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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 16. - 23. Juni 2004

 
 
     
       
   

Zitat des Monats:

"Die Instabilität heutiger Beziehungen ist nicht, wie manche Moralisten oder auch Psychotherapeuten klagen, eine Folge von Bindungslosigkeit oder Beziehungsunfähigkeit; sie ist vielmehr die Konsequenz des hohen Stellenwertes, der Beziehungen für das persönliche Glück beigemessen wird, und der hohen Ansprüche an ihre Qualität."
(aus: Gunter Schmidt & Johannes von Stritzky "Beziehungsbiographien im sozialen Wandel. Ein Vergleich dreier Generationen. In: Familiendynamik, H.2, April, 2004, S.99)

 
 
     
 
FALTER: Die Bobos
  • JOHN, Gerald & Eva WEISSENBERGER (2004): Buhlen um Bobos.
    Grüngürtel.
    Bei der EU-Wahl wechselten sie in Scharen zu den Grünen: die "Bourgeois Bohemiens", die Kapitalismus mit Rebellion, Hedonismus mit sozialem Gewissen vereinbaren. Die Parteien reagieren: Politschick statt Apparatschik
    in: Falter. Wiener Stadtmagazin, Nr.26 v. 23.06.

     
   
  • RUNGE, Heike (2004): Supplement.
    Dinu Mendrea "Trying to be 20 in Jerusalem",
    in: Jungle World Nr.27 v. 23.06.

    • "Es gibt Städte, die sind wie dafür gemacht, darin jung zu sein und dem Morgen entgegenzufiebern. Es sind Orte, die das Neue geradezu anziehen. Andere Städte dagegen sind wie dafür geschaffen, es allem Neuen, Jungen und Unfertigen so schwer wie möglich zu machen; sie haben einen machtvollen Pakt mit der Geschichte geschlossen.
      Die Fotografien von Dinu Mendrea zeigen solch eine konservative Stadt – Jerusalem, in den Jahren 2000 bis 2003 –, und sie handeln davon, wie kompliziert es ist, ausgerechnet an diesem Ort der bedeutsamen Vergangenheit und ausgerechnet in den Zeiten des eskalierenden Konflikts und der latenten Gefahr ins Erwachsenenleben zu starten
      ", so beginnt RUNGEs Porträt des Fotografen Dinu MENDREA, Jahrgang 1970.
 
       
   
  • MERNISSI, Fatima (2004): Die neuesten Webtraditionen.
    Internet-Boom in Marokko: Nach Marrakesch kommen die Touristen nur der Märkte und antiken Schlangenbeschwörer wegen. Die Jugend bevölkert indessen die Internetcafés der Stadt, um Anschluss an die Welt zu finden. Ein Streifzug durch die Szene,
    in: TAZ v. 23.06.

Die Schriftstellerin Fatima MERNISSI berichtet u.a. über das Heiraten im Internet, das marokkanische Jugendliche fasziniert: "Während (...) Politiker, die sich in Marrakesch zur Wahl stellen, die Jugend mit Lobeshymnen auf die traditionelle Familie und auf bäuerliche Aktivitäten langweilen, verbringt diese ihre Zeit damit, sich gegenseitig Tipps zu geben zu Themen wie (...) "die virtuelle Heirat" (...).
Kein Zweifel, die Hauptbeschäftigung der Internetbenutzer scheint darin zu bestehen, einen Ehepartner zu finden. (...).
Heiraten per Internet weckt viele Hoffnungen in der arabischen Welt. Selbst eine Prestige-Zeitschrift wie die ägyptische Wighaat Nazar (»Ansichten«), die normalerweise einen sehr intellektuellen und wissenschaftlichen Stil pflegt, betont in einem Artikel über »Heirat per Computer«: »Bei dem Tempo der technologischen Entwicklung könnte es um 2019 möglich sein, sich virtuell zu lieben - als Alternative zur Ehe. Ein solcher technologischer Durchbruch könnte es den Ehepartnern ermöglichen, sich virtuell zu treffen (iftiradiyan), ohne eine ungewollte Schwangerschaft befürchten zu müssen.«
Die Redakteure des »Dalil« sind sich der Gefahr bewusst, die das Internet birgt, nämlich sich von der Realität abzukoppeln. Deshalb versuchen sie, die virtuellen Leidenschaften ihrer Leser zu bremsen, indem sie über die Erfahrungen in anderen arabischen Ländern informieren, die technologisch weiter entwickelt sind: »Die arabische Jugend und ihre Erfahrungen mit Heirat per Internet.«
"
 
       
   
Thomas Lemke - Glossar der Gegenwart
 
       
     
       
   
  • DORBRITZ, Jürgen (2004): "Nur Tempoeffekte, aber kein Babyboom".
    "Gerontokratie? Nichts da! Bald kommt der Babyboom", so überschrieb Detlef Gürtler einen Artikel, der am 19.08.2003 in der "Welt" erschien. Dort wurde ein dritter demographischer Übergang vorhergesagt, der nicht - wie die beiden ersten - zu einem deutlichen Geburtenrückgang führen wird, sondern einen neuen Baby-Boom bringen soll,
    in: BIB-Mitteilungen, Nr.2 v. 22.06.

 
       
   
  • GUPTA, Prem Lata (2004): Männlich, schlau und ein wenig schüchtern,
    Mit viel Fleiß, Akribie und technischem Know-how rüsten Besitzer privater Web-Seiten auf. Eine deutsche Studie untersucht ihre Motivation,
    in: Focus Nr.26 v. 21.06.

 
       
   
  • ZIMMER, Matthias (2004): Der Rückzug des Staates ist keine Lösung.
    Globalisierung, Gerechtigkeit und Solidarität: Bausteine einer Sozialpolitik im 21. Jahrhundert,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.06.

 
       
   
  • KLUY, Alexander (2004): Fenster oder Gang?
    Jüngste Studien und Projekte belegen: Architekten stehen vor der Herausforderung, sich verstärkt mit einer für das Alter angemessenen Architektur zu beschäftigen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.06.

 
       
     
       
   
  • GÖRING-ECKARDT, Katrin (2004): Das Zuwanderungsgesetz - eine endliche Geschichte.
    Für Konservative wie für die Grünen bedeutete der lange Marsch des Gesetzes durch die parlamentarischen Instanzen ein Abschied von Lebenslügen,
    in: Welt am Sonntag v. 20.06.

 
       
   
  • SCHMID, Thomas (2004): Erfolgsrezept Enthaltsamkeit.
    Warum die Grünen so unverschämt erfolgreich sind,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.06.

 
       
   
  • HEINE, Matthias (2004): Willkommen zurück im Abendland.
    Für einen Wiedereintritt in die Kirche zählt nicht nur die Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln. Ein Selbstversuch,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.06.

    • Matthias HEINE entdeckt die Religionszugehörigkeit als Distinktionsmerkmal und behauptet, dass in der Neuen Mitte Familiengründung und Re-Christianisierung zusammengehören.
 
       
   
  • BRÜCKERHOFF, Björn (2004): Florian Illies.
    Nach den Regeln der Kunst
    in: Die Gegenwart Nr.38 Der Bildersturm v. 19.06.

 
       
   
  • WALTER, Franz & Tim SPIER (2004): Der skandinavische Weg.
    Das Potenzial für eine neue Linkspartei ist da: enttäuschte Arbeitnehmer, Arbeitslose und Opfer der Sozialreformen. Dennoch ist es fraglich, ob sie ihre Chance nutzen kann,
    in: TAZ v. 19.06.

  • WALTER, Franz (2004): Das Ende der Volksparteien.
    Die Implosion von Politik trifft nicht nur die SPD ins Mark, sondern wird auch demnächst die CDU einholen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 19.06.

  • WALTER, Franz (2004): Sinnkrise einer Volkspartei.
    Mitgliederschwund, "Mittigkeit" und Personalprobleme gehen der SPD an die Substanz,
    in: Welt v. 19.06.

 
       
   
  • Jürgen Habermas zum 75. Geburtstag

Martin GEGNER hat sich im Beitrag Die Entmaterialisierung der Öffentlichkeit (Beitrag zum Sammelband Schöne neue Öffentlichkeit, 2003) u. a. mit dem HABERMAS-Buch Strukturwandel der Öffentlichkeit aus dem Jahre 1962 beschäftigt. GEGNER beschreibt die Schnittmengen zwischen HABERMAS und aktuellen Tendenzen im Neoliberalismus:

"Ob das Funktionssystem der öffentlichen Vorsorge die Individuen eher einschränkt oder befreit, wird bei Habermas lediglich unter dem Blickwinkel formal-demokratischer Meinungsfreiheit problematisiert und nicht unter dem Gesichtspunkt der Freiheit von materieller Not und der damit verbundenen Dialektik von zwanghafter Systemintegration und individueller Autonomie" (2003, S.83)

GEGNER kritisiert, dass HABERMAS einen Gegenmodernisierungsschub präferiert, indem er die Rückverlagerung von systemischer Reproduktion (Sozialstaatskritik) auf lebensweltliche Verhältnisse (Familie) fordert. Mit der Kritik an der Kolonialisierung der Lebenswelt gerät HABERMAS in die Nähe konservativer und neoliberaler Ansätze:

"Die Diagnose von Habermas, die Familie werde entprivatisiert und zur Intimsphäre konsumtiver Funktionen geschrumpft, wird heutzutage »produktiv« in die Gegenrichtung durch die Programme zur »aktivierenden« Sozialpolitik und der stärkeren Verantwortung der Familie bei »Kapitalbildung«, »Aufzucht und der Erziehung« (...) aufgenommen." (2003, S.78)

GEGNER verweist darauf, dass HABERMAS bereits 1962 die Demografische Zeitbombe beschworen habe:

"In der Bundesrepublik sind mehr als drei Viertel der Bevölkerung Anwärter auf Versicherungs- oder Versorgungsrenten; in jedem Haushalt fällt jetzt schon mindestens eine laufende Rente an." (2003, S.79)

In diesem Sinne kann man in HABERMAS auch einen Vordenker des neuen Familienfundamentalismus sehen...

  • KNIPPHALS, Dirk (2004): Unser Projektleiter.
    Heute wird der Philosoph Jürgen Habermas 75 Jahre alt. Das Verhältnis der alternativen Linken zum Verfechter des herrschaftsfreien Diskurses und des Einsatzes der kritischen Vernunft war immer ambivalent - obwohl und weil seine Thesen mittlerweile mehrheitsfähig geworden sind,
    in: TAZ v. 18.06.

 
       
   
  • BECK, Ulrich (2004): Von Freunden umzingelt.
    Deutschlands Misere in europäischer Perspektive
    Am Beispiel Deutschlands und seiner derzeitigen Befindlichkeiten lässt sich studieren, wie falsch es wäre, die drängenden gesellschaftlichen Probleme - Arbeitslosigkeit, Alterssicherung, Migration - im Rahmen nationalstaatlicher Konzepte anzugehen. Es gilt, einen europäischen, einen kosmopolitischen Realismus zu entwickeln,

    in: Neue Zürcher Zeitung v. 18.06.

 
       
     
       
   
  • SZENT-IVANYI, Timot (2004): Kinderlose sollen mehr zahlen.
    Reform der Pflegeversicherung: Beitrag steigt um 0,25 Prozentpunkte. 15 Millionen Menschen betroffen. Keine Entlastung für Eltern,
    in: Berliner Zeitung v. 16.06.

  • MIHM, Andreas (2004): Pflegeversicherung für Kinderlose soll teurer werden,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.06.

 
       
     
       
   
  • FRANKFURTER RUNDSCHAU-Tagesthema: Die Konsequenzen aus den Wahlen

Die Wahlen haben es eindrucksvoll an den Tag gebracht: Die Parteienlandschaft repräsentiert nicht mehr den Wählerwillen, sondern nur noch die Blockadehaltung des neuen Establishment. Die FR widmet sich in zwei Artikeln der Frage, ob eine neue Alternative jenseits des etablierten Parteienspektrums eine Chance hat. Hans MONATH beschreibt im Tagesspiegel das Wählerklientel der Grünen. Dieter RULFF hat bereits in der gestrigen taz am neuen Mythos der Grünen gearbeitet.
  • WILLE, Joachim (2004): "Wo ist die SPD denn noch eine linke Partei?"
    Nach der Schlappe vom Sonntag plädiert der Metaller Klaus Ernst erst recht für eine neue wählbare Alternative,
    in: Frankfurter Rundschau v. 16.06.

Klaus ERNST beschreibt jene Wählerschaft, die keine Stimme in der Regierung hat: "Die Grünen sind im Aufwind, obwohl sie in Berlin die gleiche Politik verantworten wie die SPD. Wie passt das zusammen?
Die prozentualen Zuwächse der Grünen beruhen darauf, dass sie ihre Klientel ordentlich mobilisiert haben, während die Wahlbeteiligung sonst im Keller war. Die Ökopartei spricht zudem nicht das klassische sozialdemokratische Spektrum an, sondern die betuchteren Wählerschichten, die unter dem Sozialabbau weniger leiden. Die Arbeitnehmer, die Rentner oder die Arbeitslosen dagegen fühlen sich von der SPD nicht mehr vertreten, viele gar belogen und betrogen
"
  • HANSTEIN, Reinhard (2004): Eine Bewegung sucht ihre Partei.
    Es ist wie in der Gründungszeit der Grünen: Auf der politischen Linken klafft eine Lücke - die sich bald schließen wird,
    in: Frankfurter Rundschau v. 16.06.

"Ähnlich der Umweltbewegung in den Siebzigern ist um die Jahrtausendwende die Globalisierungskritik entstanden und hat großen Zulauf gewonnen. Sie vertritt die Ansicht, dass die zurzeit vorherrschende neoliberale Wirtschaftspolitik, also Freihandel und freier Kapitalverkehr, Deregulierung, Wettbewerb und Privatisierung, nicht zu allgemeiner Prosperität und Wohlfahrt führen, sondern zu Sozialabbau und Ungerechtigkeit. Unterstützung erfährt das globalisierungskritische Lager um die Organisation »Attac« von Gewerkschaften, kirchlichen Gruppierungen und der Friedensbewegung. Eine Partei, die ihre Forderungen aufgreift und wirksam in den Parlamenten vertritt, gibt es dagegen nicht.
Die SPD betreibt mit der »Agenda 2010« und den »Hartz-Gesetzen« eine eindeutig neoliberale Politik, für die sie gerade bei der Europawahl und der Landtagswahl in Thüringen abgestraft worden ist. Die Grünen tragen diese Politik mit und kommen daher für Attac nahe stehende Wähler ebenfalls kaum in Frage - sie finden ihre Potenziale in anderen Milieus
", schreibt Reinhard HANSTEIN über das Defizit der Parteienlandschaft
 
       
     
       
   

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