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Medienrundschau:
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News vom 16.
- 31. März 2002
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- STOSCH, Simone von (2002):
Kanzler, Kinder, Kandidat.
Die
Kluft zwischen den Parteien ist schmal, die
zwischen Anspruch und Praxis groß,
in: Tagesspiegel vom 31.03.
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- WELT AM SONNTAG (2002):
"Familienpolitik ist nicht mehr in
Ordnung".
Interview mit
Renate Schmidt (SPD),
in: Welt am Sonntag vom
31.03.
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- KIRCHHOF, Paul (2002):
Auslaufmodell Familie?
Eltern
und Kinder werden von der Gesellschaft finanziell
benachteiligt. Im Wahlkampf wetteifern die
Parteien jetzt mit Versprechungen - was ist davon
zu halten?
in: Welt am Sonntag vom 31.03.
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- DÜRR,
Tobias (2002): Helmut Kohl und die Capri-Fischer
oder: Sehnsucht nach der Mitte.
Überlegungen zum
Parteienstreit um deinen strategischen Begriff,
in: Frankfurter Rundschau
vom 30.03.
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- SALAMANDER, Rachel (2002):
Über Frau und die Welt.
Auf Einladung
der "Literarischen Welt" trafen sich
erstmals Susan Sontag und Alice Schwarzer,
in: Welt vom 30.03.
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- WINKELMANN, Ulrike (2002):
Siegerurkunde für Verweigerer.
Wenn
Männer um die Dreißig sich heute Kinder
aufbürden, dann wollen sie ganz doll gelobt
werden,
in: TAZ vom 30.03.
- Kommentar:
Ulrike WINKELMANN
beschäftigt sich - aus Gründen der
Gleichberechtigung - mit kinderlosen
Männern:
"Mittlerweile unterscheide ich zwei
Arten von Möchtenichtsogern-Vätern, die
ihr Befinden, sie seien noch zu jung für
Nachwuchs, mitteilen möchten. Entweder
setzen sie auf die 'Es ist mein Recht,
kein Kind zu wollen'-Tour und mimen die
Unterdrückten. Das ist dann anstrengend,
gerade weil sie sich gleichzeitig in die
Brust werfen, das Selbstbewusstsein zu
haben, einer Frau zu widersprechen. Puh.
Alles künftige Mitglieder dieser
Diskriminierte-Väter-Selbsthilfegruppen.
Die Version für den aufgeklärteren Mann
scheint aber die Masche 'echter
Frauenfreund' zu sein. Freimütig bekennt
er sich dazu, nun einmal keine
biologische Uhr ticken zu hören,
noch nicht
alle Bars der Stadt gesehen zu haben und
überhaupt auf so viel Verantwortung
eigentlich keinen Bock zu haben."
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- MEINHART, Edith &
Adelheid WÖLFL (2002): Streit ums soziale Erbe.
Die
Initiatoren des nun startenden Volksbegehrens
machen sich Sorgen um den österreichischen
Sozialstaat. Will die schwarz-blaue Regierung ihn
wirklich demolieren?,
in: Profil Nr.14 vom 30.03.
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BOVENSCHEN,
Silvia (2002): Wir hybriden Mischwesen.
Bei der Manipulation der
Schöpfung geht es jetzt um die Frauen,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung vom 28.03.
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- BALTES, Paul B. (2002):
Altern hat Zukunft.
Unsere
Gesellschaft kommt in die Jahre, frönt aber dem
Jugendkult. Und verpasst eine Chance,
in: Die ZEIT Nr.14 v. 27.03.
- Inhalt:
Der
Entwicklungspsychologe
Paul B. BALTES plädiert
für eine Gesellschaft aller Lebensalter,
in der die Alten nicht nur als
"Alterslast" erscheinen,
sondern als Chance für Fortschritt und
Innovation wahrgenommen werden.
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- DIEDERICHSEN, Diedrich
(2002): Ein Alien für alle.
Nach
zwanzig Jahren kommt Steven Spielbergs
"E.T." wieder ins Kino. Der nette
Außerirdische hat die amerikanische
Kulturpsychologie geprägt und wirkt bis in
heutige Zuwanderungsdebatten fort,
in: Die ZEIT Nr.14 v. 27.03.
- Kommentar:
Der
Poptheoretiker
DIEDERICHSEN
hat ein Herz für den außerirdischen
Sozialarbeiter E.T. und die vaterlose
Kleinfamilie:
"Konkret wird E.T. nur in einem
Punkt: nämlich bei der Bestimmung der
näheren Umstände seines
Willkommenseins. Er ist nicht einfach auf
diesem Planeten willkommen: Im Gegenteil,
Militärs und andere Autoritäten wollen
ihm ja an den langen, dünnen Kragen.
Nein, willkommen ist er in der Familie,
in der vaterlosen Kleinfamilie. Hier
fehlt einer, der der überforderten
Mutter zur Hand geht, vor allem bei der
emotionalen Betreuung ihrer Brut. So wie
die Deutschen Inder brauchen, weil sie
sich mit abstrakten Computern nicht
auskennen, brauchten die Amerikaner
damals ganz bestimmte Aliens,
Emo-Spezialisten, die die konkreten
Defizite der All-American-Kleinfamilie
kompensieren würden.
Diese Defizite sind nicht irgendwelche,
sondern historisch konkrete. Drew
Barrymore, später soziopathisches
Drogenopfer und noch später wieder
Superstar, spricht es mit der
beschädigten Niedlichkeit des jüngsten
Opfers aus: Unser Papa ist in Mexiko. Der
Ort, in den sich Joe flüchtet mit einer
Gun in seiner Hand, in dem Beatniks seit
den Fünfzigern und Gangster seit dem 19.
Jahrhundert vor den USA in ihre
zweifelhafte Selbstverwirklichung
abhauen. 20 Jahre vor
Houellebecq, der
dafür die 68er-Frauen verantwortlich
machen wird, sind es bei Spielberg noch
die Männer, die aus egoistischen
Gründen unverantwortlich Löcher in das
emotionale Netz reißen - und für die
jetzt Facharbeiter aus den Tiefen des
Weltraums einspringen müssen."
Das Buch
zum Thema Flucht der Männer aus der
Verantwortung hat Barbara EHRENREICH 1983
geschrieben:
"The
Hearts of Men. American Dreams and the
Flight from Commitment" (deutsch:
"Die Herzen der Männer. Auf der
Suche nach einer neuen Rolle",
Rowohlt 1984)
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Wirtschaftswoche-Titelstory
"Kind und Karriere"
- WELP, Cornelius
(2002): Das zerbrechliche Glück.
Immer
mehr Frauen und Männer wollen beides
zugleich: beruflichen Erfolg und
Familienglück. Aber wie lässt sich der
Wunsch realisieren?,
in: Wirtschaftswoche v. 27.03.
- WELP, Cornelius
(2002): Väter in der Auszeit:
Windelwechselnde Weicheier?,
in: Wirtschaftswoche v. 27.03.
- WELP, Cornelius
(2002): Telearbeit - die Lösung?
Die
modernen Kommunikationsmittel können das
Finden der richtigen Balance zwischen
Berufs- und Familienleben erleichtern,
in: Wirtschaftswoche v. 27.03.
- WIRTSCHAFTSWOCHE
(2002): Kommentar: Verzicht auf Gewinn.
Bis
zum Abitur dauert es 13 Jahre, bis zum
Abschluss des Studiums meist noch einmal
fünf. Dann wird ein paar Jahre
gearbeitet. Jedoch nur bis das erste Kind
kommt,
in: Wirtschaftswoche v. 27.03.
- SCHWARZ, Christopher
(2002): Vaude: Bonbon zum Job.
"Etwas
bleibt immer auf der Strecke, meint
Petra Krautgartner. Die 36-jährige
Mutter wollte von Anfang an beides: Kind
und Karriere,
in: Wirtschaftswoche v. 27.03.
- ENGELKEN, Eva
(2002): Personalpolitik: Kinder, Kinder.
Immer
mehr Unternehmen entdecken die Familie
zu ihrem eigenen Nutzen.
in: Wirtschaftswoche v. 27.03.
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- DF
(2002): Randnotiz. Höfliche Gesten,
in: Frankfurter Rundschau vom 26.03.
- Kommentar:
Der Autor
hat am 16.03. die NZZ gelesen. Dort hat
sich Gerhard NEUMANN im
Kleinen Glossar
des Verschwindens, das Fehlen von Gesten
der Höflichkeit beklagt. Während jedoch
NEUMANN dazu bis zum Vatermord der
Französischen Revolution zurück
gegangen ist, führt DF den Wandel der
Sitten auf die Single-Gesellschaft
zurück:
"Mangel an dem, was die Altvorderen
einmal mit »Kinderstube« bezeichneten,
kann es allein nicht sein. Die Ursachen
liegen tiefer. Vermutlich hat es eher mit
unserer veränderten Gesellschaft zu tun,
in der vorwiegend als Singles lebende
Wesen an der
Atomisierung
des Zusammenlebens arbeiten
und vor allem das eigene Fortkommen im
Sinn haben. Unsere so genannte
»Ellbogengesellschaft«, in der schon im
Kindergarten die Startlöcher für die
spätere Karriere als Banker, Broker oder
Bordellbesitzer gegraben werden,
deformiert offenbar nicht nur den
Charakter, sondern lässt auch für die
kleinen Gesten der Höflichkeit das
Totenglöckchen läuten. Jene Gesten
gegenseitiger Achtung, die jede
Gesellschaft braucht, will sie nicht vor
die Hunde gehen und letztlich dort enden,
wo man sich eines unschönen Tages mit
Waffengewalt an den Beginn der Geschichte
zurückkatapultiert."
Wo hat der
Autor die Rüpelhaftigkeit beobachtet? Im
öffentlichen Nahverkehr natürlich!
Jene aber,
die in Deutschland zur künftigen Elite
gehören werden, lassen sich heute
bereits chauffieren. Die
Ellenbogengesellschaft ist ein Mythos der
Leistungsgesellschaft. Tatsächlich
existiert in den oberen Etagen eine
geschlossene Gesellschaft, wie der
Elitenforscher
Michael HARTMANN
herausgefunden hat.
Es gibt
aber auch ganz simple Erklärungen: Die
Bevölkerungsdichte hat sich drastisch
erhöht in Deutschland. Das
Fahrgastaufkommen hat sich seit den 70er
Jahren mindestens verdoppelt. Der
Nahverkehr ist dagegen nicht im gleichen
Masse gewachsen. Der Alltag von Kindern
ist wesentlich verplanter geworden und
der Zeittakt hat sich beschleunigt.
Stressfaktoren fördern nicht unbedingt
die Höflichkeit.
Yuppies
fahren deshalb lieber im Sportwagen und
Ulf
POSCHARDT - eine Art
Ernst JÜNGER für Sportwagenfahrer - hat
für diese stillsitzenden Raser den
philosophischen Überbau verfasst, der -
wie Julia ENCKE in der SZ vom 27.03.
schreibt - zumindest beim Radwechsel
nützlich ist:
"Vom
Autofenster aus kann der Schleichende den
Raser im Stillstand auf dem
Seitenstreifen beobachten. Ein
Hinterreifen ist geplatzt, doch liegt das
Fahrzeug so flach auf, dass kein
Wagenheber zwischen Wagen und Straße
Platz hat. Und so rollt der Fahrer das
beschädigte Hinterrad sorgsam auf ein
»mitgeführtes Buch oder einen
Aktenordner«, um mehr Bodenfreiheit zu
gewinnen."
Prediger
der neuen Bescheidenheit - wie der 68er
Wolfgang
JOOP - fahren auch nicht
mit dem ÖPNV zum Shoppen, sondern gehen
mal kurz um die Ecke:
"Muss
es beim Einkaufen dann doch exklusiv
zugehen, statt demokratisiert? «Ich
glaube ja, früher wolltest du für dein
Geld ins Getümmel, heute willst du
Abstand.»"
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- EXPRESS
(2002): Single - lingle - ling.
Fast jeder 2. lebt in
Düsseldorf allein,
in: Express vom 26.03.
- Kommentar:
Bericht
über Singles in Düsseldorf, der sich
auf die
FOCUS-Coverstory
bezieht.
Gemäß
der Haushaltsstatistik führen 47,4 % der
Düsseldorfer
in Privathaushalten
einen
Einpersonenhaushalt.
Nicht jeder 2., sondern nur jeder 3.
Düsseldorfer ist deshalb ein
Alleinlebender,
aber noch lange kein Partnersuchender
oder partnerlos.
Davon abgesehen sind die größte Gruppe
der Alleinlebenden immer noch die
allein wohnenden Witwen.
Für jene,
die auf
Partnersuche sind, hat
ein Psychotherapeut die übliche
Spassgesellschaft-Diagnose zur Hand:
"Warum klappts bei vielen
nicht mit der Partnersuche?
Psychotherapeut Dr. Dominik Ruf: »In
einer wirtschaftlich attraktiven Stadt
wie Düsseldorf siedeln sich Singles gern
an. Erstes Ziel: der große Erfolg im
Job. Verantwortung für eine Familie oder
eine andere Person wird immer mehr nach
hinten geschoben. Schließlich haben wir
ja eine Spaßgesellschaft.«
Und wann hört der Spaß auf? Ruf:
»Spätestens wenn man plötzlich
feststellt, dass man richtig einsam ist.
Und dann kommt der enorme Druck, auch in
der Partnersuche erfolgreich zu sein.
Dafür muss man allerdings Kompromisse
machen. Und man muss vor allem auch unter
Leute gehen, die etwas geben
wollen.«"
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- MONATH, Hans (2002): Vom
Gedöns zur Geborgenheit.
Schröder
macht im Familien-Wahlkampf keine finanziellen
Zusagen - und stichelt gegen das Frauenbild der
Union,
in: Tagesspiegel vom 26.03.
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- SCHWISCHEI,
Gerhard (2002): Gewagte Anregungen für ein neues
Solidarsystem.
Ältere
Menschen werden aus dem Arbeitsmarkt gedrängt.
Gleichzeitig soll man aber länger arbeiten. Auf
der Suche nach Lösungsansätzen,
in: Salzburger Nachrichten vom 26.03.
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- SCHWELLE,
Dagmar (2002): Frauensache.
Sollen Frauen demnächst
länger auf die Pension warten müssen? profil
prüft die in der jüngsten Debatte vorgebrachten
Argumente und Vorurteile auf ihre
Stichhaltigkeit,
in: Profil Nr.13 vom 25.03.
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- HOROWITZ,
Nina (2002): Die zweite Geburt.
In Österreich kommt auf
zehn adoptionswillige Paare nur ein zur Adoption
freigegebenes Kind. Deshalb führt der Weg zum
"eigenen" Kind immer öfter ins Ausland
- und mitunter knapp an den Rand der Legalität,
in: Profil Nr.13 vom 25.03.
- PROFIL
(2002): "Minderwertigkeit
kompensieren".
Der Wiener Psychoanalytiker
Helmut Figdar im Interview,
in: Profil Nr.13 vom 25.03.
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- ENSMINGER, Petra (2002): Was
will die SPD in Sachen Familienpolitik
unternehmen?
Petra Ensminger
im Gespräch mit Renate Schmidt, stellvertretende
Parteivorsitzende der SPD,
in: Interview am Morgen.
Sendung des DeutschlandRadio vom 25.03.
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- KOCKA, Jürgen (2002): Was
heißt "Zivilgesellschaft"?
Als der
Kommunismus zerfiel, erlebte ein alter Begriff
sein Comeback - heute steht er auch für die neue
Kapitalismuskritik. Der Stand der Dinge (1),
in: Tagesspiegel vom 25.03.
- Inhalt:
Der
Tagesspiegel eröffnet mit dem Beitrag
ein "Wörterbuch der Geistes- und
Sozialwissenschaften dieser Jahre".
Für
Jürgen KOCKA ist
"Zivilgesellschaft" der
Zentralbegriff,
denn in "den
zunehmend individualisierten und
fragmentierten Gesellschaften des spät-
und postindustriellen Typs verspricht
Zivilgesellschaft eine Antwort auf die
drängende Frage, was diese
Gesellschaften überhaupt noch
zusammenhält." Prämisse ist dabei
die Annahme, dass der "Sozial- und
Interventionsstaat auch im Westen an die
Grenzen seiner Leistungskraft gestoßen
ist".
Das Verhältnis von Staat und
Zivilgesellschaft beschreibt KOCKA folgendermaßen:
"Es ist falsch, die
Zivilgesellschaft gegen den demokratisch-parlamentarischen
Staat auszuspielen. Beide sind vielmehr aufeinander
verwiesen."
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- DPA
(2002): Viele Singles zu "beschäftigt"
für eine Beziehung,
in: Berliner Morgenpost vom 25.03.
- Kommentar:
Meldung zur
FOCUS-Coverstory,
in der Katrin SACHSE zitiert wird:
"Aus einem als
Verschnaufpause geplanten Intermezzo nach
einer gescheiterten Liebe entwickele sich
häufig eine dauerhafte Lebensform. Fast
die Hälfte der Singles bleibe mehr als
sechs Jahre allein, manche für
immer." Die Aussage beruht erstens
auf Daten des Jahres 1991 und zweitens
auf einer
Verwechslung
von Alleinwohnen und Partnerlosigkeit. Fakten,
Fakten, Fakten - nur eben mangelhaft
recherchiert!
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- TILLERT, Sabine (2002):
"Elternzeit muss chic werden".
Interview mit
Renate Schmidt (SPD),
in: Hamburger Morgenpost
vom 25.03.
- Interviewausschnitt:
"MOPO:
Ohne Kinder sehen wir alt
aus, heißt der Untertitel Ihres
neuen Buchs. Diese Fixiertheit auf Kinder
nicht nur in der Politik auch in
der Werbung setzt Kinderlosen und
Singles inzwischen richtig zu. Sie haben
das Gefühl, zu Menschen 2. Klasse zu
werden.
Schmidt: Ich rate
auch in
meinem Buch
dringend dazu, Familienpolitik nicht als
ein Spalterthema in dieser Gesellschaft
zu benutzen. Kinderhabende und Kinderlose
dürfen nicht gegeneinander ausgespielt
werden. Das findet leider bereits in
einem Ausmaße statt, wie ich es nicht
für möglich gehalten hätte."
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- TOSATO, Mario (2002):
CVP-Tagung zum Thema Familienpolitik in Tobel.
Die
Familie habe an «Selbstverständlichkeit»
eingebüsst, stellte Professor Kurt Lüscher von
der Universität Konstanz anlässlich einer
Tagung der Thurgauer CVP zum Thema Familie fest,
in: St. Galler Tagblatt vom 25.03.
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- SPÖRRI,
Balz (2002): Gut situiert liegt Mann heute oft
voll daneben.
Ein
Zürcher Soziologe hat 8000 Kontaktanzeigen der
Jahre 1900 bis 2000 ausgewertet,
in:
SonntagsZeitung v. 24.03.
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- HAAK,
Ulrike (2002): Post aus Tokio.
Single-Frauen
in Spendierhosen,
in: Tagesspiegel v. 24.03.
- Kommentar:
Schon "fast die
Hälfte aller japanischen Männer
zwischen 30 und 34 ist Single - vor
fünfzehn Jahren war nicht mal jeder
Dritte im selben Alter noch
alleinstehend. Und während im Jahr 1985
gerade mal jede zehnte Japanerin über 30
noch ledig war, ist es heute jede dritte.
Derweil hat ein krasser Imagewandel
stattgefunden: Alleinstehende
berufstätige Frauen im heiratsfähigen
Alter gelten heutzutage als die freiesten
und entspanntesten Menschen der Nation -
vielleicht sogar die einzigen freien und
entspannten Menschen in einem Land, in
dem das Zusammenleben immer noch von
starken Hierarchien geprägt ist. Und die
ledigen Damen sind ein verlässliches
Element des Binnenkonsums", schreibt
HAAK über die Großstadtsingles im
Japan.
Diese
Sichtweise des Wirtschaftsressorts des
Tagesspiegels scheint doch ein wenig zu
optimistisch. In Japan herrscht Rezession
und dadurch ist natürlich jeder
Konsument willkommen, aber gleichzeitig
stehen in Japan noch gravierendere
Reformen des Sozialsystems an als
hierzulande, weswegen der Begriff
"parasitäre Singles" zum
Kampfbegriff der Familienrhetoriker
avanciert ist.
In der
japanischen Literatur gibt es nur wenige
jüngere Autoren, die das Lebensgefühl
der jungen Singles wiedergeben. Dazu
gehört vor allem der auch bei uns
erfolgreiche
Haruki
MURAKAMI, der
jedoch eher das Lebensgefühl der
männlichen Singles ausdrückt.
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AMEND,
Christoph & Stephan LEBERT (2002): "Ich
war ein Held des Kalten Krieges".
Er
hält Joschka Fischer für einen Scharlatan,
findet alle Schauspielerinnen hässlich und liebt
Blasmusik. Maxim Biller hat ein sehr eigenes
Deutschland-Bild. Seine Bilanz,
in: Tagesspiegel v. 24.03.
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- NZZ
am Sonntag (2002): Die Abtreibungsinitiative der
Kwasizabantu.
Eine
Gruppe rigoristischer Christen mit Sitz in
Kaltbrunn steckt hinter der Vorlage «Für Mutter
und Kind»,
in: Neue Zürcher Zeitung
am Sonntag v. 24.03.
- Inhalt:
Bericht
über die Initiative christlicher
Abtreibungsgegner in der Schweiz:
"Treibende Kraft hinter der
Initiative ist die «Schweizerische Hilfe
für Mutter und Kind». Unterstützt wird
sie von drei christlichen Gruppen: dem
«Betroffenen Spital», den «Christen
für die Wahrheit» und
«Wahre
Liebe wartet». Die
personellen Verbindungen zwischen diesen
Organisationen sind eng, sie laufen bei
Kwasizabantu zusammen, einem
«Missionswerk» mit Sitz im
sankt-gallischen Kaltbrunn."
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- SCHMIDT,
Renate (2002): Neue Väter braucht das Land.
Deutsche
Familien sind im Notstand. Grund genug für ein
neues Rollenverständnis zwischen Männern und
Frauen, nicht nur in der Küche,
in: Welt am Sonntag v.
24.03.
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- SIEVERLING,
Nicola (2002): Sozialsenatorin verteidigt ihren
"Frauen-Sparkurs".
Birgit
Schnieber-Jastram will mit den Kürzungen bei
Frauenberatungsstellen die Familien stärken,
in: Welt am Sonntag v.
24.03.
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- TEUFL,
Cornelia (2002): Vielleicht haben wir ja doch was
verpennt.
Katja
Kullmann hat ein kritisches Buch über die
Generation der Dreißigjährigen geschrieben,
in: Berliner Zeitung v.
23.03.
- Inhalt:
Interview mit Katja
Kullmann, deren Buch
"Generation
Ally" vor kurzem
erschienen ist und bereits unter den Top
10 der Bestsellerlisten von Focus und
Spiegel zu finden ist.
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- RUTSCHKY,
Michael (2002): Die Toten,
in: Frankfurter Rundschau v. 23.03.
- Kommentar:
Michael RUTSCHKY
altert. Woran er das merkt? An den
Todesanzeigen, in denen sich nun nicht
mehr nur die Namen älterer Bekannter,
sondern vermehrt auch die Namen der
Gleichaltrigen finden. An den
Todesanzeigen lassen sich aber auch die
Wandlungen der bürgerlichen Familie
ablesen:
"Neben der Familie annonciert der
Freundeskreis (...). Oft annonciert neben
der ersten Familie auch die zweite oder
der männliche/weibliche Lebensgefährte
allein: Die Zeiten, dass bürgerlicher
Etepetismus solche Verhältnisse zu
verbergen forderte, sind vorbei. Des
weiteren lehren die »illegitimen«
Todesanzeigen, dass Ehe und Familie alles
andere als funktionslos und zerfallen
sind. Der Familialismus besetzt einfach
Freundschaftsbeziehungen statt der
Blutsverwandtschaft".
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- BIELICKI, Jan
(2002): Aktion Verjüngung.
Die CSU will offen und
großstädtisch werden,
in: Süddeutsche Zeitung v.
23.03.
- Kommentar:
Die Münchner CSU
ist in einer existenziellen Krise. Woran
merkt man das? An ihrem Versuch nun
andere Gruppen als die traditionelle
Familie rhetorisch zu integrieren:
"Jünger sollen die Christsozialen
künftig aussehen und großstädtischer,
ja: »Metropolencharakter« (Singhammer)
sollen sie annehmen, nicht nur auf
Familien setzen, sondern auch auf
Singles, EU- Ausländer, sogar auf
Schwule zugehen."
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- HUNZIKER,
Christian (2002): Falkensee - Deutschland am
schnellsten wachsende Stadt.
Warum eine Gemeinde im
Berliner Umland immer mehr Einwohner anzieht,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 22.03.
- Kommentar:
"Wer als
Ortsunkundiger am Bahnhof Falkensee aus
der Regionalbahn aussteigt und sich auf
die Suche nach dem Stadtzentrum begibt,
hat es nicht leicht. Soll er durch die
Unterführung gehen und den Weg zum Kino
Ala einschlagen? Oder liegt das Zentrum
vielleicht doch auf der anderen Seite,
dort, wo eine Bäckerei, eine
Versicherungsagentur und «Netty's
Erotik-Shop» auf Kunden warten?
Tatsächlich: Wenn man auf dem matschigen
Trottoir weitergeht, gelangt man zum
idyllischen Anger, zur schmucken
Dorfkirche und zum bescheidenen
Rathaus", beginnt HUNZIKER seine
Reportage über ein Phänomen, das von
der Stadtforschung erst jetzt unter dem
Stichwort
"Suburbanisierung" in den
Blickpunkt rückt.
"Während die Gemeinde 1989 noch
22 000 Einwohner zählte, waren es
1997 knapp 27 000 und Ende 2001
bereits über 35 000. Im Jahr 2010
werden voraussichtlich 45 000
Menschen ihren Wohnsitz in Falkensee
haben", berichtet HUNZIKER über ein
erstaunliches
BEVÖLKERUNGSWACHSTUM IM ENTVÖLKERTEN
OSTEN.
Üblicherweise wird über die
Yuppisierung der
Innenstädte berichtet, selten dagegen
über die Kehrseite: die freiwillige
Abwanderung junger Familien ins
Reihenhaus.
Falkensee
liegt im so genannten Berliner
"Speckgürtel". Im Gegensatz zu
den überwiegend einkommensschwachen
Single-Haushalten in den Städten
jenseits der medienwirksamen
Yuppie-Quartieren, wohnen im Speckgürtel
die einkommensstarken Familien, die von
den Familien- und
Kinderparteien umworben
werden.
Mittlerweile gibt es jedoch im
zunehmenden Masse auch die
spass- und
erlebnisorientierten
"Familien-Gentrifier", die der
suburbanen Tristesse den Rücken kehren.
Diese Doppelkarriere-Familien erteilen
dem Suburb eine Absage, weil es die
Nicht-Erwerbstätigkeit der Mutter
unterstützt und der Vereinbarkeit von
Beruf, Familie und Freizeitspaß der
Generation
Golf bzw.
Generation
Ally entgegensteht.
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- KOHSE, Petra
(2002): Meterweise Lebensentwürfe.
Family sells: ein Erweiterungsbau
für IKEA und eine Werbekampagne für Berlin,
in: Frankfurter Rundschau
v. 22.03.
- Kommentar:
"IKEA steht
Familie" behauptet KOHSE und wenn dem so ist, dann
geht es der Familie blendend:
"Heute gibt es weltweit
143 Filialen, in denen im letzten Geschäftsjahr 10,4
Milliarden Euro Umsatz gemacht wurden.
Ein Fünftel davon wird in Deutschland
erwirtschaftet, wo 27 Ikea-Häuser
stehen, zwei gerade gebaut werden und
vier weitere geplant sind. Eine der
ältesten Adressen ist Berlin-Spandau,
und dort ist nun am Mittwoch um sieben
Uhr früh in familiärer Atmosphäre ein
Erweiterungsneubau mit verdoppelter
Verkaufsfläche eingeweiht worden."
IKEA bietet Familien neben Schnäppchen
einen emotionalen Mehrwert: das
"Zuhausekonzept".
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- URICH,
Karin (2002): Bei der Entscheidung zwischen Beruf
und Familie bleibt der Kinderwunsch häufig auf
der Strecke.
Serie
Bevölkerungsentwicklung: Forscher sehen die
Politiker in der Pflicht, die Rahmenbedingungen
für Paare mit Nachwuchs künftig weiter zu
verbessern,
in: Mannheimer Morgen v.
21.03.
- Kommentar:
URICH stellt
Christine und Frank als typisches
kinderloses Paar in Deutschland vor.
Die beiden
sind DINKs (double income, no kids),
Anfang 30, erst kurz in ihrem jetzigen
Beruf (er als Lehrer, sie als
kaufmännische Angestellte), haben einen
langen Bildungsweg hinter sich (zweiter
Bildungsweg, Umschulungen usw.) und
gerade ein Haus gekauft.
Das
Fallbeispiel wird von URICH mit den
Motiven und Merkmalen verglichen, die
Jürgen
DORBRITZ für
Kinderlose typisch hält.
URICH
beruft sich bei ihrer Datenpräsentation
auf die jüngste Studie des
Bevölkerungswissenschaftler. So neu
können diese jedoch nicht sein, denn die
Daten sind nicht entsprechend den
BIB-Mitteilungen
vom 09.03.2001 nach unten
korrigiert.
Die DINKs
sind zwar jene, die von
Familienrhetorikern gerne als Kinderlose
par Excellence präsentiert werden, weil
ihr Neidpotenzial besonders hoch ist,
aber:
"Am häufigsten entscheiden
sich die Frauen gegen Kinder, die allein
leben und keinen festen Partner haben.
Eine weitere große Gruppe kinderloser
Frauen verfügt über ein geringes
Einkommen und sieht deshalb keine Chance,
sowohl ein Kind als auch den gewünschten
Lebensstandard zu finanzieren."
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- TITTEL,
Cornelius (2002): Ein Kenner der Materie.
Philosophie
ohne Rückspiegel: Wo Ulf Poschardt ist, ist
immer vorne - folgerichtig räsoniert er in einem
neuen Merve-Bändchen "Über
Sportwagen". Seit er bei der "Welt am
Sonntag" leitartikelt, scheint er zwar ein
wenig von der richtigen Spur abgekommen. Aber wer
sollte ihn schon überholen?,
in: TAZ v. 21.03.
- Kommentar:
Gäbe es POSCHARDT nicht, die
Familienrhetoriker hätten ihn erfinden
müssen!
Ulf
POSCHARDT ist in
diesem Porträt die Personifikation des
Supersingles, der alle gängigen
Stereotypen auf sich vereinigt, die in
der Kontroverse Familien contra Singles
immer wieder gerne beschworen werden:
POSCHARDT fährt einen Ferrari
(und
schreibt auch noch darüber) , wohnt im
Luxusloft mit "Concierge
Service", und ist zu allem
Überfluss ein
flexibler
Workoholic mit
nerdischem
Wissenswahn - ein
"Ausnahme
Egomane" mit "Ich-Ekel".
Weswegen TITTELs scheinbar hämisches
Porträt zur Einsicht gelangt:
"Man
scheint ihn wirklich zu brauchen: sei es,
um ihn scheitern zu sehen wie eine
Bret-Easton-Ellis-Figur. Sei
es nur, um sich selbst zu versichern,
weit weniger fleißig, flexibel, belesen
und cool zu sein. Und dennoch: ganz
glücklich.
So will man gar nicht wissen, welcher
Poschardt genau einem gegen Ende des
Gesprächs anbietet, eine Spritztour im
Ferrari springen zu lassen, wenn ihm das
verfasste Porträt gefalle. So
oder so: Man würde mitfahren. Wirklich
böse sein kann man ihm nicht."
Und man
muss hinzufügen: Vor allem die
Familienrhetoriker benötigen POSCHARDT.
Möglicherweise wären viele
Medienberichte über Singles gar nicht
entstanden, wäre den Journalisten ihr
Lieblingsfeind POSCHARDT nicht kurz
vorher über den Weg gelaufen. Pardon:
vor die Nase gefahren!
"Ob
er in äußerst attraktiver Begleitung
ein In-Restaurant aufsucht, um dort
Quartett zu spielen, oder einfach nur den
Motor seines Ferraris vor einem
Szenetreff aufheulen lässt: Fast
immer findet sich ein Fahrrad fahrender
Kollege, der derlei für berichtenswert
hielt."
Jochen
SCHIMMANG hat Ende
der 70er Jahre in seinem
Buch
"Der schöne Vogel Phönix" seinen
Anti-Helden Murnau über den englischen
Fußball-Superstar Nobby STILES berichten
lassen:
"Kurz, dieser junge Profi spielte
weder elegant, noch war es ihm möglich
sich immer an die Regeln des fair play zu
halten; er war extrem häßlich und benahm sich nicht wie
ein Gentleman: hatte also nicht eine einzige Voraussetzung,
beliebt zu sein. Aber er war unentbehrlich."
Der
soziale Vergleich von Murnau mit STILES und seine
Konsequenzen lesen sich dann so:
"Hier
war ich, bei niemanden unbeliebt, mit ein
paar geduldeten Macken, dazu mit ein paar
Fähigkeiten, die zwar nicht notwendig,
aber auch nicht störend waren, ziemlich
schmächtig, aber von der äußeren
Erscheinung her keineswegs abstoßend,
insgesamt glücklich, aber natürlich
völlig überflüssig. Dort war Nobby,
eine einzige Provokation, mit Macken, die
man eigentlich nicht dulden konnte, dazu
keineswegs aus gutem Hause, mit
Fähigkeiten, die äußerst störend,
aber eben notwendig waren, keineswegs
überflüssig, sondern mit einer
sichtbaren Legitimation für seine
Existenz, einer Legitimation, die er sich
nicht erschlichen hatte, sondern die er
sich erkämpft, auf der er bestanden
hatte: Er hatte es allen gezeigt.
Und so beschloß ich in diesen sonnigen
Tagen, Nobby Stiles zu werden."
So
stellen sich Marktverfechter die gelungene Neidverarbeitung
vor.
Dagegen
geraten Familienrhetoriker leicht in den
Verruf die destruktiven Tendenzen des
Sozialneids zu verkörpern.
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- KLOSE,
Rainer (2002): Selbst ist der Sauger.
Der
erste vollautomatische Staubsauger der Welt
arbeitet sich geschickt durch die Wohnung und
reinigt sie ohne menschliches Zutun,
in: FACTS Nr.12 v. 21.03.
- Kommentar:
Rechtzeitig zur
neuesten Staubsaugerrevolution in der
Schweiz hat Christoph GLAUSER mit
"Einfach blitzsauber" eine
Geschichte des Staubsaugers vorgelegt
(Orell Füssli Verlag, 2001), in der auch
die sozial- und kulturgeschichtlichen
Dimensionen des Staubsaugers nicht fehlt:
"So schildert Glauser etwa den
Widerstand, auf den der Apparat
anfänglich im Kreise der Dienstmädchen
traf, und den Triumphzug, den er im
Gefolge der Rationalisierung und
Mechanisierung der privaten Haushalte
antrat." (NZZ 16.03.2002)
Inwieweit diese neueste
Haushaltstechnisierung in
Konkurrenz
zu den Haushaltshilfen tritt, das
wird die Zukunft zeigen...
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- MERLI,
Nina & Sabine RINDLISBACHER (2002): Müde
Massen.
Partys,
Stress, Ablenkung wir haben verlernt,
richtig zu schlafen. In der Schweiz leiden 1,75
Millionen Menschen unter Schlafstörungen,
in: FACTS Nr.12 v. 21.03.
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- WINKELMANN,
Ulrike (2002): Was in kein System passt.
Interpenetrationsschäden:
Bei Ralph Hammerthaler muss ein Chefredakteur
erfahren, dass es in der Liebe manchmal eben doch
nicht hilft, den Soziologen Niklas Luhmann zu
verstehen - "Alles bestens"
in: TAZ v. 21.03.
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- SCHRAMME,
Thomas (2002): Lohn statt Luft und Liebe.
Angelika Krebs argumentiert
für die ökonomische Aufwertung der
Familienarbeit,
in: Frankfurter Rundschau
v. 20.03.
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KEGEL, Sandra (2002):
Drei Sekunden Sympathie.
Katja Kullmann leidet wie
Ally McBeal,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 19.03.
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- NÜRNBERGER ZEITUNG
(2002): Erbschaften halten die Gesellschaft nicht
am Laufen.
NZ-Interview mit Renate
Schmidt: Die SPD-Politikerin hat ein Buch über
Familienprobleme geschrieben,
in: Nürnberger Zeitung v.
19.03.
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- BAUMLISBERGER,
Bettina & Hartmut KISTENFEGER (2002):
"Die Situation spitzt sich zu".
Karlsruhes künftiger
Präsident, Hans-Jürgen Papier, über Riester,
Renten und böse Briefe,
in: Focus Nr.12 v. 18.03.
- Inhalt:
Die Interviewer stellen u.a. die
Behauptung auf:
"Mit dem
Pflegeurteil
haben Sie sich böse Briefe eingehandelt, die Karlsruhe
vorwerfen, Kinderlose zu benachteiligen." PAPIER antwortet
darauf:
"Diese Verfahren haben uns
noch die wenigsten bösen Briefe eingebracht."
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- NOLTE,
Dorothea (2002): Weibliche Panik-Singles,
männliche Frust-Singles.
Welche
Trends werden das 21. Jahrhundert bestimmen? /
Matthias Horx blickt in die Zukunft,
in: Tagesspiegel v. 18.03.
- Kommentar:
Wenn man NOLTE
glauben darf, dann hat sich
Matthias
HORX von seinem
BECK-gemässen
Glauben an die Single-Gesellschaft
verabschiedet:
"In
die früher typische dreiphasige
Biografie - Jugend und Ausbildung,
Erwerbs- und Familienleben, Ruhestand -
schieben sich zwei neue Phasen ein:
Zwischen 20 und 30 experimentiert der
Mensch, post-adoleszent, mit
Partnern, Tätigkeiten und Wohnorten, ab
50 versucht er oder sie einen
zweiten Aufbruch. Schwierig
werden dabei jedoch die Übergänge:
Viele schaffen es nicht, von der
Post-Adoleszenz auf die bindungsstarke
Familienphase umzuschwenken und leben als
weibliche Panik-Singles oder
männliche Frust-Singles.
Eine Vielzahl anderer Lebensformen tritt
neben die traditionelle Familie, die ihre
Dominanz einbüßt."
Statt der
Vision von der Pluralisierung der
Lebensformen, propagiert HORX nun wieder
die Familie und das Single-Dasein wird
zur abweichenden Lebensform der
Gescheiterten erklärt. HORX bleibt sich
treu, indem er immer nur das zum Trend
erklärt, was bereits Trend ist.
HORX muss
man jedoch den Vorwurf machen, dass er
den undifferenzierten Single-Begriff
weiter benutzt und nicht zwischen
Partnerlosen und Paaren unterscheidet.
Dadurch verkennt er den
Megatrend
des 21. Jahrhundert: es gehört dem Paar
und damit weder der Frau noch der
Familie!
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- MONATH,
Hans (2002): Grünen-Parteitag.
Kinder
der Revolte - Revolte für Kinder
in: Tagesspiegel v. 18.03.
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- BUCHSTEINER,
Jochen (2002): Die Grünen und das
Quietsche-Entchen.
Warum Spitzenkandidat
Fischer rechtzeitig zum Wahlkampf
Familien-Politiker wurde,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 17.03.
- Inhalt:
"Als
Familienvater ist Joseph Fischer nie in
Erscheinung getreten (...). Der zum
viertenmal verheiratete Fischer, der
einen Sohn und eine Tochter aus zweiter
Ehe hat, präsentiert sich lieber
kinderlos, mal als frisch verliebter
Gatte, mal als einsamer Wolf,"
beschreibt BUCHSTEINER Joschka FISCHERs
öffentlichen Auftritt und fragt:
"Wird sich das nun ändern?"
Frauen im
gebärfähigen Alter gehören bei den
Grünen zur dominanten Wählerklientel,
verrät uns BUCHSTEINER ein offenes
Geheimnis und fügt hinzu, dass am
Samstag das Kapitel der grünen
Kinderpolitiker ins neue
Grundsatzprogramm aufgenommen wurde.
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- FAS (2002):
Die neuen Klassiker.
Ein kleiner Kanon für die
Gegenwart: Die wirkungsvollsten deutschen Bücher
der letzten zwanzig Jahre,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 17.03.
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- RAABE,
Norbert (2002): Experiment Liebe.
In
wen verlieben wir uns - und warum? Forscher
ergründen Geheimnisse der Leidenschaft,
in: Sonntagszeitung v. 17.03.
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- KÜBLER,
Gunhild (2002): Den Rätseln der Liebe auf der
Spur.
Der Paartherapeut Jürg
Willi vertritt die These, auch in der Liebe
herrsche das Prinzip Eigennutz.
in: Neue Zürcher Zeitung
am Sonntag v. 17.03.
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- TOEPFER, Nina
(2002): Das Herz ist ein leerer Basar.
Die "Generation
Ally" und ihre exzentrischen Erzählungen,
in: Neue Zürcher Zeitung
am Sonntag v. 17.03.
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- LORENTZ,
Frank (2002): So schwierig ist es, Frau zu sein.
Und
daher hat die Kölnerin Katja Kullmann das Buch
"Generation Ally" geschrieben. Aber
gibt es die deshalb wirklich?
in: Welt am Sonntag v.
17.03.
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- SCHMIDT,
Renate (2002): "Der Quark steht im
Kühlschrank".
Frauen
stehen immer noch vor der Wahl: Verzicht auf
Karriere oder auf Familie. Das schreibt Renate
Schmidt in ihrem neuen Buch. Hier ein Vorabdruck
in: Welt am Sonntag v.
17.03.
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- MIKA,
Bascha (2002): Die vier Farben der Macht.
Alle
entdecken die Familie - zu Lasten der Frauen,
in: TAZ v. 16.03.
- Kommentar:
Was bereits
vor einer Woche bei single-dasein.de
nachzulesen war, das steht
nun auch in der TAZ:
"Wenn du dich am
Frauentag aufregen würdest, sagt
mein Lieblingsreaktionär kühl,
wäre das okay. Aber der war am
8. März.
Und was war eines
der wichtigsten Themen dieses Tages? Ob
Familienpolitik nicht die eigentlich
moderne Frauenpolitik ist!"
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- KÖHLER,
Michael (2002): Wir waren immer zu viele.
Was mein Onkel mir auf den
Weg mitgab - Die so genannte
Generationengerechtigkeit,
in: Süddeutsche Zeitung v.
16.03.
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- SCHRÖDER,
Christoph (2002): Unter den bunten Farben.
Carsten, Frank, Susanne, Mika und
die anderen Fassaden: Elke Naters las im U 60311
aus ihrer Erzählung "Mau Mau"
in: Frankfurter Rundschau
v. 16.03.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. - 15. März 2002
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