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Medienrundschau:
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News vom
14. - 21. Juni 2006
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NF (2006): Förderpolitik.
Von der linken in die rechte Tasche: Milliarden für die Familien,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.06.
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- SCHLÜTER, Christian (2006):
National-Klamauk,
in: Frankfurter Rundschau v. 20.06.
- Inhalt:
SCHLÜTER sichtet einige Bücher, darunter "Minimum"
von Frank SCHIRRMACHER:
"Schirrmachers
nicht anders als biopolitisch zu nennendes Projekt nationaler
Erneuerung modelliert das »Neuentstehen unserer Gemeinschaft« nach
dem Vorbild der Familienbande, einer homogenen, über
blutsverwandtschaftliche Beziehungen geregelten und letztlich
geschlossenen Einheit. Bei ihm ist von Deutschland als einer
Zuwanderungsgesellschaft kaum die Rede. Vielmehr beschwört er den
auf unserem Gemeinwesen lastenden Globalisierungsdruck vornehmlich
im Bilde der Naturkatastrophe und damit als hinzunehmendes,
alternativloses Schicksal: Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft im
Ausnahmezustand. Bedauerlich nur, dass Schirrmachers zentrales
Argument - die Vorzüge des Familiären - ganz offensichtlich nicht
verfängt.
Zwar lassen sich historisch-empirisch etliche Begebenheiten
anführen, was Schirrmacher auch nicht müde wird zu tun, um die
Überlebensdienlichkeit verwandtschaftlicher Blutsbande darzulegen.
Doch normativ folgt daraus, von Erbaulichkeiten einmal abgesehen,
nichts. Denn sogar in den besten Familien kommt es zu Mord und
Totschlag, ein literarischer, vor allem aber sozialpolitischer
Befund, kriminalstatistisch und also auch empirisch klar belegt. Auf
die liebe Verwandschaft ist nicht immer Verlass. Das Minimum bietet
zu wenig, Schirrmachers biopolitischer Fehlschluss überzeugt
deswegen auch nicht
mit seinem Zahlenmaterial, das uns den
demographischen GAU - wir sterben aus, wir vereinsamen, unsere
Rente schrumpft - in Aussicht stellt.
Zahlen
sind aussagekräftig nur unter (normativ) plausiblen Prämissen,
ansonsten fungieren sie als beliebig verwendbare Schreckgespenster."
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KORTMANN, Christian (2006): Die prekäre Urlaubsfrage.
Na, wohin geht's in diesem
Jahr? Die Frage nach der sommerlichen Reiseplanung lenkt den Blick auf
eine ökonomisch-soziale Spaltung, vor allem in der Generation der 30-
bis 40-jährigen Akademiker,
in: TAZ v. 20.06.
- Inhalt:
Christian KORTMANN widmet sich
wieder einmal
der "Generation Praktikum".
An
der Urlaubsfrage scheitern gemäß KORTMANN die
Individualisierungsverheißungen
und die Klassenfrage stellt sich ganz unerwartet:
"So
leicht es fällt, im Alltag mit sauberem Hemd und gebügeltem Anzug
auch als Geringverdiener eine vornehme Figur zu machen (Karl
Lagerfeld verwies darauf, dass durch H&M die Kleidung ihre Funktion
als Statussymbol verloren hat), so wenig lässt sich bei der
Urlaubsfrage die Realität kaschieren.
Auch
im engsten Freundeskreis kommen hier die Karten mit unangenehmer
Direktheit auf den Tisch. Wer auf die Frage, wohin er im Sommer
verreist, antwortet, dass er überhaupt nicht urlauben wird, gesteht
offen ein, sich nicht das Gleiche wie der andere leisten zu können.
Die in der Urlaubsfrage zum Ausdruck kommende Polarität erschreckt,
weil sie eine Spaltung innerhalb einer Gruppe verdeutlicht, von der
man dachte, sie würde homogen bleiben, weil sie einst homogen war.
Man
kann in den Wirtschaftsteilen der Zeitungen noch so viel über die
kontinuierlich weiter auseinander klaffende Einkommensschere lesen -
es bleibt abstrakt. Welch handfeste Auswirkungen es auf die soziale
Praxis hat, versteht erst, wer zum Beispiel eine Einladung zu einer
Feier erhält, die ein Schulfreund am Mittelmeer steigen lässt, und
sie wegen der Reisekosten ausschlagen muss. Da passiert etwas in der
Generation der 30- bis 40-Jährigen, was man in den 70er- und
80er-Jahren niemals für möglich gehalten hätte, als man im Grunde
egalitär zusammen aufwuchs und die Familienfinanzen keine Rolle
spielten."
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BERTH, Felix (2006): "Der Gesetzgeber hat
Spielraum".
Ein Familiensplitting wäre verfassungskonform, sagt die Richterin
Christine Hohmann-Dennhardt,
in: Süddeutsche Zeitung v. 20.06.
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SIEVERS, Markus (2006): Die neue Ungerechtigkeit,
in: Frankfurter Rundschau v. 20.06.
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KRÖTER, Thomas (2006): Der Familienkrach in der Union hat Methode.
Mit der Splitting-Debatte
will die CDU-Spitze deutlich machen, dass sich die Partei um
Modernisierung bemüht,
in: Frankfurter Rundschau v. 20.06.
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KNAPP, Ursula (2006): Blick ins Grundgesetz.
Splitting wurde 1958 eingeführt,
in: Frankfurter Rundschau v. 20.06.
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SPERBER, Katharina (2006): Alter Zopf Splitting,
in: Frankfurter Rundschau v. 20.06.
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RATH, Christian (2006): Splitting kann problemlos entfallen.
Anders als die CSU glauben
macht, privilegiert der Schutz der Ehe im Grundgesetz nicht das
Alleinverdiener-Modell,
in: TAZ v. 20.06.
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- KLEINE-BROCKHOFF, Moritz (2006): Die
Romantik-Offensive.
Kuppelbehörde, Dating-Messe,
Liebespropaganda – was Singapur sich einfallen lässt, um dem
Bevölkerungsschwund zu entkommen,
in: Tagesspiegel v. 19.06.
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HAGEN, Hans von der (2006): Eine gute Idee.
Plötzlich ist das Familiensplitting in aller Munde. Zur Recht,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.06.
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BERTH, Felix (2006): Individuelle Besteuerung.
Mehr Last für wenige. Die individuelle Besteuerung könnte dem
Staat mehr Geld bringen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.06.
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BERTH, Felix (2006): Ehegattensplitting.
Alleinverdiener bevorzugt.
Das Ehegattensplitting nutzt Familien, in denen nur Papa arbeitet,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.06.
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BERTH, Felix (2006): Familiensplitting.
Für Besserverdiener. Ein Familiensplitting begünstigt vor allem
Wohlhabende,
in: Süddeutsche Zeitung v. 19.06.
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SZENT-IVANYI, Timot (2006): Kita oder Pascha - wofür der Staat
zahlen soll.
Finanzen - 21 Milliarden
Euro kostet die Bevorteilung eines alten Rollenmodells per
Ehegattensplitting. Viele Politiker würden lieber Kinder fördern,
aber Reformen sind entweder zu teuer oder verärgern zu viele Wähler,
in: Berliner Zeitung v. 19.06.
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FEHRLE, Brigitte (2006): Ehe- oder Familiensplitting,
in: Berliner Zeitung v. 19.06.
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SCHÄFFER, Albert (2006): Tief verunsichert.
Die CSU und das Familiensplitting,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.06.
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HIG (2006): Prioritäten,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.06.
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KLEIN, Bettina (2006): Juristin: Abschaffung des Ehegattensplittings
möglich.
Verfassungsrechtlerin
Schuler-Harms sieht kein Gebot zur steuerlichen Förderung der Ehe,
in: DeutschlandRadio v. 19.06.
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KAMANN, Matthias (2006): Steuernachlässe für Kinder,
in: Welt v. 19.06.
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ZASTROW, Volker (2006): Politische Geschlechtsumwandlung.
Kaum eine Frau kennt den Begriff: "Gender Mainstreaming". Dabei
handelt es sich um eine durchgreifende Maxime sowohl der deutschen als
auch der europäischen Politik, die vor allem den Interessen der Frauen
dienen soll. Was bedeutet "Gender Mainstreaming"? Wie hängen
Gleichstellung und Gleichbehandlung zusammen?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.06.
- Inhalt:
Volker ZASTROW sieht in der Lesbenbewegung ( =
Feminismus) den wahren Feind, der die Abschaffung der Hausfrau (=
Gendermainstreaming) betreibt. ZASTROW sieht (analog
zu Mariam LAU) die Motive biographisch verankert:
"Der
Zusammenhang von Feminismus und Lesbenbewegung wird öffentlich
verbrämt, dabei ist er nachgerade zwingend. Denn während
homosexuelle Männer auch ohne Frau und Kinder in der sogenannten »patriarchalen«
Gesellschaft erfolgreich sein konnten, bot sich diese Möglichkeit
homosexuellen Frauen kaum. Ihnen drohte die
Abwertung als »alte Jungfer«;
berufliche Bildung,
Aufstieg und Anerkennung waren für sie erheblich schwerer zu
verwirklichen als für den alleinstehenden Mann. Der Zusammenhang
zwischen Frauen- und Lesbenbewegung, der in der großen Koalitition als
Gleichstellungs- und Gleichbehandlungspolitik aufscheint, ist also
durchweg biographischer Natur."
ZASTROW
beschäftigt sich deshalb im Artikel in erster Linie mit der Aufdeckung
des europaweiten Netzwerkes der Lesben.
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HEFTY, Georg Paul (2006): Familiensplitting-Modelle A und B.
Kommt es zu einer "Erweiterung" des Ehegattensplittings oder zu
einer Absage?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 17.06.
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Beschluss des Elterngeldes
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OESTREICH, Heide (2006): "Man kann mehr Kinder nicht erkaufen".
Das Elterngeld wird nur
mehr Väter in die Wickelpause bringen, sagt die Grüne Irmingard
Schewe-Gerigk,
in: TAZ v. 15.06.
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OESTREICH, Heide (2006): Baby bringt Rendite,
in: TAZ v. 15.06.
- MAL (2006): Wunschkinder.
Kabinett beschließt Elterngeld,
in: Tagesspiegel v. 15.06.
- Inhalt:
" Am Anfang hieß es, die deutsche Kinderarmut werde
vor allem von Akademikerinnen verursacht. Folglich müsse denen der
Staat finanziell stark helfen. Die Prämisse stellte sich zwar bald
als Humbug heraus, doch am Fazit wurde festgehalten", kritisiert
MAL.
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KAMANN, Matthias (2006): Subventionsobjekt Familie,
in: Tagesspiegel v. 15.06.
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DILK, Anja (2006): "Beruf und Kinder passen nicht zusammen".
Marianne Dierks hat Frauen
über 60 befragt, die beides versucht haben. Fazit: Für das
Familienleben blieb kaum Zeit. Wir brauchen mehr Freiräume für Eltern
im Arbeitsleben und mehr Betreuungsangebote für Kinder, findet die
Soziologin,
in: TAZ v. 15.06.
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SCHWENTKER, Björn (2006): Pokerspiele an der Wiege.
Akademikerinnen sind im
Gebärstreik? Nein. Die Statistik ist fehlerhaft. Und der Bundesrat
verhindert exakte Erhebungen. Teil zwei unserer Demografie-Reihe,
in: Die ZEIT Nr.25 v. 14.06.
- Inhalt:
Punkt für Punkt bestätigt Björn SCHWENTKER im
2. Teil der
Serie
Deutschland ohne Kinder? die Kritik
von single-dasein.de und single-generation.de an der
Demografiedebatte.
[
mehr ]
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Beschluss des Elterngeldes
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ZEIT-Thema:
Was ist männlich?
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GASCHKE, Susanne (2006): Ihr Verlierer!
Die Männer sind in Not: In
der Schule, auf dem Arbeitsmarkt und im Familienleben. Eine
Schadensbilanz,
in: Die ZEIT Nr.25 v. 14.06.
- Inhalt:
Susanne GASCHKE hat 5 Felder entdeckt, auf
denen die Krise des Mannes deutlich wird: die Nachwuchsfrage (=
Rollenunsicherheit), die Kriminalitätsrate, die
Arbeitsmarktsituation, nochmals die Nachwuchsfrage (=
Erwachsenheit) und zuletzt das Problem der fehlenden Vorbilder.
Zu
allen Punkten führt GASCHKE empirische Belege an - nur bei einem
Punkt fehlen sie:
"Es
gibt keine Gesellschaft mehr, die dem jungen Mann mit einem
bestimmten Bild von »Erwachsenheit« oder »Bürgerlichkeit«
gegenübertritt, zu dem notwendig Ehefrau und Kinder gehören.
Der flexible Single-Mann gilt Personalchefs
heute als genauso seriös wie 1960 der junge Familienvater.
Aber er ist es nicht."
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SCHWARZ, Patrik (2006): Wir Gewinner!
Die Männer sind freier denn
je. Sie mussten viel aufgeben – und sind dadurch stärker geworden.
Eine Ehrenrettung,
in: Die ZEIT Nr.25 v. 14.06.
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AMENDT, Christoph (2006): "Ich wollte nie wie andere Männer sein".
Ein Gespräch mit dem
Schauspieler Til Schweiger über seine letzte Prügelei, seine
Vaterrolle und sein Image als Sexsymbol,
in: Die ZEIT Nr.25 v. 14.06.
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BURGER, Jörg (2006): "Ich kann zu Frauen nicht nein sagen".
Die ersten Männergruppen gab es in den 70er Jahren. Auch heute
werden noch welche gegründet - zum Beispiel in Berlin-Pankow. Ein
Herrenbesuch,
in: Die ZEIT Nr.25 v. 14.06.
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SIMON, Jana & Adam SOBOCZYNSKI (2006): Weinen Sie?
Wie hat sich das Selbstbild
der deutschen Männer verändert? Ein Gespräch mit Großvater, Vater
und Sohn Korb aus Rheda-Wiedenbrück in Ostwestfalen,
in: Die ZEIT Nr.25 v. 14.06.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. - 13.
Juni 2006
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Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die
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