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Medienrundschau:
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News vom 16.
- 31. Mai 2002
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Zitat
des Monats:
"Einer
meiner ersten bezahlten Jobs bestand in der
freien Mitarbeit als Szene-Reporterin in der
Frankfurter Prinz-Redaktion.
Auch dort wurden Lifestyle-Trends gemacht
beziehungsweise frei erfunden. Oder gab es sie
wirklich? Man konnte nie sicher sein, was zuerst
da war, der Trend oder die Idee des Trends."
(Katja Kullmann
in
"Generation
Ally", 2002) |
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- DPA (2002):
Geräusch-CD für einsame Singles,
in: Thüringer Allgemeine Zeitung v. 31.05.
- Kommentar:
Die Agenturmeldung
wird von der Zeitung mit dem Bild einer
Frau im mittleren Lebensalter
präsentiert. Die Frau sitzt allein in
einem leeren Straßencafé. So soll
Einsamkeit angeblich aussehen. Die CD
wird angepriesen mit den Worten:
"Realitätsnahe
Stücke wie »Noch kurz die Zeitung
lesen«, »Zwischendurch einen
Cappuccino« oder auch »Jeder muss mal«
führen mehr oder weniger einfühlsam
vor, was man alles verpasst, wenn man
sein Leben als Single verbringt".
Wann kommt
die Geräusch-CD für frustrierte Paare
und Eltern? Der Markt dafür müsste
angesichts des Gejammers der
Paartherapeuten und Familienrhetoriker
eigentlich wesentlich größer sein als
jener für einsame Singles.
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- KLEEMANN, Volker
(2002): Zu hohe Steuern für Alleinerziehende?
Nach Richter-Spruch musste die
Bundesregierung das Steuerrecht erneuern -
Alleinerziehende: Das ging zu unseren Lasten!
in: Saarbrücker Zeitung v.
31.05.
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- KÖCHLI,
Yvonne-Denise (2002): Mütter können nicht
gewinnen.
Kinder,
Mann, Beruf zu viele unberechenbare
Grössen für die Frau. Der Stress beginnt schon
vor dem Gebären und wird nachher nicht kleiner.
Der grosse Report über ein grosses Dilemma,
in: Weltwoche v. 30.05.
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- KNIPPHALS,
Dirk (2002): Hinein ins immer schon Gesagte.
in:
TAZ v. 30.05.
- SCHÄFER, Frank
(2002): Erzählen aus dem Geist der
Plattensammlung.
Das Plattenarchiv erweist
sich in der Pop-Literatur als biographisches
System,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 30.05.
- Kommentar:
Die beiden
Rezensenten beschäftigen sich mit dem
Buch
"Der Poproman" von
Moritz
BAßLER, der sich im
Gegensatz zu den üblichen Verteidigern
der Hochliteratur, nicht nur zu den
Texten mit Markennamen bekennt, sondern
darin sogar einen Paradigmenwechsel im
Literaturverständnis erkennt. Dirk
KNIPPHALS urteilt darüber:
"Gegen
die Debatte, die Baßler anregt, wirken
die Debatten, die in diesem Frühjahr
tatsächlich geführt wurden, rückwärts
gewandt".
Die
Feuilletonisten haben jedoch mit dem
Poproman bereits abgeschlossen. In
Zeiten, in denen ein Literaturkanon nach
dem anderen erstellt und diskutiert wird,
der
die Welt
von der Barbarei erretten soll -
wenn es also um die
Erlösung
der Welt vom Übel des jugendorientierten
Pop geht, da ist das
Ende der
Popliteratur
beschlossene Sache und das Buch von
BAßLER wird wohl bis zur nächsten
Epoche der Popliteratur überwintern
müssen (Frühestens im Jahr 2080 wenn
man Demografen wie
Herwig BIRG glauben
mag).
Die Rede
vom Jugendwahn war sozusagen der Abschied
von der Jugend, die Sven PAPCKE im
Beitrag "Was treibt die
Nachwachsenden umher? Einzelheiten aus
der postmodernen Jugendszene"
(Berliner Debatte Initial, Nr.1/2002)
folgendermaßen formuliert:
"Eltern,
Ausbilder, Bekannte, sie alle
repräsentieren gesellschaftliche
Ansprüche, die sich nicht zuletzt aus
Eigeninteresse - etwa frei nach: wer
bezahlt unsere Renten? - Gedanken um die
Haltung oder Einstellung der
Heranwachsenden machen. Jugend entpuppt
sich als schöner Traum, im Lebenslauf
ist er gleichsam ein Trainingscamp mit
Nischencharakter, sonst nicht.
Und dieser
Schonraum wird nicht nur knapper, sondern
von immer weniger Nachwachsenden
genutzt".
Momentan
erleben wir gerade keine neue
Jugendrevolte - auch wenn das den
Anschein hat - , sondern es ist eine
stille
Elternrevolte im Gange,
während sich die
neue
Altenbewegung bereits am Horizont
abzeichnet.
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-
SCHMIDT,
Renate (2002): Erziehung ist, wo Familien sind.
Familien
sind die erste und wichtigste Instanz für
Erziehung, Persönlichkeits- und
Charakterbildung, für das Entstehen von
Vertrauen und Bindung,
in: Welt v. 29.05.
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- SCHEFCZYK,
Michael (2002): Gleichheit und Gerechtigkeit,
Liebe und Arbeit.
Sondierungen von Angelika
Krebs,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 28.05.
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- KULLMANN,
Kerstin (2002): Maschinistin des Mutterglücks.
Es
ist nur ein Stückchen Schleimhaut, rosarot, das
sie entwickelt hat. Helen Liu hat es geschafft,
dass sich darin eine befruchtete Eizelle
einnistet. Dass Babys künftig wie Bienen in der
Wabe wachsen, hat sie nicht im Sinn. Und doch
fragen ihre Kritiker, ob da Frauen noch gebraucht
werden.
in: Tagesspiegel v. 28.05.
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- AUGSTEIN,
Franziska (2002): Was heißt hier
"Spasskultur"?
In
den neunziger Jahren kam der Ausdruck auf, aber
erst 1998 hatte er seinen Durchbruch: Vom
politischen Aufstieg und gesellschaftlichen
Erfolg eines Begriffs, der dank der FDP in aller
Munde ist,
in: Süddeutsche Zeitung v.
27.05.
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- KELLER,
Harald (2002): Drei Waisen.
Neue Serie erzählt von
jugendlichem Leben ohne Eltern,
in: Frankfurter Rundschau
v. 27.05.
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- OCHS, Birgit
(2002): "Wahlverwandtschaften".
Alt und Jung wohnen unter
einem Dach,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 26.05.
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- LAMPERT,
Heinz (2002): Familienfreundliche Politik
erfordert völliges Umdenken.
Statt
des Streits um Wahlgeschenke fordert der
Sozialexperte Heinz Lampert Nachdenken über den
gesellschaftlichen Wert von Kindern,
in: Welt am Sonntag v. 26.05.
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- SPÖRRI,
Balz (2002): Alt werden ohne Ende.
Die
Lebenserwartung steigt immer noch linear an. Und
eine Grenze ist gemäss einer neuen Studie nicht
absehbar,
in: SonntagsZeitung v. 26.05.
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- SEIFRIED,
Bettina (2002): Willkommen im Club der
selbständig Randständigen.
Die
postfeministische Theoretikerin Angela McRobbie
platziert Gesellschaftskritik präzise jenseits
des linken Mainstreams. Das führt zu verwirrend
spannenden Thesen,
in: Freitag Nr.22 v. 24.05.
- Kommentar:
"Anders als
neo-liberale Prediger des
Selbstunternehmertums, die die sogenannte
'Subventionsmentalität' geißeln, und
anders als konservative Moralapostel, die
sofort einen Verfall von
Erziehungsstandards wittern, sieht
McRobbie in der frühen Mutterschaft die
einzige Möglichkeit, mit der sich
Mädchen aus der Unterschicht unter den
von Arbeitslosigkeit und Verarmung
geprägten Bedingungen eine respektable
soziale Identität konstruieren
können",
beschreibt SEIFRIED das
Schicksal einer britischen Teenagermutter
aus der Unterschicht, um die Situation
als Emanzipation vom Mann zu begrüßen:
"Deborah
hat die traditionellen rechten und linken
Denkmuster hinter sich gelassen und sich
vom Schicksal der working-class girls
früherer Epochen schon insoweit
emanzipiert, als sie keine
Lebensgemeinschaft mit einem ökonomisch
ebenfalls depravierten jungen Mann
erwägt. Und: Sie setzt ihrer
wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit eine
individuell sinnstiftende Beschäftigung
entgegen - nämlich das Aufziehen eines
Kindes. Ihre Situation bleibt zwar von
Abhängigkeit geprägt, doch innerhalb
der im Übrigen strukturell
vorgezeichneten Unselbstständigkeit von
Frauen aus den unterprivilegierten
Schichten, hat sie sich für ein wenig
mehr selbstbestimmten Spielraum
entschieden, sich nicht abhängig gemacht
von einem prekären Ernährer."
In
Großbritannien wird - anders als bei uns
- bereits massiv gegen Alleinerziehende
vorgegangen. Ein Vorgeschmack bietet
hierzulande Hamburg. Die Abhängigkeit
von Vater Staat wird in Zukunft für
Alleinerziehende ebenso prekär sein wie
jene vom leiblichen Vater...
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- ELTZEL,
Birgitt (2002): Kuppeln in der Platte,
in: Berliner Zeitung v. 24.05.
- Kommentar:
"'Fisch sucht
Fahrrad', 'Blind Date' und andere Treffs
für einsame Herzen sind gerade in Berlin
immer ein Renner. Denn die deutsche
Hauptstadt ist bekanntlich auch die
Single-Hauptstadt der Bundesrepublik -
insgesamt 865 000 nicht vermählte,
allein stehende oder allein erziehende
Menschen leben an der Spree",
behauptet ELTZEL.
Dies mag
absolut gesehen stimmen, aber beim
prozentualen Anzahl der Single-Haushalte
liegt Berlin nur auf Platz 6 der Städte
über 500.000 Einwohner. Genauso wenig wie
die
Anzahl der Einpersonenhaushalte gibt
jedoch die Anzahl der Alleinstehenden
Auskunft über die Zahl der
Partnersuchenden.
ELTZEL
berichtet über eine neue Variante des
Single-Treffs:
"Am Freitagabend gibt es eine
weitere Premiere. 'Platte sucht Halt',
heißt es dann. Die städtische
Wohnungsbaugesellschaft Hellersdorf
(WoGeHe) versucht sich auf einem neuen
Feld: als Kontakter zwischen ihren
Mietern, die in den Plattenbausiedlungen
am Stadtrand wohnen. Die WoGeHe lädt
nach eigenen Angaben zum bundesweit
ersten Singletreffen eines
Immobilienunternehmens ein."
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- LAU,
Mariam (2002): Ally McBeal: Wenn Frauen nicht
wissen, was sie sein wollen.
Calista
Flockhart dankt als Ally McBeal ab - jetzt sitzen
die Frauen mit sich und dem Geschlechterkampf
wieder ganz allein vor dem Fernsehschirm,
in: Welt v. 24.05.
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- ROOS, Peter
(2002): Einfach ein Supergefühl.
Wie geht's einem
Schriftsteller, wenn der Trend das eigene
Lebensthema einholt? Der Autor, ein
Männerkenner, über das neue Patriarchat,
in: Rheinischer Merkur
Nr.21 v. 23.05.
- Kommentar:
Wer ist Peter ROOS?
Jemand der sich als Vorkämpfer der
Männerbewegung
in Deutschland versteht,
sich aber im gegenwärtigen Trend der
Männerliteratur vernachlässigt fühlt,
weswegen er einen ausschweifenden
Überblick über sein Werk geben muss und
ganz nebenbei auch auf den Boom an
Männerliteratur eingeht.
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MAX-Titelgeschichte:
"Manchmal will ich nur ein Abenteuer".
Kati Witt wieder solo. Plus
Deutschlands großer Single-Guide
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- SIEGERT,
Almut (2002): Nie wieder allein.
13,5 Millionen
Menschen leben in Deutschland allein.
Viele suchen einen Partner. MAX hat
Internet-Börsen, Reise-Angebote, Bars,
Cafés und Clubs unter die Lupe genommen:
Wie kommt man am schnellsten zum Glück
zu zweit?,
in: MAX Nr.12 v.
23.05.
- FALZ,
H. & A. SCHIPPRACK (2002):
"Manchmal will ich nur ein
Abenteuer".
Sexy, selbstbewusst
und wieder Single - Katarina Witt geht es
auch ohne einen festen Freund
hervorragend. Im Interview spricht die
Eiskunstläuferin über Liebe,
One-Night-Stands und langweilige Männer,
in: MAX Nr.12 v.
23.05.
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- SCHOEN,
Gerti & Joachim HUBER (2002): Kein Mann zum
Füßekraulen.
"Ally
McBeal" endet mit einer Hochzeit - aber die
Braut heißt Christina Ricci,
in: Tagesspiegel v. 22.05.
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- SCHÜTZE,
Christian (2002): Alltag von Idealmenschen.
Karl Otto Hondrich misstraut
den Utopien der Gentechnologie
in: Süddeutsche Zeitung v.
22.05.
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- JUNG,
Werner (2002): Im Gasthaus Insomnia.
Ein
nächtlicher Flaneur ist der Erzähler bei Jochen
Schimmang. "Die Murnausche Lücke"
beschreibt schlaflose Nächte und ruhelose
Menschen an der deutschen Nordseeküste,
in: TAZ v. 21.05.
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- HEINEN,
Guido (2002): Der Staat der Lieblosigkeit.
Der
Politik von heute kann es gar nicht schnell genug
gehen mit der Entfernung der Kinder aus dem
Verantwortungsbereich Familie,
in: Welt v. 21.05.
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- CLARE,
Anthony (2002): Was soll nur aus ihm werden.
Die
Kinder sind aus dem Haus, die Karriere ist vorbei
und sie weiß nicht, was nun. So war es früher.
Heute muss der Mann erleben, was es heißt, sich
nutzlos zu fühlen. Beobachtungen eines
Therapeuten.
in: Tagesspiegel v. 19.05.
- Kommentar:
Vom britischen
Psychiater
Anthony
CLARE ist gerade das
Buch
"Männer haben keine Zukunft"
erschienen.
Bücher
über die
Krise des
Mannes haben seit einiger
Zeit Konjunktur.
Jede
Männergeneration hat bisher ihren
eigenen Krisendiskurs hervorgebracht. Im
Jahr 1983 erschien in den USA
"The
hearts of men", in dem
Barbara EHRENREICH die
Männerkrisenliteratur der amerikanischen
Nachkriegsgesellschaft aus feministischer
Perspektive rekonstruiert. Die
fehl angepasste Lebensweise und die
höhere Sterblichkeit der Männer war
bereits damals das Thema.
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- WELT
AM SONNTAG (2002): Bisherige Frauenpolitik steht
vor dem Aus.
"Die
traditionelle Männerrolle ist ein
Auslaufmodell" Die Selbstmordrate ist bei
Jungen vier Mal höher als bei Mädchen,
in: Welt am Sonntag v. 19.05.
- Kommentar:
"Neue Männer
braucht das Land" sang Ina DETER in
den 80er Jahren, nun aber werden NUR noch
"neue Väter" gebraucht.
Und
hierfür fehlen - so die Klage landauf,
landab - die Leitbilder. In dieser
Situation versprechen sich die Verlage
Umsatz und werfen monatlich neue Bücher
über die Krise des Mannes auf den
Buchmarkt. Momentan ist gerade
Anthony
CLARE aktuell:
"Durch
das Tal der tiefen Verunsicherung helfen
dem Mann eine Fülle von Ratgebern.
'Männer
haben keine Zukunft' lautet der
provokante Titel des britischen
Therapeuten und Buchautors Anthony Clare.
Er kommt zu dem Schluss: »Es gibt für
die Männer eine Rolle als Vater. Sie
können ihren Söhnen helfen, bessere
Väter zu werden.«
Väter als Rollenvorbilder für Jungen -
eben diese Linie möchte die
CDU-Politikerin Koop in der Gesellschaft
verankern."
So einfach
stellt man sich in Hamburg die
Umsteuerung von der Frauen- zur
Männerpolitik vor.
Verwiesen
wird in dem Artikel auch auf die Kritik
an der Frauenpolitik von
Werner
SAUERBORN in der Frankfurter Rundschau
vom 15.04.2002.
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- BESENDORFER,
Daniel & Christoph BORGMANN (2002):
Buchhalter der Fiskalpolitik.
Generationenbilanzen zur
Überprüfung der Nachhaltigkeit,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 18.05.
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- NOLTE,
Paul (2002): Die neue Mitte - ein Selbstbetrug.
Die
SPD setzt auf die schöne neue Arbeitswelt der IT
- und vergisst ihre eigene Klientel,
in: TAZ v. 18.05.
- Kommentar:
Bis vor kurzem
redete jeder von der neuen Mitte. Der
Münchner Soziologe
Ulrich BECK hat mit
seiner Neuformulierung der
"nivellierten
Mittelstandsgesellschaft" (SCHELSKY) die
öffentliche Sozialstaats-Debatte
dominiert. Mit Scheindebatten wie
Familien contra Singles wurde elegant von
der Tatsache abgelenkt, dass die
Unterschiede innerhalb der Generationen
größer sind als zwischen den
Generationen. Dieser Konsens ist
angesichts der Wahlerfolge der Populisten
in Europa am Bröckeln.
Paul NOLTE
behauptet nun zwar "dass
Polarisierung, nicht Homogenisierung
sozialer Lagen in der ominösen 'Mitte'
die Bundesrepublik kennzeichnet."
Ausdruck findet diese Polarisierung in
den Distinktionsstrategien:
"Vorherrschend
ist dabei jedenfalls die Zuordnung 'nach
unten' oder 'nach oben' und gerade nicht
die Konsolidierung eines allgemeinen
Lebensstils der Mitte. Nicht zufällig
wird in letzter Zeit der Aufstieg einer
neuen Klasse beschrieben, die sich durch
ihre Lebensführung vom Zentrum der
Gesellschaft abzusetzen versucht: Das
sind die
'Bobos'
oder 'Bourgeois Bohemians' bei David
Brooks; das ist die neue
'globale
Klasse' bei Ralf Dahrendorf."
Auf der
anderen Seite versucht NOLTE die
"Familien contra
Singles"-Debatte in die neue Ära
hinüberzuretten:
"der Abstand zwischen unteren und
'mittleren' sozialen Lagen (ist) vielfach gewachsen. Ein
Grund dafür ist die Massenarbeitslosigkeit, ein anderer die
Zunahme familiärer Instabilität in der Unterschicht -
Stichwort: allein erziehende Mütter. Andererseits nimmt die
Kinderlosigkeit besonders in der (akademischen)
Mittelschicht deutlich zu, die sich damit auf Kosten der
Allgemeinheit einen höheren Wohlstand finanziert."
Da
heutzutage Bildungsabschluss und
Einkommenshöhe nicht mehr unbedingt
miteinander korrespondieren, ist eine
solche Behauptung selbst populistisch.
Differenzierter wird das Thema Familie
von
Christoph
BUTTERWEGGE behandelt.
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TAZ-Tagesthema
"Kulturschock Kind"
Wenn aus Pärchen Eltern werden,
fangen die Probleme erst richtig an: Eine neue
Studie belegt ein deutliches Abkühlen der Liebe
- und eine drastische Wendung zu mehr
Pragmatismus. Es wird häufiger gestritten und
weniger kommuniziert. Und aus der Liebe wird ein
gemeinsames Projekt
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- SCHWELLE,
Dagmar & Adelheid WÖLFL (2002): Kinderkram.
So
wenig Geburten wie nie zuvor - das klingt
bedrohlich, doch die prophezeite Katastrophe wird
ausbleiben,
in: Profil Nr.21 v. 18.05.
- Kommentar:
Während in
Deutschland bei sinkenden Geburtenraten
Krisenstimmung angesagt ist, sieht man in
Österreich dem Bevölkerungsrückgang
wesentlich gelassener entgegen, obwohl
die Geburtenrate in beiden Ländern etwa
gleich niedrig ist.
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- TULLY, Claus
J. (2002): Jugendgeneration @ oder: Die
Fortschrittsagenten.
Über die Schwierigkeiten, sich
in einer Multioptionsgesellschaft zu orientieren,
in: Frankfurter Rundschau
v. 17.05.
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- KORFMANN,
Hans W. (2002): Fabers Erkenntnis, Frau Müller
betreffend.
Die wahre Geschichte einer
merkwürdigen Wohngemeinschaft,
in: Frankfurter Rundschau
v. 17.05.
- Kommentar:
"Die viel
wichtigere Frage ist: »Welche
Einschränkung in Ihrem Leben sind Sie
bereit, für den Aufbau einer eigenen
Familie hinzunehmen?« Hätte die
Elterngeneration und mit ihnen die
Politik das Thema Nachwuchs nicht
tabuisiert, würde sie diesen jungen
karriere-orientierten Kinderlosen das
Schreckensszenario ihres Alters vor Augen
führen".
Was VAN
LIER hier im Rheinischen
Merkur vom 16.05.2002 gefordert
hat, das setzt KORFMANN in anderer Weise
um.
Er erzählt
die Geschichte eines Vierzigjährigen,
der tagelang neben einer toten, älteren
Mitbewohnerin lebte:
"»Wir waren
artverwandt, die Frau Müller und ich«,
sagt Faber und nickt. »Das wurde mir bei
ihrem Tod schlagartig bewusst!«
Und da bekam Faber es plötzlich mit der
Angst zu tun. Er begann in Panik, seine
Wohnung aufzuräumen. Warf Dinge fort,
von denen er sich 14 Jahre nicht hatte
trennen können. Und Faber blieb
plötzlich stehen im Schulhof. Er, der
Einzelgänger, er, der aus der
neugierigen Kleinstadt in die Anonymität
der Großstadt geflüchtet war. Blieb
stehen, um sich zu unterhalten. Mit der
Frau vom Schülerladen, mit den
chaotischen Mietern aus der WG im ersten
Stock, sogar mit dem Hausmeister Kalle
ist er ins Gespräch gekommen. Faber
hatte eine Erkenntnis.
Drei Männer und eine Frau gehen über
eine Wiese in Pankow. Sie wohnen alle im
selben Haus, aber sie haben nie viel
miteinander zu tun gehabt. Nachher werden
sie sich zum ersten Mal gemeinsam an
einen Tisch setzen, zum
Leichenschmaus."
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- SEEßLEN,
Georg (2002): Beichten und Büßen in Serie.
Das 500. Mal: Der
"Tatort" als kleines Kompendium
bewältigter Lebenskrisen,
in: Frankfurter Rundschau
v. 17.05.
- Inhalt:
Bei
Georg SEEßLEN werden
die TATORT-Kommissarinnen bzw. Kommissare
zu Heldinnen und Helden,
die uns
"Anleitung zur Bewältigung der
großen Lebenskrisen (geben). Wir sehen
ihnen bei den letzten Stadien des
Erwachsenwerdens zu, bei einigen auch
dabei, dass es dazu nie kommt, nicht nur
bei Oberkommissarin Charlotte Sänger,
die immer noch zu Hause wohnt. Wir sehen
ihnen bei der Bewältigung der
Midlifecrisis zu, dort, wo man erkennen
muss, dass nichts mehr kommt als mehr von
der selben Scheiße (aber eben: die
Scheiße muss ja getan werden), dass zur
gleichen Zeit aber immer mehr verloren
geht; und wir sehen ihnen dabei zu, wie
man, unter Freunden und Kollegen, mit
mehr oder weniger Würde alt wird."
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- LÜTHI,
Theres (2002): Das nutzlose Glied der
Gesellschaft.
Den Männern droht neues
Ungemach. Demnächst sollen sie sogar für die
Zeugung entbehrlich werden. Schon heute
produzieren Forscher erfolgreich Nachwuchs ohne
Sperma,
in: Weltwoche Nr.20 v.
17.05.
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- SCHMIDT,
Renate (2002): Ist die klassische Familie hier zu
Lande ein Auslaufmodell?
"Nein, denn das
traditionelle Beziehungsmodell erfreut sich neuer
Beliebtheit," meint Renate Schmidt - Serie
Signale, Teil 3,
in: Saarbrücker Zeitung v.
17.05.
- Kommentar:
"Es stimmt, die
Zahl der Single-Haushalte insbesondere in
den Großstädten hat dramatisch
zugenommen, dies hat aber viele Gründe
unter anderem, weil dort das Wohnen für
Familien zu teuer ist und Lebensstile
sich verändert haben", behauptet
Renate SCHMIDT.
Davon kann
keine Rede sein! Die Zahl der
Single-Haushalte ist seit 6 Jahren
relativ unverändert
(siehe
Mikrozensus 2001).
Familienhaushalte - und weniger Familien
- sind in den Städten seit Beginn der
Industrialisierung traditionell
unterrepräsentiert.
Oftmals
wohnen die Eltern im gleichen Haus oder
in der gleichen Strasse, aber nicht in
der gleichen Wohnung. Der Stadtsoziologe
Hans-Paul BAHRDT hat diesen Sachverhalt
bereits in den 70er Jahren betont und die
Haushaltsstatistik kritisiert.
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- BUGDAHL, Bert
(2002): Die Kratzer unter der Oberfläche.
Elke Naters legt mit Mau Mau
einen bitteren Reiseroman vor,
in: Saarbrücker Zeitung v.
17.05.
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- IFFLAND,
Renate (2002): Allymania und (k)ein Ende.
Die Serie "Ally
McBeal" läuft in den USA in diesen Tagen
aus - Kein Grund, sofort zu verzweifeln,
in: Saarbrücker Zeitung v.
16.05.
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- BAUMGART,
Reinhard (2002): Noch eine verlorene Generation.
Mit
Dorothea Dieckmann auf einem Trip durch die
Vergangenheit von Vierzigjährigen,
in: Die ZEIT Nr.21 v.
16.05.
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- HILLGRUBER,
Katrin (2002): Der Furor der Aloisia Schmidt.
Endlich wiederentdeckt: Mela
Hartwigs Roman aus dem Jahr 1931 "Bin ich
ein überflüssiger Mensch?",
in: Frankfurter Rundschau v. 16.05.
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Zu den News vom 01. - 15. Mai 2002
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