicht, die alten Lieder nicht mitsingen wollen.
Und was überdies dem zeitgenössischen Feminismus die Chance bietet,
auch eine Verbindung zu konservativen und christlichen
Organisationen herzustellen."
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BAUMGÄRTEL, Tilman (2007): In den Schauern des Rauschs.
In ihrem Buch "Dancing in the Streets" erzählt Barbara Ehrenreich
die Geschichte des Feierns. Dabei wird deutlich: Vom kollektiven
Ausflippen im Sinne antiker oder mittelalterlicher Partys hat die
Leistungsgesellschaft nicht viel übrig gelassen,
in: TAZ v. 13.07.
- Inhalt:
BAUMGÄRTEL bespricht das Buch "Dancing in the
Streets" von Barbara EHRENREICH (ein Auszug siehe im
SZ-Magazin), in dem das Feiern
rehabilitiert wird, das von Apologeten der neubürgerlichen
Gesellschaft kritisiert wird:
"Die
Modernisierung führte zu einer moralischen Verdammung jeder Art von
kollektivem Ausrasten - die »protestantische Ethik« (M. Weber) der
Neuzeit sah das Ende von unkontrollierter Feierlust im kollektiven
Blutrausch. Diese Haltung spiegelt sich noch in einem Artikel, den
Gustav Seibt 1997 in der Berliner Zeitung
veröffentlichte: Es sei »bedenklich und auch verwunderlich, dass so
gar niemand sich vor dem Massenfest Love Parade gruselt, das ganz
ungeniert die Entmächtigung der oberen Gehirnregionen ins Werk setzt
und mit der kollektiven Zerstörungslust spielt.«
(...).
Doch vor allem ist das
zügellose Tanzen auf den Straßen kaum noch mit dem heutigen
Arbeitsethos und dem Zeitgeist einer auf Leistung ausgerichteten
Gesellschaft zu vereinbaren - Barbara Ehrenreich hat deren Exzesse
in ihren letzten Büchern über die Dienstleistungsgesellschaft und
die Working Poor dramatisch beschrieben."
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LÖBBERT, Raoul (2007): Tr@umfrau, bitte mailen.
Millionen Deutsche suchen im Internet nach dem
Lebensabschnittspartner. Ein riesiger Markt für die Betreiber von
Kennenlern-Portalen,
in: Rheinischer Merkur
Nr.28 v. 12.07.
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SCHULZ-OJALA, Jan (2007): Ein Traum und nichts anderes,
in: Berliner Zeitung v.
12.07.
- Inhalt:
SCHULZ-OJALA empfielt den Film
"Blow up" von Michelangelo
ANTONIONI, der endlich wieder in die Kinos kommt, in den vorderen
Reihen anzuschauen, denn dort werde er zu einem Fest der Wahrnehmung:
"London, 24 Stunden von Morgen bis
Morgen, es ist 1966, die Stadt swingt bekanntlich beträchtlich, und
der schicke Modefotograf mit Rolls-Royce-Cabrio, dessen coolen,
spannenden, sexy und doch auch ermüdenden Arbeitstag die Kamera mit
geradezu dokumentarischer Akribie chronologisch festhält, ist in
fast jeder Einstellung zu sehen: Der Kronzeuge unserer Fantasie
trägt Strubbelhaar und Schmollmündchen, trägt das Hemd mal locker
überm Gürtel und mal gar nicht, trägt auch mal halbnackte giggelnde
Nachwuchs-Magermodels durchs ziemlich derangierte Atelier. Und dann
entwickelt er die Fotos vom Paar im Park, setzt sich eine, seine
Mordsgeschichte aus immer weiter aufgeblasenen Bildern zusammen.
Aber was, wenn ein Bild nichts weiter ist als ... ein Bild?"
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- DIEDERICHSEN, Diedrich (2007): Pop ist immer
eine Enttäuschung,
in: Frankfurter Rundschau v. 11.07.
- Inhalt:
"Sexbeat"-Chauvi DIEDERICHSEN rezensiert die
Artikel-Sammlung "Zungenkuss" von Kerstin GRETHER:
"Kerstin Grether begann - und daher
kenne ich sie noch persönlich, was hier erwähnt sei, weil sich in
der Welt dieses Buches reichlich Leute persönlich kennen - als
Autorin und Redakteurin beim Spex der frühen Neunziger. Daher
stammen auch die im ersten Abschnitt (»Das enthemmte Wissen. Die
90er«) gesammelten Texte: Butler'scher Feminismus, detaillierte
Diskussionen mit führenden Gender-Theoretikerinnen und die
Rehabilitierung der Fan-Lektüre in einer damals völlig neuartigen
Einheit. Grundgedanke: Ein männliches Rock-Regime hat die
Rezeptionstechniken von Frauen und Mädchen als minderwertiges Wissen
marginalisiert".
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MENSING, Kolja (2007): Zum Stillstand kommen. Zwei Seiten für ein
ganzes Leben.
Protokolle - Zeitgeist,
in: berlinergazette.de v. 18.07.
- Inhalt:
Kolja MENSING schreibt über den
Einfluss der journalistischen auf die schriftstellerische
Arbeitsweise:
"Nun bin ich nicht nur Journalist und
Kritiker, sondern auch Schriftsteller. Gut moeglich, dass sich das
rigide Kosten-Nutzen-Modell meiner journalistischen Arbeit auf die
formalen und inhaltlichen Aspekte meiner literarischen Produktion
ausgewirkt hat. Zumindest ist keine der Geschichten in meinem
Erzaehlband >Minibar< laenger als vier oder fuenf Seiten. Vielleicht
steckt hinter dem Bemuehen um eine extrem verknappte Form
tatsaechlich der Wunsch nach groesstmoeglicher Sinnproduktion auf
kleinstem Raum. Zwei Seiten fuer ein ganzes Leben zwischen Alkohol
und Wahnsinn. Das Scheitern einer Liebe auf achttausend Zeichen.
Results only, auch hier zaehlen nur die Ergebnisse"
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Wirtschaftswoche-Titelgeschichte:
Das Geschäft mit dem Wunschkind.
Wie Mediziner und
Pharmakonzerne am Kinderwunsch verzweifelter Paare verdienen |
- SCHNAAS, Dieter (2007): Komfort-Kids.
Die moderne Reproduktionsmedizin ist der Marktplatz eines
schwunghaften Gefühlshandels. Die Grenzen zwischen Medizin und
Lifestyle zerfließen, das Geschäft mit dem Wunschkind boomt, die
Branche setzt weltweit Milliarden um. Über Kranke, die schlecht
beraten sind, über Gesunde, die abkassiert werden - und über Ärzte,
die sich wie Erfüllungsgehilfen der Selbstverwirklichungswünsche
ihrer Patienten vorkommen,
in: Wirtschaftswoche Nr.28 v. 09.07.
- SCHNAAS, Dieter (2007): Die Freiheit, die
sie meinen.
Die Wissenschaftstheoretikerin Bettina Bock von Wülfingen
prophezeit eine Zukunft der erwünschten Sterilität - und erklärt,
wie die Medizin uns heimlich darauf vorbereitet,
in: Wirtschaftswoche Nr.28 v. 09.07.
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- HAAKE, Eva/HOFFMANN, Michaela/INACKER,
Michael/RAMTHUN, Christian (2007): Starke Tandems.
Auf ihrem Integrationsgipfel am Donnerstag will die Bundesregierung
die Weichen für eine wirksamere Zuwanderung stellen,
in: Wirtschaftswoche Nr.28 v. 09.07.
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WiWo-Serie: Wie
wir aus der Demografie-Falle kommen
- SPROTHEN, Vera (2007): Für 120 Punkte.
Teil 4: Mit
gezielter Zuwanderung sorgt Australien für steigende Einwohnerzahlen
und eine junge Bevölkerung,
in: Wirtschaftswoche Nr.28 v. 09.07.
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GMÜNDER, Stefan (2007): "Einer der ganz Großen".
Alexander Wewerka gibt das Gesamtwerk Jörg Fausers neu heraus.
Der Berliner Verleger im STANDARD-Interviewer über Fauser, dessen
unbestechlichen Blick und angelsächsische Qualität,
in: Der Standard v. 07.07.
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SCHACHINGER, Christian (2007): Roher Stoff.
Am 17. Juli 1987 starb der Autor Jörg Fauser 43-jährig bei einem
Verkehrsunfall: Erinnerung an einen besessenen Chronisten und
Verdichter der deutschen Gegenwirklichkeit ,
in: Der Standard v. 07.07.
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LAU, Johannes (2007): Vom Arsch der Welt.
Niemals verbiegen: Jörg Fauser war einer der eigenwilligsten
Journalisten der alten BRD,
in: Der Standard v. 07.07.
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FAUSER, Jörg (2007): "Böse, besoffen, aber gescheit".
Er schrieb, schrieb und litt, litt und trank. "Hommage an Joseph
Roth" – ein Essay aus 1978,
in: Der Standard v. 07.07.
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BACHMANN, Andreas (2007): Überwachung in kleinen Schritten.
Der Bundestag hat beschlossen, die Frauen beim "Mikrozensus" auch
nach der Kinderzahl zu fragen. Die Opposition sieht darin einen
Schritt zu mehr Kontrolle,
in: TAZ v. 07.07.
- Inhalt:
"Künftig
werden Frauen zwischen 15 und 75 Jahren alle vier Jahre nach ihrer
Kinderzahl befragt. Dabei ist es unerheblich, ob die Kinder in oder
außerhalb der Ehe geboren wurden",
berichtet BACHMANN über eine Änderung des Mikrozensus-Gesetzes, das
am Donnerstag mit den Stimmen
der CDU/CSU und SPD sowie der FDP im Bundestag beschlossen wurde.
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SCHWENTKER, Björn (2007): Ende einer Diskriminierung.
Der Streit um die wahre Zahl kinderloser Akademikerinnen steht vor
dem Aus - denn endlich soll sie korrekt erhoben werden: Der Bundestag
hat am Donnerstag zwei Statistikgesetze geändert. Das könnte sogar die
Bevölkerungsprognosen ändern,
in: ZEIT Online v.
06.07.
- Anmerkungen:
"Ohne
Debatte winkte der Bundestag die seit Jahren geforderten Änderungen
am Donnerstag einfach so durch, mit den Stimmen von CDU, SPD und
FDP. Was war passiert?
Ausgelöst hat das
kollektive Umdenken die 29-jährige CDU-Abgeordnete Krista Köhler. In
kurzer Zeit überzeugte sie zuerst dem Innenausschuss der
CDU-Fraktion, in dem sie als Fachpolitikerin für Statistik und
Demografie arbeitet. In Maik Reichel, dem 35-jährigen Kollegen im
SPD-Innenausschuss fand sie einen begeisterten Mitstreiter, der
seine eigenen Parteikollegen bearbeitete. Und schon war der
Gesetzesinitiative der jungen CDU-Frau der Weg geebnet: Im
Fragebogen des Mikrozensus steht ab Januar 2008 die Frage nach den
eigenen Kindern, und die Standesämter zählen alle Neugeborenen
gleichermaßen, ob ehelich oder nicht-ehelich",
berichtet SCHWENTKER über ein Thema,
an dem die ZEIT bis vor kurzem
keinerlei Interesse zeigte, weil
die ZEIT-Redakteurin Susanne GASCHKE eine der
Hauptakteurinnen in der öffentlichen Debatte um die hohe
Kinderlosigkeit der Akademikerinnen war.
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LANG, Susanne & Peter UNFRIED (2007): "Ich brauche kein
Vaterverdienstkreuz".
Robert Habeck, 37, hat sich mit seiner Frau gegen eine Unikarriere
und für Kinder entschieden. Heute ist er Autor, Hausmann, vierfacher
Vater und Grünen-Chef in Schleswig-Holstein. Er glaubt, sein Modell
sei auch für andere attraktiv - ohne Vaterzeit, ohne Elterngeld, aber
mit Grundeinkommen,
in: TAZ v. 06.07.
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GROSS, Thomas (2007): Projekt Flausen.
So giftig süß wie nie - die Band Tocotronic und ihr neues Album
"Kapitulation",
in: Die ZEIT Nr.28 v.
05.07.
- Inhalt:
Das ZEIT-Thema lautet Was braucht der
Mensch zum Glück? Für Thomas GROSS ist das klar: Das Album
"Kapitulation" von Tocotronic. "Wo überall schnöder Pragmatismus
regiert, wird Passivität zur letzten Widerstandsgeste", erläutert
GROSS.
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GASCHKE, Susanne (2007): Die jungen Alt-68er,
in: Die ZEIT Nr.28 v.
05.07.
- Inhalt:
Susanne
"Emanzipationsfalle" GASCHKE
bespricht das Buch "Die Altersrevolution" von Petra & Werner BRUNS
sowie Rainer BÖHME". Die Autoren der Single-Generation lassen sich
zu sehr von den Maßstäben der 68er leiten, kritisiert GASCHKE, die
sich mit Forderungen wie
"Kein Nachwuchs, keine Rente"
profiliert hat:
"Was wir Jüngeren an
Vorstellungskraft zusammenraffen können, wäre besser eingesetzt für
die Suche nach ein paar eigenen, weniger abgeleiteten Maßstäben".
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KIRCHBACH, Roland (2007): Zum Dreinschlagen.
Der Frust Jugendlicher auf dem Dorf nimmt zu. TV und Internet
zeigen ihnen eine unerreichbare Welt, sagt der Berliner Soziologe
Hartmut Häußermann,
in: Die ZEIT Nr.28 v.
05.07.
- Inhalt:
Im ZEIT-Dossier über die
Samstagnacht auf dem Land, macht der 68er Hartmut HÄUßERMANN den
Frauenmangel für Exzesse mitverantwortlich:
"Wenn
man in einem so beschränkten Handlungskreis lebt, wie es ein Dorf
darstellt, dann gibt es einen Energiestau, der sich irgendeinen
Ausweg sucht – vor allem bei jungen Männern, Frauen sind davon ja
kaum betroffen. Wahrscheinlich ist sogar der Frauenmangel mit ein
Grund, warum sich solche Männlichkeitsrituale austoben können.
Außerdem gibt es einen kollektiven Teilnahmezwang."
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OESTREICH, Heide (2007): "Die Dinosaurier gehen in Rente".
Die Zahl der Väter in Elternzeit hat sich kaum erhöht. Warum Väter
nach wie vor die Praktikanten der Familie sind, erklärt der
Politikwissenschaftler und Autor Thomas Gesterkamp in seinem neuen
Buch. Schuld sind demnach "Dinosaurier-Dads", parasitäre Frauen und
das Familienministerium, das dringend eine Doppelspitze braucht,
in: TAZ v. 05.07.
- Inhalt:
Heide OESTREICH im Gespräch mit
Thomas GESTERKAMP, einem fast
typischen Vertreter des Doppelkarrieremodells:
"Es
fliehen tatsächlich jetzt schon viele Männer vor der Vaterschaft -
der berühmte Zeugungsstreik.
Ja. Die Ansprüche der
Frauen an ihre Väterlichkeit sind gestiegen, aber die Ansprüche an
die Ernährerrolle sind nicht in gleichem Maße gesunken. Davor haben
viele Männer Angst.
Wie kann die Politik
helfen?
Sehr viel. Sie muss fördern, dass Frauen auch finanzielle
Verantwortung tragen, damit Männer auch Väter sein können. Alles,
was die Hausfrauenrolle stützt, muss weg: das Ehegatten-Splitting,
die kostenlose Mitversicherung von Hausfrauen in der Krankenkasse.
Frauen sollten keinen lebenslangen Unterhalt mehr nach einer
Scheidung bekommen. Man kann sich auch fragen, warum Frauen, deren
Männer früh sterben, lebenslang alimentiert werden müssen. Wenn sich
das ändert, werden sich auch andere Beziehungskonstellationen
ergeben."
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RUTSCHKY, Katharina (2007): Die Unruhe bleibt bestehen.
Frauen, die ins Grübeln geraten: Der französische Soziologe Luc
Boltanski hat eine große Studie über die "Soziologie der Abtreibung"
geschrieben, ein Meisterwerk moderner Anthropologie. Klar wird darin,
dass man mit keinem anderen Thema das Herz der Gesellschaft mehr
bloßlegt als mit diesem,
in: TAZ v. 05.07.
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MEDICK, Veit (2007): Kritik an Richterwahl im Hinterzimmer.
Um die Benennung der Verfassungsrichter ans Licht zu zerren, tritt
die Linke mit einem eigenen Kandidaten an,
in: TAZ v. 05.07.
- Inhalt:
Der Tübinger Rechtsprofessor Ferdinand KIRCHHOF,
Bruder des Ex-Verfassungsrichters Paul KIRCHHOF soll Nachfolger
des für Sozialrecht zuständigen Richters Udo STEINER werden.
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Zu den News vom
01.
- 04. Juli 2007
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