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Medienrundschau:
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News vom 16.
- 30. Juni 2002
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Spruch
des Monats:
"Einer
meiner ersten bezahlten Jobs bestand in der
freien Mitarbeit als Szene-Reporterin in der
Frankfurter Prinz-Redaktion.
Auch dort wurden Lifestyle-Trends gemacht
beziehungsweise frei erfunden. Oder gab es sie
wirklich? Man konnte nie sicher sein, was zuerst
da war, der Trend oder die Idee des Trends."
(Katja Kullmann
in
"Generation
Ally", 2002) |
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-
WEIDERMANN,
Volker & Anne ZIELKE (2002): Der
Waldverherrlicher.
Christian Kracht und Eckhart
Nickel: Muß man Hesse lieben?
in: Frankfurter Allgemein
Sonntagszeitung v. 30.06.
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- GUTSCH,
Jochen-Martin (2002): Allein unter Eltern.
Alte
Freund kriegen Kinder. Und reden über nichts
Anderes mehr. Ein erster Besuch,
in: Berliner Zeitung v.
29.06.
- LEO, Maxim
(2002): Allein mit Kindern.
Alte Freund wollen keine
Eltern werden. Und reden nicht darüber. Ein
letzter Besuch,
in: Berliner Zeitung v.
29.06.
- Kommentar:
Die Neue Mitte unter
sich! Mit 30 ist Vaterwerden das Thema in
Akademikerkreisen. GUTSCH schreibt aus
der Perspektive des kinderlosen Mannes:
"Ich
bin gerade dreißig Jahre alt geworden,
aber ich habe das Gefühl, Männer wie
ich sterben langsam aus. Ich bin ein
Dinosaurier. Ich habe kein Kind, ich
erwarte kein Kind, und dass ich jemanden
kenne, der ein Kind hat, ist ganz
hübsch, aber nicht mehr als eine
Ausrede. Es wird Zeit, sagen die Blicke,
die ich spüre. Ich möchte dann
antworten, dass ich mir so viel Zeit
lasse, wie ich will. Wenn ich erst mit
siebzig Vater werde, dann eben erst mit
siebzig.
Irgendwann beginnt man sich so seine
Gedanken zu machen. Ganz automatisch, man
kann nichts dagegen tun. Es ist warm und
wohlig in der Masse, ich könnte dazu
gehören. Ich könnte von dem Gefühl
probieren, von dem alle sagen, es
verändere ein Leben. Das Vaterwerden.
Aber ich habe immer das Gefühl, ich
brauche noch Zeit."
Im
Gegensatz zum kinderlosen Mann über 30,
strahlt LEO die Selbstgefälligkeit eines
Vaters aus, der
Kinderlose
als Identitätsstütze
missbraucht:
"Wir
haben Caroline und Hans nicht wieder
gesehen. Es war der letzte Versuch
gewesen, etwas aus unserem früheren
Leben zu retten. Es war ein Fehlschlag.
Wir waren Papa und Mama. Es ließ sich
nicht verleugnen. Viel später erst haben
wir begriffen, dass auch Caroline und
Hans gar nicht anders sein konnten, als
sie es an diesem Abend waren und als sie
es wahrscheinlich heute noch sind. Wir
haben begriffen, dass sie unser Kind
ignorieren mussten, um nicht selbst in
den Strudel der Sehnsüchte gerissen zu
werden. Wir haben begriffen, dass ihre
Perfektion und Geschäftigkeit nur den
Sinn hat, die Leere in ihrem Leben zu
verdrängen.
Heute können wir sie verstehen. Die
Freiheit, die sich die Paare bewahren,
indem sie bewusst auf Kinder verzichten,
muss erdrückend sein. Es muss furchtbar
sein, ständig tun zu können, was man
will."
Die
Geschichte von LEO ist eine Variante von
Paul WATZLAWICKs berühmter Geschichte
mit dem Hammer ("Anleitung zum
Unglücklichsein", 1983). In jener
Geschichte benötigt ein Mann einen
Hammer, um ein Bild aufzuhängen. Sein
Nachbar besitzt einen Hammer, aber der
Mann zweifelt an dessen
Hilfsbereitschaft:
"Ich
habe ihm nichts angetan; der bildet sich
da etwas ein. Wenn jemand von mir einen
Werkzeug borgen wollte, ich
gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht?
Wie kann man einem Mitmenschen einen so
einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie
dieser Kerl vergiften einem das Leben.
Und dann bildet er sich noch ein, ich sei
auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen
Hammer hat. Jetzt reicht's mir wirklich.
- Und so stürmt er hinüber, läutet,
der Nachbar öffnet, doch noch bevor er
'Guten Tag' sagen kann, schreit ihn unser
Mann an: 'Behalten Sie sich Ihren Hammer,
Sie Rüpel!"
LEO
missbraucht in seiner Geschichte ein
kinderloses Paar, um sich seine neue
Identität zu bestätigen:
"Wir
wollten etwas über uns erfahren. Wir
wollten wissen, ob wir uns in diesen paar
Monaten wirklich so verändert hatten.
Wir wollten wissen, ob es noch möglich
ist, einen Abend mit Caroline und Hans zu
verbringen, so, wie wir früher Abende
miteinander verbracht hatten. Es war ein
Versuch.
Wir nahmen uns vor, unter keinen
Umständen das Thema Kinder zu berühren.
Wir wollten auch nicht darüber reden,
wie sehr es uns verletzt hatte, dass sie
sich seit der Geburt von Anais nicht bei
uns gemeldet haben. Wir wollten an diesem
Abend einfach mal nicht Eltern sein.
Praktisch kinderlos."
Der Ablauf
des Abends ist nach dem Schema von
WATZLAWIKs Geschichte vorprogrammiert.
Am Ende kann LEO das Eltern-Dasein
selbstzufrieden als die einzig richtige
Lebensform definieren:
"Wir
sind die funktionierenden Apparate einer
Fortpflanzungskette. Und weil wir uns um
das
Überleben
der Menschheit und die
Rentenversicherung verdient
machen, verschont man uns mit Fragen nach
uns selbst. Weil wir einmal das Richtige
getan haben, sind für immer entschuldigt
für alles, was wir tun."
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- JOCKS,
Heinz-Norbert (2002): Houellebecq: Sex mildert
die Sorgen.
Interview mit dem
französischen Skandalautor,
in: Neuß-Greuvenbroicher
Zeitung v. 29.06.
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- ROTEN,
Michèle (2002): Was Frauen wollen.
Welche
Mindestanforderungen muss ein Mann erfüllen,
damit er den Sommer nicht alleine verbringt?
Betrachtungen zur Badesaison,
in: Weltwoche Nr.26 v.
28.06.
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SZYDLIK,
Marc (2002): Nicht weit vom Stamm.
Die
Solidarität zwischen Alten und Jungen ist
intakt. Das hat Konsequenzen für die
Sozialpolitik,
in: Die ZEIT Nr.27 v.
27.06.
- TENBROCK,
Christian & Wolfgang UCHATIUS (2002): Raus
aus dem Altersgefängnis.
Die
Deutschen werden grau. Junge Menschen sind bald
eine kleine Minderheit. Deshalb braucht das Land
eine neue Sicht dessen, was Altsein bedeutet und
was Alte leisten können. Der Staat muss seinen
Bürgern eine neue Freiheit geben: So lange zu
arbeiten, wie sie wollen. Altersgrenzen gehören
abgeschafft,
in:
Die ZEIT Nr.27 v. 27.06.
- Kommentar:
TENBROCK &
UCHATIUS sind im Gegensatz zu
Marc SZYDLIK
sozialpolitische Polarisierer. Im
Rückgriff auf
Roland und
Andrea TICHY versuchen
die beiden Autoren die Generationen
gegeneinander auszuspielen:
"Der
durchschnittliche Deutsche in mittleren
Jahren gehört heute zu den reichsten
Menschen der Welt. Wer glaubt, das liege
vor allem an deutscher Wirtschaftskraft,
übersieht die Bedeutung der Demografie.
Ein Geheimnis des Wohlstands ist: Seit
dem Zweiten Weltkrieg mussten die
berufstätigen Deutschen nie so wenig
Kinder und alte Menschen versorgen. Die
einen wurden nie gezeugt, die anderen
starben im Krieg. 'Wir leben im Zeitalter
des demographischen Hedonismus',
schreiben die Autoren Roland und Andrea
Tichy in ihrem
Buch Die
Pyramide steht Kopf: Wer heute
arbeitet, hat mehr Geld übrig als alle
Generationen zuvor. Geld für ein Haus,
das zweite Auto, den dritten Urlaub.
Geld, das bald fehlen wird."
Die
sozialen Ungleichheiten innerhalb einer
Generation, die sich im Hinblick auf die
Erbengeneration noch verschärfen, werden
hier ausgeblendet.
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- NÜBEL,
Rainer (2002): Flucht ins Gefängnis.
Jeder
kennt das Gefühl der Angst. Und dass es
vorübergeht. Bei manchen kommt es immer wieder -
regelmäßig und zerstörerisch. Peter Mohr traut
sich seit zwölf Jahren nicht mehr, aus dem Haus
zu gehen,
in: Die ZEIT Nr.27 v. 27.06.
- Inhalt:
NÜBEL berichtet
über die Zunahme von Angststörungen:
"Zwölf
Jahre. In dieser Zeit haben Freunde
geheiratet, Kinder bekommen, sich wieder
scheiden lassen, den Job gewechselt,
manche haben Karriere gemacht, sind
umgezogen, in Urlaub gefahren - oder nur
mal in die Kneipe gegangen. Peter Mohr
ist in diesen zwölf Jahren nicht mehr
aus dem Haus gegangen, ist auf der Stelle
getreten, im wahrsten Sinne des Wortes.
Sein Leben steckt fest auf 145
Quadratmetern. Schlafzimmer, Küche,
Wohnzimmer, Flure, Toilette, Keller. Es
ist das Haus, in dem Mohr aufwuchs und
mit seiner 76-jährigen Mutter
lebt."
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- SAARBRÜCKER
ZEITUNG (2002): Die Neid-Rendite.
Der Zweck und seine
unheiligen Mittel,
in: Saarbrücker Zeitung v.
26.06.
- Inhalt:
Der Autor beklagt,
dass in der Neiddebatte mit zweierlei
Maß gemessen wird:
"Als
Leistungs-Motor wird er immer öfter
unverhohlen gutgeheißen. Andererseits
klagt man aber jene, welche die
aufspringende Schere zwischen Arm und
Reich anprangern, des reinen Sozial-Neids
an, versucht damit ihre Argumente als nur
emotional abzuqualifizieren. Da ist er
nun plötzlich wieder böse, der Neid.
Wer soll das eigentlich verstehen?"
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- STAHL,
Enno (2002): Ulf Poschardt: Über Sportwagen,
in:
Büchermarkt. Sendung des DeutschlandRadio v.
26.06.
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- LPT (2002):
Viele wollen die Zahlen noch nicht wahrhaben.
Dr.
Eberhard Leibing über die Folgen des
Bevölkerungsentwicklung in Deutschland:
Alterspyramide wird auf den Kopf gestellt,
in: Reutlinger
General-Anzeiger v. 26.06.
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- JÄHNER,
Harald (2002): Mythen des Heilemachens.
Jonathan
Franzens Familienroman
"Die
Korrekturen" entwirft die Welt als
Besserungsanstalt,
in: Berliner Zeitung v.
26.06.
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- WILMES,
Hartmut (2002): Nasenstüber mit Nebenwirkungen.
Bodo Kirchhoffs
"Schundroman" lässt einen mächtigen
Rezensenten sterben,
in: Kölnische Rundschau v.
26.06.
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- HOHMANN,
Silke (2002): Yeti & Alder.
Kategorien der
"Event-City",
in: Frankfurter Rundschau
v. 26.06.
- Kommentar:
Yuppies nannte man
sie früher , heute heißen sie
Bobos oder
Yetties (hier:
Yetis). Das sind jene, die
HOHMANN für den Identitätsverlust der
Städte
(früher:
Yuppisierung)
verantwortlich macht:
"An
Stelle einer vertikal ausgerichteten
Bodenhaftung tritt ein horizontales Netz
von Verbindungen, das Grenzen übertritt,
aber keine Verankerung hat. Dieses
richtet sich nach individuellen
Bedürfnissen aus, statt in lokalen
Gegebenheiten ein."
Bauhaus-Studenten,
das sind die gegenwärtigen
Pioniere,
die Teil eines neuen Yuppisierungs-Zyklus
sind, kritisieren das
Ergebnis ihrer Vorläufer mit einer
Ausstellung.
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- STOLTERFOHT,
Barbara (2002): Auch Papa kann staubsaugen.
Die
familienpolitische Sprecherin der SPD, Renate
Schmidt, über neue Rollenbilder und moderne
Lebensformen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.06.
-
Renate
Schmidt - Politik für die Mütterelite
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- WOLFF,
Uwe (2002): Oma-mma mia!
Mit
62 Jahren brachte Rosanna Della Corte einen Sohn
zur Welt mit 70 erfährt sie die
Leiden einer sehr späten Mutterschaft,
in: Focus Nr.26 v. 24.06.
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- KUSICKE,
Susanne (2002): Blues.
Bestellt und nicht abgeholt,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 23.06.
- Kommentar:
KUSICKE versucht
sich in ihrer allsonntäglichen
Blues-Kolumne als eine deutsche
Helen
FIELDUNG. Ob sich
dadurch die
"Generation
Ally" an das
Blatt binden lässt? Ein bisschen mager
ist das schon:
"In
dem großen Katalog lag außerdem ein
kleiner, 'Singles zum Verlieben', den
habe ich auch noch durchgearbeitet, aber
mit weniger Erfolg, in meiner Gegend
gibt's nur Gift (...). Das schlimmste
daran war: die Jahrgänge gingen von 1975
abwärts, die Jungs sind glatt zehn Jahre
jünger, außer Wali mit seinen drei
Zuckermädchen. Meine Wahl fiel dann auf
Dieter, der sich immerhin der dreißig
nähert, ein Caterer aus Hügelsheim.
Seine Stärken: schlafen, zuspätkommen.
Wird traurig, wenn er früh aufstehen
muß. Haßt Pingeligkeit. Das paßt.
Bestellnummer MA3/10/07. Und einen Bauch
hat er auch. Serena"
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- MÖLLER, Ute
(2002): Lehrstunde zwischen den
Supermarkt-Regalen
Die Verbraucherzentrale
bietet seit einigen Monaten mit "Diner for
one" ein Einkaufstraining für Singles an,
in: Nürnberger Nachrichten
v. 22.06.
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HÖRISCH,
Jochen (2002): Die Mutterbrust, der Vatermund und
die Logik.
Der Freiin Philippine von Knigges
"Logic für Frauenzimmer" aus dem Jahre
1789,
in: Frankfurter Rundschau
v. 22.06.
- Inhalt:
"Matriarchalische
Ordnungen finden ein Ende, wenn Männer
'argumentativ' und 'logisch' plausibel
machen können, dass sie Väter sind.
Männer sind gewissermaßen zur
Abstraktion und zum logischen Denken
verdammt. Dass abnehmende Kinderzahl,
Rationalitätskritik und Feminismus in
ein und dieselbe Epoche fallen, ist
deshalb 'logisch'. In Zeiten, da dank der
Möglichkeiten von Genanalyse der alte
Satz 'pater semper incertus' nicht mehr
gilt, wird es Zeit, eine neue Logik
für Männer zu
schreiben", resümiert HÖRISCH.
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- LOHMANN,
Hans-Martin & Katherine STROCZAN (2002):
Traum-Kultur.
oder Die Hegemonie des
Exzesses,
in: Frankfurter Rundschau
v. 22.06.
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- STEINBERGER,
Petra (2002): Dürrer Ast sucht das Feuer.
Krieg und Gewalt: Was der
Männerüberschuss in Asien bewirkt,
in: Süddeutsche Zeitung v.
22.06.
- Kommentar:
"Dürre
Äste" nennen die Chinesen ihre
"überschüssigen"
Junggesellen, die nie im Leben die Chance
erhalten werden, sich
fortzupflanzen"
schreibt
STEINBERGER.
Die Panik
vor dem Männerüberschuss ist jedoch nur
die Kehrseite der
Panik vor
dem Aussterben.
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- REST, Tanja
(2002): Die neue Mitte.
Hollywood und die
Modeindustrie haben das Mutterwerden zum
irrwitzigen Trend erhoben,
in: Süddeutsche Zeitung v.
22.06.
- Kommentar:
Tanja REST arbeitet
am neuen Klischee der sexy
Schwangerschaft. Die Schauspielerin Sarah
Jessica PARKER aus der TV-Serie
Sex and the City
dient dazu
als neues Rollenmodell.
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- MERKEL,
Andreas (2002): Funktionieren wollen, leiden
müssen.
Die
Liebe, ach: Mit Tests und Trainings rücken die
Frauenzeitschriften den Gefühlen zu Leibe -
psychische Krisen sollen mit Selbsterzählungen
kuriert werden. Kleiner Rundgang durch die
seltsame Gattung der populären
Psychologie-Aufsätze
in: TAZ v. 22.06.
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- NUNGEßER,
Karin (2002): Phantomschmerz.
Arbeit
am Konstrukt. Sind Väter in doppelter Hinsicht
unsichere Kantonisten?
in: Freitag Nr.26 v. 21.06.
- Inhalt:
NUNGEßER zeigt
Defizite der deutschen Vaterforschung
auf, deren Ursachen sie historisch
begründet:
"Dass
(...) jeder Vater, der weder tot noch
geschieden war, gleichsam a priori in den
Rang eines 'guten Vaters' erhoben wurde,
ist historisch nachvollziehbar: Wer in
Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg
noch einen Vater hatte, musste sich
glücklich schätzen - auch wenn der
Betreffende sich schnurstracks wieder in
den wirtschaftlichen Wiederaufbau
verabschiedete. Wem dagegen allenfalls
eine diffuse Erinnerung an glücklichere
Vorkriegszeiten, einen seltenen
Fronturlauber und das mütterliche
Entsetzen über dessen Fernbleiben blieb,
dem musste Vaterlosigkeit als der Grund
allen Übels erscheinen.
Das mag erklären, warum die väterliche
Ernährer-Doktrin (und die sie
begleitende
Kinder-gehören-zu-ihren-Müttern-Ideologie)
in keinem Land der Erde so zählebig ist
wie in Deutschland. Es ist aber zugleich
eine mögliche Begründung dafür, wieso
die mütterliche Rolle hierzulande schon
sehr viel früher und ausgeprägter
modernisiert werden konnte als die
väterliche."
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- PEUKERT,
Brigitte (2002): Familie erforschen,
in: Thüringische Landeszeitung v. 21.06.
- Kommentar:
PEUKERT meldet die
Einrichtung eines Stiftungslehrstuhls
für Familienwissenschaft in Erfurt. Dies
sei eine bedeutende Errungenschaft.
Tatsache ist jedoch, dass die
Familienforschung innerhalb der
Sozialwissenschaft dominant ist. Die
Begründung der Wissenschaftsministerin
ist deshalb skurril:
"Familienwissenschaft ist bisher in
Deutschland kein Forschungsschwerpunkt
und das obwohl es immer mehr Scheidungen,
Alleinerziehende und Singles gibt".
Was in
Deutschland fehlt, das ist in erster
Linie eine eigenständige Paarforschung.
In deren Rahmen müssten ganz andere
Fragestellungen im Hinblick auf das
Single-Dasein gestellt werden, als dies
im Rahmen der traditionellen
Familienforschung der Fall ist.
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- LIMINSKI,
Jürgen (2002): Die deutsche Rentenversicherung
ist zukunftsfähig, braucht aber Reformen.
Gespräch mit
Horst Seehofer, früherer Sozial- und
Gesundheitsminister und Mitglied im
Stoiber-Kompetenzteam,
in: DeutschlandRadio v. 20.06.
- Inhalt:
Horst SEEHOFER
spricht sich im Interview mit LIMINSKI, der dem
deutschen Familiennetzwerk
angehört, für eine
bevölkerungspolitische
Lösung des Rentenproblems
aus, die Kinderlose diskriminiert:
"Liminski:
Auf einem
Kongress letzte Woche in Berlin
unter dem Titel 'Demographie und
Wohlstand' hat der
Präsident des
IFO-Instituts in München, Professor
Sinn, im Haus der Deutschen Wirtschaft
ein neues System vorgestellt, das den
Vorzug hat, mit den Anregungen des
Bundesverfassungsgerichts im Einklang zu
stehen. Er meinte,
der Beitrag soll nach
der Kinderzahl, also der Zahl der
künftigen Beitragszahler gestaffelt
werden und bei mehr als drei gegen Null
tendieren. Das fand den Beifall namhafter
Wissenschaftler, auch aus Frankreich und
den USA. Wäre das etwas für einen
Arbeitsminister Seehofer, oder wollen Sie
auch mit Minireformen, die niemanden
wehtun, weitermachen?
Seehofer: Ich halte den Vorschlag für
sehr vernünftig. Ich glaube sogar, dass
das Bundesverfassungsgericht die Politik
zu einer solchen Realisierung
verpflichtet hat. Sie wissen, ein
ähnliches Urteil, Kinder bei der Höhe
des Pflegeversicherungsbeitrages zu
berücksichtigen, gibt es bereits vom
Bundesverfassungsgericht, und deshalb
werden wir natürlich in diese Richtung
weiter arbeiten. Aber die Ehrlichkeit in
einem Wahlkampf gebietet es, darauf
hinzuweisen, dass unsere erste Priorität
nach eine Regierungsübernahme die
Steuerentlastung und die schrittweise
Einführung des Familiengeldes ist. Wir
können aus finanziellen Gründen nicht
alles sofort realisieren, aber es bleibt
sicher in unseren sozialpolitischen
Zielen. Mit zweiter Priorität soll auch
die Kinderzahl bei den Beiträgen zur
Sozialversicherung stärker
berücksichtigt werden."
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- MEDICUS,
Thomas (2002): Das Ende der Fluchträume.
Verarmung in Sicht: Der
Kulturbetrieb reduziert sich,
in: Frankfurter Rundschau
v. 20.06.
- Inhalt:
MEDICUS macht sich
anlässlich der FAZ-Krise und des
Kulturbetriebs Gedanken über die Zukunft
der
Single-Generation:
"Die
vielen vergangenen Jahre bedenkend, gab
sich der Briefschreiber und Buchzusender
gleich zu Beginn als ehemaliger
Mitbewohner einer Wohngemeinschaft zu
erkennen, die vor zwanzig Jahren in
Hamburg wenige kurze Sommer der
Kontemplation erlebt hatte.
Der ironische Ton (...) ließ (...) die
Atmosphäre der frühen achtziger Jahre
wiedererstehen. Mit den
Wohngemeinschaften ging es damals zu
Ende, man begann seinen Weg auf eigene
Faust zu suchen - und der sollte nicht
mehr aus der Gesellschaft heraus, sondern
in sie hineinführen. Zwanzig Jahre
später ist das Ergebnis allerdings noch
immer ungewiss. (...). Er sei
habilitiert, teilt der Briefschreiber
nicht ohne Stolz mit, seine Stelle laufe
aber Ende des Jahres aus. Mit Anfang
Fünfzig sehe er deshalb eine äußerst
interessante Situation auf sich zukommen.
Noch vor kurzer Zeit hätte man solche
Äußerungen als generationsspezifisch
bezeichnen können: die
ironisch-melancholische Klagerhetorik der
in den fünfziger Jahren geborenen Kinder
des Konsums, die noch immer dem Glauben
an lineare Biographien anhängen, wiewohl
ihre eigenen Karrieren mehr Brüche als
Kontinuitäten aufweisen. Wenn die
Zeichen nicht trügen, wird es jedoch in
Zukunft außer biographischen Brüchen
überhaupt nichts mehr anderes
geben."
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- SEIDEL,
Eberhard (2002): Endlich sind wir allein.
taz-Serie
Sex, Körper, Macht (2): Die Generation 40 plus
wollte die Beziehung zwischen Mann und Frau
revolutionieren. Das Projekt scheiterte - und
produzierte neue Opfer
in: TAZ v. 20.06.
- Kommentar:
SEIDEL kritisiert
seine Generationsangehörigen.
Die Kritik
ist jedoch leicht veraltet. Bereits Mitte
der 80er Jahren hat
Matthias
HORX eine
Bestandsaufnahme der Single-Generation
geleistet, die SEIDEL nicht erweitert und
Ulrich BECK hat Anfang der 90er Jahre in
"Das
ganz normale Chaos der Liebe" den
Katzenjammer der Männer beschrieben, den
SEIDEL hier zum x-ten Male wiederholt.
SEIDEL
spricht auch nicht für die
Single-Generation, sondern
nur für das grün-alternative Milieu,
das seiner Meinung nach von überzogenen
Erwartungen Abschied genommen hat:
"Die
Frauen und Männer der Generation 40 plus
haben ihre großen gemeinsamen Projekte
hinter sich. Bereits vor Jahren haben sie
sich lautlos von der Alternativbewegung
mit ihren totalitären Ansprüchen an ein
gemeinsames Wohnen-Leben-Arbeiten
verabschiedet. Etwas schwerer fällt das
Eingeständnis, dass auch das
Glücksversprechen der neuen
Partnerschaft etwas Monströses in sich
getragen hat. Es schmerzt und erklärt,
weshalb der Anteil an Verhärmten,
Frustrierten und Zynikern in dieser
Altersgruppe so ungleich viel höher ist
als in anderen."
Beim
Jammern ist SEIDEL konkret, abstrakt wird
es wenn er geheimnisvoll von
"jahrelange Verdrängung geheimer
Wünsche" schreibt, um dann
fort zu fahren:
"Ihre
Partei, die Grünen, versucht es mit
nachholender Entwicklung. Die Erfahrungen
aus dem kollektiven Scheitern endeten in
ihrem neuen Schwerpunktthema - der
Familienpolitik. Andere gönnen sich bei
der Vergangenheitsbewältigung mehr Spaß
- in Tantragruppen und der ganzen
Produktpalette, die Männern wie Frauen
Hilfestellung bei der Suche nach
sexueller Erfüllung verspricht. Die
einst so hoch moralische Generation
lernt: Nur kein Sex ist schlimmer als
bezahlter."
Das Projekt
"Familienpolitik" ist definitiv
kein Projekt der Single-Generation mehr,
sondern der
grünen
Kinderpolitiker aus der Generation Golf. Die
Grünen sind damit immer noch eine
1-Generationen-Partei, aber sie haben
einen Generationenwechsel vollzogen, der
alte Wählerschichten anderen Parteien
und den Nicht-Wählern zutreibt.
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- CASPARI,
Patricia (2002): Quadratisch, praktisch, gut.
Mut zur Hässlichkeit: Wer
in Berlin hip sein will, den zieht's in den
Plattenbau,
in: Rheinischer Merkur
Nr.25 v. 20.06.
- Kommentar:
Wann ist ein Trend
ein Trend? Wenn er in den Medien steht!
In den 80er
Jahren wurde hierzulande das
Konzept
"Yuppisierung" aus den
USA exportiert und wird inzwischen
offensichtlich als gezielte Strategie
eingesetzt.
Im Bericht
werden Studentinnen und Kulturschaffende
als Trendsetter - der Berliner Soziologe
HÄUSSERMANN
("Neue Urbanität")
bezeichnete sie noch als Pioniere -
vorgestellt. Sie finden "Zurück zum
Beton" chic (Das war ein
PUNK-Slogan und Punk
erlebt spätestens seit dem Erfolg von
Michel
HOUELLEBECQ eine
Renaissance).
Wie
vermarktet man leer stehende Häuser und
Wohnanlagen, in die normalerweise keiner
ziehen möchte? Der Artikel bietet eine
Antwort. Mit Unterstützung der Medien
könnte tatsächlich der Trend entstehen,
der hier herbei geschrieben wird:
"Aber
hat sich der Retro-Wohntrend auch schon
in Zahlen für die Baugesellschaften
bemerkbar gemacht? Der Zuzug von jungen
Trendsettern sei noch zu gering, um
zahlenmäßig von einem Trend sprechen zu
können, teilen die Wohnbaugesellschaften
in Mitte und Friedrichshain mit. Und auch
die gewerbliche Nutzung der Karl-Marx-
und Frankfurter Allee sei nur schwach
gestiegen, leer stehende Geschäfte
herrschen noch immer vor. Katja ist
jedoch zuversichtlich, dass sich auch das
bald ändern wird."
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- ZELLNER,
Josef (2002): Über alles reden.
Nicht so verkniffen:
Lockerungsübungen der verständnisvollen
Gesellschaft,
in: Rheinischer Merkur
Nr.25 v. 20.06.
- Kommentar:
ZELLNER setzt der
politischen Korrektheit die
verständnisvolle Gesellschaft als
Beschreibungsformel für unsere Gegenwart
entgegen:
"Unsere
moderne Mediengesellschaft ist eine
verständnisvolle Gesellschaft. Man kann
über alles reden. Jene Tabus, die noch
vor wenigen Jahrzehnten zu hochgezogenen
Brauen bei Eltern und Großeltern
führten, gibt es nicht mehr. Jenes
Erstarren, das die Älteren erkennbar
befiel, wenn Kinder und Jugendliche etwas
über Sexualität, uneheliche Kinder oder
den regelmäßigen Männerbesuch der
Nachbarin wissen wollten, scheint Äonen
zurückzuliegen."
Tatsächlich
sind diese Arten der Diskriminierung
weitgehend verschwunden. Der
Wohnungsmarkt hätte ansonsten auch nicht
zu einem zentralen Wirtschaftsfaktor
werden können.
Die Mechanismen der
Diskriminierung haben sich verändert und
die Sozialpolitik sowie die Medien
spielen dabei die zentrale Rolle.
Die
Bevölkerungspolitik
(Schlagwort "demografischer
Wandel") setzt nicht mehr auf die
Kontrolle durch Nachbarschaft, sondern
auf ökonomische Strafen für Kinderlose
und auf Medienkontrolle.
Wenn z.B.
das Magazin
STERN nach kinderlosen Männern für eine
Titelstory sucht, dann sind
die Kategorien nach denen sie ausgesucht
werden und die Bewertungen ihres
Verhaltens bereits vorgegeben. Die
Interviewpartner werden nur noch zur
Illustration benötigt, sozusagen um der
Story den Nimbus der Authentizität zu
verpassen.
Mit einer
verständnisvollen Gesellschaft hat das
nichts zu tun, sondern mit einer Art von
politischer Korrektheit, die in
Deutschland nicht thematisiert wird.
ZELLNER
geht es in seinem Artikel auch nicht um
Verständnis, sondern es handelt sich um
eine der üblichen
kulturpessimistischen
Kritiken an der Spassgesellschaft.
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- SONTHEIMER,
Kurt (2002): Demokratie in Zeiten der
Globalisierung,
in:
Die ZEIT Nr.26 v. 20.06.
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- STHA (2002):
Singles und ihre Welt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.06.
- Inhalt:
Der
Evolutionspsychologe
Andreas
HEJJ präsentiert in
München die Ergebnisse der Studie
"Singles und ihre Welt"
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- HILLA, Dieter
(2002): Krefeld gehen die Kinder aus.
Im
Jahr 2015 werden 18 000 Menschen weniger in
Krefeld wohnen als heute. Dies geht aus der
jüngsten Studie zur Bevölkerungsentwicklung
hervor. OB Dieter Pützhofen forderte gestern
Gegenmaßnahmen.
in: Rheinische Post v.
19.06.
- Kommentar:
Man wird in 13
Jahren den heutigen Bericht auf seinen
Wahrheitsgehalt überprüfen können. Nur
wird dann keiner mehr sagen können, ob
die Prognose je hätte Realität werden
können, denn die Politik reagiert auf
eine Problemdefinition und verändert
damit das Problem selbst.
Allein die
Plausibilität der Problemdefinition
reicht aus, um politische Projekte
durchsetzen zu können. So wird in
Krefeld offenbar der demografische Wandel
dazu benutzt, um Neubaugebiete gegen
missliebige Umweltschützer
durchzusetzen.
Ob solche
kleinräumige Bevölkerungsprognosen
überhaupt einen Sinn machen, diese
wichtige Frage wird erst gar nicht
gestellt.
Es belegt
jedoch, dass die
bevölkerungspolitische
Problemdefinition
mittlerweile zur Selbstverständlichkeit
in der politischen Alltagsrhetorik
geworden ist.
Christoph
BUTTERWEGGE bezeichnet
eine solche Strategie als Biologisierung
sozialer Konflikte.
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- ERD
(2002): Westdeutsche Großstädte bluten aus.
Wohnungswirtschaft
prangert verfehlte Boden- und Planungspolitik an,
der Abwanderungstrend hält an
in: Welt v. 19.06.
- Kommentar:
Gerd KOPPENHÖFER,
Vositzender vom Bundesverband Freier
Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW)
nutzt ebenfalls (siehe RHEINISCHE POST
vom 19.06.2002) die
bevölkerungspolitische
Problemdefinition, um die
Interessen des Verbandes durchzusetzen.
In diesem Zusammenhang werden Singles und
Familien gegeneinander ausgespielt:
"Mit
den Familien verschwanden Einkommensteuer
und Kaufkraft aus der Stadt.
Ballungszentren sind heute von Singles
und geringverdienenden Haushalten
dominiert, Luxusboutiquen auf der einen
und Discounter-Ketten auf der anderen
Seite sorgen für Monokulturen" wird
behauptet.
Der
Single-Begriff
wird hier
in der
Bedeutung von Yuppie benutzt,
obwohl viele Einpersonenhaushalte zu den
gering verdienendenen Haushalten gehören.
Außerdem wird offensichtlich, dass auch
gering verdienende Familien unerwünscht
sind.
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- SCHMITZ,
Rainer (2002): "Sizilianische
Verhältnisse".
Bodo Kirchhoff über das
Sterben von Kritikern, sein neues Buch und den
Literaturbetrieb,
in: Focus Nr.25 v. 17.06.
- Inhalt:
Bodo KIRCHHOFF
spricht u.a. über seinen neuen
"Schundroman":
"FOCUS: Und wer ist Ollenbeck, das
Männerwunder der deutschen Literatur?
Kirchhoff: Das trifft auf
manchen zu, aber phonetisch natürlich
auf
Houellebecq. Ich fand
es schon ein bisschen lästig in der
Rezeption dieses Mannes, dass man so tut,
als sei Sextourismus neu in der
Literatur. Darüber habe ich vor 22
Jahren als Erster geschrieben."
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- OESTREICH,
Heide (2002): Mit Frauenpolitik zur Ungleichheit.
Was
käme unter einer konservativen Regierung auf die
Frauen zu? Die Bundesfrauenkonferenz der Grünen
versucht, schon einmal von Österreich und den
Niederlanden zu lernen. Die "Wiener
Melange" zeigt: Frauenpolitik kann auch
Rückschritt sein,
in: TAZ v. 17.06.
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- LORENTZ,
Frank (2002): Junge Menschen wollen Ordnung.
Angst
vor dem sozialen Absturz beschäftigt viele junge
Bundesbürger,
in: Welt am Sonntag v.
16.06.
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- KUNCKEL,
Susanne (2002): Familie im Säurebad.
Er
verweigerte sich dem amerikanischen
Literaturbetrieb und wurde damit weltberühmt.
Jetzt erscheint Jonathan Franzens grandioser
Gesellschaftsroman in Deutschland
in: Welt am Sonntag v.
16.06.
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Zu den News vom 01. - 15. Juni 2002
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