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News vom
07. - 31. Mai 2006
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Zitat
des Monats:
"Berlin
ist die Stadt für Singles. Nirgends lernt man leichter
Gleichgesinnte kennen, unverbindlicher Sex ist der beste Freund
des Alleinstehenden, der dennoch den Gang ins Kloster nie
ernsthaft erwogen hat. Natürlich ist es so, dass man manchmal
Angst hat. Immer wieder geht jemand von Bord, flüchtet sich in
eine Ehe, eine lange Beziehung, manche bleiben dort, andere
kommen zurück und sind nicht mehr die selben. Wirklich, nichts
gegen Beziehungen. Wer sie verflucht, macht sich etwas vor. Aber
wenn ich darüber nachdenke: Die meisten Beziehungen die ich
kenne, bestehen aus Kompromissen, und zu einem guten Teil aus
schlechten Kompromissen. Bloß nicht allein sein. Es könnte ja
die letzte Möglichkeit sein. Hat das etwas Beruhigendes? Da muss
man schon den Mut zum Selbstbetrug haben. Den können sich
Pärchen übrigens nicht nur besser leisten als Singles, es ist
manchmal schon Voraussetzung für eine erfolgreiche Bindung. Wenn
der Single hingegen dem Selbstbetrug erliegt, bescheißt er nur
sich selbst. Wieso sollte er das tun?"
(Marco Senna im
Stadtmagazin zitty vom 10.05.2006, S.23)
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- SENNA, Marco (2006): Allein?
sie haben mehr sex. mehr
spass. singles haben das bessere leben. und sind schuld an allem.
schluss mit den vorurteilen!
in: zitty v. 10.05.
- Kommentar:
Selbst der überzeugte Single ist nicht mehr
das, was er noch bis in die 80er Jahre war. SENNA jedenfalls
schreibt:
"Alleinsein
ist kein Fluch, es ist eine Chance. Wenn man so argumentiert,
fühlt man sich auf einmal tatsächlich allein - davon will eigentlich
nie jemand etwas hören."
Alleinsein
als Chance, diese 68er-Attitüde vertritt auch noch
Eva JAEGGI im zitty-Interview.
In
Zeiten der demografischen Zeitenwende ist der Single dagegen
Romantiker.
Single
aus Leidenschaft wie Sasha CAGEN, nur dass sich diese
Quirkyalones
ungern als ebensolche zu erkennen geben wollen.
Heroischer
ist dies Ulf POSCHARDT in seiner
Einsamkeits-Fibel angegangen.
SENNA
formuliert das
Lieber allein als gemeinsam einsam-Motto
folgendermaßen:
"Hat
man sich erst einmal von der Liebe entwöhnt, schmerzt ihr Fehlen
nicht mehr. Es wäre dumm zu sagen, dass es nie wieder so sein wird.
Noch dümmer wäre es zu sagen, dass es in jedem Fall wieder passieren
muss. Aber wenn es so weit kommen sollte, werde ich bereit sein."
- MÜLLER, Falko
(2006): "Nicht jeder Single ist einsam, ganz und gar nicht".
Eva Jaeggi, 72, hat an der TU Berlin Psychologie gelehrt. Ihre
Forschungsthemen: Singles und Probleme in Partnerschaften,
in: zitty v. 10.05.
- HANKE, Katja (2006): Endstation
Sehnsucht.
Deutschlands erste reine Single-Bar hat in Berlin aufgemacht.
Unerschrocken, abgezockt, dem Leser verpflichtet: Wir waren da,
in: zitty v. 10.05.
- ZITTY (2006):
Alleinstellungsmerkmale.
Was sagt die Statistik über europäische, deutsche und Berliner
Singles?
in: zitty v. 10.05.
- Kommentar:
ZITTY präsentiert dem Leser den üblichen
Datenmüll über Singles!
Zum
einen werden zwei völlig inkompatible Single-Konzepte für
Deutschland und Berlin vorgestellt.
Die
Parship-Studie über deutsche Singles aus dem Jahr 2005 bezieht
sich auf Partnerlose, also auf Singles im engeren Sinne, während sich die
Berlin-Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf
Alleinlebende beziehen. Partnersuchende sind widerum nur eine
Teilgruppe der Partnerlosen. Und wie jeder weiß, ist auch eine
Partnerschaft kein Garant dafür, dass sich ein Partner nicht bereits
heimlich auf die Suche nach einem neuen Partner gemacht hat.
Während
Parship auch partnerlose Alleinerziehende und Nesthocker
berücksichtigt hat, fehlen diese bei den Berlin-Zahlen. Dagegen
werden Fernliebende und
allein wirtschaftende Paare, die gerade in Berlin sehr
verbreitet sein dürften, dazu gezählt.
Die
Zahl der Einpersonenhaushalte ist eben KEIN brauchbarer Indikator,
um die Anzahl der Partnerlosen zu schätzen. Warum wird uns dieser
Unsinn also immer wieder von Neuem vorgesetzt?
Zum
einen hat das Statistische Bundesamt überhaupt keinerlei Interesse
daran brauchbare Daten zur Partnerlosigkeit zu liefern, zum anderen
möchten es Journalisten gerne bequem haben und nehmen das, was die
Wiesbadener so zu bieten haben, Datenmüll eben!
Als
nächstes Problem kommt die Altersstruktur der so genannten Singles
hinzu.
Die
Parship-Studie zählt 18-69jährige Partnerlose zu den Singles,
während das Statistische Bundesamt alle erwachsenen Alleinlebenden
ab 18 Jahren zu den Singles zählt.
"93.100
und damit die meisten Einzelpersonenhaushalte Berlins werden von
Menschen zwischen 25 und 30 Jahren bewohnt", heißt es. Daneben
erhalten wir die Info, dass die meisten Single-Männer in
Friedrichshain-Kreuzberg wohnen, während die meisten Single-Frauen
in Charlottenburg-Wilmersdorf leben.
Dem
naiven Leser wird hier suggeriert, dass diese Single-Frauen und
-Männer im besten Alter seien. Dagegen spricht jedoch, dass das
Alleinleben im jüngeren und mittleren Lebensalter eine Domäne der
Männer ist, während bei den Single-Frauen die älteren
Alleinstehenden dominieren.
Single-dasein.de
wird sich diesem Thema der Berliner Single-Hauptstadt in einem Thema
des Monats widmen und darin die Veränderungen seit
der letzten Betrachtung der Berliner
Verhältnisse aus dem Jahr 2003 behandeln.
- LINK, Alexandra (2006): Das Ende der
Einsamkeit.
Viele Singles wollen gar keine sein. Wie kommt man da heraus?
Vieles liegt bei einem selbst, der Rest steht hier,
in: zitty v. 10.05.
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BRIGITTE-Dossier
"Das Single-Experiment".
Braucht Liebe Zeit oder einfach nur Gelegenheit? Kann man sie aktiv
suchen, oder macht sie sowieso, was sie will? Wir wollten es wissen:
zwei Frauen, zwei Methoden und 30 spannende Tage
-
REYGERS, Verena (2006): Experiment 1: Liebe braucht Gelegenheit.
Vor dem Experiment: Verena Reygers, 29, ließ sich in den letzten
drei Jahren immer mal wieder auf Affären ein. Jetzt hat sie die Nase
voll von One-Night-Stands und möchte endlich einen festen Freund.
Deshalb beschloss sie, 30 Tage lang aktiv mit allen Mitteln auf
Männersuche zu gehen,
in: Brigitte Nr.11 v. 10.05.
- Inhalt:
REYGERS hat Kontaktanzeigen im Stadtmagazin ,
Online-Partnerbörsen, Partys und Speed-Dating ausprobiert, aber
kein Mann hat sie wirklich überzeugt.
-
WEWER, Antje (2006): Experiment 2: Liebe braucht Zeit.
Vor dem Experiment: Antje Wewer, 31, ist seit gut einem Jahr
Single. Ihre Strategie jetzt: ein bisschen flirten, ein bisschen
leben. Fazti: ein Sommerflirt, der traurig endete. Danach zog Antje
sich erst mal zurück - aber jetzt könnte sie kommen, die große
Liebe. Deswegen beschloss sie, eine neue Strategie auszuprobieren,
alles auf sich zukommen zu lassen, und gab vier Wochen lang allen
interessierten Männern, die ihren Weg kreuzten, eine Chance,
in: Brigitte Nr.11 v. 10.05.
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KARNICK, Julia (2006): Rucola statt Kinderwurst.
Singles fühlen sich bei Freunden mit Familien oft überflüssig. Zu
Unrecht. Julia Karnick über den unersetzbaren Vorteil von
Single-Freundinnen,
in: Brigitte Nr.11 v. 10.05.
- Inhalt:
KARNICK beschreibt die Vorteile der
erweiterten Familie, bei der Singlefrauen nicht ausgegrenzt
werden, sondern eine ideale Ergänzung sind:
"B.
ist das letzte Exemplar einer Gattung Freundin, die um mich herum
auszusterben droht: meine allerletzte kinderlose Single-Freundin.
Die letzte, die ich anrufen kann, wenn ich dringend ausgehen
möchte, die letzte, die nicht ständig auf die Uhr guckt, weil sie
am nächsten Tag früh aufstehen muss, die letzte, die mich daran
erinnert, dass meine Art zu leben nicht die einzig mögliche ist.
(...).
Mit der vorletzten
Single-Freundin, die wir hatten, lebten wir, mein Mann, die Kinder
und ich, in einer WG zusammen. Die Vermieterin hielt sie für
unsere Haushälterin, unser alter Nachbar fragte meinen Mann, wie
es denn so sei mit zwei Frauen, Paare fragten uns, ob es nicht
unangenehm sei, mit einem Nicht-Familienmitglied die familiäre
Privatsphäre teilen zu müssen, ihre Freunde wollten wissen, ob ihr
die Kinder nicht wahnsinnig auf die Nerven gehen.
Tatsächlich haben wir uns manchmal gestritten wegen solcher und
anderer Probleme, aber unterm Strich war es eine großartige Zeit:
Sie hatte ihr Zwei-Zimmer-Single-Leben satt gehabt, wir die
vierköpfige Kernfamilienisolation - wir waren einander die ideale
Ergänzung dessen, was uns an unseren jeweiligen Leben fehlte."
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OESTREICH, Heide (2006): "Mehr Kinder durch Feminismus".
Demokratisch erzogene
Menschen kriegen nicht mehr Kinder, wenn man ihnen mit dem autoritären
Modell der "Familienwerte" kommt, meint die Sozialwissenschaftlerin
Teresa Kulawik, die in Schweden forscht. Aber dort bezeichnet sich ja
auch der Regierungschef als Feminist,
in: TAZ v. 10.05.
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MOHR, Reinhard (2006): Kommt das Patriarchat zurück?
in: DeutschlandRadio v. 10.05.
- Kommentar:
Reinhard MOHR bietet einen lauen Remix der Debatten um den Bobo
(David BROOKS), das Ende der Spaßgesellschaft (Peter HAHNE) und die
Rückkehr des Patriarchats (Frank SCHIRRMACHER,
Eva HERMAN und
Philip LONGMAN).
Man
kann dieses schrille Feuilletongekreische von Trittbrettfahrern
natürlich als Ausgeburt von "champagnerseligen Salonkommunisten"
abtun.
Dies
übersieht jedoch, dass zunehmend kinderreiche Väter wie z.B.
neuerdings
Norbert BOLZ das Zepter übernommen
haben. Diese Debatte wird sich deshalb nicht von alleine erledigen
wie das Reinhard MOHR gerne hätte.
Man
muss sich nur den
hysterischen Defensiv-Feminismus à la Alice SCHWARZER anschauen,
um zu erkennen, dass die 70er-Jahre-Feministinnen auf die
Demografie-Debatte zurzeit keine adäquate Antwort haben.
Man
versucht mit gleicher Münze zurückzuschlagen. Statt die Frauen sind
schuld, erschallt ein reflexhaftes: die Männer sind schuld am
demografischen Niedergang.
Wer
sich jedoch dem nationalkonservativen Deutungsmonopol eines Herwig
BIRG einfach nur beugt, der wird entweder untergehen oder endet
einfach als ein Rädchen im nationalkonservativen Getriebe.
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HOCH, Jenny (2006): Mehr Glück allein?
Einsamkeit macht traurig und krank - nun propagieren neue Ratgeber
jedoch die positiven Seiten der Vereinzelung,
in: Süddeutsche Zeitung v. 08.05.
- Kommentar:
"Einsamkeit
ist nach wie vor ein großes gesellschaftliches Problem. Und zwar
eines, das krank macht. Alleinstehende oder Menschen mit wenigen
sozialen Kontakten haben, das belegen Wissenschaftler immer wieder,
im Durchschnitt mehr Gesundheitsprobleme, ein schwächeres
Immunsystem und eine geringere Lebenserwartung als andere. Trotzdem
ist Einsamkeit ist noch immer ein Tabuthema",
meint HOCH.
Wer
mit Durchschnittswerten argumentiert, der möchte ambivalente
Sachverhalte einfach vom Tisch wischen, das mag politisch korrekt
sein, aber den Problemen wird man damit nicht gerecht.
Die
Netzwerkforschung behauptet aber keineswegs, dass wenige soziale
Kontakte per se problematisch sind oder mit
Einsamkeit einhergehen. Entscheidend ist dagegen die
Zufriedenheit mit den Kontakten, die man hat. Und keineswegs ist
Einsamkeit an Familienstände oder gar an spezielle Haushaltsformen
gebunden, wie HOCH das suggeriert. Die Zusammenhänge mit der
Gesundheit sind ebenfalls komplexer sein. Einsamkeit kann auch die
Folge einer schlechten Gesundheit sein und die geringe
Lebenserwartung hängt eher mit sozialer Ungleichheit zusammen.
Einsamkeit
ist auch kein Tabuthema, sondern sie wird immer dann zum zentralen
Thema, wenn die Familie als einzigste erfüllende Lebensform
durchgesetzt werden soll. Dies hat aber auch seine Nachteile wie
HOCH weiß:
"Wo
Dating-Agenturen schnelles Partnerglück und ein Überangebot an
Unterhaltung lückenlose Ablenkung versprechen, scheint die Fähigkeit
zum Alleinsein zu verkümmern."
Das
Buch
"Einsamkeit" von Ulf POSCHARDT hält
sie dennoch für ungeeignet, weil es Einsamkeit nicht als
krankmachendes Phänomen beschreibt, sondern schönredet.
Da ist sie sich mit
Felicitas von LOVENBERG einig.
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- SCHMITTER, Elke (2006): Entspannt euch,
Jungs.
Überlegungen zur Aufregung über den Geburtenrückgang und die neue
Diskussion um die Verteilung der Geschlechterrollen,
in: Spiegel Nr.19 v. 08.05.
- Inhalt:
Der Anthropologisierung des Geburtenrückgangs
durch "große Männer" (z.B.
Philip LONGMAN) setzt Elke
SCHMITTER die Historisierung entgegen:
"Man
kann mit Fug behaupten, dass wir eine schwer experimentelle Phase
durchmachen. Für die Frauen ist seit etwa fünfzig Jahren formale
Gleichheit durchgesetzt - zum ersten Mal in der westlichen Kultur,
also seit gut 2500 Jahren. Viele Ideen, die wir für
selbstverständlich halten, sind nicht länger als zwei Jahrhunderte
erprobt. Und akut besorgt zeigt sich eine Generation, die mit
Versorgungs- und Glücksversprechungen aufgewachsen ist, für die es
zuvor kein Beispiel gab. Unsicherheit macht Angst, und wer Angst
hat, kann nicht gut denken."
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LOVENBERG, Felicitas von (2006): Der Mensch ist ein Tier mit sehr
vielen Stacheln.
Dürfen wir uns den Single als glücklichen Menschen vorstellen?
Warum die Einsamkeit das Thema der Stunde ist,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.05.
-
Kommentar:
Felicitas von LOVENBERG beschreibt zuerst den
Wandel des Single-Images.
Dabei
wird die übliche popfeministische Missinterpretation verbreitet,
Ulrich BECK hätte die Singles als Speerspitze der Individualisierung
gefeiert. Das kann eigentlich nur jemand schreiben, der noch nie ein
Buch von Ulrich BECK gelesen hat. LOVENBERG dürfte da eher die Regel
als die Ausnahme sein.
Im
Zeichen der Demographiedebatte sei nun der Single zum Feindbild
avanciert, denn der kollektive Imperativ laute nun:
"Du
sollst einen Partner, Kinder, eine Ausbildung und einen Beruf haben
und dabei möglichst gesund bleiben."
Warum
Einsamkeit das Thema der Stunde
sein soll, erfährt der Leser deshalb nicht, sondern politisch
korrekt wird Einsamkeit als Krankheit der Single-Gesellschaft
dargestellt:
"Singles
sind die Stachelschweine unserer Gesellschaft, borstige
Einzeltierchen, die schon mal jemanden aufspießen können, der sie
gegen den Strich zu streicheln versucht", erklärt uns LOVENBERG
vorweg.
Am
Buch
"Einsamkeit"
von Ulf POSCHARDT und am Remake des Films "Die Thomas Crown-Affäre"
erläutert uns LOVENBERG dann das Single-Übel:
"Mit
Poschardts Fibel verlernt der Single endgültig, von sich selbst
einmal abzusehen und auf die anderen zu achten - also genau jene
Tugenden, die Familien hervorbringen und zusammenhalten.
Die optimistische These, daß keiner näher dran ist an einer
glücklichen Zweisamkeit als der geläuterte und nachdenkliche Single
- die auch
die Autorin dieses Artikels bereits in einem Buch vehement vertreten
hat -, hat auf dem Beifahrersitz neben Poschardts Ego keinen
Platz. Denn seine Ode auf die Einsamkeit verkennt, daß man sich im
Alleingang nur bis zu einem gewissen Punkt verfeinern kann - weil es
keinen Mitspieler gibt, niemanden, mit dem man die beim Solitaire
gewonnenen Einsichten und Vorsätze ausprobieren kann. Genuß ist
keine Intimität, und Intimität nicht immer ein Genuß. Erst der nahe
Umgang mit anderen zwingt zur Konfrontation mit den eigenen
Unzulänglichkeiten. Da der Single mangels eines Menschen, auf den er
Rücksicht nehmen muß, nicht zur Verstellung, aber eben auch nicht
zur Bescheidenheit gehalten ist, bleibt er sein eigener größter und
wahrscheinlich einziger Fan."
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PIEL, Edgar (2006): Eltern und Rente.
Volkes Stimme,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.05.
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- FLAMM, Stefanie (2006): "Ich bin
sexuell verwirrt".
Bret Easton Ellis kann keine
Frau heiraten und schon gar nicht Treue versprechen. Doch er ist sich
mit allen Konservativen einig: Nur die Familie kann die Welt retten,
in: Tagesspiegel v. 07.05.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. - 06.
Mai 2006
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