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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 16. - 30. November 2003

 
       
     
     
     
       
   
Zitat des Monats:
"Das »Fräulein« ist, so zart es klingt, eine Todfeindin der Feministinnen geworden, die etwas besonders Schimpfliches darin sehen, verheiratete und unverheiratete Frauen in der Anrede zu unterscheiden. Man sage auch nicht »Herrlein« zum unverheirateten Mann. (...). Aber muß das »Fräulein« wirklich verschwinden? Ist es nicht um jede außer Gebrauch geratene Differenzierungsmöglichkeit schade?
(...). Eine meiner Erzieherinnen, Fräulein Hålme, war eine Frau von größter Autorität und hat stets jeden korrigiert, der sie aus Unkenntnis oder falsch verstandenem Taktgefühl als »Frau Hålme« ansprach. Es scheint sich bei der Verfolgung des »Fräuleins« um ein spezifisch puritanisches Problem zu handeln. In Amerika hat man den Unterschied zwischen der verheirateten »Misstress« und der unverheirateten »Miss« unbedingt abschaffen wollen. Man kürzt dort nun »Ms.« ab, in der überreizten Argumentation der Feministen wird alles andere als Beleidigung der Frau verstanden. Glücklich derjenige, der in Verhältnissen lebt, die ihm gestatten, auf solche politisierten Maßregelungen keine Rücksicht zu nehmen."
(aus: Asfa-Wossen Asserate "Manieren")
 
       
   
  • SCHMITT, Oliver Maria (2003): Schmerzvoll.
    Liebeskummerkongreß "Lovepangs" in Frankfurt,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.11.
 
   
  • WEIDERMANN, Volker (2003): Keiner kann sie stoppen.
    Lauter letzte Bücher - doch die Generation Grass räumt ihren Schreibtisch nur zum Schein,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.11.
    • Inhalt:
      Volker WEIDERMANN über die Schriftsteller der Flakhelfer-Generation:

            
        "Das war schon immer so, doch kaum eine Generation hat sich so früh so massiven Putsch- und Ablösungsversuchen ausgesetzt gesehen wie die Generation Grass, die Generation der Gruppe 47. Ob in Princeton, Tutzing, Schloß Elmau. Seit beinahe vierzig Jahren gehören die Schweigeforderungen der Nachfolgegenerationen praktisch als konstituierendes Element zur Generation der heute Alten mit dazu. Doch gleichzeitig - und vielleicht ist ja das eine nur eine natürliche Folge des anderen - hat sich kaum eine Generation zuvor als so zäh, standhaft, produktiv und schreibfreudig erwiesen wie diese."
 
   
  • HENTSCHEL, Joachim (2003): Schluß mit Britney!
    Die neue Generation weiblicher Popikonen ist laut, wütend und eigensinnig. Oder sie tut zumindest so,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.11.
 
   
  • MINKMAR, Nils (2003): Weh mir, wo nehm ich, wenn es Winter ist, die Blumen?
    Wo man auch hinsieht - müde Gestalten. Ob Musik, Kino oder Fernsehen: In der Kultur erlebt die Depression ihre Renaissance,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.11.
    • Kommentar:
      MINKMAR sieht in der Depression u. a. eine Krankheit der Eliten:

            
        "Depression (ist), bei allem Zweifeln und Grübeln, kein subkulturelles, sie ist durchaus ein Elitenphänomen."
            
        Prominente Frauen, an seiner Seite schreiben mittlerweile Bücher darüber. Jedoch gilt: "If your're depressed, you're not depressed".
            
        Der Sozialpsychologe Martin SELIGMAN bezeichnet dagegen die Depression als Extremfall des Pessimismus.
 
   
  • Die 30jährigen

    • FLAMM, Stefanie (2003): Die erste Entlassung.
      Nach der Party: Als die Kündigungswelle auch die Dreißigjährigen erfasste, waren die wenigsten darauf vorbereitet. Eine Betroffene erzählt,
      in: Tagesspiegel v. 29.11.
    • MANGOLD, Ijoma (2003): Generation auf Posten.
      Mit den Dreißigjährigen - mäkeln ihre Kritiker und so sehen sie es selbst - geht es bergab. Die landläufige Diagnose: fortschreitende Entpolitisierung. Der "Generation Golf" gebricht es an der revolutionären Selbstgewissheit der 68er, Gut-böse-Schemata sind ihr abhanden gekommen. Kennzeichen eines Verfalls oder doch eines intellektuellen Fortschritts?
      in: TAZ v. 29.11.
 
     
   
  • MENSING, Kolja (2003): Generation Arbeitsamt.
    Und dabei hast du dir doch immer solche Mühe gegeben: Tine Wittlers Roman "Parallelwelt",
    in: TAZ v. 29.11.
    • Inhalt:
      Kolja MENSING ordnet WITTLERs Roman in eine Reihe von Büchern ein, die das gegenwärtige Lebensgefühl der Generation Golf beschreiben:

            
        "»Parallelwelt« heißt dieser Roman von Tine Wittler, der im weitesten Sinne zu der zweiten Welle der so genannten Generationenbücher gehört, die in diesem Jahr die Buchhandlungen geflutet hat. Genau wie Florian Illies in »Generation Golf zwei«, Matthias Kalle in »Verzichten auf« oder Volker Marquardt in seiner Abhandlung über »Das Wissen der 35-Jährigen« beschreibt Tine Wittler in ihrem Roman einen Moment der Ernüchterung, der zwar nicht eine ganze Generation, sicherlich aber ein bestimmtes Milieu kennzeichnet. Es geht um diejenigen jungen und jüngeren Menschen, die schon mit Mitte zwanzig eine beachtliche Praktikantenkarriere und mehrere Auslandsaufenthalte hinter sich hatten, in Internet-Start-ups, Medienhäusern und Werbeagenturen als Grafikdesigner, Onlineredakteure oder Produktmanager jede Menge unbezahlte Überstunden gemacht haben, die sich »jung, elastisch und trendy« fühlten und jetzt, nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes und der allgemein schlechten Wirtschaftslage, plötzlich in der Wirklichkeit beziehungsweise auf dem Arbeitsamt im Büro ihres überforderten Sachbearbeiters angelangt sind."
 
   
  • Der singlefeindliche Artikel:
    BEISE, Marc (2003): Ein Gebot der Gerechtigkeit.
    Thema: Müssen Kinderlose zahlen?
    in: Süddeutsche Zeitung v. 29.11.
    • Kommentar:
      Statt dieses schlechte Imitat von BEISE zu lesen, sollte man gleich beim Singlefeind Jürgen BORCHERT nachlesen, denn BEISE geht in keiner Weise über dessen Ansatz hinaus. Es werden nicht einmal Fakten geliefert, sondern das Einverständnis des Lesers mit den Ansichten des Verfassers ungefragt vorausgesetzt. Solche Texte gehen über das Stammtischniveau nicht hinaus. Für eine angebliche Qualitätszeitung eine Schande!
 
   
  • FR-Thema: Alleinerziehende Frauen

    • DALKA, Karin (2003): Vergessliche Väter.
      Hunderttausende Männer zahlen nach der Trennung viel zu wenig oder überhaupt keinen Unterhalt,
      in: Frankfurter Rundschau v. 29.11.
    • KAPPUS, Monika (2003): In der Armutsfalle.
      Wie sich Nachteile potenzieren,
      in: Frankfurter Rundschau v. 29.11.
    • HOLLE, Peter (2003): Entschlossen,
      in: Frankfurter Rundschau v. 29.11.
      • Inhalt:
        Peter HOLLER porträtiert die Journalistin und Yuppie-Mom Margit JANSEN.
    • HILGERS, Heinz (2003): Armut verringert Chancen und ist dadurch erblich.
      Die Ursachen für den dramatischen Anstieg der Kinderarmut in Deutschland sind vielfältig. Mehr als die Hälfte der von Sozialhilfe abhängigen Kinder lebt ei allein Erziehenden,
      in: Frankfurter Rundschau v. 29.11.
 
   
  • GROTTIAN, Peter/NARR, Wolf-Dieter/ROTH, Roland (2003): Sich selbst eine Arbeit geben.
    Alternativen zur "Repressanda 2010". Umverteilung und Aufwertung der Kommunen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 29.11.
 
   
  • HOLL, Thomas (2003): Sie sind noch jung.
    Vier Abgeordnete wollen über die Fraktionsgrenzen hinweg für ihre Generation kämpfen. "Jahrhundertprojekt",
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.11.
    • Inhalt:
      "Sie sind 20, 23,27 und 28 Jahre alt, und sie haben Großes vor. Vor mehr als einem Jahr wurden Anna Lührmann (Grüne), Jens Spahn (CDU), Daniel Bahr (FDP) und Sabine BÄTZING (SPD) in den Bundestag gewählt, mitten hinein in die Detatten über Wirtschaftskrise und Sozialreformen", beginnt HOLL seinen Bericht.
 
   
  • DATH, Dietmar (2003): Die seltsame Erscheinung ist immer noch da.
    Französische Science-fiction ist verblüffend anders ald die Zukunft in anderen Literaturen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.11.
    • Inhalt:
      Dietmar DATH über den Stand der französischen Science-Fiction:

            
        "1998 war (...) ein gutes Jahr für die französische Science-fiction. (....).
      Im genannten Jahr besuchte der in Phantastenkreisen eben erst mit seinem »Elementarteilchen«-Roman und dessen stark science-fictionalem Ende auffällig gewordene Michel Houellebecq eine »Galaxiales«-Konkurrenzveranstaltung in Metz. Houellebecq, an den dsich dort manche als den Autor eines monographischen Essays über den amerikansichen Horror-Gründervater H. P. Lovecraft erinnert haben mögen, kam, sah, »blieb nicht lange und hat nicht viel gesagt - macht er nie -, aber seine Anwesenheit empfand man als ermutigend« (Pascal J. Thomas).
      Postmoderne Gestalten à la Houellebecq sind in der Literatur der späten Chirac-Ära allerdings nichts gar so Einmaliges".
 
   
  • NEUBER, Wolfgang (2003): Codewort Liebe.
    Niels Werbers systemtheoretische Romangeschichte,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.11.
 
   
  • SCHWARZ, Patrik (2003): Eine Eskalation in Stufen.
    Die Geschichte eines nicht veröffentlichten Interviews mit SPD-Generalsekretär Olaf Scholz,
    in: TAZ v. 28.11.
    • Kommentar:
      Viel Rauch um Nichts! Unsere journalistischen Klasse interviewt lieber (spart Zeit, kostet wenig), statt zu recherchieren und harte Fakten zu liefern, weswegen der Qualitätsjournalismus im Argen liegt.

            
        Statt FAKTEN gibt es PHRASENDRESCHEREI. Dazu haben wir aber schon unsere Politiker und brauchen keine Journalisten dazu.
 
     
   
  • KEBBEL, Maren (2003): Kinder sind lieb - und teuer.
    Rentendiskussion. Leere Sozialkassen - dennoch sollen Familien finanziell entlastet werden. Beitragszahler ohne Nachwuchs werden zu Zahlmeistern der Nation. Aber kann das Umverteilen tatsächlich unser System der Altersvorsorge retten?
    in: Rheinischer Merkur Nr.48 v. 27.11.
    • Inhalt:
      Maren KEBBEL bringt die gegenwärtige Rentendebatte auf den Punkt:

            
        "So unterschiedlich die Ansätze auch sind, zweierlei zeichnet sich ab: Sie alle halten am maroden Rentensystem fest. Zum anderen gibt es bei jeder Umverteilung Gruppen, die stärker belastet werden. In diesem Fall ist es nicht schwer, die neuen Zahlmeister der Nation ausfindig zu machen: die Kinderlosen. Wer nicht für Nachwuchs sorgt, der soll zur Kasse gebeten werden."
 
   
  • SUSSEBACH, Henning (2003): Wie man in Deutschland wohnt und sich einrichtet.
    Leben in Deutschland (9). Die Nasszelle wird Wellnesszone, das Einfamilienhaus wird Kleinfamilienhaus: Immer weniger Menschen wohnen auf immer mehr Quadratmetern - jede Menge Platz für Inszenierung und Isolation,
    in: Die ZEIT Nr.49 v. 27.11.
    • Inhalt:
      SUSSEBACH bringt zuerst das politisch korrekte Thema:

            
        "So stieg die Eigentümerquote in der alten Bundesrepublik von 33,8 Prozent 1961 auf aktuell 44,6 Prozent. Ganz im Sinne von Paul Lücke, dem Wohnungsbauminister in den Nachkriegsjahren. Er hatte einst postuliert, nur das frei stehende Haus sei familiengerecht, die Mietwohnung in der Stadt hingegen töte »den Willen zum Kind« und führe den »biologischen Volkstod« herbei."
            
        Danach kommt wieder der unausrottbare Single-Mythos:
      "
      In Deutschlands größten Städten lebt mittlerweile jeder zweite Mensch allein."
      Das ist FALSCH! FALSCH! FALSCH!
      Wenn 50 % der Menschen im Einpersonenhaushalt leben, dann lebt nicht zwingend jeder zweite Mensch allein.

            
        Das geht jedoch nicht in den Kopf unserer Journalistenelite. Deutschland muss AUSSTERBEN! Damit Susanne GASCHKE recht behält! Danach kommt eine Prognose:
            
        "Republikweit wohnt in 36,2 Prozent der Haushalte nur noch eine Person. Gewiss sind das meist alte Menschen, oft Kriegswitwen. Doch junge Männer und Frauen werden ihnen bald den Rang ablaufen: Die Zahl der allein lebenden 25- bis 45-Jährigen stieg zwischen 1991 und 2002 bundesweit von 3,3 auf 4,4 Millionen, ihnen stehen 5,2 Millionen Alleinlebende gegenüber, die 65 oder älter sind."
            
        Die Suggestion mittels Zahlen, nach denen Trends der Vergangenheit, auch in Zukunft weiter wirken, ist ein beliebter Trick bei Demagogen.
            
        Herr SUSSEBACH hätte sich jedoch mit Stefan HRADIL beschäftigen sollen. Selbst dieser Lifestyle-Soziologe, der noch vor kurzem den Single als Pionier gefeiert hat, muss nun den "Wandel des Wertewandels" verkünden.
      DIE ZAHL DER SINGLES IST IN DEN LETZTEN JAHREN WENIGER STARK GESTIEGEN ALS DIES HÄTTE - bei Fortschreibung der Trends - SEIN MÜSSEN!!!!

            
        In einer Gesellschaft der Langlebigen wird jedoch - aus strukturellen Gründen - der Anteil der Singles steigen.
 
   
  • GASCHKE, Susanne (2003): Black-out im Bett.
    Wie die aussterbenden Deutschen Lust auf Kinder kriegen können,
    in: Die ZEIT Nr.49 v. 27.11.
    • Kommentar:
      Frau Susanne GASCHKE  hat heute wieder einmal einen ihrer berüchtigten Black-outs. Seit Jahren geistern Zahlen durch die Medienwelt, z.B. über die Kinderlosigkeit von Akademikerinnen.

            
        In all diesen Jahren, wurde nicht eine einzige neue Studie genannt, mit denen diese Zahlen belegt werden. Es gibt nicht einmal eine genaue Statistik der Kinderlosigkeit.
            
        Die Geburtenrate ist heutzutage das Spielfeld verantwortungsloser Demagogen.
            
        Keine einzige Forscherin und kein einziger Forscher, die in den unseren angeblichen Qualitätsmedien das Wort ergreifen (nachdem sie Studien durchgeführt haben!) , stattdessen eine Unzahl von Leitartikeln, in denen Journalisten über die Ursachen spekulieren, Ursachen, die keineswegs mit nachprüfbaren Daten belegt werden, sondern schlichtweg nur behauptet werden.
            
        Wir haben diese Art von Texten satt! Unsere selbstgerechte journalistischen Klasse, schreibt das, was gerade politisch korrekt ist. Fakten, Fakten, Fakten - Das ist heute zum hohlen Slogan verkommen.
            
        Wo sind die Journalisten, die fähig sind, einen Kindergateskandal aufzudecken, weil sie noch recherchieren und nicht von ihren Kollegen abschreiben oder Politikerphrasen reproduzieren? In diesem Deutschland wäre der Watergateskandal jedenfalls nicht aufgedeckt worden.
      "
      Es ist kein Zufall, dass jeder demografisch Interessierte jene 44 Prozent Akademikerinnen herbeten kann, die kinderlos bleiben, und dass niemand die entsprechende männliche Vergleichszahl kennt,"
      schreibt GASCHKE.
      Man könnte noch einen Schritt weiter gehen und sagen, es ist kein Zufall, dass niemand die Quelle von GASCHKEs Zahlen kennt, denn nicht einmal die Kinderlosigkeit von Frauen lässt sich genau bestimmen, weil unsere Bevölkerungswissenschaftler die traditionelle lebenslange Ehe zur Norm erhoben haben.
 
   
  • KRÖTER, Thomas & Axel VORNBÄUMEN (2003): "Eine Anzeige mit Uschi Glas reicht nicht".
    JU-Chef Mißfelder über die Angst seiner Partei vor Themen und die schlechte Vermittlung des "Lebensgefühls CDU",
    in: Frankfurter Rundschau v. 26.11.
    • Inhalt:
      Philipp MIßFELDER über das fehlende Familiengefühl der CDU:

            
        "warum auch immer, wir schaffen es nicht, in irgendeiner Weise ein "Lebensgefühl CDU" nach vorne zu stellen. (...). Die Leute sind sich nicht darüber im Klaren, was es eigentlich bedeutet, CDU-Anhänger zu sein.
      (...).
       Wo es richtig schief gegangen ist, war der Fall Katherina Reiche. Man zaubert eine junge Frau aus dem Hut, die vorher nie etwas mit Familienpolitik zu tun gehabt hat, reicht sie im Wahlkampf rum und zieht sie dann zurück. So etwas wird einem übel genommen. Oder nehmen Sie das Familiengeld. Das wurde propagiert, ohne zu sagen, wie man es finanzieren will - und hat es dann stillschweigend einkassiert. So geht das nicht! Auf dem Leipziger Parteitag werden wir uns gemeinsam mit der CDA und der Frauen Union deshalb dafür einsetzen, dass dies das Kernstück der Unionsprogrammatik bleibt.
      "
 
   
  • ZUDEICK, Peter (2003): Rentner ins Exil,
    in: Frankfurter Rundschau v. 26.11.
    • Kommentar:
      Peter ZUDEICK hat sich eines - von single-dasein.de bereits Anfang Oktober ausgegrabenen - Themas gewidmet: Dem "Altenexport"!

            
        Gisela ERLER hat 1988 über die Japaner berichtet, die das deutsche Modell "Rentner in Mallorca adaptieren wollten:
            
        "in Japan ist anscheinend aufgrund verschiedener Umstände, vor allem aufgrund der Wohnungsmieten und einer veränderten Einstellung zur alten Generation, innerhalb weniger Jahrzehnte die traditionelle Versorgung alter Menschen in der Familie zusammengebrochen. Aus diesem Grund ist das »Rentner-Paradies« Mallorca ein beliebtes Thema der japanischen Medien geworden. die japanische Regierung erwog 1987, auf Inseln in Südostasien Wohnkolonien für alte Menschen anzulegen, die dort mit ihrer niedrigen Rente viel besser überleben können als in Japan selbst und niemandem zur Last und auf die Nerven fallen. Die japanischen Medien haben nun entdeckt, daß die Bundesrepublik ein Modell von »Altenexport« durch höhere Kaufkraft in Mallorca entwickelt hat, das allen Verwandten ein gutes Gewissen und nur im Todesfall Probleme mit dem Bestattungsort bereitet."  
 
   
  • DEGEN, Christel/Christine FUCHSLOCH/Karin KIRSCHNER (2003): Die Frauen nicht vergessen.
    Forderungen für das Vermittlungsverfahren der Hartzgesetze III und IV,
    in: Frankfurter Rundschau v. 26.11.
 
     
     
     
     
   
  • KAMALZADEH, Dominik (2003): Als noch Gruppenzwang herrschte.
    Ausflug in die Plenumkultur der frühen 80er-Jahre. Regisseur Stefan Krohmer im Gespräch über seinen witzig-schlauen Skihüttenfilm "Sie haben Knut" und das Ende einer Ära,
    in: Der Standard v. 25.11.
 
   
  • ENCKE, Julia (2003): Immer nur schlafen.
    Da hilft auch kein Ratgeber: Die Stimmung in den Unternehmen ist auf dem Tiefpunkt,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 24.11.
  • OTT, Michael (2003): Die Ich-weiß-nicht-recht-AG.
    Existenzgründung ohne Heidegger: Ein Versuch, ohne Kollegen auszukommen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 24.11.
 
     
     
   
  • HARRIEHAUSEN, Christiane (2003): Die Metamorphose des Wohnens.
    Flexibles Wohnen muß kein Wunschtraum sein. In Frankfurt wird ein Bauvorhaben realisiert, das für Aufmerksamkeit sorgt,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 23.11.
    • Inhalt:
      HARRIEHAUSEN stellt das Projekt "Little SoHo" in Frankfurt vor:

            
        "Im Zentrum der Überlegung steht die Verbindung aus zwei beliebten Wohnformen: Loft und Albauwohnung. Dabei sind so viele verschiedene Grundrißvarianten entstanden, daß die Wohnungen sowohl den Ansprüchen eines Singles als auch einer Familie gerecht werden. Die Räume sollen sich im Laufe des Lebens den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Bewohner anpassen. Diese Freiheit wird unter anderem dadurch erreicht, daß die Wohnflüche über zwei bis fünf Versorgungsschächte verfügt, wodurch ein großer Gestaltungsspielraum für die Standorte von Bad und Küche möglich ist."
 
   
  • TRÖSTER, Christian (2003): Der Mensch verträgt das Neue nicht.
    Werber Klaus Brandmeyer über den rätselhaften Geschmack der Massen,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 23.11.
    • Kommentar:
      1970 hat der Futurologe Alvin TOFFLER mit "Future Shock" ein weitsichtiges Buch über die beschleunigte Gesellschaft der 60er Jahre geschrieben.

            
        TOFFLER sprach damals vom "Zukunftsschock", der einer Gesellschaft droht, deren Menschen sich nicht mehr an den technologischen Fortschritt anpassen können.
            
        Peter GLOTZ hat in "Die beschleunigte Gesellschaft" daran angeschlossen.
            
        Nach dem Ende des New-Economy-Boom ist es nun die Reform der Sozialsysteme und des Arbeitsmarkt, der die Menschen mit Anpassungsproblemen konfrontiert.
            
        Wenn jetzt die Werbung einen Gang zurückschaltet, die Medien die 50er-Jahre-Idylle beschwören und Bernd ULRICH die Beruhigungspille Nation gegen den Sozialabbau verabreicht, dann sagt das viel über die Befindlichkeiten in einem Land aus, in dem die Nerven der Menschen blank liegen.
 
   
  • WESTPHALEN, Joseph von (2003): Verbot macht erfinderisch.
    Die Schonzeit für Schriftsteller ist vorbei. Gerichte und Feuilletons überprüfen den Realitätsgehalt ihrer Bücher. Ist er zu groß, werden sie verboten. Doch der Künstler braucht die Wirklichkeit. Einige Vorschläge zur Güte,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 23.11.
 
     
     
   
  • BARTELS, Gerrit (2003): Der Wirklichkeitserleuchter.
    "Sprache ist die schönste, umfassendste und beeindruckendste Technologie, die der Mensch erfunden hat": Mit seinem Erzählband "Die Geschichte von Nichts" bestätigt der Schriftsteller Peter Glaser, dass er im vergangenen Jahr das Ingeborg-Bachmann-Wettlesen in Klagenfurt zu Recht gewonnen hat,
    in: TAZ v. 22.11.
    • Inhalt:
      BARTELS beschreibt GLASERs Stil:
      "
      Bloß nicht ins Erzählen kommen: Anti-Franzen, wenn man so will, Anti-Politycki, auch Anti-Pop, mehr frühe Sonic Youth als Gumball"
 
   
  • HELL, Daniel & Peter C. MEYER (2003): Die Psychiatrie als Spiegel der Gesellschaft.
    Optimierung professioneller Hilfe angesichts wachsender psychischer Not,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.11.
    • Inhalt:
      Die Autoren stellen - anlässlich der steigenden Zahl von Renten aus psychischen Gründen - einen Zusammenhang zwischen Urbanität und psychischer Gesundheit her:

            
        Sowohl die Ärztedichte wie insbesondere die Anzahl der IV-Renten aus psychischen Gründen hängen (...) positiv mit folgenden soziodemographischen Verhältnissen zusammen: erstens mit der Bevölkerungsdichte (städtisch gegen ländlich), zweitens mit der Beschäftigungslage (Anzahl der Beschäftigten pro 1000 Einwohner), drittens mit dem Ausländeranteil in der entsprechenden Bevölkerung und viertens mit der Arbeitslosenquote.
      Zusammengefasst ist aus diesen detaillierten Berechnungen zu schliessen, dass Behinderungen aus psychischen Gründen umso häufiger diagnostiziert werden, je urbaner eine Bevölkerung ist. Urbanität geht mit grösserer Bevölkerungsdichte, aber auch mit grösserer Individualisierung einher. Letzteres zeigt sich darin, dass in Ballungszentren mit einem höheren Anteil psychisch Kranker mehr Personen für sich allein wohnen bzw. die Personenzahl pro Wohnung geringer ist. In urbanen Gebieten sind Beschäftigungsgrad und Ausländeranteil höher."
 
   
  • VOGEL, Sabine B. (2003): Treten Sie ein!
    Modellhafte Inszenierungen: Kunst als Erlebnis. Jahrzehntelang stand der Gebrauchswert von Produkten im Mittelpunkt des Konsums. heute aber ist an seine Stelle der "Erlebniswert" getreten. Das hat Konsequenzen - auch für die Kunst, die mitunter spektakuläre Erlebnisse provozieren will, 
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 22.11.
 
     
     
     
   
  • DRIBBUSCH, Barbara (2003): Ist Sex mit Gleichaltrigen out?
    Die ältere Frau und der jüngere Mann sind das neueste Rollenmodell auf dem Beziehungsmarkt. Hat es eine Chance gegen das etablierte Modell vom älteren Prominenten und der jungen Geliebten? Klar ist: Die Altersfrage ist das explosivste Schlachtfeld der Zukunft,
    in: TAZ v. 20.11.
 
     
     
   
  • FLORIN, Christiane (2003): Vom Weibe befreit.
    Männerrechte. Frauenförderung gehört in Politik und Medien zum guten Ton. Kann es nicht sein, dass auch das vermeintlich starke Geschlecht Hilfe braucht? Maskulisten formieren sich,
    in: Rheinischer Merkur Nr.47 v. 20.11.
 
   
  • SCHNEIDER, Stefanie (2003): Herbst.
    Ost-West-Liebe I: Statistiker, Ehevermittler und Scheidungsanwälte sind sich einig - die Berliner heiraten heftig aneinander vorbei. Zu unterschiedlich sind ihre Ideen vom Eheglück,
    in: Welt v. 19.11.
  • WICHERT, Silke (2003): ...im Herzen.
    Ost-West-Liebe II: Ausgesprochen begehrt bei heiratswilligen deutschen Männern sind hingegen baltische Damen - die Geschäfte der Agenturen florieren,
    in: Welt v. 19.11.
 
   
  • SCHWENN, Kerstin (2003): Die Kinderlosenbewegung.
    CSU-Vorschläge stoßen auf breite Ablehnung,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.11.
    • Inhalt:
      SCHWENN zitiert u.a. den stellvertretenden Verbandsgeschäftsführer der Rentenversicherer REIMANN:

            
        "Ein solcher Familienlastenausgleich würde nur von den kinderlosen Rentenversicherten finanziert. Kinderlose Beamte, Richter, Abgeordnete, Freiberufler, Selbständige und Kinderlose mit einem Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze würden an den Kosten nicht beteiligt, obwohl auch sie im Alter von Kindern profitieren."
 
   
  • PRIESCHING, Doris (2003): Den Unwürdigen keine Rose.
    ORF schickt Single auf Brautschau, ATV+ setzt Hermes Phettberg in den Beichtstuhl,
    in: Der Standard v. 19.11.
 
     
   
  • WALTER, Franz (2003): Geradezu neurotisch.
    Die SPD am Ziel und am Ende ihrer Träume,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 18.11.
 
   
  • KELDERS, Christian (2003): Benachteiligte Eltern.
    Der Demographie-Experte Hermann Adrian zur Sozialversicherung,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 17.11.
 
   
  • STANDARD - Jugendserie "Jugend in Österreich" (14. und letzter Teil)

    • MAYR, Peter & Lisa NIMMERVOLL (2003): Mit Golf und Nutella ins Altenwohnheim.
      Florian Illies, Autor von "Generation Golf", glaubt, dass seine Generation auch im Alter nicht auf Nutella verzichten will. Von der heutigen Jugend sieht er T-Shirt-bedingt "mehr Bauch", viel Pragmatismus und gesunden Menschenverstand bei "maximaler Freiheit",
      in: Der Standard v. 17.11.
    • SEIDL, Conrad (2003): Junge geraten unter Druck.
      Die Senioren werden das Sagen haben - politisch und wirtschaftlich,
      in: Der Standard v. 17.11.
 
     
     
   
  • SIMON, Ulrike & Norbert THOMMA (2003): Hallo, hier spricht der Zeitgeist!
    "twen" und "Tempo" waren die Trend-Magazine der 60er und 80er jahre. Jetzt sucht "Neon" nach seiner Generation. Ein Gipfeltreffen der Erfinder,
    in: Tagesspiegel v. 16.11.
 
   
  • FRANK, Tanja (2003): Überm Berg.
    Der 30. Geburtstag ist für viele eine Schallgrenze. Danach kommt nichts mehr außer dem Tod, denkt man mit 20. Mit 30 weiß man: Es gibt nur dieses eine Leben,
    in: Tagesspiegel v. 16.11.
 
     
   

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Zu den News vom 01. - 15. November  2003

 
       
   
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